Agathe, auch von mir nachträglich alles Gute zum Geburtstag!
Zitat von kenzia im Beitrag #246 Solche Magneten trifft man immer wieder mal im Leben und mein Eindruck war dann immer wieder, dass diese Menschen nie so richtig tief in die Beziehungen eingetaucht sind. Sie haben das nicht nötig, weil immer woanders noch jemand steht und bereit ist, zu tun. Sie nehmen gerne alles an, Können auch selbst nett sein- aber sie haften an nichts wirklich.
Diesen Eindruck teile ich, ich kenne mehrere Menschen, auf die die Beschreibung ziemlich gut zutrifft.
Für einen selbst, wenn man anders gestrickt ist, kann das dann eben schmerzhaft sein, so nach dem Motto: Du bist mir wichtiger als ich Dir bin.
Can 'truth' mean what it says and not what power thinks is best. Latin Quarter
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@Mediterranee Und es ist ja nicht nur der Eindruck- so ist es ja tatsächlich.
Für einen selbst, der vielleicht nie viele Freunde hatte, eher Mitläufer war, nicht gesehen wurde, ist dann der andere sehr wertvoll. Endlich nicht mehr allein, endlich einen Freund haben und auch bereit sein, viel zu tun, viel zu geben, weil man sich das so ersehnt hat.
Ich selbst gehörte eher zu dieser Fraktion und war sicher auch oft das „bewundernde Publikum“, als der Mittelpunkt. Gerne bereit zu geben und auch einiges zu ertragen (das war ich aus der Familie ja eh gewohnt).
Sicherlich auch spannend sich einmal vorzustellen wie es ist, wenn man IMMER genug Menschen um sich hätte, die einem zugewandt sind! Wie sich das wohl anfühlt? Einer stimmt immer zu, einer wird immer bestätigen, es steht immer einer bereit!
Im Gegenzug bleiben Diskussionen, Auseinandersetzungen oder gar sich-hinterfragen erspart😜 Eine doch sehr angenehme Art durch das Leben zu gehen, oder? 😉 locker und leicht
Was nicht heißt Agathe, dass deine Freundin so war - das ist gar nicht zu beurteilen- ich betrachte gerade nur diese beschriebene Art Mensch.
Sicherlich auch spannend sich einmal vorzustellen wie es ist, wenn man IMMER genug Menschen um sich hätte, die einem zugewandt sind! Wie sich das wohl anfühlt? Einer stimmt immer zu, einer wird immer bestätigen, es steht immer einer bereit!
Im Gegenzug bleiben Diskussionen, Auseinandersetzungen oder gar sich-hinterfragen erspart😜 Eine doch sehr angenehme Art durch das Leben zu gehen, oder? 😉 locker und leicht
Was nicht heißt Agathe, dass deine Freundin so war - das ist gar nicht zu beurteilen- ich betrachte gerade nur diese beschriebene Art Mensch.
Ich bezweifle, dass das eine angenehme Art ist so durch das Leben zu gehen. Meiner Meinung nach entstehen so keine tieferen, befriedigenden Beziehungen. Mir ist das wichtiger als "Masse" ;-)
Ich hatte auch mal eine Freundin die ein großes Umfeld hatte. Letztlich bin ich gegangen, weil sich die Beziehung dahin gehend verändert hat, dass ich mich zuletzt nur noch als eine Nummer auf ihrer Liste fühlte, die sie bei Besuchen vor Ort nacheinander abgehakt hat. Da war kaum noch Zeit und wirkliches Interesse an meiner Person übrig.
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich völlig ungeniert.
Zitat von kenzia im Beitrag #252 Im Gegenzug bleiben Diskussionen, Auseinandersetzungen oder gar sich-hinterfragen erspart😜 Eine doch sehr angenehme Art durch das Leben zu gehen, oder? 😉 locker und leicht
Naja, das mag schon sein. Andererseits entbehren solche Kontakte aber eben oft auch einer gewissen Tiefe, Verlässlichkeit, Zusammengehörigkeit, die ich persönlich in meinen Freundschaften nicht missen mag. Aber da ist eben jede(r) anders gestrickt.
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Ich vermute, dass diese Art von Menschen sehr gut ohne das auskommen, was wir Tiefe nennen. Und ich denke, wenn man anders ist, kann man sich dem Konstrukt auch nur nähern.
Mir ist Tiefe auch viel lieber- aber dass so einige Probleme womöglich keine waren- ist bestimmt auch die Wahrheit. Ich meine damit, dass einfach zum Nächsten gehen, wenn man Widerstand verspürt, doch einfach ist und wahr ist doch auch, dass Menschen Konflikten gerne ausweichen.
Zitat von kenzia im Beitrag #256Ich vermute, dass diese Art von Menschen sehr gut ohne das auskommen, was wir Tiefe nennen.
Im Falle meiner (ex-?)Freundin finde ich diese Erklärung nicht ganz ausreichend. Ich kann es aber auch nicht genauer fassen.
Zitat von Mediterranee im Beitrag #255Andererseits entbehren solche Kontakte aber eben oft auch einer gewissen Tiefe, Verlässlichkeit, Zusammengehörigkeit, die ich persönlich in meinen Freundschaften nicht missen mag.
Diese Qualitäten hatte unsere Freundschaft eigentlich schon - ich war auch bei weitem ihre langjährigste Freundin, wenn ich so drüber nachdenke.
Zitat von kenzia im Beitrag #252Für einen selbst, der vielleicht nie viele Freunde hatte, eher Mitläufer war, nicht gesehen wurde, ist dann der andere sehr wertvoll. Endlich nicht mehr allein, endlich einen Freund haben und auch bereit sein, viel zu tun, viel zu geben, weil man sich das so ersehnt hat.
So, als Mitläufer o.ä. sehe ich mich nicht, allenfalls sieht es bei mir sehr viel anders aus als bei ihr in Bezug auf Familie - sie hat viele Geschwister, noch relativ junge Eltern (gehabt), sie hat eigene Kinder, ich habe das alles nicht.
Zitat von kenzia im Beitrag #250Heißt- für mich wäre es schon ein Unterschied, ob ich mich fragen muss „WAS hab ich falsch gemacht?“ und keine Antwort erhalten oder zu erkennen, dass es nicht an mir lag.
Dass -manches vielleicht nicht erkannt zu haben- mich getäuscht zu haben, auch schmerzt, ist klar. Genauso der Abschied an sich.
Mir wäre es aber lieber zu erkennen, dass mein „Fehler“ nur in Liebe, Vertrauen und dem Wunsch nach guter Beziehung lag und nichts Schlimmes -Ihr gegenüber- vorgefallen ist.
Aber- das ist auch mein Denken. Und jeder hat seinen Weg.
Ja, ich denke auch nicht, dass ich einen FEhler gemacht habe. Ich überlege ab und zu, ob ich ihr Unrecht getan habe. Und erinnere mich dann daran, dass ich doch so einige Versuche gestartet habe, das einzurenken, den Faden wieder aufzunehmen. Mehr will ich nicht, mehr mach ich nicht. Die Tür ist angelehnt, sie kann durchgehen. Muss sie aber ggf. auch.
Vielleicht ist das Wort „Tiefe“ auch nicht gut beschreibend. Ich meine damit nicht, dass alles oberflächlich ist. Themen können durchaus Tiefgang haben! Nur entwickelt sich daraus kein tieferes Gefühl von anhaltender Verbundenheit. Alternativ muss man bedenken, dass Beziehungen gepflegt werden müssen und was vor 10 Jahren wichtig war, spielt heute keine Rolle mehr. Und dieses Gefühl zwischen zwei Menschen, bei dem man sich Jahre nicht sieht und dann sofort wieder andockt, betrifft nur ganz wenige Menschen.
Woran lag es, dass du die langjährigste Freundin warst? Denn es wird doch immer Menschen um sie herum gegeben haben. Was hat dich „ausgezeichnet“ zu dieser Zeit?
Viele Geschwister etc unterstreicht das Beschriebene. Wie dort mit Nähe/Verbindung/ umgegangen wurde- müsstest du einschätzen können.
Das heißt, du stehst noch ganz genauso da, wie vor allem? Wenn sie heute ankäme, wäre sie sofort wieder auf ihrem Platz in dir? Kein Vorwurf - nur eine Frage. Es zeigt, wie du mit Freundschaft umgehst (und aushältst) - auch den Unterschied zu ihr, die sich problemlos abwenden und dich in einer sehr weit- entfernten Umlaufbahn (aber immer noch im Kontakte-Verzeichnis) drin hat.
Und eines wird bei dem Verhalten doch auch gut sichtbar: da nie was offen und konkret angesprochen wurde, kann man immer wieder zurück kommen! So kann man ein riesiges Netzwerk am Leben erhalten und das auch erfolgreich.
Und wie oft, ist man einfach nur froh, dass der andere wieder da ist und soll man da tatsächlich noch auf das eingehen, was vor 5-10 Jahren war?
Ich dachte gerade so, dass die langjährige Freundschaft- siehe Titel- nicht zerbrochen ist sondern nur auf einer anderen Ebene (die dir nicht gut tut). Aber die Verbindung an sich ist noch da. Von dir sowieso und sie - auf ihre Art- auch noch.
Zitat von kenzia im Beitrag #258Woran lag es, dass du die langjährigste Freundin warst?
Schwer zu sagen. Vielleicht habe ich schon relativ jung verstanden, dass Freundschaft wie das Meer sein kann, um es mal poetisch auszudrücken ("L'amitié vraie est comme la mer: elle s'en vient, elle s'en va, mais elle est toujours là" - Wahre Freundschaft ist wie das Meer, es kommt, es geht, aber es ist immer da) Ich war also nicht beleidigt, wenn bei einer neuen Beziehung der jeweilige Mann in den Vordergrund trat. Oder wenn sie wenig Zeit und Konzentration hatte, als ihre Kinder klein waren. Oder dass eine Freundschaft auch weiter bestehen kann, wenn jemand auf einen anderen Kontinent zieht.
ZitatViele Geschwister etc unterstreicht das Beschriebene. Wie dort mit Nähe/Verbindung/ umgegangen wurde- müsstest du einschätzen können.
Zu zweien hat sie ein enges Verhältnis, mit einem ist sie mehr oder weniger zerstritten, aber jedenfalls sehr distanziert.
ZitatDas heißt, du stehst noch ganz genauso da, wie vor allem? Wenn sie heute ankäme, wäre sie sofort wieder auf ihrem Platz in dir?
Ich habe die Türe nicht zugeschlagen, aber ich mache sie auch nicht auf.
ZitatEs zeigt, wie du mit Freundschaft umgehst (und aushältst) - auch den Unterschied zu ihr, die sich problemlos abwenden und dich in einer sehr weit- entfernten Umlaufbahn (aber immer noch im Kontakte-Verzeichnis) drin hat.
Ich sehe da - nach zwei, drei Einrenk- und Kontaktversuchen meinerseits - keinen Unterschied in meiner vs. ihrer Haltung.
ZitatUnd eines wird bei dem Verhalten doch auch gut sichtbar: da nie was offen und konkret angesprochen wurde, kann man immer wieder zurück kommen! So kann man ein riesiges Netzwerk am Leben erhalten und das auch erfolgreich.
Ein - vielleicht nicht riesiges, aber doch großes - Netzwerk pflege ich auch. Aber ich glaube, da war noch nie jemand, der von "eng(st)er Freundin" auf "eine von 100 Bekannten" zurückgestuft wurde.
ZitatIch dachte gerade so, dass die langjährige Freundschaft- siehe Titel- nicht zerbrochen ist sondern nur auf einer anderen Ebene (die dir nicht gut tut). Aber die Verbindung an sich ist noch da. Von dir sowieso und sie - auf ihre Art- auch noch.
Agathe- ich meinte mehr, wie innerhalb ihrer Familie mit Beziehung, Verbindung etc. umgegangen wurde. Eingeschlossen die Elternbeziehungen und alle Umgänge miteinander. Also nicht auf heute bezogen sondern wie sie groß wurde- Kindheit, Jugend, Erwachsen.
Es ist sehr schade und dabei sehe ich aus deinen Augen. Diese offenen Fragen, die nicht beantwortet werden. Ich vermute, ein klares Ende- wenn du das ausformulieren würdest- wäre für dich schlimmer als für sie- oder was denkst du?
Und ist es nicht auch interessant, wie man Beziehung stunden kann?
Zitat von kenzia im Beitrag #260Agathe- ich meinte mehr, wie innerhalb ihrer Familie mit Beziehung, Verbindung etc. umgegangen wurde. Eingeschlossen die Elternbeziehungen und alle Umgänge miteinander. Also nicht auf heute bezogen sondern wie sie groß wurde- Kindheit, Jugend, Erwachsen.
Die Eltern sind ewig verheiratet gewesen. Ein Geschwister ist verheiratet und hat viele Kinder. Ein Geschwister hat eine langjährige Beziehung. Ein Geschwister ist seit langem Single.
Also irgendwie nichts Auffälliges, kein für mich erkennbares Muster.
Ich rede von deren Verhaltensweisen in der Kindheit! Welches Verhältnis zu Vater/Mutter? Wie im Umgang zueinander- Eltern zu den Kindern,usw?
Mir ging es jetzt darum, dass diese Art, die sie dir nun zeigt, womöglich von dort kommt. Also dieses nicht-Anhaften, eine gewisse Lockerheit, keine Konflikte austragen, usw.
Ist ja hier alles nur locker betrachtet und auch klar, dass sich deshalb nichts ändert. Deine Zuwendung und Hingabe, sowie deine lange Halbwertszeit zu der guten Zeit, werden ja auch aus deiner Geschichte kommen.
Zitat von kenzia im Beitrag #263Ich rede von deren Verhaltensweisen in der Kindheit! Welches Verhältnis zu Vater/Mutter? Wie im Umgang zueinander- Eltern zu den Kindern,usw?
Nichts weiter als "Das Übliche", würde ich sagen: fürsorgliche Mutter, emotional etwas unterentwickelter Vater, die üblichen Geschwisterrangeleien und -eifersüchteleien.
ZitatMir ging es jetzt darum, dass diese Art, die sie dir nun zeigt, womöglich von dort kommt. Also dieses nicht-Anhaften, eine gewisse Lockerheit, keine Konflikte austragen, usw.
Ich glaube, dieses Herumrätseln an ihrer Persönlichkeit, warum sie ist, wie sie ist, bringt mich nicht weiter. Sie ist, wie sie ist, und das hat über viele Jahre und Jahrzehnte gut funktioniert. Warum sie sich jetzt so verhält, wie sie sich verhält, könnte mir allerhöchstens sie sagen, und so lange sie das nicht tut, spekuliere ich nicht zu sehr darüber. Ich fände es auch irgendwie "billig", wenn ich jetzt sagen würde "Tja, sie hat halt Bindungsängste, daher musste sie mich 'abschießen'" oder so. Ich denke nicht, dass ich mir allzuviel vorzuwerfen habe, aber ich möchte sie auch nicht irgendwie pathologisieren. Sie hat viel gestemmt in den letzten 35 Jahren... ein bisschen kann ich es verstehen, wenn sie sich nun in die Schwurbelecke flüchtet, Trost von Wahrsagern/einem "Medium" sucht. Keine Ahnung. Ab und zu piekst es halt, wie in bei solchen Gelegenheiten wie vor ein paar Tagen.
ich hoffe, es ist noch nicht zu spät für eine nachträgliche Gratulation.
Ich habe bei deinen Schilderungen beim Aspekt "Corona, Esoterik" aufgehorcht. Wenn sie tatsächlich stark in diese Richtung abgedriftet ist und sie sicher weiß, wie du dazu stehst, ist es vielleicht eine prinzipielle Sache. Sie möchte sich nicht mehr mit Menschen auseinandersetzen, die sich mit ihrem aktuellen Weltbild nicht anfreunden können. Im weiteren Bekanntenkreis gibt es so einen Fall, da hat sich eine Frau während Corona quasi in der Querdenker-Szene "verirrt", in dieser Ecke hätte sie niemand ihrer Bekannten und Freunde vermutet. Daran ist mindestens eine enge Freundschaft zerbrochen.