es ist so, wie einige von euch vorher gesagt haben: er hat sich gemeldet, und möchte noch einmal ein Gespräch. Ich hatte es schon fast geahnt, da er Mittwochabend sein WA-Profilbild wieder auf ein Foto von meinem Hund (fragt bitte nicht....) geändert hat. Er wüsste zwar nicht, wie es wieder funktionieren könnte, und er sei aber so traurig, und wollte wenigstens noch einmal sprechen, bzw "im Notfall" wenigstens mir meine Sachen zurück geben (habe allerdings außer einer Ersatzbrille und ein wenig Hundespielzeug gar nichts bei ihm in der Wohnung), weil ihm deren Anblick zu weh tun würde... Wir haben dann 2-3 x hin und her geschrieben (zwischen meinen Terminen, ich war dienstlich sehr eingespannt gestern), und uns auf ein Treffen am Samstag geeinigt.
Gefühlt habe ich dabei erst einmal nichts. Sonst war es oft so, dass ich mich gefreut habe, wenn er sich "nach sowas" wieder gemeldet hat, jetzt bin ich irgendwie so neutral... Vielleicht weil ich das Gefühl hatte, dass es dieses Mal wirklich endgültig war? Vielleicht weil ich schon aktiv geworden bin mein Leben auf mich alleine auszurichten? Oder war es jetzt wirklich dass eine Mal zu viel, so dass ich keine oder nicht ausreichende Gefühle mehr für ihn habe? Ich weiss es nicht...
Ich wünsche mir gerade nur, dass ich es morgen dann schaffe, zu mir zu stehen und auf mich bzw meinen Bauch zu hören. Und dass ich die richtige Entscheidung fühle, und sie auch durchsetze...
Ich halte euch auf dem Laufenden! Tausend Dank für euren immer so wertvollen Input!
@Lissy Ich würde ihn nicht mehr treffen. Sei gut zu dir, kümmer dich um dich, deine Freunde und deine Kinder. Aber hätte mir das früher jemand gesagt/geschrieben, hätte ich auch nicht darauf gehört.
Irgendwann bist du damit durch, vielleicht bist du noch nicht so weit.
@Hydra: Irgendwie habe ich das Gefühl, ich wäre so weit gewesen, und die vergangenen beiden Tage, wo ich auch Pläne für das Wochenende oder auch Urlaub gemacht habe, habe ich mich auch gar nicht mehr schlecht gefühlt. Und hätte er sich nicht gemeldet, es wäre okay gewesen. Es wäre immer wieder Traurigkeit gekommen, Erinnerungen hätten weh getan, aber ich glaube, ich hätte es geschafft.
Aber jetzt hat er sich gemeldet, und ja, ich hab mich auf das Treffen eingelassen. Aber gar nicht so, wie bei den vergangenen Malen, mit der Hoffnung "alles wird wieder gut"... Ich weiss nicht warum: vielleicht, um zu sehen, ob mein Abstand wirklich groß genug ist? Aber vielleicht mache ich mir auch was vor. Und ich werde doch "rückfällig". Ich habe mir aber fest vorgenommen, meine Gefühle dann wirklich ernst zu nehmen. Egal was sich gut und richtig anfühlt...
solche "Energieabsauger" nenne ich es mal, merken ganz gut, wenn es dem verlassenen Partner nicht mehr so wehtut, und dann kommen sie wieder an. Meiner Erfahrung nach ist es oft so, dass sie vor allem jemanden brauchen, der sie braucht und immer da ist, im Zweifel auf dem Wartebänkchen. Und wenn ein Abspringen droht, werden "Warmhaltemaßnahmen" eingeleitet. Ich hatte einige solcher Beziehungen und kam aus dem Loch erst raus, als ich den Kontakt eingestellt habe, samt Blocken von Telefonnummer etc.
Auch wenn ich nicht ausschließen will, dass es das nicht gibt....aber nur sehr sehr selten würde ein Mann sich derart mit einer aktuellen oder ehemaligen Beziehung beschäftigen: mit Freunden alles zig Mal durchdiskutieren und jeden Aspekt beleuchten und psychologisieren, Bücher über Beziehungsprobleme lesen, in Therapie gehen, Selbsthilfegruppen besuchen, Threads eröffnen, Gedankenkreisen.....
Hat das jemals ein Mann, mit dem du zusammen gewesen bist, getan @Lissy ?
Wäre es nicht toll, wenn Frauen diese Energie in andere Dinge stecken und sich ein schönes Leben für sich machen?
Zitat von Lissy im Beitrag #26 ... er sei aber so traurig, und wollte wenigstens noch einmal sprechen, bzw "im Notfall" wenigstens mir meine Sachen zurück geben (habe allerdings außer einer Ersatzbrille und ein wenig Hundespielzeug gar nichts bei ihm in der Wohnung), weil ihm deren Anblick zu weh tun würde...
Ich verstehe zwar nicht, was mit *im Notfall* gemeint ist - aber ganz pragmatisch: bitte ihn, Dir bei dem Treffen morgen diese paar Gegenstände mitzubringen. Dann ist wenigstens dieses Thema vom Tisch ;).
Auch lapidare Gegenstände haben die *magische* Wirkung, als Bindeglied und Aufhänger für weitere Treffen zu fungieren.
Ich würde nur hingehen, wenn ich mich stark genug fühle, ihm kurz und klar zu sagen, dass es das jetzt war. Manche dieser Menschen tun sich dann leichter zu verstehen, dass das Spiel endgültig aus ist und lassen einen dann wirklich in Ruhe.
Was ich lese was bisher passiert ist, ist das Spiel weiterspielen. Du bist noch nicht vom Haken, du zappelst dran. Jedenfalls aus seiner Sicht.
Du liest dich etwas unsicher. Zu a la: mal schauen was passiert. Da ist die Gefahr sehr groß, dass er emotional irgendwo einhaken kann und dich in eine nächste Runde zieht.
Vielleicht bist du emotional aber auch schon ausreichend abgegessen, dass seine Moves nicht mehr verfangen können. Ich wünsche es dir.
Wenn du es für dich wichtig erachtest, nicht mehr in diese Beziehung hineingezogen zu werden, keine weitere Runde riskieren möchtest, dann würde ich mich auf das Treffen sehr gut vorbereiten. Was-wenn-Szenarien durchspielen und für dich rote Linien setzen, mit dir ausmachen, wie du rauskommst, wie sagst du es, wie stehts du auf, sodass DU die Handelnde bist. Eventuell eine Vertrauensperson mitnehmen. Die könnte auch hingehen und die Sachen entgegennehmen wenn du kurzfristig doch entscheidest nicht hinzugehen.
Letzteres ist sowieso immer deine Möglichkeit. Du kannst ihn auch einfach sitzenlassen. Und ihm per WA mitteilen, es geht nicht, es bringt nichts, es ist Zeitverschwendung, wir wissen doch dass es aus ist und schick mir die Sachen oder wirf sie weg.
Ich wette, dass er die Sachen nicht mitbringt, wenn du ihn nicht explizit aufforderst. Und wenn du ihn aufforderst hat er sie vielleicht vergessen. Also sei diesbezüglich vorher klar und deutlich. Die Sachen sind aber ohnehin nur eine Ausrede, es ist sein Spiel.
Trick17, um irgendwelche „amoureuse Folgeaktivitäten“ in Eurem Treffen zu verhindern, die sich als emotionaler Kleister bei Dir manifestieren:
1. Triff Dich in der Öffentlichkeit mit ihm. Einer Öffentlichkeit, in der „körperliche Zuneigungsbezeugungen“ nicht passend sind. Also auf Keinen Fall „zuhause“, oder „Spaziergang im Wald“. Sondern „Eisdiele in der Fußgängerzone“, oder so! Und nicht romantisch-abends, sondern Mittags! Warum? Damit er Dich nicht „weichknutschen/kuscheln“ kann. Gerade wenn frau „traurig“ ist, löst Körperkontakt sehr leicht Glücksgefühle aus, die aber nichts mit der realen Situation zu tun haben!
2. Feste Zeitdauer: „Von hh:mm bis hh:mm) - ich würde max 2 Stundrn ansetzen. Und das Einhalten erzwingst Du durch einen Folgetermin mit einer anderen Person, die dort aufschlägt und Dich loseist. Damit verhinderst Du, dass Du Dir selbst ein Bein stellst, und ihm Zeit gibst, um Dich einzuwickeln!
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von Lissy im Beitrag #26Vielleicht weil ich das Gefühl hatte, dass es dieses Mal wirklich endgültig war? Vielleicht weil ich schon aktiv geworden bin mein Leben auf mich alleine auszurichten? Oder war es jetzt wirklich dass eine Mal zu viel, so dass ich keine oder nicht ausreichende Gefühle mehr für ihn habe?
Zitat von Lissy im Beitrag #28Irgendwie habe ich das Gefühl, ich wäre so weit gewesen, und die vergangenen beiden Tage, wo ich auch Pläne für das Wochenende oder auch Urlaub gemacht habe, habe ich mich auch gar nicht mehr schlecht gefühlt.
Liebe Lissy, gratuliere, da bist du schon auf einem guten Weg.
Zitat von Lissy im Beitrag #22Meine Gedanken drehen sich nach wie vor um ihn...
Warum eigentlich? Wäre das aus deiner Sicht ein Zeichen von Liebe?
Zu "Beziehungsdramen" gehören immer zwei, es ist also nicht nur er, der besitzergreifend ist, sondern auch du, die sich gerne vereinnahmen lässt. Bindungsstile werden früh in der Kindheit geprägt und sind uns oft unbewusst. Eine Änderung kann nur erfolgen, wenn das ins Bewusstsein dringt, dann besteht die Chance, etwas anders zu machen. Also (fast) nix ist unabänderlich.
Im ersten Post schriebst du
Zitat von Lissy im Beitrag #1wir passten von unseren Interessen, Vorlieben, Gemeinsamkeiten sehr gut zusammen. Es war immer (meistens) ein sehr schönes Zusammensein.
Ist das wirklich wahr? Oder war es nur schön, solange du deine Bedürfnisse zurückgestellt hast und dich komplett um ihn gekümmert hast? Wenn du einen Wunsch geäußert hast, ist er ihm gerne nachgekommen und ihr habt etwas gemacht, was du wolltest? Du hast doch selbst gemerkt, dass keine Unterstützung von ihm zu erwarten ist. Hast du ein Bild, wie eine schöne liebevolle Beziehung aussieht? Was wäre daran anders, als eure es war? Könntet ihr euch auch über "tiefe" Dinge unterhalten? Könntest du ehrlich mitteilen, was dich gerade umtreibt, ohne im Hinterkopf zu haben, dass es ihm vielleicht nicht recht wäre? Hättest du ein Recht auf eine eigene Meinung, auch wenn diese von seiner abweicht?
Zitat von Lissy im Beitrag #26Er wüsste zwar nicht, wie es wieder funktionieren könnte, und er sei aber so traurig, und wollte wenigstens noch einmal sprechen, bzw "im Notfall" wenigstens mir meine Sachen zurück geben
Was daran bewegt dich zu einem Treffen? Dass er traurig ist? Er ist ein erwachsener Mann. Er weiß nicht, wie es wieder funktionieren könnte – d.h. aus seiner Sicht ist alles prima, nur du sollst einfach wieder netter sein? Er ist unfähig, deine 3 Sachen in ein Paket zu packen?
Zitat von Lissy im Beitrag #26ch wünsche mir gerade nur, dass ich es morgen dann schaffe, zu mir zu stehen und auf mich bzw meinen Bauch zu hören. Und dass ich die richtige Entscheidung fühle, und sie auch durchsetze...
Warum solltest du es nicht schaffen? Du bist eine erwachsene Frau. Willst du mit einem Mann zusammen sein, weil er sonst traurig ist? Schmeichelt es dir, wenn er rumjammert? Wenn du die innerliche Festigkeit hast, wird es gut gehen. Und wenn du keine Lust hast, bist du nicht verpflichtet. Du kannst ihm jederzeit eine Nachricht schicken: ich habe es mir anders überlegt, ich möchte dich nicht treffen, schick mir die Sachen (alternativ wirf sie weg). Alles Gute.
Mach dich nicht klein. Du schaffst es, wenn du willst.
Zitat von Lissy im Beitrag #26 er sei aber so traurig
Jaja blabla … bitte sag ab. Der wird dich leimen. Es geht ihm ausschließlich um sich.
Eben! Er ist traurig! Und deshalb sollst du...? Nö - irgendwie nicht.
Das ist so wie: "Ich finde dich toll!" "Ich dich nicht!" "Aber ich finde dich ganz toll!"
Mag ja alles sein - ist aber einseitig. Merkste selber, oder?
Ich fürchte, dass es schon einige Male Menschen gegeben hat, die andere in eine Beziehung rein- oder zurückgenörgelt haben.
Einer meiner Kater hat Anfang der 90er Freundschaft mit einem Nachbarkater geschlossen, indem er ihn genervt und dann in den Schwanz gebissen hat - weil der erst partout nix von ihm wissen wollte! Hat tatsächlich funktioniert. Die beiden waren zehn Jahre lang bis zum Tod des Freundes (er war sechs Jahre älter als unser Humphrey) dann ganz dicke miteinander.
Ich empfehle diese Methode trotzdem nicht!
Mit voller Hose ist leicht stinken...
Halte Dir jeden Tag 30 Minuten für Deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen. (A. Lincoln)
In einer Diktatur haben alle Angst vor einem. Und einer hat Angst vor allen...
Zitat von Lissy im Beitrag #26 ..... und uns auf ein Treffen am Samstag geeinigt.
Wo denn?
ich empfehle immer noch dringlich: sag es ab. Wäre dir das unangenehm, weil man das so kurzfristig nicht macht? Scheiß drauf. Zu diesem Mann musst du nicht mehr lieb und nett sein.
Zitat von Lissy im Beitrag #26 Ich weiss es nicht...
Du bist noch viel zu wackelig (das weiß er natürlich auch), lass bitte nicht zu, dass er wieder die Zügel übernimmt!!!!
Ich bin nicht tot, ich tausche nur die Räume. Ich lebe in euch und geh durch eure Träume.
Von mir noch eine Stimme gegen das Treffen. Warum solltest Du es Dir antun? Seine "Traurigkeit" muss er alleine bewältigen - das ist nicht Deine Aufgabe! Jeder verarbeitet das Beziehungsende für sich selbst.
Du kannst auch noch ein paar Schleifen mehr drehen - sehr wahrscheinlich wirst Du das aber im Nachhinein als Zeit- und Energieverschwendung betrachten.
Es macht ihn traurig, Deine paar Sachen bei ihm zu sehen? ("mimimi") - dafür gibt es praktische Lösungen, auf die man sogar schon im Kindergartenalter kommen könnte. Lass Dich bitte nicht damit zu Verabredungen ködern ... (Ich tippe auch darauf, dass er die Sachen morgen nicht dabei haben wird.)
Ich wünsche Dir von Herzen, fass Du Dich aus diesem On-Off-Modus befreist, den Frühling genießt und Dinge machst, die Dir gefallen und bei denen Du Energie tanken kannst! ❤️
Zitat von Holunder im Beitrag #41 Du kannst auch noch ein paar Schleifen mehr drehen - sehr wahrscheinlich wirst Du das aber im Nachhinein als Zeit- und Energieverschwendung betrachten.
Hm, das glaube ich eigentlich gar nicht.
Ich nehme die TE als (noch) sehr unsicher wahr und verstehe deshalb, dass sie sich auf dieses Treffen eingelassen hat. Entweder wird ihr wackeliger Wunsch, das Ganze final zu beenden, gestärkt - oder eben das Gegenteil.
Mich wundert es ein wenig, dass dieser Mann hier ausschließlich negativ beurteilt wird. Immerhin hat(te) er Qualitäten, die 15 Jahre lang diese Beziehung überhaupt erhaltens- und erstrebenswert für die TE machten.
Möglicherweise fühlte sich auch er sich in dieser Verbindung zu wenig gesehen. Das könnte ich mir schon vorstellen anhand der energieraubenden Dauererschöpfung, von der @Lissy berichtet. Kann für einen Partner durchaus belastend sein, wenn kein Ende in Sicht ist.
Zitat von schafwolle im Beitrag #43Mich wundert es ein wenig, dass dieser Mann hier ausschließlich negativ beurteilt wird. Immerhin hat(te) er Qualitäten, die 15 Jahre lang diese Beziehung überhaupt erhaltens- und erstrebenswert für die TE machten.
So wie er von @Lissy beschrieben wurde, ist er trotz seiner Qualitäten scheinbar kein Hauptgewinn. Mich würden diese Eigenschaften und Verhaltensweisen zumindest abschrecken.
Zitat von Lissy im Beitrag #1er war schon immer sehr besitzergreifend
Zitat von Lissy im Beitrag #16Er ist auch sonst eher ein negativ denkender Mensch
Zitat von Lissy im Beitrag #16Und nein, er ist nicht Vater der Kinder. Er hat sie (leider) auch immer sehr als "Konkurrenz" angesehen, so dass es nicht immer einfach war.
Zitat von Lissy im Beitrag #16Wenn ich etwas angesprochen habe, hat er es "abgetan"
Zitat von Lissy im Beitrag #16Er hat auch nie nachgefragt...
Zitat von Lissy im Beitrag #16Er hatte in den ganzen 14 Jahren immer wieder cholerische Anfälle, hat 2-3 Mal im Jahr immer mit großem Getöse die Beziehung beendet, aber es nie wirklich ernst gemeint.
Zitat von Lissy im Beitrag #16Cholerische Anfälle hatte er immer noch, aber so "ins Blaue" , nicht direkt gegen mich gerichtet
Zitat von Lissy im Beitrag #16einen Rückhalt durch ihn habe ich nicht
Zitat von Lissy im Beitrag #1er habe sich jetzt "auf den Weg raus aus der Beziehung gemacht"
Zitat von Lissy im Beitrag #1dass er nicht mehr "komplett bei mir" ist
Zitat von schafwolle im Beitrag #43 Immerhin hat(te) er Qualitäten, die 15 Jahre lang diese Beziehung überhaupt erhaltens- und erstrebenswert für die TE machten.
Die cholerischen Anfälle? Seine Egozentrik? Hey, viele Frauen bleiben noch viel länger bei Männern, die ihnen in keiner Weise gut tun. Psychische Abhängigkeit, zu schwaches Selbstbewusstsein und einiges mehr sind guter Kleister.
Lissy: ABSAGEN!!
Ich bin nicht tot, ich tausche nur die Räume. Ich lebe in euch und geh durch eure Träume.
Zitat von Rotweinliebhaberin im Beitrag #45 Die cholerischen Anfälle? Seine Egozentrik?
Nun ja, dem gegenüber steht, aus Lissys Sicht (!), doch ziemlich viel Positives (was auch ihre innere Zerrissenheit erklärt) -->
Zitat von Lissy im Beitrag #1 ... wir passten von unseren Interessen, Vorlieben, Gemeinsamkeiten sehr gut zusammen. Es war immer (meistens) ein sehr schönes Zusammensein. (...) Es waren 14 Jahre, mit unzähligen wunderschönen Erlebnissen, traumhaften Stunden ....
Zitat von Hydra im Beitrag #44Mich würden diese Eigenschaften und Verhaltensweisen zumindest abschrecken.
Glaube ich Dir.
Dennoch ist es Fakt, dass just diese Eigenschaften nicht ausreichend belastend waren, um Jahre früher aus der Beziehung auszusteigen. Der Blick auf den Partner ist doch immer ein subjektiver.
Auch wenn ich mich wiederhole: Lissys Dauererschöpfung - immerhin über Jahre - dürfte für den Mann nicht einfach gewesen sein. Das kann man mE nicht völlig losgelöst von der gesamten Paar-Dynamik sehen.
Und (das ist lediglich meine persönliche Meinung):
ich kann es mir nur mit Bedürftigkeit Deinerseits, @Lissy, erklären, dass Du überhaupt eine Beziehung mit einem Mann eigegangen bist, der mehr oder minder mit Deinen (damals noch jungen) Kindern nichts anzufangen wusste bzw. dem sie im Weg waren. Und der daraus auch keinen Hehl gemacht hat. Vielleicht irre ich mich, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das an Deinen Jungs spurlos vorbeigegangen ist.
Damit möchte ich bei Dir mitnichten Schuldgefühle wecken, aber ich denke, es würde Dir helfen bei der Entscheidungsfindung, ein ganz ehrliches und umfassendes Resümee zu ziehen. Vielleicht siehst Du dann klarer.
Zitat von schafwolle im Beitrag #46Lissys Dauererschöpfung - immerhin über Jahre - dürfte für den Mann nicht einfach gewesen sein. Das kann man mE nicht völlig losgelöst von der gesamten Paar-Dynamik sehen.
Nun ja. Lissy hat 4 Jungs groß gezogen, Vollzeit sowie mit Nebenjobs gearbeitet. Trotzdem solllte sie am Wochenende zu ihm fahren. Wenn sie Erschöpfung zeigte, wurde er auch krank. Und unter der Woche isst er bei Mutti. Die Dynamik würde ich da woanders ansiedeln.
Zitat von schafwolle im Beitrag #46Und (das ist lediglich meine persönliche Meinung):ich kann es mir nur mit Bedürftigkeit Deinerseits, @Lissy, erklären, dass Du überhaupt eine Beziehung mit einem Mann eigegangen bist, der mehr oder minder mit Deinen (damals noch jungen) Kindern nichts anzufangen wusste bzw. dem sie im Weg waren.
Das klingt so, als sei das etwas Schlimmes. Jede/r hat Bedürfnisse, und wenn diese nicht erfüllt werden, ist sie/er bedürftig.
Zitat von schafwolle im Beitrag #46Vielleicht irre ich mich, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das an Deinen Jungs spurlos vorbeigegangen ist.
Ach, nichts geht an Kindern spurlos vorbei. Deine Scheidung ist an deinen Kindern sicher auch nicht spurlos vorbeigegangen. Das ist das Leben. Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein .
Zitat von luciernago im Beitrag #42Absagen! Sonst drehst du garantiert die nächste Schleife.
Ich würde hingehen. Warum? Weil alles seine Zeit hat. Und wenn Deine Zeit, liebe Lissy, sich zu trennen, gekommen ist, wirst Du das tun. Ganz unabhängig von solchen Treffen oder Angeboten oder Erklärungen oder Beteuerungen.
Ich war - das ist lange her - in einer ebenfalls langjährigen und überaus komplizierten Beziehung, die mir gar nicht gut getan hat. Viele gutmeinende, liebevolle Menschen aus meinem Umfeld konnten nicht nachvollziehen, warum ich mich nicht getrennt habe. Aber ich kannte und kenne mich (zum Glück) und wusste, dass ich erst gehen kann, wenn ich (!) es für mich (!) klar habe. Und da jeder Mensch anders tickt und Erfahrungen anders verarbeitet, habe ich Runde um Runde gedreht. Jede einzelne davon habe ich gebraucht. Als ich mich dann getrennt habe, war es eine klare Sache. Schmerzhaft und tränenreich, aber meine Entscheidung habe ich weder in Frage gestellt noch bereut, weil es endlich *klick* gemacht hatte. Das habe ich damals als sehr kraft- und eindrucksvoll erlebt.
So, wie Du hier schreibst, @Lissy, habe ich das Gefühl, dass Du auf einem guten Weg zu Dir und Deinen Bedürfnissen bist. Dass es auch bei Dir bald *klick* macht. Du liest Dich sehr klar, sehr reflektiert und ehrlich. Es h a t sich ja bereits viel in Dir getan in den letzten Tagen, Du siehst ihn, Dich und eure Beziehung ja schon anders als noch vor ein paar Wochen.
Deine Angst vor dem Alleinsein kann ich Dir nicht nehmen, aber eins möchte ich Dir auf jeden Fall mit auf den Weg geben: zweifele nicht so sehr an Dir und hab nicht so extrem hohe Erwartungen an Dich. Warum musst Du fair sein ihm gegenüber, wer sagt das? Warum fühlst Du Dich schlecht, wenn Du glaubst, ihm nicht die richtigen Antworten gegeben zu haben?
Deine Aufgabe ist es, dafür sorgen, dass Du Dich gut fühlst und Du erstmal mit Dir selbst, Deiner Erschöpfung und dem Ganzen drumrum zurecht kommst - darum geht es. Das gestehst Du mit Sicherheit auch allen Anderen zu.
Da bin ich wieder... Und danke noch einmal sehr für euer aller Anteilnahme, Ratschläge und auch Zuspruch!! Wirklich, es bedeutet mir sehr viel, und es hilft mir unglaublich!
Ich hatte einiges noch gelesen, bevor heute Nachmittag das Treffen war... Ja, ich bin hingegangen. Ich musste das für mich tun, ich wollte wissen, wie ich mich fühle, wenn ich ihn sehe, ob ich dann auch noch grübel...
Ihr hattet übrigens recht - er hatte nichts dabei, er kam mit dem Fahrrad. Sei ja so schönes Wetter...
Er blieb die ganze Zeit bei dem Standpunkt, dass ich ja die Beziehung beendet hätte, weil ich keine Gefühle mehr hätte - was definitiv ja nicht stimmt. Aber das kenne ich ja, und das habt ihr auch schon gesagt - er dreht die "Schuld"-Frage um. Und ich hätte ja auch nie was zu meinem Erschöpfungszustände gesagt, und dass ich sogar Therapie bräuchte. Auf meinen Hinweis hin, dass ich das sehr wohl getan habe, und er darauf hin gesagt hätte, dass er mich aber ja immer verwöhnen würde, meinte er, ja, das wäre ja nicht so klar gewesen, dass ich wirklich erschöpft war/bin.... Sowieso betonte er immer, dass ich an den Wochenenden bei ihm ja immer quasi "Urlaub" hätte. Er würde immer Brötchen holen, er würde dann morgens und abends mit dem Hund raus gehen (sind übrigens ca. 2 Minuten) und auch mal Pommes holen fahren. Ich bräuchte nie was tun... Dass ich immer die Fahrtsrecke (etwa 40 km eine Strecke) habe, dass ich die ganze Freizeitplanung übernehme, dafür auch noch Salate oder Kuchen oder was auch immer als Picknick vorbereite und mitbringe, das hat er abgetan bzw knirschend eingestanden.
Ende vom Lied war, dass für ihn alles wieder gut ist und er direkt schon wieder den Rest vom Wochenende zusammen verbringen wollte. Und ich habe gesagt, dass ich das nicht möchte. Ich bräuchte noch Zeit zum Nachdenken, und wir können uns nächstes Wochenende vielleicht noch einmal treffen.
Es ist so - ich bin bei 70/80 % dass ich die Beziehung so nicht mehr möchte, aber ich möchte die 20/30 % auch noch still kriegen. Vielleicht brauche ich dafür noch eine Woche, vielleicht länger. Aber auf jeden Fall werde ich mich so oder so nicht mehr so vereinnahmen lassen. Ich brauche Luft zum Atmen, und ich habe in den vergangenen beiden Wochen gemerkt, wie gut es mir tut, alleine etwas zu machen, und an mich zu denken.
Und ja, das stimmt - ich hatte schon ganz oft ein "schlechtes Gewissen" meinen Jungs gegenüber. Aber sie haben, glaube ich, keine Abneigung gespürt. Die gibt und gab es, meiner Meinung nach, auch nicht. Es gab eine Abneigung dagegen, dass ich aufgrund der Kinder nicht uneingeschränkt zur Verfügung gestanden habe, aber grundsätzlich haben sich die Männer untereinander verstanden. Aber ich glaube auch, dass zumindest der ein oder andere meiner Söhne gemerkt hat, dass ich nicht immer glücklich war bzw bin.
Das ist jetzt erst einmal der aktuelle Stand. Ich mache mir ein schönes Restwochenende daheim, dann kommt die Arbeitswoche, und dann mal schauen...
Es tut mir leid, wenn ich die ein oder andere jetzt enttäuscht habe, und, das gebe ich zu, wenn ich von oben auf mich schauen würde, dann würde ich mich auch schütteln, aber irgendwie fehlte mir heute der letzte überzeugte Funke. :-(