Fanta, ist es eine Möglichkeit, dass du beide an den Tisch rufst zu einer Aussprache? Und selber unbeteiligt, aber deeskalierend und unparteiisch moderierst? Oder würde dein Mann das ablehnen/sabotieren?
Zitat von Marta-Agata im Beitrag #50 Und ja, der Sohn sollte ausziehen, das wäre doch vom Grundsatz her die beste Lösung.
Aber auch das würde nichts ändern an der Tendenz des Mannes, die Schuld für was auch immer grundsätzlich bei anderen zu suchen. Das ist ein sehr unangenehmer und auch unreflektierter Charakterzug: es sich einfach machen, um sich ja nicht mit dem eigenen Verhalten, der eigenen Unzulänglichkeit auseinandersetzen zu müssen.
Warum sollte sich der Sohn quasi rausekeln lassen? Und das, ohne im Vorfeld den Vater zu konfrontieren?
Einen Familienrat, im Rahmen dessen Fanta die moderierende Rolle hat, fände ich nicht gut. Weil die Mutter nie und nimmer eine neutrale Haltung einnehmen könnte - das liegt in der Natur der Sache. Ich denke, das würde erst recht für Fronten sorgen. Zwei gegen einen ...
@FantaMandarine, Du schreibst zwar, dass Du hier viele Denkanstöße erhältst, aber ich fände es hilfreich, zu wissen, welche Dir sinnvoll bzw. nicht praktikabel erscheinen. Das würde auch den Diskussionsverlauf vereinfachen, denke ich.
Zitat von Skala_Rachoni im Beitrag #52Fanta, ist es eine Möglichkeit, dass du beide an den Tisch rufst zu einer Aussprache? Und selber unbeteiligt, aber deeskalierend und unparteiisch moderierst? Oder würde dein Mann das ablehnen/sabotieren?
Das ist eine schlechte Idee. Ich bin keine neutrale Person und weder Vater noch Sohn möchten das.
Zitat von FantaMandarine im Beitrag #45Sohn ist immer noch stinksauer. Heute morgen konnte er nicht reagieren, weil er weg musste.
Inzwischen ist er wieder zu Hause und guckt seinen Vater mit dem ....nicht an. Vermitteln soll ich nicht, ich habe extra gefragt.
Mein Mann hat mich angesprochen, ob ich wüsste, wieso Eiszeit herrscht.
Ich habe das bejaht, aber klar gesagt, dass ich mich nicht einmischen soll. Wenn er wissen möchte, was los ist, soll er mit dem Kind reden. Ohne mich in der Nähe.
Das nimmt er mir jetzt übel. Es geht in die befürchtete Richtung, dass ich irgendwas tue, was das Verhalten beeinflusst. Sohn würde sich stellenweise wie ich benehmen. Klar, Kinder kommen selten nach Fremden. Ich streite das gar nicht ab.
Jedenfalls hängt jetzt der Haussegen schief.
1. du musst deinem Mann nichts sagen- gerade wenn du dich raushalten willst- ist das in meinen Augen ok. Meine Aussage wäre dann "es geht um ihn, dann sprich mit ihm!".
2. Dass dein Mann nun seinen Ärger auf dich legt- ist blödsinnig- wieso fragt er nicht den Sohn? Hier stellt sich die Frage, wie oft du als Vermittler generell zwischen den beiden stehst?
3. Sollte das so sein, hat möglicherweise jeder von beiden immer wieder das Gefühl, dass es Fusionen mit den "zwei anderen" gibt- sehr sehr ungut! Dein Mann fühlt sich - evtl dadurch- auch ausgebootet- und wenn seine Art weniger gut zum Sohn passt als deine (ungewollt geschehen)- kann ein Gefühl von "zurück gesetzt" aufkommen.
4. Wenn dein Mann so hinter dem Sohn herschnüffelt- auch die Frage, warum dein Sohn ihn nicht anspricht? Wieso "la Mama" erzählen und jammern- statt sich an die richtige Adresse zu wenden? (offenbar auch das so eingespielt......?) kein guter Boden für ein gutes Vater-Sohn-Verhältnis
5. Das mit der Kamera ist nicht schön- man muss deshalb aber auch kein Fass aufmachen (meine Meinung). Dein Mann will mehr wissen und ist neugierig- geht natürlich zu weit- aber meine Güte, dann muss eben mal deutlich GEREDET werden oder auch mal geplärrt.......und gut ist. Sollte dein Mann immer so sein, wird er sich nicht ändern- wenn es nur die Angst vor Verlust ist......muss er lernen damit umzugehen. Nix Schlimmes, aber kann man draus machen- wie nun geschehen.
6. mach dir bitte klar Fanta, dass du eine ganz maßgebliche Rolle einnimmst, wenn du dich als Zuhörerschaft anbietest. Nichts dagegen zu sagen, dass man es sich anhört- aber DANN gehört es auch dem Vater gesagt. Alles andere ist nur ein ungutes Spiel, bei dem dein Sohn jetzt mit dir fusioniert. "Sag dem Vater nix"- ist eine Ansage, die man eben ablehnen muss- oder man muss gleich sagen "erzähl mir nichts mehr", was du nicht wollen wirst. Aber es stellt sich schon die Frage, warum du mit einem Mann kein Team bildest.......daher ist auch kein Miteinander möglich - danach klingt es für mich zumindest nicht.
Das ist ein ganz ungutes System. Sohn ärgert sich, erzählt es Mutter (die froh ist, dass Sohn vertrauen hat und stellt sich dabei auf seine Seite/gegen den Vater) und macht sein Machtspiel daraus, indem er schweigt. Vater bekommt nur die schweigende Ablehnung ab- Frau sagt nichts, nur dass sie den Grund weiß- Fusion- und bleibt mit seinem Gefühl von "ich erfahre nichts" noch tiefer zurück. Sohn hat viel Macht. Mutter hat Macht. Vater will Macht haben und nutzt alle Wege.....um dann doch am Sohn zu scheitern, der von der Mutter gestärkt wird.......
Anders gefragt- wie lange ist das schon so, dass alle nur über dich miteinander reden? Du hast von Augenhöhe gesprochen zu deinem Sohn- mag sein, aber zu deinem Mann scheinst du sie nicht zu haben........ruckzuck sind wir bei allem in deiner Ehe ;-)
Ich stimme Kenzia zu. Der Vater hat nicht richtig gehandelt. Aber indem der Sohn mit Dir ein "Bündnis" bildet (Dir gegenüber drückt er seinen Ärger aus, aber dem Verursacher gegenüber nicht), entsteht ein Ungleichgewicht der Kräfte.
Mit Verlaub: dass man als Familienmitglied innerhalb einer verfahrenen Situation in der engsten Familie keine "neutrale" Person sein kann, finde ich völlig normal, denn mit jedem einzelnen verbinden einen doch tiefste Gefühle und vielleicht auch Verständnis für den Blickwinkel der anderen, wenn auch vielleicht nur Verständnis für einen Teilaspekt (während man einen anderen Teilaspekt womöglich nicht für richtig erachtet).
Trotzdem darf (und ich finde: sollte) jeder einen eigenen Standpunkt haben und den in deeskalierendem Ton auch äußern dürfen.
Hat dein Mann eigentlich überhaupt verstanden, wo die neue "Eiszeit" zwischen ihm und eurem Sohn begann?
Ich frage nur, weil ich mir durchaus vorstellen könnte, dass dein Mann, wenn eurer Sohn es ihm gegenüber gar nicht angesprochen hat, vielleicht nicht mal mitgeschnitten hat, dass der Sohn die Neueinstellung der Kamera mitbekommen hat...
In dem Fall fände ich die Aufforderung "sich herauszuhalten" = dem Partner nicht mal sagen zu dürfen, woher der Wind weht, dir gegenüber ehrlich gesagt ziemlich unfair, denn dadurch müsstest du deinen Mann quasi im Regen stehen lassen, weil er sich in einer ohne verfahrenen Situation nicht erklären kann, was diesmal falsch gelaufen ist.
Das bedeutet ja nicht, dass man ebenso der Meinung ist, dass der "Kamera-Trick" ein probates Mittel zur Beantwortung eigener Fragen ist, die man entweder nicht offen stellen mag oder von denen man weiß, dass sie nicht beantwortet würden.
Ohne dir zu nahe treten zu wollen und im Hinblick darauf, dass wir uns ja gar nicht kennen und sich hier jede aus den gegebenen Informationshäppchen ein eigenes -möglicherweise völlig falsches- Kopfkino zusammenbastelt:
mir kommt der Schilderung nach der Sohn ziemlich unreif und ohne Blickwinkel dafür vor, dass auch die "Erzeugerfraktion" Gefühle hat und menschlich reagiert.
Klingt jetzt vielleicht hart, aber wenn ich mir vorstelle, dass der Sohn sich (regelmäßig und stundenlang am Streifen?) mit Kopfhörer in sein Zimmer zurück zieht und damit "taub und blind für die Welt" ist, finde ich es jetzt nicht so verwunderlich, dass ein Elternteil womöglich noch nach mehrmaligem Anklopfen im Zimmer steht, weil sonst keine Kommunikation möglich ist.
In einer Familie lebt man halt anders zusammen, als in einer Zweck-WG und geht entsprechend auch anders miteinander um. Und um diese Tatsache zu sehen und in einem ruhigeren Moment auch zu akzeptieren, sollte ein fast 20jähriger durchaus in der Lage sein.
Immer davon ausgegangen, dass man sich gegenseitig Gutes will, wenn auch der jeweils andere unter "gut" etwas anders verstehen mag.
Der sehr kurzen Beschreibung nach hätte ich eher den -womöglich völlig falschen- Eindruck, dass der Sohn zwar die Annehmlichkeiten von "Hotel Mama (und Papa)" gern annimmt, jedoch ansonsten seine Ruhe haben und möglichst nicht "belämmert" werden mag und er eventuell unwirsch oder ablehnend reagiert, wenn ihm etwas nicht passt.
Und sei es die "Forderung" ein Verhalten an den Tag zu legen, welches bei Licht besehen nicht viel Anstrengung oder über den eigenen Schatten spingen erfordert (in diesem Fall ein Geschenk rechtzeitig weiterzugeben) oder dem anderen schlüssig und klar in freundlichem Ton zu vermitteln, warum man das nicht möchte und nicht tun wird.
Dass dieses Ignoriert- und Ausgeschlossenwerden -sollte es so sein- den Vater verletzt und nach etlichen Jahren auch mürbe macht, wenn er ganz anders gestrickt ist, finde ich durchaus verständlich.
Mich würde es sehr wohl verletzen, wenn ich mir vorstelle, dass mich mein Nachwuchs dauerhaft auf Distanz hält, mich ausschliesst, demonstrativ ignoriert und mir nicht das Vertrauen entgegen bringt, welches es braucht, um in positiver Weise am Leben des anderen teilzuhaben.
Fragen = Teilhaben am Leben des anderen hat für mich nichts mit gluckenhaftem Verhalten, Kontrolle oder Nichtloslassenkönnen zu tun, sondern mit Interesse und Anteilnehmen an meinem Gegenüber.
Meiner von heute war eigentlich ein " Von- der-Seele- Reden". Ich kenne Forendynamiken gut genug, um für mich ab einem bestimmten Punkt auszusteigen, weil es mir dann eher schlecht als gut tut.
Daher gehe ich auch nicht weiter auf Fragen ein.
Dass Ihr es alle gut meint und helfen möchtet, sehe ich aber und weiß das wirklich zu schätzen!
@FantaMandarine Das Thema ist schon „Dein Mann“ - Was er da veranstaltet ist definitiv nicht nur „dämliches Vaterverhalten“, sondern auch „sehr unangenehmes Partnerverhalten“ - ich sehe da, wie etliche andere auch, durchaus weiteren „Klärungsbedarf“ auch bei Euch. Wenn ein Mann sich SO aufführt, dann ist das einfach nicht in Ordnung.
Zitat von FantaMandarine im Beitrag #45Das nimmt er mir jetzt übel. Es geht in die befürchtete Richtung, dass ich irgendwas tue, was das Verhalten beeinflusst. Sohn würde sich stellenweise wie ich benehmen. Klar, Kinder kommen selten nach Fremden. Ich streite das gar nicht ab. Jedenfalls hängt jetzt der Haussegen schief.
Wenn er mit „Benimmt sich wie Du“ meint, Du wolltest auch nicht bevormundet und kontrolliert werden… Nu, das ist durchaus etwas zum Krisenauslösen.
Dein „Red mit Deinem Sohn“ ist vollkommen der richtige Ansatz. Und daß Sohn nicht „das Gespräch sucht“ - was hier ja einige kritisch sehen - ist vollkommen verständlich - für ihn ist das vermutlich „wie schon öfter“: „Mein Vater benimmt sich wieder mal übergriffig, versteht es aber eh nicht, Diskussion zwecklos!“ Womit er vermutlich Recht hat… Siehe das initiale Desaster.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Fanta, warum hast du deine Familiendynamik nicht mal unterbrochen. ???? Wenn Sohn schreibt: Papa beobachtet mich mit der Kamera usw usw hättest du doch antworten können Sohn schreib das deinem Vater wenn du da eine Änderung willst - ich vergesse jetzt was du geschrieben hast .
Wenn Ehemann fragte weisstvdubwarum Eiszeit ist. Antworten: Nööööö wenn du das wissen willst frag ihn ich bin deine Frau und seine Mutter nix sonst.
Sorry aber Fanta ich habe so den Eindruck du hältst den Vater SohnKonflikt am laufen obwohl du deine ganze Kraft dafür einsetzt ihn nicht ausbrechen zu lassen.
Sie HAT dem Vater genau das gesagt… Und jetzt ist sie die Böse… aus dessen Sicht.
Manche Konflikte lassen sich nur klären, wenn man sie ausbrechen lässt… Worin Teenager normalerweise gut sind - Wenn der Vater also auch noch überstandener Teenager Zeit immer noch nicht verstanden hat, was an seinem Benehmen so aneckt, Ist das vermutlich tatsächlich eine Never Ending Story.
@FantaMandarine Du hast Dir vermutlich in der Vergangenheit schon Fransen an den Mund gequatscht, Deinem Mann zu erklären, was an seinem Verhalten Euer Kind so nervt?
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von Lizzy im Beitrag #65@Nora Fanta hat dem Vater das Gegenteil gesagt. Nicht nöööö das weiss ich nicht sondern ich weisses, aber ich sag es dir nicht.
so wie ich es lese, hat Fanta dann schon zu ihrem Mann gesagt, er solle zum Sohn gehen.
Es MUSS aber doch auch klar sein, wenn ich mich hinstelle und sage "ich weiß es, sage es aber nicht"- dieses superblöd ankommt! Das ist eine eindeutige Position, die sie zeigt. Sie ist Mitwisser und lässt den Mann "stehen".
Sie gehört in dieses System eindeutig hinein und spielt auch eine wichtige Rolle.
Zitat von FantaMandarine im Beitrag #40 Ich verstehe die Richtung Eurer Gedanken und finde es nett, dass hier Denkanstöße gegeben werden. Meine Ehe ist davon aber nicht betroffen. Mein Mann und ich haben unsere Krisen miteinander gehabt und bewältigt.
Wie kannst du sagen, dass deine Ehe nicht betroffen ist, wenn ihr doch auch als Ehepaar davon gerade total betroffen seid?? Das lässt sich doch kaum trennen.
Natürlich gibt es das System Ehepaar und System Vater-Mutter-Kind, nur vermischen sich diese Systeme ganz schnell, weil das auch sehr schwer zu trennen ist.
Dass sich alle an dich wenden Fanta, statt mit DEM zu reden, den es betrifft- wird doch keine Ausnahme sein sondern exemplarisch stehen und schon lange so ablaufen. Das ist eingespielt.
Nicht zuletzt- stellt sich die Frage, ob es dem Vater bei der Kamera-Umstellung tatsächlich nur um den Sohn gegangen ist. Thema Nachbarn oder sonstige Überlegungen könnten ja auch vorhanden sein- vielleicht wäre es schon sehr fair, wenn der Vater erst einmal nur gefragt und nicht einfach verurteilt wird. (man sollte ihm wenigstens eine Chance geben, selbst wenn es nachher sogar in Ausflüchten enden sollte- was aber jetzt auch nur eine Spekulation ist).
Und Fanta - wie du erzählst, hast du gewusst, dass der Fahrer deines Sohnes aus dem Nachbarort kommt- hast du das deinem Mann dann erzählt? wenn nein- warum nicht?
Zitat von Nora im Beitrag #64 @FantaMandarine Du hast Dir vermutlich in der Vergangenheit schon Fransen an den Mund gequatscht, Deinem Mann zu erklären, was an seinem Verhalten Euer Kind so nervt?
Was bei dem Alter des Sohnes schon längst enden könnte und jetzt als Abgrenzung vom Sohn selbst vorgenommen werden müsste.
Zitat von FantaMandarine im Beitrag #61Vielen Dank für Eure Beiträge.
Meiner von heute war eigentlich ein " Von- der-Seele- Reden". Ich kenne Forendynamiken gut genug, um für mich ab einem bestimmten Punkt auszusteigen, weil es mir dann eher schlecht als gut tut.
Nimm dir, was du brauchst Fanta. Und aus eigener Erfahrung- dort, wo es sich nicht gut anfühlt- geht es meistens entlang ;-) Aber so ein Forum ist dann auch wunderbar- man kann es lesen, verarbeiten und verdauen und nimmt sich, was man möchte.
Es liest sich für mich auch so, als ob du deinen Sohn in gewisser Weise beschützen möchtest. Ich möchte auch gar nicht in Abrede stellen, dass das in jüngeren Jahren gut und evtl sogar wichtig war (auch, wenn es die Fusion gegen den Vater bedeutet hat). Und es gibt natürlich Familien, wo ein Elternteil ein Leben lang als Puffer erhalten bleibt- man muss wissen, was man möchte.
Dazu sollte man drei Sachen bedenken. Punkt 1: man nimmt diesen beiden die Chance, sich endlich "in die Augen zu sehen" und gerade für ein Kind (speziell Sohn zu Vater) ist es immens wichtig, sich be-haupten zu lernen, ob in Handlungen oder Gesprächen. Punkt 2: wenn Kinder so in die Ehe eingreifen- genau das geschieht- macht sowas auf Dauer die Beziehung Mann-Frau kaputt. Weil die Systeme eben nicht einfach zu trennen sind und man den Ärger aus der "Familie" in die Paarebene mitnimmt (was doch schon jetzt geschieht, denn das Gespräch ging nicht nur um den Sohn sondern auch um die Frau und wie sie ist- zack- Ebenenwechsel). Punkt 3: ich habe es bei sehr viel älteren Menschen erlebt, dass dann dieser Puffer (Vater oder Mutter) starb und es DANN richtig losging. Entweder es krachte dermaßen, dass alle sich komplett voneinander trennten (die alten Ärgernisse schwelgten seit Jahrzehnten immer weiter und kamen erst dann- unüberwindlich- zum Ausbruch). ODER - das Verhältnis war kurzzeitig kritisch und entwickelte sich in einer ganz neuen Tiefe zueinander. Bis dahin, dass das verstorbene Puffer-Elternteil im Nachhinein sogar schwere Vorwürfe bekam, was die beiden alles miteinander verpasst haben, WEIL immer nur Abstand durch den Puffer erzielt worden ist. War natürlich dem Verstorbenen egal- aber ob man möchte, dass das Kind am Ende nur noch in Wut auf einen schaut.......ist eine andere Frage.
Zu 2 Wo „greift denn das Kind in die Ehe ein?“ Der Sohn hat sich ganz klar positioniert - er möchte nicht, daß Fanta interveniert. Und er muss auch nicht mit dem Vater sprechen, wenn er sauer ist, wenn er genau weiß, dass das sinnlos ist. Der VATER macht da ein Beziehungsthema daraus!
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von Nora im Beitrag #67Zu 2 Wo „greift denn das Kind in die Ehe ein?“ Der Sohn hat sich ganz klar positioniert - er möchte nicht, daß Fanta interveniert. Und er muss auch nicht mit dem Vater sprechen, wenn er sauer ist, wenn er genau weiß, dass das sinnlos ist. Der VATER macht da ein Beziehungsthema daraus!
Ja- und es wurde auch nicht gesagt, dass der Sohn eingreift. Vollkommen klar, dass auf der Mann-Frau- Ebene auch nur diese beiden Personen agieren können. Der Sohn gehört nicht dazu. Aber wie du sagst, ist es hier der Mann, der die Ebenen wechselt.
Es geht auch nur darum, dass Fanta sagt, die Ehe an sich, bliebe außen vor- was eindeutig nicht der Fall ist.
Zitat von Lizzy im Beitrag #63Fanta, warum hast du deine Familiendynamik nicht mal unterbrochen. ????.
Mit Verlaub, Lizzy, diese Art Fragestellung finde ich wenig hilfreich. Es liest sich wie ein Vorwurf gegenüber Fanta. Derartige familiäre Strukturen entwickeln sich nicht von heute auf morgen, sondern langsam. Für die darin gefangenen ist es nicht einfach dies differenziert zu betrachten. Anscheinend gelingt es Fanta jetzt und sie setzt sich damit auseinander.
Fanta, ich hoffe, du kannst hier Hilfreiches aus den Beiträgen entnehmen und ihr schafft es den Mann/Sohn Konflikt zu lösen.
Klingt anstrengend, @FantaMandarine , und das tut mir Leid. Ich finde es gut, dass Du Dich rausziehst und auch in der Diskussion hier bei Dir bleibst. Wäre es in etwa zutreffend zu sagen, dass Du Dein erwachsenes Verhältnis zu Deinem Mann (gefunden) hast, und das Dein Sohn (bzw Sohn und Mann) nun dieses Verhältnis auch (neu) finden müssen? Es ist ein bisschen eine fiese Situation, weil Du betroffen bist, aber nicht beteiligt. Mein einziger Einwand wäre, dass Du Deinem Sohn ebenso wie Deinem Mann spiegelst, dass er mit Beschwerden bei Dir an der falschen Adressse ist. Dann kannst Du das auch jeweils unterstützend erwähnen und zu beiden Männern sagen: "Du, ich sag Dir, was ich X gesagt habe: Ihr müsst miteinander reden und nicht bloß mit mir."
Ansonsten schließe ich mich Islabonita an.
"It has to be possible to feel the pain in one community without denying it to the other. It has to be!" John Oliver
Moderatorin in den Foren zu Beziehung und Sex, zu Kunst, Musik und Literatur, zu Politik und Tagesgeschen und zum Handwerken (warum auch immer). Ueberall sonst gilt: Nicht mein Zirkus, nicht meine Affen.