Zitat von BBlueVelvet im Beitrag #642 Also immer schön fragen, ob es ein Kataster gibt.
Für Kroatien ist es öffentlich übers Internet einsehbar. Man kann auch über eine Karte das Grundstück suchen und sieht direkt, wem es gehört, samt Adresse, ev. Schulden, Belastungen durch Kredite, Baulasten, ob noch ein Verfahren zur Legalisierung läuft, etc.
A reader lives a thousand lives before he dies... The man who never reads lives only one. George R. R. Martin
Zitat von Allemann im Beitrag #648 In Spanien sind die Mietverträge zur Zeit 5 Jahre, da darf der Vermieter das erste Mal kündigen. Tut er es nicht, verlängert sich der Vertrag um 3 Jahre. Danach muss ein neuer Vertrag gemacht werden und der Vermieter darf verlangen was er will (regional unterschiedlich). Außerdem repariert dir keiner was oder nur widerwillig, je schwieriger der Markt, umso mehr wirst du allen gelassen. Ich musste z. B. ein uraltes Klo selbst reparieren, und das wurde schon notdürftig vom Vormieter repariert.
Nach 6 Monaten jederzeit, manchmal mit einer Entschädigung für jedes unerfüllte Jahr, hatte ich aber nur unter 1 Jahr, wenn ich also unter 1 Jahr wieder ausgezogen wäre, hätte ich 150 € oder so zahlen müssen.
Viele Vermieter sind auch froh, wenn sie problemlose, gutzahlende Mieter haben, denn häufiger Mieterwechsel nutzt doch die Häuser oder Wohnungen schneller ab.
Der Europäische Gerichtshof hat festgestellt, dass ein absolutes Kaufverbot von Inmobilien auf den kanarischen Inseln heutzutage nicht rechtlich ist.
In turistischen Gegenden könnte dies eventuell vereinzelt der Fall sein, um der für den Turismus arbeitenden Bevölkerung Wohnraum zu gewähren. Aber heutzutage sind die Inselhauptstädte nicht davon betroffen.
Ende der sechziger und Anfang der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts durften die Ausländer pro Person nur drei Immobilien erwerben, also ein Ehepaar bis zu sechs Objekte.
Ich glaube, diese Regelung wurde inzwischen abgeschafft. Ein ausländischer Nachbar hat noch mehr Objekte.
Und gerade sind über 33 Prozent aller Immobilien, grosse Hotelanlagen inclusive, in ausländischer Hand.
Was zukünftig sein wird, weiss man nicht, aber das Europaparlament hat immer noch ein Mitspracherecht bei politischen Entscheidungen.
Linixia, das ist ausserhalb von D, glaube ich, gar nicht mal so unüblich. Hier in AUS sind Mietverträge normalerweise für 12 Monate max. und werden dann jeweils verlängert. Ist aber machbar, wenn der Vermieter ok ist, ich miete (noch) die gleiche Wohnung seit 18 Jahren. Abwarten, was sich nächstes Jahr tut, ich hab grad nochmal für ein Jahr verlängert.
Das liegt zumindest hier in AUS (oder auch in UK, soweit ich weiss) daran, dass Mieten nicht die Tradition hat wie in D, zB. Gemietet wurde entweder als Übergang oder von sozial schwachen Leuten. Ich hab auch den Eindruck, dass bislang viele Mieter nicht das Verhältnis zur Mietwohnung hatten, wie ich das aus D kannte, dementsprechend wenig hat man sich um die Wohnung gekümmert. Zumal man als Mieter hier keinerlei Reparaturen oder Verschönerungen machen darf. Dafür ist der Vermieter zuständig. Vermieter sehen ihre Mietobjekte gerne als Investment, als Abschreibungsmodell, als Zubrot zur Rente. Wenn man das Glück hat, an einen privaten Vermieter zu kommen, hat man schonmal Glück (so wie ich), die grossen Investoren gehen nur auf viel Einnahmen bei wenig Ausgaben.
Das Ganze ändert sich aber langsam, dadurch dass sich immer weniger Leute eine Immobilie leisten können wird mehr gemietet und so langsam steigen die Rechte der Mieter auch. Man hat jetzt auch gesetzlich festgelegt, dass Immobilienbesitzer im Land leben müssen (was viele chinesische Investoren ärgern wird).
Kaufen kann ich hier knicken, bei den Immobilienpreisen. Ausser ich gewinne im Lotto. Da hätte ich vor 25 Jahren gleich zugreifen müssen, aber da hatte ich kein Budget dafür.
"We can, in fact we must, continue to fight to make everything about society better, without destroying what's already great." Carrick Ryan, Australian political commentator
"We are all just walking each other home." Ram Dass, writer
Zitat von macaronesia im Beitrag #655Viele Vermieter sind auch froh, wenn sie problemlose, gutzahlende Mieter haben, denn häufiger Mieterwechsel nutzt doch die Häuser oder Wohnungen schneller ab.
Der Europäische Gerichtshof hat festgestellt, dass ein absolutes Kaufverbot von Inmobilien auf den kanarischen Inseln heutzutage nicht rechtlich ist.
In turistischen Gegenden könnte dies eventuell vereinzelt der Fall sein, um der für den Turismus arbeitenden Bevölkerung Wohnraum zu gewähren. Aber heutzutage sind die Inselhauptstädte nicht davon betroffen.
Ende der sechziger und Anfang der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts durften die Ausländer pro Person nur drei Immobilien erwerben, also ein Ehepaar bis zu sechs Objekte.
Ich glaube, diese Regelung wurde inzwischen abgeschafft. Ein ausländischer Nachbar hat noch mehr Objekte.
Und gerade sind über 33 Prozent aller Immobilien, grosse Hotelanlagen inclusive, in ausländischer Hand.
Was zukünftig sein wird, weiss man nicht, aber das Europaparlament hat immer noch ein Mitspracherecht bei politischen Entscheidungen.
Echt ?
Ich las gerade in irgendeinem Kanaren -Magazin, dass das eingeführt werden soll.
Und gibt es nicht auf Malle schon Begrenzungen ?
Aber wäre ja gut, wenn nicht.
Wir würden in die Hauptstadt wollen, keinesfalls Retourten-Touri -Gebiete. Das wäre mir ein Graus
Hier in Berlin die Wohnung zu verlieren, wäre der GAU, auch für Gutverdiener. Es gibt schlichtweg nichts, außer ein paar völlig überteuerte Butzen, die sie , trotz Wohnraummangel , nicht los werden Wer kann schon sein gesamtes (Durchschnitts) Gehalt für die Miete ausgeben ?
Und auch vor 20 Jahren haben wir ein halbes Jahr gesucht, bis wir was passendes hatten.
Ich kenne jemand, der aus den USA zurück kam, und zum verrecken nichts fand. Die war schon drauf und dran , nach Asien weiter zu ziehen. Letztendlich hat sie in einer unattraktiven Gegend was zur Untermiete bekommen.
Linixa, sehr viel besser sieht es hier auch nicht aus, mit Mietraum. Es wird zwar grad gebaut wie bloed, aber doch eher Eigentumswohnungen. Hier leben zB in manchen Gegenden wie zB Byron Bay mehr Frauen in Autos und Zelten als man so glaubt. Ich waere auch sehr dafuer, air bnb mehr zu reglementieren. Aber das fuehrt in diesem Strang wohl leicht ins OT. Ausser in dem Punkt, dass sich Neueinwanderer dessen bewusst sein sollten.
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Glaube nicht, dass sich das durchsetzt. Einschränkungen ja, aber dass (EU) Bürger nicht kaufen können, nie im Leben, vielleicht für 2. Wohnsitz Einschränkungen, als Resident sicher nicht. Aber deswegen ist langfristig Mieten einfach nicht attraktiv, der Spanier kauft (ich auch). Ist nicht anders wie in Australia, nur dass der Mieter selbst reparieren "darf".
Allemann, was Du mit dem Klo schriebst, hieß aber, dass der Vermieter sich nicht kümmerte, und Du das deshalb selbst machen musstest?
Klempner gibt es doch schon ?
Wir hatten vor Jahren mal einen Wasserkesselschaden im Ferienaopartment, um Mitternacht 🙄, da kam der Vermieter direkt am nächsten Morgen mit jemand, der das richtete.
Die sagen gleich dein Problem. Klar, aber den zahle ich für "alles was kaputt geht in der Wohnung". Außer bei Struktur, z B. Wenn es von oben tropft oder reinregnet. Ferienapartment ist was ganz anderes, da kann man sich mit einer schlechten Meinung (mir fällt das deutsche Wort nicht ein) die Vermietung versauen. Es gibt auch Vermieter, die bei Langzeitmiete Heizkessel ersetzen (ich), rechne aber allgemein nicht mit Vermieterrundumservice wie in Deutschland. Je mehr Nachfrage im Gebiet, desto mehr ist das so in.
Zitat von Allemann im Beitrag #662Die sagen gleich dein Problem. Klar, aber den zahle ich für "alles was kaputt geht in der Wohnung". Außer bei Struktur, z B. Wenn es von oben tropft oder reinregnet. Ferienapartment ist was ganz anderes, da kann man sich mit einer schlechten Meinung (mir fällt das deutsche Wort nicht ein) die Vermietung versauen. Es gibt auch Vermieter, die bei Langzeitmiete Heizkessel ersetzen (ich), rechne aber allgemein nicht mit Vermieterrundumservice wie in Deutschland. Je mehr Nachfrage im Gebiet, desto mehr ist das so in.
Ist schon klar, dass Ferienapartment was anderes ist.
Ist natürlich ärgerlich, aber wenn es so ist, ist es halt landestypisch so.
Vermieterrundumservice in D. gibts es auch nicht mehr so, wie Du es vielleicht in Erinnerung hast. Wir haben eine teure Wohnung, trotzdem sitzen wir jeden Winter mal eine Woche ohne Heizung da, weil die Therme ausfällt und der Vermieter sich nicht kümmert. Die Bodenkacheln im Bad und Küche waren mal so marode, das man sich dran hätte schneiden können. Interessierte den Vermieter nicht. - Da ist mein Vater tätig geworden und hat die ausgewechselt.
Will sagen, das ist auch hier sehr vom Vermieter abhängig.
Danke, ereS - leider ohne Untertitel, für mich so gut wie nicht verständlich (SRF).
Und es ging doch eigentlich nicht um Pflege im Ausland (*), sondern um Auswandern im (noch) fitten Gesundheitszustand.
(*) Dass das ein riesiger Markt dort ist, ist klar - das könnte man sehr kontrovers diskutieren.
Virginia, Gisèle, Collien, danke für euren Mut! 🌹
************************************ Moderatorin in der Pandemie und Politik, bei der Nachhaltigkeit, beim Sozialen Engagement und den Festen, bei Klatsch & Tratsch, im Persönlichkeits-, Erziehungs-, Baby-, Familien- und Trauerforum, im Glücklicher leben, bei den Angehörigen, in der allg. Gesundheit, der Kindergesundheit und bei den Krebserkrankungen, in den Krisenbeziehungen, bei den Hobbies, der Photographie und bei den besonderen Ernährungsformen.
@Analuisa Den Untertitel kann man einstellen, ganz unter auf den Untertitel drücken, erscheint Deutsch aus, dann nach unten anklicken und automatisch ist der Untertitel da.
Danke, liebe macaronesia - die Funktion kenne ich eigentlich, hatte jetzt nur nicht daran gedacht.
Ich werd' mir die Sendung jetzt trotzdem nicht angucken, weil ich mehrere derartige Videos gesehen haben und sie sich irgendwo alle gleichen.
Überhaupt scheint das Thema voll im Kommen zu sein. Gestern lief auf Arte eine Reportage über ein 5-Sterne-Hotel in Tunesien, in dem alte, teils dementiell erkrankte, jedenfalls pflegebedürftige Franzosen und Französinnen von jungen Tunesierinnen gepflegt wurden - zu Preisen, wie sie in Frankreich in einem üblichen Altenpflegeheim fällig würden. Und das mit 1:1 Betreuung 😮 Tunesien hat den Vorteil der gemeinsamen Sprache mit Frankreich.
Vielleicht geht die Entwicklung ja insgesamt dahin, dass mehr und mehr Entwicklungs- und Schwellenländer diesen Wirtschaftszweig für sich entdecken und wir aus den vergleichsweise reichen, westlichen Ländern unsere Alten zunehmend dorthin zwecks Versorgung exportieren. Neokolonialismus auf andere Art.
Aber wie gesagt, wenn man dieses Phänomen intensiver diskutieren wollte, bräuchte man dafür einen eigenen Strang.
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Zitat von ereS im Beitrag #664was interessantes zum thema
Ich habe das Video komplett angesehen, seitdem habe ich eindeutig Fortschritte im Schweizer Dialekt gemacht. Klingt nett irgendwie . Nach dem Video war ich glatt versucht in meiner Patientenverfügung einen Passus reinzuschreiben, dass man mich im fortgeschrittenen Fall einer Demenz nach Thailand bringen möge. Nachdem ich aber dort noch nicht mal in Urlaub war, sollte ich das erst mal in Angriff nehmen.
Ich habe diese Pflegeeinrichtungen bisher für eine Randerscheinung gehalten, aber Seniorenbetreuung ist in Thailand scheinbar groß im Kommen. Und dem Schlusswort der Reporterin konnte ich einiges abgewinnen: "ich möchte eigentlich bei meiner Familie alt werden, aber wenn einen Körper und Geist im Stich lassen, braucht man Hilfe. Vielleicht findet man diese zuhause, vielleicht muss man aber weit reisen, damit es zu den eigenen Bedürfnissen und den finanziellen Möglichkeiten passt."
Abgeschoben oder gut betreut ist hier die Preisfrage. Das kann man wohl nur individuell beantworten. Wenn es bereits früher eine Affinität zu Reisen, fernen Ländern und anderem Klima gegeben hat, ist das im Pflegefall bestimmt eine Überlegung wert.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
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Zumindest in unserer Gegend sind die Rentner nicht das Problem, die haben gerne ihre eigenen, ruhigen Ecken. Die Digitalnomads schon eher. Die zahlen dann gerne mal 2.000 € für ne 2 Zimmerwohnung. Dazu gehört aber auch ne völlig unfähige Regierung. Für Langzeitvermietung zahlt man zwar 50-70% weniger Steurn auf die Mieteinnahmen , aber wer als Mieter seinen Job verliert und z.B. Kinder hat, darf auf unbefristete Zeit unbezahlt drin bleiben, und das machen auch viele. Der Staat schiebt die Verantwortung auf die Vermieter ab, der Vermieter vermietet nur noch monateweise, da gilt die Regelung nicht, da sind digital nomads praktisch. Es ist fast unmöglich eine Langzeitmietwohnung zu finden.
Zitat von Linixia im Beitrag #670Das findet in Trend-Städten wie Berlin doch genauso statt. Geht also nicht nur in eine Richtung.
Was meinst du mit "in eine Richtung"?
Doch, es geht in eine Richtung; reiche/ wohlhabende Menschen aus finanzkräftigeren Ländern bedrängen den Wohnungsmarkt an für sie attraktiven Orten, sodass Einheimische das Nachsehen haben.
Ich wollte damit nicht aussagen, dass dies eine Spezialität von Deutschen sei - auch wenn Deutsche in den meisten Ländern der Welt die bessere Kaufkraft haben. In dem von mir genannten Beispiel ging es vorrangig um US-Amerikaner:innen in Portugal.
Virginia, Gisèle, Collien, danke für euren Mut! 🌹
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@Allemann - nur um Missverständnisse zu vermeiden: wenn ein Mieter mit Kindern seinen Job verliert, muss er bei einem Langzeitvertrag keine Miete mehr zahlen?
Sorry, nein, man darf nicht rausgeschmissen werden, die Schulden häufen sich offiziell an. Wer aber immer unter der Pfändungsgrenze bleibt, wird nie zur Kasse gebeten, und der Vermieter sieht sein Geld nie.
Der Staat zahlt Sozialhilfe, etwa soviel wie in Deutschland, aber die Miete wird nicht übernommen.
Danke, Allemann, für die Präzisierung. Aber das kommt ja fast aufs Gleiche raus. Auch wenn ich die Intention verstehe, ist das für den Vermieter heftig! Da verstehe ich, warum lieber befristet vermietet wird!