Zitat von juli-elli im Beitrag #5900Gerade habe ich gelesen, dass die ZDF-Serie "Doktor Ballouz" abgesetzt wird. Im Herbst 2025 läuft die 4. und letzte Staffel, und das war's dann. Schade, ich mochte diese m. E. "etwas andere" Arzt-/Krankenhausserie bisher, und ich werde mir im Herbst auch gewiss die 4. Staffel angucken.
Dass "Doktor Ballouz" eingestellt wird, finde ich auch schade. Angeblich sind die Zuschauerzahlen stark gesunken.
Zitat von Schubidu im Beitrag #5846Auf arte läuft Donnerstag/Freitag eine Miniserie in 6 Teilen: I know your soul.
Mir hat es gefallen. Nicht umwerfend, aber mal etwas anders. Mehr auf die handelnden personen gerichtet, nicht die fälle an sich im vordergrund. Gefallen hat mir, dass es keine hochglanzproduktion ist. Die optik bisschen gedämpft, die darsteller so gezeigt, wie menschen normalerweise aussehen.
Die Serie I Know Your Soul hat mir auch richtig gut gefallen. Die Staatsanwältin wurde mir immer sympathischer, in ihrer idealistischen Getriebenheit, ihrer Verzweiflung, ihrer Müdigkeit, ihrer Direktheit. Grinsen musste ich oft über ihre Interaktion mit ihrem Mann und dem Kommissar. Und besonders gut dargestellt fand ich die Mutter-Sohn-Dynamik.
Den "Mord auf dem Inka-Pfad" und besonders Nina Gummich fand ich auch sehr gelungen. "Die Augenzeugen" dagegen - nö.
Gestern auf ARTE: Der lange Weg nach Hause. Das war vielleicht ein schöner, ergreifender Film. Und der kleine Junge hat so derart gut gespielt. Wenn man dann noch weiß, dass es eine wahre Geschichte ist, ist es nochmal so toll! Aber Achtung: Taschentuchalarm am Ende!
Ein Klassiker von 1961 und eine frühe Auseinandersetzung mit den Naziverbrechen. Großartige Besetzung, die Schauspieler haben für die Produktion auf hohe Gagen verzichtet. Spencer Tracy, Marlene Dietrich, Burt Lancaster.... Oscar für Maximilian Schell als Verteidiger.
Ich kannte den noch nicht - Bildungslücke - und war begeistert von Spencer Tracy! Dass allerdings ausgerechnet Maximilian Schell, mit seiner bellenden aggressiven Stimme, immer gleichem Haareraufen für seine Darstellung den Oscar bekam ... sehr quälend die Suggestivbefragung und Demütigung des Bäckergesellen, und wie herzzerreißend von Montgomery Clift gespielt. Ich musste mir zum Teil die Hand vor die Augen halten, weil mir das Gesicht so nahe ging. Kleines Geständnis: das Lied am Anfang, "Mädel, wink" - gefällt mir. Finde das Ritardando bei "und darum, Mädel ...", wo es kurz aus dem Marschrhythmus heraus "wartet" und dann wieder schneller wird, so schön. Und die "grüne Lialind"...
Es geht um die Wiederannäherung zwischen Mutter Anne und Tochter Helen, nachdem die beiden ein paar Jahre lang keinen Kontakt mehr gehabt haben. In Rückblicken wird gezeigt, warum es seinerzeit zum Bruch zwischen den beiden gekommen ist. Der inzwischen verstorbene Sohn bzw. Bruder Lukas war schwerbehindert und hat aufgrund seiner Behinderung immer die komplette Aufmerksamkeit der Mutter bekommen, während die Tochter "das gläserne Kind" war, welches nicht richtig gesehen wurde.
Ich fand den Film sehr berührend und von allen Darstellern sehr gut gespielt.
Zitat von _tarasjugina_ im Beitrag #5906Ich kannte den noch nicht - Bildungslücke - und war begeistert von Spencer Tracy! Dass allerdings ausgerechnet Maximilian Schell, mit seiner bellenden aggressiven Stimme, immer gleichem Haareraufen für seine Darstellung den Oscar bekam ... sehr quälend die Suggestivbefragung und Demütigung des Bäckergesellen, und wie herzzerreißend von Montgomery Clift gespielt. Ich musste mir zum Teil die Hand vor die Augen halten, weil mir das Gesicht so nahe ging......
Oh, da könnte ich jetzt einiges dazu schreiben aber es ist ja ein Tipp Strang :-)
Zufällig drauf gestossen, wer noch nicht genug vom Thema hat:
"Habemus papam - ein Papst büxt aus" von Nanni Moretti. In der Hauptrolle: Michel Piccoli. Allein deswegen war ich neugierig.
Stellt euch vor, der neue Papst ist gewählt und bekommt dann gleich mal eine Panikattacke: "Ich schaffe das nicht!" Und dann setzt er sich erstmal ab...
Mir hat der Film gut gefallen. Teils traurig, teils witzig/satirisch.
Da habe sie ja mit einem Streich zweien der eitelsten (wenn nicht die eitelsten) Gockel im Show-Biz den Saft abgedreht. Ich habe mir zwar weder das Eine noch das Andere Format je angesehen, aber irgendwie ereilt mich gerade eine kleine Schadenfreude. Ach ja, und Herr Gottschalk geht jetzt auch in Rente - so hat er es wohl am Samstag verkündet.
Finde sowieso, dass Pro7 dem Sender aus Köln schon länger zeigt, was gute Abendunterhaltung ist.
Jeder Tag ist ein Geschenk Manchmal ist er nur Scheiße verpackt
Wir schauen derzeit auf YouTube "Ein Stück Himmel" nach der Autobiografie von Janina David. Die Serie habe ich vor 40 Jahren gesehen, als sie herauskam. Sie hat mich damals so beeindruckt, dass ich immer wieder mal danach gesucht habe. Jetzt habe ich sie durch Zufall wieder gefunden. Mittlerweile sind wir bei Teil 6 und ich finde die Serie immer noch sehr sehenswert, gerade auch ihrer Nüchternheit wegen.
--- Hunde sind Gottes Entschädigung für all die verlogenen Menschen.
Ich kann eine Doku auf der ARD empfehlen, die mich ziemlich berührt hat. Nicht nur weil sie eindringlich den brutalen Alltag vom Leben mit Anorexia Nervosa zeigt, sondern auch unglaublich gute Fotografien. Es geht um das Leben der norwegischen Fotografin Lene Marie Fossen, die neben Alltagsportraits auch sich selbst fotografiert. Erschreckend, berührend, liebevoll. Sie starb 2019, mit 33 Jahren.
"We can, in fact we must, continue to fight to make everything about society better, without destroying what's already great." Carrick Ryan, Australian political commentator
"We are all just walking each other home." Ram Dass, writer
Danke Frangipani für den Tipp, es ist erschütternd.
Ich hatte bis dahin nur die Hälfte gesehen und habe mir jetzt den Rest angeschaut. Ich finde keine passenden Worte um zu beschreiben, was dieser Film in einem hervorruft. Einerseits furchtbar traurig, aber doch auf eine gewisse Art unglaublich schön.
Meine Meinung steht fest, bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen
God gave rock 'n' roll to you, put it in the soul of everyone. (KISS)
Zitat von juli-elli im Beitrag #5900Gerade habe ich gelesen, dass die ZDF-Serie "Doktor Ballouz" abgesetzt wird. Im Herbst 2025 läuft die 4. und letzte Staffel, und das war's dann. Schade, ich mochte diese m. E. "etwas andere" Arzt-/Krankenhausserie bisher, und ich werde mir im Herbst auch gewiss die 4. Staffel angucken.
sehr schade
manche entscheidungen des zdf muss man nicht verstehen…😰😱
alone we can do soo little together we can do so much
Zitat von PeggySue im Beitrag #5912Danke Frangipani für den Tipp, es ist erschütternd.
Ich hatte bis dahin nur die Hälfte gesehen und habe mir jetzt den Rest angeschaut. Ich finde keine passenden Worte um zu beschreiben, was dieser Film in einem hervorruft. Einerseits furchtbar traurig, aber doch auf eine gewisse Art unglaublich schön.
Ich kann es auch schwer beschreiben. Unglaublich, wie sie diese Fotos mit Selbstauslöser hinbekommen hat.
Die Krankheit ist grausam. Sie tat mir so leid, dass sie so drin gefangen war. Sie hatte endlich soviele Pläne.
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"We are all just walking each other home." Ram Dass, writer
Dr. Ballouz - oh ja, die Serie war gut. Schade, auch von mir, dass es da mit der 4. Staffel zu Ende geht.
Ich habe mir die letzten 3 Tage eine etwas skurile, 8 teilige Serie von ARTE reingezogen - Soviet Jeans. Es gab keine Jeans (und etliches anderes auch nicht) in der SU zu kaufen, also war selber nähen und besorgen über "dunkle Kanäle" angesagt..... und gegen gutes Geld verkaufen - was aber von der Obrigkeit nicht unbedingt für toll befunden wurde und mit etlichen Mitteln bekämpft wurde.
In der ARD-Mediathek gibt es "Life After Life", einen britischen Vierteiler. Die vierteilige britische Dramaserie „Life After Life“ spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts und handelt von der ungewöhnlichen Lebensgeschichte der jungen Ursula Todd, die die einmalige Chance erhält, nach einem frühen Tod neugeboren zu werden. Sie wird in eine britische Familie geboren, die nichts über die besonderen Umstände weiß. Vielmehr ist sie für ihre neue Mutter das Kind, was am meisten Zuneigung und Unterstützung braucht, um später im Leben zurechtzufinden. Im Laufe ihres Lebens, was sich über zwei Weltkriege hinweg spannt, stellt sich Ursula immer wieder die Frage, wie wohl ihr erstes Leben ausgesehen hätte und ob sie vielleicht sogar ihre Fehler und damit ihr Leben korrigieren könnte. Doch auch ihr neues Leben ist vor Verlust, Verrat, Krieg und Tod nicht gefeit. (Text: VT/ RF) Life After Life (fernsehserien.de)
"Life after Life" habe ich auf Grund der Empfehlung gestern abend auf One geschaut ...danke für deen Tipp, nur so, es hat sich gelohnt. Wahrscheinlich werde ich mir den Film noch mal anschauen, damit ich alles richtig verstehe ...
Falls die hier noch nicht erwähnt wurde - Ich habe gestern in der ARD-Mediathek die Serie Time entdeckt. Wenn ich BBC sehe, weiß ich immer direkt, das ist was für mich.
Ziemlich heftige Geschichte, Hauptdarsteller sind Sean Bean und Stephen Graham (der Vater aus "Adolescence"). Ich finde, beide spielen grandios. Ich bin zwar erst bei der zweiten Folge, sitze aber ganz gebannt vor dem Fernseher. Meine Erkenntnis schon nach den ersten Minuten: ein Gefängnis ist ein furchtbarer Ort.
Menschen sind ein Naturprodukt. Farbliche Abweichungen sind unbedenklich.
Es ist wirklich ein Jammer, dass die Fähigkeit zu Sprechen scheinbar nicht an die Fähigkeit zu Denken geknüpft ist.
Die 37 Dokus finde ich auch meist sehr gut und deswegen habe ich einen weekly timer eingerichtet. Das Problem ist nur, ich komme mit dem Gucken nicht hinterher. Seufz. Ich bekenne mich des Hortens von Serien, Filmen und Reportagen auf unserer Festplatte. Alles ausgewählt und für sehenswert befunden - falls mal schlechte Zeiten kommen oder ich im Krankenlager auf dem Sofa sieche und zu nix anderem fähig bin.
Und BBC-Serien sind auch was für mich, immer her damit!
Vielleicht kennen manche von euch den Film "Zirkus ist nich" aus dem Jahr 2007. Es gibt eine leider ebenfalls ziemlich deprimierende Fortsetzung: "Zirkus is nich: Dominik und die Suche nach der verlorenen Kindheit"
Die Schlussworte des Ehepaares das sich in der "Arche" engagiert, machen mich sehr traurig, aber offenbar sind diese Zustände den Menschen in unserem Land wirklich egal.
Auch der Film von 2007 ist in der Mediathek zu sehen. Die Autorin begleitet den damals 8-jährigen Dominik durch sein Leben in Armut und als "Betreuer" seiner kleinen Schwester. Der Film schlug damals hohe Wellen (geändert hat sich allerdings nichts, außer dass wir uns an die Zustände gewöhnt haben). Im zweiten Film erfahren wir, wie Dominiks Leben sich weiter entwickelte (leider inklusive behördlichen Totalversagens, obwohl die öffentliche Anteilnahme an ihm groß war).
Zwei wirklich erschütternde und aufrüttelnde Filmdokumentationen. Leider lassen wir uns nicht genug "aufrütteln".