da ich so einen Thread hier noch nicht gefunden habe.....
gibt es Erfahrungswerte und Nutzer für
Semaglutid Wegovy (Adipositas) bzw. Ozempic (Diabetes Typ II/Adipositas).
Mir geht es nicht um das ob oder nicht oder Alternativen, die Frage stellt sich mir nicht mehr...
eher um
Erfahrungen mit diesen Medikamenten Erfahrungen mit Ärzten, die es ja verschreiben müssen Dosierungen und Aufdosierungen bzw. wieder Abdosierungen erlebte Nebenwirkungen die Gewichtsabnahme währenddessen etc. das Hungergefühl
In dem Strang "natürlich schön" wurde erzählt, dass diese Spritze ziemlich teuer ist- 170- 300 ,-€ im Monat. Das ist schon ordentlich Geld!
Gleichzeitig muss ich "mal blöd fragen"- denn wir reden doch von Übergewicht durch zu viel Nahrungsaufnahme. Das Mittel reduziert das Hungergefühl durch seine Wirkung auf das Gehirn.
Spart man aber nicht auch massiv ein, indem man viel weniger Nahrungsmittel einkauft? Und- geht das nicht in der Rechnung auf?
Und das soll bitte keine herabsetzende Anspielung sein sondern ist einfach eine Frage, die sich im Kontext von Geld stellt.
@Timeless Ich denke, @kenzia wollte darauf hinaus, dass durch das verminderte Hungergefühl weniger Lebensmittel gebraucht und gekauft werden, so dass dann wiederum das dadurch gesparte Geld für die Abnehmspritze zur Verfügung steht.
Zitat von Timeless im Beitrag #6@kenzia Adipositas ist eine Krankheit! Mit Mal eben weniger Lebensmittel einkaufen ist es nicht getan.
Was hat das mit meiner Frage zu tun?
Das Prinzip der Mittel ist klar- sie wirken auf das Zentrum im Gehirn und gegen das Hungergefühl (bis hin zu Ekel vor Essen). Deshalb wird die Nahrungsmittelmenge sehr viel weniger, was zum Abnehmen führt. Letztlich ganz einfach.
Wenn ich dann wesentlich weniger esse, weil ich keinen Hunger mehr habe- wird sich das an der Menge und dem Geld, die ich für Nahrungsmittel ausgebe, zeigen.
So zumindest mein Rückschluss. Auch, dass das "eingesparte" Geld dann doch in die Spritze investiert werden kann (also vorhanden ist).
Falls der Gedanke so nicht stimmt- gerne erklären - es ist ja eine Frage, die ich dazu stelle (ob sich das nicht aufrechnet?).
Zitat von juli-elli im Beitrag #7@Timeless Ich denke, @kenzia wollte darauf hinaus, dass durch das verminderte Hungergefühl weniger Lebensmittel gebraucht und gekauft werden, so dass dann wiederum das dadurch gesparte Geld für die Abnehmspritze zur Verfügung steht.
Ich habe Wegovy von meiner Endokrinologin (bin da seit 10 Jahren) verschrieben bekommen, weil ich meinen übermäßigen Hunger und Appetit auf die Schilddrüse geschoben habe. Die ist aber gesund. Ich kratze nur gerade so am BMI von 27 und habe auch keine durch Übergewicht verursachte Krankheit. Die Ärztin hat die Spritze selbst vorgeschlagen und sie offensichtlich auch selbst genommen, sie geht total locker damit um. Der Pen mit 1mg Wirkstoff kostet genauso viel wie der mit 0,5mg. Ich habe den 1mg Pen und bekomme daraus 8 Dosen der Einstiegsdosierung, bin aber fest entschlossen, bei dieser Dosis zu bleiben weil - Es dann "nur" 80€ im Monat kostet statt 170€ - Ich eine gute Wirkung schon bei dieser Dosis spüre - Mein Übergewicht nicht SO hoch ist - Ich irgendwann ja auch wieder ohne das Zeug leben will
Ich habe in den ersten drei Wochen bisher 1,5 kg abgenommen, aber mit Ostern, Urlaub und großen Feierlichkeiten bin ich da zufrieden, hoffe, im Alltag geht noch etwas mehr. Aber auch mit wenig Gewichtsverlust ist das Gefühl toll: nicht mehr dauernd Hunger und Appetit zu haben. Kein Problem, mal aufs Essen warten zu müssen, kein Problem, nur eine Praline zu essen, kein Problem, den halbvollen Teller stehen zu lassen auch wenns schmeckt: ich liebe es einfach. Die Hoffnung ist, dass der Kopf in einem Jahr seine Gewohnheiten umstellt und man später auch ohne Spritze so weiteressen kann. Man spart tatsächlich am Essen, wenn einem zum Abendbrot ein Butterbrot mit ein wenig Bärlauch aus dem Garten ausreicht. Da ich schon lange abnehmen will, ist mein Speiseplan sowieso schon recht gesund, hat auch eine Ernährungsberaterin nach Ernährungsprotokoll bestätigt. Es war nur einfach zu viel und zu viele Verlockungen zwischendurch, denen ich jetzt mühelos widerstehen kann. Bin sehr happy und freue mich auf einen schlanken Sommer.
Nicht ganz. Denn wenn man extrem wenig isst, muss man mit Nahrungsergänzungsmitteln substituieren, um alle notwendigen Mineralstoffe zu sich zu nehmen. Die kosten schon auch ordentlich Geld, wenn man gute kauft, also aus der Apotheke oder von bestimmten Versandhändlern (drogerie ist meist zu wenig dosiert), so das eigentlich Lebensmittel plus Nahrungsergänzungsmittel ungefähr dem entsprechend, was man vielleicht früher für Lebensmittel ausgegeben hat.
Diese Spritze ist schon eine ziemlich Investition.
Ich habe gelesen, dass man sie wohl eigentlich dauerhaft nehmen müsse, aber ich weiß nicht – nach meinem Verständnis müsste die Abnehmspritze ungefähr so stark wirken wie eine Magenverkleinerung. Nach beiden Methoden muss man auf jeden Fall sehr viel verändern: in der Ernährung, in der lebensführung, in der Bewegung, im Denken, in der Psyche. Es ist nicht so, dass man irgendein Medikament nimmt und alles ist danach gut.....
Zitat von kenzia im Beitrag #8Das Prinzip der Mittel ist klar- sie wirken auf das Zentrum im Gehirn und gegen das Hungergefühl (bis hin zu Ekel vor Essen).
Nein, das Mittel wirkt im Darm. Ich nehme eine niedrige Dosis, aber Ekel vor dem Essen? Definitiv nicht. Ich kann Essen weiterhin gut sehen, riechen und schmecken. Es geht einfach darum, eher mit dem Essen aufhören zu können. Und ja, ich spare Geld dabei.
Zitat von kenzia im Beitrag #8Das Prinzip der Mittel ist klar- sie wirken auf das Zentrum im Gehirn und gegen das Hungergefühl (bis hin zu Ekel vor Essen).
Nein, das Mittel wirkt im Darm.
Okay, es wirkt im Darm und im Gehirn und eigentlich im ganzen Körper.
Zitat von juli-elli im Beitrag #7@Timeless Ich denke, @kenzia wollte darauf hinaus, dass durch das verminderte Hungergefühl weniger Lebensmittel gebraucht und gekauft werden, so dass dann wiederum das dadurch gesparte Geld für die Abnehmspritze zur Verfügung steht.
O.K. - Mißverständnis!
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich völlig ungeniert.
Zitat von -franzi- im Beitrag #11Nicht ganz. Denn wenn man extrem wenig isst, muss man mit Nahrungsergänzungsmitteln substituieren, um alle notwendigen Mineralstoffe zu sich zu nehmen.
Das geht mit täglich 1500kcal ganz gut. Das wären dann immer noch zwei normale Mahlzeiten. Man darf die Kalorien halt nicht vorrangig in Süßigkeiten etc. investieren. Ich hätte eher Bedenken, was Muskelverlust angeht, wenn kein zusätzliches Krafttraining stattfindet. Das würde ich, gerade als Frau, nicht riskieren wollen.
fettundlila ...irgendwann ist irgenwie ein andres Wort für nie... energy flows, where attention goes. .ʇɐq pǝʞooɔɹǝpun uɐ ǝʇɐ ɹǝʌǝu ʽpๅɹoʍ ǝɥʇ ǝᵷuɐɥɔ ʇ,uɐɔ uosɹǝd ǝuo pᴉɐs ɹǝʌǝoɥM
Ich denke auch, mit 1500 kcal kann man seinen Bedarf an Nährstoffen decken, wenn man sich nicht nur von Weißmehl und Zucker ernährt und notfalls - ein Vitamin- und Mineralstoffpräparat kostet im dm-Markt von der Eigenmarke z. B. auch nicht viel.
Und Borghild hat Recht, wenn man seine Muskeln behalten möchte und das Gewebe einigermaßen straff, ist Bewegung/Sport trotzdem wichtig. Aber das ist es ja auch ohne Übergewicht/Ozempic.
Und ich finde auch, dass bis auf das Geld natürlich es nicht viel Begleitung und Einsatz erfordert.
Rezept besorgen 1 x pro Woche die Spritze in den Bauch
das ist für jeden machbar von Zeit und Aufwand her.
Nicht bloß Sport/Bewegung. Joggen oder Crosstrainer reichen nicht. Explizit Krafttraining. Gern schwer.
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Es gibt reichlich Studien das Sport beim abnehmen deutlich überschätzt wird. Er ist nur eingeschränkt dabei hilfreich, Sport ist eher unter gesundheitlichen Aspekten wichtig. Beim Abnehmen zählen andere Dinge mehr und bei Adipositas geht es dauerhaft nicht ohne Medikamente da eine chronische Erkrankung die auch nach Abnahme nicht geheilt ist.
harder, better, faster, stronger
beating the competition ist easy, beating yourself is a never ending commitment
Zitat von Mambi im Beitrag #20Spritzt man sich das selber!??? Kann man da nichts falsch machen?
Man spritzt es sich selbst. Der Wirkstoff ist in einem Pen, wie bei einem Diabetiker, der Insulin spritzt. Ein Pen enthält mehrere Dosen (und Nadeln). Zum Dosieren dreht man hinten am Pen und zählt dabei die deutlich hörbaren Klicks, wie bei einem Zahnrad oder Glücksrad hört sich das an. Dann pieksen und hinten auf den Pen drücken, dann rattern die Klicks zurück auf 0 und das Medikament wird injiziert. Es ist also theoretisch möglich, falsch zu dosieren, zu viel oder zu wenig, wenn man den Pen nicht richtig aufzieht.
Zitat von kenzia im Beitrag #15Das klingt schon aufwändig und mit viel Einsatz begleitet.
Das verblüfft mich jetzt wirklich. Woraus schließt du das?
Wenn man schauen muss, dass man substituiert, weil man nur noch wenig isst- finde ich das schon aufwändig. Denn man muss schauen, was genau fehlt- was man ergänzen muss und in welcher Dosis.
Noch dazu fällt eine Menge Zeit an- die man sonst mit essen verbracht hat- auch die muss nun "ausgefüllt" werden, was ich mir nicht einfach vorstelle.
Prinzipiell klingt es einfach- Spritze rein, abnehmen - aber gerade du Ronja erzählst doch, dass es da schon einiges an Programm braucht, wenn man die Veränderung für sein ganzes Leben möchte.
Zitat von Mambi im Beitrag #20Spritzt man sich das selber!??? Kann man da nichts falsch machen?
Natürlich kann man etwas falsch machen, wenn man sich nicht an die Anleitung (meistens in der Praxis erfolgt) hält. Du kannst aber auch Tabletten falsch schlucken, wenn du dich nicht an die Vorgaben hältst.
Zitat von kenzia im Beitrag #23 aber gerade du Ronja erzählst doch, dass es da schon einiges an Programm braucht, wenn man die Veränderung für sein ganzes Leben möchte.
Das Problem bei grundsätzlich jeder Gewichtsreduktion ist immer das Ablegen ungesunder Strukturen. Egal mit welcher Hilfestellung du abnimmst, du wirst unweigerlich wieder zunehmen, wenn du deine Ernährung nicht umgestellt hast.