Kamera zur Strasse drehen und Leute dort filmen ohne deren Einwilligung? Nicht legal. Und mit "Leute" meine ich jetzt nicht euren Sohn und die abholende Person, sondern alle, die dort vorbeigehen. Also besser sofort aufhören damit.
Was deinen Sohn betrifft: du könntest ihn bestärken, dass er sich ein WG Zimmer sucht und auszieht. Sein eigenes Leben lebt. Mehr Distanz zwischen deinem Sohn und seinem Vater würde allen drei von euch guttun.
Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas wichtiger ist als die eigene Angst.
Das kann wirklich übel enden, was dein Mann da tut. Und damit meine ich zunächst mal die elterliche Beziehung zum Sohn. Meine Tochter ist elf und ich kenne so gut wie keinen ihrer Mitschüler. Morgen geht sie mit dem neunjährigen Bruder für eine Woche auf einen Reiterhof 200km weit weg, auf dem wir einmal für 10 Minuten zum Anschauen waren. Hat dein Mann loslassen nicht im Laufe der Zeit gelernt? Vertraut er seinem Sohn nicht? Wie war das, als Sohn jünger war?
Oh mann oh Mann. Tatsächlich Mann: Das geht echt nicht. Auch nicht, wenn der Sohn "noch die Füße unter dem Tisch des Vaters" hat.
Aber ich verstehe, dass es schwierig für dich ist kommt, Fanta Mandarine Punkt und wir können ja auch nichts tun, außer dich vielleicht moralisch zu stärken, vielleicht kannst du die hier Kraft holen, dich in dem Punkt gegen deinen Mann zu kämpfen und für deinen Sohn zu sein.
Ich bin auch eine Glucke, so ist das nicht. Und ich glaube, das bleibt man irgendwie als Eltern auch das ganze Leben lang. Aber an diesem beschissenen Verhältnis trägt mein Mann den größeren Anteil....Und SIEHT das nicht.
Vorab, wir haben auch drei Kinder und dieses Gluckenverhalten ist mir nicht ganz fremd.
Aber das, was Dein Mann da macht, geht wirklich gar nicht. Aber das weißt Du ja selbst. Ich würde ein sehr ernstes Wort mit ihm reden. Hilft das so gar nicht? Wenn Euer Sohn auszieht, müsst Ihr ihm das WG-Zimmer/Appartement zahlen, wäre das ein Problem? Ansonsten würde ich ganz aktiv dem Sohn dazu raten.
Was ich nicht ganz verstehe, wieso euer Sohn nicht von selbst den Willen hat auszuziehen. Mit 20 wäre ich unter keinen Umständen mehr zu Hause geblieben erst recht nicht, bei einem übergriffigen Elternteil.
Ich würde mich als Mutter da nicht einmischen und meinen Sohn für intelligent genug halten, dass er selbst die Konsequenzen zieht. Neben dem Studium arbeiten, ist doch normal.
harder, better, faster, stronger
beating the competition ist easy, beating yourself is a never ending commitment
Leider führen vorsichtige Hinweise meinerseits dazu, dass mein Mann ganz schnell mich mit dafür verantwortlich macht, dass es so knirscht.
Es ist, leider, ein Charakterzug, den er besitzt. Erstmal die Verantwortung bei anderen suchen. In unserer Partnerschaft komme ich damit inzwischen klar, es überwiegen sehr viele gute Eigenschaften und ich behaupte mich auch.
Im Zusammenhang mit dem Sohn sind bei ihm verständlicherweise viele Emotionen im Spiel. Trauer, Verzweiflung und auch Eifersucht auf mein eher unkompliziertes Verhältnis.
Dafür tue ich aber bewusst nichts. Ich mach halt. Nicht immer richtig, dann gibt's auch mal Knatsch, aber für mich ist mein Kind irgendwie auf Augenhöhe. Ich freue mich, Teil seines Lebens zu sein. Aber ich muss nicht alles wissen.
Zitat von Letti im Beitrag #31Was ich nicht ganz verstehe, wieso euer Sohn nicht von selbst den Willen hat auszuziehen. Mit 20 wäre ich unter keinen Umständen mehr zu Hause geblieben erst recht nicht, bei einem übergriffigen Elternteil.
Ich würde mich als Mutter da nicht einmischen und meinen Sohn für intelligent genug halten, dass er selbst die Konsequenzen zieht. Neben dem Studium arbeiten, ist doch normal.
Die Uni ist nicht weit weg, er ist im zweiten Semester und da war Auszug im Vorfeld erstmal kein Thema.
Ich bin damals auch nicht sofort ausgezogen, durfte aber mein eigenes Leben haben und gleichzeitig die Vorteile von Hotel Mama genießen.
Meine Unterstützung hätte das Kind, auch über die rechtliche Verpflichtung hinaus.
Da Euer Sohn "nur" meckert, aber auch keine Konsequenzen zieht, würde ich versuchen mich da rauszuziehen. Nicht den Prellbock für die eine oder die andere Seite spielen. Beiden eine Ansage machen, sie mögen ihre Differenzen miteinander austragen. Erzieherische Maßnahmen kämen nun ein bisschen zu spät und sind Deinerseits auch gar nicht gewünscht (siehe Muttertagsaktion). Und eine offene Nachfrage, mit wem der Sohn so verkehrt könnte ja auch von elterlichem Interesse am Sohn zeugen und müsse nicht durch späherische Fähigkeiten sondiert werden.
Boah, ich würde bei sowas so sarkastisch werden, aber Du kriegst das bestimmt mit gewählteren Worten hin.
Zitat von FantaMandarine im Beitrag #32 Ich kann das schlecht in Worte fassen....
Ich denke, ich verstehe ziemlich gut, was Du meinst.
Du und Dein Mann, Ihr habt in erster Linie wohl einen unterschiedlichen Umgang mit den Themen *Vertrauen/Kontrolle*.
Wie war denn sein Vater in dieser Hinsicht gestrickt? Gut möglich, dass er einfach ein ihm bekanntes Verhaltensmuster unreflektiert übernommen hat. Eventuell würde es ihm sogar die Augen öffnen, würde er das erkennen (so ferne es überhaupt zutrifft)?
Zitat von FantaMandarine im Beitrag #33 Ich bin damals auch nicht sofort ausgezogen, durfte aber mein eigenes Leben haben und gleichzeitig die Vorteile von Hotel Mama genießen.
Ich und meine Geschwister ebenfalls nicht.
Auch wenn mein Vater mich mit 20 gerne mal von einer Party um 23 Uhr abgeholt hat. Klar gab's da auch mal Dispute und Unfreundlichkeiten. Aber insgesamt war das Arrangement total in Ordnung.
Zitat von Ronja im Beitrag #35Dem Sohn aktiv zum Auszug raten würde ich auch nicht und sehe ich ebenfalls als übergriffig an. Wenn es ihm reicht wird er schon handeln.
Das Problem hinter dem Problem ist wahrscheinlich eine fehlende gute gemeinsame Kommunikationsebene zwischen Vater und Sohn. Bemüht sich der Sohn denn, mit seinem Vater zu sprechen?
Wäre schade, wenn es daran scheitert.
Und ausziehen oder nicht hat auch wenig mit Intelligenz zu tun, wie Letti weiter oben suggeriert hat.
Auch wenn ich grundsätzlich für Raushalten bin - in diesem krassen Fall könnte ich das nicht. Das Verhalten deines Mannes würde meine eigenen Werte verletzen und genau den Punkt würde ich ansprechen.
Zitat von PiazzaNavona im Beitrag #25Solches Verhalten hätte durchaus Auswirkungen auf meine Ehe.
Ja, das sehe ich auch so. Da kann auch die Beziehung Schaden nehmen. FantaMandarine, kannst Du (oder hast Du vielleicht schon) mal ganz in Ruhe ein Vier-Augen-Gespräch mit Deinem Mann führen?
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Zitat von promethea71 im Beitrag #38Kontrolliert dein Mann dein Kommen und Gehen im gleichen Maße? Will er immer wissen, wo du warst, mit wem du gesprochen oder telefoniert hast?
Sprich ist diese überbordene Neugierde/Kontrollwunsch Teil seines Charakters oder bezieht sich das hauptsächlich auf den Sohn?
Nein, ich bin davon gar nicht betroffen. Das bezieht sich nur auf den Sohn.
Ich verstehe die Richtung Eurer Gedanken und finde es nett, dass hier Denkanstöße gegeben werden. Meine Ehe ist davon aber nicht betroffen. Mein Mann und ich haben unsere Krisen miteinander gehabt und bewältigt.
Zitat von FantaMandarine im Beitrag #23Vorhin hat Sohn im Bereich der Haustür gewartet, dass er abgeholt wird. Und schreibt mir eine Whatsapp, dass er wohl einen Stalker hätte.
Dass er kein Riesentheater gemacht hat, spricht wohl dafür, dass es bis zu einem gewissen Grad egal ist. Sofern das jetzt ein einmaliger Ausrutscher war, kann dein Sohn das vielleicht tolerieren.
Erinnert mich an unseren Sohn, seine Party und unsere Videoüberwachung. Wir waren in Urlaub und unser volljähriger Sohn machte Gartenparty mit Freunden. Mein Mann hat sich dann aus der Ferne draufgeschaltet und ein Blick aufs Treiben geworfen. Verwerflich? Möglicherweise. Weil die Jungs allerdings alkoholisiert waren und sie nach dem Grillen vergessen haben den Gashahn zu schließen, lief der Grill Gefahr das Gartenhaus in der Nähe des Grillplatzes anzünden. Der Grill qualmte schon aus vollen Rohren, er schafft immerhin an die 300 Grad, die Holzhütte keinen halben Meter weg. Ein Anruf später und die Gefahr war gebannt.
Die Jungs haben aber dazugelernt und bei allen künftigen Partys bekamen die Außenkameras eine McDonalds-Tüte aufgesetzt.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Sohn ist immer noch stinksauer. Heute morgen konnte er nicht reagieren, weil er weg musste.
Inzwischen ist er wieder zu Hause und guckt seinen Vater mit dem ....nicht an. Vermitteln soll ich nicht, ich habe extra gefragt.
Mein Mann hat mich angesprochen, ob ich wüsste, wieso Eiszeit herrscht.
Ich habe das bejaht, aber klar gesagt, dass ich mich nicht einmischen soll. Wenn er wissen möchte, was los ist, soll er mit dem Kind reden. Ohne mich in der Nähe.
Das nimmt er mir jetzt übel. Es geht in die befürchtete Richtung, dass ich irgendwas tue, was das Verhalten beeinflusst. Sohn würde sich stellenweise wie ich benehmen. Klar, Kinder kommen selten nach Fremden. Ich streite das gar nicht ab.
Zitat von FantaMandarine im Beitrag #45 Sohn würde sich stellenweise wie ich benehmen.
Wie mies von ihm. Er zieht dich mit in sein Unvermögen, mit dem Sohn auf Augenhöhe zu kommunizieren und Kritik anzunehmen / zu reflektieren, mit hinein.
Der Sohn benimmt sich wie du? Hast du etwa auch eine eigene Meinung und erlaubst dir, aufzumucken?
Ich bin nicht tot, ich tausche nur die Räume. Ich lebe in euch und geh durch eure Träume.
Zitat von FantaMandarine im Beitrag #45Mein Mann hat mich angesprochen, ob ich wüsste, wieso Eiszeit herrscht.
Ich habe das bejaht, aber klar gesagt, dass ich mich nicht einmischen soll. Wenn er wissen möchte, was los ist, soll er mit dem Kind reden. Ohne mich in der Nähe.
Das nimmt er mir jetzt übel.
Ich sehe auch unmögliches Verhalten bei deinem Mann.
Aber das, was du da beschreibst, finde ich nicht in Ordnung von dir. Da lässt du deinen Mann im Regen stehen. Ich finde das "untreu".
Ich würde ihm eher ein Donnerwetter machen.
Und ja, der Sohn sollte ausziehen, das wäre doch vom Grundsatz her die beste Lösung.