Ich halte die Haltung " es wird sich ja eh jeder anstecken" bzw. "früher oder später bekomme ich es so und so" für fatalistisch.
Mit dieser Haltung gehen die Zahlen nie runter. Ich bin dreimal geimpft, im Homeoffice, mache Sport zu Hause ( es gibt so viele gute Videos) und lebe sehr zurückgezogen , auch jetzt nach zwei Jahren in der naiven Hoffnung, dass es möglichst viele so handhaben wie ich. Und nein, ich bin nicht einsam oder gelangweilt
Mein Mann sieht es ähnlich wie ich und ich habe zu Hause mehr als genug zu tun. Schaue mir alle Filme an, für die ich in den letzten 50 Jahren keine Zeit hatte und habe viele telefonische und online Kontakte. Ich will Corona bzw. Omikron nicht bekommen und habe auch eine Verantwortung für meine alte, vorerkrankte Mutter (auch wenn sie drei Mal geimpft ist) und die ich regelmässig zum Arzt begleiten muss. Allein schon deswegen darf und will ich mich nicht anstecken. Was , wenn ich mir eine Nachlässigkeit irgendwann vorwerfen müsste? Abgesehen davon , möchte ich dass dieser Mist irgendwann vorbei ist und das wird er mit der Haltung " wir stecken uns ja früher oder später eh alle an" nicht! Herdenimmunität kann man knicken und einmal infizierte Menschen können sich immer wieder anstecken- Stärkung des Immunsystems ist also auch nicht. Ich bin nach wie vor eine Verfechterin der Nullcovidstrategie und verschiebe meine Kontakte, Feste etc. auf den Sommer.
Zitat von Tigerente im Beitrag #5654... Ich habe tatsächlich Vertrauen in die Impfung. Wenn die mich bei Kontakt mit dem Virus nicht schützt (vor einem schweren Verlauf etc.), hätte ich mir das mit dem Impfen auch sparen können.
Ich sehe es ähnlich, deswegen schmeiße ich ja nicht gleich alle Schutzmassnahmen über Bord, aber komplette Gefahrenabwehr mit totaler Isolation ist eben auch nicht mehr machbar. Geht in meinen Augen auch gar nicht. Ich sehe vieles ein und trage vieles mit, merke aber wie das ganze Hickhack lähmt, dabei bin ich noch nicht mal mehr ein extrovertierter Mensch. Weder leugne ich Corona, noch unterlaufe ich sinnvolle Massnahmen und wenn die Impfung etwas bringt, dann wird geimpft, aber das Gefühl nach Monaten immer noch auf der Stelle treten macht nicht unbedingt enthusiastisch. Mein Fahrlehrer hat vor drölfzig Jahren zu mir gesagt, guck in die Richtung, in die du fahren willst. Kann man auf viele Lebenssituationen übertragen.
-------------------------------------- „Die Toleranz wird ein solches Niveau erreichen, dass intelligenten Menschen das denken verboten wird, um Idioten nicht zu beleidigen." Fjodor M. Dostojewski
Zitat von Jana im Beitrag #5677 Ich bin nach wie vor eine Verfechterin der Nullcovidstrategie und verschiebe meine Kontakte, Feste etc. auf den Sommer.
Nur war diese Strategie nirgendwo langfristig erfolgreich.
fettundlila ...irgendwann ist irgenwie ein andres Wort für nie... energy flows, where attention goes. .ʇɐq pǝʞooɔɹǝpun uɐ ǝʇɐ ɹǝʌǝu ʽpๅɹoʍ ǝɥʇ ǝᵷuɐɥɔ ʇ,uɐɔ uosɹǝd ǝuo pᴉɐs ɹǝʌǝoɥM
Jana, es bleibt dir unbenommen, dein Leben so zu führen wie Du es führst, aber übertrage diesen Anspruch nicht auf Andere. Fakt ist, dass es keine Immunität gegen Covid geben wird, bestenfalls kommt es durch regelmäßige Kontakte mit diesem Virus irgendwann dazu, dass es nur noch milde Verläufe gibt, die für entsprechende Risikopersonen trotzdem gefährlich sein können, wie bei anderen Erkrankungen auch. Null Covid Strategien sind spätestens seit Delta nicht wirklich umsetzbar. Du kannst gerne alles in den Sommer schieben, ich mache das nicht. Meine Lebenssituation ist eine andere als Deine.
steht 15% Wahrscheinlichkeit für long covid bei leichten Fällen. Das finde ich für mich ein vertretbares Risiko. Im Vergleich zu: mich auf unbestimmte Zeit wieder einigeln wie im Winter 2020/2021. Das war irgendwie komplett gegen meine Natur und hat etliche Körner gekostet.
Zitat von Hillary im Beitrag #5678aber komplette Gefahrenabwehr mit totaler Isolation
Das macht doch niemand?
Zitat von SASAPI im Beitrag #5680aber übertrage diesen Anspruch nicht auf Andere.
Das hat sie nicht gemacht, sie hat ihre Sicht beschrieben.
Ich verstehe nicht, warum die Fraktion "Ich werde mich eh anstecken, also lebe ich weiter, als ob nichts weiter wäre" von bloßen Schilderungen anderer Meinungen inkl. Fakten sich so angegriffen fühlt und um sich schlägt.
Wenn man sich seiner Meinung sicher ist, muss man doch andere nicht angreifen?
Zitat von ZeroZero im Beitrag #5683 Ich verstehe nicht, warum die Fraktion "Ich werde mich eh anstecken, also lebe ich weiter, als ob nichts weiter wäre" von bloßen Schilderungen anderer Meinungen inkl. Fakten sich so angegriffen fühlt und um sich schlägt.
Wenn man sich seiner Meinung sicher ist, muss man doch andere nicht angreifen?
Darüber habe ich mich bereits in der Bri gewundert. Es muss sich doch keiner verteidigen und zum Angriff übergehen, so wirkt es auf mich, weil jemand vorsichtiger ist und eine andere Umgehensweise mit der Situation hat.
Ich wollte niemanden angreifen und weiss, dass andere in einer anderen Situation als ich sind, allein schon, weil sie nicht im HO arbeiten können und/ oder Schulkinder haben. Bei jüngeren Leuten kann ich total gut verstehen, dass sie sich nicht (mehr) an alles halten wollten und auch Party machen. Aber warum können Menschen, wie ich sich nicht einfach ein bisschen zurücknehmen? Muss man während einer PANDEMIE wirklich auf jeder Party tanzen? Ich für meine Teil mache was ich kann und will mich einfach nicht mit Corona infizieren. Komplett isoliert bin auch ich nicht, es gibt Treffen im Freien und ich treffe durchaus auch Kunden, wenn es nicht anders geht, weil nicht alles im HO möglich ist. Anstecken kann ich mich auch , aber ich lasse es nicht darauf ankommen. An "Herdenimmunität habe ich schon Anfang 2020 nicht geglaubt. Vielleicht hätte ohne diesen irreführenden Begriff die Nullcovidstrategie eine Chance gehabt, zumindest wären die Inzidenzen niedriger gewesen.
- "Wenn du einen Menschen glücklich machen willst, dann füge nichts zu seinem Reichtum hinzu, sondern nimm ihm einige von seinen Wünschen." - Epikur von Samos
Niedrige Inzidenzen bedeuten länger Pandemiemodus, das ist wohl kaum wünschenswert.
Und niemand hier lässt es darauf ankommen, sich anzustecken, dass lese ich zumindest nirgends.
Ich lese sehr wohl, und der Meinung bin ich auch, dass Corona einen einholen wird. Geimpft wird das vermutlich ein kleineres Übel sein wie ungeimpft, das ist der Unterschied.
Zitat von fritzi im Beitrag #5672Trotzdem will ich Covid nicht bekommen und habe auch keine Haltung "ich bekomme es ohnehin".
Der Impfung vertraue ich insoweit, als dass sie - kurzzeitig - vor dem schweren Verlauf schützt, aber selbst den milden Verlauf, den ich von manchen Geimpften kenne, ist nichts, wonach ich wild wäre.
Jepp, das erlebe ich auch grade im Bekanntenkreis - in einer Familie sind alle Familienmitglieder infiziert und somit erst mal für mindestens eine Woche in Quarantäne. Die dreifach geimpften Eltern haben es wie eine Grippe, die ungeimpfte Kindergartenkinder sind ziemlich munter. Alleine um sowas zu vermeiden, versuche ich, eine Ansteckung zu vermeiden. Die "Schwachstellen" sind mein Mann, der regelmäßig ins Büro muss, und natürlich die Kinder, die aber ihren Aktivitäten nachgehen dürfen, so gut es eben grade möglich ist.
Wie hat es neulich jemand gesagt: Von der Impfung hatte ich mir ein bisschen mehr erhofft. Ja, so ist es.
Hohe Inzidenzen bedeuten doch nicht, dass die Pandemie irgendwann beendet ist. Die Menschen stecken sich immer wieder an. Auch wenn es wahrscheinlich ist, dass es vielleicht irgendwann wirklich wie Schnupfen ist. Aber das schaue ich mir mir erstmal an.
Viola, ja, „von der Impfung mehr erhofft“ trifft es sehr gut!
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Zitat von T75 im Beitrag #5690Niedrige Inzidenzen bedeuten länger Pandemiemodus, das ist wohl kaum wünschenswert.
Und niemand hier lässt es darauf ankommen, sich anzustecken, dass lese ich zumindest nirgends.
Ich lese sehr wohl, und der Meinung bin ich auch, dass Corona einen einholen wird. Geimpft wird das vermutlich ein kleineres Übel sein wie ungeimpft, das ist der Unterschied.
Zitat von Jana im Beitrag #5677Ich halte die Haltung " es wird sich ja eh jeder anstecken" bzw. "früher oder später bekomme ich es so und so" für fatalistisch.
Mit dieser Haltung gehen die Zahlen nie runter. Ich bin dreimal geimpft, im Homeoffice, mache Sport zu Hause ( es gibt so viele gute Videos) und lebe sehr zurückgezogen , auch jetzt nach zwei Jahren in der naiven Hoffnung, dass es möglichst viele so handhaben wie ich. Und nein, ich bin nicht einsam oder gelangweilt
Mein Mann sieht es ähnlich wie ich und ich habe zu Hause mehr als genug zu tun. Schaue mir alle Filme an, für die ich in den letzten 50 Jahren keine Zeit hatte und habe viele telefonische und online Kontakte. Ich will Corona bzw. Omikron nicht bekommen und habe auch eine Verantwortung für meine alte, vorerkrankte Mutter (auch wenn sie drei Mal geimpft ist) und die ich regelmässig zum Arzt begleiten muss. Allein schon deswegen darf und will ich mich nicht anstecken. Was , wenn ich mir eine Nachlässigkeit irgendwann vorwerfen müsste? Abgesehen davon , möchte ich dass dieser Mist irgendwann vorbei ist und das wird er mit der Haltung " wir stecken uns ja früher oder später eh alle an" nicht! Herdenimmunität kann man knicken und einmal infizierte Menschen können sich immer wieder anstecken- Stärkung des Immunsystems ist also auch nicht. Ich bin nach wie vor eine Verfechterin der Nullcovidstrategie und verschiebe meine Kontakte, Feste etc. auf den Sommer.
Wenn man davon ausgehen könnte, dass das Virus nächstes oder übernächstes Jahr verschwinden würde, würde ich das vielleicht auch so machen. Aber nach derzeitigem wissenschaftlichen Stand wird das nicht passieren, sondern das Virus jeden Winter grassieren. Deine Strategie wäre somit ein Dauerzustand in allen Wintern. Kann man machen, aber nicht als Gesellschaft. Sowas kannst nur Du als Einzelne für Dich entscheiden.
Zitat von T75 im Beitrag #5690Niedrige Inzidenzen bedeuten länger Pandemiemodus, das ist wohl kaum wünschenswert.
Und niemand hier lässt es darauf ankommen, sich anzustecken, dass lese ich zumindest nirgends.
Ich lese sehr wohl, und der Meinung bin ich auch, dass Corona einen einholen wird. Geimpft wird das vermutlich ein kleineres Übel sein wie ungeimpft, das ist der Unterschied.
Es geht darum, ein möglichst erträgliches Tempo zu finden, als die Infektionen soweit zu bremsen, dass sich die Bevölkerungsimmunität noch weiterentwickeln kann, aber ohne dass es viele Opfer gibt. Insgesamt kommt es mir so vor, als ob jetzt gerade ganz gut klappt.
Angesichts rasant steigender Infektionszahlen sehen Ärztevertreter die Kliniken bereits in wenigen Tagen an ihrer Belastungsgrenze. "Spätestens Anfang Februar wird es in den Krankenhäusern deutschlandweit sehr eng werden, wenn die Infektionszahlen weiterhin in diesem Tempo steigen", sagt die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Susanne Johna, der Funke Mediengruppe. Dabei gehe es nicht nur um steigende Patientenzahlen, sondern auch um Personalausfälle in Kliniken, Laboren und Rettungsdiensten. Das könne dazu führen, dass die Versorgung der Bevölkerung nicht mehr dem üblichen Standard entsprechen werde.