Ich bin jetzt in der 8. Staffel und gerade wurde "Miss Ellie" ausgetauscht. Diesen Wechsel hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm. Aber die neue Miss Ellie (Donna Reed) passt meiner Meinung nach überhaupt nicht. Sie ist komplett anders, ihr fehlt vor allem das Mütterliche und Bescheidene, das Barbara Bel Geddes auszeichnete.
@just me Der ist der "Traum-Staffel" zum Opfer gefallen, ebenso wie all die anderen Handlungsstränge, die sich in der Zeit ereignet haben, als Bobby "tot" war.
Den Handlungsstrang mit Ray und Donna, die einen gehörlosen Jungen adoptieren, fand ich übrigens besonders gut und war enttäuscht, dass der dann in der Versenkung verschwinden musste.
Vor allem finde ich, dass der ganze Handlungsstrang ein sehr wichtiges Thema war - in den 1980ern sicher noch brisanter als heute: Das Dilemma von Eltern, ob sie ein behindertes Kind austragen oder nicht. Donna war ja schwanger mit einem Down-Syndrom-Kind. Ray hatte damals für einen Abbruch plädiert, Donna wollte das Kind jedoch auf jeden Fall haben. Das fand ich wirklich herzzerreißend, und es ist mir nahe gegangen. Die Drehbuchautoren haben den Fall dann - typisch Soap?? - gelöst, indem Donna eine Fehlgeburt hatte. Aber gerade die Tatsache, dass sich Donna und Ray dann anschließend bewusst für ein behindertes Kind entschieden haben, war eine starke Message, finde ich.
(Und nein, natürlich muss jede betroffene Person die Entscheidung selbst treffen, darum geht's mir hier nicht. Ich hoffe, ich konnte rüberbringen, was ich meine...)