Zitat von BBlueVelvet im Beitrag #96Sorry aber das muss jetzt mal raus: männlicher Mitteilungsdrang oder wenn Männer viel reden ist nicht automatisch Mansplaining. Mansplaining ist, wenn ein Mann einer Frau ungefragt Dinge erklärt, davon ausgehend, dass sie darüber wesentlich weniger weiß als er, meistens auf herablassende Art und Weise. Was eben nicht immer stimmt.
Habe gerade nochmal etwas in diesem schönen Strang gestöbert. Für das, was du beschreibst, fällt mir eine Figur aus dem wunderbaren Buch "Radio Heimat" von Frank Goosen ein, der von allen so genannte "Laberfürst". Das war ein älterer Mann aus dem Ruhrpott-Umfeld, in dem Goosen aufwuchs, den man überall traf, auf dem Fußballplatz, im Kleingartenverein und natürlich in der Kneipe, und der immerzu geredet hat. Aber eben nicht auf eine Mansplaining-Art, sondern weil er halt so ein unstillbares Mitteilungsbedürfnis hatte, und im Grunde wohl auch ein sehr einsamer Mensch war, ohne Familie etc. Und seine "Opfer" waren Frauen wie Männer. Wenn ihr Spotify o.ä. habt, hört mal rein!
In meinem Umfeld gab es früher auch solche "Babbelköppe" oder "Schlächtschwätzer", wie man auf Hessisch sagt. Das Comedy-Duo "Badesalz" hat ihnen in einigen Sketchen ein Denkmal gesetzt.
Back to topic. Noch ein interessantes Hobby, mit dem ich mal am Rande zu tun hatte und wo ich sogar auf einigen sehr spannenden Auktionen war: alte emaillierte Reklameschilder sammeln. Das war faszinierend, einerseits diese teilweise wirklich tollen, oft großformatigen Kunstwerke aus massivem Metall zu bewundern (es waren manchmal namhafte Künstler, die diese Schilder entwarfen) und andererseits die Preise, die dafür aufgerufen wurden. Für ein seltenes, makellos erhaltenes, über 100 Jahre altes Werbeschild werden heute locker mehrere tausend Euro bezahlt.
Ja, diese Schilder haben schon was. Ich erinnere mich an Erzählungen von älteren Sammler/innen von so genannten "Scheunenfunden", also Schildern, die irgendwo in einer Scheune, auf einem Dachboden, in einem Keller oder Lagerräumen einer Firma herumlagen. Früher konnte man, wenn man so etwas entdeckte, das den Bauern bzw. Hausbesitzer/innen für einen Zwanzigmarkschein "abschwätzen", weil diese froh waren, den alten Plunder loszuwerden. Das muss sehr abenteuerlich gewesen sein und ein großer Glücksmoment für die Sammelwütigen.
Inzwischen sind einige der Stücke schon durch viele Hände und Auktionen gegangen und haben enorme Wertsteigerungen erfahren. Einige wurden wohl auch, wie man so zwischen den Zeilen heraushören konnte, irgendwann mal bei Nacht und Nebel einfach abgeschraubt. Das Schöne an diesen Objekten ist ja, dass sie meist sehr robust sind.
Ich weiß noch, in meiner Kindheit sah man noch vereinzelt diese Schilder im ländlichen Raum an Scheunenwänden etc. Keine der herausragenden Kunstwerke, die man heute in Auktionskatalogen bewundern kann, eher so Standard-Massenware wie das rautenförmige blaue Afri-Cola-Schild, auch das bekannte "Bechts Öl" in Grün-Gelb an einem Kaufmannsladen in meinem Heimatort oder an Tankstellen bzw. in Werkstätten irgendwelche Werbung für Motorenöle oder Varta-Batterien. Vielleicht erinnert ihr euch noch daran?
Auch das ist ein Grund, weshalb ich mir manchmal eine Zeitmaschine wünsche, damals (also ich meine in den 70er und 80er-Jahren) konnte man noch viel besser auf Jagd nach schönen alten Dingen gehen, nicht nur Schilder, auch andere Antiquitäten, Bauernmöbel etc. Vieles wurde ja auch achtlos weggeworfen oder zum Sperrmüll gestellt. Heute, spätestens seit "Bares für Rares" und dem Internet, wissen wohl Alle um den Wert.
Ja, genau. Becht`s Oel "Spezial S". Leber-, Magen-, Galle-freundlich. Scheint sehr weit verbreitet gewesen zu sein, dieses Schild. Ebenso die berühmte "Persil-Dame", aber die hab ich leider nie bewusst im authentischen Umfeld an einer Wand gesehen, nur auf Auktionen. Oder als grauenvolle, billige Replik aus Kunststoff, das war ja auch mal eine Weile ziemlich angesagt in Schnickschnack-Läden.
Ich sehe es gerade vorm geistigen Auge, an einer dunkelbraunen Holzschuppenwand :) Den Untertitel hätte ich jetzt allerdings nicht mehr zusammengekriegt.
Die Persil-Dame habe ich vor ein paar Jahren in Hamm an einer großen öffentlichen Uhr gesehen (so ein Werbe-Uhrtürmchen). Und ich habe die Blechdose, die es vor einigen Jahren mal anlässlich eines Jubiläums zu kaufen gab. Plastik geht an der Stelle gar nicht.
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Freunde von mir machen LARP Live Action Roll Play. Ich habe das auch schon gemacht und es macht mir Spaß. Leider muss ich aber meistens arbeiten, wenn die Termine dafür angeboten werden. Ich selbst mache noch Pen and Paper Rollenspiel. Das bekannteste davon ist wohl Dungeons and Dragons, es gibt aber auch zahllose Varianten. Ich kenne einige davon. Ansonsten trommle ich in einer Gruppe. Ich spiele Djembe, Conga, Basstrommel (TomTom) und Percussion.