Ja, der Stil eines Autoren muss einem liegen, oder auch nicht. Und toll, wenn man sich dann auf "den neuen ... (in diesem Fall) Irving" freuen kann. Mir ging dieses Kauzige, Skurrile beim zweiten und dritten Buch auf die Nerven. Ich muss nicht schon wieder was über Zwerge oder Tätowiererinnen lesen.
Und, weil er hier mehrmals genannt wurde: Thomas Mann ... Die Buddenbrooks habe ich ein paarmal angefangen, und dann überhaupt keinen Bock auf diesen Hanseatenkram gehabt. Man kannte die Handlung ja irgendwie schon, Tony mit ihrer blöden Ehe, und so. Ich kam nie über die ersten zehn Seiten hinaus. Den "Zauberberg" hab ich erst gar nicht versucht, aber in Schulzeiten "Dr. Faustus" gelesen, als wir in Deutsch das Thema "Faust" hatten, bei einer prägenden, begnadeten Lehrerin. Und "Lotte in Weimar" habe ich gerne gelesen - und mir vorgestellt, dass das wirklich so hätte sein können (die mittlerweile ü60-jährige Charlotte, Goethes Flamme, die ihn zu seinem erfolgreichen Roman "Die Leiden des jungen Werthers" inspiriert hat, reist nach Weimar, um den mittlerweile prominenten Dichterfürsten nach vielen Jahren wiederzusehen), und natürlich "Felix Krull", den finde ich am Unterhaltendsten von Thomas Manns Romanen.
Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an. (Marc Aurel)
Zitat von Anna_Klatsche im Beitrag #78Der Zauberberg von Mann. Den hab ich tatsächlich nur quergelesen und fand ihn sehr ermüdend.
Musste ich für die Schule lesen. War nicht meins. Überhaupt steh ich bissel auf Kriegsfuß mit der vielbeschworenen klassischen Literatur.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Mir ging es jetzt so mit einem Buch von Paul Bokowski " Bitte nehmen Sie meine Hand da weg" angeblich Spiegelbestseller. Es fing dumm und primitiv an wurde sogar über Seiten noch schlechter und das Ende war wie der Anfang. Im Nachhinein erfuhr ich das dies auf viele seiner Bücher zutrifft.
Die Erde hat Musik für diejenigen, die zuhören. WS
Lemon, das klingt sagenhaft mies! Muss ja ein echtes Knaller-Buch sein. Naja, es gab schon Leute, die sich die Spiegel-Bestseller hinstellen, um zu zeigen, wie sehr sie literarisch up to date sind ...
Mich hat fast sämtliche Literatur, die wir in der Mittelstufe lasen, nicht interessiert. "Die Judenbuche", "Andorra", "Kleider machen Leute", "Der Verbrecher aus verlorener Ehre" ... und wie sie alle hießen. Da ging nichts an mich ran, vermutlich, weil nichts davon mit meinem eigenen Leben zu tun hatte, als 13- bis 16-jährige.
Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an. (Marc Aurel)
Zitat von Anna_Klatsche im Beitrag #78Der Zauberberg von Mann. Den hab ich tatsächlich nur quergelesen und fand ihn sehr ermüdend.
3x begonnen...3x abgebrochen. Es bleibt mir verborgen, was vlele daran so fasziniert. Die Buddenbrooks habe ich aber gern gelesen, eine für mich sehr gut geschilderte und nachvollziehbare Familiengeschichte von drei Generationen.
Am besten gefielen mir die Lebenserinnerungen seiner Frau, " Frau Thomas Mann". Sie war eine sehr taffe Frau an der Seite eines schwierigen Charakters, der im Grunde seine Familie mit seinen Allüren erdrückte. Sie hat sechs Kinder im Grunde allein großgezogen und fast immer alles im Griff gehabt, denn im Altag war der gute Thomas kaum je eine Hilfe!
Zitat von ysa im Beitrag #76Ich liebe Irvings schräges Universum der Menschlichkeiten ❤️
Ich auch, wobei ich die beiden neuesten noch nicht kenne und ansonsten alles von "LIEBE ich über alles" (Owen Meany, Until I Find You, Gottes Werk und Teufels Beitrag) über "nett, aber für mich kein Hype" (Witwe für ein Jahr, Das Hotel New Hampshire) bis "furchtbar" (Eine Mittelgewichts-Ehe) alles dabei war.
Zitat von Pasdedeux im Beitrag #61Ich liebe auch zum Beispiel Margaret Atwood sehr, aber "Der blinde Mörder" - das war nichts für mich, da kam ich überhaupt nicht rein.
Das war mein allererstes Buch von ihr, was dazu geführt hat, dass ich 20 Jahre lang nichts mehr von ihr lesen wollte.
Den Zauberberg mochte ich erstaunlich gerne und die "Buddenbrooks" habe ich förmlich verschlungen. Mehr kenne ich bislang gar nicht von Thomas Mann. Auf jeden Fall liegt er mir mehr als sein Bruder Heinrich, mit dessen grässlichem "Untertan" wir in der Kollegstufe gequält wurden. Irgendwann wollte ich dem Widerling von Protagonisten einfach nur noch den Hals umdrehen.
This is a broken world and we live with broken hearts and broken lives but still that is no alibi. (Leonard Cohen)
I would love to live like a river flows,carried by the surprise of its own unfolding. (John O'Donoghue)
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Ein Fundstück aus dem Bücherschrank: Darren Shan und die dunkle Stadt. Ein Vampirkrimi für Young Adults. Vielleicht schau ich mal in die andern Teile der Darren Shan-Saga rein, soooo übel war es gar nicht.
"Der Zauberberg" war es bei mir auch. Ich lag mit einer offenen Tuberkulose auf der Isolierstation, keine Ahnung habend, wie lange ich dort ausharren müsste. Da schickte mir mein Vater, der klassische Literatur liebt, dieses Buch. Vielleicht war es auch gerade das falsche Buch zur falschen Zeit. Auf ein Lungentuberkulose-Sanatorium hatte ich da einfach keine Lust.
Irgendwie hat es mir schon gefallen auf den ersten Seiten, dachte immer, ich lese es mal weiter, ist aber nie geschehen.
Zitat von PeggySue im Beitrag #9Ich finde den Keinen Prinzen so sterbenslangweilig dass ich ihn bis heute nicht zu Ende gelesen habe.
zu Ende gelesen, wegen weil (vom damaligen Freund gekriegt). Als individuelle, persönliche Geschichte für einen bestimmten Menschen durchaus nachvollziehbar, als allgemeine Weisheit für mich zu viel Wallaweia
Zitat von ralice im Beitrag #88Am besten gefielen mir die Lebenserinnerungen seiner Frau, " Frau Thomas Mann".
Das Buch ist doch von Inge+Walter Jens? Also keine Autobiographie, ich müsste nachschauen und ich fand/finde es großartig. Ist kein Mann-Werk, Frau Mann war mehr als nur tough, mit und bei ihrem background. Enkelin von Hedwig Dohm, Tochter von Hedwig Pringsheim (nicht so bekannt wie ihre Mutter, aber führende Salonière), größtbürgerlich aufgewachsen und eine der ersten Studentinnen in München (Mathe+Physik) und durchaus sehenden Auges in ihrer Rolle lebend: hätte sie es nicht aktiv gewollt, hätte sie zumindest bis zum Exil jederzeit gehen können
topic: dieses Buch - das Gegenteil von Überfliegen, ich werde es mir wieder rausholen.
Nicht überflogen, aber auch nicht zu Ende gelesen: Den Zauberbrg, Josph+seine Brüder...aber Lektüre, zu der ich immer wieder zurückkehre
dann war es für dich richtig konstruiert. muss man auch können. Eine aktuell medial gehypte Frau kann das richtig gut, besser noch als der Parfumeur, aber offenbar polarisiert genau das. ich ertrage aber vor allem ihre Selbst-Darstellung nicht und bin damit wohl nicht allein. gute ideen, aber ich mag das nicht mal überfliegen
Ich habe "Das Parfum" damals auch verschlungen, so wie alle in meiner Familie - Mutter, Tante, Cousinen, bei einem Geburtstag war es mal das Thema. Interessanterweise war es das dann aber auch - ich habe es nicht mehr gelesen (und besitze das Buch auch gar nicht mehr). Wohingegen ich sonst Bücher, die ich mag, immer mal wieder lese - das macht für mich die Qualität eines Buches aus.
Was ich wirklich nur angelesen habe: Harald Töpfer. Ich weiß, dass ich da zu einer Minderheit gehöre - aber ich hasse diese Bücher und den Hype darum. Für mich sind das - zugegebenermaßen sehr, sehr gut geschriebene - Kinderbücher, über die literarische Qualität wurde ja von anderen viel gesagt, ich glaube es auch aufs Wort, aber selber lesen ... nee. Ich kannte einen 40-jährigen, der mir immer kam mit Dumbledore, Voldemort, etc. ... geh' mir weg! Mich interessiert dieser Fantasykram nicht die Bohne, dieses Magische, der Zauberkrempel. So, das musste mal raus ...
Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an. (Marc Aurel)
Danke! Du sprichst mir so was von aus der Seele! Ich habe den Hype auch nie verstanden.
Ich kann durchaus mit Fantasy was anfangen, Die Unendliche Geschichte zum Beispiel lese ich auch als Erwachsene noch gern, da ist eine wunderbare Magie und ganz viel Herz drin.
Aber Harry Potter fand ich immer irgendwie so "gewollt", da fehlte mir irgendwie die Seele, das las sich für mich alles so nach dem Motto "So, jetzt basteln wir mal einen tollen Fantasy-Bestseller und knallen einfach alles rein, ob´s passt oder nicht", aber irgendwie nicht wirklich inspiriert und "gewachsen". Dieser Quatsch mit den Trimagischen Turnieren zwischen den Häusern und Quidditsch und all das. Das wirkt auf mich alles irgendwie krampfig. Entweder ich schreibe ne Fantasygeschichte oder ich schreibe was über Sport und Wettkampf. Aber diese Verbindung zwischen beidem fand ich künstlich und irgendwie marketingmäßig.
Ich habe drei Bände geschenkt bekommen und es wirklich versucht, aber da war nichts, das mich mitgenommen und entflammt hat. Habe alle irgendwann weggelegt.
Can 'truth' mean what it says and not what power thinks is best. Latin Quarter
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