Da nur negative User-Thematisierung verboten ist, erlaube ich mir darauf hinzuweisen, dass Lizzy sich insgesamt einsam, zurückgewiesen, missachtet etc. fühlt. Bei dieser Grundstimmung haut natürlich solch ein Verhalten der Nachbarin nochmal ganz anders rein als wenn man sich insgesamt zuversichtlich, eingebunden, aufgehoben, zugehörig fühlt.
Und der Teufelskreis besteht ja auch darin, dass Einsamkeit tendenziell noch einsamer macht
Zur Sache noch: die Nachbarin hätte schon wissen können und wusste ja offenbar auch, dass Lizzy eine kleine Anerkennung, Dank, whatever erwartet hat. Ich an Stelle der Nachbarin wäre aber auch nicht darauf gekommen, dass eine handgeschriebene Weihnachtskarte hochwillkommen ist, ein kleines Mitbringsel aber nicht.
Zitat von windsbraut im Beitrag #221....wenn bei mir eine Nachbarin [...] per Rundbrief eine handgeschriebene Weihnachtskarte erbitten würde. Da stimmt grundsätzlich etwas am Verhältnis nicht, an dem zur Nachbarin und an dem zwischen Erwartung und möglicher Erfüllung.
Weil hier immer wieder der Rundbrief ins Spiel kommt und die "Bitte" um eine handgeschriebene Weihnachtskarte... Nachdem auch ich angegangen wurde, weil ich geäußert habe, ich könnte mir so eine Bitte in einem Weihnachtsbrief auch vorstellen....
Möglicherweise haben einige von euch keine rechte Vorstellung, was es mit diesen "Weihnachtsbriefen" auf sich hat. Deshalb kurz zur Erläuterung - bisschen OT, aber das eigentliche Thema ist ja wohl durch. Solche Briefe waren in meinem Umfeld einige Jahre lang sehr angesagt. Ich hab selber zwei- oder dreimal welche verschickt. Absender waren Leute, die aus beruflichen, familiären oder sonstigen Gründen wohl nicht so viel Kontaktpflege betreiben konnten, wie sie es gerne gehabt hätten. In einem Jahr kann viel passieren. Um nun Bekannte, die man nicht so arg oft trifft, auf dem Laufenden zu halten, gab es jährlich eine Art Update in Briefform. Oft schön gestaltet mit Fotos, und per Farbkopie vervielfältigt und an mehr oder weniger viele Leute geschickt. Da stand dann u.a.: Ich hab mir im April den Knöchel beim Joggen gebrochen und musste Monate lang an Krücken gehen (Foto vom Fuß in Gips). Jetzt wird es langsam besser. Tochter X geht jetzt in den Kindergarten und fühlt sich dort sehr wohl, hat sogar schon eine beste Freundin (Kinderfoto) Bei Sohn Y wurde eine massive Laktoseintoleranz diagnostiziert. Das macht unser Leben und Kochen nicht unbedingt leichter, aber zumindest ist er nun weitgehend beschwerde frei. jetzt lernt er Schlagzeug (Foto vom Schlagzeug) Ehemann hat eine schwere Zeit hinter sich: Seine Firma ist insolvenz. Nun schreibt er viele, viele Bewerbungen . Unsere Oma musste leider wegen Demenz in Altenheim (Foto von der Oma) Unseren guten alten Hund mussten wir beerdigen. Er wurde immerhin 15 Jahre alt (Foto vom Hund) Unser Roadtrip mit dem alten Camper durch Süditalien im August war genial. Bis auf die Tatsache, dass uns heimwärts im vermeintlich sicheren Österreich das Auto geklaut wurde. (Foto vom Auto) Usw. usw.
Und am Ende kommt vielleicht der Satz: Ihr seht schon - es war ein turbulentes und herausforderndes Jahr für uns. Aber wir wollen uns nicht beklagen. Uns geht es trotz allem gut. Euch hoffentlich auch. würden uns freuen, mal wieder von Euch zu hören - vielleicht ja schon bald ganz old school mit einem handgeschriebenen Weihnachtskärtchen?
So in etwa jedenfalls die Weihnachtsbriefe, die ich kenne. Dass das inhaltlich nicht für jeden passt (für die Cousine dritten Grades halt eher als für die Nachbarin), ist klar. Und dann kann jeder Empfänger selbst entscheiden, ob er/sie eine Karte schreibt... Alles jedenfalls ganz harmlos. Und nach meinem Dafürhalten nichts, was irgendwie relevant ist für die Qualität der künftigen Beziehung.
Irgendwer schrieb es hier schon: die Menschen, denen ich solche Dinge würde mitteilen wollen, zu denen habe ich über das Jahr genug Kontakt, so dass ich ihnen das nicht an Weihnachten als Brief schreiben muss, sie kennen meine Situation. Und die, die sie aufgrund zu wenig Kontakt nicht mitbekommen haben, würde ich das nie schreiben, erstens weil ich das als aufdringlich empfinden würde, zweitens weil sie mir nicht nahe genug stehen, dass ich solche Dinge mit ihnen teilen wollen würde.
Deshalb empfinde ich solche Briefe als deplatziert. (Ein bisschen so, wie in den Nullerjahren all diese Familienwebseiten, wo Vattern seitenlang Familieninterna in grottigem Webdesign schrieb, die außerhalb des persönlichen Umfeldes (das diese Dinge ohnehin erfährt) keinen Menschen interessieren.) Und ich würde auch keine solchen Briefe erhalten wollen. Lieber mal telefonieren oder sich sehen.
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Ich kenne solche Rundbriefe und einige andere haben sich hier im Strang auch dazu geäußert. Und ich finde sie ehrlich gesagt doof. Menschen, die sich für meinen gebrochenen Knöchel und den Kitastart meines Kindes interessieren, bekommen das über das ganze Jahr mit. Und alle anderen geht das nichts an. Wer solche Rundbriefe verschickt, nimmt sich m.E. sehr wichtig. Wenn ich von jemandem nur 1x pro Jahr höre,.dann wäre ich äußerst peinlich berührt von der Laktoseintoleranz des Sohnes und der Insolvenz des Mannes auf diese Art zu erfahren. Und ich frage mich bei solchen Massenbriefen auch, welchen Stellenwert ich im Leben desjenigen habe, der so etwas verschickt. Möglichst noch in Reimen. Das hat was von "Wir sind soooo toll und sooooo wichtig, dass sich alle für unser spannendes Leben interessieren. Allerdings sind wir soooo beschäftigt, dass wir keine Zeit für individuelle Kontakte haben "
Ich hab auch mal einige Jahre solche Familien-Rundbriefe von Freunden bekommen. Ich fand das ganz nett. Ich bin immer davon ausgegangen, dass die hauptsächlichen Adressaten die Familie (Oma, Opa, Onkel Herbert) sind und wir sie auch bekommen. Die Bitte um eine handgeschriebene Weihnachtskarte hätte ich gelesen, hätte aber keine geschrieben, weil mir zu dem Zeitpunkt die Zeit für alles mögliche gefehlt hat, da wären handgeschriebene Weihnachtskarten an Punkt 47 meiner persönlichen Prioritätenliste gestanden.
Lizzy, ich wünsche dir jemanden, der dir helfen kann, deine Erwartungshaltung überein zu bringen mit dem, was du tatsächlich von anderen erwarten kannst. So, wie es jetzt ist, ist da anscheinend eine größere Diskrepanz und du fühlst dich enttäuscht.
Und es geschah also, dass zu jener Zeit die Töchter und Söhne an ihre Geburtsstätten zurückkehrten, um die IT Probleme ihrer Eltern zu lösen.
Ich war das, die schrieb, dass die in diesen Rundbriefen meist mitgeteilten Dinge den Menschen, mit denen ich Kontakt habe, eh bekannt sind. Und alle anderen interessiert es wahrscheinlich nicht. Ich habe solche Briefe früher auch bekommen und hatte manchmal das Gefühl, da wird etwas hergezeigt, um sich selbst der eigenen Vortrefflichkeit zu versichern: "Meine Kreuzfahrt, mein Professoren-Schwiegersohn, meine Superfigur", oder auch um ein wenig beneidet zu werden.
Als Nachbarin, der man im Treppenhaus oder auf dem Parkplatz begegnet, würde ich mich wirklich peinlich berührt fühlen und nicht wissen, wie ich reagieren soll - schon gar nicht auf den Wunsch nach einer handgeschriebenen Karte. Denn wenn ich eine gute nachbarschaftliche Beziehung hätte, würden wir uns wohl ab und zu grüßen, und zwar nicht scheißfreundlich, und vielleicht auch Weihnachtswünsche austauschen. Und wenn die Beziehung nicht existent oder nicht gut ist, ist der Brief unangebracht.
Zitat von GuteLaune im Beitrag #227Möglicherweise haben einige von euch keine rechte Vorstellung, was es mit diesen "Weihnachtsbriefen" auf sich hat. Deshalb kurz zur Erläuterung
Danke für deine Erläuterung. Ich habe vorher noch nie von Weihnachtsbriefen oder überhaupt Rundbriefen gehört. Ist das etwas regionales?
Ich glaube nicht dass es sich hier um so einen Rundbrief handelt. Ich denke eher Lizzy hat allgemeine Weihnachtsgrüße mit ein paar netten Zeilen verschickt.
Das Problem ist eher die unterschiedliche Wertigkeit einer solchen Geste.
Die Erde hat Musik für diejenigen, die zuhören. WS
In #14 schrieb Lizzy: "es war letzteres so in etwa in der Formulierung Jahresrückblick - ich habe die Messenger xx unx xx und xx da können wir dann mal zwischendurch in Kontakt kommen aber weil dies ein Weihnachtsbrief ist sage ich dass mich sn Weihnachten altmodische Pspiergrüsse über alles erfreuen" (gefettet von mir)
Diese Weihnachtsbriefe haben eigentlich eine lange Tradition - sie stammen aus einer Zeit, als die Post noch mit der Pferdekutsche oder dem Windjammer transportiert wurde, und eben regelmäßige Kommunikation kein Ding war!
So ein Weihnachtsbrief war dann der Punkt, an dem man einfach in Kontakt blieb über das Leben von lieben/wichtigen Menschen.
Oft schrieb man auch das ganze Jahr über kleine Briefe, die dann gesammelt verschickt wurden.
Traditionell zur Weihnachtszeit, weil zwischen den Jahren das Leben eher ruhig verläuft und die EmpfängerInnen auch Zeit hatten, solche Briefe zu lesen. Denn es kam ja gewöhnlich nicht nur einer von einer Person!
Inwieweit das heute bei der allgemeinen Echtzeit-Kommunikationsfähigkeit via Messenger oder Social Media tatsächlich noch sinnig ist, Muss jede für sich selber wissen.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Regiional ist das nicht. Ich bekomme jährlich 2 solche Rundbriefe. Einmal von einem früheren Hobbybekannten, der ziemlich einsam ist und auf diese Weise Kontakte pflegt. Man fühlt sich ja doch als Adressat irgendwie zu einer Antwort genötigt. Und der andere Rundbrief in Reimform mit Fotos stammt von einer früheren Bekannten, die ich seit Jahrzehnten nicht gesehen habe und die meint ihren riesigen Bekanntenkreis auf diese Art über ihr Wahnsinnsleben informieren zu müssen. Dabei geht es vorrangig um ihre supertollen Kinder und die ständigen Reisen der Familie. Selbstdarstellung pur.
Aber wenn so ein Brief einen Jahresablauf skizzieren soll, WEM würde ich das denn zukommen lassen wollen? Niemals nicht würde ich ausführlich den Nachbarn erzählen! Unabhängig davon, dass die doch große Sachen- Sterben, Heirat, Geburt- eh mitbekommen! Wer kann überhaupt noch mit einem Stift mehr als 1/2 Seite schreiben ohne einen Krampf zu bekommen? Im Rahmen von PC, Tastatur und Handy, schreibt doch kaum noch einer von Hand. Die Handschrift leidet auch sehr darunter.
Ich finde eine handgeschriebene Karte mit lieben Worten sehr schön und persönlich. Da müsste man sich schon näher stehen, damit ich an sowas denken würde. Ich erwarte offen gesagt von niemandem Weihnachtszeilen.
Zitat von GuteLaune im Beitrag #227Möglicherweise haben einige von euch keine rechte Vorstellung, was es mit diesen "Weihnachtsbriefen" auf sich hat. Deshalb kurz zur Erläuterung
Danke für deine Erläuterung. Ich habe vorher noch nie von Weihnachtsbriefen oder überhaupt Rundbriefen gehört. Ist das etwas regionales?
Nein, das glaube ich nicht. Die kamen mit der Textbearbeitung, Tintendruckern, Email etc. auf. Ich bekomme immer noch so zwei, drei pro Jahr (auch international) und finde das völlig ok, freue mich über die Nachrichten und Fotos. Passt zur Situation.
Zitat von Caramac im Beitrag #236Regiional ist das nicht. Ich bekomme jährlich 2 solche Rundbriefe. Einmal von einem früheren Hobbybekannten, der ziemlich einsam ist und auf diese Weise Kontakte pflegt. Man fühlt sich ja doch als Adressat irgendwie zu einer Antwort genötigt.
(Fettung von mir) Genau das richtige Wort. Ich möchte mich aber nicht zu "was auch immer" nötigen lassen, wenn ich selbst kein Bedürfnis danach habe. Und ich könnte mir vorstellen, dass es nicht nur mir so geht. Und wenn eine Nachbarin, mit der ich nicht weiter in engerem Kontakt steht, das erwarten würde, würde ich mir nichts dabei denken, denn ich fühle mich nicht für die Erwartungen (relativ) fremder Leute zuständig (auch das geht vermutlich nicht nur mir so).
Zitat von Hydra im Beitrag #232 Danke für deine Erläuterung. Ich habe vorher noch nie von Weihnachtsbriefen oder überhaupt Rundbriefen gehört. Ist das etwas regionales?
Nein. Das war so ein Modedings etwa Ende der neunziger Jahre. Wie jemand schon schrieb: Da hatten die Leute plötzlich einen PC, einen Drucker, eine Digitalkamera und damit die Möglichkeit, Dinge ohne großen Aufwand und ohne große Kosten in großer Zahl zu verschicken. Eine Zeitlang fand ich das sogar ganz nett. Ich bekam regelmäßig Briefe von Studienkollegen, einem Paar. Als wir im gleichen Studentenwohnheim gewohnt haben, hatten wir natürlich engen Kontakt. Dann ging es beruflich für uns in ganz unterschiedliche Regionen. Handy, Mail, Whatsapp usw. zur schnellen Kommunikation gab es noch nicht. Die beiden bekamen dann sehr schnell mehrere Kinder und waren da recht eingespannt. Als diese Kinder älter wurden, war ich alleinerziehend mit zwei Kleinkindern.... die Briefe haben uns geholfen, immer so einigermaßen im Bilde zu sein, bis dann die Zeit kam, in der wir uns räumlich wieder näher rückten und uns auch wieder öfter sehen konnten.
Leider zeigt sich auch hier wieder ein Phänomen, das im Forum oft zu beobachten ist - und das ich schade finde: Jemand kennt was nicht, vermisst es nicht - und natürlich muss es dann Sch.. sein. Leute, nehmt auch das gelassen. Manche schreiben gerne solche Briefe, manche bekommen und lesen sie gerne. Andere nicht. Kein Grund, das abzuwerten.
Moment - jetzt muss ich aber doch mal für Lizzy in die Bresche springen.
Ja, sie schreibt von einem Jahresrückblick - aber nirgendwo erwähnt sie m.W., was sie inhaltlich geschrieben hat. Weder, wie lang der Brief/ die Mail war, noch wie persönlich. Vielleicht waren es ja fünf Sätze und drei davon auf Ereignisse in ihrer Stadt/ der Nachbarschaft bezogen.
Jetzt aus euren unguten Erfahrungen mit so einer Art Rundbriefe zu schlussfolgern oder auch nur zu vermuten, wie es zwischen den Zeilen anklingt, sie hätte persönlichste Dinge berichtet, am Ende gar sich mit irgendwas großgetan, ist doch etwas weitgehend.
Ich habe von zwei unterschiedlichen Bekannten (allerdings aus demselben Kreis) mal sowas bekommen, Kurzbericht vom Jahr, ein Foto vom Kind/ der Familie, herzliche Grüße. Nein, peinlich berührt hat mich das nicht, sondern gefreut. Ich fühlte mich auch nicht zu einer Antwort genötigt. Ich finde, man muss das nicht so unentspannt sehen.
Es gibt erfülltes Leben trotz vieler unerfüllter Wünsche. D. Bonhoeffer
************************************ Moderatorin in der Pandemie, bei der Nachhaltigkeit und den Festen, im Persönlichkeits-, Erziehungs-, Baby-, Familien- und Trauerforum, im Glücklicher leben, bei den Angehörigen, in der allg. Gesundheit, der Kindergesundheit und bei den Krebserkrankungen, in den Krisenbeziehungen, bei den Hobbies, der Photographie und bei den besonderen Ernährungsformen.
Zitat von BBlueVelvet im Beitrag #230Ich hab auch mal einige Jahre solche Familien-Rundbriefe von Freunden bekommen.
Ich kenne das zwar nicht innerhalb der Familie, aber noch von Freunden meiner Eltern.
Die waren damals viele Jahre aus beruflichen Gründen im Ausland, samt Kind und Kegel, auch auf anderen Kontinenten. Diese Briefe ähnelten eher ausführlichen Reise- und Erfahrungsberichten, aus ihrem persönlichen Erleben heraus. So ungefähr, wie Bloggen heutzutage. Ich erinnere mich deshalb so genau, weil meine Mutter diese jährlichen Schreiben, übrigens immer rund um Weihnachten, mit so einer Begeisterung vorgelesen hat :).
Das ist aber nochmal etwas anderes, als Rundbriefe an Nachbarn (!) zu verschicken.
Zitat von kenzia im Beitrag #237 Wer kann überhaupt noch mit einem Stift mehr als 1/2 Seite schreiben ohne einen Krampf zu bekommen?
Rundbriefe kann man auch mit dem PC schreiben und entsprechend oft ausdrucken. Dann hat jeder ein Original, die persönliche Anrede und die Unterschrift werden händisch hinzugefügt.
Zitat von Analuisa im Beitrag #241 Ja, sie schreibt von einem Jahresrückblick - aber nirgendwo erwähnt sie m.W., was sie inhaltlich geschrieben hat. Weder, wie lang der Brief/ die Mail war, noch wie persönlich. Vielleicht waren es ja fünf Sätze und drei davon auf Ereignisse in ihrer Stadt/ der Nachbarschaft bezogen.
Stimmt natürlich, Näheres wissen wir nicht und werden wir vermutlich auch nicht erfahren.
Aber die angenommenen fünf Sätze machen keinen Brief. Die hätten auch in einer Weihnachtskarte, für die Lizzy ja so ein Faible hat, Platz gefunden ;).
Ich kenne solche Jahres-Rückblick-Briefe hauptsächlich von Verwandten und Bekannten aus dem anglo-amerikanichen Bereich (und Kanada).
Ich finde es eigentlich gar nicht schlecht, weil es einem von Menschen, mit denen man - aus welchen Gründen auch immer - wenig Kontakt hat, es einen aber trotzdem interessiert. einen kurzen Rückblick auf ihr Jahr bekommt. U.a. las ich immer gerne den eines Jugendfreundes meiner Mutter, der nach Kanada ausgewandert ist. Den musste ich jedes Jahr Weihnachten übersetzen, weil er auf Englisch war.
Ja meine Eltern haben sich darüber eher lustig gemacht, ich fand so eine jahrzehntelange Kontinuität spannend.
Und ich weiß, dass mein Onkel (der lange in UK gelebt hat) das für seine Bekannten in UK auch macht - den bekomme ich gelegentlich auch, aber er weiß wohl, dass es bei deutschen Bekannten und Verwandten eher nicht so gut ankommt .....
Und ich bekäme es zB gerne von meiner Cousine, weil ich sie sehr mag, aber wir für ein regelmäßiges Telefonat nicht ausreicht gemeinsame Interessen haben, trotzdem würde ich interessieren, was bei ihr und meinen Nichten so passiert .... bislang erfahre ich es über meine Mutter, die regelmäßigeren Kontakt hat. Von dieser Cousine (also ihrer Nichte) bekommt sie anstelle eines solchen Briefes seit 25 Jahren einen Familien-Photo-Kalender, das gefällt ihr sehr gut.
- - - Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann. Menschen werden nicht klüger dadurch, dass man sie auf ihre Dummheit hinweist.
Wir sind hier auch schon wieder weit vom Thema abgekommen. Um den Bogen zurückzuschlagen: Lizzy, Du schickst Nachbarn (!) einen Jahresrückblick und sprichst Erwartungen aus. Regelmäßige Kontakte über Messenger und eine handgeschriebene Karte zu Weihnachten. Von der speziellen Nachbarin erwartest Du dazu noch eine Anerkennung/einen Dank für den Parkplatz. Und zwar in Form eines auf Dich bezogenen Geschenkes plus handgeschriebener Karte. Das sind schlichtweg zu hohe Erwartungen an Nachbarn. Da sind Enttäuschungen doch vorprogrammiert. Kannst Du eigentlich von dem, was wir hier anmerken, irgendetwas mitnehmen ?
@Caramac, das eine was ich mitnehme ist ein grosses Erstaunen. In meinen Weihnachtsbriefen steht nichts von ich - mein Kind- mein Schwiegervater - haben x oder y persönliches / privates getan - gemacht -erlebt. Also keine I solvenz, kein Seepferdchen, kein ich wir Reise. Mein Weihnachtsbrief ging auch nicht an „ die Nachbarschaft“ sondern an Einzelpersonen und ich habe versucht für jede Gruppe - etwas was sich innerhalb der Gruppe ereignet hat zu finden und Gruppenübergreifende Ereignisse/ Gegebenheiten anzusprechen oder zu kommentieren oder Verständnis oder Verständnislosigkeit zu formulierende .
Anscheinend schaffe ich es gut zu schreiben denn das war eine häufige Rückmeldung - du und dein Blick auf die Dinge - das ist so witzig. Dass ich keinen „ Anspruch“ auf irgendeine Reaktion habe weiss ich selbstverständlich . Und genauso selbstverständlich darf ich je nach Reaktion / Nichtreaktion - das ist ja auch eine Reaktion - eine Entscheidung treffen. Und da bin ich nicht mehr in dem Modus „ für andere etwas tun ä“ sondern in dem Modus für mich etwas tun. Das macht den Unterschied aus.
Lizzy, seitenlang wurde hier über den Inhalt und die Bedeutung sowie die Adressaten der sog. Weihnachtsbriefe spekuliert und jetzt! bist du erstaunt? Du hättest das ja schon vor langer Zeit so ausführlich darstellen können. Warum nicht? Je sparsamer dein Auftreten, desto mehr Spekulatius. Und dann noch diese, sorry, schlampige Schreibweise mit den vielen Tippfehlern hier im Forum, ist auch nicht gerade sehr lesefreundlich. Und noch nie bist du auf die vielfachen Anmerkungen darüber eingegangen. Schade...
Es wäre wirklich hilfreich gewesen, wenn Du das schon wesentlich früher so erläutert hättest. Worüber bist Du erstaunt? Was bleibt uns denn anderes übrig als aus Deinem erwähnten "Jahresrückblick an die Nachbarschaft " das zu interpretieren ? Du schreibst hier im Forum jedenfalls sehr nebulös. Und Nachfragen ignorierst Du geflissentlich. Viele User haben Dir hier dazu geraten das Geschenk als kleine gutgemeinte Geste anzunehmen. Statt dessen wirfst Du es weg und bist der Nachbarin gram. Warum fragst Du überhaupt nach Meinungen?
Zitat von Lizzy im Beitrag #249@C ich habe nach Meinungen gefragt und Meinungen gelesen . Und dazu sind die Annahmen/ Unterstellungen sprich Spekulatius durchaus ausreichend.
Soll heißen: Du hast die Nachfragen absichtlich ignoriert, weil dir das, was von anderen Usern geschrieben wurde, auch gereicht hat, ohne dass du die Fehlinterpretationen korrigieren musstest?
Ich finde so ein Verhalten nicht fair und daher nicht akzeptabel, auch wenn es erlaubt ist.