Zitat von -franzi- im Beitrag #240Bluevelvet, Die Diskussion ist inzwischen ja schon von den Taxikosten weiter gewandert.
Ja, richtig, ich sprach aber eben von den Taxikosten, anhand des Beispiels, das ich nannte und dem von Fels. Beide Male ging es um eine ambulante Behandlung (Lymphdrainage).
Zitat von -franzi- im Beitrag #240 Es geht glaube ich gar nicht mal so um die Taxikosten, sondern vor allem darum, dass man bei ambulanten Operationen anderen eine Verantwortung aufdrücken muss, die andere vielleicht nicht haben wollen. Und ich kann nur sagen, ich hatte bereits Operationen dieser Art und mir war jedes mal angst und bange, jemanden zu finden der so viel Verantwortung übernehmen würde.
Da verstehe ich dich, das ist auch ein anderes Thema, finde ich. Dann müssen diese Patienten, die keine Beobachtung daheim sicherstellen können, wohl stationär behandelt werden, nehme ich an. Oder auf eigene Verantwortung entlassen werden (falls das jemand möchte), das geht doch eigentlich immer, jedenfalls kenne ich das vom Krankenhaus? Da kann auch niemand gezwungen werden, dazubleiben, wenn er nicht will.
Zitat von Kikiri im Beitrag #246@BBlueVelvet Falls Du mich meinst: Ich gehe Dich ganz bestimmt nicht an.
Nein, Du warst nicht gemeint, das waren andere, die persönlich wurden.
Ich habe neue Laufschuhe. Ich bin schon ganz außer Atem. Jetzt noch den zweiten anziehen!
Zitat von Nocturna im Beitrag #227 Es wird zumindest temporär zu Mängeln und Engpässen kommen. Weniger Hausärzte, mehr medizinische Zentren mit kürzeren Durchlaufzeiten, eventuell vorgeschaltete ambulante Dienste, längere Wartezeiten auf medizinische Behandlungen (siehe Großbritannien), im Heim rücken wir wieder mehr zusammen im Mehrbettzimmer und wahrscheinlich werden sich neue Strukturen entwickeln. Vielleicht gibt es dann gebündelte ländliche Versorgungsfahrten zur Dialyse und nicht für jeden Patienten einzeln? Natürlich weniger bequem und mit mehr anstrengenden Wartezeiten, aber besser als keine Behandlung. Unser System wird nicht mit den Mengen der alternden Boomer in ausreichender Skalierung mitwachsen, das sollte klar sein, weil unbezahlbar und nicht genug Pflegepersonal.
Genau. Mein Punkt war, dass wir das Geld, das wir den Krankenkassen geben, für ärztliche Behandlungen brauchen, nicht für Taxifahrten.
Ich sag das nur nochmal, weil ich den Eindruck hab, einige haben mich missverstanden. Wenn nicht, auch gut.
Ich habe neue Laufschuhe. Ich bin schon ganz außer Atem. Jetzt noch den zweiten anziehen!
@#250: die Geschichte mit der Turnhalle ist doch zu kurz gefasst. Wer aus dem Krankenhaus kommt und unter Beobachtung gehört dem nuetzt eine Pritsche in der Turnhalle auch nichts. Auch ein Bett in einer Jugendherberge nicht.
Zitat von BBlueVelvet im Beitrag #251Dann müssen diese Patienten, die keine Beobachtung daheim sicherstellen können, wohl stationär behandelt werden, nehme ich an. Oder auf eigene Verantwortung entlassen werden (falls das jemand möchte), das geht doch eigentlich immer, jedenfalls kenne ich das vom Krankenhaus? Da kann auch niemand gezwungen werden, dazubleiben, wenn er nicht will.
Von mir wollten sie vorab eine schriftliche Bestätigung, dass jemand mich abholt und zuhause betreut. Ohne Unterschrift keine OP, ganz rigoros.
Von einer Ärztin kam dann der Vorschlag, ich könnte nach der Operation behaupten, die Betreuungsperson sei plötzlich erkrankt. ("Und dann gehen Sie gegen ärztlichen Rat. Aber das haben Sie nicht von mir.")
Schwierig. Dass man nach Rücksprache mit den Ärzten auf eigenes Risiko das Krankenhaus verlässt, geht in Ordnung. Aber dass man auf ärztlichen Rat eine erkrankte Betreuungsperson erfindet und dann "gegen ärztlichen Rat" entlassen wird, ist eher abenteuerlich. Auf so eine Scharade lässt man sich lieber nicht ein.
Zitat von Schreckgespenst im Beitrag #254 Von mir wollten sie vorab eine schriftliche Bestätigung, dass jemand mich abholt und zuhause betreut. Ohne Unterschrift keine OP, ganz rigoros.
Von einer Ärztin kam dann der Vorschlag, ich könnte nach der Operation behaupten, die Betreuungsperson sei plötzlich erkrankt. ("Und dann gehen Sie gegen ärztlichen Rat. Aber das haben Sie nicht von mir.")
Toll. Kann man machen, wenn man sich gut fühlt und sowieso seine Ruhe haben will. Wenn man aber quasi zum Lügen veranlasst wird, etwas unterschreibt, wo gegen ärztlichen Rat drin steht und dann passiert doch was wie Sturz oder Blutungen? Dann wird man bei Wiedervorstellung auch noch obendrein "blöd angemacht" und muß dann für Folgeschäden womöglich bezahlen? Ich habe keine Kinder, nur meine Nichte. Ob die in 20-30 Jahren immer alles stehen und liegen lassen kann, wenn die alte Tante Probleme hat?
Zitat von Kikiri im Beitrag #246 Ich fände es besser, wenn sowas wie ein Rekonvaleszenz-Zimmer pro Station oder in der Nähe der Ambulanten Praxis ist. Nicht so teuer wie ein echtes Krankenhaus-Bett aber mit der Möglichkeit, im absoluten Notfall jemanden zu erreichen. Auch mit mehreren Betten und Stellwänden, eben für die günstige Sicherheit.
In Praxisnähe halte ich das für schwierig, denn dann müsste da auch 24 Stunden mindestens eine Person da sein.
Im Krankenhaus stelle ich mir das dagegen relativ einfach vor. Die Patient:innen müssen ja nach einem ambulanten Eingriff oder einer Endoskopie etc. auch erst ein bisschen nachschlafen, und zwar in Kojen mit Liege und einem Kleiderhaken. Das würde reichen, bis "... kann unbegleitet nach Hause gehen".
Außerdem habe ich kürzlich in einem Krankenhaus so etwas wie Beobachtungszimmer in Nähe der Notaufnahme kennengelernt. Den Mitbewohner wollten sie nicht aufnehmen, aber auch nicht so recht gehen lassen. Deswegen haben sie ihn in einem dieser Beobachtungszimmer über Nacht behalten. In der Nacht kamen wohl noch 2 rein. Ganz verstanden habe ich das Procedere nicht, aber ich glaube, die Zimmer waren einfacher, jedenfalls ohne TV etc.
Mir wäre das egal, eine Nacht da zu schlafen, wenn ich wirklich nicht ohne Begleitung nach Hause dürfte.
-------------------------- Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.
Zitat von Schreckgespenst im Beitrag #254 Schwierig. Dass man nach Rücksprache mit den Ärzten auf eigenes Risiko das Krankenhaus verlässt, geht in Ordnung. Aber dass man auf ärztlichen Rat eine erkrankte Betreuungsperson erfindet und dann "gegen ärztlichen Rat" entlassen wird, ist eher abenteuerlich. Auf so eine Scharade lässt man sich lieber nicht ein.
Zumal man ja auch bei ambulanten Eingriffen oder der Sedierung für eine Endoskopie dösig im Kopf sein und Stories vom Wildschwein erzählen kann.
-------------------------- Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.
Zitat von Farfalle im Beitrag #253@#250: die Geschichte mit der Turnhalle ist doch zu kurz gefasst. Wer aus dem Krankenhaus kommt und unter Beobachtung gehört dem nuetzt eine Pritsche in der Turnhalle auch nichts. Auch ein Bett in einer Jugendherberge nicht.
Aus meiner Sicht war die Turnhalle nur ein Symbol für ein nicht sehr komfortables Zimmer mit mehreren Betten im Krankenhaus. Dort, wo man zur Not schnell jemanden hat, aber keinen besonderen Komfort benötigt, wie z.b so ein riesiges x-fach verstellbares krankenbett oder so. Wenn man einfach auf mit vielen Personen, wie zum Beispiel kikiri schrieb, einen Raum teilt.
Zitat von BBlueVelvet im Beitrag #251Dann müssen diese Patienten, die keine Beobachtung daheim sicherstellen können, wohl stationär behandelt werden, nehme ich an. Oder auf eigene Verantwortung entlassen werden (falls das jemand möchte), das geht doch eigentlich immer, jedenfalls kenne ich das vom Krankenhaus? Da kann auch niemand gezwungen werden, dazubleiben, wenn er nicht will.
Von mir wollten sie vorab eine schriftliche Bestätigung, dass jemand mich abholt und zuhause betreut. Ohne Unterschrift keine OP, ganz rigoros.
genau. Bzw eine Nacht Krankenhaus auf eigene Kosten.
In Praxisnähe halte ich das für schwierig, denn dann müsste da auch 24 Stunden mindestens eine Person da sein.
Im Krankenhaus stelle ich mir das dagegen relativ einfach vor. Die Patient:innen müssen ja nach einem ambulanten Eingriff oder einer Endoskopie etc. auch erst ein bisschen nachschlafen, und zwar in Kojen mit Liege und einem Kleiderhaken.
In meiner Stadt gibt es so etwas - in einem Herzzentrum, das wohl vorwiegend Herzkatheter-Untersuchungen und evtl. Stenteinlagen durchführt, nicht die großen Operationen. Bleibt es beim diagnostischen Kathetern, liegt man/lag ich anschließend einige Stunden in einer Art langem Gang mit Nischen und Paravents, offen, und ich glaube, ich war noch am Monitor. Ist man aber nicht stabil, oder es muss ein stent eingelegt werden, ballondilatiert o.ä., dann geht es für eine Nacht über einen Verbindungsgang ins Nebengebäude, wo weiter überwacht wird. - Gut, ist dann im Grunde auch wieder ein kleines Krankenhaus, ich denke, der Herzkatheter wird so hoch vergütet, dass sie sich den Raum und das nächtliche Personal leisten können*. Und es werden sehr viele, manche sagen: zu viele Herzkatheter in D durchgeführt. Bringt mich schon ins Nachdenken, dass das Geld und der Trend in Richtung der standardisierten Eingriffe (ein bißchen "am Fließband", obwohl sie dort sehr zugewandt und freundlich waren) geht - und für ein Krankenhaus, wo der Patient mit Beschwerden erstmal in Ruhe abgeklärt werden darf, was hat er, bessert er/verschlechtert er sich, wie sind die Werte, wir besprechen uns darüber - wenig Platz noch ist.
* bzw. mit sehr guter Bezahlung überhaupt noch Personal finden
.......Es ist also nicht zwingend Pflegegrad 3 erforderlich. Meine Mutter hat ihre Fahrten zur ambulanten Bestrahlung auch verordnet bekommen, da hatte sie Pflegegrad 2.
Da ging es dann aber um die Bestrahlung, nicht wegen der Pflegestufe.
Meine Tochter hat auch Pflegestufe 2. Sie würde die Fahrten aber nicht wegen der Pflegestufe bekommen, sondern wegen dem Merkzeichen "H" im Schwerbehindertenausweis. Zumindest theoretisch, in Anspruch haben wir es noch nie genommen.
Ich kann mir schwer vorstellen, dass KH, die eh schon Betten- und Personalknappheit haben, solche Uebernachtungen gerne nehmen.
Ich fuerchte, das ideale System für alle gibt es nicht, egal wo. Die Bevoelkerungsstruktur hat sich geaendert und wird sich noch extremer aendern, in den naechsten 30 Jahren. Erst danach mag es sich wieder beruhigen. ‘Silver Tsunami’ halt. Ich stimme auch Lilith zu, es muss sich auch was im gesellschaftlichen Denken aendern, wenn Menschen nicht anfangen, sich mehr umeinander zu kuemmern (ohne eine Belohnung dafuer zu erwarten), wird’s nur noch heftiger werden. Passt mir selbst auch nicht immer, gebe ich zu.
"We can, in fact we must, continue to fight to make everything about society better, without destroying what's already great." Carrick Ryan, Australian political commentator
"We are all just walking each other home." Ram Dass, writer
Mein Post klingt, als ob sich Systemaenderung nicht lohnen wuerde. Das meine ich nicht. Aber die ‘Vollkasko’ Einstellung und ‘der Staat soll mal machen’ ist nicht mehr hilfreich, fuerchte ich, bei der heutigen Bevoelkerungsstruktur.
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@Frangipani, noch mal: Nirgendwo bin ich der Meinung "Der Staat soll mal machen." Im Gegenteil, ich habe mehrfach geschrieben, dass ich mit Narkosen bisher noch nie Probleme gehabt habe und bereit wäre, zu unterschreiben, nicht Auto zu fahren, sondern Taxi, keine Menschen zu gefährden, und mit der Klinik telefonischen Kontakt zu halten. Ansonsten könnte ein medizinischer Laie da eh nichts machen, sondern ausgebildete Krankenpfleger oder MTA´s. Meines Wissens ist es ohnehin nicht verboten, das Krankenhaus zu verlassen, auch wenn das Personal gewisse Bedenken hat, wenn ich unterschreibe, dass niemand gefährdet wird, und ich das auf eigenes Risiko. Es sind keine Ansprüche, die ich stelle, sondern Auflagen, die mir aufoktroyiert werden. Weiterhin hätte ich kein Problem damit, eine Übernachtung ein einer Kurzzeitpflegeeinrichtung auf eigene Kosten zu verbringen.
Das Einzige, was man nicht verlangen kann, ist, dass Patienten auf die Suche zu gehen nach einer Privatperson, die zwei Tage Urlaub zu nehmen - wenn überhaupt möglich - und dann noch Verantwortung zu tragen hat. Wie soll das gehen, wenn du dir nun einmal niemanden herzaubern kannst?! Niemand Privater ist dafür zuständig, mich in seiner Freizeit herumzukutschieren, zu warten, dann noch Nachtwache zu schieben und ein ungutes Gefühl zu haben, "Hoffentlich ist nichts." Also kann ich auch nicht dazu gezwungen werden, jemanden dafür zu suchen.
Und es ist so vom Gesetzgeber vorgesehen, dass dann leider nur die stationäre Aufnahme bleibt, siehe Beitrag #170. Diese Information habe ich auch vom Bundesgesundheitsministerium bekommen. Eine medizinisch notwendige Operation darf dir nicht verweigert werden. Und das hat überhaupt nichts mit Anspruchhaltung zu tun. Da müssen wir uns wehren. So etwas geht nicht, was da mittlerweile Usus ist. Oder soll ich jemandem die sprichwörtliche Pistole auf die Brust setzen, der selbst vielleicht seine Eltern betreut, keinen Urlaub bekommt und/oder Angst vor der Verantwortung hat?
******************************** Sagt es allen weiter - besonders den jungen Menschen: Werdet StammzellenspenderIn - rettet Leben! Spende geht oft über das Blut. * DKMS
Wieso einsam? Was hat das mit einsam zu tun? Jemand, der Single ist, muss nicht einsam sein. Und auch jemand, der nicht hundert Bekannte zu seinen engen Freunden zählt. Jeder kann doch die Lebensform wählen, die zu ihm am bestens passt, und das ist gut so. Der eine schöpft Kraft aus vielen Menschen um sich herum, der andere ist eben auch gerne in der Freizeit für sich. Ich bin zum Beispiel jemand, der gerne hilft, und ich würde auch, wenn es halbwegs machbar wäre, jemanden privat zur ambulanten OP fahren, abholen und dann die Nacht bei ihm bleiben. Gleichzeitig kommt es für mich umgekehrt nicht in Frage, für eine medizinische Leistung, die mir zur Auflage gemacht wird, im Privatbereich jemanden zu fragen, ob er nicht vielleicht zwei Tage Urlaub nehmen möchte, um mich zum Arzt zu fahren, und mich zu betreuen. Weiter oben hat jemand geschrieben, dass sie die Erfahrung gemacht, dass Menschen, die einem nicht nahestehen, auch Sorge wegen der Verantwortung haben. Und das ist zu akzeptieren, vor allem wenn jemand bereit ist, entweder allein zu bleiben oder für eine Übernachtung zu bezahlen.
Zitat von Knuffi im Beitrag #264 Das Einzige, was man nicht verlangen kann, ist, dass Patienten auf die Suche zu gehen nach einer Privatperson, die zwei Tage Urlaub zu nehmen - wenn überhaupt möglich - und dann noch Verantwortung zu tragen hat. Wie soll das gehen, wenn du dir nun einmal niemanden herzaubern kannst?! Niemand Privater ist dafür zuständig, mich in seiner Freizeit herumzukutschieren, zu warten, dann noch Nachtwache zu schieben und ein ungutes Gefühl zu haben, "Hoffentlich ist nichts." Also kann ich auch nicht dazu gezwungen werden, jemanden dafür zu suchen.
Ich stimme Dir zu - auch auch der Perspektive der Begleitperson.
So hart es auch klingt: 2 Tage meines Urlaubs zu verwenden, um auf Klinikfluren zu sitzen, jemanden nach Hause zu fahren, dort auch übernachten zu müssen (was eher nicht die komfortable Situation sein wird) und die Verantwortung für die frisch operierte Person übernehmen, mich bei Bedarf zu kümmern - das würde ich mal für sehr nahe Angehörige mal tun, aber eher nicht für Nachbarn/Bekannte. Der Urlaub wird ja zur Erholung benötigt und ist dafür vorgesehen.
Zitat von frangipani im Beitrag #263Aber die ‘Vollkasko’ Einstellung und ‘der Staat soll mal machen’ ist nicht mehr hilfreich, fuerchte ich, bei der heutigen Bevoelkerungsstruktur.
Wenn ich die Diskussion hier verfolge, ist es unumgänglich, dass wir unsere sozialen Netze pflegen.
Verwandte hat nicht jeder, aber Freundschaften und Bekanntschaften haben ist nicht nur ein Geschenk, sondern auch eine Aufgabe.
Früher waren die Familien eng zusammen gerückt (notgedrungen), da hatte man sich im Blick und kümmerte sich auch um die schrullige Tante und den muffeligen Onkel.
Heute liegt es an uns, Nachbarschaft zu pflegen und Freundschaften zu halten. Ich sehe das auf Gegenseitigkeit: wenn Du Hilfe brauchst, bin ich für Dich da und umgekehrt. Ohne Aufrechnung! Das klappt, wenn man Freundschaften auch in guten Zeiten hält und pflegt. Die Solidargemeinschaft kann das in Zukunft nicht mehr leisten, von dem Wunsch sollten wir uns verabschieden.
Und dann soll es der Staat richten, also die Gemeinschaft. Die soll dann über die Krankenkassenbeiträge dafür aufkommen.
Dann beschwert Euch nicht über die Erhöhung der Beiträge.
Es geht übrigens auch nicht in zwei Tage Urlaub.
Dank Gleitzeit habe ich meinen Mann zur OP gebracht, meine Tochter hat abgeholt. Und ich habe übernommen, als ich wieder zu Hause war.
Wer Kinder über 12 oder pflegebedürftige Angehörige hat, macht dies auch.
Ich verstehe nicht, warum man keine Freunde hat, die unterstützen.
Das ist Einsamkeit, wer niemanden in der Not hat.
******************************** Sagt es allen weiter - besonders den jungen Menschen: Werdet StammzellenspenderIn - rettet Leben! Spende geht oft über das Blut. * DKMS
(Da ich über ein über die Jahre gewachsenes Netzwerk verfüge, habe ich mich ausgenommen....)
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Zitat von Charlie03 im Beitrag #269Und dann soll es der Staat richten, also die Gemeinschaft. Die soll dann über die Krankenkassenbeiträge dafür aufkommen.
Aus meiner Sicht keine KK-Leistung. Ggf. wird es künftig dafür einen privat zu bezahlenden Service geben, den Leute dann buchen können/müssen, wenn sie kein soziales Netz pflegen, aus denen solche Hilfen abgedeckt werden.
Zitat von Charlie03 im Beitrag #269Ich verstehe nicht, warum man keine Freunde hat, die unterstützen.
Das ist Einsamkeit, wer niemanden in der Not hat.
Wenn man in guten Zeiten ein guter Freund ist und - nicht aus Berechnung, sondern aus der Freude an Freundschaften! - gute Kontakte pflegt und sich einsetzt für Menschen, hat man Menschen, die man fragen kann um Hilfe.
Aber es gibt doch auch Menschen, die leben nun mal gerne zurückgezogener - und das ist doch jedem sein gutes Recht- , und dennoch helfe ich gerne, insbesondere wenn jemand in einer Notlage ist. Aber für mich sind Bekannte, die entweder älter sind und sich keine Nacht um die Ohren schlagen können, oder Berufstätige, nicht meine Chauffeure und schon gar nicht meine Krankenpfleger, die aus ihrer Sicht das Risiko doch überhaupt nicht abschätzen können. Für mich ist meine Gesundheit etwas, das ich auch nicht gerne mit Nachbarn oder Kollegen bespreche, das ist mir zu privat.
Und noch mal: Diesen Anspruch habe nicht ich. Ich bin jemand, die das gerne in eigener Verantwortung regeln möchte, ohne Private Leute da mit rein zu ziehen, oder eben bezahlt, was es kostet, und gut.
Zitat von Charlie03 im Beitrag #269Und dann soll es der Staat richten, also die Gemeinschaft. Die soll dann über die Krankenkassenbeiträge dafür aufkommen.
Aus meiner Sicht keine KK-Leistung. Ggf. wird es künftig dafür einen privat zu bezahlenden Service geben, den Leute dann buchen können/müssen, wenn sie kein soziales Netz pflegen, aus denen solche Hilfen abgedeckt werden.
Genau, @Holunder, das wäre zum Beispiel eine Möglichkeit. Und ich bin der Meinung, die, die es zahlen können, sollen es zahlen, damit genug Geld da ist für die, die dazu finanziell nicht in der Lage sind.