Zitat von Charlie03 im Beitrag #369Ja, ich glaube, dass es notwendig ist, ein Netzwerk zu haben.
Dem Problem, dass die Netzwerke ebenso altern wie der Rest der Gesellschaft, haben wir uns noch nicht angenähert.
Meine Eltern haben seit Jahrzehnten ein außergewöhnlich gutes und dichtes soziales Netz. Aber die Nachbarn und Freunde kommen gemeinsam in ein Alter, wo die Kraft nachlässt und der Hilfsbedarf zunimmt.
Die Hausgemeinschaft ist ausgezeichnet, man unterstützt sich gegenseitig, aber
- der eine ist alleinstehend und hat Krebs im Endstadium, - die nächste ist verwitwet und hat schon seit Jahren massive psychische Probleme, - Ehepaar X: Er schwer herzkrank, sie mit massiver Gehbehinderung, - Ehepaar Y: Er durch zwei Krebserkrankungen gezeichnet, bei ihr gibt es erste Anzeichen von Demenz und sie sieht ziemlich schlecht - Herr Z: Verwitwet und als einziger unter den älteren Hausbewohnern noch sehr agil. Häufig außer Haus, weil er sehr häufig die Kinder und Enkel besucht. - Und dann zwei junge Paare mit Kleinkindern.
Dass der Blinde den Lahmen stützt, funktioniert ab einem gewissen Punkt nicht mehr, und die jungen Paare kann man auch nicht total überfordern. Der "Silver Tsunami" trifft die Hausgemeinschaften, Skatrunden und Vereine ebensosehr wie die Kranken- und Rentenkassen.
Zitat von -franzi- im Beitrag #357Aus Gründen bin ich auf Facebook in einer Gruppe, in der es um Pflegedienste geht.
Patienten haben dort jetzt häufig geschrieben, dass die Pflegedienste die Preise anheben, aber sie, die Patienten, sich im Grunde es nicht mehr leisten können, oder aber sie müssen weniger Leistung einkaufen. Meist handelt es sich um zu Pflegende, die ohnehin nicht so gut finanziell gestellt sind, trotzdem aber besser als mit Grundsicherung . Diese Menschen zwischen arm und mittel werden netto immer weniger Geld zur Verfügung haben, werden aber nicht durch eine Sozialamt unterstützt. [...] Aber Leute die so richtig krank sind, haben vielleicht gar keine Kraft mehr auf Anträge. Die werden mit der Zeit vor die Hunde gehen.
Bei solchen Gruppen würde ich immer als Möglichkeit mitdenken, dass vielleicht nicht alle Betroffenen optimal informiert sind.
Hier findest du (ziemlich weit nach unten scrollen) die Tabelle, was gezahlt wird, wenn Angehörige (das müssen nicht Verwandte sein!) die Versorgung übernehmen (Pflegegeld), und wenn Pflegedienste dies tun (Pflegesachleistung - das Wort war mir vorhin nicht eingefallen). Bei PG 2 sind das 796, bei PG 3 1497 €, dafür kann man schon einige Leistungen bekommen. Das zahlt komplett die Pflegeversicherung, dafür muss niemand in die eigene Tasche greifen. Dies wäre nur dann der Fall, wenn die Pflegebedürftigen noch zusätzlich Leistungen dazu kaufen wollen.
Wenn das, was die Kasse zahlt, nicht ausreicht, wäre zu überlegen, ob ein Antrag auf Pflegegraderhöhung in Betracht kommt, alternativ wäre ein Umzug in ein Heim zu erwägen.
Man kann, wenn man dazu selber nicht in der Lage ist, sich bei Sozialverbänden beraten lassen, auch die Versicherungen haben Berater, die bei Bedarf ins Haus kommen.
Virginia, Gisèle, Collien, danke für euren Mut! 🌹
************************************ Moderatorin in der Pandemie und Politik, bei der Nachhaltigkeit, beim Sozialen Engagement und den Festen, bei Klatsch & Tratsch, im Persönlichkeits-, Erziehungs-, Baby-, Familien- und Trauerforum, im Glücklicher leben, bei den Angehörigen, in der allg. Gesundheit, der Kindergesundheit und bei den Krebserkrankungen, in den Krisenbeziehungen, bei den Hobbies, der Photographie und bei den besonderen Ernährungsformen.
Zitat von -franzi- im Beitrag #354Agathe, wenn ich die prozentzahlen von 2019 an zusammenzähle kommt weniger als 25% heraus, und das ist gegenüber der Erhöhung der lebensmittelpreise um 37 % immer noch ein großes Defizit.
Die Renten sind seit 2020 um durchschnittliche 25% gestiegen. Im Osten sogar etwas mehr, im Westen etwas weniger. Du musst das kumuliert rechnen, einfach die Prozentzahlen addieren ist rechnerisch falsch. Der Verbraucherpreisindex ist seit 2020 um 23% gestiegen.
@BBlueVelvet lege mir bitte mal deine kumulierte rechnung vor angesichts der nullrunde im westen in 2021 🫣
und angesichts der rentenerhoehungen steigen naemlich auch prozentual die beitraege zur krankenversicherung an von den beitragserhoehungen der gkv die letzten jahre mal abgesehen
und dann koennen wir uns mal ueber die steigerung der pflegeversicherungsbeitraege unterhalten, welche der rentner eben nicht anteilig von der drv bekommt, sondern zu 100% aus eigener tasche bezahlen muss
aktuell bei 1000 euro bruttorente als jemand der mindestens 1 kind angerechnet bekommt, sind das naemlich schon mal 36€ die jeden monat vom rentner bezahlt werden muessen
um mal bei den 1000 € bruttorente zu bleiben 14,6% kv-beitrag anteilig die haelfte sind 73 € 2,5% zusatzbeitrag anteilig die haelfte sind 12,50 pflegeversicherung 36 €
Zitat von Nocturna im Beitrag #372Die Jungen sind Zahlmeister einer längst vergeigten Rentenreform. Sie sollen einerseits für eine stetig anwachsende Zahl von Ruheständler zahlen, aber andererseits selbst nebenbei vorsorgen.
Exakt.
Ich bin nicht mehr jung. Aber ich kann rechnen. Ich ärgere mich massiv über die Wahlgeschenke der CDU (und SPD), darüber, dass der Junge Flügel sich nicht durchsetzen konnte. Jeder, der 1 und 1 zusammenzählen kann, sieht, was passiert, Herr Werding dröselt das Sonntag für Sonntag auf, aber die Entscheider verschließen die Augen, weil Entscheidungen Wählerstimmen kosten könnten.
Und die nachfolgenden Generationen dürfen den Mist ausbaden. Und gleichzeitig selbst vorsorgen. Und den Klimawandel bekämpfen. Und sich in einer völlig anderen Welt zurechtfinden. Technologisch am Ball bleiben. Ach ja, die Alten sollen sie ja auch noch bespassen. Und nebenbei Kinder in die Welt setzen, irgendwer muss ja die nächste Generation...
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken
Zitat von ereS im Beitrag #380und angesichts der rentenerhoehungen steigen naemlich auch prozentual die beitraege zur krankenversicherung an von den beitragserhoehungen der gkv die letzten jahre mal abgesehen
Auch hier: das trifft doch alle anderen genauso?
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken
Zitat von ereS im Beitrag #380lege mir bitte mal deine kumulierte rechnung vor angesichts der nullrunde im westen in 2021 ��
Ich habe es gerade mal in Excel nachvollzogen.
Im Westen sind die Renten von 2020 bis 2025 um 23,41% gestiegen, im Osten um 26,12%. Das passt schon.
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken
Zitat von Schreckgespenst im Beitrag #377Dass der Blinde den Lahmen stützt, funktioniert ab einem gewissen Punkt nicht mehr, und die jungen Paare kann man auch nicht total überfordern. Der "Silver Tsunami" trifft die Hausgemeinschaften, Skatrunden und Vereine ebensosehr wie die Kranken- und Rentenkassen.
Das stimmt natürlich. Gut ist es daher, wenn das Umfeld möglichst gut gemischt ist. Unsere Nachbarn im Alter meiner Eltern waren immer bereit, spontan zum Kinderhüten einzuspringen (auch wenn wir das tatsächlich nur zweimal genutzt haben, aber das Netz ist viel wert!). Umgekehrt haben wir sie bei Krankheit bekocht, bei Armbruch mit eingekauft und schippen im Winter Schnee. Letzteres macht auch der Nachbar von gegenüber gerne, der altersmäßig zwischen uns liegt. Auch ohne dass wir alle so besonders eng miteinander wären. Ich hätte auch kein Problem, sie nach einer OP ein paar Tage mitzuversorgen, bisher haben sie so etwas aber selbst geregelt bekommen.
Solche Konstellationen gibt es oft. Und man muss auch nicht tollste Leistungen erbringen. Der jungen Mutter hilft es ja schon, wenn der Nachbar mal eine halbe Stunde die Holzeisenbahn mit aufbaut oder etwas vorliest zu während sie mal in Ruhe unter die Dusche darf. Dafür erklärt sie dem Senior das neue Smartphone.
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken
Zitat von ereS im Beitrag #380und angesichts der rentenerhoehungen steigen naemlich auch prozentual die beitraege zur krankenversicherung an von den beitragserhoehungen der gkv die letzten jahre mal abgesehen
Auch hier: das trifft doch alle anderen genauso?
mit alle anderen, meinst du alle rentner ?
privatversicherte (rentner) sind aussen vor, denn die bekommen von der drv einen zuschuss, der ansteigt, wenn die gkv ihre beitraege erhoeht
alone we can do soo little together we can do so much
Zitat von Twix im Beitrag #1Bei mir sieht das anders aus, ich habe weder Familie noch entsprechende Freunde die da in Frage kommen
Um noch einmal auf die ursprüngliche Frage zurückzukommen:
In einem solchen Fall würde bei.mir ziemlich sicher das Nachbarschaftsnetzwerk funktionieren. Nicht über Jahre, aber so für die nötigste Orga für ein paar Tage oder weniger Wochen.
Wenn ich das nicht hätte, würde ich mich wohl am ehesten an meine Kirchengemeinde wenden. Wenn die sich nicht selbst kümmern können, so wissen sie doch zumindest, an wen ich mich wenden kann.
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken
Zitat von ereS im Beitrag #386mit alle anderen, meinst du alle rentner ?
Nein, die Berufstätigen.
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken
Zitat von ereS im Beitrag #386privatversicherte (rentner) sind aussen vor, denn die bekommen von der drv einen zuschuss, der ansteigt, wenn die gkv ihre beitraege erhoeht
Die Privatversicherten sind noch einmal ein ganz anderer Fall. Da geht vielen der Arxxx auf Grundeis, da die Beiträge im Alter explodieren und sie eben nicht die Ersparnis aus den früheren Jahren konsequent zur Seite gelegt haben. Der DRV Zuschuss ist da nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber das ist ein anderes Thema.
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken
Wenn ich eine Gehaltserhöhung erhalten habe, war das auch brutto und die Beiträge inklusive Steuern sind entsprechend gestiegen.
Bei einer Bruttorente, wie von dir ereS angegeben, wäre einiges zu prüfen/prüfen zu lassen, um ggf. Grundrentenzuschlag, Grundsicherung im Alter (in dem Fall Aufstockung) oder Wohngeld zu erhalten.
Auch dazu beraten Sozialverbände, manche nur, wenn eine Mitgliedschaft vorliegt, manche auch kostenfrei.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Zitat von Schreckgespenst im Beitrag #377Dass der Blinde den Lahmen stützt, funktioniert ab einem gewissen Punkt nicht mehr, und die jungen Paare kann man auch nicht total überfordern. Der "Silver Tsunami" trifft die Hausgemeinschaften, Skatrunden und Vereine ebensosehr wie die Kranken- und Rentenkassen.
Das stimmt natürlich. Gut ist es daher, wenn das Umfeld möglichst gut gemischt ist. Unsere Nachbarn im Alter meiner Eltern waren immer bereit, spontan zum Kinderhüten einzuspringen (auch wenn wir das tatsächlich nur zweimal genutzt haben, aber das Netz ist viel wert!). Umgekehrt haben wir sie bei Krankheit bekocht, bei Armbruch mit eingekauft und schippen im Winter Schnee. Letzteres macht auch der Nachbar von gegenüber gerne, der altersmäßig zwischen uns liegt. Auch ohne dass wir alle so besonders eng miteinander wären. Ich hätte auch kein Problem, sie nach einer OP ein paar Tage mitzuversorgen, bisher haben sie so etwas aber selbst geregelt bekommen.
Solche Konstellationen gibt es oft. Und man muss auch nicht tollste Leistungen erbringen. Der jungen Mutter hilft es ja schon, wenn der Nachbar mal eine halbe Stunde die Holzeisenbahn mit aufbaut oder etwas vorliest zu während sie mal in Ruhe unter die Dusche darf. Dafür erklärt sie dem Senior das neue Smartphone.
Ich kenne tatsächlich niemanden der so ein Nachbarschaftsnetzwerk hat, weder in der Gegenwart noch aus der Vergangenheit. In den Mietshäusern besteht da gar kein Interesse nach näheren Kontakt, meiner Erfahrung nach. "Gibt es oft" möchte ich daher bezweifeln.
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich völlig ungeniert.
Zitat von Pia im Beitrag #387 Um noch einmal auf die ursprüngliche Frage zurückzukommen:
In einem solchen Fall würde bei.mir ziemlich sicher das Nachbarschaftsnetzwerk funktionieren. Nicht über Jahre, aber so für die nötigste Orga für ein paar Tage oder weniger Wochen.
Wenn ich das nicht hätte, würde ich mich wohl am ehesten an meine Kirchengemeinde wenden. Wenn die sich nicht selbst kümmern können, so wissen sie doch zumindest, an wen ich mich wenden kann.
Kirchengemeinde? Nicht jeder ist religiös und gehört einer Gemeinde an. Ich bin aus der Kirche ausgetreten und habe damit gar nichts am Hut. Das wäre so gar keine Option.
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich völlig ungeniert.
Die Kirchengemeinde ist eine Option. Die helfen übrigens auch Nichtmitgliedern.
Zitat von Timeless im Beitrag #391Ich kenne tatsächlich niemanden der so ein Nachbarschaftsnetzwerk hat,
Dann hatte ich bisher einfach Glück. Denn das hat an jedem meiner Wohnorte geklappt. Und die waren sehr unterschiedlich.
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken
Zitat von Pia im Beitrag #385 Gut ist es daher, wenn das Umfeld möglichst gut gemischt ist. Unsere Nachbarn im Alter meiner Eltern waren immer bereit, spontan zum Kinderhüten einzuspringen (auch wenn wir das tatsächlich nur zweimal genutzt haben, aber das Netz ist viel wert!). Umgekehrt haben wir sie bei Krankheit bekocht, bei Armbruch mit eingekauft und schippen im Winter Schnee. Letzteres macht auch der Nachbar von gegenüber gerne, der altersmäßig zwischen uns liegt. Auch ohne dass wir alle so besonders eng miteinander wären. Ich hätte auch kein Problem, sie nach einer OP ein paar Tage mitzuversorgen, bisher haben sie so etwas aber selbst geregelt bekommen.
Schöne heile Welt, wahrscheinlich würden sich das viele auch wünschen.
Zitat von Pia im Beitrag #385 Solche Konstellationen gibt es oft. [...]
Woraus schließt Du das?
Ich glaube nicht, dass das der Lebensrealität vieler Menschen entspricht.
Es gibt doch so viel anonymes Nebeneinander - siehe auch das Thema Einsamkeit. Stuttgart war es glaube ich, in dem ca. 10 % angaben, sich einsam zu fühlen.
Irgendwie läuft der Strang sehr in Richtung "da müsst ihr halt netzwerken" und Tipps, wie dieses hilfsbereite Miteinander aussehen kann.
Das lässt sich aber zum einen gar nicht so leicht aufbauen, zum anderen sind manche Leute eher introvertiert und wollen/können so ein Netzwerk gar nicht dauerhaft pflegen - ohne Pflege zerbröselt das nämlich rasch.
******************************** Sagt es allen weiter - besonders den jungen Menschen: Werdet StammzellenspenderIn - rettet Leben! Spende geht oft über das Blut. * DKMS
Zitat von Charlie03 im Beitrag #397Wir haben das Eure Eltern im Alter gemacht?
In den früheren Generationen lebten auf dem Land die Verwandten nah beieinander - da haben sich i.d.R. Kinder oder Geschwister gekümmert.
Das System wird in der heutigen Zeit schwieriger - ich wohne mehrere hundert km entfernt. Bisher kommen meine Eltern gut klar, sollte sich das ändern, werden wir Kinder uns kümmern - sollte ich den Hauptpart übernehmen, werden sie hierher ziehen müssen, sonst kann ich das nicht leisten.
Ich werde auch nicht mein Leben komplett danach ausrichten, das würden sie auch nicht wollen.
Zitat von Holunder im Beitrag #395zum anderen sind manche Leute eher introvertiert und wollen/können so ein Netzwerk gar nicht dauerhaft pflegen - ohne Pflege zerbröselt das nämlich rasch.
Oh, ich bin megaschlecht im Netzwerken, hasse Feiern und Menschenansammlungen jeglicher Art, vergesse jeden Geburtstag, bin eher introvertiert, also denkbar schlechte Voraussetzungen.
Irgendwie klappt es trotzdem.
Unsere Eltern? Sehr unterschiedlich. Zwei sehr selbständige, zweimal Kopf in den Sand. Aber alle recht gut vernetzt. Die Fraktion Kopf in den Sand hat dann irgendwann massiv Unterstützung von uns Kindern gefordert, sowohl finanziell als auch zeitlich. Insbesondere beim Finanziellen hilft ein Netzwerk halt auch nichts.
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken