Hm, liegen da dann rausgebissene Stoffstücke rum? Bewusst essen sehen hab ich es Ihnen nämlich nicht aber ich gehe davon aus, dass er es frisst, weil eben keine Stofffetzen rumliegen.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Wenn der Kater nur Löcher rein reißt, dann ist das nicht schlimm - außer dass Klamotten ruiniert sind. Aber die echten Stoff-, Socken- und Was-weiß-ich-Fresser bekommen im schlimmsten Fall einen Darmverschluss. Auch Schädigungen der Darmwand sind möglich. Textilien bleiben gern mal hängen.
-------------------------- Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.
Lieber nicht. Die Verband- und Kompressenfresser haben auch ein Risiko.
Ein befreundeter Sockenfresser (Hund, Labbi, what else) hatte 3 (drei) Socken gefressen, einen davon wieder erbrochen. Er musste operiert werden. Vorher war ein Kontrastmittel-Röntgen nötig, weil Textilien nicht schattengebend sind.
-------------------------- Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.
Wenn der Kater 14 Jahre ist und es erst seit einem Jahr tut, würde ich
- überlegen, was hat sich in dem Zeitraum bevor er damit angefangen hat geändert, dass ihm Stress macht - alles "wegschließen", was ihm essbar erscheint, es aber nicht ist - beim Tierarzt oder Tierklinik eine Blutuntersuchung auf eventuelle Mangelzustände machen lassen
So ein Mangel muss ja nicht ursächlich in der Ernährung liegen, es kann ja auch eine Verarbeitungsstörung oder ähnliches sein.
Und wenn er es die ersten dreizehn Jahr nicht getan hat, würde ich auch eher keinen genetischen Defekt oder eine "frühkindliche" Erfahrung vermuten, wie die im Artikel genannte fehlende Sozialisierung.
War er auch schon immer so änglich bzw. menschenscheu?
Zitat von Nora im Beitrag #1Das Katz meines Teenagers lebt aus Gründen bei meinen Eltern.
Und hat seit etwa einem Jahr die sehr lästige Angewohnheit, Stoff zu fressen!
Das Ergebnis sind richtige Löcher in Socken, Bettwäsche, Hemden, einer Wolldecke, diversen Blusen, einer Tischdecke - und heute hat es einen Angorapulli erwischt (zwei Löcher in Fünfmarkstück Größe)
Normalerweise sind es nur Naturfasern - Aber auch der beste BH meiner Mutter fiel ihm zum Opfer, da sind dann doch etliche Polytierchen drin.
So langsam ist es nicht mehr lustig. Die Katze abzugeben steht nicht zur Debatte - keine Sorge.
Aber hat irgendjemand eine Idee, woher das kommt - und wie frau es abstellt?
Mein Kater zerkaut Wollschals, schon diverse teure Alpakaschals fielen ihm zum Opfer, aber er verschmäht auch Polyester nicht. Ich lasse die halt nicht mehr rumliegen. Fressen tut er die nicht.
Andere Klamotten möglichst auch nicht, damit sich niemand drauf legt und es vollhaart.
Wegen Bettwäsche - dann nicht mehr ins Schlafzimmer lassen.
Ich würde aber doch mal zum Arzt gehen, wenn es derart massiv ist. Vielleicht fehlt ihm irgendwas in der Nahrung, ein Mineral oder whatever ?! Manche fressen z.B. Katzenstreu in so Fällen.
Zitat von Katelbach im Beitrag #15Sorgfältige klinische Untersuchung zuerst und es gibt auch Fachleute, wenn dabei nix rauskommt: Fachtierärzt:innen für Verhaltensmedizin.
Würdest Du für die Untersuchung eher in eine Tierklinik fahren?
Und - funktionieren diese verhaltenstherapeutischen Termine auch bei Katzen, die durch Autofahren total gestresst werden - Die ist doch schon nach der Autofahrt total von der Rolle. Bringt das dann etwas? Zumal sie bei anderen Menschen ein totaler Angsthase ist. Bekomme meine Eltern Besuch, sitzt sie im Keller auf dem Gefrierschrank!
Vielleicht erst mal einen mobilen TA kommen- und ein großes Blutbild machen lassen ?
Es gibt auch Katzenverhaltenstherapie vor Ort, wobei die Erstgespräche per Zoom geführt werden. Wenn du da nähere Informationen brauchst gibt Bescheid. Bei unserem Angstkater hat es super funktioniert, für ihn war danach die Welt viel besser.
Die Erde hat Musik für diejenigen, die zuhören. WS
Ursachen/Auslöser: a) Genetik b) Haltung/Füterung c) zu frühe Trennung Mutter d) Stress (Umzug, mit Nachbarkatzen/Mitkatzen, Veränderungen, Beschränkungen etc., auch nicht offensichtliches wie z.B. Nachhausekommen des Halters kann Aufregung/Stress verursachen) e) Krankheiten
Als allererstes durch TA-Besuch auf gesundheitliche Ursachen untersuchen lassen (einige Ursachen sind SDÜ, Tumore, FiP, Parasiten, Epilepsie, Anemie, häufiges Erberchen/Durchfall/Verstopfung = Katze versucht durch Pica das Problem zu lösen) In einem Webinar habe ich gehört: Bei einer Präferenz für Wolle vermutet man einen Mangel an Lanolin ( wird bei der Verarbeitung allerdings entzogen, evtl. später zur Fettung wieder hinzugefügt). Konnte lt. einer Studie bei einigen Katzen durch zufügung ovn Lanolin im Essen therapiert werden.
Können körperliche Erkrankungen ausgeschlossen werden, kann eine Verhaltenstherapie sinnvoll sein, was von der Bezugsperson eine gute Mitarbeit erfordert. Hier können/müssen fragen wie diese (und viele mehr) vorab geklärt werden: > Langeweile? > nur in Anwesenheit Halter: mglw. Aufmerksamkeitsheichendes Verhalten? > Ritualisiert ? (z.B. immer morgens/abends bei der Fütterung > nicht richtig gespielt/beschäftigt: wie, wann wird mit der Katze gespielt? > wird die Katze nur 2 x tägl. gefüttert (eine Katze sollte 4-5 x täglich Futter bekommen)? > Katzengras veschiedene Sorten ausprobiert (Kaubedürfnis befriedigen - Kaubedürfnis nach weichem wird durch TroFu nicht befriedigt)? > wird Pica vor dem Essen gezeieigt: mglw. emotionale "Runterregulierung" durch Aufregung?
Therapie könnte je nach Ursache bestehen in: - Abwechslung/Enrichtment (Kratzmöglichkeiten, Klettermöglichkeiten/Catwalk, Activity board, Freigang usw.) - Routinie (Rituale senken Stress-Level) - Clickertraining (ist Beschäftigung, baut Selbstvertrauen auf und Ängste ab, Verstärkung des erwünschten Verhaltens) > Markersalve (manchmal nötig, um Katze während des Verahltens vom Pica-Verhalten abzubringen, da in Situation große innere Anspannung, Achtung: bei falscher Anwendung kann es verhalten vestärken "dafür bekomme ich ja was leckeres") ---> Prüfen, ob die angebogtene Alternative verlockender als Pica ist! - Ersatz (z.B. Matatabi-Sticks, Hasenohren mit Fell, Hühnerhälse/mägen, weich gedörrtes Fleisch) -Partnerkatze (Sozialkontakt > nicht jede Katze möchte das > Stress zusätzlich) - alles Wegräumen - Zwangsstörungen korrellieren oft mit Angst-, Essstörungen -Fütterung ändern (ad libidum, viele kleine Portionen, gesunde Zwischensnacks, Barfen) - Medikamente (Telezin, Sedarom, Zylkene, Antidrepressiva/Gabapentin>TA!) = nur als Unterstützung zur Therapie!
Wie von Katelbach erwähnt ist das Aufsuchen eine*r Verhaltensmediner*in anzuraten. Ggf. kann auch eine gut ausgebildete erfahrene Katzenverhaltensberaterin helfen oder vermitteln: https://vdtt.org/katzenverhaltensberater-suche/