Zitat von Hobbitfrau im Beitrag #25Eine Zeit lang dachte ich, für sie mit zu denken, zu helfen, aktiv zu werden wäre richtig. So quasi, beim kleinen Kind ist das wichtig, dann eben beim alten, "unvernünftigen" Menschen auch. Nee.
Das wäre dann der Fall, wenn er dement wird, also nicht mehr für sich entscheiden kann. Aber im Moment kann er das ja noch.
In the future, there is a small, quiet room that is just yours, where you are safe and you are free. In that room your shoulders will finally start to come down from around your ears. Nobody can come into that room unless you let them. In that clean quiet place, you will work and you will study. You will love and you will heal. I know this is true because I am there with you. We are there together because you saved us. You saved us because you were brave and because you never stopped believing in that room. See you there, Your Future Self
Im Falle meines Vaters haben wundersamer Weise Nachbarn ihm recht bald eine Haushaltshilfe empfohlen. Die war und ist ihm so sympathisch, dass sich viele Sorgen erledigt hatten. Ich besuche ihn einmal pro Woche 1-2 Stunden zu einer festen Zeit. Das hat sich bewährt, da wird alles besprochen wenn es was zu erledigen gibt. Ältere Menschen mögen gerne feste Termine, meine Erfahrung jedenfalls. Gibt Struktur im Alltag.
——————————————————————————————————— Die Dinge sind nie so, wie sie sind. Sie sind immer das, was man aus ihnen macht. (Jean Anouilh)
Annilein, auf so ein wundersames Ereignis warte ich :) Da hast du ja Glück gehabt - und er auch.
Ach ich weiß auch nicht, gerade wird mir alles etwas zu viel. Nun hat auch noch die Schwiegermutter nach einer Op ein heftiges Delir entwickelt und es geht ihr gar nicht gut. Was da noch kommt ...
Menschen können nicht irgendein Leben führen, sondern nur ihr eigenes. Remo Largo
Liebe Hobbitfrau, auch mein Vater ging so plötzlich, dass nicht mehr alles gesagt werden konnte. Das beschäftigt mich auch oft. Ich bedaure das, aber "Schuld" (schreckliches Wort) empfinde ich nicht. Die vielen Gedanken, besonders nachts, das kenne ich nach dem Tod auch. Ich wage mal zu sagen: Das ist normal. Es ist natürlich anstrengend, klar. Deshalb heißt es ja auch Trauer-"Arbeit". Das kostet richtig Körner. Wichtig finde ich, dass du merkst, wenn dir alles zuviel wird. Dann gilt es, sich um sich selbst zu kümmern. Zu wenig Schlaf ist so schädlich. Und der Stimmung auch nicht gerade zuträglich. Bitte, pass gut auf dich auf!
_____________________________________ Ich bin Karla48 aus dem alten Brigitte-Forum.
Nun hat es bald auch die Schwiegermutter geschafft.
Es sieht so aus, dass sie zuhause sterben darf. Sie wird gut palliativ versorgt und die Mitarbeiterin, die hierfür immer erreichbar ist, meinte heute, dass sie in der letzten Phase sei.
Ich wünsche ihr, dass sie ein friedliches, leichtes Hinübergleiten hat 🕯️
Dass jetzt beide Mütter sterben müssen - manchmal bleibt mir die Luft weg.
Menschen können nicht irgendein Leben führen, sondern nur ihr eigenes. Remo Largo
Liebe Hobbitfrau, das ist eine heftige Situation, wenn die Eltern so schnell nacheinander sterben. Du hast den Tod deiner Mutter noch so präsent und musst dich nun auf die Schwiegermutter konzentrieren. Ich wünsche euch ein sanftes und gutes Abschiednehmen. Es ist schön, dass deiner Schwiegermutter ein Sterben zuhause ermöglicht werden kann. Das wünschen sich Viele und es kommen nicht alle dazu.
Zu deinen Gedankenkreiseln - das ging mir auch so, nachdem meine geschiedenen Eltern innerhalb von einem Jahr starben. Durch die Umstände blieb Einiges ungesagt. Ich erinnere mich, dass ich in einer Nacht, als ich nicht schlafen konnte und die Gedanken Karussell fuhren, aufgestanden bin und an Jeden einen Brief geschrieben habe, mit allem, was mir auf der Seele lag. Das Meiste war nicht so schön, aber musste raus. Und weil ich grad in Schwung war, hab ich meinem Bruder, der vor 20 Jahren starb, auch noch einen Brief geschrieben. Danach konnte ich schlafen.
Die Briefe hab ich in einem Umschlag in der Schublade gehabt und ein Jahr später ungelesen vernichtet.
Alles Gute.
"We can, in fact we must, continue to fight to make everything about society better, without destroying what's already great." Carrick Ryan, Australian political commentator
"We are all just walking each other home." Ram Dass, writer