Zitat von Tigerente im Beitrag #123Mein Mann war immer "naturschlank". Aber von Jugend bis zum Alter von 35 Raucher. Mit dem Rauchen von einem Tag auf den anderen aufgehört. Seit er außerdem lange Arbeitswege mit dem Auto hat und weniger Sport macht, hat er langsam aber kontinuierlich zugenommen.
Grund meiner Meinung nach: wo er früher zur Zigarette gegriffen hat, greift er heute zur Süßigkeit. Und vergisst seltener mal das Essen, weil es im Familienhaushalt geregelte Mahlzeiten gibt. Nascht aber weiterhin als "Übersprunghandlung".
Genauso ist es. Als mein Mann mit dem Rauchen aufgehört hat, habe ich ihm gezielt Rohkost etc. angeboten als Alternative zum Süßkram und keinen Süßkram gekauft. Nichts in den Mund stecken, um die Zigarette zu kompensieren, ist der falsche Weg. Es kommt vor allem auf das was an.
Zitat von -franzi- im Beitrag #122Aber man muss nur mal zwei Menschen vergleichen, die einen unterschiedlichen Stoffwechsel haben und einen unterschiedlichen Grundumsatz: der eine hat 1200, der andere 1500, beide haben einen meinetwegen Leistungsumsatz von zusätzlich 500 und futtern 2000 kilokalorien auf. selbstverständlich nimmt der eine mit der Zeit zu, während der andere sein Gewicht halten kann.
Hm, auch da ist die Zunahme irgendwann begrenzt. Ich habe in der Tat noch nie Adipöse näher kennengelernt, die ein normales Essverhalten hatten. Aber einige von ihnen waren der festen Überzeugung, lediglich kleine Portionen zu essen.
fettundlila ...irgendwann ist irgenwie ein andres Wort für nie... energy flows, where attention goes. .ʇɐq pǝʞooɔɹǝpun uɐ ǝʇɐ ɹǝʌǝu ʽpๅɹoʍ ǝɥʇ ǝᵷuɐɥɔ ʇ,uɐɔ uosɹǝd ǝuo pᴉɐs ɹǝʌǝoɥM
Stimmt, wo ist die Sucht .... Ich kenne es, dass ich einen Teller unbedingt aufessen muss. Wenn... bestimmte Voraussetzungen zusammenkommen. Genauso kenne ich es, dass ich die Hälfte liegen lasse. Beides unabhängig vom Geschmack, und vielleicht sogar unabhängig vom Hunger.
Nach meinem Verständnis ist ein Esssüchtiger jemand, der quasi "immer "futtert. Der immer seinen Teller auf isst und nachnimmt, unabhängig, ob er satt ist oder nicht. Und es gibt natürlich auch emotionales Essen: das habe ich vielleicht, wenn ich meinen Teller aufesse, obwohl ich nach der Hälfte satt bin, weil es so wahnsinnig lecker ist und ich mir damit gefühlt Gutes tue.
Zitat von -franzi- im Beitrag #106Kannst du kurz ihre Kernaussagen zusammenfassen? Es wäre nett.
es gibt unbestritten positive Wirkungen und es könnte ein wertvolles Werkzeug sein aber:
-Die Dosierung zum abnehmen ist wesentlich höher als für Diabetiker und dazu gibt es wenig Langzeitwerte -Nebenwirkungen Übelkeit, Durchfall, Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Gefahr von Unterzucker - Gefahr der Unterversorgung mit Nährstoffen wenn die Nahrungsaufnahme sehr stark eingeschränkt wird - Schlankheit und Diätkultur werden hoch gehalten - Fettfeindlichkeit der Gesellschaft - entstandener Schwarzmarkt - pharmakologische Lösung nimmt den Schwerpunkt weg, von einem gesünderen Lebensstil - lebenslange Abhängigkeit von dem Medikament - hohe Kosten für Nicht-Diabetiker von rund 170 € im Monat - Geldmaschine für Pharmaindustrie - Vegovy zum abnehmen ist doppelt so teuer wie Ozempic für Diabetiker - wenn Adipositas wirklich eine Krankheit ist (?), warum soll Vegovy dann ein Lifestyle-Medikament sein und wird nicht von den Krankenkassen bezahlt?
Eine Sucht liegt für mich dann vor, wenn jemand eine bestimmte Aktion regelmäßig für sein Wohlbefinden machen muss und sich bei Weglassen dieser Aktion total unwohl fühlt bzw. das betreffende "Mittel" nicht weg lassen kann.
Die Nährstoffe sind tatsächlich ein Problem, wie auch bei Leuten, die sich ihren Magen verkleinern lassen. Je nach Art der Magenoperation müssen sie ihr Leben lang Nahrungsergänzungsmittel nehmen. Vermutlich wäre das für Leute mit wegowy auch angeraten.
Und zum letzten Punkt: warum es nicht bezahlt wird zu teuer. Adipöse müssen ja sogar kämpfen, wenn sie sich operieren lassen wollen. Es ist einfach zu teuer.
Fettfeindlichkeit der Gesellschaft: das wäre mir persönlich egal. Wer richtig dick ist, würde das Medikament wahrscheinlich als Strohhalm nehmen – als letzten Strohhalm vor der OP sozusagen.
Zitat von sturmfalke im Beitrag #131- wenn Adipositas wirklich eine Krankheit ist (?), warum soll Vegovy dann ein Lifestyle-Medikament sein und wird nicht von den Krankenkassen bezahlt?
Weil die Kassen immer nur im Moment leben und die Folgen, auf die Kasse bezogen sind das Kosten durch Verschlechterung des Gesundheitszustandes, nicht berücksichtigen wollen.
Zitat von -franzi- im Beitrag #133Vermutlich wäre das für Leute mit wegowy auch angeraten.
Warum? Wenn jemand mit Wegovy Normalgewicht erreicht hat und danach, ebenfalls mit Wegovy, normal isst, so dass er nicht mehr zunimmt, so isst und verwertet er doch genausoviel, wie andere? D.h. er nimmt auch die gleiche Menge an Nährstoffen zu sich. Warum sollte er da ergänzen?
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken
Ich bin nicht adipös, aber naschsüchtig. Deswegen dachte ich bisher oft, dass die Anlage vielleicht eine größere Rolle spielt als die Kalorienzufuhr - ich kenne auch einige Leute, die viel wiegen und wirklich wenig essen.
Eine Frage ist bei mir beim Mitlesen aufgekommen: Wenn man das Medikament beispielsweise ein Jahr nimmt und dann absetzt, warum soll das dann "wertlos" sein?
Das Jahr, wo man medikamentbedingt wenig isst, schafft das nicht auch neue Gewohnheiten? Und die Erfahrung, dass es nicht das "emotionale Essen" braucht?
Man sagt doch immer, dass es so und so viel Monate braucht, um neue Gewohnheiten integrieren zu können - das müsste doch mit einem Jahr schon einen Anstoß geben, der etwas hinterlässt (nach meinem laienhaften Verständnis). Wie kommt es, dass man dann doch nach so langer Zeit in ein anderes Essverhalten fällt? Oder steht nicht doch eher eine reine Stoffwechselerkrankung und keine zu hohe Kalorienaufnahme hinter der Krankheit?
Während der Abnehmphase muss man erheblich weniger Kalorien zu sich nehmen, damit man abnimmt, somit weniger Nährstoffe, und damit möglicherweise auch zu wenig Mineralstoffe, weswegen nahrungsergänzungsmittel notwendig sein mögen.
Wenn ich mich bei den Leuten umgucke die nach einer Magenverkleinerung komme auch Jahre später, Erhaltung des Gewichts Essen, so sind es immer noch miniportionen im Vergleich zu dem, was durchschnittliche natürlich schlanke Menschen essen.
Aber letztlich kann man mit blutuntersuchungen feststellen, wo man gegebenenfalls noch zuschießen muss. .
Kaffeewasser, Ich kann mir vorstellen, dass man nicht alle Dicken über einen Kamm scheren kann. Manchen gelinkt es möglicherweise, dass sie in der Zeit der Medikamente ein neues Verhalten eintrainieren, was sich danach über viele Jahre hält. Bei anderen mag es nicht funktionieren.
Aus meiner Sicht ist es ein Strohhalm. Möglicherweise die letzte Ausfahrt vor der Operation.
Daher würde ich es nicht verteufeln, wenn Leute mit einem Medikament versuchen Gewicht zu verlieren. Aber das tust du nicht, das weiß ich.
Zitat von kaffeewasser1 im Beitrag #137. Wie kommt es, dass man dann doch nach so langer Zeit in ein anderes Essverhalten fällt?
Weil essen eben mehr als Nahrungsaufnahme ist und sich das Leben ständig ändert. Lass doch nur einen massiven Stressfaktor aufkommen- Tod eines Menschen, Krankheit, Streit......und wir verhalten uns anders als im Ruhezustand. Wer dann als tiefe Prägung "Mangel" in sich trägt und "ich bekomme nicht genug" - wird sehr schnell diesen Mangel mit Essen zudecken wollen (läuft alles tief unbewusst ab)
Zitat von kaffeewasser1 im Beitrag #137. Oder steht nicht doch eher eine reine Stoffwechselerkrankung und keine zu hohe Kalorienaufnahme hinter der Krankheit?
Eine reine Stoffwechselerkrankung müsste aber doch auch nachweisbar sein, oder?
Ich frag mich, wie hoch der Anteil der tatsächlich Adipositas-Erkrankten ist? Hier können sich doch auch sehr viele in der Menge verstecken- oder?
Zitat von kaffeewasser1 im Beitrag #137ch kenne auch einige Leute, die viel wiegen und wirklich wenig essen.
Wie viel ist "wirklich wenig" denn und wie viel Prozent der wöchentlichen Nahrungsaufnahme siehst du?
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Zitat von -franzi- im Beitrag #138Während der Abnehmphase muss man erheblich weniger Kalorien zu sich nehmen, damit man abnimmt, somit weniger Nährstoffe, und damit möglicherweise auch zu wenig Mineralstoffe, weswegen nahrungsergänzungsmittel notwendig sein mögen.
Ich seh da bei 1500kcal täglich kein Problem. Kommt natürlich darauf an, was man so zu sich nimmt.
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Zitat von kenzia im Beitrag #140Wer dann als tiefe Prägung "Mangel" in sich trägt und "ich bekomme nicht genug" - wird sehr schnell diesen Mangel mit Essen zudecken wollen (läuft alles tief unbewusst ab)
Ertappt.
Ich kenne es tatsächlich so vom Einkaufen von Lebensmitteln: lieber dreifach als nur einfach, denn es könnte ja morgen schon nicht mehr verfügbar sein. Oder: lieber jetzt essen, wer weiß, ob ich fünf Stunden später das gleiche noch mal kriege.
Inzwischen hat es sich verändert. Ich muss nicht mehr auf Vorrat essen.
Man darf auch nicht vergessen, dass die Lebensmittelindustrie genau weiß, auf was das Belohnungssystem des Gehirns anspringt, nämlich eine Kombination aus Zucker und Fett. Das wird gezielt so in die Produkte gebracht, um die Leute möglichst anzufixen. Wenn das Gehirn diese Produkte dann immer wieder haben will, ist das auch Sucht.
Zitat von sturmfalke im Beitrag #143Ich denke bei 1500 kcal muss man schon sehr "gesund" essen um nicht vom einen oder anderen Nährstoff zuwenig zu haben.
Ja, muss man.
Ich tracke gerade wieder mit fddb und genehmige mir meinen Grundumsatz als Kalorien. Manno, was muss ich aufpassen! Denn mit dem, was ich gerne esse, werde ich zwar satt und bleibe im Limit, habe aber noch lange nicht alle Nährstoffe, die ich brauche. Vollkornbrot mit Leberwurst gibt eben einfach nicht genügend Eiweiß. (Nein ich möchte keine Tipps von euch, ich kenne mich schon aus. Es war nur ein Beispiel.)
Zitat von sturmfalke im Beitrag #143Ich denke bei 1500 kcal muss man schon sehr "gesund" essen um nicht vom einen oder anderen Nährstoff zuwenig zu haben.
Viel Gemüse als Füllmaterial, dazu Eiweiß und ausreichend Fett. Aber Fertigpizza und Chips sind nur in homöopathischen Dosen drin.
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Zitat von -franzi- im Beitrag #138Während der Abnehmphase muss man erheblich weniger Kalorien zu sich nehmen, damit man abnimmt, somit weniger Nährstoffe, und damit möglicherweise auch zu wenig Mineralstoffe, weswegen nahrungsergänzungsmittel notwendig sein mögen.
Ich seh da bei 1500kcal täglich kein Problem. Kommt natürlich darauf an, was man so zu sich nimmt.
Mit abnehmen Spritze fühlte sich wohl so an wie nach einer Magen-OP, das heißt man kriegt nur MiniPortionen runter.
Nach einer Magen-OP z.b dürfen die Patienten und später einfach nur Abnehmenden eine Zeit lang pro Mahlzeit nur 150 ml zu sich nehmen. Nun stell dir vor, du machst das Gleiche nach abnehmspritze: drei Mahlzeiten a 150 ml ... Damit kommt man nie auf 1500 kilokalorien, es sei denn, man futtert hochkonzentriertes Zeug in sich hinein. aber angenommen du isst ein Schälchen Quark, etwas püriertes Gemüse, zweieinhalb Stückchen Schnitzel, eine halbe Scheibe Brot und ein Viertel äpfelchen – das wird nichts mit den Nährstoffen.
Zitat von Rübezahl im Beitrag #145Man darf auch nicht vergessen, dass die Lebensmittelindustrie genau weiß, auf was das Belohnungssystem des Gehirns anspringt, nämlich eine Kombination aus Zucker und Fett. Das wird gezielt so in die Produkte gebracht, um die Leute möglichst anzufixen. Wenn das Gehirn diese Produkte dann immer wieder haben will, ist das auch Sucht.
Genau, deswegen ist es so schwer nach Chips aufzuhören, denn die haben das richtige Verhältnis von Kohlenhydraten zu fett, was das Gehirn und der Rest des Körpers liebt!