Nachbarn als Netzwerk … Vor einigen Jahren hätte das für mich nicht geklappt, nach Mieterwechsel etc. ist mal einkaufen etc. möglich. Wahrscheinlich könnte ich auch jemanden bitten, mich im Krankenhaus abzuholen, aber es gibt Taxis. Außerdem wäre es auch zeitlich schwierig, da alle, die einen Führerschein haben, arbeiten.
Keinen meiner Nachbarn möchte ich bitten, nach einer ambulanten OP bei mir zu wachen. Freunde, die weiter weg wohnen, könnte ich mir als telefonisches Backup vorstellen. Aber das scheint ja nicht zu genügen. Was also in diesem Fall?
So ist es. Ich empfinde das als so etwas von überheblich, automatisch davon auszugehen, dass man jemanden für die Nachtwache parat stehen hat. Und wenn sie weder damit zufrieden sind, dass man unterschreibt, über die Risiken aufgeklärt zu sein, noch von sich aus eine Möglichkeit der Übernachtung bieten, dann gilt man als ungeeingnet für eine ambulanten OP, und man wird nach AOP-Vertrag stationär operiert. Das heißt, die freie Arztwahl ist nicht unbedingt gegeben, und das ist es, was ich unfair finde.
Zitat von Dordogne im Beitrag #403Ich bin aber schon dankbar dafür, dass eine notwendige OP durchgeführt wird. Das ist auch in Europa nicht überall so.
Bin auch hin und wieder mal am Überlegen, auszuwandern, ist aber nicht so wirlich konkret. Und die Regelungen sind meines Wissens überall ähnlich. Wieso dankbar? Was wäre denn die Alternative dazu, für Betragszahler notwendige OP´s durchzuführen, zumal man die Übernachtung an sich ja bereit ist, zu zahlen? Wozu zahlen wir sonst ein? Notwendige OP´s dürfen nicht verweigert werden, nur weil man Single ist. Dass man 24 Stunden betreut sein muss, ist ja eine Auflage, die dem Patienten gemacht wird, und nicht etwas, das ich anspruchsvoller Mensch verlange.
Mir wurde sogar damals bei der telefonischen Patientenberatung gesagt, es geht um die Paragraphen
https://www.kbv.de/documents/infothek/re...aop-vertrag.pdf hier § 8 (4): Wenn man keine Betreuung im Falle von OP´s hat, die in diesem AOP-Katalog aufgeführt sind, müsse man dies der Krankenkasse gegenüber fallindividuell darstellen.
https://www.gkv-spitzenverband.de/media/..._BMV-Aerzte.pdf hier § 13 (8): Der behandelnde Arzt muss einen Patienten, der eine OP benötigt, die eigentlich ambulant durchzuführen wäre, wenn die Betreuung nicht sichergestellt werden kann, ins Krankenhaus einweisen.
Das heißt der Arzt, bei dem du ambulant in Behandlung bist, ist von sich aus verpflichtet, wenn du sagst, du lebst allein und hast keine Angehörigen, dich für die OP ins Krankenhaus einzuweisen, und nicht einfach zu sagen "Dann schauen sie selber".
Zitat von Charlie03 im Beitrag #397Wir haben das Eure Eltern im Alter gemacht?
Ganz easy. Meine Mutter, 25 Jahre chronisch krank, hatte mich. Sie hat noch ihre Mutter gepflegt, solange es ging, und auch mit meiner Ungterstützung (neben Studium, Job, Promotionstudium, erste Festanstellungen). Um die andere Großmutter, die dann auch dement war, habe ich mich gekümmert (sie war nicht pflegebdürftig, aber brauchte Aufsicht). Ich bin aus dem ganzen Schlamassel heraus in die Freiberuflichkeit gegangen - mit miesen Honoraren (Verlagswesen), was sich deutlich in meiner berufsständischen Versorgung zeigt.
-------------------------- Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.
@Knuffi 1. Das bezog sich darauf, dass Du unter diesen Umständen die freie Arztwahl als nicht gegeben siehst. Das stimmt, aber man wird operiert, wenn es nötig ist.
2. In einigen Ländern wird man unter Umständen nicht operiert. Ich habe jetzt dazu keinen Link, aber hier bei bfo habe ich gelesen, dass in GB manche OPs nicht mehr ab einem gewissen Alter gemacht werden.
Beitrag ediert, da ich keinen beständigen Link finde.
Zitat von Timeless im Beitrag #391Ich kenne tatsächlich niemanden der so ein Nachbarschaftsnetzwerk hat, weder in der Gegenwart noch aus der Vergangenheit. In den Mietshäusern besteht da gar kein Interesse nach näheren Kontakt, meiner Erfahrung nach. "Gibt es oft" möchte ich daher bezweifeln.
Dass die Nachbarschaft so gut vernetzt ist, kenne ich tatsächlich nur von meinen Eltern. Da gab es einige geborene Strippenzieher, die irgendwie jeden mit jedem zusammengebracht haben und es war seinerzeit ein Neubaugebiet, wo man gemeinsam bei Null angefangen hat.
Ich halte das eher für eine Ausnahme und kenne auch keine ähnlichen Beispiele. Meine Nachbarn sind allesamt nett und umgänglich und man grüßt sich freundlich, aber der Kontakt bleibt oberflächlich. Wenn ich darüber nachdenke, dann kenne ich leider deutlich mehr Menschen, die mit ihren Nachbarn zerstritten sind, als Menschen die ein enges Netzwerk in der Nachbarschaft pflegen.
Alleinstehende, die mit Nachbars Kindern Eisenbahn spielen, kenne ich tatsächlich überhaupt nicht. Brutal gesagt: Ein alleinstehender Mann, der so etwas vorschlägt, ist im schlimmsten Fall anschließend als Pädophiler verrufen und kriegt nirgendwo mehr einen Fuß in die Tür.
Und alleinstehende Frauen, die offensiv netzwerken, werden gerne mal als defizitär und bedürftig wahrgenommen. ("Die Arme hat keine Familie und jetzt sucht sie Anschluss...")
Ich kenne das auch nicht so, auch von anderen nicht. Und wie andere schon geschrieben haben, es ist keine Verpflichtung, zu netzwerken, nur damit man medizinische Leistungen aus seinem privaten Umfeld erhält. Es ist einfach eine Sauerei, zu versuchten, Patienten mit Vorschriften "erpressen", die sie nicht erfüllen KÖNNEN. Da kannst du hundert Kurzzeitpflegeeinrichtungen abtelefonieren, für diese lohnt sich nur eine Nacht meistens nicht. Im Krankenhaus ist es normal, dass Patienten ganz unterschiedlich lange da sind. Es kann nicht sein, dass du dir als Beitragszahler fast einen Anwalt nehmen musst, um eine Leistung zu bekommen - zumal ich niemand bin, die das System ausnutzt.
Zitat von Dordogne im Beitrag #406@Knuffi 1. Das bezog sich darauf, dass Du unter diesen Umständen die freie Arztwahl als nicht gegeben siehst. Das stimmt, aber man wird operiert, wenn es nötig ist.
2. In einigen Ländern wird man unter Umständen nicht operiert. Ich habe jetzt dazu keinen Link, aber hier bei bfo habe ich gelesen, dass in GB manche OPs nicht mehr ab einem gewissen Alter gemacht werden bzw. in Norwegen erst einige Jahre nach der Diagnostik einer Krebserkrankung.
Was du zu GB schreibst, das habe ich auch schon mehrfach gelesen. So etwas ist unmenschlich. In Norwegen hält man Patienten mit Krebs einfach mal jahrelang hin? Kann ich mir fast nicht vorstellen. Krebs wächst bzw. streut doch...
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man schon viel mehr erreicht, wenn man sich auf die Hinterfüße stellt und sich nicht alles gefallen lässt. Sie dürfen nichts verlangen, was uns unmöglich ist, damit wir unsere medizinischen Leistungen bekommen. Und das gilt auch für diejenigen, die nicht einfach mal schnell eine Übernachtung aus eigener Tasche stemmen können.
Zitat von Knuffi im Beitrag #408es ist keine Verpflichtung, zu netzwerken, nur damit man medizinische Leistungen aus seinem privaten Umfeld erhält.
Das wäre allerdings auch der falsche Grund. Ich begreife netten Kontakt zu den Nachbarn nicht als Zweck.
Interessant, dass Ihr das kaum so kennt. Wir haben das Glück, keine uniforme Nachbarschaft zu haben. Da ist quasi für jeden etwas dabei. Und eben auch ältere Damen mit Eisenbahnen und Vorlesebüchern.
In der alten Wohnung war es aber ähnlich. Und unsere Nachmieter haben das übernommen, deren Kinder wurden vom Rentnerpärchen unten drunter gehütet.
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken
Zitat von Knuffi im Beitrag #409Was du zu GB schreibst, das habe ich auch schon mehrfach gelesen. So etwas ist unmenschlich. In Norwegen hält man Patienten mit Krebs einfach mal jahrelang hin? Kann ich mir fast nicht vorstellen. Krebs wächst bzw. streut doch...
Missverständnis, leider finde ich nicht mehr den Beitrag, in dem stand, dass nach einer erfolgreichen Krebsbehandlung OPs, z.B. eine Knieprothese, erst nach einigen Jahren durchgeführt wird.
Zitat von Charlie03 im Beitrag #397Wir haben das Eure Eltern im Alter gemacht?
Meinen Eltern sind erst die Freunde weggestorben und dann sind sie selber krank und dement geworden. Sie haben ja mich, die sich um alles kümmert (und kümmern muss!). Sie haben nicht vorgesorgt, nicht entschieden und nur den Kopf in den Sand gesteckt.
Ich habe schon gesucht, finde den Beitrag aber nicht mehr. Ich habe jetzt auch außerhalb von bfo einen Link dazu gesucht, finde aber nichts. Ich weiß nur, dass ich erschrocken bin, als ich das gelesen habe und es mir deshalb gemerkt habe.
Ich ediere das in meinem Beitrag, auch wenn er schon zitiert wurde.
Zitat von Knuffi im Beitrag #408es ist keine Verpflichtung, zu netzwerken, nur damit man medizinische Leistungen aus seinem privaten Umfeld erhält.
Das wäre allerdings auch der falsche Grund. Ich begreife netten Kontakt zu den Nachbarn nicht als Zweck.
Interessant, dass Ihr das kaum so kennt. Wir haben das Glück, keine uniforme Nachbarschaft zu haben. Da ist quasi für jeden etwas dabei. Und eben auch ältere Damen mit Eisenbahnen und Vorlesebüchern.
In der alten Wohnung war es aber ähnlich. Und unsere Nachmieter haben das übernommen, deren Kinder wurden vom Rentnerpärchen unten drunter gehütet.
Ich habe auch netten Kontakt zu meinen Nachbarn. Aber es ist nun mal zu respektieren, dass es Bitten gibt, die man nicht an andere herantragen möchte. Ich würde mich damit nicht wohl fühlen, jemandem aufzubürden, Urlaub zu nehmen und dafür noch Verantwortung übergestülpt zu bekommen. Und es würde eine gute Nachbarschaft auch belasten, wenn die Nachbarin nicht ablehnen möchte, weil sie dann ein schlechtes Gewissen hat. Es gibt nun mal Menschen, die wollen sich um ihre medizinischen Problem nicht mit Hilfe von Nachbarn oder Kollegen kümmern, die ihnen null nahestehen. Wieso wird solch ein Unsinn immer vorausgesetzt? Und dann hundertmal nachzufragen "Ja, aber Sie haben doch sicher Freunde, Bekannte, Kollegen oder Nachbarn", das habe ich von diesem Arzt als extrem übergriffig empfunden. Man kann gerne fragen "Haben Sie jemand, der 24 Stunden bei Ihnen bleiben kann?" Und wenn die Antwort "nein" lautet, dann ist das so, wie andere auch schon geschrieben haben, dann Verzicht auf Begleitperson auf eigenes Risiko oder es wird mir gegen Bezahlung eine Übernachtung angeboten, egal ob Krankenhaus oder Kurzzeitpflege. Das ist sowieso total unlogisch. Entweder die Narkose ist gefährlich, dann ist jemand, der noch nie mit Krankheiten zu tun hatte, mit der Situation, wenn jemand ohnmächtig wird und nicht mal mehr selbst den Krankenwagen kann, schon psychisch überfordert, dann braucht es fachgerechte Überwachung. Oder es dreht sich nur um ein Restrisiko, dann muss man dafür als mündiger Mensch unterschreiben, dass man auf eine Begleitperson verzichtet. Das Gesundheitssystem ist für ALLE Personengruppen da und nicht nur für solche, die Angehörige in der Nähe haben.
Das sehe ich ja genauso wie Du, habe ich vorher auch schon geschrieben. Und ich würde das auch niemandem aufbürden wollen. Das ist ja genau der Punkt: ich habe ein gutes Netzwerk, aber es gibt Grenzen. Und da mein Netzwerk nicht aus Medizinern besteht, sind die dort erreicht.
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken
Dann sind ambulante Operationen in einer Praxis ohne Klinikanschluss für diese Personengruppe nicht geeignet. Es gibt für Alleinlebende ohne betreuende Angehörigen oder andere Betreuungspersonen Möglichkeiten, doch ggf. nicht beim Wunschoperateur. Das alles kann im Vorgespräch, auch unter Einbezug des Sozialdienstes einer Klinik, abgeklärt werden.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Habe dann selbst bei meiner gesetzlichen Krankenkasse um Rat gefragt. Es sei selbstverständlich, dass sie dann eine OP im Krankenhaus mit einer Übernachtung übernehmen. Auch im Bundeswehrkrankenhaus keinerlei blöde Fragerei. @Pia, ganz genau, das Argument werde ich mir für nächstes Mal auch merken. Wenn es tatsächlich Komplikationen geben sollte - und um solche Eventualitäten soll es ja gehen-, dann ist ein medizinischer Laie nicht unbedingt die Person, die damit umgehen kann. Das möchte man niemandem zumuten. Deswegen ist es ja für mich so unverständlich, dass Ärzte und Tageskliniken das so ganz selbstverständlich abwälzen wollen. Da frage ich mich, ob die irgendwelche Probleme mit dem Denken haben.
Meine Mutter lebte zum Schluss allein, war geh- und sehbehindert. Ich weit weg, Sohn tot. Sie hatte sich ueber Jahrzehnte einen Kreis von Freunden und Bekannten aufgebaut, unterschiedlichen Alters (30-80). Nicht berechnend, das ergab sich so durch all ihre Aktivitaeten. Von Vorteil war da, dass sie ihr Leben lang in der kleinen Stadt gelebt hat. Und sie war generell gerne mit Jüngeren zusammen. In den letzten Jahren haben sich die Mutter ihrer Tageskinder, die da fast erwachsenen Tageskinder, ihre zwei, drei Freundinnen, eine Nichte und ein paar Nachbarn gekümmert. Nie viel, aber halt mal mit Fahrten, Einkaufen, technischem und buerokratischem Kram. Da das nicht selbstverstaendlich ist, war ich da auch wirklich dankbar. Da sie selbst auch immer hilfsbereit war und ein offenes Haus hatte, gab es auch nie eine Kosten/Nutzenabrechnung.
Aber auf der anderen Seite finde ich es auch wichtig, dass ein System oder eine Gesellschaft die auffaengt, die eine andere Lebensweise bevorzugen. Und die nicht in Regen stehen laesst.
Ich werd mich jetzt aus dieser Diskussion rausziehen, weil ich nicht mehr in die deutschen Umstaende involviert bin. Hier gibt es diese Probleme zwar auch, aber die Mentalitaet hinsichtlich Volunteering, Helfen, Communitygedanken, etc ist doch zum Teil noch anders. Mag sich aendern, wenn die Probleme noch dringlicher werden, wer weiss.
"We can, in fact we must, continue to fight to make everything about society better, without destroying what's already great." Carrick Ryan, Australian political commentator
"We are all just walking each other home." Ram Dass, writer
Bei uns ist es so wie bei Pia. Man hilft sich untereinander im Haus.
******************************** Sagt es allen weiter - besonders den jungen Menschen: Werdet StammzellenspenderIn - rettet Leben! Spende geht oft über das Blut. * DKMS
Zitat von Sariana im Beitrag #418Dann sind ambulante Operationen in einer Praxis ohne Klinikanschluss für diese Personengruppe nicht geeignet. Es gibt für Alleinlebende ohne betreuende Angehörigen oder andere Betreuungspersonen Möglichkeiten, doch ggf. nicht beim Wunschoperateur.
Wo nimmst du jetzt die Praxis ohne Klinikanschluss und den Wunschoperateur her?
Ich bin beispielsweise in eine Klinikum vor die Wahl gestellt worden, eine Betreuungsperson zu stellen oder nicht operiert zu werden. Und den potenziellen Operateur habe ich überhaupt nicht gekannt, ich hatte diesbezüglich auch keine Wünsche.
Alternativ hätte ich eine Übernachtung aus eigener Tasche bezahlen dürfen. Das ist aber für Menschen mit wenig Geld eine unheimliche Belastung und aus meiner Sicht völlig indiskutabel. Die Operation ist erforderlich, aus haftungsrechtlichen Gründen ist eine Entlassung ins häusliche Umfeld (alleine) offensichtlich nicht möglich - aber die Betreuung nach der Operation wird als Privatvergnügen betrachtet und abgerechnet?
Ich hatte das Glück, dass es in gut erreichbarer Nähe ein anderes Klinikum gab, wo man mich ohne lange Diskussionen für eine Nacht aufgenommen hat. Aber es gibt natürlich Regionen, wo man froh und dankbar ist, überhaupt ein Krankenhaus in der Nähe zu haben. Für den sozial schwachen Rentner im ländlichen Raum sind solche Zustände eine Katastrophe.
Zitat von Knuffi im Beitrag #416 Das Gesundheitssystem ist für ALLE Personengruppen da und nicht nur für solche, die Angehörige in der Nähe haben.
Übertreibst Du jetzt nicht etwas sehr? Der Arzt, der es nicht fassen konnte, ist halt ein Trottel, sowas kommt leider vor. Aber das Gesundheitsystem sorgt durchaus (wie Du auch schon per §§ erklärt bekamst), für Alleinstehende. Ist eben umständlicher, und eventuell leider teurer.
ZitatDas ist sowieso total unlogisch. Entweder die Narkose ist gefährlich, dann ist jemand, der noch nie mit Krankheiten zu tun hatte, mit der Situation, wenn jemand ohnmächtig wird und nicht mal mehr selbst den Krankenwagen kann, schon psychisch überfordert, dann braucht es fachgerechte Überwachung.
DAS ist unlogisch. 1. Ja, Narkosen können gefährlich bis tödlich sein. 2. Quer durch die Republik wird tagtäglich hunderte Male ein Rettungswagen von „normalen Menschen“ gerufen - wieso soll es jemand „psychisch überfordern“, das zu tun, wenn die Freundin schlechter Luft bekommt, verstärkt blutet, oder gar ohnmächtig wird? Klar, das ist nicht schön, aber auch kein Horrortrip.
ZitatOder es dreht sich nur um ein Restrisiko, dann muss man dafür als mündiger Mensch unterschreiben, dass man auf eine Begleitperson verzichtet.
Wenn Du NACH der OP flitzt, und vorher eben lügst, ist das DEINE Verantwortung.
Doc DARF Dich aber nicht operieren, wenn Du vorher schon „nicht vorhandene Begleitperson“ angibst. Das wäre quasi ein Kunstfehler. Ist das so schwer zu verstehen?
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von Pia im Beitrag #417DUnd da mein Netzwerk nicht aus Medizinern besteht, sind die dort erreicht.
Um festzustellen, daß es jemand nach einer OP schlechter geht, Er/sie ohnmächtig wird, etc… braucht es keinen medizinischen Berufsabschluß. Sondern lediglich Augen, Ohren, und etwas gesunden Menschenverstand.
Und einen normalerweise funktionierenden Telefonanschluß zum 112 wählen.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von Sariana im Beitrag #418Ich bin beispielsweise in eine Klinikum vor die Wahl gestellt worden, eine Betreuungsperson zu stellen oder nicht operiert zu werden. Und den potenziellen Operateur habe ich überhaupt nicht gekannt, ich hatte diesbezüglich auch keine Wünsche.
Weil das nun mal die Vorgabe der ärztlichen Leitlinien ist - zu deiner Sicherheit. Und auch um keinGeld zu verschwenden. („Operation durchgeführt, aber Patient aufgrund Eigenentscheid bzgl Nachbetreuung tot.“)
ZitatAlternativ hätte ich eine Übernachtung aus eigener Tasche bezahlen dürfen. Das ist aber für Menschen mit wenig Geld eine unheimliche Belastung und aus meiner Sicht völlig indiskutabel. Die Operation ist erforderlich, aus haftungsrechtlichen Gründen ist eine Entlassung ins häusliche Umfeld (alleine) offensichtlich nicht möglich - aber die Betreuung nach der Operation wird als Privatvergnügen betrachtet und abgerechnet?
Und Du hast nicht mal Deine Krankenkasse befragt, was die dazu meint?
[quote]Ich hatte das Glück, dass es in gut erreichbarer Nähe ein anderes Klinikum gab, wo man mich ohne lange Diskussionen für eine Nacht aufgenommen hat. Aber es gibt natürlich Regionen, wo man froh und dankbar ist, überhaupt ein Krankenhaus in der Nähe zu haben. Für den sozial schwachen Rentner im ländlichen Raum sind solche Zustände eine Katastrophe.
Ein anderes Klinikum konntest Du also suchen? Weshalb nicht mal Deine KK anrufen, was die zur Ansage „Selbstzahlung“ sagt?
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.