Zitat von -franzi- im Beitrag #346Bei Pflegeheimen bin ich bislang davon ausgegangen, dass dort Leute leben, die einen Pflegegrad haben.t aber vielleicht irre ich mich und es sind eigentlich Altersheime gemeint.
Wer einen Pflegegrad hat, bekommt Pflegegeld bzw kann es direkt mit einem entsprechenden pflegedienst verrechnen. Da die Pflegedienste jetzt im nächsten Jahr in der Regel ihre Kosten erhöhen, können die entsprechenden Patienten mit demselben Budget, dass sie haben, entweder nur noch weniger Leistung bekommen, oder sie müssen zuzahlen.
Nein, franzi, da bist du auf dem Holzweg.
Zunächst: Altersheime, in die man ohne Pflegegrad einziehen kann gibt es nicht mehr (mit Ausnahme der Seniorenresidenzen für die zahlungskräftige Klientel).
Wenn eine Person einen Pflegegrad hat, bekommt sie Pflegegeld - die Höhe ist a) davon abhängig, ob davon ein Pflegedienst/ ein Pflegeheim bezahlt wird oder ob Angehörige die Pflege leisten (im letzteren Fall sind die Sätze niedriger). Es gibt auch die Möglichkeit, Angehörigenpflege und Pflegedienst zu kombinieren, dann gibt es einen Mischsatz.
Im Fall von Angehörigenpflege erhält die pflegebedürftige Person das Geld und leitet es an die Pflegenden weiter, ein Pflegedienst erhält das Geld direkt von der Pflegekasse, es sei denn der/ die Patient:in ist privat versichert.
Ist die Person im Pflegeheim, geht die Summe (m.W. dieselbe wie im Fall vom Pflegedienst, da bin ich aber nicht ganz sicher) direkt an das Heim. Das reicht aber natürlich nicht, um sämtliche Kosten zu decken, es fallen ja nicht nur Kosten für die Pflege, sondern Unterbringungs- und Verpflegungskosten, Lohnkosten für andere Beschäftigte (Verwaltung, Reinigung etc.) an, die Person hat Anspruch auf ein Taschengeld, und einen Teil darf die Verwaltung des Heims für Investitionen zurücklegen.
Das Heim finanziert seine Arbeit also zum Teil aus dem Pflegegeld von der Pflegekasse, gestaffelt nach Pflegegrad, zum anderen Teil vom Eigenanteil, den die/der zu Pflegende selbst zu zahlen hat. Im Fall dass sie/er nicht zahlungsfähig ist, kommt das Sozialamt dafür auf, wie Agathe schon sagte. Die Eigenanteile liegen im Schnitt bei 3000 Euro pro Monat, natürlich stark abhängig von der Lage des Heims, es kann also mehr oder auch weniger sein.
Virginia, Gisèle, Collien, danke für euren Mut! 🌹
************************************ Moderatorin in der Pandemie und Politik, bei der Nachhaltigkeit, beim Sozialen Engagement und den Festen, bei Klatsch & Tratsch, im Persönlichkeits-, Erziehungs-, Baby-, Familien- und Trauerforum, im Glücklicher leben, bei den Angehörigen, in der allg. Gesundheit, der Kindergesundheit und bei den Krebserkrankungen, in den Krisenbeziehungen, bei den Hobbies, der Photographie und bei den besonderen Ernährungsformen.
Zitat von -franzi- im Beitrag #350Mag sein dass das stimmt, aber sie sind nicht angepasst an das, was man Ausgaben hat.
Lebensmittelpreise sind ca um 25% gestiegen, und Lebensmittel sind in Wesentlichen das, was sich Rentner leisten können. Jedenfalls durchschnittsrentner, keine Pensionäre und keine alten Leute, die jetzt in den 90ern sind und damit die Hochzeit der hohen Renten abgegriffen haben. Durchschnittsrentner eben. Sie haben effektiv immer weniger Geld.
P.s in den letzten sechs Jahren sogar um 37%
Laut deutscher Rentenversicherung betrug die Steigerung der gesetzlichen Renten seit 2019 etwa 25%.
Ja genau, ich war nicht komplett auf dem Holzweg, höchstens in der Formulierung:
Das Geld, was die Pflegekasse zahlt, geht ans Heim respektive an den Pflegedienst, wenn jemand zu Hause wohnt. Dadurch, dass aber die Kosten steigen, das Geld, dass die Pflegekasse zahlt, aber nicht, bleibt eine Lücke. Aber ich habe gelernt, dass das Sozialamt diese Lücke trägt. Sofern man nicht vermögend genug ist, als Rentner diese Lücke selbst zu tragen.
Was allerdings heutige Rentner kaum schaffen können.
PS was machen eigentlich im Rentner mit pflegegrad, die zu Hause gepflegt werden? Müssen sich dann zusätzlich noch um zusätzliche Unterstützung bemühen. Ach nee, ich würde es mir gar nicht vorstellen.
Ich hoffe, dass, wenn ich mal irgendwann so alt und klapprig bin, ich mich an KI und Roboter gewöhnt habe und damit zurechtkomme.
Agathe, wenn ich die prozentzahlen von 2019 an zusammenzähle kommt weniger als 25% heraus, und das ist gegenüber der Erhöhung der lebensmittelpreise um 37 % immer noch ein großes Defizit.
Wer in seiner eigenen Wohnung lebt und pflegebedürftig ist (mit Pflegegrad), hat entweder einen Pflegedienst oder Angehörige, die pflegen.
Wenn die Rente zu gering ist, gibt es die Grundsicherung.
Meinst du das?
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Zitat von -franzi- im Beitrag #350Mag sein dass das stimmt, aber sie sind nicht angepasst an das, was man Ausgaben hat.
Ja, aber wem möchtest du in die Tasche greifen? Die Rentner können nichts zahlen, dann also die Berufstätigen, die sowieso schon EU-weit bei den Sozialabgaben steuerlich am höchsten belastetet werden? Und Rentner und Pflegebedürftige werden es aufgrund der Demographie in den nächsten Jahrzehnten immer mehr.
Die Ausgaben der Rentenversicherung werden von heute 417 Mrd im Jahr auf 802 Mrd im Jahr in 2045 steigen nach Schätzung von Arbeitgeber und Wirtschaftsverbände. Wer soll das zahlen? Genau deswegen haben wir doch die Rentendebatte. Wenn die Rentner immer mehr werden, die Einnahmen aber nicht steigen, was ist dann die logische Schlussfolgerung? Richtig, es bleibt für den Einzelnen weniger übrig. Es sei denn unsere Wirtschaft zieht rasant an und es gibt mehr umzuverteilen. Da bin ich aber skeptisch.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Charlie Aus Gründen bin ich auf Facebook in einer Gruppe, in der es um Pflegedienste geht.
Patienten haben dort jetzt häufig geschrieben, dass die Pflegedienste die Preise anheben, aber sie, die Patienten, sich im Grunde es nicht mehr leisten können, oder aber sie müssen weniger Leistung einkaufen. Meist handelt es sich um zu Pflegende, die ohnehin nicht so gut finanziell gestellt sind, trotzdem aber besser als mit Grundsicherung . Diese Menschen zwischen arm und mittel werden netto immer weniger Geld zur Verfügung haben, werden aber nicht durch eine Sozialamt unterstützt. Denn offiziell haben sie zu viel Geld, aber inoffiziell reicht es trotzdem für die Pflege nicht. Oder für die Lebensmittel oder für die Miete oder für irgendetwas.
Aus meiner Sicht gibt es dort Lücken.
Ja ich weiß, ihr sagt dann "muss man eben einfach einen Antrag stellen". Aber Leute die so richtig krank sind, haben vielleicht gar keine Kraft mehr auf Anträge. Die werden mit der Zeit vor die Hunde gehen.
Zitat von -franzi- im Beitrag #354Agathe, wenn ich die prozentzahlen von 2019 an zusammenzähle kommt weniger als 25% heraus, und das ist gegenüber der Erhöhung der lebensmittelpreise um 37 % immer noch ein großes Defizit.
Ja, klar, zwischen 25% und 37% ist ein Unterschied, aber die Inflation bezieht sich ja nicht nur auf Lebensmittel. Auf die 25% kommt man, indem man die Werte von 2019 bis 2024 durcheinander dividiert.
Zitat von -franzi- im Beitrag #350Mag sein dass das stimmt, aber sie sind nicht angepasst an das, was man Ausgaben hat.
Ja, aber wem möchtest du in die Tasche greifen? Die Rentner können nichts zahlen, dann also die Berufstätigen, die sowieso schon EU-weit bei den Sozialabgaben steuerlich am höchsten belastetet werden? Und Rentner und Pflegebedürftige werden es aufgrund der Demographie in den nächsten Jahrzehnten immer mehr.
Die Ausgaben der Rentenversicherung werden von heute 417 Mrd im Jahr auf 802 Mrd im Jahr in 2045 steigen nach Schätzung von Arbeitgeber und Wirtschaftsverbände. Wer soll das zahlen? Genau deswegen haben wir doch die Rentendebatte. Wenn die Rentner immer mehr werden, die Einnahmen aber nicht steigen, was ist dann die logische Schlussfolgerung? Richtig, es bleibt für den Einzelnen weniger übrig. Es sei denn unsere Wirtschaft zieht rasant an und es gibt mehr umzuverteilen. Da bin ich aber skeptisch.
Ja, was bleibt übrig? Ein MassenSelbstmord der Rentner. Damit können noch dann die Berufstätigen schön zufrieden sein. Keine Verantwortung mehr für die Alten, genügend Geld für sich selbst.
Zitat von -franzi- im Beitrag #354Agathe, wenn ich die prozentzahlen von 2019 an zusammenzähle kommt weniger als 25% heraus, und das ist gegenüber der Erhöhung der lebensmittelpreise um 37 % immer noch ein großes Defizit.
Ja, klar, zwischen 25% und 37% ist ein Unterschied, aber die Inflation bezieht sich ja nicht nur auf Lebensmittel. Auf die 25% kommt man, indem man die Werte von 2019 bis 2024 durcheinander dividiert.
Natürlich bezieht sich die Inflation nicht nur auf Lebensmittel, aber Lebensmittel sind das, was ärmere menschengruppen am meisten brauchen. Ich weiß, dass im offiziellen Warenkorb auch Handys und neue Autos und neue elektronik landen und damit die Inflation heruntergerechnet wird. Aber das ist nicht das, was Rentner ausgeben.
Zitat von -franzi- im Beitrag #357Ja ich weiß, ihr sagt dann "muss man eben einfach einen Antrag stellen". Aber Leute die so richtig krank sind, haben vielleicht gar keine Kraft mehr auf Anträge. Die werden mit der Zeit vor die Hunde gehen.
Aber was wäre denn die Alternative dazu, einen Antrag zu stellen? Wer könnte denn wissen, wie die finanzielle Lage von jemandem ist und ob zusätzliche Grundsicherung gebraucht wird? Nicht wenige Rentner haben ja außer der gesetzlichen Rente noch eine betriebliche Rente, evtl. eine private Rentenversicherung, Mieteinnahmen, whatever. Wer keinen Antrag mehr stellen kann, muss sich helfen lassen, von Angehörigen oder z.B. dem Vdk (bzw. dessen Nachfolgeorganisation) oder anderen entsprechenden Stellen. Wer das nicht mehr kann, braucht einen gesetzlichen Betreuer, der exakt für sowas da ist.
Zitat von Agathe13 im Beitrag #358Ja, klar, zwischen 25% und 37% ist ein Unterschied, aber die Inflation bezieht sich ja nicht nur auf Lebensmittel. Auf die 25% kommt man, indem man die Werte von 2019 bis 2024 durcheinander dividiert.
Natürlich bezieht sich die Inflation nicht nur auf Lebensmittel, aber Lebensmittel sind das, was ärmere menschengruppen am meisten brauchen. Ich weiß, dass im offiziellen Warenkorb auch Handys und neue Autos und neue elektronik landen und damit die Inflation heruntergerechnet wird. Aber das ist nicht das, was Rentner ausgeben.
Im Warenkorb sind keine Autos und schon gar keine neuen. Und Elektronik? Nur zu 5% maximal unter "Einrichtungsgegenstände". Den Löwenanteil macht die Kategorie "Wohnen" aus:
Zitat von -franzi- im Beitrag #354Agathe, wenn ich die prozentzahlen von 2019 an zusammenzähle kommt weniger als 25% heraus, und das ist gegenüber der Erhöhung der lebensmittelpreise um 37 % immer noch ein großes Defizit.
Die Renten sind seit 2020 um durchschnittliche 25% gestiegen. Im Osten sogar etwas mehr, im Westen etwas weniger. Du musst das kumuliert rechnen, einfach die Prozentzahlen addieren ist rechnerisch falsch. Der Verbraucherpreisindex ist seit 2020 um 23% gestiegen.
Ich habe neue Laufschuhe. Ich bin schon ganz außer Atem. Jetzt noch den zweiten anziehen!
-franzi-, vorsorgen für den Fall, dass es im Krankheits- und/oder Pflegefall eng wird/werden könnte, besteht nicht nur aus dem Spargroschen. Informieren, was, wann, wo beantragt werden kann, falls man Hilfe benötigen sollte - bevor der Fall des Falles eintritt.
Wohngeld vor Grundsicherung im Alter, wenn die Einkommensgrenzen überschritten werden. Es gibt viele Anlaufstellen wie Caritas, Paritätischer Wohlfahrtsverband, Diakonie usw. mit ihren Alten- und Seniorenzentren, die telefonisch und via Mail erreichbar sind, die je nach Personal inklusive Ehrenamtlichen auch mit Hausbesuchen, Nachbarschaftshilfe unterstützen. Die sind unter anderem behilflich beim Ausfüllen von Formularen, weisen auf mögliche weitere Unterstützung hin. Bei unseren hiesigen Einrichtungen muss man weder alt noch Senior sein, um Hilfen, auch für Angehörige, nachzufragen.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Zitat von -franzi- im Beitrag #354Agathe, wenn ich die prozentzahlen von 2019 an zusammenzähle kommt weniger als 25% heraus, und das ist gegenüber der Erhöhung der lebensmittelpreise um 37 % immer noch ein großes Defizit.
Die Renten sind seit 2020 um durchschnittliche 25% gestiegen. Im Osten sogar etwas mehr, im Westen etwas weniger. Du musst das kumuliert rechnen, einfach die Prozentzahlen addieren ist rechnerisch falsch. Der Verbraucherpreisindex ist seit 2020 um 23% gestiegen.
Der größte Teil sind aber wohnen und Lebensmittel. Insofern ist der verbraucherpreisindex irrelevant.
Ich merke es leider selbst: ich kann nur noch billigs einkaufen, nur nach Angeboten, und trotzdem wird mein Geld immer weniger weniger weniger.
Zitat von -franzi- im Beitrag #350Mag sein dass das stimmt, aber sie sind nicht angepasst an das, was man Ausgaben hat.
Aber das geht doch anderen mit schmalen Budget genauso? Die geben auch am meisten für's Wohnen und Essen aus.
Zitat von -franzi- im Beitrag #354Agathe, wenn ich die prozentzahlen von 2019 an zusammenzähle kommt weniger als 25% heraus, und das ist gegenüber der Erhöhung der lebensmittelpreise um 37 % immer noch ein großes Defizit.
Man kann die nicht einfach addieren. Da schlägt der Zinseszinseffekt zu. Multiplikativ.
Zitat von BBlueVelvet im Beitrag #363Die Renten sind seit 2020 um durchschnittliche 25% gestiegen. Im Osten sogar etwas mehr, im Westen etwas weniger. Du musst das kumuliert rechnen, einfach die Prozentzahlen addieren ist rechnerisch falsch. Der Verbraucherpreisindex ist seit 2020 um 23% gestiegen.
Genau. Die Rentner stehen im Vergleich zu vielen Lohngruppen bzgl. Der Steigerungen noch gut dar.
Zitat von -franzi- im Beitrag #365Ich merke es leider selbst: ich kann nur noch billigs einkaufen, nur nach Angeboten, und trotzdem wird mein Geld immer weniger weniger weniger.
Ja, das geht derzeit vielen so. Und das liegt eben auch daran, dass Renten- und Pflegebeiträge hoch sind. Es wird sicher nicht besser, ich halte Nocturnas Argumentation leider für stichhaltig.
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken
Zitat von -franzi- im Beitrag #354Agathe, wenn ich die prozentzahlen von 2019 an zusammenzähle kommt weniger als 25% heraus, und das ist gegenüber der Erhöhung der lebensmittelpreise um 37 % immer noch ein großes Defizit.
Die Renten sind seit 2020 um durchschnittliche 25% gestiegen. Im Osten sogar etwas mehr, im Westen etwas weniger. Du musst das kumuliert rechnen, einfach die Prozentzahlen addieren ist rechnerisch falsch. Der Verbraucherpreisindex ist seit 2020 um 23% gestiegen.
Die DRV-Renten.
Bezüge aus berufsständischen Versorgungswerken steigen nicht in dem Maß wie DRV-Renten. Zudem sind Krankenkassenbeiträge für die Versorgungswerk-Bezüge allein zu tragen. Und es ist beieleibe nicht so, dass die Bezieher:innen allesamt hohe Bezüge bekommen. Auch da gibt es nicht wenige, die bei 1500 liegen. Vor Steuern.
Kürzlich berichtete die Süddeutsche (glaube ich), dass die Ärzteversorgung eines Bundeslands schon jahrelang gar nicht erhöht hat.
-------------------------- Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.
Zitat von -franzi- im Beitrag #350Mag sein dass das stimmt, aber sie sind nicht angepasst an das, was man Ausgaben hat.
Aber das geht doch anderen mit schmalen Budget genauso? Die geben auch am meisten für's Wohnen und Essen aus.
Zitat von -franzi- im Beitrag #354Agathe, wenn ich die prozentzahlen von 2019 an zusammenzähle kommt weniger als 25% heraus, und das ist gegenüber der Erhöhung der lebensmittelpreise um 37 % immer noch ein großes Defizit.
Man kann die nicht einfach addieren. Da schlägt der Zinseszinseffekt zu. Multiplikativ.
Zitat von BBlueVelvet im Beitrag #363Die Renten sind seit 2020 um durchschnittliche 25% gestiegen. Im Osten sogar etwas mehr, im Westen etwas weniger. Du musst das kumuliert rechnen, einfach die Prozentzahlen addieren ist rechnerisch falsch. Der Verbraucherpreisindex ist seit 2020 um 23% gestiegen.
Genau. Die Rentner stehen im Vergleich zu vielen Lohngruppen bzgl. Der Steigerungen noch gut dar.
Zitat von -franzi- im Beitrag #365Ich merke es leider selbst: ich kann nur noch billigs einkaufen, nur nach Angeboten, und trotzdem wird mein Geld immer weniger weniger weniger.
Ja, das geht derzeit vielen so. Und das liegt eben auch daran, dass Renten- und Pflegebeiträge hoch sind. Es wird sicher nicht besser, ich halte Nocturnas Argumentation leider für stichhaltig.
Ich sage ja: Massenselbstmord. Nach Renteneintritt davor noch fünf Jahre leben, dann bitte Suizid. Damit man bloß keinem auf der Tasche liegt. vor allem nicht Generation Schneeflocke.
Die Frage war, was geschieht, wenn man niemanden hat und es heißt "Sorgen Sie dafür, dass Sie abgeholt werden bzw. jemand die nächsten 24 Stunden bei Ihnen ist."
So habe ich sie verstanden.
Ja, ich glaube, dass es notwendig ist, ein Netzwerk zu haben. Ja, manches ist dazu kaufbar und manches kann ggf. über die Kasse abgerechnet werden.
Ich habe Kolleginnen, die allein leben. Kinder auf anderen Kontinenten oder ohne. Da ging es um graue Star-OPs und Fußbrüche. Sie haben sich einNetzwerk vorher gesucht. Nachbarn kauften ein, Kolleginnen fuhren vorbei, eine blieb in Absprache länger in der Praxis. Wir haben telefonischen bzw. WhatsApp-Kontakt gehalten.
Ja, und die Kolleginnen, die uns benötigten, haben andere zuvor oder später unterstützt. Geben und Nehmen - nur so funktioniert es.
******************************** Sagt es allen weiter - besonders den jungen Menschen: Werdet StammzellenspenderIn - rettet Leben! Spende geht oft über das Blut. * DKMS
Einige der Versorgungswerke haben sich in den letzten Jahren leider übel verspekuliert. Das müssen die Mitglieder jetzt ausbaden (leider sind die entsprechenden Posten in den berufsständischen Versorgungswerken nicht immer nach Expertise besetzt worden).
Zitat von -franzi- im Beitrag #368Damit man bloß keinem auf der Tasche liegt. vor allem nicht Generation Schneeflocke.
Was haben die jetzt damit zu tun?
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken
Zitat von Charlie03 im Beitrag #369Ja, und die Kolleginnen, die uns benötigten, haben andere zuvor oder später unterstützt. Geben und Nehmen - nur so funktioniert es.
Ja, so in der Art haben wir das auch gelöst. Für die Kinder ein Netzwerk unter Eltern. Ein weiteres unter Nachbarn, bei gebrochenem Arm kauft man mit ein, etc. Bei einer geplanten OP würde ich vorkochen, einkaufen, einfrieren, notfalls eine Freundin bitten, eine Nacht hier zu übernachten (so wie wir es auch bei Entbindung und Co gelöst hatten). Wenn ich niemanden fände, müsste ich halt im KKH bleiben, dann eben nicht beim "nur ambulant" Operateur.
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken
Zitat von -franzi- im Beitrag #368 Ich sage ja: Massenselbstmord. Nach Renteneintritt davor noch fünf Jahre leben, dann bitte Suizid. Damit man bloß keinem auf der Tasche liegt. vor allem nicht Generation Schneeflocke.
Ein bisschen Dramaturgie ist nie verkehrt. Allerdings sind längst nicht alle Rentner arm, dreiviertel der Rentner sind es nämlich nicht. Und wenn alle Rentner mit der Gießkanne über hohe Aufstockungen versorgt werden, profitieren überwiegend die Falschen. Der Weg über Einzelhilfen ist im Sinne der Steuerzahler dann deutlich zielführender und gerechter.
Ich verstehe die Sorgen der Rentner, wenn der Alltag wie wohnen und essen immer teurer wird, aber ich verstehe auch die Sorgen der jüngeren Generation. Was können die dafür, dass in den kommenden Jahrzehnten ein Silver Tsunami auf sie zurollt? Die Jungen sind Zahlmeister einer längst vergeigten Rentenreform. Sie sollen einerseits für eine stetig anwachsende Zahl von Ruheständler zahlen, aber andererseits selbst nebenbei vorsorgen. Und die einzig attraktiven Instrumente für eine solide Zusatzversorgung im Alter möchten dann einige Parteien mit zusätzlichen Sozialabgaben zur schon vorhandenen Steuer belegen.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Zitat von -franzi- im Beitrag #368 … Ich sage ja: Massenselbstmord. Nach Renteneintritt davor noch fünf Jahre leben, dann bitte Suizid. Damit man bloß keinem auf der Tasche liegt. vor allem nicht Generation Schneeflocke.
Was ist denn dein Vorschlag? Jeder Rentner bekommt Minimum 3.000 Euro DRV Rente?
Ja, sehr zugespitzt formuliert, aber du bist diejenige hier mit der Dramatik. Ich wüsste wirklich gerne , was dir vorschwebt.
Ich habe neue Laufschuhe. Ich bin schon ganz außer Atem. Jetzt noch den zweiten anziehen!
Zitat von -franzi- im Beitrag #353Ja genau, ich war nicht komplett auf dem Holzweg,
Franzi, das mit dem Holzweg war nicht gehässig gemeint. So wie du es beschrieben hast, stimmte es halt nicht.
ZitatPS was machen eigentlich im Rentner mit pflegegrad, die zu Hause gepflegt werden?
Genau die Frage habe ich dir doch in #351 beantwortet? Ich hätte auch noch ein paar Links zu informativen Quellen hinzugefügt, hatte aber vorhin nicht die Zeit dafür (und jetzt gerade leider auch nicht, aber man findet die recht schnell).
Aber ich sehe, du bist sowieso im Sarkasmusmodus, da helfen Sachinfos wohl auch nicht weiter.
Virginia, Gisèle, Collien, danke für euren Mut! 🌹
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Zitat von -franzi- im Beitrag #368 … Ich sage ja: Massenselbstmord. Nach Renteneintritt davor noch fünf Jahre leben, dann bitte Suizid. Damit man bloß keinem auf der Tasche liegt. vor allem nicht Generation Schneeflocke.
Was ist denn dein Vorschlag? Jeder Rentner bekommt Minimum 3.000 Euro DRV Rente?
Ja, sehr zugespitzt formuliert, aber du bist diejenige hier mit der Dramatik. Ich wüsste wirklich gerne , was dir vorschwebt.
Ja, ich bin die mit Dramatik, denn ich bin in einer Situation, in der es mir dramatisch scheiße geht.