Wenn du in den Park Terra Nostra gehst, dann brauchst du möglichst ein Fahrzeug, zahlst Eintritt 17,50 €/Pensionäre ab 65 Eintritt 14,50 €. Und wie du schon schreibst, wie häufig macht man das. Wandern, spazieren gehen, schwimmen, radfahren. Auch wenn es Busverbindungen gibt, doch die fahren nicht überallhin. Also entweder Mietwagen oder Taxi.
Oder man kauft sich ein Haus, mit Einliegerwohnung und vermietet diese. Aber will man das als Rentner? Putzen, Waschen zusätzlich zum eigenen Haushalt? Man kann sicher die kleineren Inseln nebendran erkunden, dann entweder per Flugzeug oder Fähre.
Sollte man sich mit dem Gedanken tragen, auszuwandern, würde ich die Aufenthalte monatsweise bis zu drei Monaten zu allen Jahreszeiten testen.
Schon mancher ist selbst nach längerer Zeit vom Bodensee geflüchtet, da gerade in Herbst bis Frühjahr der Nebel einen gehörig anstrengen kann. Da fährt man auch nicht in Nebelphasen stets ins Hinterland, um dem Nebel zu entfliehen.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Zitat von Sariana im Beitrag #501Wenn du in den Park Terra Nostra gehst, dann brauchst du möglichst ein Fahrzeug, zahlst Eintritt 17,50 €/Pensionäre ab 65 Eintritt 14,50 €. Und wie du schon schreibst, wie häufig macht man das.
Da bin ich im Pool gesessen. Und an meinem 60. war ich in der Poça da Dona Beija. Wirklich schön und eine tolle Erinnerung. Und ja, ich denke wir sind uns einig, die Einmaligkeit solcher Aktionen machen oftmals den höchsten Reiz aus. Beim fünfzehnten Mal Baden ist es sicher auch noch schön, aber garantiert nicht mehr ungewohnt und aufregend. Es sei denn ein Fernsehteam würde mich interviewen und ich würde Eindruck schinden wollen.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Zitat von ereS im Beitrag #495auch nach dem auswandern hat man ja einen haushalt zu fuehren, nichtstun bezieht sich da vermutlich nur auf nicht mehr zu arbeiten
Naja, für mich (!) ist "Haushalt führen" halt ein normaler Teil des Lebens, wenn man irgendwo fest wohnt ... das wäre mir (!) zu wenig i.S.v. "ich habe zu tun". Wenn ich mir vorstelle, ich leben möglicherweise noch 30 Jahre in Rente und habe dann nicht mehr als Haushalt und Freizeit - das wäre nichts für mich, ein bisschen "mehr" dürfte es sein. Aber das wäre sicher ein schönes Thema für einen eigenen Strang, sorry für ot.
es steht einem frei, sich auch in einem fremden land zu engagieren, sei es als leseoma oder im tierschutz oder hier
moeglichkeiten der beschaeftigung gibt es ueberall
und man knuepft ja auch vor ort sozialkontakte und unternimmt dinge, und nimmt an veranstaltungen teil, oder macht dort im fremden land auch mal urlaub, um das land naeher kennenzulernen was ja auch sinn macht, und in einem land mit niedrigen lebenshaltungskosten ist das auch finanziell machbar
alone we can do soo little together we can do so much
Was macht ein Rentner in Deutschland mit seiner Zeit? Der muss sich das doch auch überlegen. Nicht alle haben Kinder und Enkel um sich oder das als Erfüllung.
Ich lebe ca. die Hälfte meines Lebens in meiner Wahlheimat, die Betonung liegt auf Wahl. Meine Heimat ist ein Dorf, wenn du da nicht dem angepassten Bild entsprichst, bist du eh aussen vor. Man geht also dahin wo man meint, es passt besser zu einem, und sei es lieber am Strand als im Wald zu laufen.
Es ist nicht wie früher, die Interessen ändern sich, klar, auch der Alltag kehrt ein, auch klar, aber man fühlt sich halt wohler. Ich habe hier nie das Gefühl gehabt, Monate auf einen Urlaub hinzufiebern, ich finde Strandurlaub total langweilig. Man fängt an azyklisch zu leben im Vergleich zu den Touristen. Man geht lieber in der Nebensaison an den Strand, im Sommer gehe ich nur abends. Man geht bei Pepe essen, nicht in der Tourigasse, und wenn das Wetter schlecht ist, was solls dann gehe ich nächste Woche oder wenn ich Bock habe, ich lebe ja da. Das Flair, das Licht, die Gassen, das Ambiente draußen. Ich laufe manchmal viele km, um genau das auf mich einzuwirken, und das wenn ich will, nicht im Urlaub in ein paar Monaten. Die Partyzeit ist vorbei, aber ich liebe immer noch , dass das Leben draußen stattfindet. Ich arbeite, aber fast jedes Wochenende und viele Abende fühlen sich wie Urlaub an. Ich will hier nicht weg. 😀
Im Urlaub gehe ich in der Regel nicht in Lokale, Cafés, die von Touristen direkt frequentiert werden. Mir genügen die "Touristen", bin ja selbst eine Touristin, die mir beim Frühstück und Abendessen im Hotel über den Weg laufen. Bin ich irgendwo neu, erkunde ich erst einmal die Gässchen, dort finde ich in der Regel immer ein Café, ein Bistro, eine Bar, die von Einheimischen frequentiert wird. Obwohl ich überwiegend "Bahnhof" verstehe, genieße ich es für mich zu sein und das Treiben zu beobachten.
Ich fahre außerhalb der Saison, April/Mai oder September/Oktober, gefällt mir gut, entspannt. Ab und zu treffe ich bei meinen Strandwanderungen alle halbe Stunde mal jemanden. Im Hinterland meist nur die Bewohner, die im Garten wuseln oder ein Schwätzchen mit den Nachbarn abhalten. In Bus oder Zug kaum Touristen, die meisten sind mit dem Mietwagen unterwegs.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Das sollte wirklich Jedem bewusst sein, der im Alter auswandert, dass man sich um seine Alltagsgestaltung kümmern muss. Genauso wie in D, nur dass man in D wahrscheinlich eher über das Angebot informiert ist und der Zugang leichter ist.
Daran ist ja auch der Plan meiner Mutter, die mit Partner in der Rente (sie war noch jünger, grad 60, er 67) nach Portugal ging, gescheitert. Als das Häuschen renoviert war, hat er gemerkt, dass man nicht den ganzen Tag Kreuzworträtsel machen kann oder im Hafen sitzen. Ihm fehlte seine Stammkneipe, sein Tennis, sein altes Umfeld. Sie hätte gerne weitergemacht, da sie sich auch mit den Dorfbewohnern gut verstand und zufrieden war, mit Garten, Strand und Klönschnack über den Zaun. Zu lesen war genug da und TV gabs auch. Im Prinzip war ihr Leben auch so in D, sie brauchte nie viele Leute um sich. Aber sie hat sich nicht getraut, allein weiterzumachen, nachdem er die Koffer gepackt hatte. Was im Nachhinein auch gut war, denn kurze Zeit später wurde mein Bruder in D schwer krank und starb und zwei Jahre danach wurde meine Mutter ziemlich krank, da bezweifle ich, dass sie das im Ausland gepackt hätte. Andererseits - wer weiss, ob sie dort krank geworden wäre. Weiss man ja nie.
Aber ärztliche Versorgung wäre für mich das Wichtigste. Das hält mich auch hier in der derzeitigen Situation davon ab, weiter raus aufs Land zu ziehen. Australische Freunde sind jetzt mit Mitte 60 an einen Traumort gezogen, relativ leere Gegend östlich von Melbourne, Naturschutzgebiet, Traumstrände und viel, viel frische Luft. Aber bis man da mal bei einem Arzt ist, das dauert. Muss man mögen. Theater und Museen würden mir wohl nicht so sehr fehlen, das mach ich ja auch hier nicht jeden Monat. Aber die Grundversorgung sollte schon da sein.
"We can, in fact we must, continue to fight to make everything about society better, without destroying what's already great." Carrick Ryan, Australian political commentator
"We are all just walking each other home." Ram Dass, writer
Zitat von Analuisa im Beitrag #492Also - die Sendung fand ich ja etwas flach. Da wurde einem mehrfach vorgerechnet, wie günstig man doch auf den Azoren oder in Südafrika einkaufen könne. Kein Wort darüber, dass das was mit wirtschaftlicher Ungleichheit zu tun hat, von der deutsche Auswanderer profitieren und die Menschen vor Ort ein ganz anderes Lohnniveau haben. Aber gut, es ist RTL, was will man da erwarten.
Kein Schnee, kein Frost, den ganzen Tag Nichtstun und billig einkaufen. Das Land, in dem die Protagonistinnen gelandet waren, schien mehr oder weniger Zufall zu sein.
Naja, der Beittrag richtet sich ja an deutsche Zuschauer. Dass das für Einheimische anders aussiehht, ist klar.
Aber wie kommt man bloß auf die Idee, in ein Land wie Südarfika auszuwandern, bei der Kriminalität ?
Zitat von ereS im Beitrag #495auch nach dem auswandern hat man ja einen haushalt zu fuehren, nichtstun bezieht sich da vermutlich nur auf nicht mehr zu arbeiten
Naja, für mich (!) ist "Haushalt führen" halt ein normaler Teil des Lebens, wenn man irgendwo fest wohnt ... das wäre mir (!) zu wenig i.S.v. "ich habe zu tun". Wenn ich mir vorstelle, ich leben möglicherweise noch 30 Jahre in Rente und habe dann nicht mehr als Haushalt und Freizeit - das wäre nichts für mich, ein bisschen "mehr" dürfte es sein. Aber das wäre sicher ein schönes Thema für einen eigenen Strang, sorry für ot.
WAs hindert einen daran, sich sozial zu engagieren ? Dann lernt man auch Leute kennen.
Wir denken ja bekanntlich an eine Auswanderung nach Spanien später, in Rente.
Nun habe ich leider eine neue Hürde entdeckt...... Ich gucke immer mal wieder Angebote für richtige Wohnungen (nicht Ferienwohnungen), und mir ist nun aufgefallen, dass fast überall Haustierhaltung verboten ist, das Angebot gestern schnurrte auf gerade mal 4 Wohnungen runter.
Verwundert mich, denn wenn man da so durch die Gegend läuft, sieht man , dass viele Haushalte Katzen haben ?!
Ist das ein allgemeines Problem in Spanien, oder nur in diesem Portal ? Sintonia , magst DU was dazu schreiben ?
Zitat von ereS im Beitrag #503ich wuerde niemals nicht, dauerhaft auf einer insel leben wollen, und sei sie auch noch so schoen
Das sag mal den Briten und Australiern. Nein, im Ernst, ich weiß natürlich, was du meintest: eine kleinere Insel.
So ganz überzeugt bin ich aber nicht, wenn ihr sagt, es muss doch als Ausgewanderte auf alle Fälle langweilig sein. Auf den Azoren: ja, überzeugt. Teneriffa: weiß nicht. Spanien, Südafrika, Kroatien, Bulgarien - hm, kommt drauf an.
Nochmal meine Frage, die ich schon weiter vorne gestellt hatte: was könntet ihr im Auswandererland eurer Wahl, also das, was ihr euch realistisch vorstellen könnt, nicht machen, was ihr zu Hause macht? Abgesehen von Familie. Das ist immer ein Argument, aber nicht jeder hat Familie. Wer eine große hat und viel Kontakt, wird wahrscheinlich eh nicht auswandern, also das meine ich nicht.
Bei uns würde mein Mann 4 x die Woche golfen, der wär schon versorgt. Das ist was, was er hier bei weitem nicht so oft macht, wie er wollte. Zum einen wegen seines Berufes (den gäbs ja dann nicht mehr in der jetzigen Form) zum anderen wegen des Wetters. Das ideale Golf Wetter gibt’s hier selten und im Wetter geht sogar viele Wochen und Monate gar nichts.
Ich würde mir Kontakte zu Deutschen vor Ort suchen, gibt immer Clubs etc., meine Ehrenämter weiter online ausüben und mit meinem Mann das Land erkunden. Damit wär ich beschäftigt, mehr brauche ich nicht. Vielleicht würde ich doch trotz jahrelangen Sträubens mit Golf anfangen, wer weiß.
Wenn ich so richtig Lust auf Schokolade habe, esse ich anstatt der Schokolade eine Banane. Dann eine Paprika, einen Apfel, Reiswaffeln, Naturjoghurt, eine Gurke und dann die Schokolade.
BBlueVelvet, ich denke, es ist ein Unterschied, ob man mit oder ohne Partner auswandert. Mit Partner und eben einer zweiten Rente/Einkommen könnte ich mir sogar die Azoren, Hauptinsel, vorstellen, denn dann könnte man unter Umständen ein kleines Haus mit Garten mieten. Es käme auch darauf an, welche Interessen ein Paar hat. Ich bin lediglich von meiner Situation ausgegangen und da käme, nicht nur wegen der Familie, die ich habe, sondern auch mit dem finanziellen Background keine Auswanderung in Frage.
Kroatien: Freunde leben in einer schönen Ecke, vor 20 Jahren ausgewandert, Firma aufgebaut, der Seniorchef (Ü70) ist nur noch Frühstücksdirektor. Aber ... seit seiner schweren Erkrankung pendeln er und seine kroatische Frau, die lange in Deutschland gelebt und gearbeitet hat, seit knapp 10 Jahren aufgrund der medizinischen Versorgung zwischen HR und D. Das Wetter mit Bora und Jugo muss man auch mögen und vertragen.
Ansonsten wüsste ich kaum etwas, was ich nicht in einem anderen Land auch machen könnte, solange ich mobil bin und wäre. Okay, Kultur würde mir ggf. etwas fehlen, denn ich gehe lieber in Konzerthäuser als zu streamen.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Ich finde das super, wenn Leute so viel Mut haben, im Rentenalter ins Ausland zu gehen. Für mich wäre das aber nichts.
Vor allem aus finanziellen Gründen nicht. Wir haben hier ein eigenes Grundstück, mit ausreichend Nebengelass und Platz für Hobbys, Garten etc., und das vor vielen Jahren ein Schnäppchen war. Außerdem haben wir einen Gemüsegarten zur Pacht, den wir irgendwann abgeben werden, war ebenfalls ein Schnäppchen und genau das Richtige. Der Plan ist, das Grundstück, wo wir wohnen, irgendwann zu teilen. Dann werden wir hier immer noch ein kleines Häuschen mit ein bisschen Garten drumherum haben, altersgerecht. All das würden wir heutzutage weder hier, noch im Ausland finden. Und ja, für uns ist es wichtig, immer was zu tun und zu werkeln zu haben. Den Schrebergarten geben wir irgendwann ab. Hier, wo wir wohnen, haben wir viele Möglichkeiten kultureller Art und eine grüne Umgebung. Man kann eigentlich alles mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen.
In unserem diesjährigen Urlaub von 3 ½ Wochen wurde mir klar, dass Langzeiturlaube nichts für mich sind. Mir fehlen da ganz viele Betätigungsfelder, und meinem Mann ebenso. Gut, es lag auch daran, dass mein Laptop kaputtgegangen war und wir den Aufwand einer Reparatur im Urlaub nicht haben wollten. Hätten wir viel Geld, würden wir sicher öfter in den Urlaub fahren, aber nie länger als drei Wochen.
Über mein Hobby habe ich ganz viele Bücher zu Hause, ich muss in keine Bibliothek fahren, wenn ich etwas nachlesen möchte. All das irgendwohin in die Ferne überführen zu lassen, entfällt wohl auch. Und die Drehmaschine, die mein Mann im Keller hat? War auch ein Schnäppchen und sowas ist nicht immer zu haben. Ähnlich ist es mit meinen Büchern, da sind seltene, wichtige Exemplare darunter, nach denen ich lange gesucht habe und die ich gebraucht relativ günstig erwerben konnte. Unser Zuhause ist hier. Und natürlich ist es uns wichtig, nicht zu weit entfernt von Kindern und Enkelkindern zu wohnen.
Apropos Inseln: Ich liebe Inseln, für Urlaubsaufenthalte. Wenn ich mich mal an blauem Meer sattsehen und Ruhe haben möchte – aber nicht auf Dauer. Auf einer Insel könnte ich mir aber vorstellen, zumindest zeitweise zu leben: Capri. Auf einem der höher gelegenen Teile der Insel, nicht dort, wo sich die Tagesausflügler tummeln. Die Insel hat ganzjährig ein gutes Klima, man kann da auch gut wandern, auch anspruchsvoll, was wir noch gar nicht richtig entdecken konnten. Die Ausblicke aufs Meer, das Licht sind ein Traum. Es gibt dort wunderschöne Gärten, gar nicht so ordentlich, eher verwunschen. Man käme ohne Auto aus, was mir auch wichtig wäre. Die Höhenunterschiede, die dort bewältigt werden müssen, halten die Inselbewohner fit. Es fahren aber auch Busse. Allerdings habe ich nicht nach Immobilien dort geschaut. Nicht mal, um nur zu träumen. Da wäre wohl ein Riesen-Lottogewinn nötig. Also bleibt es beim Gedankenexperiment.
Zitat von Linixia im Beitrag #508Aber wie kommt man bloß auf die Idee, in ein Land wie Südarfika auszuwandern, bei der Kriminalität ?
Das kommt doch sicherlich darauf an, wo man sich niederlässt und in welche Gegenden man seinen Fuß setzt, vermute ich mal? Wer sich in einer gated Community niederlässt, Taxi fährt und nur durch die Märkte bummelt, wo viele Weiße einkaufen, dürfte relativ sicher sein.
Auch in New York gibt es Viertel, die man abends allein als weiße Frau eher nicht besuchen sollte. Insofern gehe ich davon aus, dass es beispielsweise in Kapstadt mit seinen 5 Mio Einwohner genug Ecken gibt, die entweder brandgefährlich sind oder eben der gehobenen Klasse zugerechnet werden können, in der man ungeniert essen, einkaufen oder einem gutbürgerlichen Leben nachgehen kann.
Ich habe mal längere Zeit auf Instagram einem Deutschen zugesehen, der täglich aus Kapstadt von seinem längerem Aufenthalt berichtet hat. Tatsächlich war ich recht beeindruckt, schöne Restaurants und Sehenswürdigkeiten, bunte Streetfoodmärkte mit phantasievollen vegetarischen Gerichten, angenehmes Klima. Seitdem ist Kapstadt auf meiner Liste der Städte aufgetaucht, die man mal besuchen könnte. Klar ist, dass es auch die anderen Viertel gibt, aber ich fahre ja auch nicht in die Stadt XY ins Bahnhofsviertel um mich unter Drogenabhängige zu mischen.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Hhm..... Eine Bekannte war nur mal 2 Wochen in Urlaub in SA, und hatte da schon lebensgefährlichen Situationen, mehrere. Einfach mal verfahren, vom Weg Flughafen - Air BNB, und schon in einem gruseligen Viertel.
In der Unterkunft mal nachts Anruf der Besitzerin, sie solle ihre Tür abschließen, da Einbrecher im Haus seien......
Bunte schöne Märkte gibt es auch in anderen Ländern......
@BBlueVelvet das einzige was mir fehlt, ist kultur gerade so kleinere konzerte oder veranstaltungen von regionalen kuenstlern, das ist das was mir immer fehlt ansonsten rein gar nichts, was ich im ausland nicht haben kann
alone we can do soo little together we can do so much
Südafrika ist wunderschön, aber in urbanen Regionen tatsächlich quasi überall gefährlich. Man bewegt sich von sicherer Hotellobby per Auto zum bewachten Parkplatz des Restaurants. Nach Einbruch der Dunkelheit ist es nirgends sicher. In Kapstadt fährt man abends zu V&A Waterfront, das ist der Vergnügungsdistrikt, der sicher ist. Es schließen auch viele Geschäfte um 18 Uhr, auch damit die Mitarbeiter einigermaßen sicher nach Hause kommen.
Selbst in Port Elizabeth wurden wir dringend davor gewarnt, nach Einbruch der Dunkelheit noch unterwegs zu sein.
In Kapstadt gibt es halt soviel Deutsche und Deutschstämmige, das man in seiner Bubble gut klarkommen kann. Und mit finanziellen Ressourcen in Deutschland kann man dort schon komfortabel leben, ein Hausmädchen und nen Gärtner haben. Man muss halt mit den Einschränkungen klar kommen, die die hohe Kriminalität mit sich bringt.
Zitat von Linixia im Beitrag #509WAs hindert einen daran, sich sozial zu engagieren ? Dann lernt man auch Leute kennen.
Es ging mir um die Aussage i.S.v. schönes Wetter, nix tun und alles billig - das fand ich (für mich) halt zu wenig als Grund zum Auswandern.
Naa, wenn man Rentner ist, ist man Rentner, hier wie da. Und macht was, oder gammelt nur noch rum , je nach persönlichem Bedarf. Da aber beides bei gutem Wetter und der Möglichkeit, den ganzen Tag outdoor zu sein, statt 9 Monta im Jahr bei miesem Wetter zuhause zu sitzen.
Ja. Klar. Und ich schrieb eben, dass ich (!) rumgammeln auch bei gutem Wetter öde finde - ich weiß gar nicht, was daran so schwer zu verstehen ist. Kann doch jeder machen, wie er will.
Zitat von Linixia im Beitrag #508Naja, der Beittrag richtet sich ja an deutsche Zuschauer. Dass das für Einheimische anders aussiehht, ist klar.
Eben deshalb. Weil er sich an deutsche Zuschauer richtet, hätte ich etwas Kontext gut gefunden, die Einheimischen wissen das sowieso, dass sie, jedenfalls die meisten, nicht denselben Lebensstandard haben wie die Zugewanderten.
Ich habe das Video gerade nebenher nochmal laufen lassen, weil es ja schon ein paar Tage her ist, dass ich es gesehen habe. Immer wieder wird erwähnt: Das-und-das kostet hier soundsoviel, in Deutschland wäre das mindestens soundsoviel. Gut, das kommt meist von den portraitierten Damen selber, aber die Kommentatorin hätte ja mal ein paar Informationen liefern können. Der Subtext aller drei Beiträge ist nach meiner Wahrnehmung, teils wird es direkt gesagt: In Deutschland ist ja alles sooo teuer geworden, und gerade Frauen haben ja meist sooo wenig Rente, jammerjammer, da bleibt einem ja kaum was anderes übrig (letzteres hat niemand gesagt, aber es geht in die Richtung). Die bedauernswerten Deutschen, die ja so arm sind, dass sie auswandern müssen, um ihre Existenz zu sichern. Und dass das so rüberkommt, liegt nicht an den portraitierten Frauen, von deren Lebenswegen man relativ wenig erfährt, sondern an RTL.
Zitat von Sariana im Beitrag #499Ich habe mir nur einen Teil des Videos angesehen, da war ich eigentlich schon bedient. Wo ich mich ein wenig auskenne ist Portugal, inklusive Hauptinsel Azoren sowie Madeira und die Nachbarinsel Porto Santo.
Ich finde es unter anderem fatal, wenn sich bei den Reportagen herausstellt, dass die Auswanderung schon Jahre her ist und Eigentum erworben wurde. [...]
Die Arbeitslosigkeit ist bei den jungen Menschen bis etwa Mitte/Ende 20 relativ hoch, deshalb versuchen es viele auf dem Festland. Sowohl auf dem Festland als auch auf den Inseln ist zu mietender Wohnraum sehr eingeschränkt und teuer. Wer es sich leisten kann, auch mit Unterstützung der Ausgewanderten, kauft, renoviert und baut an/um, gerade so wie Geld vorhanden ist.
In dem vorletzten Kommentar darunter (von vorgestern) steht: In Südafrika muss man als Rentner mindestens 2.000€ monatliche Rente nachweisen, sonst gibt es keine Daueraufenthaltsgenehmigung. Also nix von wegen "Maßnahme gegen Altersarmut".
Zitat von BBlueVelvet im Beitrag #496Das ist aber in vielen Urlaubsländern der Deutschen so gewesen und ist es noch. Zuerst Spanien und Portugal, dann Thailand, Dominikanische Republik etc., wir hatten es ja schon mal davon. Die andere Seite ist natürlich, dass das Land von den Urlaubern auch wirtschaftlich profitiert.
Ist mir klar, die Ambivalenz ist mir bewusst.
Das finde ich auch im Urlaub schwierig, aber da sage ich mir: Ich bin hier für einen begrenzten Zeitraum, nicht auf Dauer. Und ich bin, u.a. auch aus diesem Grund, eine Selten-Urlauberin.
Zitat von Analuisa im Beitrag #492 [...] Das Land, in dem die Protagonistinnen gelandet waren, schien mehr oder weniger Zufall zu sein.
Zufall würde ich nicht sagen, aber die Länder, in die man mit Rentenbeginn auswandert, werden eben so ausgesucht, dass sie den eigenen Wünschen größtmöglich entgegenkommen.
Was ich mit "Zufall" meinte muss ich besser erklären.
Ich meinte nicht, dass die Frauen gewürfelt hätten. Was ich ausdrücken wollte, ist: Sie haben das Land gewählt nach bestimmten persönlichen Kriterien: Klima, Kosten, vielleicht noch praktische Gründe wie ärztliche Versorgung, Erreichbarkeit, Sprache ... was weiß ich, aber sie haben das Land offenbar (jedenfalls wird nichts dazu gesagt) nicht gewählt, weil sie irgendetwas an diesem bestimmten Land besonders interessiert, seine Kultur, seine Geschichte, seine Geographie, seine Menschen.
Und nochmal zu dem hier:
Zitat von Analuisa im Beitrag #492 Kein Schnee, kein Frost, den ganzen Tag Nichtstun und billig einkaufen.
Das meinte ich tatsächlich gar nicht als Kritik an den Frauen, sondern an der Art der Darstellung. Wie gesagt, viel erfahren wir ja nicht über ihre Art zu leben.
Zitat von Nocturna im Beitrag #500Ich frage mich, wie lang der Reiz einer traumhaften Umgebung anhält.
Das auch.
Zitat von Linixia im Beitrag #509WAs hindert einen daran, sich sozial zu engagieren ?
Nichts natürlich. Sagt ja niemand, dass das nicht ginge.
Zitat von Linixia im Beitrag #516Da aber beides bei gutem Wetter und der Möglichkeit, den ganzen Tag outdoor zu sein, statt 9 Monta im Jahr bei miesem Wetter zuhause zu sitzen.
Man muss auch in D nicht neun Monate im Jahr zuhause sitzen. Und ja, ich mag's auch lieber warm, aber als Hauptgrund zum Auswandern wäre mir das zu wenig.
Zitat von ereS im Beitrag #519@BBlueVelvet das einzige was mir fehlt, ist kultur
Wo fehlt dir das? In D oder im Ausland/ in welchem Ausland?
Gerade Kultur ist doch etwas, was es überall gibt (dachte ich jedenfalls)?
Virginia, Gisèle, Collien, danke für euren Mut! 🌹
************************************ Moderatorin in der Pandemie und Politik, bei der Nachhaltigkeit, beim Sozialen Engagement und den Festen, bei Klatsch & Tratsch, im Persönlichkeits-, Erziehungs-, Baby-, Familien- und Trauerforum, im Glücklicher leben, bei den Angehörigen, in der allg. Gesundheit, der Kindergesundheit und bei den Krebserkrankungen, in den Krisenbeziehungen, bei den Hobbies, der Photographie und bei den besonderen Ernährungsformen.
Ich greife Südafrika nochmal auf - während meiner Reise dort habe ich und meine Freundin eine Dame besucht - gute Freundin ihrer Eltern - schon im Rentenalter. Die ist jetzt nicht in der Rente dorthin ausgewandert - sondern wurde beruflich entsendet und ist geblieben nachdem sie in Rente gegangen ist.
Das war schon verführerisch, was wir da erlebt hatten - schöner Bungalow, Pool, gepflegter Garten, großzügige Wohnsituation, meiner Erinnerung nach (ich könnte nachgucken) lebte sie in Simonstown bei Kapstadt. Sehr viele Deutsche - man konnte quasi die deutsche Fußpflegerin haben, deutsche Bäckerei, deutscher Arzt.
Nur - hinter der verführerischen Fassade hat sie eben auch berichtet: Das Haus ist rundherum von einer hohen Mauer umgeben, Stacheldraht drauf, Glasscherben dazu auf der Mauerkrone. Stahlgitter vor allen Fenstern. Sie hat ne "Maid", früher lebte die im Haus (das ist in Südafrika üblich gewesen), inzwischen kommt die aber nur noch täglich - es ist der Dame zu gefährlich, jemanden im Haus zu haben - es war zu der Zeit häufig der Fall, daß die im Haus lebenden Angestellten Tips an Einbrecher gegeben haben und quasi von innen heraus Zugang geschaffen haben.
Unternehmungen finden nur bei Tageslicht statt. Und die Lebenshaltungskosten sind auch damals schon massiv gestiegen - Ausländer profitieren auf Reisen oder bei einer Auswanderung natürlich von der höheren Kaufkraft ihres Kapitals - aber Südafrikaner können sich vieles kaum noch leisten.
Auf dem Land (Farm in der Umgebung von Outshoor) standen dagegen wirklich die Türen offen oder der Schlüssel lag unter der Fußmatte.
Autos haben fast immer eingebaute GPS-Ortung, weil Diebstähle, Carjacking etc. so häufig sind.
Eine andere Familie im Bekanntenkreis hätte auch beruflich nach Johannesburg ziehen können - nach dem Probebesuch (sie waren vorher häufig da - aber dieses Mal eben mit Blick auf eine potentielle Umsiedelung) haben sie davon Abstand genommen. Wohnen für Mitarbeiter in einem quasi hochgesicherten Wohnkomplex, natürlich mit Checkpoint bei der Einfahrt, jede Wohnung mit Stahltüren und Mehrfachschlössern, und zwischen Wohn- und Schlafbereich nochmal eine Stahltür mit separater Schließung. Auch hier - Stahlgitter vor den Fenstern mit "Einstiegsschutz" und Schneidschutz (da wird ein Stahlstab mit einem beweglichen Stahlrohr überzogen, so kann man nicht mit einer Stahlsäge dran, weil sich das Rohr dann immer dreht).
Die Freundin wollte diese Art Abschottung nicht mit 2 kleinen Kindern leben.
Ja, Johannesburg geht gar nicht, da will keiner hin. Ist aber auch 1.400 Kilometer oder 15 Stunden Autofahrt von Kapstadt weg.
Zitat von Analuisa im Beitrag #522 … Ich habe das Video gerade nebenher nochmal laufen lassen, weil es ja schon ein paar Tage her ist, dass ich es gesehen habe. Immer wieder wird erwähnt: Das-und-das kostet hier soundsoviel, in Deutschland wäre das mindestens soundsoviel. Gut, das kommt meist von den portraitierten Damen selber, aber die Kommentatorin hätte ja mal ein paar Informationen liefern können. Der Subtext aller drei Beiträge ist nach meiner Wahrnehmung, teils wird es direkt gesagt: In Deutschland ist ja alles sooo teuer geworden, und gerade Frauen haben ja meist sooo wenig Rente, jammerjammer, da bleibt einem ja kaum was anderes übrig (letzteres hat niemand gesagt, aber es geht in die Richtung). Die bedauernswerten Deutschen, die ja so arm sind, dass sie auswandern müssen, um ihre Existenz zu sichern. Und dass das so rüberkommt, liegt nicht an den portraitierten Frauen, von deren Lebenswegen man relativ wenig erfährt, sondern an RTL.
Das findest du bei den ÖR genauso, finde ich. Das Thema Altersarmut, egal ob gefühlt oder tatsächlich, scheint Einschaltquoten und Clicks zu generieren. Ist auch immer für Empörung gut. Der arme Rentner, der Flaschen sammeln muss, um sich auch mal nen Liter Milch kaufen zu können. Besonders bei den Frauen kann man immer gut sagen „jahrezehntelang gearbeitet, nur 623 Euro Rente, mimimi“. Da würde ich mir wirklich von den Reportern mal wünschen, dass man etwas genauer nachfragt. Macht RTL nicht und die ÖR auch nicht.
ZitatIch habe mir nur einen Teil des Videos angesehen, da war ich eigentlich schon bedient.In dem vorletzten Kommentar darunter (von vorgestern) steht: In Südafrika muss man als Rentner mindestens 2.000€ monatliche Rente nachweisen, sonst gibt es keine Daueraufenthaltsgenehmigung. Also nix von wegen "Maßnahme gegen Altersarmut".
Da hast du recht. Ich meine, mich an 2.300 Euro erinnern zu können, wobei das anscheinend sowohl für eine Einzelperson als auch für ein Paar zusammen gilt. Ist auch logisch, dass sie niemanden wollen, der arm ist, sie wollen ja von dessen Kaufkraft profitieren. Aber was bei dem Bericht über Annette in Südafrika hinzukam: zumindest da, wo sie lebte, muss man für 180.000 Euro Anteile kaufen. Die bekommt man angeblich zurück, wenn man wieder auszieht, fragt sich nur, wie sich das rechnet.
Zitat von BBlueVelvet im Beitrag #496Das ist aber in vielen Urlaubsländern der Deutschen so gewesen und ist es noch. Zuerst Spanien und Portugal, dann Thailand, Dominikanische Republik etc., wir hatten es ja schon mal davon. Die andere Seite ist natürlich, dass das Land von den Urlaubern auch wirtschaftlich profitiert.
Ist mir klar, die Ambivalenz ist mir bewusst.
Das finde ich auch im Urlaub schwierig, aber da sage ich mir: Ich bin hier für einen begrenzten Zeitraum, nicht auf Dauer. Und ich bin, u.a. auch aus diesem Grund, eine Selten-Urlauberin.
Ja, okay, ich kann da stärker auch die Vorteile sehen. Steuern muss das das Land natürlich selber, aber aus Armut ist auch selten was Gutes erwachsen. Vielleicht bin ich auch ein bisschen geprägt von unserem Aufenthalt in Sri Lanka. Mus Mitte der 80er gewesen sein. Da haben uns so viele gefragt, wie es uns gefiele und wenn wir ehrlich sagten „ganz toll“ dann haben sie uns alle, alle gebeten, das allen zu sagen, die wir kennen, wenn wir wieder zuhause sind. Sie bräuchten den Tourismus ganz dringend und das war wahr, konnte man überall sehen. Würden wir alle zuhause bleiben, hätten die es noch schwerer. Aber gut, bei der Reiselust der Deutschen ist das nicht abzusehen, dass das so wäre.
Wenn ich so richtig Lust auf Schokolade habe, esse ich anstatt der Schokolade eine Banane. Dann eine Paprika, einen Apfel, Reiswaffeln, Naturjoghurt, eine Gurke und dann die Schokolade.
Zitat von frangipani im Beitrag #507Aber ärztliche Versorgung wäre für mich das Wichtigste. Das hält mich auch hier in der derzeitigen Situation davon ab, weiter raus aufs Land zu ziehen. Australische Freunde sind jetzt mit Mitte 60 an einen Traumort gezogen, relativ leere Gegend östlich von Melbourne, Naturschutzgebiet, Traumstrände und viel, viel frische Luft. Aber bis man da mal bei einem Arzt ist, das dauert. Muss man mögen. Theater und Museen würden mir wohl nicht so sehr fehlen, das mach ich ja auch hier nicht jeden Monat. Aber die Grundversorgung sollte schon da sein.
Das halte ich auch für Wahnsinn. Im Alter ist man sehr fix mal auf Ärzte angewiesen, ggf. auch sehr dringend, beim Herzinfarkt etc.