Die einfachere Variante ist 6 Monate wo Überwintern und die Base in Deutschland zu behalten. Mein Vater hat das so gemacht, vor allem im Winter ausserhalb Europas. Ich hab aber auch gesehen, so arg lang geht das nicht unbedingt. 5-10 Jahre, jetzt würde er es nicht mehr schaffen. Vor der Rente "leben" ist auch nicht verkehrt und meine Mutter kam da nie hin.
@Nocturna Sehe ich auch so, ist aber unter den Bedingungen besser möglich, die du aufzählst: Kinderlos und zur Miete. Obwohl abgezahltes Eigentümer ja noch besser wäre. Ich persönlich würde meine Kinder und Enkel vermissen.Mehr Familie hab ich eigentlich gar nicht mehr.
Zitat von Nocturna im Beitrag #825[...] dass eine temporäre Auswanderung nach Beginn des Ruhestand die beste Option ist.
So gehen die Einschätzungen auseinander. Denn für mich wäre das die denkbar schlechteste Variante: Zweimal entwurzeln, zweimal neue Kontakte aufbauen (inklusive Ärzte), zweimal Umzug bezahlen, zweimal neu einrichten, etc. ...
Zitat von Nocturna im Beitrag #825Wohnung mieten, anmelden und gut ist es.
Dein Optimismus in allen Ehren, aber ich bezweifle, daß das so einfach ist, dann eine bezahlbare Wohnung in der Nähre von Ärzten und Einkaufsmöglichkeiten zu finden. Hier (nein, nicht München, sondern Kleinstadt in BW) absolut illusorisch, der Markt ist seit Jahren leergefegt. Disclaimer: Natürlich findet man bei den üblichen Plattformen Inserate - aber die eine Hälfte der Wohnungen sind Löcher, die man seinem schlimmsten Feind nicht wünscht und die anderen sind zentral gelegen und hübsch eingerichtet, aber dann mit Mieten, bei denen ich mich frage, wer das bezahlen kann. Nennt sich dann "Monteurswohnung" und verbreitet sich gerade wie die Pest (da gilt nämlich der Mietspiegel nicht).
Aber jede Entscheidung findet ihre Änhänger und so lange die Entscheidung für einen selber paßt, ist ja alles in Ordnung.
Es wäre schon viel geholfen, wenn jeder einfach "nur" seine Arbeit machen würde, aber die wirklich großartigen Dinge auf dieser Welt geschehen nur, weil jemand mehr tut, als er muss.
Zitat von Bri-Eule im Beitrag #829So gehen die Einschätzungen auseinander. Denn für mich wäre das die denkbar schlechteste Variante: Zweimal entwurzeln, zweimal neue Kontakte aufbauen (inklusive Ärzte), zweimal Umzug bezahlen, zweimal neu einrichten, etc. ...
Deine Einwände sind valide, aber wahrscheinlich haben wir jeweils andere Szenarien vor Augen. Ich sehe ein Ehepaar, dass sich erstmal selbst genügt in Punkto Außenkontakte. Wenn dann Kontakt gewünscht wird, dann ist bei einer temporären Auswanderung nicht so sehr die einheimische Bevölkerung im Focus, sondern die deutsche Community vor Ort, wie z.B. in Kroatien, Spanen, Türkei reichlich vorhanden. Ich sehe die 5-10 Jahre quasi als verlängerten Urlaub an, ähnlich Camper, welche die Welt bereisen, aber nirgendwo wirklich Wurzeln schlagen.
Zitat von Bri-Eule im Beitrag #829Dein Optimismus in allen Ehren, aber ich bezweifle, daß das so einfach ist, dann eine bezahlbare Wohnung in der Nähre von Ärzten und Einkaufsmöglichkeiten zu finden.
Das ist der Knackpunkt, den man im Auge haben muss. Wer in Metropolregionen (hier ist das quasi ganz Oberbayern) zurückgehen will wegen Famile oder alten Kontakten, hat diese Probleme. Ein Kleinstadt im Hinterland mit halbwegs guter Infrastruktur wäre besser. Die gibt es immer noch in Deutschland, ist aber dann tatsächlich ein echter Neuanfang. Natürlich verbessert eine solide finanzielle Lage alle Bedingungen. Ein Beamtenehepaar im gehobenen/höhreren Dienst könnte sich solche Pläne (Ausland und zurück) jederzeit leisten, andere gar nicht, andere wiederum manche müssen genau rechnen und planen.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Es wäre schon viel geholfen, wenn jeder einfach "nur" seine Arbeit machen würde, aber die wirklich großartigen Dinge auf dieser Welt geschehen nur, weil jemand mehr tut, als er muss.
Ich meine, dass man nicht zuviel für die Rente planen soll, weil man nicht weiß, ob man dahin kommt. Meine Mutter sagte ein paar Mal:"Wenn ich in Rente bin, möchte ich am Meer leben". Sie ist mit Mitte 50 gestorben, mit ungefähr 30 eingezahlten Jahren.
Bin froh, dass ich in meinen jungen Jahren ans Meer gezogen bin, würde es immer wieder tun. Je ne regrette rien 😉...
Und wenn doch auch egal, dann geht man wieder zurück, stelle ich mir aber in späteren Jahr viel schwieriger vor. Ist sicher auch Typsache.