@schafwolle: Ich will hier nicht interpretieren. Lizzy lässt uns ja bisher völlig im Unklaren, wie es zur Parkplatzüberlassung kam. Und auch welche Erwartungen sie daran geknüpft hat. Dankbarkeit, ein engerer Kontakt, eine wie auch immer geartete Gegenleistung?
Leute ich habe gerade gesagt ich nehme mir eine Thread-Auszeit weil inzwischen schon ausreichend Meinungen vorliegen. Und Auszeit heisst ich sehe theoretisch zwei oder drei Entscheidungen und überdenke die jeweiligen Konsequenzen . Und ein Weiteres Herumschreiben würde mich da aus dem Prozess rausbringen
Zitat von Caramac im Beitrag #98Aber hast Du schon mal daran gedacht, dass Deine Nachbarin den überlassenen Parkplatz gar nicht als großzügig ansieht, weil Du ihn selber gar nicht brauchen kannst?
Womöglich sieht die Nachbarin das tatsächlich so. Ich allerdings finde eine solche Sichtweise eher ein wenig befremdlich, da bin ich einfach etwas anders gestrickt.
Wenn mir ein Nachbar seinen Parkplatz, für den er ja seinerseits bezahlt hat und den er aber selbst nicht nutzt, unentgeltlich überlässt, dann ist es für mich (ja, für mich, für andere eben evtl. nicht) selbstverständlich, mich dafür zumindest ein oder zwei Mal im Jahr erkenntlich zu zeigen, z. B. mit einem Blumenstrauß, einer Flasche Wein, einer Schachtel Pralinen o. ä.
Am besten ist es aber - so jedenfalls meine Erfahrung -, sich auf Arrangements dieser Art gar nicht erst einzulassen. Ich habe im Laufe meines Lebens in meinem Umfeld schon häufiger mitbekommen, dass das leider irgendwann doch zu Problemen, Unstimmigkeiten, enttäuschten Erwartungen etc. führt.
Ich antworte nur auf dem Eingangsbeitrag, was erscheint mir im Moment am sinnvollsten.
Ich glaube, es ist unklug, dass eine mit dem anderen und mit dem dritten zu verknüpfen.
Einen Parkplatz kostenlos zu überlassen ist das eine. Ein Weihnachtsgruß ist das andere. Und das kleine Weihnachtsgeschenkchen von ihr ist das dritte. Ich persönlich finde es sogar reizend, dir etwas vor die Tür zu stellen bzw zu schenken. Vielleicht hat sie es einfach nicht besser gewusst oder fand es angemessen als Reaktion auf dem Parkplatz und dein Weihnachtsgruß.
Theoretisch könntest du dich darüber sogar freuen.
Ah, noch etwas zum Parkplatz: paekt sie dort regelmäßig oder nur gelegentlich? Wenn sie dort regelmäßig parkt und es ein Parkplatz ist, der zu deiner Wohnung gehört, könntest du ihn ihr natürlich vermieten. Das wäre für alle eine etwas klarere Situation, bei der keiner der anderen Personen Dank schuldig bleiben kann.
Zitat von Tabea57 im Beitrag #36Okay, Lizzy, mein Tipp:
- Bedanke Dich höflich für das Geschenk bei der Nachbarin. - Sage ihr, dass Du ab Januar für den Parkplatz Miete nehmen musst. - Mache einen Vertrag mit ihr. Du kannst entscheiden, ob Du die ortsübliche Miete oder - aus nachbarschaftlicher Kulanz - etwas weniger nehmen willst. - Schraube die Erwartungen an andere Menschen herunter.
Und ärgere Dich nicht länger, schadet nur Dir selbst!
Meistens herrscht in den Wohnanlagen hinsichtlich der TG-Stellplätze doch ein modus vivendi dahingehend, dass nicht benötigte Plätze zu einem einheitlichen Mietpreis vermietet werden und die Hausverwaltung Anbieter und Interessenten zusammenbringt.
Was ich hier noch anbringen möchte ist, dass wir immer von uns selbst ausgehen- aber andere schlicht anders sind. Das zeichnet doch oft unsere Freunde aus- dass sie uns ähneln und wir uns oft wortlos verstehen.
Ich habe in meinem Leben auch schon Menschen kennengelernt, die komplett anders tickten als ich und wo ich nie drauf gekommen wäre. Beispiel: Für mich war immer klar, dass ich jeden 2. Tag durch die Wohnung sauge, weil sich doch immer was reinträgt und diese maximal 10 Minuten am Tag, die Wohnung doch recht sauber aussehen lassen. Bekannte: sie saugt 1x im Monat - reicht doch vollkommen und mich fand sie übertrieben. Als ich dann in ihr Gäste-WC gegangen bin, bei einem Besuch- wurde mir dann mehr klar......ich habe noch niemals in meinem Leben ein verdreckteres Bad gesehen und war vor allem fassungslos, wie man das einem Besuch anbieten kann! Sie hatte dafür aber ganz offensichtlich null komma null Blick- da hab ich gestaunt, denn sonst wirkte sie "ganz normal" ;-)
anderes Beispiel: auch zum Thema Geschenke- dass gebrauchte Sachen verschenkt wurden! Das wiederum ohne eine Sekunde klar zu haben, dass man sowas nicht macht oder das nicht gut ankommt. Diese Frau hat das überhaupt nicht gesehen, für sie war es ok und ein Geschenk.
Alternativ dazu, eine Bekannte, die ich vor Jahren kennengelernt habe und die wirklich genug Geld hat - das für sie aber wie ein Außenposten behandelt wird- sie kauft nur im Angebot, trägt Klamotten bis es nicht mehr geht, nimmt von anderen, ohne weiter zu reflektieren - sie hat keinen Blick für das, was sie hat oder wie man "normal" damit umgeht. Für mich ist diese Trennung von Geld und was man damit macht, auch schwer nachzuvollziehen- aber klar ist, das gibt es.
Ich meine damit- Fakten sagen überhaupt nichts aus und was für mich wert hat- muss es für dich nicht haben. Was ich aufschreibe, nimmt Person 1 als "das will sie- das bekommt sie", Person 2 denkt gar nix dabei "aha Weihnachtsgruß", usw.
Ich glaube, wir können Ansprüche haben, wenn wir die Menschen kennen und auch wissen, dass unsere Erwartungen erfüllt werden können. Aber für uns fremde Menschen, können absolut anders ticken und leben genauso nach "bestem Wissen und Gewissen"- sind sich dann auch gar nicht bewusst, was sie mit ihrem Tun oder Nicht-tun auslösen. Warum auch, in ihrer Welt ist doch alles gut und ok!
Sollte in dem Fall die Parkplatznutzerin dann doch eine nassauerische geizige Person sein, die nur nimmt, dann sollte man das erst einmal verifizieren......dürfte nicht so leicht sein, wenn man sie weniger kennt. Und dann ist sie eben so- ich finde es viel wichtiger, die Menschen zu er-kennen damit ich gut mit ihnen und mir umgehen kann.
Zitat von Lizzy im Beitrag #1 Seie hat auch meinen Weihnachtsbrief mit der als weihnachtswunsch an alle Empfänger dass ich mich an Weihnachten sehr über Karten freue erhalten
An alle Empfänger? Ohne, dass Du etwas dazu schreibst, gehe ich tatsächlich von einer Art Rundbrief an sämtliche Nachbarn aus. Mit Jahresrückblick + Aufforderung, Dir Weihnachtspost zukommen zu lassen, und das auch noch in einer bestimmten Form :((.
In diesem Fall solltest Du eher nicht mit Freude der Empfänger rechnen, sondern mit Befremdung. Ich glaube, dass ich auf so etwas überhaupt nicht reagieren würde.
ZitatJetzt hat sie mir ein Servietten und einen Schokoweihnachtsmann und eine Probeflasche einer Handcrene - nicht verpackt nur mit einer vermutlich recykelten Goldbandschleife versehen geschenkt.
Vermutlich wegen des Parkplatzes. Ein Verlegenheitsgeschenk. An eine ehrliche Sympathiebekundung glaube ich da eher nicht.
ZitatIch finde das Geschenk herablassend ohne Bezug zu mir
Kennt sie Dich denn so gut, dass ein Geschenk mit einer persönlichen Note überhaupt eine Option gewesen wäre? Was hast Du Dir denn erhofft?
Wenn Du hier schon keinerlei Fragen beantwortest - vielleicht kannst Du die Überlegungen in Deinen Nachdenkprozess mit einbeziehen.
Zitat von Sariana im Beitrag #57Ranunkel, es gibt ja von diversen Organisationen Weihnachtskarten wie Unicef, sollte man die dann nicht als Karte verschicken? Ich habe viele Jahre Karten, Geschenkanhänger von einem Verlag bekommen, der Spenden gesammelt hat und an den ich regelmäßig gespendet habe. Das war ein Dankeschön und ich habe diese verschickt bzw. die Geschenkanhänger an meine Geschenke angebracht.
So auch bei mir. Leider nicht nur Karten und Geschenkanhänger.... aber um den Strang hier nicht zu sprengen (das tun schon andere!) mach ich einen neuen auf. Spendenbriefe - und nutzlose Geschenke
Ich werfe in den Raum, daß zumindest in einer Wohnanlage für den Eigentümer eines Parkplatzes durchaus jährlich Kosten anfallen, die in der Abrechnung auch separat aufgelistet werden. Natürlich geringer als für die Wohnung, aber eben dennoch. Sprich: lizzie bezahlt wirklich etwas, abgesehen davon, daß sie den Platz gekauft hat und das Kapital sich ja auch verzinsen könnte. Sie schenkt der Nachbarin also einen nicht unerheblichen Geldbetrag jedes Jahr. (Bei mir wären das realistisch zwischen 600 und 1200€ im Jahr, je nachdem, wie zentral der Parkplatz ist, in absoluter Innenstadt noch mehr). Ich würde Miete verlangen und das Verhältnis auf eine neutrale professionelle Basis stellen.
Zu Thema Parkplatz sage ich nichts, weil ich die genauen räumlichen und administrativen Verhältnisse nicht kenne und den Wert des überlassenen Parkplatzes nicht beziffern kann.
Zum Thema Geschenk: Ein Geschenk hat einen materiellen Wert. Die Frage ist nun, ob man den Fokus auf das GESCHENK legt, oder auf den WERT. Meine Nachbarn bekommen von mir auch immer eine Kleinigkeit zu Weihnachten - einfach deshalb, weil wir uns, ohne ständig zusammenzuhängen, gut verstehen, und alle sehr hilfsbereit sind. Bei Krankheit mal eine Besorgung erledigen, mal was Schweres tragen, Pakete annehmen.... das ist wechselseitig und einfach sehr angenehm. Diese Geschenke sind materiell gesehen von geringem Wert. Mal ein paar selbstgebackene Plätzchen, mal ein paar Samen von meinen allseits immer bewunderten Nachtkerzen. In diesem Jahr gab es ein Mini-Gläschen selbstgemachte Marmelade und dazu - puh, wie prollig! - eine kleine Kerze im Glas von Norma, Warenwert irgendwas um die 2 Euro. Umgekehrt kriege ich aus der Nachbarschaft Geschenke in ähnlicher Größenordnung. Und wisst Ihr was? Ich freu mich! Einfach, weil es eine nette Geste ist.
Zitat von GuteLaune im Beitrag #118Zu Thema Parkplatz sage ich nichts, weil ich die genauen räumlichen und administrativen Verhältnisse nicht kenne und den Wert des überlassenen Parkplatzes nicht beziffern kann.
Hier geht es doch aber auch gar nicht den genau bezifferbaren Wert dieses einen Parkplatzes.
Egal, was die TE dafür theoretisch verlangen könnte - Fakt ist, sie tut es nicht und zieht es vor, dafür Wertschätzung in anderer Form zu bekommen. Diese Rechnung scheint nicht nach ihren Vorstellungen aufzugehen, was nicht weiter verwunderlich ist.
Wissen tun wir ebenfalls nicht, ob die Überlassung des Parkplatzes zB nur für Besuch der Nachbarin über die Weihnachtszeit gedacht ist. Oder ob es sich um ein dauerhaftes Arrangement handelt.
ZitatMeine Nachbarn bekommen von mir auch immer eine Kleinigkeit zu Weihnachten - (...) Umgekehrt kriege ich aus der Nachbarschaft Geschenke in ähnlicher Größenordnung.
Wenn es sich bei Euch so eingebürgert hat und auf Gegenseitigkeit beruht zur Zufriedenheit aller, dann ist das eine nette Sache.
Hat aber mit dem, was @Lizzy leider nur kryptisch beschreibt, nichts zu tun.
Ich kann den Wunsch nach einer Weihnachtskarte nachvollziehen und genauso die Hemmung davor diese zu schreiben. Was soll man rein schreiben was nicht schon vorne drauf steht. Für viele ist das wirklich schwierig, daher die Alternative mit einer Kleinigkeit. Nimm es als gute Geste.
Die Erde hat Musik für diejenigen, die zuhören. WS
Zitat von GuteLaune im Beitrag #118Diese Geschenke sind materiell gesehen von geringem Wert. Mal ein paar selbstgebackene Plätzchen, mal ein paar Samen von meinen allseits immer bewunderten Nachtkerzen. In diesem Jahr gab es ein Mini-Gläschen selbstgemachte Marmelade und dazu - puh, wie prollig! - eine kleine Kerze im Glas von Norma, Warenwert irgendwas um die 2 Euro. Umgekehrt kriege ich aus der Nachbarschaft Geschenke in ähnlicher Größenordnung. Und wisst Ihr was? Ich freu mich! Einfach, weil es eine nette Geste ist.
Wir verstehen uns! Es ist doch die Geste, die zählt. Wir können uns vermutlich alle für 2 Euro selber eine Kerze kaufen (hoffe ich doch . .)
Ich habe kürzlich auch eine kleine Kerze bekommen für eine Gefälligkeit, die brennt gerade lustig vor sich hin (und duftet auch noch fein!).
Bei einigen Schreiberinnen scheint Wunschignorieren zur persönlichen DNA zu gehören siehe# 86 und # 102 Ich nehme das ZK - mit Freude denn es ist menschlich dehr informativ
Du hast in den beiden zitierten Posts angekündigt, dass du eine Auszeit vom Thread nimmst. Was natürlich dein gutes Recht ist. Du hast jedoch nicht verlangt / gewünscht, dass alle anderen kein Wort mehr zu diesem Thema sagen dürfen. Das zu wünschen wäre zwar auch dein gutes Recht, jedoch nicht, zu erwarten, dass sich alle anderen brav an deine Wünsche halten.
So, wie du dir zwar Postweihnachtskarten wünschen, jedoch nicht erwarten kannst, dass sich sämtliche Leute, die diesen Wunsch kennen, danach richten.
Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas wichtiger ist als die eigene Angst.
Zitat von Horus im Beitrag #123Du hast in den beiden zitierten Posts angekündigt, dass du eine Auszeit vom Thread nimmst. Was natürlich dein gutes Recht ist. Du hast jedoch nicht verlangt / gewünscht, dass alle anderen kein Wort mehr zu diesem Thema sagen dürfen. Das zu wünschen wäre zwar auch dein gutes Recht, jedoch nicht, zu erwarten, dass sich alle anderen brav an deine Wünsche halten.
So, wie du dir zwar Postweihnachtskarten wünschen, jedoch nicht erwarten kannst, dass sie sämtliche Leute, die diesen Wunsch kennen, danach richten.
Ja!
Ich finde, du teilst manchmal durchaus ganz gut aus, Lizzy, zumindest kommt es bei mir immer wieder so an und hast gleichermaßen hohe Erwartungen an andere.
Wir Frauen brauchen keine Männer, die uns beschützen. Wir brauchen Männer, die andere Männer NICHT beschützen. - Inge Bell -
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Ich finde, du teilst manchmal durchaus ganz gut aus, Lizzy, zumindest kommt es bei mir immer wieder so an und hast gleichermaßen hohe Erwartungen an andere.