Nocturna, genauso wie Du halte ich meinen „Edlen de N“ auch. Ich frische auch nur auf, wenn ich Backpausen habe, die länger andauernd sind.
Ich hab aus Gesundheitsgründen meinen Edlen nicht betüdeln können und so war er über Wochen im Kühli unterversorgt. Ich wollte ihn dann wieder zum Leben erwecken und hab angefüttert. Am 1. Tag tat sich nicht viel. Dann hat mir jemand den Tipp gegeben den Teig mit dem Mixer lange aufzuschlagen um Luft unterzuarbeiten. Das habe ich gemacht und danach ging der Sauerteig ab wie „Schmitz Katz“.
Bei mir darf er immer in der warmen Küche arbeiten bevor ich Brot backen will.
Heimat ist da wo der Schlüssel passt. (Im Radio gehört) —————————- Mann/Frau sollte nicht versuchen ein totes Pferd zu reiten. —————————- Eigentlich bin ich ganz nett. Wenn ich Freunde hätte könnten die das bestätigen 😁. (O-Ton Fazernatalie)
Das sind ja interessante Tipps - auch um den Sauerteig nach dem Urlaub wieder zu aktivieren!
Ich frische normalerweise immer wieder auf. Ich mache das nach der erstbesten Anleitung, die ich damals googeln konnte, und es funktioniert, deshalb mache ich es weiterhin so.
Behalte mir immer nur einen Klecks Anstellgut zurück, so zwei EL, die bleiben bis zum nächsten Auffrischen im Kühlschrank in einer Dose. Ich füttere so drei, vier Tage an, ca. jedes Mal zwei gehäufte EL Mehl dazu und entsprechend warmes Wasser. Habe noch nie einen Vorteig gemacht, ich wundere mich immer über all die komplizierten Rezepte, die sich über zwei Tage oder so hinziehen.
Vor dem Herstellen des Teigs behalte ich mir den Klecks zurück und der Rest wird aufgebraucht. Habe ich vor, zusätzlich zu den Weizenbrötchen, die ich jede Woche mache, noch Roggenbrötchen oder ein Brot zu backen, behalte ich etwas mehr Anstellgut zurück und füttere dann einen Teil mit Roggenmehl an. Ich verwende zwei simple Rezepte mit wenig Zutaten. Den Teig lasse ich mindestens fünf Stunden gehen, d.h. ich mache ihn vormittags und backe dann am Nachmittag. Das Anfüttern ist für mich ein Teil der Morgenroutine.
Klar kann man auch ohne Sauerteig backen, und wer einen guten Bio-Bäcker hat, braucht wohl auch nicht selbst backen. Aber wir sind inzwischen verwöhnt von den Ergebnissen und möchten nichts Anderes mehr. Der Teig wird locker genug, aber die Brötchen sind sehr nahrhaft und machen satt, und ich weiß, was drinnen ist.
Zitat von Nocturna im Beitrag #150 Wer aber sein ASG auffrischen will, könnte das probieren: ca. 4 Std. bei ca. 25 27° C (z. B. Backofen
So viel Wonne bekommt mein ASG nach dem Füttern nicht - das Glas steht einfach 2-4 Stunden in unserer Küche (die hat eher 20 Grad als 25) und wenn sich gut Blasen zeigen, dann kommt es in den Kühlschrank. Fertig. Verwöhnen is nich.
Seufz, ich bin jetzt bei Flauschi 3. Flauschi 2 hat nach 14 Tagen Kühlschrankaufenthalt zwei verdächtige Flecken entwickelt und ich musste ihn entsorgen. Ich habe ihm wohl zu viel zugemutet und hätte ihn zwischendrin etwas aufpäppeln sollen. 14 Tage Ruhezeit im Kühlschrank überstehen wohl nur kräftige Kulturen oder ich habe irgendwie unsauber gearbeitet. Mea culpa.
Ich mache gerade das erste Brot mit Flauschi III, mal schauen ob die Triebkraft reicht, denn ich habe keine Hefe zur Unterstützung da.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Gut zu wissen, Nocturna, dass 14 Tage ohne Auffrischen wohl zuviel sind. Heißt, ich werde wohl auch künftig mein Anstellgut mit in den Urlaub nehmen, wenn irgend möglich.
Nocturna, das tut mir leid. Ich weiß, dass ich auch sehr traurig war, als mein nach etlichen Vermehrungszyklen ausgereifter Sauerteig nach einer längeren Abwesenheit "gestorben" ist und der daraus produzierte Trockensauer nicht wiederbelebt werden konnte. Es hatte länger gedauert, bis er so zuverlässig ohne Hefezusätze funktionierte.
Ich habe danach meine Brot-Backuntensilien ganz hinten im Schrank verstaut, manchmal juckt es mich wieder, aber bisher nicht doll genug. Ich habe halt auch sehr gute handwerklich arbeitende Bäcker rundherum zur Auswahl und mit deren Ausback-Qualität und Brotvielfalt kann ich in der Hausbäckerei nicht mithalten. Wäre eher eine Preisfrage, ich gebe schon ganz schön viel Geld für Brot aus und dann springen mir beim Einkauf zusätzlich auch häufig noch ein paar Brötchen oder ein süßes Teil mit in die Tüte.
"Bescheidenheit ist die subtilste Form von Arroganz." Sprichwort
Zitat von Lea58 im Beitrag #156Ich weiß, dass ich auch sehr traurig war, als mein nach etlichen Vermehrungszyklen ausgereifter Sauerteig nach einer längeren Abwesenheit "gestorben" ist und der daraus produzierte Trockensauer nicht wiederbelebt werden konnte.
Ja, genau so. Flauschi 1 hat seit 2011 in meinem Kühlschrank gewohnt bis ihn ein 14tägiger Stromausfall während unseres Urlaubs in Jenseits befördert hat. Es war sehr betrüblich eine 14 Jahr alte, gereifte, starke Kultur zu verlieren, die eigentlich so schnell nichts umbringen konnte und auch 3-wöchige Backpausen verziehen hat. Wer denkt denn schon an Stromausfall durch einen kaputten FI-Schalter.
Mein Mann ist der größte Fan meines Brotes und allein schon deswegen muss wieder ein Nachfolger her. Das gestrige Brot war etwas platt, da die Triebkraft noch nicht ausgereift ist. Der Geschmack war aber für das frühe Stadium schon ganz gut. Mal sehen, wie es weitergeht.
Zitat von ereS im Beitrag #157hilft dir jetzt nicht aber fuer das naechste mal flauschis kann man auch einfrieren
Ja, danke, das werde ich auch machen, ebenso wie eine Trockenkultur. Aber Flauschi 2 war noch nicht ausgereift. Ich wollte einige Monate ins Land ziehen lassen. Jetzt setze ich meine Hoffnung auf Flauschi 3. Ich werde die nächsten Wochen kürzere Backintervalle machen und auch mal zwischenfüttern, damit er kräftig wird. Hauptsache es kommt keine Verunreinigung rein. Ich habe beim Flauschi 3 extra mit Edelstahllöffel gearbeitet und nicht wie empfohlen beim letzten Versuch mit einem Rührlöffel aus Holz umgerührt. Ich traue dem Holzlöffel nicht mehr, zumindest nicht in diesem sensiblen Stadium.
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Zitat von Nocturna im Beitrag #158Das gestrige Brot war etwas platt, da die Triebkraft noch nicht ausgereift ist. Der Geschmack war aber für das frühe Stadium schon ganz gut. Mal sehen, wie es weitergeht.
Das liest sich, als könnte aus Flauschi 3 was werden! Wird schon klappen!
Ich wusste gar nicht, dass es sensible Phasen gibt und dass Verunreinigung möglich ist.
Zitat von Bisasam im Beitrag #159Ich wusste gar nicht, dass es sensible Phasen gibt und dass Verunreinigung möglich ist.
Naja, so ein frischer Sauerteig ist ein sehr empfindliches Ökosystem. Da kämpfen Mikroorganismen (Hefen und Milchsäurebakterien) ums Gleichgewicht. Das stabilisiert sich erst ganz allmählich. Abweichungen von Temperatur, Wasser und auch Mehlqualität spielt auch eine Rolle. Hygiene ist ebenfalls sehr wichtig. Manche Blogger kochen ihre Gläser vorher aus, andere empfehlen das Rühren mit einem Holzlöffel. Da liegen Welten dazwischen bei der Keimbelastung.
Ich habe diesmal nicht mit dem Holzlöffel gerührt, dafür spülmaschinengereinigte Behälter genommen. Nix mit abkochen. Wenn Flauschi 3 mal 6 - 8 Monate alt ist, dürfte das Gefährlichste überstanden sein, hoffe ich.
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Ich bin ziemlich unbedarft an das Thema rangegangen, wird mir immer wieder klar.
Für das Anstellgut habe ich zwei kleine Behälter, die ich nur dafür verwende und gründlich auswasche, Spülmaschine ist aber nicht, da nicht vorhanden. Ging bisher auch so. Holzlöffel verwende ich nicht für den Sauerteig.
Ich habe gestern zum ersten Mal selbst Sauerteig angesetzt...
Mein Mann hat das frische Brot mit Hefe als Ursache für sein plötzliches Sodbrennen ausgemacht. Jetzt hab ich eins mit Backpulver gebacken, das gefällt mir nicht so wirklich. Ich probiere jetzt mal wieder Sauerteigbrot.
Also Bläschen waren heute morgen schon mal im Glas.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Kleinfeld, so unterschiedlich reagieren "Körper", von normalem Backpulver, auch bei Bäckerkuchen, bekomme ich Sodbrennen, ganz unangenehm in Begleitung von Kaffee.
Ich benutze selbst nur noch Weinsteinbackpulver, entweder aus dem Reformhaus oder aus dem Mühlenladen.
Weißbrot backe ich nur noch mit Mutterhefe, Lievito madre, ich bekomme sie trocken im italienischen Supermarkt, man kann sie aber auch selbst ansetzen. Zuvor habe ich sie aus Südtirol von der Meraner Mühle bekommen. Hier im italienischen Supermarkt kommt sie von Paneangeli, wenn man die trockene Variante nutzen will. Auf der Produktseite gibt es auch Rezepte dazu, die man nach der Übersetzung trotz kurioser Sprachergebnisse gut umsetzen kann.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Zitat von Sariana im Beitrag #163Kleinfeld, so unterschiedlich reagieren "Körper", von normalem Backpulver, auch bei Bäckerkuchen, bekomme ich Sodbrennen, ganz unangenehm in Begleitung von Kaffee.
Zumal ich schon jahrelang selbst backe und er bisher nichts hatte.
Mutterhefe hab ich noch nie gehört, da würde ich direkt mal nachlesen. Das klingt interessant. Dankeschön.
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Vor allem die Enkel lieben Omas "kleine Brote", ich teile den Teig von einem Kilo Mehl immer in 4 Teile, die kleinen Brote lassen sich auch besser Einfrieren.
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Ich hab die Hefebrote augfgegeben, weil sie mir nicht gut tun. Backpulver wäre für mich auch nix.
Lievito madre verwende ich zwar manchmal, ist mir aber im Umgang etwas zu zickig. Brot aus Weizen und doppelt gemahlenem Hartzweizengrieß (Semola di grano duro rimacinata) schmeckt gut mit der Frau Mutter. Meistens nehme ich für helle Brote und helle Mischbrote den ganz normalen Roggensauer. Mein Bauch ist damit ganz zufrieden.
-------------------------- Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.
Sariana
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Diese Hefe werde ich jetzt mal bestellen, klingt irgendwie gut.
Könntest du das Rezept für die kleinen Brote bitte einstellen? Das ist doch was, was ich mit den Enkeln machen kann. Die mögen es gerne, wenn ich Brot backe
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Rezept für EVA (Lievito Madre aus der Meraner Mühle): 1 kg Weizen- oder Dinkelmehl 75 g Lievito Madre 20 g Salz und 650 ml lauwarmes Wasser zu einem elastischen Teig kneten. (Ich lasse die Frau Bosch gute 10 Minuten arbeiten) Den Teig mit einem feuchten Tuch zudecken (ich fummle eine Duschhaube über die große Schüssel, weil der Teig wirklich gut aufgeht) und für 10 bis 12 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen. Über Nacht hat meine große Schüssel ein warmes Bettchen im Sessel ;-) Dann den Teig teilen, im Rezept sollen es 5 Teile sein, ich teile in 4, und nach Wunsch formen. Teiglinge auf ein Blech mit Backfolie oder Backpapier, mit einem feuchten Tuch noch einmal im Warmen für 60 bis 90 Minuten gehen lassen. Backofen (Ober- und Unterhitze) auf 230 °C vorheizen, nach 5 Minuten Backen die Temperatur auf 200 °C reduzieren und weitere 25 Minuten fertig backen.
Auch auf der Homepage der Meraner Mühle sind Rezepte. Und falls man Fragen hat, sind die auch total nett via Email. In der Mühle ohnehin, aber wer ist ständig in Meran.
Mit ADAM gibt es die schnellere Lösung, also keine Langgare.
Auf mit-leibundseele bekommst du mittlerweile beide Sorten und noch einiges mehr.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
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