Liebe Flower, auch von mir ein gutes neues Jahr! Kenzia hat sehr wahre Worte gefunden für den Zustand des Verlassen Fühlens. Würde ich so unterschreiben.
Zur Familienproblematik: das kenne ich nur zu gut, da hilft nur Abgrenzen. Die Ehe meiner Eltern war bestimmt 30 Jahre lang bestenfalls ein gegenseitiges Sich ertragen. Trotzdem habe ich keinerlei Verständnis von meiner Mutter bekommen, als meine Ehe geschieden wurde. Ich hatte ein bisschen das Gefühl, dass sie mir das nicht gönnt, weil sie selbst diesen Schritt nie gewagt hat. Vielleicht kannst du es auch mal von dieser Seite aus sehen?
Wer im Regen nicht mit mir tanzt, wird im Sturm nie bei mir sein und wer im Sturm nicht bei mir ist, den brauche ich auch nicht bei Sonnenschein.
danke für den Anstoß, mich hier mal wieder zu melden! Das hatte ich schon eine Weile vor, tatsächlich.
Mir geht es deutlich besser. Dazu hat neben einigem anderen auch sehr dieses Forum beigetragen. Es geht mir besser, ich schaue weitestgehend nach vorn, habe wieder richtig gute und auch glückliche Momente. Was auch präsent ist, ist eine Art Ernüchterung. Viel erlebt mit dem männlichen Geschlecht in meinem Leben, jetzt bin ich 50 - und jetzt? Will ich noch mal eine Beziehung, wenn ja, wo soll die herkommen und was kann/darf/möchte ich von dieser erwarten? Ist eine klassische Zweierbeziehung überhaupt noch da, was ich möchte? Was soll mir das geben, was dem anderen? Viele Fragen gerade... Ich würde nicht sagen, dass ich resigniert bin, aber ernüchtert - das trifft es ganz gut, denke ich.
na das klingt doch ganz gut, ich freue mich. Hab ich es nicht gesagt dass die Welt nicht untergeht und es Dir nach dem Jahresedne schon besser gehen wird! *kicher*
Ja die Frage, ob man ü50 noch einmal eine Partnerschaft möchte und wenn ja, in welchem Umfang, die hat mich auch lange umgetrieben. Ich hatte auch verschiedene Beziehungen, aber irgendwas war immer . .
Inzwischen habe ich festgestellt, dass ich gerne alleine lebe, aber ein soziales Netz, sozusagen eine Wahlfamilie, genau das richtige für mich ist.
An diesem Netz knüpfe ich auch immer ein bisschen hier, ein bisschen da. So passt es für mich. Urlaub mache ich nach wie vor gerne alleine auf einer Hazienda. Mich nervt es zwar immer, dass ich alles alleine schleppen muss . . aber das ist ein Luxusproblem. In 2 Wochen gehts 2 Wochen Richtung Ronda zum Pferde betüddeln und Olivenbäume zählen. Auf der Hazienda kann ich alleine sein und mich den ganzen Tag irgendwo verkrümeln, oder die Gesellschaft von Urlaubern und den Haziendabesitzern geniessen. Alternativ kann ich nach Ronda zum Mercadona fahren und spanisch sprechen . . Das alles passt für mich perfekt und abends gibts für alle immer ein tolles Dinner. Das gemeinsame Dinner finde ich 2 Wochen lang total klasse, danach bin ich aber auch mal wieder gerne alleine.
Dies mal fürs erste. Einen wundervollen Tag Dir und allen Mitlesern!
Liebe Flower, auch ich habe mich immer wieder gefragt, wie es dir geht. Deshalb danke für dein Update! Ich kenne deine Fragen bzgl. Beziehung ü50 aus eigener Erfahrung und bin aktuell so wie Luci alleine sehr zufrieden. Witzigerweise meinen eher jüngere Freundinnen, ich solle doch wieder daten. Die in meinem Alter verstehen mich 😉
Wer im Regen nicht mit mir tanzt, wird im Sturm nie bei mir sein und wer im Sturm nicht bei mir ist, den brauche ich auch nicht bei Sonnenschein.
Am besten ist so ein kleiner Pool an best buddies, mit denen man kochen, chillen, ins Kino gehen, kuscheln oder sonstwas kann . . wenn mal einer ausfällt, hat man immer noch ein paar andere . . .
Nachdem die letzten Wochen überwiegend recht gut waren und ich das Gefühl hatte, ich komme weiter, ich mache große Schritte in meine neues Leben, erfasst mich jetzt vor Ostern mal wieder der Blues. Feste im Jahreskreis machen einem natürlich immer auch die eigene Situation bewusst. Gerade denke ich wieder so viel an die guten Zeiten des Zusammenseins und viele Erinnerungen kommen hoch. Ich bin sehr dünnhäutig und ständig den Tränen nah. Richtig gepackt hat es mich heute, als eine Kollegin von ihrem Partner von der Arbeit abgeholt wurde. Das zu sehen hat mich so traurig gemacht - weil ich es aben nicht mehr habe. Der beginnende Frühling tut gut, aktiviert aber auch viele Erinnerungen.
Vielleicht hat jemand von euch einen guten Impuls für mich oder kennt das...Es ist Trauerarbeit.... Die Trennung ist jetzt ein halbes Jahr her und ich habe gerade das Gefühl, ich bin so traurig wie in den ersten Wochen.... :/
lass Dich einfach mal virtuell umarmen. In den ersten Monaten kommen immer wieder- gerade an so gefühlsduseligen Tagen - Rückschläge. kenne ich, ich leide fast mit.
Schreib Dir hier bitte Deine Gedanken von der Seele, du bist nicht alleine.
Danke, Lucie❤️ Ich weiss das so zu schätzen, dass hier immer jemand ist- jetzt in dem Fall Du- mit eben genau dieser Erfahrung im Gepäck und das nachvollziehen kann... Das Blöde ist, dass ich mich in solchen Situationen immer so allein und "außenstehend" fühle und denke, ich bin die einzige, die ganz allein ist.... Ist irrational, ich weiss, trotzdem ist das mein Gefühl.. 😔
@Flower Ach menno. Aber das wird immer wieder mal passieren. Das Gute: die Abstände werden Größe und iwann löst es das nicht mehr aus. Dann ist man selbst verwundert darüber. Es wird besser, mit jedem einzelnen Tag!
schreibe hier bitte wann immer Dir danach zumute ist. Wie IMN schrieb, werden die Abstände größer und irgendwann ist es Dir egal, was mal war! Das kann ich bestätigen.
Liebe Flower, ich lass dir auch eine Umarmung und ein paar positive Gedanken da! Mir hat in solchen Situationen oft geholfen, mir vorzustellen, dass das scheinbar so glückliche Paar bestimmt auch ein paar Baustellen hat. Vielleicht freut sie sich ja gar nicht so richtig über das Abgeholtwerden, sondern empfindet es als Kontrolle? Als ich frisch getrennt war, hat mir eine Freundin den Spruch geschickt: Wenn du heimkommst und keiner ist da - kannst du selbst entscheiden, ob das Einsamkeit oder Freiheit bedeutet. Mit anderen Worten: unsere Gedanken formen auch unsere Realität.
Wer im Regen nicht mit mir tanzt, wird im Sturm nie bei mir sein und wer im Sturm nicht bei mir ist, den brauche ich auch nicht bei Sonnenschein.
Liebe Flower - ja, es ist Trauerarbeit und es dauert. Fühl Dich auch von mir mal umarmt.
Zum Thema Mann/neue Beziehung - ich lese gerade von Doris Knecht „Ja, nein, vielleicht“ und finde mich in ihren Gedanken zu genau dem Thema sehr wieder, sie schreibt aus der Perspektive der Single-Frau Ü50, die gut allein zu recht kommt, glücklich damit ist und sich eben doch Gedanken macht.
"Tell me, what it is you plan to do with your one wild and precious life?" - Mary Oliver
Moderatorin im Reiseforum, Frauengesundheit, Kinder, Familie und Erziehung, Kindergesundheit, Kinderwunsch, Psychische Gesundheit und psychische Erkrankungen, Schwangerschaft, Baby und Kleinkind, Umbrüche im Leben, Verlust und Trennung, Was bringt Dich aus der Fassung? sowie Mode und Kosmetik
@fritzi: dieses Buch fand ich diesbezüglich auch sehr erhellend! Vor allem zwei Aspekte: die Erzählerin gibt zu, dass sie sich durch Verliebtsein negativ verändert (könnte ich sein) und sie hat am Ende die Erkenntnis, dass Beziehungen nicht nur die „romantische Zweierbeziehung“ umfassen, sondern dass es auch viele andere Möglichkeiten gibt, sich zugehörig zu fühlen.
Wer im Regen nicht mit mir tanzt, wird im Sturm nie bei mir sein und wer im Sturm nicht bei mir ist, den brauche ich auch nicht bei Sonnenschein.
Zitat von Sternblau im Beitrag #191@fritzi: dieses Buch fand ich diesbezüglich auch sehr erhellend! Vor allem zwei Aspekte: die Erzählerin gibt zu, dass sie sich durch Verliebtsein negativ verändert (könnte ich sein) und sie hat am Ende die Erkenntnis, dass Beziehungen nicht nur die romantische Zweierbeziehung umfassen, sondern dass es auch viele andere Möglichkeiten gibt, sich zugehörig zu fühlen.
Dass ich mich durch Verliebtsein negativ verändere empfinde ich gar nicht so - ich mag eigentlich, dass ich dadurch offener, weicher, aber auch mutiger, entschlossener, sichererer werde - aber ich bin nicht sicher, ob dieses kurzzeitige Gefühl alles „andere“ wert ist. Ausserdem ist es wohl „nachhaltiger“, daran zu arbeiten, sich aus sich selbst so zu fühlen? Und ich finde mich sehr in dem Gedanken wieder, dass es im Alter 50+ nicht mehr einfach ist, so Kompromisse zu machen, dass jemand ins eigene Leben passt und ich nicht bereit wäre, irgendetwas dafür aufzugeben.
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danke für eure Antworten und den Buchtipp- hab mir das Buch angesehen, es klingt interessant.
Ich hab gerade wirklich noch mal eine schwierige Phase, oder vielleicht war diese auch noch gar nicht abgeschlossen..... Es scheint die depressive Phase zu sein, so fühle ich mich auch gerade. Einfach nur traurig, am Wasser gebaut, suche die neuen Perspektiven....
Ich merke auch: ich bin so unendlich enttäuscht von ihm. Nie hätte ich gedacht, dass es so endet. Und um mich herum sind gerade so viele in Beziehungen oder frisch verliebt, das tut gerade einfach nur weh😔
Ich möchte so gern wieder stabil aus mir heraus glücklich werden.
Liebe Flower, die Trennung ist noch nicht so lange her. Meine Erfahrung ist, dass es nach einem Jahr viel leichter wurde, wenn das erste Weihnachten, Ostern, der erste Geburtstag ohne den anderen geschafft war. Es könnte auch hilfreich sein, sich bewusst zu machen, dass es nicht selbstverständlich ist, dass man in einer Beziehung automatisch glücklich ist. Oft zeigen das andere nur so nach außen. Beim genaueren Hinsehen und Hinhören merkt man oft, dass nicht immer alles rosig ist. Alles Liebe!
ich kann es dir so gut nachvollziehen! Mir geht es ganz genauso, wobei meine Trennung relativ frisch ist (6 Wochen), und ich auch vorige Woche die Chance gehabt hätte, die Trennung wieder rückgängig zu machen. Aber ich stand schon öfter an diesem Punkt, hab mich immer wieder überreden lassen "zurück zu kehren". Aber ich hatte/habe sehr gute Gründe für diese Trennung - unzählige...
Und trotzdem habe ich aber auch die Phase, dass ich diese Gründe alle nicht mehr sehr, oder jetzt als doch gar nicht so schlimm abtue, und nur die schönen Dinge der Beziehung sehe - und sie mir tatsächlich zurück sehne (aber nein, mache ich nicht)...
Und ja, ich sehe auch nur glückliche Paare, aber ich sehe auch, dass dort auch nicht alles rosa-rot ist. Was bei mir aber dann nicht auslöst "Alleine ist besser, Beziehung auch nicht rosa-rot" , sondern ein "Beziehung auch nicht rosa-rot, also hätte ich meine Beziehung doch auch laufen lassen können." Also eher so, man muss eh viele Kompromisse eingehen, dann kann ich es auch mit dem Mann machen dessen Fehler bzw respektloses Verhalten ich seit 15 Jahren kenne...
Und bei mir ist es auch, ich möchte einfach nicht alleine bleiben. Ich war über 20 Jahre alleine mit vier Kindern, mit der ganzen psychischen und finanziellen Belastung, hatte nie Unterstützung/Rückhalt, und sehne mich einfach danach jemanden zu haben, an den ich mich mal anlehnen kann... Nur - solche Männer findet man eh nicht, rede ich mir ein. Was die Situation noch schwieriger macht...
Deshalb verstehe ich dich nur zu gut!! Diese Gedanken dass man so alleine ist, dass das Leben alleine keinen Spaß macht (wobei ich beruflich mehr als ausgelastet bin, und auch die Freizeit mit schönen Dingen verplant ist), und, und, und... Du findest in mir also eine gute Zuhörerin, die mit dir gemeinsam hoffentlich den Weg in die Positivität zurück findet!