Ich weiß jetzt nicht, welche Preise überteuerten Trend-Bäckereien zugeordnet werden.
Bei mir im Umfeld kostet ein Kilo handwerklich gebackenes Brot in Bio-Qualität zwischen 5,50 und 9 Euro. Dabei ist es egal, ob das Brot an der Back-Theke des Biomarktes, in der Verkaufsfiliale, der Einzel-Bäckerei mit direkt angeschlossener Backstube oder am Marktstand verkauft wird. Der niedrigste Preis gilt für ein Weizenmischbrot, Roggen- und Vollkornbrote sind teurer und die Endpreise gelten für Vollkornbrote mit Kern-, Nussbeigaben. Mir kommen die Preise nicht überteuert vor. Ich denke, das muss genommen werden, um die Kosten für die Zutaten, faire Löhne, Energie, Mieten, Vertrieb und alle weiteren Betriebskosten und halt auch angemessene Gewinne für die Inhaber*innen zu decken.
Die Spannbreite für Klein- und Süßgebäck ist nach meinem Gefühl größer und teilweise abhängig von der Lage der Verkaufsstellen. Das kann ich aber nicht genau beziffern, weil ich diese Produkte selten kaufe und wenn, dann nicht auf den Preis achte.
Die Brotpreise für Vollkornbrote bei den konventionellen, größeren bis großen Filialbäckern (in nicht Bio-Qualität) sind gar nicht so viel günstiger, wie ich immer wieder feststelle. Und beim Preisvergleich muss man da total aufpassen, weil hier eher ungewöhliche Gewichte verkauft werden, z. B. 400 Gramm-Brote.
Brot vom Discounter bzw. Supermarkt-Eigenmarken ist deutlich, deutlich günstiger, gerade habe ich in einem Prospekt ein Weizenmischbrot im Angebot für 1,80 Euro/Kilo gesehen. Ich weiß nicht, ob das als Werbung unterhalb der Erzeugerkosten verkauft wird und durch Mischkalkulation mit im Verhältnis zu teuren Produkten kompensiert wird. Oder ob jemand anderes die Differenz zahlen muss, die nicht dem Endkunden berechnet wird (vielleicht die Bauern, Mitarbeiter*innen in der Produktion, Verkauf).
"Bescheidenheit ist die subtilste Form von Arroganz." Sprichwort
Zitat von Tuschy im Beitrag #100Da ist dann kein großer Unterschied zu den überteuerten Trend-Bäckereien, nur der Preis ist da erhöht. So viel höhere Qualität bieten die nicht.
@Tuschy, kannst Du bitte ein Beispiel nennen, wen Du mit "Trend-Bäckereien" meinst? Ich kann das gar nicht zuordnen. Hier gibt es (wenige) traditionelle handwerkliche Bäckereien, dann Bäckerei-Ketten (von denen viele aber auch nur aufbacken) und das Supermarkt- und Discounter-Angebot. In manchen Supermärkten gibt es frische traditionelle Backwaren, in Papier verpackt und gewogen/bepreist (z.B. von der Hofpfisterei) und auch noch das Eck mit den Aufbackwaren. Aber "Trend-Bäckereien" kenne ich hier keine ...
Na vielleicht auch eher eine Erscheinung in Großstädten. Mir fallen da aber gleich einige Beispiele ein, will da gar keine schlechte Werbung oder negative Stimmung machen, muss eh jeder selbst wissen was er kauft und wie viel er dafür ausgibt. Finde nur alleine ein hoher Preis sagt wenig über die Qualität aus - wobei ich da gar nicht die Qualität in Frage stellen will sondern man nimmt den höheren preis bewusst in Kauf. Einfach um sich noch mehr von anderen abzuheben. Aber das kann gar nicht nur an der noch besseren Qualität liegen, was will man denn noch mehr machen als Bio und regionale Zutaten? Glaube da will man sich bewusst absetzen von anderen Bäckereien, egal ob jetzt keine Handwerksbäckerei oder Bäckereikette, die haben ja auch sehr gute Qualität und sind teilweise viel günstiger. Da sehe ich schon einen großen Sprung zwischen Discounter oder auch Supermarkt und den Bäckereien. Aber dann gibt es keinen großen Sprung mehr zu anderen Hippster/Bobo Bäckern. Ich glaube genau das verfälscht so ein wenig den Blick auf das Ganze. Der Supermarkt gibt sich besser und wird teilweise viel besser wahrgenommen und auf der anderen Seite hast du einige wenige, die sich nochmal über die normalen Bäckereien stellen. In der Mitte wirst du dann entweder dem Supermarkt zugerechnet oder man zweifelt an der Qualität weil es bei anderen ja viel mehr kostet.
Also um dir mal dein Statement ein wenig aufzulockern, das man bei höheren Preise denkt, es gäbe da bessere Qualität oder umgedreht. Jede und jeder hat doch da seine eigenen Gedanken und Schlußfolgerungen. Ich denke da überhaupt nicht wie du😊 Kommt mir sehr pauschalisiert rüber. Wenn das so ist, dann denken alle... Ist aber aus sehr vielen Gründen nicht so.
Das ist eine bekannter Marketingstrategie. Man nimmt bewusst höhere Preise in Kauf um sich als "Premium" zu positionieren. Dabei geht es halt her um das Gefühl der höheren Qualität. Ein gutes Beispiel ist dabei Apple und seine iPhones. Um nix besser wie Flagship Smartphones von Android aber dennoch glauben viele, es hätte die beste Qualität. Das gibts auch bei Autos oder eben Brot, selbst bei Wasser gibt es das. Ich denke ja auch nicht so:) Finde nur schade, dass dann sehr gute Qualität teilweise untergeht oder man oft annimmt es kann nicht gut sein weil es günstiger ist.
ich finde eigentlich genau das Mittelding interessant, weil es für mich das plausibelste ist oft. Bei absurd hohen Preisen für Sachen komme ich mir veräppelt vor, ab irgendeinem Punkt sind Preise für mich dann einfach gar nicht mehr gerechtfertigt. Ich glaube dann nicht, dass ein Brot von einer ultra teuren Bäckerei wirklich doppelt so gut ist, weil es doppelt so viel kostet. Ab einem gewissen Punkt geht da einfach die Rechnung nicht mehr auf und dann bin ich auch raus. Wenn Brot pro Kilo 15 oder 20 Euro kostet, wirkt das einfach als wären das irgendwelche Fantasiepreise. Dann mag ich einfach das Mittelding, wo man weiß, dass das Handwerk und die besseren Zutaten einfach ein bisschen mehr kosten, als das was im Supermarkt verwendet wird aber man hat mehr das Gefühl, dass man auch was besseres bekommt für die paar Euro, die man mehr bezahlt… Und das verschwindet ab einem gewissen Punkt. Deinem Smartphone Vergleich kann ich dafür weniger zustimmen, weil Samsung Handys zum Beispiel auch super teuer sind mittlerweile, da kann man nicht mehr wirklich was sparen. Aber es gibt sicher günstigere Marken und Modelle, klar. Man ist auf jeden Fall auch da im preislichen Vorteil, wenn man nicht immer das neueste und "beste" braucht. Und bei Wasser will ich gar nicht anfangen, ich bin überzeugt davon, dass die alle gleich schmecken nur unterschiedlich vermarktet werden :D
Ich erinnere mich an eine Bekannte, die nur "Bonaqua" kaufte, es sei Tafelwasser. Joah, alles klar, ich habe täglich mein Tafelwasser, aus dem Wasserhahn, wer Blubber möchte, der bekommt Blubber aus dem Soda-Streem.
Zitat von einemama im Beitrag #106... Wenn Brot pro Kilo 15 oder 20 Euro kostet, wirkt das einfach als wären das irgendwelche Fantasiepreise. ...
Solche Preise habe ich bei uns noch nicht gesehen. Am teuersten sind hier die handwerklich gebackenen Vollkorn-Sauerteigbrote mit langer Gäre und (vielen) Kernen und Saaten, dafür zahle ich 8 (bis 11 Euro) pro Kilo. Bei dem Bäcker, der dafür 11 Euro aufruft, kaufe ich dieses Brot eher nicht, da erkenne ich keinen Unterschied zu den 8 bis 9 Euro Broten von anderen Bäckern. Was es bei mir auch nicht unbedingt sein muss, ist Demeter-Qualität, einfach bio reicht mir aus. Ich kaufe auch nicht ausschließlich pflanzliche Bio-Produkte, wenn ich die Auswahl habe bevorzugt, aber ich verzichte auch nicht, wenn es etwas, was ich haben möchte, dort, wo ich gerade bin, nicht als Bio-Ware gibt. (Bei Fleisch und allgemein tierischen Produkten bin ich da deutlich strikter. Wenn mir das Bio-Fleisch zu teuer ist, gibt es halt kein Fleisch, fertig.)
"Bescheidenheit ist die subtilste Form von Arroganz." Sprichwort
@Lea58 da bin ich wie du. In Dresden gibt es eine Bäckerei von Elias Boulanger der hat auch Fantasie Preise. Das ganze ist reine Abzocke die Brote schmecken überhaupt und sind meist noch verbrannt, aber da im Touristenvietel angesiedelt läuft es trotzdem. Viele merken erst zu Hause was sie da gekauft haben, Einheimische kaufen da kaum.
harder, better, faster, stronger
beating the competition ist easy, beating yourself is a never ending commitment
Zitat von einemama im Beitrag #106ich finde eigentlich genau das Mittelding interessant, weil es für mich das plausibelste ist oft. Bei absurd hohen Preisen für Sachen komme ich mir veräppelt vor, ab irgendeinem Punkt sind Preise für mich dann einfach gar nicht mehr gerechtfertigt. Ich glaube dann nicht, dass ein Brot von einer ultra teuren Bäckerei wirklich doppelt so gut ist, weil es doppelt so viel kostet. Ab einem gewissen Punkt geht da einfach die Rechnung nicht mehr auf und dann bin ich auch raus. Wenn Brot pro Kilo 15 oder 20 Euro kostet, wirkt das einfach als wären das irgendwelche Fantasiepreise. Dann mag ich einfach das Mittelding, wo man weiß, dass das Handwerk und die besseren Zutaten einfach ein bisschen mehr kosten, als das was im Supermarkt verwendet wird aber man hat mehr das Gefühl, dass man auch was besseres bekommt für die paar Euro, die man mehr bezahlt… Und das verschwindet ab einem gewissen Punkt. Deinem Smartphone Vergleich kann ich dafür weniger zustimmen, weil Samsung Handys zum Beispiel auch super teuer sind mittlerweile, da kann man nicht mehr wirklich was sparen. Aber es gibt sicher günstigere Marken und Modelle, klar. Man ist auf jeden Fall auch da im preislichen Vorteil, wenn man nicht immer das neueste und "beste" braucht. Und bei Wasser will ich gar nicht anfangen, ich bin überzeugt davon, dass die alle gleich schmecken nur unterschiedlich vermarktet werden :D
Da ist ja auch schon genau das Problem, was ich anspreche. Das ist kein Mittelding, das ist schon Premium Qualität. Was willst du noch besseres haben als Brot vom Bäcker? Nur weil es da jetzt einen Bäcker gibt, der noch mehr für sein Brot verlangt, wird die Qualität nicht besser. Von mir aus kann der Bäcker dann teurere Zutaten verwenden - dann nimmt er eben kein Leitungswasser sondern macht sein Brot mit Fiji Wasser - aber das ändert nichts an der Qualität. Ja klar kann sich da der Bäcker darauf berufen, die Zutaten wären teurer, aber das muss ja nicht heißen, dass es besser ist.
Dafür gibts bei Samsung auch noch günstigere Modelle. Und die gehen ja zumindest mit ihren Flagschiffen auch in die Luxus Sparte rein. Bei den Chinesischen Herstellern bekommt man dafür noch sehr viel für sein Geld. Also auch hier sieht man, Qualität muss nicht unbedingt immer teuer sein. Da bekommt man dieselbe Qualität zu günstigeren Preisen. Da sollte man sich eben nicht von den Preisen und dem Marketing alleine täuschen lassen.
Heute habe ich mal wieder bemerkt, dass ich auch gern für die "Atmosphäre" zahle.
Ich habe einen Abstecher zu einer bestimmten Bäckerei gemacht und beim Warten den Bäckern in der offenen Backstube beim Falten und Formen des Brotteigs/-laibe zugeschaut. Die Antwort auf eine Nachfrage einer Kundin wurde direkt aus der Backstube zugerufen. Die Verkäuferin und anderen wartenden Kunden und Kundinnen waren geduldig und entspannt. Überhaupt schien das Arbeitsklima gut und irgendwie "freudig". Bezahlt habe ich für zwei Sauerteig-, aber nicht Vollkornbrote 14,50 Euro, rd. 8,30 pro Kilo. Ich weiß, das ist Luxus pur. Aber solange ich mir diesen Konsum, der niemandem schadet, leisten kann, mache ich es. Mein Bezug zur Ware ist irgendwie inniger und es würde mir in der Seele wehtun, wenn ich von diesen Backwaren etwas wegwerfen müsste.
Bei anderen Einzelbäckern und auch in den Filialen größerer Bäckereien mit dem handwerklichem Anspruch habe ich vergleichbar gute Erfahrungen gemacht. Auch bei größeren Warteschlangen z.B. morgens vor Arbeitsbeginn, bleiben die Beteiligten vor und hinter der Verkaufstheke ruhig und entspannt und nehmen auch Sonderwünsche gelassen hin. Und die Verkäuferinnen und Verkäufer wissen, was sie verkaufen, kennen die Inhaltsstoffe, Machart usw.
Bei den üblichen Filialbäckereien, insbesondere die vor den Supermarktkassen, erlebe ich das sehr oft anders. Das Verkaufspersonal wirkt auf mich oft angespannt und gestresst. Da fällt es einem direkt (positiv!) auf, wenn da gute Laune herrscht, mal gelacht und gefrozzelt wird und ein paar Worte mit den Kund*innen über den Verkaufsvorgang hinaus gewechselt werden.
Qualitativ habe ich diese Woche auch eine positive Erfahrung mit diesen Backwaren gemacht. Ich bin über drei Ecken durch eine Foodsharing-Aktion zu einigen kostenlosen Brötchen eines meiner Lieblingsbäcker gekommen. Die Brötchen waren vom Vortag und ungeplant konnte ich die letzten erst zwei Tage später essen. Also die (Sauerteig-)Brötchen waren da drei Tage alt und sie waren nach kurzem Rösten auf dem Toaster außen wunderbar knusprig, innen leicht feucht und weich und einfach nur lecker. Meine Erfahrung mit den üblichen Brötchen, die in den Filialen aufgebacken werden, sind da deutlich schlechter, die sind am nächsten Tag oft schon knochentrocken. OK, die sind halt auch nicht mit Sauerteig gemacht.
"Bescheidenheit ist die subtilste Form von Arroganz." Sprichwort
Solche Preise habe ich bei uns noch nicht gesehen. Am teuersten sind hier die handwerklich gebackenen Vollkorn-Sauerteigbrote mit langer Gäre und (vielen) Kernen und Saaten, dafür zahle ich 8 (bis 11 Euro) pro Kilo. Bei dem Bäcker, der dafür 11 Euro aufruft, kaufe ich dieses Brot eher nicht, da erkenne ich keinen Unterschied zu den 8 bis 9 Euro Broten von anderen Bäckern. Was es bei mir auch nicht unbedingt sein muss, ist Demeter-Qualität, einfach bio reicht mir aus. Ich kaufe auch nicht ausschließlich pflanzliche Bio-Produkte, wenn ich die Auswahl habe bevorzugt, aber ich verzichte auch nicht, wenn es etwas, was ich haben möchte, dort, wo ich gerade bin, nicht als Bio-Ware gibt. (Bei Fleisch und allgemein tierischen Produkten bin ich da deutlich strikter. Wenn mir das Bio-Fleisch zu teuer ist, gibt es halt kein Fleisch, fertig.)
Ich auch nur sehr vereinzelt, das gebe ich schon zu, aber es nimmt einfach teilweise wirklich absurde Ausmaße an. Sind dann auch eher so Trenderscheinungen, wo man nicht genau weiß wie lange die sich wirklich halten werden aber am Anfang sind die Schlangen lange. Und ich finde auch, dass man für gewisse Sachen und Qualität mal mehr bezahlen kann, aber es gibt schon irgendwo eine Grenze für mich. Bei Fleisch und tierischen Produkten bin ich auch ganz bei dir. Wir als Familie kochen generell nur maximal einmal pro Woche mit Fleisch und dann muss das für mich auch wirklich ein paar Parameter erfüllen, dass ich das guten Gewissens kaufen und essen kann und mag. Bei Milchprodukten und Eiern mache ich es auch so. Wenn es im Supermarkt keine Bio Freiland-Eier mehr gibt, kaufe ich auch keine. Bei mir geht das nämlich auch auf den Appetit und den Genuss, wenn da nicht alles passt. Da bin ich beim Brot auch mal weniger streng, wenn ich weniger Zeit habe oder mal was ausverkauft ist :)
Zitat von Tuschy im Beitrag #110Da ist ja auch schon genau das Problem, was ich anspreche. Das ist kein Mittelding, das ist schon Premium Qualität. Was willst du noch besseres haben als Brot vom Bäcker? Nur weil es da jetzt einen Bäcker gibt, der noch mehr für sein Brot verlangt, wird die Qualität nicht besser. Von mir aus kann der Bäcker dann teurere Zutaten verwenden - dann nimmt er eben kein Leitungswasser sondern macht sein Brot mit Fiji Wasser - aber das ändert nichts an der Qualität. Ja klar kann sich da der Bäcker darauf berufen, die Zutaten wären teurer, aber das muss ja nicht heißen, dass es besser ist.
Dafür gibts bei Samsung auch noch günstigere Modelle. Und die gehen ja zumindest mit ihren Flagschiffen auch in die Luxus Sparte rein. Bei den Chinesischen Herstellern bekommt man dafür noch sehr viel für sein Geld. Also auch hier sieht man, Qualität muss nicht unbedingt immer teuer sein. Da bekommt man dieselbe Qualität zu günstigeren Preisen. Da sollte man sich eben nicht von den Preisen und dem Marketing alleine täuschen lassen.
Ja genau, dann sprechen wir wahrscheinlich eh vom selben. Höchste Qualität aber im mittleren bis oberen Preissegment, wo man eben auch das Gefühl hat man bekommt noch ein Extra für das extra Geld, das man ausgibt. Bei Wasser ist es einfach die allergrößte Frechheit und man nimmt das einfach so hin. Die privatisieren das Wasser, füllen es in verschiedene Flaschen ab und verkaufen es dann als Edelprodukt, obwohl man kaum besseres Trinkwasser bekommen kann als aus unseren Leitungen. Bisschen was anderes, wenn man Sprudel mag, aber selbst dafür gibt es ja Lösungen. Finde das wirklich wahnsinnig. Ich mag zum Glück kein Sprudelwasser und liebe das aus dem Wasserhahn bei uns in Österreich. Aber wenn man sich das mal überlegt, ist das schon wirklich eine wahnsinnige Schweinerei.
Zitat von Lea58 im Beitrag #111Ich bin über drei Ecken durch eine Foodsharing-Aktion zu einigen kostenlosen Brötchen eines meiner Lieblingsbäcker gekommen. Die Brötchen waren vom Vortag und ungeplant konnte ich die letzten erst zwei Tage später essen. Also die (Sauerteig-)Brötchen waren da drei Tage alt und sie waren nach kurzem Rösten auf dem Toaster außen wunderbar knusprig, innen leicht feucht und weich und einfach nur lecker. Meine Erfahrung mit den üblichen Brötchen, die in den Filialen aufgebacken werden, sind da deutlich schlechter, die sind am nächsten Tag oft schon knochentrocken. OK, die sind halt auch nicht mit Sauerteig gemacht.
To Good to Go etc. sollte man immer mal nachschauen was es gibt. In letzter Zeit sind das viel weniger Restaurants, jetzt sind dort viel mehr Supermärkte und auch Bäckereien. Ich schau da von Zeit zu Zeit immer rein und auch direkt mit anderen Apps kann man günstigere Waren bekommen. Letzte Woche habe ich mir ein Geier-Taferlsackerl geholt. Da werden auch Waren zusammengepackt, die man nicht mehr verkaufen kann an diesem Tag. Für 4 € hatte ich dann ein Brot, zwei Salzstangerl, ein Pistazien Croissant und eine Nussschnecke in meinem Sackerl. Das lohnt sich dann sehr. Brot habe ich erst gestern aufgebraucht und damit ist alles weg. War immer noch sehr gut und im Grunde frisch.
Zitat von einemama im Beitrag #112Aber wenn man sich das mal überlegt, ist das schon wirklich eine wahnsinnige Schweinerei.
Ja absolut. Wenn man sich da mal anschaut, was da noch für Folgeprobleme kommen: Grundwasser wird in der Entnahmeregion weniger, der ganze zusätzliche Plastikmüll,... das ist wirklich eine Frechheit.
Kleiner Tipp: Kein Buchweizenmehl nehmen. Auch nicht in Teilen. Der Gatte hat heute flache Brotscheiben...
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Zitat von Lea58 im Beitrag #111 Ich habe einen Abstecher zu einer bestimmten Bäckerei gemacht und beim Warten den Bäckern in der offenen Backstube beim Falten und Formen des Brotteigs/-laibe zugeschaut. Die Antwort auf eine Nachfrage einer Kundin wurde direkt aus der Backstube zugerufen. Die Verkäuferin und anderen wartenden Kunden und Kundinnen waren geduldig und entspannt. Überhaupt schien das Arbeitsklima gut und irgendwie "freudig". Bezahlt habe ich für zwei Sauerteig-, aber nicht Vollkornbrote 14,50 Euro, rd. 8,30 pro Kilo. Ich weiß, das ist Luxus pur. Aber solange ich mir diesen Konsum, der niemandem schadet, leisten kann, mache ich es. Mein Bezug zur Ware ist irgendwie inniger und es würde mir in der Seele wehtun, wenn ich von diesen Backwaren etwas wegwerfen müsste.
Das klingt richtig gut!
Ich bin nach einigen Versuchen ziemlich zufrieden mit meinen Sauerteigbrötchen. Wir waren jetzt ein paar Tage im Urlaub und ich hatte davor extra nochmal gebacken, um "meine" Brötchen mitnehmen zu können, für die ersten zwei Tage. Dann habe ich im Ferienort Brötchen beim Bäcker gekauft, allerdings nicht Bio und wohl auch nicht traditionell. Jedenfalls hatte ich den Vergleich. Während ein Brötchen aus Eigenproduktion mindestens vier, eher sechs Stunden lang sättigt, hatte ich nach dem gekauften Brötchen nach drei Stunden Hunger. Also wenn ich mir was Gutes gönnen möchte, backe ich selbst. Geht inzwischen mit Routine, ich muss nicht mehr ins Rezept schauen.
Zitat von Tuschy im Beitrag #113To Good to Go etc. sollte man immer mal nachschauen was es gibt. In letzter Zeit sind das viel weniger Restaurants, jetzt sind dort viel mehr Supermärkte und auch Bäckereien. Ich schau da von Zeit zu Zeit immer rein und auch direkt mit anderen Apps kann man günstigere Waren bekommen. Letzte Woche habe ich mir ein Geier-Taferlsackerl geholt. Da werden auch Waren zusammengepackt, die man nicht mehr verkaufen kann an diesem Tag. Für 4 € hatte ich dann ein Brot, zwei Salzstangerl, ein Pistazien Croissant und eine Nussschnecke in meinem Sackerl. Das lohnt sich dann sehr. Brot habe ich erst gestern aufgebraucht und damit ist alles weg. War immer noch sehr gut und im Grunde frisch.
Too Good to Go finde ich auch wirklich super, mag am liebsten auch die Angebote von Bäckereien oder von kleineren Supermärkten, hab da oft schon riesige Pakete mit Obst und Gemüse bekommen. Bei mir in der Gegend bieten das auch manche Supermarktfilialen von selbst an, also ohne dass Too Good to go oder ähnliche Zwischenanbieter da noch mit drin hängen. Stehen dann einfach bei der Kassa oder in der Gemüseabteilung und man kann sogar sehen, was drinnen ist. Finde ich richtig gut, weil ich eh noch nie verstehen konnte, warum das nicht besser geregelt ist mit Lebensmittelverschwendung. So hat eigentlich jede Partei was davon und man muss viel weniger wegschmeißen. Bei Too Good to go sind bei mir die "guten" Sachen immer so schnell vergriffen, merke mir das gleich mal vor mit der Bäckerei Geier. Backwarensackerl vom Supermarkt mag ich eh nicht so gern. Und man kann alles was man nicht gleich braucht, von allem Brot und Brötchen ja eh super einfrieren.
Zitat von einemama im Beitrag #116 Too Good to Go finde ich auch wirklich super, mag am liebsten auch die Angebote von Bäckereien oder von kleineren Supermärkten, hab da oft schon riesige Pakete mit Obst und Gemüse bekommen. Bei mir in der Gegend bieten das auch manche Supermarktfilialen von selbst an, also ohne dass Too Good to go oder ähnliche Zwischenanbieter da noch mit drin hängen. Stehen dann einfach bei der Kassa oder in der Gemüseabteilung und man kann sogar sehen, was drinnen ist. Finde ich richtig gut, weil ich eh noch nie verstehen konnte, warum das nicht besser geregelt ist mit Lebensmittelverschwendung. So hat eigentlich jede Partei was davon und man muss viel weniger wegschmeißen. Bei Too Good to go sind bei mir die "guten" Sachen immer so schnell vergriffen, merke mir das gleich mal vor mit der Bäckerei Geier. Backwarensackerl vom Supermarkt mag ich eh nicht so gern. Und man kann alles was man nicht gleich braucht, von allem Brot und Brötchen ja eh super einfrieren.
Naja ich habe es früher eigentlich nur wegen der Angebote von Restaurants öfter verwendet. Das hat sich jetzt aber anscheinend ziemlich verändert. Jetzt gibts da viel mehr vorgefertigte Produkte und die Sackerln aus dem Supermarkt. Angebote von Restaurants gibts bei mir nur selten. Restaurants werden weniger, dafür gibt jeder Supermarkt schon so Sackerln her. Und auch viele größere Boxen zum Liefern werden angeboten mit Schokolade, Saucen, etc. Ich fand es immer gut wegen der frischen Produkte. Zu Mittag konnte man sich da viel holen und hat oft wirklich viel bekommen. Ich denke die Unternehmen glauben dann wohl, niemand kauft mehr diese Produkte zum vollen Preis. Aber das Angebot gibts jetzt schon so lange und den Supermärkten hat es wenig bis gar nichts weggenommen. Es kennen ja immer noch zu wenige Menschen solche Initiativen oder Apps. Und es ist ja eh stark begrenzt. Benutzt man die App öfter, weiß man wann die Angebote reinkommen, das hilft:) Auch das Angebot von der Bäckerei Geier ist gegrenzt und man muss schnell sein. Einziger Vorteil bis jetzt ist da wohl, das gibt es erst seit kurzem und man macht das über deren eigene App. Da wird man jetzt an Anfang sicherlich noch mehr Chancen haben etwas zu bekommen. Habs jetzt auch schon öfter genutzt.
Zitat von Letti im Beitrag #119Too good to go, ist regional sehr unterschiedlich. Hier machen vor allem Bäckereien und Imbisse mit.
Da kann man wirklich gutes Brot für 3€ bekommen allerdings ist die Abholzeit sehr knapp, meist nur 15 min vor Ladenschluss.
Ja klar, nicht jeder hat ja zig Restaurants vor der Haustüre. Bei mir sind halt die Supermächte dazugekommen. Zuerst nur vereinzelt, dann plötzlich jede Filiale. Das Konzept kann man ja im Grunde nur unterstützen, besser als die Produkte wegschmeißen. Da gebe ich sie lieber günstiger her und jemand freut sich auch noch drüber. Früher waren das aber fast ausschließlich Restaurants, die werden jetzt dafür immer weniger. Stattdessen kann man sich bei Hotels das Frühstück abholen. Ich habe Too Good to Go halt hauptsächlich wegen dem Mittagsessen genutzt. Kam mir immer entgegen weil ich meist erst etwas später gegessen habe und die Angebote alle so ab 14 Uhr gestartet sind. Das gibt es jetzt kaum mehr und deshalb schau ich in die App nur mehr selten rein. Eigentlich nur in der Hoffnung, es hat sich wieder etwas geändert:) Dafür hole ich mir jetzt das Taferlsackerl öfter. Was da beim Bäcker überbleibt, das kann man die nächsten Tage alles noch essen. Das finde ich schon toll.
Hast du nicht den Eindruck, dass es sich über die Jahre verändert hat oder ist zumindest bei dir in der Umgebung das Angebot gleich geblieben?
Naja ich habe es früher eigentlich nur wegen der Angebote von Restaurants öfter verwendet. Das hat sich jetzt aber anscheinend ziemlich verändert. Jetzt gibts da viel mehr vorgefertigte Produkte und die Sackerln aus dem Supermarkt. Angebote von Restaurants gibts bei mir nur selten. Restaurants werden weniger, dafür gibt jeder Supermarkt schon so Sackerln her. Und auch viele größere Boxen zum Liefern werden angeboten mit Schokolade, Saucen, etc. Ich fand es immer gut wegen der frischen Produkte. Zu Mittag konnte man sich da viel holen und hat oft wirklich viel bekommen. Ich denke die Unternehmen glauben dann wohl, niemand kauft mehr diese Produkte zum vollen Preis. Aber das Angebot gibts jetzt schon so lange und den Supermärkten hat es wenig bis gar nichts weggenommen. Es kennen ja immer noch zu wenige Menschen solche Initiativen oder Apps. Und es ist ja eh stark begrenzt. Benutzt man die App öfter, weiß man wann die Angebote reinkommen, das hilft:) Auch das Angebot von der Bäckerei Geier ist gegrenzt und man muss schnell sein. Einziger Vorteil bis jetzt ist da wohl, das gibt es erst seit kurzem und man macht das über deren eigene App. Da wird man jetzt an Anfang sicherlich noch mehr Chancen haben etwas zu bekommen. Habs jetzt auch schon öfter genutzt.
Ja bei den beliebten Lokalen und Anbietern muss man auf jeden Fall schnell sein, was immer sofort weg ist, wenn ich mal reinschaue ist Dunkin Donuts. Brauch ich persönlich jetzt eh nicht haben aber das ist wirklich absurd, wie schnell das immer vergriffen ist. Aber ist halt auch ein guter Deal, sowas ist sonst wirklich teuer einfach. Ich glaub von Restaurants hab ich noch nie was bestellt, meistens eben eh Bäckereien oder mal im Supermarkt. Die Abholzeiten passen nie so gut zusammen mit meinem Essensrhythmus, deswegen fällt das bei mir ein bisschen weg. Also zumindest gibt es bei mir in der Nähe da nicht wirklich viel und ich nehme dann doch hauptsächlich Angebote, die ich zu Fuß dann auch abholen kann. Und seit kurzem gibt es ja bei vielen Lokalen auch dynamic pricing, das ist mir leider grundsätzlich als Prinzip sehr unsympathisch. Ich verstehe natürlich den Sinn und warum das gemacht wird, aber ich finde dynamic pricing allgemein nicht gut und vor allem nicht bei sowas wie Essen. Aber ist eh nicht bei allen Anbietern so, dann kann man das auch noch gut umgehen.
Hast du nicht den Eindruck, dass es sich über die Jahre verändert hat oder ist zumindest bei dir in der Umgebung das Angebot gleich geblieben?
Bei mir in der Gegend ist auf jeden Fall auch sehr viel dazugekommen in den letzten Jahren. Hab das vor Jahren zum ersten mal gemacht bei Too good to go, denke so um die Corona Hochphase herum. Da gab es aber wirklich noch nicht sonderlich viel Auswahl. Dafür musste man auch bei weitem nicht so schnell sein. Aber insgesamt ist es natürlich schon eine gute Entwicklung, dass da so viele Anbieter wie möglich mitmachen, einfach damit nicht so viel weggeschmissen werden muss am Ende des Tages. Da kann man ja eigentlich nichts dran schlecht finden. Bestenfalls wird auch noch ein separater Teil gespendet an gemeinnützige Organisationen, die das Essen wirklich brauchen können und dann bin ich zufrieden :)
Ja, wenn ich mir etwas hole, dann auch nur bei mir in der Nähe. Alles was ich zu Fuß erreichen kann. Dynamic Pricing geht mir auch auf die Nerven. Wenn das überhand nimmt, dreh ich durch:) Habe schon genug zu tun wenn man mal einen Urlaub buchen möchte und jede Stunde einen anderen Preis angezeigt bekommt. Aber das ist eine andere Diskussion. Vielleicht könnten wir zu dem Thema mal in einem anderen Thread Tipps teilen dann sind wir da gut vorbereitet.
Auswahl scheint groß, nur hat da nicht jeder ein Angebot drinnen. Denke das hat ein wenig mit Eigenwerbung zu tun. Wenn man das Restaurant sieht, geht man eventuell auch so mal hin.
Zitat von Nocturna im Beitrag #38Meine Sauerteigkultur ist jetzt 14 Jahre alt und schon richtig erwachsen, die übersteht locker zwei Wochen Urlaub. Am dritten Wochenende backe ich dann aber spätestens wieder.
Zitat von Nocturna im Beitrag #53Naja, wundert dich das? Meiner, mit Namen Flauschi, lebt seit 14 Jahren in meinem Kühlschrank und hat dort seinen festen Platz.
Flauschi ist tot. Schuld ist ein Stromausfall im Haus während unseres 14-tägigen Urlaubs. Das hat er nicht überlebt.
Ich habe mir anno dazumal zwar ein Backup als Trockenkultur gezogen, aber meine Reaktivierungsversuche sind bis jetzt vergeblich. Seufz, ich habe heute mit einer neuen Kultur begonnen.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Und nu? Was ist mit Flauschi? Findet am Wochenende die feierliche Beerdigung statt? Immerhin hat er euch jahrelang gute Dienste geleistet. Quasi wie ein Knecht
Sorry, heute Clown gefrühstückt.
Ich passe genau zwischen Bettdecke und Matratze. Das kann doch kein Zufall sein!