Guten Morgen! Ich bin regelmäßige Mitleserin hier im Forum und bräuchte ein wenig Austausch zu zwei Einmalanlagen, die in Kürze anstehen.
Zum Hintergrund: Ich bin verheiratet, wir sind beide Mitte 40 und haben drei Kinder. Wir sind beide angestellt, verdienen inzwischen gut, haben die üblichen Risiken mit BU, RLV abgesichert, haben unser Depot mit regelmäßigen Sparraten in MSCI World und MSCI EM. Wir haben beide ordentliche Einzahlungen in die gesetzliche RV, mein Mann hat eine Betriebsrente, ich habe wegen den Zulagen für die Kinder eine Riesterrente, die in ETFs investiert. Wir wohnen in einer ETW, die deutlich vor der Rente abgezahlt sein wird.
Ich habe nun bald zwei Geldsummen zur Verfügung, die ich langfristig anlegen möchte:
1) Eine Auszahlung nach Kündigung einer privaten Rentenversicherung, die schlicht viel zu teuer ist von den Gebühren und nichtexistenter Rendite. Diesen Betrag will ich in einen ETF auf den MSCI ACWI (am ehesten A1JJTC von SPDR einer TER von 0,12) anlegen und liegen lassen. Zweck: Altersvorsorge.
2) Eine Summe, die ein vorgezogenes Erbe/ Geschenk meiner Eltern an mich ist, die ich aber, wenn alles gut läuft niemals anrühren, sondern anlegen und in 20-30 Jahren an meine Kinder übertragen möchte - am ehesten für Immobilienerwerb oder ansonsten, wenn das nicht in ihre Lebensplanung passt, halt einfach so als Erbe ihrer Großeltern. Es ist anzunehmen, das dies die einzige größere Summe ist, die von Seiten meiner Familie kommt. Auch hier tendiere ich zu o. g. ACWI, weil groß, nicht ganz jung und günstig, und dann am ehesten in einem Zweitdepot von mir, weil ich Summe 1 und Summe 2 klar auseinanderhalten möchte. Was ich aus diversen Gründen nicht möchte, ist, den Kindern diesen Betrag jetzt schon zu schenken bzw. in ihrem Namen/Depot anzulegen.
Was dagegen in Frage kommt: Einen kleinen Teil, pro Kind eine Summe im niedrigen bis mittleren 4stelligen Bereich, direkt auf seinem Namen anzulegen. Aber auch da entstehen mehr Fragen:
1) Abgeltungssteuer: Die Kinder haben bisher kein Geld in ihrem Depot, haben also jeder 1000 Euro vom Sparerpauschbetrag offen. Ich habe einiges zum Thema ausschüttende ETFs gelesen oder thesaurierende ETFs regelmäßig zu verkaufen und neu zu kaufen, um den Freistellungsauftrag zu nutzen. Ich finde das als bisherige "Buy-and-Hold"-Anlegerin mit nur thesaurierenden ETFs fürchterlich aufwendig. Und wenn ich mir von Finanztip das Video "4 Steuerstrategien durchgerechnet" anschaue, frage ich mich, ob der Nutzen in einem berechtigten Verhältnis zum Aufwand steht. Bei den Kindern würde ja evt. auch noch die N/A-Bescheinigung relevant werden. Anderseits auch hier: Ich will nicht zu viel Geld im Namen der Kinder haben, ich mag Thesaurierer und es darf eh nicht die Familienversicherung der Krankenkasse gefährdet werden.
2) Gerechtigkeit: Wenn wir jedem Kind schon jetzt einen kleinen Betrag auf dem eigenen Depot anlegen, z. B. für Führerschein, Starthilfe bei Studium in einer anderen Stadt, Auslandsaufenthalt oder große Reise nach dem Studium: Was ist fair angesichts eines Altersunterschieds von 6 Jahren? Wenn alle jetzt Summe x bekommen, dann hat die Älteste nur noch 4 Jahre bis zum 18. Geburtstag und die Kleinen (Zwillinge) 10 Jahre. De facto hat dann die älteste deutlich weniger (statistisch, wenn nicht gerade in 6 Jahren der große Crash kommt...) - bzw. muss länger warten, bevor sie es konsumiert. Ein Kompromiss wäre, für alle Betrag x anzulegen und zum 18. Geburtstag der Kleinen den fehlenden Betrag an die Große (dann 24) auszugleichen.
Bisher haben wir keinen Sparplan für die Kinder, aber hier hätten wir das gleiche Problem: natürlich könnte man die 6 Jahre, die man für die Große später angefangen hat, durch eine höhere Einmalsumme ausgleichen. Aber auch dann hat die Anlage 6 Jahre weniger Zeit, um Rendite zu erwirtschaften. Mir fehlt hier noch die entscheidende Idee für absolute Fairness allen Kindern gegenüber.
3) Strategie der Einmalanlage: Das Geld aus der PRV würde ich mit einem Schlag anlegen, das stresst mich nicht. Ist auch nicht sooo viel.
Das Geldsumme, die von meinen Eltern kommt, ist höher und ich empfinde es nicht als mein alleiniges Geld - daher mehr Stress und mehr Verantwortungsgefühl. Hier habe ich Bauchschmerzen angesichts der derzeitigen Höchstkurse und überlege, gestaffelt einzusteigen. Damit kann man Rendite verlieren, aber man kann auch die ganz großen Einbrüche vermeiden. Daher tendiere ich dazu, habe aber noch keinen Plan, in welchen Tranchen und über welchen Zeitraum ich da sinnvoll agieren. Also ob einmal 50 % und dann halbjährlich über 1-2 Jahre jeweils die verbleibenden 50 % in gleichen Anteilen oder die gesamten 100 % aufteilen auf gleiche Tranchen, die ich halbjährlich investiere. Bei großen Einbrüchen dann halt mehr - die Nerven hätte ich, denke ich, eher, als jetzt auf dem Höchstniveau alles zu einem Zeitpunkt zu investieren.
Soweit erst mal, vielleicht fällt mir nachher noch mehr ein. Ich bin dankbar für Eure Gedanken. Mein Mann ist übrigens mit allem einverstanden, was ich tue, kümmert sich aber um Geldanlage absolut nicht und ist daher kein kritischer Gesprächspartner.
Wie kommt denn das Geld Deiner Eltern? Die haben das doch vermutlich auch nicht die ganze Zeit auf dem Girokonto liegen.
Wenn es angelegt ist, sollte es m.E. als Wertpapiere übertragen werden - dann kann man ggf. umschichten, hat dafür aber Zeit. (Und wenn man Glück hat, kommen da sogar Wertpapiere, die vor 2009 nach altem Recht angelegt wurden).
eine rentenversicherung wuerde ich niemals kundigen, auch wenn es ein schlechter vertrag ist denn jede kuendigung ist mit verlust verbunden, und das ist immer die denkbar schlechteste loesung stelle sie beitragsfrei und fertig
und das man nicht alle kinder schon aufgrund des alters immer finanziell gleichgestellt bekommt, ist glaube ich in jeder familie der fall das kann man nicht zu hundert prozent aufrechnen, das eines mal mehr bekommt als das andere
da gibt es hoehere renditen bei geldanlagen, da kostet der fuehrerschein den man bezahlt in einigen jahren mehr geld, nur um mal ein paar beispiele zu nennen
frohes neues jahr * happy new year * sa watt dii bpii ma * Chúc mừng Năm Mới
alone we can do soo little together we can do so much kleinschreiberin
Zitat von Halina im Beitrag #1Und wenn ich mir von Finanztip das Video "4 Steuerstrategien durchgerechnet" anschaue, frage ich mich, ob der Nutzen in einem berechtigten Verhältnis zum Aufwand steht. Bei den Kindern würde ja evt. auch noch die N/A-Bescheinigung relevant werden. Anderseits auch hier: Ich will nicht zu viel Geld im Namen der Kinder haben, ich mag Thesaurierer und es darf eh nicht die Familienversicherung der Krankenkasse gefährdet werden.
Die Familienversicherung wird bei einem Einkommen von 535 Euro monatlich beendet, sagt die Webseite der TK. Da müsste der ETF schon groß werden, dass deine Kinder diese Beträge erreichen. Haariger wird es mit Schülerbafög, da ist ab 15.000 (?) Euro Schluss.
Ich habe mir das Video von Finanztest nochmal angeschaut. Wenn ich das Ergebnis betrachte, würde ich einen Thesaurier nehmen und fertig. Mir erscheint der mögliche Gewinn nicht den Aufwand wert.
Zitat von Halina im Beitrag #1 Mir fehlt hier noch die entscheidende Idee für absolute Fairness allen Kindern gegenüber.
Kann es nicht geben, da hättest du Zwillinge bekommen sollen . Du könntest jedem Kind einen Sparplan mit Laufzeit von x Jahren einrichten und unabhängig davon, jedem Kind zum 18. Geburtstag noch zusätzlich eine identische Summe Y spendieren. Perfekt wird es nie werden, denn die Börse läuft jedes Jahr anders und das kann ganz extreme Unterschiede hervorbringen. Eine schlechte Börsenphase finanziell auszugleichen ist aber ungerecht, denn wenn die schlechte Phase vorbei ist, wird das extra Geld auch extra Rendite bringen.
Zitat von Halina im Beitrag #1Das Geldsumme, die von meinen Eltern kommt, ist höher und ich empfinde es nicht als mein alleiniges Geld - daher mehr Stress und mehr Verantwortungsgefühl. Hier habe ich Bauchschmerzen angesichts der derzeitigen Höchstkurse und überlege, gestaffelt einzusteigen. Damit kann man Rendite verlieren, aber man kann auch die ganz großen Einbrüche vermeiden. Daher tendiere ich dazu, habe aber noch keinen Plan, in welchen Tranchen und über welchen Zeitraum ich da sinnvoll agieren. Also ob einmal 50 % und dann halbjährlich über 1-2 Jahre jeweils die verbleibenden 50 % in gleichen Anteilen oder die gesamten 100 % aufteilen auf gleiche Tranchen, die ich halbjährlich investiere. Bei großen Einbrüchen dann halt mehr - die Nerven hätte ich, denke ich, eher, als jetzt auf dem Höchstniveau alles zu einem Zeitpunkt zu investieren.
Ich kann das nachvollziehen, aber du weißt, dass du entgegen der Börsenlogik handelst? Keiner kennt die Zukunft. Was ist, wenn die nächsten zwei Jahr noch so gut laufen wie die letzten zwei Jahre? Das wären dann 42 Prozent Kursplus und damit könntest du leicht einen Kursrückgang von 30 Prozent in Kauf nehmen. Natürlich kann auch das Gegenteil passieren und dann braucht man Nerven, wenn man im Depot einen Mittelklassewagen weniger hat. Dennoch, wie lange legst du an? Je länger der Anlagehorizont, umso sinnvoller ist es All- in zu gehen. Der Betrag, den du heute reinsteckst, ist in 30 Jahren idealerweise eine kleinere Position in deinem Depot. Ich habe 2023 nach dem Verkauf einer ETW alles subito angelegt. Erfreulicherweise konnte ich so noch einen Teil vom Kursanstieg 2023 und das gute 2024 mitnehmen. Wenn ich nach deiner Methode den Einstiegszeitpunkt gestreckt hätte, würde ich heuer erst den letzten Betrag investieren.
Einen Betrag X für schlechte Börsenzeiten zurückzubehalten, ist keine schlechte Idee. Du musst dich dann nur trauen in fallende Kurse zu investieren, denn keiner wird sagen: kauf mich, jetzt ist der tiefste Punkt erreicht. Die Wahrscheinlichkeit spricht dafür, bei schlechten Nachrichten immer noch etwas länger abzuwarten, bis man entweder den besten Einstiegspunkt garantiert verpasst hat oder gleich den dritten Weltkrieg befürchtet und sich gar nichts mehr traut.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Ich finde "absolute Fairness allen Kinder gegenüber" kaum machbar.
Was, wenn eins länger oder gar nicht studiert? Müssen die anderen dann einen Ausgleich dafür bekommen? Oder für ein Auslandsjahr, das die anderen gar nicht anstreben?
(Gelöscht, weil zu privat und für das Thema nicht relevant)
Zitat von ereS im Beitrag #4eine rentenversicherung wuerde ich niemals kundigen, auch wenn es ein schlechter vertrag ist denn jede kuendigung ist mit verlust verbunden, und das ist immer die denkbar schlechteste loesung stelle sie beitragsfrei und fertig
Das sehe ich etwas differenzierter. Es kommt sehr auf den Vertrag, Restlaufzeit, Summe, Gebühren, Rendite an. Und was man mit dem Geld nach der Kündigung macht... In meinem Fall ist es Geldvernichtung, den Vertrag weiterlaufen zu lassen, egal ob beitragsfrei oder nicht. Das mag in vielen anderen Fällen oder auch den meisten anders sein - ich kann da nur für meine Situation sprechen.
Zitatund das man nicht alle kinder schon aufgrund des alters immer finanziell gleichgestellt bekommt, ist glaube ich in jeder familie der fall das kann man nicht zu hundert prozent aufrechnen, das eines mal mehr bekommt als das andere
Ja, wahrscheinlich ist das so. Bei Hobbys, etc. habe ich damit auch kein Problem. Nur bei der Schenkung von Geldsummen habe ich da größere Bauchschmerzen. Aber wahrscheinlich muss ich mich damit abfinden, dass wir das nicht 100% ausschließen können und später dann schauen müssen, was fair ist.
Zitat von Nocturna im Beitrag #5 Ich habe mir das Video von Finanztest nochmal angeschaut. Wenn ich das Ergebnis betrachte, würde ich einen Thesaurier nehmen und fertig. Mir erscheint der mögliche Gewinn nicht den Aufwand wert.
Beruhigend, dass Du das auch so siehst.
ZitatKann es nicht geben, da hättest du Zwillinge bekommen sollen .
Habe ich ja, aber halt nicht nur. Das "Problem" ist die 6 Jahre ältere Schwester. Aber ich verstehe schon - letztlich wird es darauf hinauslaufen, evt. der Großen im Zweifelsfall zum 24. Geburtstag noch einen Ausgleich zukommen zu lassen.
ZitatIch kann das nachvollziehen, aber du weißt, dass du entgegen der Börsenlogik handelst? Keiner kennt die Zukunft.
Statistisch ist mir das klar. Von den Nerven her wäre es für mich gut, noch einen Restbetrag für Kursfälle parat zu haben.
ZitatDennoch, wie lange legst du an?
Für die Kinder beträgt der Anlagehorizont nur ca. 16-24 Jahre, wenn sie es tatsächlich für den Immobilienkauf nutzen wollen. Evt. auch kürzer - kommt ein wenig auf ihre eigene Lebensplanung an. Also ist der Anlagehorizont deutlich kürzer als für uns Eltern, die wir mit dem Entsparen planmäßig in 20-22 Jahren anfangen, aber die ETFs ja weiter für die nächsten 40+x Jahre laufen. Daher auch die Angst, die Gesamtsumme für die Kinder komplett vor einem Crash zu investieren - in 16 Jahren erholt sich das halt weniger gut als in 30-40 Jahren.
ZitatEinen Betrag X für schlechte Börsenzeiten zurückzubehalten, ist keine schlechte Idee. Du musst dich dann nur trauen in fallende Kurse zu investieren, denn keiner wird sagen: kauf mich, jetzt ist der tiefste Punkt erreicht. Die Wahrscheinlichkeit spricht dafür, bei schlechten Nachrichten immer noch etwas länger abzuwarten, bis man entweder den besten Einstiegspunkt garantiert verpasst hat oder gleich den dritten Weltkrieg befürchtet und sich gar nichts mehr traut.
Könnte ich mir tatsächlich gut vorstellen. Also bei 10% Rücksetzer einen Teil und spätestens bei 20 % den gesamten Rest zu investieren. Wenn es denn 5 % mehr oder weniger sind, es es ja auch egal. Kaufen in Zeiten von Rücksetzern habe ich in den letzten Jahren ganz gut geschafft. Ist mit kleineren Tranchen natürlich psychologisch auch einfacher, als mit großen Summen.
Nordsee, ja, klar, im Alltag gibt es auch bei uns den Grundsatz, die Bedürfnisse zu erfüllen und Hobbys zu ermöglichen - die sind bei dem einen aufwendiger als bei der anderen.
Vielen Dank für Eure Gedanken, das hilft mir sehr weiter!
Zitat von Halina im Beitrag #7Habe ich ja, aber halt nicht nur. Das "Problem" ist die 6 Jahre ältere Schwester. Aber ich verstehe schon - letztlich wird es darauf hinauslaufen, evt. der Großen im Zweifelsfall zum 24. Geburtstag noch einen Ausgleich zukommen zu lassen.
Huch! Gut gemacht mit den Zwillingen, ein Problem weniger.
Zitat von Halina im Beitrag #7Könnte ich mir tatsächlich gut vorstellen. Also bei 10% Rücksetzer einen Teil und spätestens bei 20 % den gesamten Rest zu investieren. Wenn es denn 5 % mehr oder weniger sind, es es ja auch egal. Kaufen in Zeiten von Rücksetzern habe ich in den letzten Jahren ganz gut geschafft. Ist mit kleineren Tranchen natürlich psychologisch auch einfacher, als mit großen Summen.
Ich glaube dir, wenn du das sagst, es gibt mehr Frauen mit starken Nerven als man denkt. Und dann macht dein Vorgehen auch wirklich Sinn.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Zitat von ereS im Beitrag #4eine rentenversicherung wuerde ich niemals kundigen, auch wenn es ein schlechter vertrag ist denn jede kuendigung ist mit verlust verbunden, und das ist immer die denkbar schlechteste loesung
Da reden wir aber über verschüttete Milch. Vergangenen Kosten sind völlig irrelevant. Es kommt nur darauf an, ob man, Stand heute, mit dem aktuellen Rückkaufswert plus den noch zu tätigenden Beitragszahlungen woanders bei gleichem Risiko eine höhere Rendite bekommt. Oder bei geringerem Risiko eine mindestens gleiche. Da muss man schmerzfrei sein.
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken
Halina, bzgl. der Kinder habe ich mir ähnliche Gedanken gemacht. Die Mittel sind bei uns erst einmal für Ausbildung/Studium gedacht (bitte hier nicht diskutieren, dass das Geld auf den Namen der Kinder läuft und deshalb gar nicht dafür eingesetzt werden muss/darf, das ist mir bewusst) und ich denke, es ggf bei Beginn desselben auszugleichen. Wobei man dann auch sehen muss, dass die Ausbildungen u.U. unterschiedlich viel kosten und man das eh anpassen muss. Kommt Zeit, kommt Rat.
Als wir begonnen haben, zu sparen, haben wir dem älteren Kind die noch nicht angesparten Monate als Einmalzahlung ins Depot gelegt. Der Markt war eh nicht nennenswert gestiegen, das hat sich kaum bemerkbar gemacht.
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken
Hatte das Problem mit dem Alter der Kinder mit meinen Patenkindern. Hab es dann so gemacht, weil ich auch wollte, dass sie etwas sinnvolles damit machen, was ihre Eltern nicht hätten leisten können:
Sie haben beide jeweils 1/2 Jahr vor dem 18. Geburtstag das angesparte Geld seit Geburt für den Führerschein bekommen.
Das eine dann halt zwei Jahre später. Vor dem 18. Geburtstag hätte ich auch keine gute Idee gefunden, da neigt man eher dazu, das Geld für Unsinn auszugeben.
Wenn Führerschein durch Eltern gewährleistet gewesen wäre, hätte ich etwas für die erste eigene Wohnung gekauft.
Kurze Rückmeldung von mir: ich habe ziemlich umgehend fast das gesamte Geld in zwei verschiedenen Acwis angelegt.
Ein kleiner Betrag, den ich evt. noch zeitnah für ein größeres Familienprojekt verwenden will, ist in einem Geldmarktfonds investiert.
Leider war die große Summe zum Crash Anfang April noch nicht verfügbar, aber immerhin konnte ich noch ca. 10% unter dem Höchststand kaufen.
Die Kinder haben endlich Sparpläne; die Große hat einen Einmalbetrag zum Start bekommen als Ausgleich, dass wir bei ihr 6 Jahre weniger Zeit haben bis zum 18. Geburtstag. Sollten die Kleinen zum 18. Geburtstag deutlich mehr auf dem Depot haben als die Große, würde ich das nachträglich zu ihrem 24. Geburtstag noch ausgleichen.
Zitat von Halina im Beitrag #12Die Kinder haben endlich Sparpläne; die Große hat einen Einmalbetrag zum Start bekommen als Ausgleich, dass wir bei ihr 6 Jahre weniger Zeit haben bis zum 18. Geburtstag. Sollten die Kleinen zum 18. Geburtstag deutlich mehr auf dem Depot haben als die Große, würde ich das nachträglich zu ihrem 24. Geburtstag noch ausgleichen.
Ich finde, das hast du sehr gut gelöst. Von so einer gerechten Aufteilung können andere Kinder nur träumen.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Kurzer Rückblick zum Jahresende: 1) Die Auszahlung aus der RV hatte ich Ende Februar, also noch vor dem Crash im April angelegt. Ist dann mit eingebrochen, aber inzwischen bei knapp 7 % im plus.
2) Das Geld aus dem Hausverkauf habe ich in zwei Tranchen im Mai angelegt. Das steht inzwischen bei 15 % im plus.
3) Die Große hat einen extra Betrag zum Start des Depots im Juni bekommen als Ausgleich, dass wir bei ihr so viel später angefangen haben. Das Depot hat ein Plus von 11%.
Die Sparpläne für alle Kinder laufen.
Einmalanlage im MSCI ACWI war also definitiv die richtige Entscheidung. Und das Depot mit der ex-Rentenversicherung wächst tatsächlich mal, selbst ohne neue Einzahlungen. (Aktive, laufende Altersvorsorge geht derzeit in andere Depots.)
Wenn ich das so lese, sind deine Depots besser gelaufen als meines. Heuer lag meine Performance unter All-World-Niveau eines Standard-ETFs, womit man mal wieder hervorragend sehen kann, dass Einzelaktien so ihre Tücken haben und man mit einem Welt-ETF immer gut bedient ist.
Du hast die richtigen Weichen gestellt und jetzt heißt es einfach dabeibleiben und die Börse ihre Sachen machen lassen.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Abwarten ist fast immer die teuerste Lösung - woher willst Du denn wissen, wann Du aufhören mußt mit dem Abwarten? Rauf und runter kann es immer gehn. Und die Kriterien zur Auswahl sind die gleichen wie immer - potentielle Laufzeit (wenn Du Zeit hast, kauf einen ETF - langfristig gesehen kannst Du damit wenig falsch machen - aber doof wäre es, wenn Du zu einem fixen Zeitpunkt in nicht allzulanger Zeit aussteigen mußt). Welchen ist die Frage - World? Europa? Banken?
Da haben wir ja auch schon Anhaltspunkte zur Entscheidung gegeben - ist sicher etwas Bauchgefühl - wir haben ja schon hier im Thread ein paar Überlegungen von Nocturna dazu - im ETF-Strang steht einiges. Aber unter bestimmten Bedingungen ist sicher auch Festgeld, eine Festgeldtreppe oder Tagesgeld eine Überlegung werden. Jede Ausgangssituation hat ihre Rahmenbedingungen und Lösungen.
Zitat von Marta-Agata im Beitrag #16Was würdet ihr gerade jetzt als Einmalanlage kaufen?
Das lässt sich nicht generell beantworten. Einem 25jährigen würde ich zu ""alles und sofort in einen Welt-Index investieren" raten. Beim 50jährigen sollte man nachfragen, wie seine Vermögenslage aussieht und ob er eventuell nachdenkt früher aus dem Beruf auszusteigen und das Geld dann zwingend braucht.
Die richtige Antwort hängt also von deinem Vermögen und deinen Anlagezeitraum ab und die Empfehlung reicht deswegen von Festgeldtreppe, über Bundesanleihen (flexibler Ausstieg) bis zum Aufstocken des Welt-ETFs.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)