Ich hatte vor Jahren mal eins der Bücher von Diana Gabaldon in der Hand und fand es ganz furchtbar. Einer der wenigen Fälle, in denen ich ein Buch nach wenigen Seiten entschlossen weggelegt habe.
Jetzt hat meine Tochter, auf deren Urteil ich eigentlich vertrauen kann, mir die Verfilmung ernsthaft ans Herz gelegt und was soll ich Euch sagen? Ich bin jetzt bei Staffel 3 und liebe es. Ok, ein paar Schwülstigkeiten spule ich vor aber ansonsten bin ich völlig begeistert.
Würde mich interessieren, ob es Euch auch schon mal so ergangen ist
In a world full of Kardashians be a Morticia
Ich benutze oft das generische Femininum, Männer sind selbstverständlich immer mitgemeint
Ging mir mit "Breaking Bad" so Alle fanden die Serie mega. Und ich wollte sie nicht schauen, weil mich das Thema gar nicht ansprach. .Dann doch mal angefangen und bis zum Schluss alle Folgen gesehen.
Danach noch "Better Call Saul" ( fand ich persönlich noch besser)
Ich denke, es gibt für manche Dinge auch eine Zeit.
(ich bin ein großer Gabaldon Fan - aber der Bücher - und habe zwar die Serie auf Blu Ray zu Hause und habe die 1. Staffel geguckt, hebe sie mir aber glaube ich auf, bis die letzte Staffel herausgekommen ist und gucke dann komplett).
Ich bin ja Super-Viel-Leserin und lese durchaus auch mal was zu Ende, was mich nicht unbedingt vom Hocker haut.
Ich bin im ersten Anlauf am Herr der Ringe gescheitert und fand es furchtbar.
Dann hab ich ihn mir doch nochmal vorgenommen und konnte nicht mehr aufhören und habe ihn binnen weniger Tage komplett durchgelesen.
Mit Terry Pratchett ging es mir ähnlich - wobei ich da erstmal die Teppichvölker gelesen habe. Die Scheibenwelt hab ich noch vor mir. Da muß ich auch in Laune sein.
Zitat von Antje im Beitrag #4 Mit Terry Pratchett ging es mir ähnlich - wobei ich da erstmal die Teppichvölker gelesen habe. Die Scheibenwelt hab ich noch vor mir. Da muß ich auch in Laune sein.
Ich hatte das erste Mal "Maurice der Kater" gelesen und war nicht angetan. Das einzige Buch von Terry Pratchett das mir gar nicht gefallen hat. Zum Glück hat eine Freundin mir später eins geschenkt und ich liebte es
In a world full of Kardashians be a Morticia
Ich benutze oft das generische Femininum, Männer sind selbstverständlich immer mitgemeint
Geht es nur um Dinge, die man unterschätzt hat, also später mochte?
Bei mir umgekehrt: ich war der Meinung, wenn "Die Päpstin" so ein Bestseller ist, muss ich das doch auch mal lesen. Es wurde das erste Buch, das ich nach den ersten 20 Seiten vor Zorn über so viele Klischees zerrissen (!) und ins Altpapier geworfen (!) habe. Dieses Schicksal hat kein Buch vor oder nach ihm erlebt. Verdient hätte es aber auch - IMO - "Vom Winde verweht". Unerträgliche Schnulze, Zeitverschwendung für mich.
Zitat von Antje im Beitrag #4... Ich bin im ersten Anlauf am Herr der Ringe gescheitert und fand es furchtbar. ...
Same here - das liegt wohl daran, daß das erste Kapitel des ersten Bandes quasi eine Zusammenfassung der Ereignisse NACH der Geschichte mit dem Ring ist. Das ist total sperrig, wenn man noch nicht weiß, worum es geht. Die eigentliche Geschichte beginnt mit dem zweiten Kapitel.
Ich habe dann auch im zweiten Anlauf alle drei Bände in einem Rutsch gelesen. (War im Krankenhaus und hatte viel Zeit.)
Mir geht es oft so, daß ich mich bei meinen Mitmenschen irre: jemand, den ich anfangs sympathisch finde, erweist sich als Depp - und andersrum. Ich muß sehr oft meine Irrtümer diesbezüglich korrigieren, weil ich zunächst immer davon ausgehe, daß mein Gegenüber GUT ist.
das KuhSinchen... zum Finale der WM - leider ohne Trophäe
Mir ging es mit " vom Winde verweht" genau umgekehrt. Als junge Frau hab ich den Roman verschlungen und einige Male gelesen. Wollte ich dann vor einigen Jahren nochmal machen. Hab ich als dermaßen schwülstig und schlecht geschrieben empfunden, dass ich über die ersten 20 Seiten nicht rausgekommen bin
Zitat von Vanessab im Beitrag #9Mir ging es mit " vom Winde verweht" genau umgekehrt. Als junge Frau hab ich den Roman verschlungen und einige Male gelesen. Wollte ich dann vor einigen Jahren nochmal machen. Hab ich als dermaßen schwülstig und schlecht geschrieben empfunden, dass ich über die ersten 20 Seiten nicht rausgekommen bin
Vor allem ist das ein total rassistisches und auch verlogenes Buch. Kein Verlag würde das heute herausbringen.
Mit den Jahren erhärtet sich mein Verdacht, dass der Homo Sapiens eine Schnapsidee der Schöpfung war.
Autoren die ich als Mädchen und als junge Frau verschlungen habe, z.B. Konsalik, kann ich schon lange nicht mehr lesen, furchtbar. Kennze einen, kennze alle, entweder Taiga, Arzt oder Wüste. Ok, kennze drei, kennze alle
In a world full of Kardashians be a Morticia
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Zitat von Morticia im Beitrag #11Autoren die ich als Mädchen und als junge Frau verschlungen habe, z.B. Konsalik, kann ich schon lange nicht mehr lesen, furchtbar. Kennze einen, kennze alle, entweder Taiga, Arzt oder Wüste. Ok, kennze drei, kennze alle
... andererseits ist oft der "Kleinmädchenkram" im Nachhinein sehr unterhaltsam. Als ich zwanzig wurde, hat mir mein Bruder den Jubiläums-Sammelband von Hanni & Nanni geschenkt, weil ich die als Kind nie gelesen hatte und das mal erwähnt habe.
Grandios!
Zu dem Zeitpunkt kannte ich bereits die Originalgeschichten ("The Twins at St. Clare's") und hatte darum eine geradezu diebische Freude daran, wenn ich gesehen habe, wie der deutsche Schneider-Verlag versucht hat, aus den ursprünglich englischen und recht zopfigen Internatsgeschichten ein modernes, deutsches Internat zu machen - und dabei immer wieder kompletten Schwachfug geschrieben hat, weil teilweise wörtlich übersetzt wurde.
Im England der 1940er war Büchsenmilch beim heimlichen, verbotenen Mitternachtspicknick vermutlich was ganz Tolles - doch was sollten die modernen "Lindenhof-Mädchen" damit anfangen?
das KuhSinchen... zum Finale der WM - leider ohne Trophäe
Na ja, dass wir als Kinder und Teenies einen ganz anderen Zugang zu Büchern hatten, ist ja klar! Es waren auch andere Zeiten, jedenfalls bei mir. Ich habe z.B. Karl May verschlungen - grauenhaft aus heutiger Sicht - und die Bücher von Enid Blyten, die vor "Gutheit" der Protagonisten und Klischees nur so troffen, wie überhaupt fast alle Kinderbücher damals. Viele schilderten brave gute Kinder oder auch "böse", die dann "gut" wurden. Schlimm. Solche Kinderbücher gibt es heute gar nicht mehr. Als Erwachsene las ich dann alles, was ich von Agatha Christie in die Finger bekam und fand es toll. Jetzt sind das nur noch lahme Krimis von anno dunnemalen.
An den Herrn der Ringe werde ich mich nochmal wagen. Vor 50 Jahren gab ich die Lektüre ziemlich schnell auf.
Mit den Jahren erhärtet sich mein Verdacht, dass der Homo Sapiens eine Schnapsidee der Schöpfung war.
Kondensmilch und Dosenpfirsiche haben sie auch mal beim Bücherpodcast "Eat Read Sleep" getestet, weil das ja ständig bei den Mitternachtspartys von Hanni und Nanni oder Dolly vorkam. Die Begeisterung hielt sich in Grenzen
An "Vom Winde verweht" bin ich dreimal gescheitert beim Lesen und habe mir dann lieber den Film angeschaut.
Mit "Breaking Bad" ging es mir auch so, dass ich das eigentlich gar nicht gucken wollte, doch dann bekam mein Mann eine Komplettbox geschenkt und spätestens bei der zweiten Folge hatte es uns dann gepackt.
This is a broken world and we live with broken hearts and broken lives but still that is no alibi. (Leonard Cohen)
I would love to live like a river flows,carried by the surprise of its own unfolding. (John O'Donoghue)
Moderatorin in Kultur und Unterhaltung | Mode und Kosmetik | Andere Sprachen - anderes Leben | Photographie | Hobbies aller Art
Oh ja, auf dem Lebensmittel- bzw Spirituosensektor war vor ettlichen Jahren mal eine Liste unterwegs, mit Produkten, die angeblich identisch mit Markenprodukten waren. Reinfall auf ganzer Linie
Am besten in Erinnerung ist mir ein Discountersekt, der angeblich mit MummSekt identsch war. Bäääh, den hätte ich nichtmal in einer Salatsauce verwenden wollen
In a world full of Kardashians be a Morticia
Ich benutze oft das generische Femininum, Männer sind selbstverständlich immer mitgemeint
Zitat von Antje im Beitrag #4 Mit Terry Pratchett ging es mir ähnlich - wobei ich da erstmal die Teppichvölker gelesen habe. Die Scheibenwelt hab ich noch vor mir. Da muß ich auch in Laune sein.
Ich hatte das erste Mal "Maurice der Kater" gelesen und war nicht angetan. Das einzige Buch von Terry Pratchett das mir gar nicht gefallen hat. Zum Glück hat eine Freundin mir später eins geschenkt und ich liebte es
Stimmt, das ist tatsächlich eher „schwach“, bringt seinen Humor nicht zum Ausdruck!
@Antje Fang mit „Total verhext“ an! (MacBest liegt zwar zeitlich davor, ist aber nicht nötig zum Verständnis)
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von Wendy im Beitrag #13und die Bücher von Enid Blyton, die vor "Gutheit" der Protagonisten und Klischees nur so troffen, wie überhaupt fast alle Kinderbücher damals. Viele schilderten brave gute Kinder oder auch "böse", die dann "gut" wurden. Schlimm. Solche Kinderbücher gibt es heute gar nicht mehr.
Ich bedauere das sehr! Denn in diesen Büchern wurde immerhin der Gedanke an persönliches Wachstum zum Guten hin alscerstebenswertes und erreichbares Ziel deutlich hochgehalten. Und an Werte wie Ehrlichkeit, Zusammenhaltem, für ein Ziel kämpfen.
Ich lese heutige Jugendliteratur, wenn mir nach „seicht“ ist. Und stelle dabei fest, daß der Fokus einfach die Schilderung der schlimmen psychischen Situation der ProtagonistInnen ist, und wie sie deshalb handeln. Ohne Ausblick, daß es besser werden könnte - was Hoffnung und Motivation - und überhaupt ein Entwicklungsziel - gäbe.
ZitatAls Erwachsene las ich dann alles, was ich von Agatha Christie in die Finger bekam und fand es toll. Jetzt sind das nur noch lahme Krimis von anno dunnemalen.
Die sind nicht „lahm“, aber die triefen halt nicht vor Perversität, Psychopatentum und möglichst detaillierten Tötungs-Schilderungen… Ich vermisse diese wirklich gute Art des Krimis - verkauft sich wohl nicht mehr.
ZitatAn den Herrn der Ringe werde ich mich nochmal wagen. Vor 50 Jahren gab ich die Lektüre ziemlich schnell auf.
Die neuere Übersetzung von Wolfgang Kreges ist flüssiger zu lesen als die erste (von Tolkien persönlich beeinflußte) von Margaret Carroux und Ebba-Margareta von Freymann – ich finde sie aber nicht so „fantastisch“.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Harry Potter Mir ging der Hype auf die Nerven… Bis ich dann auf einer Dienstreise mit öden Hotelabenden den „Feuerkelch“ als Remittent im Supermarkt kaufte. Und war „angefixt“. Die Vorbände habe ich mir dann in der gigantischen Hörbuchversion von Rufus Beck auf meinen langen Autofahrten zu Gemüte geführt!
Aber um die Filme mache ich bis heute einen Bogen - ich „weiß“, wie die Protagonisten aussehen… und Hogwarts - und xyz das kollidiert massiv mit der Verfilmung. Ganz zu schweigen von geänderten Handlungsverläufen.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Vom Winde verweht las ich mit 16 zum ersten Mal, beide Bände und noch in Frakturschrift. Später dann auch immer wieder mal und im letzten Jahr habe ich mir das Hörbuch angehört. Ich mag es!
Konsalik war als junge Frau für mich gut zu lesen, Simmel auch und natürlich Kishon. Heute ist das nichts mehr für mich
Zitat von Marie-Madeleine im Beitrag #14Kondensmilch und Dosenpfirsiche haben sie auch mal beim Bücherpodcast "Eat Read Sleep" getestet, weil das ja ständig bei den Mitternachtspartys von Hanni und Nanni oder Dolly vorkam. Die Begeisterung hielt sich in Grenzen
Erdnussbutter, kaltes Huhn und Sardellenpaste. Das gab es in den Internatsbüchern doch immer. Als ich endlich erwachsen war und einen eigenen Haushalt hatte, kaufte ich mir Erdnussbutter.... selten war ich so enttäuscht von einem Genussmittel. Gar nicht lecker! Erst Jahr später hab ich sie für mich entdeckt, auf Brot und unter Bananenscheiben. Das ging ganz gut.
Auf kaltes Huhn sowie Sardellenpaste (hat die wirklich schon einmal jemand probiert?) habe ich dann gern verzichtet.
Das denke ich auch, Nora. Gezuckerte Kondensmilch (Nestlé's Carnation) war ja in jedem britischen Haushalt. Oder ist es vielleicht noch.
Was die Bücher angeht (oder auch manche Filme, die man heute nicht mehr so gut sehen kann .. Grün ist die Heide, anyone?) - das sehe ich zeitbezogen. Dinge ändern sich, damals war das halt Zeitgeist. 'Vom Winde verweht' hatte genauso seine Zeit wie die 'Dornenvögel' oder Utta Danella. Ich hab als Kind ein Jugendbuch meiner Mutter verschlungen, das im heutigen Tansania spielt. 'Mädchen im Tropenhelm' - ein junges deutsches Mädchen geht mit ihrem Vater - einem Grosswildjäger - nach Afrika. Ich fand es damals total spannend, da war ich wohl so 8 oder 9, und hatte damals natürlich keinen Durchblick, was die Historie anging. Das war grad so am Ende der 60er/frühe 70er. Ich hab das Buch trotzdem mitgenommen, als ich den Haushalt meiner Mutter auflöste, aus rein sentimentalen Gründen, weil es mich an meine Kindheit erinnert. Genauso wie ein paar Jahre später die Louisiana Trilogie von Gwen Bristow. Die ersten Bücher aus dem 'Erwachsenenregal' voller Bertelsmann Bände. Ich habe die geliebt. Ob ich die heute nochmal lesen möchte? Ich weiss es nicht. Ist vielleicht wie mit Ex-Lovern, da kann man ja auch ganz schnell mal enttäuscht werden.
"We can, in fact we must, continue to fight to make everything about society better, without destroying what's already great." Carrick Ryan, Australian political commentator
"We are all just walking each other home." Ram Dass, writer
Ich war in meinen romantischen Jahren ein Fan von Courths-Mahler und liebte die Filme mit Roy Black und Peter Alexander. Letztere sind mir heute zu klamaukhaft unterwegs und bei den Roy-Black-Filmen muss ich heute immer weinen. Warum, weiß ich nicht, früher war das nicht so.
Man muß halt auch den kulinarischen Kontext der Bücher sehen - die Zeit, in der die geschrieben wurden. Das spielte in den 40er Jahren - zum einen war da durchaus eine gewisse kriegsbedingte knappe Versorgungslage - und auch Süßigkeiten standen nicht unbegrenzt zur Verfügung. Da war süße Kondensmilch und Dosenpfirsiche sicher eine (vor allem auch vom Budget von Kindern) erschwingliche süße Delikatesse.
Mir ging es im realen Leben übrigens so mit der amerikanischen Delikatesse Key Lime Pie. Kriegt man fast überall in Florida etc. vorgesetzt und ich find den sehr grenzwertig. Der besteht aus so ziemlich allem, was ich nicht mag: Sie besteht aus einem Tortenboden mit einer aus Limettensaft, Eigelb und gezuckerter Kondensmilch hergestellten Creme. Die Baiser-Kruste ist aus Eiklar. Der Tortenboden ist üblicherweise aus zerkloppten Grahamkeksen, die mit Butter wieder in einer Pie-Form zusammengepreßt werden. Dann die Füllung aus gesüßter Kondensmilch, mit Limettensaft und drauf dann Baiser (den ich auch nicht mag). Und auf einer meiner Florida-Dienstreisen wurde mir das quasi bei JEDEM Essen als lokale Delikatesse als Dessert vorgesetzt und aus Höflichkeit gegenüber den Einladenden habe ich es zumindest teilweise gegessen. Bäh. Das ist auch so ein Dessert aus dem Mangel geboren: Kühlschränke früher nicht für jeden verfügbar, Milch gab es daher in den Haushalten als Milchpulver oder als gesüßte Kondensmilch. Limetten gabs. Und Grahamcracker-Boden erforderte kein Backen und die Dinger waren auch haltbar.