Danke, liebe @luciernago An Ehrenamt/Hilfsangebote wollte ich erstmal keine große Erwartung oder gar Gegenleistung knüpfen. Aber wenn ich das Gefühl habe, das wird ausgenutzt, jemand gibt sich selbst keine Mühe das eigene Ziel zu erreichen, dann mag ich nicht mehr. Das ist eben der Unterschied zum Beruf. Privat muss es mir ein wenig Spaß machen und ich erwarte auch Eigeninitiative.
Andererseits - und das habe ich zu sehr ignoriert - übernimmt man dadurch Verantwortung oder bindet Menschen an sich.
Zitat von Horus im Beitrag #49Öhm, Hair... du denkst ernsthaft daran, ob du zwischen der Löscherin und der Gelöschten vermitteln solltest? Auch wenn du zum Schluss kommst, nein, keine Lust (völlig richtig), zeigt das doch, dass es eine Option ist, eine Erwartung, über die du nachdenkst.
Dabei ist doch etwas anderes, eine andere Grenze viel vordringlicher: niemand hat ungefragt an dein Handy zu gehen und was damit zu machen. DIESE Ansage an die Löscherin ist vordringlich. Diese Grenze solltest du ziehen. (Und einen Pin-Code auf dem Handy setzen...)
Das ist so ein GE Gruppen Ding. Wurde in einem anderen Strang mal drüber geschrieben. Also wir sitzten zusammen im Cafe und stricken. Dabei wird sich unterhalten. Es gibt einiges zu erleben dabei, leider einen häufigen Wechsel der Teilnehmerinnen. Wir sprachen allgemein über das Benehmen der neuen Teilnehmer beim letzten Mal. (Einige haben ihren Kaffee nebst Kuchen nicht bezahlt, hat natürlich keiner zugegeben, obwohl ich eine ziemliche Welle gemacht habe) Also es ging darum, wer weiterhin teilnehmen soll. Dann sagte die Löscherin, darf ich die Gruppe mal sehen? Ich bin Admin. Sie schuf dann einfach Tatsachen. Wäre auch soweit ok gewesen, doch die Gelöschte wollte unbedingt weiterhin kommen und schrieb alle einzeln an und bat und bettelte. Mir war alles furchtbar peinlich. Weder möchte ich, dass jemand in meinen Gruppen rumfummelt, noch möchte ich angebettelt werden.
Und nun muss ich entscheiden, wer teilnimmt und wer nicht. Dabei sind das alles nichtmal Bekannte, sondern nur sehr lose Bekannte, die ich evtl niemals wiedersehe. Das sollte sich eigentlich erst aufbauen.
Zitat von Caramac im Beitrag #57Es geht doch gar nicht um Holzhammer. Ich habe in den letzten Jahren manchmal erlebt, dass sich Leute von mir abgewendet haben und ich bis heute nicht weiß, warum. Ich wäre sehr dankbar gewesen, wenn man es mir kommuniziert hätte.
Hättest Du Dich dann wirklich geändert? Es kann ja kommen, Du bist langweilig oder Du sprichst nur von Dir.
Zitat von -franzi- im Beitrag #53Timeless Vermutlich bin ich nicht deutlich genug. Ich versuche es nett und höflich und vielleicht auch charmant, aber selten mit dem Holzhammer. Manche brauchen wohl den Holzhammer. Den wende ich eigentlich nur an, wenn mir Leute egal sind..
Von einem Holzhammer hatte ich nicht geschrieben. Wenn du "deutlich" mit Holzhammer in Zusammenhang bringst ist das deine Interpretation und ein gutes Beispiel dafür das häufig das Gesagte falsch ankommt. Was wiederum auch nicht verwunderlich ist, weil wir alle unterschiedliche Filter und Konditionierungen haben.
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich völlig ungeniert.
Ich möchte eine allgemeine Anmerkung machen. Wie hier an berichteten Beispielen gut zu sehen ist, bedeutet die Notwendigkeit, jemandem Grenzen zu setzen, dass die Person zuvor meine Grenzen übertrampelt haben muss, versehentlich oder absichtlich sei dahingestellt. Das bedeutet, ich habe selbst entweder nicht rechtzeitig bei mir bemerkt, dass eine Situation in Richtung meiner Grenze ging oder ich kannte bis dahin meine Grenze selbst nicht. Dabei ist dann kein Wunder, dass andere mir zu nahe kommen. Sie erkennen meine Bedürfnisse nach Freiheit, Angenommensein, Aktivität, Ruhe, Zerstreuung oder Fokussierung whatever nicht, weil ich die selbst nicht gut spüre und haben dementsprechend keine Signale dazu empfangen (oder diese nicht richtig gehört oder sie übergangen, auch immer möglich, ich möchte niemandem hier für einzelne Situationen etwas unterstellen).
Es gibt einige Erkenntnisse aus der Sozialpsychologie und Medizin, die sinngemäß ganz knapp zusammengefasst besagen, dass Frauen mit dem sich verändernden Hormonhaushalt der Wechseljahre und Menopause mit weniger Östrogen mehr zu sich selbst finden und die Eingebundenheit und anerzogenes, hormonell begünstigtes Überengagement in sozialen Beziehungen nachlässt, wobei sie ihre eigenen Bedürfnisse deutlicher wahrnehmen und weniger Wert auf die Meinung anderer über ihr Sozialleben legen. Da fällt manchmal das Grenzen setzen, wo früher Grenzen übertrampelt wurden, leichter - das ist jeder zu wünschen.
Für mich persönlich ist das Konzept der Grenzen ein eher passives, was mir nie zugesagt hat. Ich betrachte meine Beziehungen so, dass ich als Mensch mit Bedürfnissen auf Menschen mit Bedürfnissen treffe und ich gestalte bewusst und aktiv den Umgang damit. Was brauche ich, was möchte ich geben? Die Kompatibilität zeigt sich schnell und zu mir passen eher Menschen, die mehr an Möglichkeiten und in Gestaltungsspielräumen denken als an Grenzensetzen. Nicht, weil ich unendlich haben will und geben kann, sondern weil es schöner ist, gemeinsam die Möglichkeiten zu gestalten - ich finde das konstruktiv. Meine Haltung zu anderen Menschen ist vielleicht nicht so häufig, wenn auch ab und zu mal zu finden und für mich passt das, ich möchte das so leben.
Bei mir hat vor zwanzig Jahren, als mir das im Studium klar wurde, eine Verhaltensmodifikation eingesetzt, die sich dann in einer veränderten Haltung mir selbst und anderen gegenüber niedergeschlagen hat. Das hat es etwas später deutlich leichter für mich gemacht, im professionellen Kontext authentisch zu agieren. Nachhaltig wirksam werden nie Modifikationen am Verhalten, sondern die an der Haltung. Sich anders verhalten ändert noch nicht allein das Grundgefühl zu einer Sache.
Die Erfahrung wollte ich eben kurz teilen, weil es leichter ist bzw. erleichternd sein kann, Beziehungen unter diesem Aspekt zu betrachten. Wenn ich Gruppen oder Einzelpersonen unter dem Bedürfnisaspekt anschaue, erkenne ich diverse Dynamiken deutlich - dann muss ich noch lernen, mich für deren Bedürfnisse nicht verantwortlich zu fühlen, aber das ist dann nicht mehr schwer. Darüber habe ich beim Lesen dieses Strangs nochmal nachgedacht.
Zitat von NewDay im Beitrag #81Das bedeutet, ich habe selbst entweder nicht rechtzeitig bei mir bemerkt, dass eine Situation in Richtung meiner Grenze ging oder ich kannte bis dahin meine Grenze selbst nicht. Dabei ist dann kein Wunder, dass andere mir zu nahe kommen, denn das ist, was da passiert. Sie erkennen mein Bedürfnis nach Freiheit, Angenommensein, Aktivität, Ruhe, ze4strezz
Deinen letzten Satz verstehe ich in dem Zusammenhang nicht.
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich völlig ungeniert.
Timeless, ich hab das Handy losgelassen, es hat Buchstabensalat gebildet und beim Nachfassen wohl gespeichert. Daher hab ich halt auf Bearbeitung gedrückt und weitergeschrieben. So sieht's echt interessant aus :)
Zitat von NewDay im Beitrag #81Ich möchte eine allgemeine Anmerkung machen. Wie hier an berichteten Beispielen gut zu sehen ist, bedeutet die Notwendigkeit, jemandem Grenzen zu setzen, dass die Person zuvor meine Grenzen übertrampelt haben muss, versehentlich oder absichtlich sei dahingestellt. Das bedeutet, ich habe selbst entweder nicht rechtzeitig bei mir bemerkt, dass eine Situation in Richtung meiner Grenze ging oder ich kannte bis dahin meine Grenze selbst nicht. Dabei ist dann kein Wunder, dass andere mir zu nahe kommen. Sie erkennen meine Bedürfnisse nach Freiheit, Angenommensein, Aktivität, Ruhe, Zerstreuung oder Fokussierung whatever nicht, weil ich die selbst nicht gut spüre und haben dementsprechend keine Signale dazu empfangen (oder diese nicht richtig gehört oder sie übergangen, auch immer möglich, ich möchte niemandem hier für einzelne Situationen etwas unterstellen).
Es gibt einige Erkenntnisse aus der Sozialpsychologie und Medizin, die sinngemäß ganz knapp zusammengefasst besagen, dass Frauen mit dem sich verändernden Hormonhaushalt der Wechseljahre und Menopause mit weniger Östrogen mehr zu sich selbst finden und die Eingebundenheit und anerzogenes, hormonell begünstigtes Überengagement in sozialen Beziehungen nachlässt, wobei sie ihre eigenen Bedürfnisse deutlicher wahrnehmen und weniger Wert auf die Meinung anderer über ihr Sozialleben legen. Da fällt manchmal das Grenzen setzen, wo früher Grenzen übertrampelt wurden, leichter - das ist jeder zu wünschen.
Für mich persönlich ist das Konzept der Grenzen ein eher passives, was mir nie zugesagt hat. Ich betrachte meine Beziehungen so, dass ich als Mensch mit Bedürfnissen auf Menschen mit Bedürfnissen treffe und ich gestalte bewusst und aktiv den Umgang damit. Was brauche ich, was möchte ich geben? Die Kompatibilität zeigt sich schnell und zu mir passen eher Menschen, die mehr an Möglichkeiten und in Gestaltungsspielräumen denken als an Grenzensetzen. Nicht, weil ich unendlich haben will und geben kann, sondern weil es schöner ist, gemeinsam die Möglichkeiten zu gestalten - ich finde das konstruktiv. Meine Haltung zu anderen Menschen ist vielleicht nicht so häufig, wenn auch ab und zu mal zu finden und für mich passt das, ich möchte das so leben.
Bei mir hat vor zwanzig Jahren, als mir das im Studium klar wurde, eine Verhaltensmodifikation eingesetzt, die sich dann in einer veränderten Haltung mir selbst und anderen gegenüber niedergeschlagen hat. Das hat es etwas später deutlich leichter für mich gemacht, im professionellen Kontext authentisch zu agieren. Nachhaltig wirksam werden nie Modifikationen am Verhalten, sondern die an der Haltung. Sich anders verhalten ändert noch nicht allein das Grundgefühl zu einer Sache.
Die Erfahrung wollte ich eben kurz teilen, weil es leichter ist bzw. erleichternd sein kann, Beziehungen unter diesem Aspekt zu betrachten. Wenn ich Gruppen oder Einzelpersonen unter dem Bedürfnisaspekt anschaue, erkenne ich diverse Dynamiken deutlich - dann muss ich noch lernen, mich für deren Bedürfnisse nicht verantwortlich zu fühlen, aber das ist dann nicht mehr schwer. Darüber habe ich beim Lesen dieses Strangs nochmal nachgedacht.
Zitat von Mediterranee im Beitrag #71Man muss aber auch Gelegenheit zum Reden bekommen. Mit mir hat mal eine Freundin „Schluss gemacht“, indem sie mir per E-Mail schrieb, sie wolle mich nicht mehr sehen. Auf meine Nachfrage, was der Grund sei, schrieb sie „denk mal drüber nach, dann kommst Du schon drauf“.
So etwas geht gar nicht, finde ich. Das ist einfach nur unfair dem anderen gegenüber.
Ich habe übrigens auch schon erlebt, dass eine Freundin mit mir Schluss gemacht hat, was ich überhaupt nicht nachvollziehen konnte und sie ist mir eigentlich auch nicht erklärt hat. Da hätte ich mir auch ein Gespräch gewünscht, aber sie ist offenbar nicht so gut im Gesprächen. Und das war möglicherweise das Problem.
Na ja, schon ewig her, aber das scheint mir noch nachzuhängen.
All die Beziehungen/Bekanntschaften und so weiter, die einfach so auseinander gegangen sind, weil man immer weniger Interesse aneinander hatte, haben mich nie so belastet.
Zitat von -franzi- im Beitrag #53Timeless Vermutlich bin ich nicht deutlich genug. Ich versuche es nett und höflich und vielleicht auch charmant, aber selten mit dem Holzhammer. Manche brauchen wohl den Holzhammer. Den wende ich eigentlich nur an, wenn mir Leute egal sind..
Von einem Holzhammer hatte ich nicht geschrieben. Wenn du "deutlich" mit Holzhammer in Zusammenhang bringst ist das deine Interpretation und ein gutes Beispiel dafür das häufig das Gesagte falsch ankommt. Was wiederum auch nicht verwunderlich ist, weil wir alle unterschiedliche Filter und Konditionierungen haben.
Um es zu verdeutlichen: Holzhammer ist für mich zb wenn ich jemanden sage "ich finde schlecht, wenn du das und das und das tust ". In meiner "guten" Welt würde ich gemäß GfK in Konflikten kommunizieren. Aber ich weiß auch, dass nicht jeder sensibel genug ist, um zu verstehen, was in einer GfK passiert , so dass es am Ende vielleicht doch noch mal extrem deutlich werden muss.
Du hast genau das was ich selbst (er-)lebe sehr gut in Worte gefasst. Ich hatte mich beim Lesen der meisten Beiträge hier so gar nicht wiederfinden können- aber ich konnte es auch nicht richtig ausdrücken.
Meine engste Freundin aus Kindertagen ist vor einigen Jahren sehr plötzlich, völlig unerwartet verstorben. Diese Lücke hat niemand schließen können. Ich habe drei weitere tolle Freundinnen- aber da ist trotzdem ein klitzekleiner Abstand bzw. lasse ich von mir aus nicht mehr Nähe zu.
Das ist eh eins meiner eigenen Grundprobleme- die Sache mit Distanz und Nähe. Und wenn ich mich so umschaue scheinen viele Andere auch Probleme damit zu haben. Ich suche die Verantwortlichkeit für ungute Gefühle immer erst mal bei mir, denn es ist ja meine Wahrnehmung und meine Befindlichkeit. Und somit bin ich auch meist diejenige die sowohl die Häufigkeit der Treffen vorgibt als auch die Nähe die ich zulasse…
🎶Ich laufe nicht mit dem Rudel, schwimme nicht in jedem Strudel…ich hab noch nie auf Befehl gebellt 🎶Ich will in keinem Haufen raufen- lass mich mit keinem Verein ein🎶 Reinhard Mey
So ein kindisches Verhalten wie das der ehemaligen Freundin von @Mediterranee sagt eher etwas über sie selbst aus. Dieses "Schluss machen" bedeutet keinen Verlust;-)
NewDay, auch von mir ein 👍🏼 für diesen klugen und reflektierten Post!
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Um es zu verdeutlichen: Holzhammer ist für mich zb wenn ich jemanden sage "ich finde schlecht, wenn du das und das und das tust ". In meiner "guten" Welt würde ich gemäß GfK in Konflikten kommunizieren. Aber ich weiß auch, dass nicht jeder sensibel genug ist, um zu verstehen, was in einer GfK passiert , so dass es am Ende vielleicht doch noch mal extrem deutlich werden muss.
Über den letzten Satz denke ich nach. Das hieße, gewaltfreie Kommunikation könne man zwar selbst erlernen, sie aber nur mit sehr sensiblen (?) Menschen anwenden?
Und es geschah also, dass zu jener Zeit die Töchter und Söhne an ihre Geburtsstätten zurückkehrten, um die IT Probleme ihrer Eltern zu lösen.
Mit einer Freundin habe ich genau einmal, nämlich vor rund 38 Jahren "Schluss gemacht" - nachdem sie mir via Telefon gedroht hat, sie würde "gegen mich kämpfen, wenn ich mich nicht aus IHREM Freundeskreis fernhalten" würde. Und ob ich es nicht gemerkt hätte, dass sie sich von mir zurückgezogen hat. Wir haben tatsächlich auch nie wieder miteinander geredet (bis dato waren wir ein paar Jahre ziemlich enge Freundinnen). Ich habe mich dann auch radikal aus "ihrem" Freundeskreis, heißt: ihrem Freund und seinem Mitbewohner/Kumpel zurück gezogen.
Aber ich weiß noch bis heute, wie ich damals im Büro meines Vaters saß (er war nicht da) und sie mir das an den Kopf knallte. Sicherlich habe ich da auch meinen "Anteil" dran gehabt, Bingo spielen immer zwei, aber mir war es bis zu dem Zeitpunkt nicht klar, dass ich derartig unerwünscht war. Danach war es klar.
Freundschaften... mir persönlich fällt es immer schwerer, Freundschaften zuzulassen. Ich bin oft umgezogen und dann auch nicht gerade um die Ecke. Interessen und Lebensumstände ändern sich. Lose Bekannte habe ich mehrere, auch über ganz Deutschland verteilt. Da sind Menschen dabei, bei denen ich rein theoretisch auch nach Voranmeldung auftauchen und 2-3 Tage bleiben kann. Die ich aber auch nicht regelmäßig sehe. Mache ich das? In den letzten Jahren nicht mehr. Mit ihnen über meine Herausforderungen sprechen? Selten. Vieles können sie nicht nachvollziehen, weil sie ein ganz anderes Leben hatten und haben. Bevor ich mich in ellenlangen Erklärungen verliere - alles gut. Zwei meiner Freundinnen, denen ich wirklich vertraut habe und die auch viel wussten, sind schon vor Jahren an Krebs verstorben. Ich denke immer noch oft an sie - und manchmal würde ich sonstwas dafür geben, sie einfach anrufen zu können.
Insofern habe ich nicht das Problem, Grenzen zu ziehen und mich zu distanzieren - ich lasse die wenigsten an mich heran. Früher war ich viel offener - und habe mir auch mehr Zeit genommen, mit anderen was zu unternehmen. Ich sollte das wirklich tun! Aber ich finde es oft einfach anstrengend. Wenn ich abends heim komme, habe ich keine Lust mehr, irgendwas zu machen - und sei es nur Kaffeetrinken mit einer Nachbarin. Insgesamt ist das aber okay. Wenn ich wirklich "Bedarf" hätte, könnte ich es ja ändern.
Verstehen kann man das Leben nur rückwärts, leben aber muss man es vorwärts (frei nach Sören Kierkegaard)
"Über den letzten Satz denke ich nach. Das hieße, gewaltfreie Kommunikation könne man zwar selbst erlernen, sie aber nur mit sehr sensiblen (?) Menschen anwenden?"
BBlueVelvet, ich bin nicht -franzi- und ich vermute, wir könnten da unterschiedliche Auffassungen zur Gewaltfreien Kommunikation haben (ich weiß es nicht?). Ich möchte dir dazu meine Perspektive schreiben. Ich habe mich berufsbedingt damit beschäftigt und es ist ein Modell mit unbestritten vielen Anhänger*innen weltweit. Es ist aber nicht der Weisheit letzter Schluss. Als Kommunikationsmodell würde es taugen, wenn es allgemein anwendbar wäre. Die sprachlichen Muster sind grundsätzlich einfach zu erlernen und anzuwenden, aber es "funktioniert" in vielen Situationen nicht.
Hier wurde angenommen, es funktioniere bei manchen Empfänger*innen nicht, also dass jemand sozusagen auf dem gewaltfreien Ohr taub sein könnte. Nicht auszuschließen, aber in der Mehrheit der Fälle funktioniert es aus einem anderen Grund nicht: Man kann prima gewaltfrei kommunizieren, aber das, was man sagt, nicht gewaltfrei meinen, also zum Inhalt des Gesagten keine gewaltfreie Einstellung oder Haltung haben. Dann kommt das beim Gegenüber nicht authentisch an, es hört etwas formal Freundliches, aber der Tonfall ist nicht freundlich und/oder es ist nicht freundlich gemeint, sondern nur freundlich verpackt. Die Intuition des Gegenübers ist nicht zu unterschätzen. Schön verpackte Aggressionen sind eben Aggressionen.
Nur weil jemand sprachlich nicht so gewandt ist wie die GfKler*innen, heißt das ja nicht, dass die Person nicht spürt, dass das zum Beispiel nicht so gemeint ist, wie es gesagt wird. Eine kunstvolle Anwendung der GfK ist nicht dasselbe wie eine friedliche, freundlich gesinnte oder von mir aus gewaltfreie Einstellung zum Gegenüber und zur zu besprechenden Sache.
Für mich taugt GfK in der Praxis nicht - es mag einzelne freundlich gesinnte Menschen geben, denen es als sprachliche Krücke für die berufliche Kommunikation dient und denen das vom Gegenüber auch abgenommen wird, so dass der gesagte Inhalt angenommen werden kann. Aber die haben diese Haltung zum Menschen und zum Inhalt auch schon. Wer nicht aus Überzeugung wohlmeinend dem Gegenüber eingestellt ist, kann noch so hübsch kommunizieren, die Botschaft wird nicht angenommen werden.
Ich bin im Übrigen nicht der Meinung, dass wir jedem Gegenüber mit Freundlichkeit und Liebe gegenübertreten sollten oder müssten - wenn jemand sich unmöglich verhält und es uns zu viel ist, dürfen wir uns dazu klar und deutlich äußern. Das darf gern höflich sein, muss aber nicht freundlich sein. Und bei den ganz Unmöglichen darf's auch sehr deutlich werden. Und laut. Meine Meinung.
Zitat von NewDay im Beitrag #81 Wie hier an berichteten Beispielen gut zu sehen ist, bedeutet die Notwendigkeit, jemandem Grenzen zu setzen, dass die Person zuvor meine Grenzen übertrampelt haben muss,
Ich glaube, dass Grenzen setzen viel weiter geht- das ist ein immens großes Gebiet und wir haben uns hier im Strang auf diese Situationen geeinigt. Grundsätzlich gehört Grenzziehung aber zu unserem Leben dazu und wir ziehen Grenzen auch oft schon lange, bevor jemand diese übertritt oder übertreten muss. Das geschieht auch oft ganz unbewusst durch zB Körperhaltung, Ausdruck, etc.
Zitat von NewDay im Beitrag #81 Das bedeutet, ich habe selbst entweder nicht rechtzeitig bei mir bemerkt, dass eine Situation in Richtung meiner Grenze ging oder ich kannte bis dahin meine Grenze selbst nicht.
Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten dazu - es kann sein, dass ich bewusst zuschaue, wie einer die Grenze übertritt (lasse es zu oder kann nicht anders als zulassen) oder ich empfinde in dem Moment keine Grenzüberschreitung- und das ganz bewusst- ärgere mich aber hinterher doch, usw. Auch da gibt es eine große Vielfalt.
Zitat von NewDay im Beitrag #81Sie erkennen meine Bedürfnisse nach Freiheit, Angenommensein, Aktivität, Ruhe, Zerstreuung oder Fokussierung whatever nicht, weil ich die selbst nicht gut spüre und haben dementsprechend keine Signale dazu empfangen (oder diese nicht richtig gehört oder sie übergangen, auch immer möglich, ich möchte niemandem hier für einzelne Situationen etwas unterstellen).
Richtig. Er kann es auch oft nicht erkennen oder gar wissen, er könnte es maximal erahnen. Jeder Mensch versucht in jedem Moment seines Lebens, seine Bedürfnisse zu erfüllen. Ein ganz alltäglicher natürlicher Vorgang.
Zitat von NewDay im Beitrag #81 Es gibt einige Erkenntnisse aus der Sozialpsychologie und Medizin, die sinngemäß ganz knapp zusammengefasst besagen, dass Frauen mit dem sich verändernden Hormonhaushalt der Wechseljahre und Menopause mit weniger Östrogen mehr zu sich selbst finden und die Eingebundenheit und anerzogenes, hormonell begünstigtes Überengagement in sozialen Beziehungen nachlässt, wobei sie ihre eigenen Bedürfnisse deutlicher wahrnehmen und weniger Wert auf die Meinung anderer über ihr Sozialleben legen. Da fällt manchmal das Grenzen setzen, wo früher Grenzen übertrampelt wurden, leichter - das ist jeder zu wünschen.
Das klingt interessant- hast du dazu Quellen?
Zitat von NewDay im Beitrag #81 Für mich persönlich ist das Konzept der Grenzen ein eher passives, was mir nie zugesagt hat.
Ich verstehe nicht, was du meinst- kannst du genauer erklären?
Zitat von NewDay im Beitrag #81 Ich betrachte meine Beziehungen so, dass ich als Mensch mit Bedürfnissen auf Menschen mit Bedürfnissen treffe und ich gestalte bewusst und aktiv den Umgang damit. Was brauche ich, was möchte ich geben?
Das klingt anstrengend- kannst du das näher beschreiben? Du gestaltest jeden Kontakt bewusst und aktiv? Du fragst dich immerzu, was du brauchst und was du geben möchtest?
Zitat von NewDay im Beitrag #81 Die Kompatibilität zeigt sich schnell und zu mir passen eher Menschen
Ich glaube, dass wir gerade bei Neukontakten sehr schnell "wissen", ob jemand zu einem passt oder nicht. Es hängt dann oft von den Umständen ab, in denen wir zT gefangen sind.
Zitat von NewDay im Beitrag #81 die mehr an Möglichkeiten und in Gestaltungsspielräumen denken als an Grenzensetzen.
Kannst du auch das bitte genauer erläutern. Wer DENKT im Kontakt über "Möglichkeiten und in Gestaltungsräumen" nach- wenn man sich kennenlernt oder Zeit miteinander verbringt? Um das zu verifizieren, müsstest du mit den Menschen bewusst darüber reden und sie müssten genau so denken wie du- gehst du so vor?
Und es klingt, als ob du verstehst, dass andere als du, die Möglichkeit des Grenzensetzens mehr im Fokus hätten- hier frage ich, wer das macht? Ich denke nicht- wenn ich jemanden kennenlerne - darüber nach, wie ich Grenzen setzen könnte!
Es geht doch hier im Strang darum, DASS man Grenzen setzen kann, dass es schwer fällt und für viele ein große Herausforderung ist. Auch du wirst dich doch abgrenzen und das auch mit einigem Menschen konkreter handhaben müssen- das bringt das Leben doch mit sich!
Was ich meine ist- nur weil man über das Grenzen-setzen nachdenkt oder lernt, genau das zu tun - reden wir doch nur von einer Fähigkeit, die ausgebaut wird. Deshalb läuft man aber doch nicht bei Kontakten fokussiert mit dem Gedanken herum "wie kann ich bei dem anderen eine Grenze ziehen?" Zumindest habe ich das noch nie von jemandem gehört.
Vielleicht verstehe ich auch etwas falsch von deinen Zeilen.
Zitat von NewDay im Beitrag #81 Nicht, weil ich unendlich haben will und geben kann, sondern weil es schöner ist, gemeinsam die Möglichkeiten zu gestalten - ich finde das konstruktiv. Meine Haltung zu anderen Menschen ist vielleicht nicht so häufig, wenn auch ab und zu mal zu finden und für mich passt das, ich möchte das so leben.
Diese HAltung kannst du ja vielleicht doch noch einmal ausführen?
Zitat von NewDay im Beitrag #81 Nachhaltig wirksam werden nie Modifikationen am Verhalten, sondern die an der Haltung. Sich anders verhalten ändert noch nicht allein das Grundgefühl zu einer Sache.
Ich glaube, wir reden von zwei Dingen. Das eine ist die Haltung "ich habe Bedürfnisse- du hast Bedürfnisse, und ich möchte beides im Blick haben"- so habe ich jetzt dein Vorgehen verstanden- Das andere die Haltung "ich darf mich abgrenzen und möchte das bei Bedarf auch tun".
Die erste Haltung- kann die zweite Haltung durchaus in sich haben und die zweite Haltung, muss doch überhaupt keinen Einfluss auf die erste haben.
Unabhängig davon, glaube ich, dass jemand, der so in seiner Kraft ist, dass er sich jederzeit zutraut, Grenzen ziehen zu können- viel entspannter auf Menschen zugehen kann und Menschen auch viel mehr "lassen", sich weniger schnell genervt fühlt oder auch sicherer im Umgang ist.
Um es zu verdeutlichen: Holzhammer ist für mich zb wenn ich jemanden sage "ich finde schlecht, wenn du das und das und das tust ". In meiner "guten" Welt würde ich gemäß GfK in Konflikten kommunizieren. Aber ich weiß auch, dass nicht jeder sensibel genug ist, um zu verstehen, was in einer GfK passiert , so dass es am Ende vielleicht doch noch mal extrem deutlich werden muss.
Über den letzten Satz denke ich nach. Das hieße, gewaltfreie Kommunikation könne man zwar selbst erlernen, sie aber nur mit sehr sensiblen (?) Menschen anwenden?
Ich glaube, man muss schon einen gewissen Sinn dafür haben. Meine eine Bekannte z.b, von der ich weiter oben schrieb hat es zb nicht geschafft, Beschreibungen/Wahrnehmungen nicht als Vorwürfe zu fassen. Sie ist nicht dafür sensibilisiert gewesen, dass es offenbar Unterschiede gibt zwischen einem Vorwurf und einer Beschreibung.
kenzia, mir fehlt gerade die Zeit, das im Detail auszuführen, bei mir geht's gleich weiter. Ganz kurz: Nein, ich scanne nicht Leute auf diese Kompatibilität und wir erzählen uns das nicht direkt dezidiert. Ich spüre das im Umgang mit anderen und das zieht sich gegenseitig an. Es ist eine sehr positive Haltung und gar nicht anstrengend. Ich muss mich dadurch weder in Beziehungen abgrenzen noch brauche ich das die Option, jederzeit eine Grenze ziehen zu können - das brauche ich praktisch seit Jahren nicht. Es fühlt sich anders an als vor vielen Jahren und es ist gut so, ich fühle mich damit sehr lebendig, bin authentisch und werde so auch wahrgenommen, egal, ob beruflich oder privat. Das wird deine Fragen nicht vollständig beantworten, ich schau nochmal danach.
Zitat von BBlueVelvet im Beitrag #90 Über den letzten Satz denke ich nach. Das hieße, gewaltfreie Kommunikation könne man zwar selbst erlernen, sie aber nur mit sehr sensiblen (?) Menschen anwenden?
Nein- vor allem was soll denn ein "sensibler Mensch" bedeuten? Die GfK kann jeder erlernen- es ist eine sehr gute Methode, bei der man - was ich vor allem gut finde- sehr viel über sich selber lernt und dabei neu und sorgsamer auf die anderen schauen kann.
Zitat von NewDay im Beitrag #92 Man kann prima gewaltfrei kommunizieren, aber das, was man sagt, nicht gewaltfrei meinen, also zum Inhalt des Gesagten keine gewaltfreie Einstellung oder Haltung haben. Dann kommt das beim Gegenüber nicht authentisch an, es hört etwas formal Freundliches, aber der Tonfall ist nicht freundlich und/oder es ist nicht freundlich gemeint, sondern nur freundlich verpackt. Die Intuition des Gegenübers ist nicht zu unterschätzen. Schön verpackte Aggressionen sind eben Aggressionen.
Ich stimme zu, die Haltung ist absolut wichtig. Nur warum sollte man die nicht haben? Wenn ich einen Konflikt klären möchte- warum sollte ich da eine Show abziehen?
Fakt ist doch- wenn ich "nett tue", aber nicht bin- komme ich mit überhaupt keiner Methode an den anderen heran. Denn der andere spürt - wie du schreibst- durchaus die Haltung dahinter.
Ich bin ein großer Fan von der Gewaltfreien Kommunikation und es lässt sich durchaus überall anbringen. Man muss sich halt von den Anfangs-Kurs-Inhalten lösen und die Vielfalt erkennen, die darin liegt. Hier muss man natürlich sagen, dass viele nur ein, zwei Kurse machen und denken, sie könnten es- so ist das bei diesem umfangreichen Gebiet halt nicht.
Wenn wir aber von dem ganz Großen zum Kleinen kommen- zu einem Kontakt zwischen zwei Menschen, die miteinander reden und wo es anfängt, unangenehm zu werden- das kann wirklich jeder in Kursen verstehen lernen, ansehen und auch erkennen, was die eigenen Bedürfnisse sind und ansprechen.
Und- aus meiner Erfahrung, reicht schon nur für einen selbst, das Wissen der GfK, um auf Menschen neu zuzugehen und besser zu verstehen. Sogar ohne Worte und ohne "in ein Gespräch zu gehen".
Zitat von NewDay im Beitrag #96kenzia, mir fehlt gerade die Zeit, das im Detail auszuführen, bei mir geht's gleich weiter. Ganz kurz: Nein, ich scanne nicht Leute auf diese Kompatibilität und wir erzählen uns das nicht direkt dezidiert. Ich spüre das im Umgang mit anderen und das zieht sich gegenseitig an. Es ist eine sehr positive Haltung und gar nicht anstrengend. Ich muss mich dadurch weder in Beziehungen abgrenzen noch brauche ich das die Option, jederzeit eine Grenze ziehen zu können - das brauche ich praktisch seit Jahren nicht. Es fühlt sich anders an als vor vielen Jahren und es ist gut so, ich fühle mich damit sehr lebendig, bin authentisch und werde so auch wahrgenommen, egal, ob beruflich oder privat. Das wird deine Fragen nicht vollständig beantworten, ich schau nochmal danach.
Danke- das würde mich echt interessieren.
Das heißt dann, du hast nie Menschen in deinem Leben, von denen du dich abgrenzen möchtest oder schon musstest?
@NewDay Aus meiner Sicht hat GfK nichts damit zu tun, "nett" zu sein. Es geht darum, Situationen zu beschreiben und dann die eigene Gefühle dazu zu äußern. Wenn man so weit kommt, finde ich, hat man schon viel geschafft. (Als ich mit dieser einen Bekannten damals dieses KonfliktGespräch führen wollte, musste ich mich erst einmal ein paar Tage lang abkühlen, um genau nicht mit Ärger und Wut in das Gespräch zu gehen. Damit, finde ich, kommt man nicht weit, wenn man möchte, dass der andere etwas versteht.)
Wenn man Glück hat, tritt man dann mit dem Gegenüber in einen Dialog. Und wenn man ganz ganz viel Glück hat, kann man soweit kommen, am Ende sogar Bitten zu formulieren.
Aber wenn der andere mittels situationsbeschreibung und der Erläuterung der Gefühle bereits etwas kapiert hat, sind manchmal Bitten nach Veränderung nicht einmal notwendig.
PS Ich finde GfK gerade für einen selbst gut: wenn man es übt, lernt man zu unterscheiden, was für eine Situation war, wie der andere sich verhalten hat, welche Gefühle man dabei hatte – oftmals ist es ja nur ein Kuddelmuddel, und damit kriegt man ein bisschen Klarheit, Struktur.
Zitat von -franzi- im Beitrag #95 Ich glaube, man muss schon einen gewissen Sinn dafür haben. Meine eine Bekannte z.b, von der ich weiter oben schrieb hat es zb nicht geschafft, Beschreibungen/Wahrnehmungen nicht als Vorwürfe zu fassen. Sie ist nicht dafür sensibilisiert gewesen, dass es offenbar Unterschiede gibt zwischen einem Vorwurf und einer Beschreibung.
Sowas kann in Kursen wunderbar geübt werden- wird es auch. Das kann auch sehr gut mit den 4 Seite einer Nachricht erklärt werden- die Methoden überschneiden sich ja alle - wie hier mit dem "Appell" Ohr gehört wird.
Man muss dazu sagen, dass die Leute in die Kurse gehen, die ein Problem mit anderen Menschen haben und sich oft angegriffen und gekränkt fühlen. Sie suchen Hilfe und wollen verändern. Also sind das genau DIE, die auch sehr viel, sehr schnell als Angriff verstehen.
Der Punkt dabei ist, dass GfK auch ganz viel rational erklärt und in den ganzen Übungen, irgendwann jeder kapiert, um was es geht- ich hab es noch nie anders erlebt. Es ist also auch was für reine Kopfmenschen, weil man Wissen schlicht anwenden kann.
Wer nur Angriff versteht- ist noch total in seinen Emotionen- er ist sozusagen noch gar nicht bereit für ein Gespräch. Das sollte immer "abgekühlt" geschehen.
Ich weiß nicht, was mit Sensibilisierung gemeint ist. Falls damit das Bauchgefühl gemeint ist- bei dem man erahnt, wie es dem anderen gehen könnte-- sowas ist überhaupt kein Ansatz in der GfK. Man kann vermuten - aber das muss dann abgefragt werden. Es geht also durchaus um Klarheit und ist sehr oft sehr rational, obwohl Emotionen eine große Rolle spielen.