Zitat von Zinn im Beitrag #3Bei kurzfristigeren Anlässen, z. B. Hallux-OP, statt chronischer Krankheit, stellt die Krankenkasse auf Antrag eine Haushaltshilfe.
Haushaltshilfe: hat in unserem famil. Umfeld nicht geklappt, und wir hatten einige Wochen Zeitvorlauf vor der großen komplizierten OP mit vielen Einschränkungen.
ZitatDie wichtigsten Eckpunkte zum Entlassmanagement
Erstellen eines Entlassplans und Entlassbriefs für die ambulante, vertragsärztliche Weiterbehandlung. Ausstellen von Verordnungen für die Dauer von 7 Kalendertagen. Beantragen von Kurzzeitpflege, Haushaltshilfe oder Anschlussheilbehandlung.
Vom Entlassungsmanagement im Klinikum und von der Krankenkasse nützte die vorab wirklich gute Unterstützung überhaupt nichts, außer dass beim letzten Mal zwischen zwei Operationen kurz nach dem / Unfall mit kurzfristiger OP und ca. vier Wochen danach die komplizierte Haupt-OP stattfand, klappte nur einigermaßen (die ersten 10 Tage) jeden zweiten Tag 2 x täglich ein 10 Min. Besuch des ambul. Pflegedienst (ca. 3 km entfernt). Thrombosespritzen, sonstige kurze Behandlung. Aus- und Anziehen. Einmal pro Woche duschen hat ca. 2 x in 6 Wochen nur geklappt. "Ich bin spät dran, sorry, heute geht es nicht mit Duschen". Es war keine begehbare Dusche, Patient musste in die hochwandige Badewanne einsteigen.
Die Sozialstation / Pflegedienst (uns bestens bekannt - samt den meisten Mitarbeitern - einige aus dem Umfeld hatten dort ihr Praktikum gemacht bzw. einige Zeit zu tun) konnte innerhalb der ersten 6 Wochen keine Haushaltshilfe stellen. Gründe: alle sind gerade beschäftigt, Frau X ist gerade im Urlaub, Frau X ist immer noch immer Urlaub, krank, nicht da, kann leider nicht....! Was tun? Familienangehörige haben das Auskleiden und die Duschhilfe übernommen. Möchte ich mich beim Duschen von Nachbarn helfen lassen? Gut, wenn es nicht anders geht.
Wir hatten bewusst die ursprünglich angesagten / angedachten Termine der benötigten Haushaltshilfe für die alleinlebende, stark eingeschränkte Person heruntergeschraubt, es wäre schon ein Erfolg gewesen, wenn sie ein- oder zweimal pro Woche einen Einkauf oder wirklich notwendige Handgriffe im Haushalt für 1 bis 2 h hätte machen können. Es hat nicht geklappt. Keine Ahnung, wieviel Druck z.B. die Krankenkasse als Unterstützung hätte machen können.
Vielleicht lag es an der geringen Erstattung pro Stunde der Krankenkassen? Einige Zeit nach dem keine Pflegeunterstützung mehr benötigt wurde, kamen spontan zwei Mitarbeiterinnen der Sozial-Pflegestation mit Formularen zum Ausfüllen. Zum Glück hatte der Patient akribisch notiert, wann die Pfleger (10 -15 Min.) wirklich da waren und wann nicht. Oft wurde kurzfristig abgesagt. Alles hatte seine Ordnung. Eine der beiden Mitarbeiterinnen nutzte eine stille Minute, als die andere gerade nicht zuhörte, und bot "privat" ihre Dienste an (Handynummer). Tja, wenn man das vorher geahnt / gewusst hätte. Diese Nummer wurde sowieso irgendwann entsorgt, aus Gründen.
Mit Plan B und C wurden dann die ersten akuten sechs Wochen in der Familie überbrückt, die nicht in der Nähe wohnten. Ja, es gab langjährige Nachbarn im Umfeld.
Die waren älter ohne Fahrzeug (die Läden, Apotheken etc waren weit entfernt), jünger mit mehreren kleinen Kindern ohne Auto u.ä. Die hatten selber mit dem Alltag zu kämpfen. Familienmitglieder mit Babys und Kleinkindern und sonstigen Verpflichtungen, die nicht ums Eck wohnten, konnten höchstens mal am Wochenende mit Kind und Kegel ohne Auto anreisen und etwas unterstützen. Vielleicht hatten andere viel mehr Erfolg und Unterstützung. So richtige Erfolgserlebnisse in Bezug auf Haushaltshilfen haben wir später auch nicht mitbekommen, sonst hätten wir uns die Kontakte notiert.
Es war für uns eine Lehrstunde und beim nächsten unvorhergesehen ernsten Krankenausaufenthalt mit / ohne OP sind wir vorgewarnt. Demnächst gibt es jemand in der weiteren Verwandtschaft mit einer Schulter-OP. Leider sind zu der Zeit alle Familienhelfer nicht in der Nähe. Einer ist kurze Zeit in der Nähe, ohne Fahrzeug. Der ältere Patient wohnt unterm Dach (schöne Aussicht). Bin gespannt, wie die Situation gelöst wird. Es kann ja nicht immer so unglücklich laufen wie beim anfangs geschilderten Fall mit Zeitvorlauf.
Zitat von SASAPI im Beitrag #50@Katelbach, einige Bestattungsunternehmen bieten- kostet natürlich- so ein Rundum Paket an. Du kannst zu Lebzeiten festlegen, wie und wo die Bestattung erfolgen soll und auch, falls gewünscht, wer informiert werden soll. Ansonsten kümmert sich halt die Kommune, in der Du Deinen letzten Wohnsitz hattest.
Weiß ich. Aber mir ist es wirklich egal. Tatsächlich interessiert es mich mehr, wie es einer alten Eremitin zu Lebzeiten ergehen wird.
Ich werde an caritative Institutionen vererben. Notfalls kann ich mich da erkundigen, ob sie mich auf der Wiese verstreuen.
-------------------------- Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.
Ich überleg das auch schon. Wahrscheinlich muss ich auch in einen sterbeverhilfeverein eintreten, damit ich im Zweifelsfall rechtzeitig die Kurve kriege, bevor ich in einem Pflegeheim unbeweglich dahinvegetieren muss.
Und vererben möchte ich gerne an Institutionen, allerdings an Tierschutzinstitutionen, und ob die sich letztlich kümmern – ich glaube nicht. Also muss ich vorher festlegen, dass sie nur das bekommen, was übrig bleibt, nachdem ich irgendwie halbwegs anständig unter dir Erde gebracht wurde.
Zitat von SASAPI im Beitrag #50einige Bestattungsunternehmen bieten- kostet natürlich- so ein Rundum Paket an. Du kannst zu Lebzeiten festlegen, wie und wo die Bestattung erfolgen soll und auch, falls gewünscht, wer informiert werden soll.
Bitte darauf achten, dass dieses Paket nicht mit Bestatter selbst abgeschlossen wird: Ist dieser insolvent oder durch Tod des Firmeninhabers nicht mehr auf dem Markt, ist das Geld futsch. Lieber eine Versicherung abschließen oder einen einmaligen Betrag für die Bestattung bei einer der Bestattungvorsorge-Treuhändler einzahlen.
Und den Vertrag so hinterlegen, dass die Erben diesen auch finden. Meine Mutter hatte auch ein Bestattungs-Rundum-Paket abgeschlossen, nur konnte darüber nichts gefunden werden, so dass ich die Beerdigungskosten nun selbst zahle.
Zitat von Wendy im Beitrag #49Ich will überhaupt nicht pflegebedürftig sein, weil ich weiß, was das bedeutet. Auch ein Pflegeheim kommt für mich nicht infrage. Mein Plan: ich trete demnächst dem Sterbehilfeverein bei, damit ich jederzeit, wenn ich allein sein werde und das nicht ertrage, selbstbestimmt abtreten kann. Essen auf Rädern, mühsam am Rollator humpeln, Pflegedienst - nein danke! Mir ist Lebensqualität, nicht -quantität wichtig, und wenn die nicht mehr gegeben ist, werde ich bereit sein zu gehen.
Zitat von -franzi- im Beitrag #53Ich überleg das auch schon. Wahrscheinlich muss ich auch in einen sterbeverhilfeverein eintreten, damit ich im Zweifelsfall rechtzeitig die Kurve kriege, bevor ich in einem Pflegeheim unbeweglich dahinvegetieren muss.
Zitat von mytholon im Beitrag #54Mit der Seite Sterbehilfe Punkt de beschäftige ich mich auch und habe den Exit Newsletter abonniert.
So dachte ich auch immer. Bis ich einer zunehmend pflegebedürftigen Person bis zu ihrem Tod beigestanden habe.
Danach wusste ich: Der Wunsch nach Sterbehilfe ist in den meisten Fällen die resignierte Vorab-Reaktion auf die drohende ungenügende Pflege und fehlende Palliativbetreuung.
Wird mit vollem Einsatz von einer gemischten Gruppe aus Profis, Angehörigen und Freundinnen gepflegt und gehegt, können die letzten Jahre wirklich gute Jahre werden.
Durch glückliche Umstände und viel unerwartete Hilfe konnte ich für meinen Pflegling eine Pflegewunderwelt erschaffen.
Sterbehilfe ist leider die sinnvolle Antwort auf die Pflegerealität.
Zum Glück geht Sterben unkompliziert im Do-it-Yourself-Verfahren: In der Patientenverfügung festlegen, dass man weder zum Essen noch zum Trinken genötigt werden darf, sollte man beides von sich aus einstellen.
Für diesen Fall weiters festlegen, dass er durch optimale Palliativpflege begleitet wird.
Zitat von plentyoftime im Beitrag #51Thrombosespritzen, sonstige kurze Behandlung. Aus- und Anziehen. Einmal pro Woche duschen hat ca. 2 x in 6 Wochen nur geklappt. "Ich bin spät dran, sorry, heute geht es nicht mit Duschen". Es war keine begehbare Dusche, Patient musste in die hochwandige Badewanne einsteigen.
Sehr wichtiges Thema: Bereits "in den besten Jahren" oder sogar viel früher, wenn gerade eine Renovierung ansteht, die Wohnung barrierearm umbauen!
Zitat von plentyoftime im Beitrag #51Ja, es gab langjährige Nachbarn im Umfeld.
Die waren älter ohne Fahrzeug (die Läden, Apotheken etc waren weit entfernt), jünger mit mehreren kleinen Kindern ohne Auto u.ä. Die hatten selber mit dem Alltag zu kämpfen.
=> Bereits vorab Lebensmittellieferservice einüben/ Essen auf Rädern ausprobieren. Sodass das Wissen und die Strukturen vorhanden sind.
Thema Essen auf Rädern. Meine Mutter hat sich bis fast zum Schluss immer wieder unter Schmerzen in die Küche geschleppt, um sich selbst etwas zu kochen, weil sie dieses Essen-auf- Rädern-Futter nach den ersten Bissen nicht mehr runtergekriegt hat. Egal von welchem Anbieter es war: sie fand das alles grauenvoll. Ich hab probiert und musste ihr zustimmen. Wenn jemand krank ist und vielleicht noch einen Haufen Medikamente nehmen muss, braucht sie/er hochwertiges Essen, das schmeckt.
Waschen, Duschen, Baden hat eigentlich immer ganz gut geklappt, die verordnete Behandlungspflege auch. Aber für meine Mutter war es die Hölle, ihren Tagesrhythmus nicht leben zu können - sie war Eule. Und dass mindestens 2-mal am Tag Fremde in ihrer Wohnung waren. Darunter hat sie sehr gelitten, auch wemnn sie ein gutes Verhältnis zu den Pflegedienstler:innen hatte. Man darf sich da nichts vormachen: Mit der Privat- oder gar Intimsphäre ist es vorbei. Ich fürchte in der Altenpflege (da kenne ich mich nicht so aus) noch schloimmer als in der Krankenpflege.
-------------------------- Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.
Das war eine ganz andere Situation bzw. bestimmte Handgriffe, Ausziehhilfen, Rolladendrehkurbel (sehr schwer bedienbar) bei großer Hitze etc. bzw. bei starker Sonneneinstrahlung am frühen Morgen. Bad- und Küchenrollos hatten so kraftzehrende Rollos (Küchenbalkon inkl.). Die anderen konnte der Patient einhändig bedienen oder sie blieben die meiste Zeit sowieso unten.
Sodastream-Flaschen erneuern, war nicht möglich. Wenn es heiß war, sind auch drei Vorratsflaschen relativ schnell nach 2 Tagen leer. Klar geht auch ungesprudeltes Wasser bei Hitze aus dem Wasserhahn. Getränkeflaschen wurden mit den Zähnen aufgedreht. No problem.
Anziehen, Ausziehen (zum Glück benötigte man nicht so viele Kleiderschichten).
Essen auf Rädern wäre kein Problem. Zuletzt 2024 bei einer Tante erlebt. Klappte zwar, aber war fast ungenießbar (geschmacklos), das Auge ißt mit konnte man eh vergessen. Hühnerfrikassee, selten haben wir sowas Unappetitliches gesehen und es schmeckte auch so. (anderer Fall in der Familie).
Sie warf das meiste gleich in den Müll und humpelte vom 2. OG die Treppe runter, unten stand der 2. Rollator, ums Eck war ein Bäcker mit Café. Glück gehabt.
Zur Straße vor für ein Taxi etc. waren es ca. 100 m, davor 8 Stufen (EG). Die erste Schulterorthese (oder wie das Teil heißt) war relativ einfach zum Anziehen. Die Folge-Orthese nach der komplizierten OP (davor Knie) konnte niemand auf Anhieb fachgerecht anziehen (die ständig wechselnden Pflegedienstleute sowieso nicht). Es brauchte Zeit, die ganze Reihenfolge der Gurte und Klettverschlusse etc. zu kapieren. Die ersten 6 Wochen war 24 h Tragepflicht, sehr wichtig, vor allem beim Schlafen. Eine ruckartige Bewegung nachts im Schlaf / Halbschlaf hätte ernsthafte Folgen haben können.
Für die Katzenwäsche sollte sie mal kurz ausgezogen werden. Alles andere werde ich nicht ausführen. Bringt nichts.
Arztbesuche etc. mit einigermaßen angemessener Kleidung für die Zivilisation draußen wäre ohne Hilfe gar nicht möglich gewesen.
Es bringt nichts, ins Detail zu gehen.
Klar, man könnten dem Essenlieferanten (Pizzaservice etc.) um einen Gefallen bitten: Könnten Sie mir kurz helfen! Inkl. Trinkgeld.
Jede Verletzung, Wohn- und Lebenssituation ist anders.
Zitat von Katelbach im Beitrag #59 weil sie dieses Essen-auf- Rädern-Futter nach den ersten Bissen nicht mehr runtergekriegt hat. Egal von welchem Anbieter es war: sie fand das alles grauenvoll. Ich hab probiert und musste ihr zustikmmen.
... Man darf sich da nichts vormachen: Mit der Privat- oder gar Intimsphäre ist es vorbei.
Zitat von Wendy im Beitrag #49 Ich mache mir keinen Kopf und lasse alles auf mich zukommen, obwohl ich hier mit Abstand die Älteste bin.
Das tun wohl die meisten, ich auch teilweise.
Zitat von Wendy im Beitrag #49 Ich will überhaupt nicht pflegebedürftig sein, weil ich weiß, was das bedeutet.
Das möchte wohl niemand.
Zitat von Wendy im Beitrag #49 Auch ein Pflegeheim kommt für mich nicht infrage.
Auch das würden die meisten wohl unterschreiben.
Zitat von Wendy im Beitrag #49 Mein Plan: ich trete demnächst dem Sterbehilfeverein bei, damit ich jederzeit, wenn ich allein sein werde und das nicht ertrage, selbstbestimmt abtreten kann. Essen auf Rädern, mühsam am Rollator humpeln, Pflegedienst - nein danke!
Halte uns mal auf dem Laufenden, wie das dort so ist, interessiert mich und andere bestimmt auch.
Mein „worst case“ ist ja, dement zu werden, dann ist es wahrscheinlich auch mit der Sterbehilfe nichts.
Ich habe neue Laufschuhe. Ich bin schon ganz außer Atem. Jetzt noch den zweiten anziehen!
Zitat von Katelbach im Beitrag #59 Waschen, Duschen, Baden hat eigentlich immer ganz gut geklappt, die verordnete Behandlungspflege auch. Aber für meine Mutter war es die Hölle, ihren Tagesrhythmus nicht leben zu können - sie war Eule. Und dass mindestens 2-mal am Tag Fremde in ihrer Wohnung waren. Darunter hat sie sehr gelitten, auch wemnn sie ein gutes Verhältnis zu den Pflegedienstler:innen hatte. Man darf sich da nichts vormachen: Mit der Privat- oder gar Intimsphäre ist es vorbei. Ich fürchte in der Altenpflege (da kenne ich mich nicht so aus) noch schloimmer als in der Krankenpflege.
Uns hat es schon gereicht, dass wir zwei Monate morgens einen Pflegedienst brauchten, nur, um meinem Mann die Kompessionsstrümpfe, Oberhose und orthopädische Stiefel anzuziehen. Das war in ein paar Minuten geschehen. Ich hatte den linken Arm im Gips. Aber es hat uns total eingeschränkt, weil die Pfleger nie pünktlich waren - das liegt in der Natur der Sache - und an einem Sonntag überhaupt keiner kam. Alles andere haben wir allein hingekriegt - im Nachinein wundere ich mich allerdings, dass das überhaupt geklappt hat. Wenn ich mir vorstelle, dass da morgens, mittags, abends jemand kommt, würde ich verrückt.
Jetzt klopfe ich dreimal auf Holz, dass es bis zum Schluss weiterhin ohne fremde Hilfe geht - was ich natürlich auch nicht weiß - und was ich für mich anschließend allein plane, habe ich ja geschrieben.
Mit den Jahren erhärtet sich mein Verdacht, dass der Homo Sapiens eine Schnapsidee der Schöpfung war.
Zitat von -franzi- im Beitrag #53Ich überleg das auch schon. Wahrscheinlich muss ich auch in einen sterbeverhilfeverein eintreten, damit ich im Zweifelsfall rechtzeitig die Kurve kriege, bevor ich in einem Pflegeheim unbeweglich dahinvegetieren muss.
So dachte ich auch immer. Bis ich einer zunehmend pflegebedürftigen Person bis zu ihrem Tod beigestanden habe.
Danach wusste ich: Der Wunsch nach Sterbehilfe ist in den meisten Fällen die resignierte Vorab-Reaktion auf die drohende ungenügende Pflege und fehlende Palliativbetreuung.
Du hast recht, es geht ausschließlich ums Geld.
Wenn das Geld nicht reicht, ist einfach alles scheiße.
Zitat von BBlueVelvet im Beitrag #62 Mein „worst case“ ist ja, dement zu werden, dann ist es wahrscheinlich auch mit der Sterbehilfe nichts.
Du bist ja nicht gleich nicht mehr "geschäftsfähig". Von daher - rechtzeitig d.h. nach Erhalt der Diagnose eine Entscheidung treffen und alles Nötige in die Wege leiten.
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich völlig ungeniert.
Zitat von plentyoftime im Beitrag #51Thrombosespritzen, sonstige kurze Behandlung. Aus- und Anziehen. Einmal pro Woche duschen hat ca. 2 x in 6 Wochen nur geklappt. "Ich bin spät dran, sorry, heute geht es nicht mit Duschen". Es war keine begehbare Dusche, Patient musste in die hochwandige Badewanne einsteigen.
Sehr wichtiges Thema: Bereits "in den besten Jahren" oder sogar viel früher, wenn gerade eine Renovierung ansteht, die Wohnung barrierearm umbauen!
Dafür braucht es das nötige Kleingeld. Ich hätte das nicht! Mein Ziel ist in spätestens 10 Jahren eine bezahlbare Erdgeschoßwohnung oder eine Wohnung die mit einem Aufzug erreichbar ist zu finden. Aber dieses Ansinnen dürften auch noch andere Babyboomer haben. Das sich auf dem Wohnungsmarkt etwas positiv verändert, da habe ich wenig Hoffnung.
Meine Nachbarn im Haus kommen als unterstützende Hilfe nicht in Frage. Da bin ich einfach nicht der Typ Mensch dafür.
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich völlig ungeniert.
Das ging ja schnell bergab. Es sollte über Unterstützung diskutiert worden und binnen drei Seiten sind wir als Empfehlung bei der Sterbehilfe gelandet.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Zitat von Zinn im Beitrag #10Gute Beziehungen zu den Nachbarinnen. Ist Erfolg versprechend, da logistisch einfach für die Helferinnen, und daher keine große Zumutung.
Wenn ich mir überlege, wie hier ständig ausgezogen und neu eingezogen wird...irgendwie beschleicht mich der Eindruck, dass es je nach Wohnhaus/Umgebung nicht so einfach ist, sich da ein Netzwerk aufzubauen.
Hier gibt es die Möglichkeit über nebenan.de. Aber man muss schon dranbleiben.
Zitat von Zinn im Beitrag #10Gute Beziehungen zu den Nachbarinnen. Ist Erfolg versprechend, da logistisch einfach für die Helferinnen, und daher keine große Zumutung.
Wenn ich mir überlege, wie hier ständig ausgezogen und neu eingezogen wird...irgendwie beschleicht mich der Eindruck, dass es je nach Wohnhaus/Umgebung nicht so einfach ist, sich da ein Netzwerk aufzubauen.
Hier gibt es die Möglichkeit über nebenan.de. Aber man muss schon dranbleiben.
Ich verfolge Nachfrage und Angebote dort. Da gibt es kaum etwas "umsonst", sondern hauptsächlich gegen Bezahlung und die Resonanz ist sehr gering.
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich völlig ungeniert.
Zitat von Timeless im Beitrag #66Mein Ziel ist in spätestens 10 Jahren eine bezahlbare Erdgeschoßwohnung oder eine Wohnung die mit einem Aufzug erreichbar ist zu finden. Aber dieses Ansinnen dürften auch noch andere Babyboomer haben und das sich auf dem Wohnungsmarkt etwas positiv verändert, da habe ich wenig Hoffnung.
Ja, der Engpass ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Ebenso die fehlenden Ärzte und wohl auch das Pflegepersonal, wenn die Boomer erstmal in größeren Scharen pflegebedürftig werden.
Ich habe tatsächlich schon mal drüber nachgedacht, ob man nicht vielleicht zuschlagen sollte, wenn im eigenen Ort sowas angeboten wird. Aber mein Mann, der weltbeste Verdränger von Krankheit und Tod, würde mir einen Vogel zeigen. Und statistisch hat er gut reden. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich ihn pflegen werde, ist höher als anders herum. Muss ihn ja nicht jucken.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Der örtliche Selbsthilfebauverein bei dem ich Mitglied bin hat in der Stadt drei Wohnprojekte für Senioren. Das wäre evt. eine Möglichkeit barrierefrei unter zu kommen. Bisher fühle ich mich dafür aber noch zu jung.
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich völlig ungeniert.
Was einigermaßen gut funktioniert, ist die Hilfeleistung durch ausländische Pflegekräfte. Meine Arbeitskollegin hat erst kürzlich den Pflegeheimaufenthalt ihrer Mutter abwenden können, weil jetzt jemand bei der Mutter im Haus wohnt. Der Gesundheitszustand der Mutter und das seelische Wohlbefinden haben sich erstaunlich verbessert allein durch die Abwesenheit von Einsamkeit, obwohl sich bis zu drei Geschwister abwechselnd bisher um die Mutter gekümmert haben.
Wir bräuchten ein ähnliches Verfahren für temporäre Unterstützung nach Krankenhausaufenthalt. Wenn die alleinstehende Seniorin mit Krücken oder Schulterprothese entlassen wird, bräuchte es jemand, der die nächsten 3-6 Wochen bei ihr wohnt oder je nach Schwere zumindest einige Stunden pro Tag anwesend ist.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)