Ich überlege schon seit Jahren Möbel selber zu bauen, habe aber bis auf ein paar ganz simple Dinge noch nie etwas mit Holz gemacht und auch keine spezielle Ausrüstung.
Allerdings habe ich einen guten allgemeinen Fuhrpark an Werkzeugen und Geräten, die man im Alltag braucht.
Als Arbeitsplatz kommt nur ein Kellerraum in Frage, den wir zur Zeit soweit entschlacken, dass dort eine Werkbank usw. ihren Platz finden könnte.
Um einen Überblick zu bekommen, ob (!) ich das angehe, benötige ich
- einen Tipp für ein Buch oder eine Homepage, die mir diesen Überblick verschaffen könnte, - eure Tipps und Erfahrungen.
Schwierig stelle ich mir das mit dem Holz zuschneiden vor. Es gibt so viele im Typ sehr unterschiedliche Kreissägen usw. So etwas habe ich natürlich nicht.
Vielleicht weiß ja jemand was?
Ein Amateur hat die Arche gebaut, Profis die Titanic.
Man weiß nie, wo es hingeht im Leben, aber man weiß immer, wo man herkommt.
⚖️ Es ist was abzunehmen. Wieviel wird ca. in KW 24/2026 geklärt.
Was für Möbel schweben dir denn so vor? Und was für ein Möbelstil?
Wenn es zB ein eher einfache Regale geht, kannst du dir das Holz im Baumarkt (oder im Holzhandel, wenn es den bei euch gibt) zuschneiden lassen. Dann ist deine Arbeit in erster Linie
- Entwurf mit genauen Maßen - Holz entsprechend bestellen - abschleifen, ölen - zusammenbauen
Ich sage mal, das was du als Regale bei IKEA kaufen kannst, kannst du auch selbst bauen.
Wenn es edler sein soll, dann müsstest du dich mit so Theman wie Schwalbenschwanzverbindungen etc. beschäftigen.
Was auch nicht wirklich schwierig ist, ein Bettgestell zu bauen.
Schwieriger wird es u.U. bei Schubladen.
Ich habe schon einiges an Möbeln entworfen, gebaut hat sie bislang mein Vater (der seit 70 Jahren mit Holz arbeitet und praktisch jedes Werkzeug besitzt), vieles könnte ich auch, aber für ihn ist es gute Beschäftigung und ich habe nicht wirklich die Zeit dafür, werde aber irgendwann mal seine Werkstatt übernehmen.
Vieles kommt mit der Erfahrung und die bekommt man nur durch machen. Und es gibt auch große Werkzeuge, die man sich tageweise leihen kann.
Und es gibt auch immer wieder bei Volkshochschulen oder Baumärkten Kurse für Anfänger. Schau dich mal bei dir in der Gegend um.
Man denkt sich erst einmal ein kleines Projekt aus, welches man plant und umsetzt. Das Projekt sollte kein umfangreiches Werkzeug notwendig machen. Werkzeug kauft man sich je nach Projekt langsam dazu.
Was man je nach Projekt gut brauchen kann und was ich besitze: Kapsäge, Tischkreissäge, Handkreissäge, Bandsäge, Oberfräse, diverse Handsägen, Bohrmaschinen einschl. etliche Spezialbohrer, einen Frästisch mit eingebauter Oberfräse, vornehmlich zur Gestaltung von Kanten, mehrere Schleifmaschinen, Hobelmaschine, sowie etliches gutes Handwerkszeug für manuelles Arbeiten wie z.B. hochwertige Stechbeitel. Dazu passend 40 qm Werkstattbereich und die Einrichtung dafür, einschl. der Werkbänke wurde selbst gebaut. Die Werkstatt ist mittlerweile mit einer Absauganlage ausgestattet, an der ich die meisten Maschinen anschließen kann, alles handmade.
Die Maschinen habe ich im Laufe von 10 Jahren im Zuge meiner Projekte erworben. Also erst einmal mit kleinen Projekten anfangen und dann langsam aufbauen.
Was mir fehlt, ist eine taugliche Drechselmaschine und ein Abricht-/Dickenhobel. Irgendwann ......... Wenn Kleinanzeigen etwas Gutes günstig hergibt, wird auch das noch Einzug halten, ich bin da zuversichtlich.
Am Anfang habe ich mir das Holz im Baumarkt auf Länge schneiden lassen und sehr viel mit der Hand gemacht.
Und bitte bedenken: Wir Frauen haben leider nur eine begrenzte Kraft und Holz kann verdammt schwer sein, vor allem, wenn man so wie ich, hochwertiges Massivholz verwendet, was ich mir mittlerweile meist hier im Sägewerk hole.
Du kannst mal auf Youtube gucken - Heiko Rech hat einige Projekte mit Handwerkzeugen, man kriegt einen Eindruck, was man alles braucht. Allerdings muss man auch wissen, was einem als Ausrüstung reicht, weil man leicht das Gefühl bekommt, es ginge quasi nur mit Festool-Werkzeugen und Lie Nielsen-Hobeln. Übrigens kannst Du mal bei "Dictum" schauen, die bieten auch Kurse an, sowohl online als auch in Präsenz, das steht bei mir dieses Jahr auf der Agenda. Viel Spass, das ist ein tolles Hobby!
Zitat von Jorinde im Beitrag #4... weil man leicht das Gefühl bekommt, es ginge quasi nur mit Festool-Werkzeugen und Lie Nielsen-Hobeln.
Das empfinde ich genauso. Allerdings habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass man, wenn man billig kauft, 2x kauft. Es gibt auch ein großes Feld zwischen billig und Festool und aus diesem Bereich sollte man das passende Produkt heraussuchen. Nicht immer einfach.
@promethea71 , das ist ja toll, dass du entwirfst und dein Vater für dich baut. Auch dass du das selber kannst.
Du fragtest was mir denn so vorschwebt. Aktuell bräuchte ich zwei passende Boxen oder Schubladen für unseren Couchtisch aus Eiche. Seit 15 Jahren einen Einbauschrank für eine Vertiefung von ca. H x B x T 200 x 700 x 50 cm im Wohnzimmer.
Auf jeden Fall Holz massiv, wahrscheinlich Eiche.
Gut gebrauchen könnte ich auch noch einen massiven Schrank, in dem der Drucker verschwinden kann. Oder eine neue Hütte für unseren Mähroboter (habe ich jetzt gekauft, liegt fertig lasiert zum Zusammenbau im Keller, aber lieber hätte ich das selbst entworfen und gebaut/zugeschnitten, das kann ja trotz Klappdeckel kein Hexenwerk sein.).
Ich weiß, man kann viel kaufen, aber irgendwie bin ich da sehr schwierig, sprich, ich finde oft nix 🤷🏻♀️.
Im Baumarkt habe ich schon öfter zuschneiden lassen. Sogar bei einem beruflich verhandelten Tischler, als es nicht nur um gerade Schnitte ging (auf eine Ikea-TV-Bank eine Eicheplatte aufgesetzt, so in der Art ist mein Niveau bisher 😉).
@Bitti , wow, da hast du viel an Maschinen und Werkzeug 🪚. Ich weiß ja schon nicht, was das für unterschiedliche Sägen sind. Mit irgendeiner sollte man anfangen, ich weiß aber nicht mit welcher und würde auch gerne gebraucht kaufen. Eine Absauganlage ist natürlich richtig gut, das würde hier auch noch so ein Thema werden bzgl. Raumangrenzung zum Fitnesskeller. Dort steht u. A. ein Laufband, dass den ganzen Sägestaub bestimmt nicht gut verträgt.
@Jorinde , deinen Heiko Rech schaue ich mir mal an, das ist eine nette Entspannung für abends mal, danke!
Dictum liest sich prima, allerdings wohne ich im Ruhrgebiet. Z. B. Dieser Kurs hier wäre glaube ich prima für Anfänger (Leerzeichen entfernen):
Hast du schon mal etwas selber gemacht? Bzw. seit wann möchtest du so etwas lernen?
Was waren denn deine ersten Projekte?
@Aipa , oh, ganz toll, diese Kurse sind für mich tatsächlich gut fahrbar für einen Tag, vielen Dank. Und man kann eine Art „Ausbildung“ machen. 4 x 5 Tage, knapp 4.000 €. Für so eine Stange Holz müsste ich das aber erst einmal ausprobieren. Nähen habe ich mir auch autark beigebracht, mein Maschinenpark dafür liegt auf Festool-Niveau, das sonstige Equipement füllt mehrere Schränke .
Bei unserer VHS bin ich bislang noch nicht fündig geworden (Großstadt), aber ich suche mal weiter.
Ansonsten muss man beim Werkzeug bestimmt gut auswählen, denn in dem Spruch „Wer billig kauft, kauft zweimal.“ ist viel Wahrheit enthalten.
Kennt jemand ein gutes Forum zu dem Thema?
Ansonsten vielen Dank an euch, da sind jetzt ein paar gute Punkte zum Anknüpfen um weiter darauf herum zu hirnen 🤔 😀.
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Zitat von Marieken im Beitrag #8Kennt jemand ein gutes Forum zu dem Thema?
Woodworker
PS: @Bitti auf Deine Ausstattung bin ich wirklich neidisch! Ich werkele an der Hobelbank der Kinder und ärgere mich jedes Mal, wenn der Zuschnitt mit der grünen Bosch Handkreissäge wieder schief wird. Für ein teures Projekt habe ich mir die Festool Tauchsäge von Freunden geliehen - wie in Butter 🥰
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken
Zitat von Marieken im Beitrag #8... ich weiß aber nicht mit welcher und würde auch gerne gebraucht kaufen. Eine Absauganlage ist natürlich richtig gut, das würde hier auch noch so ein Thema werden bzgl. Raumangrenzung zum Fitnesskeller. Dort steht u. A. ein Laufband, dass den ganzen Sägestaub bestimmt nicht gut verträgt.
Einen Raum bei dem Hobby mit anderen Aktivitäten teilen wird immens frustrierend. Selbst mit Absauganlage bleibt immer noch viel Feinstaub übrig. Ich hatte das Problem jahrelang, Kellerraum, der auch Regale aufnehmen musste. Ich habe Metallregale verwendet und diese mit stabilen Kunststofffolien aus dem Baumarkt verkleidet, die ich wegen der möglichst hohen Dichtigkeit mit Magneten an den Regalstreben befestigt habe.
Ich poste dir mal ein Beispiel für eine simple Aktion:
Was man daraus machen kann, mit zunehmender Erfahrung:
Ich bleibe jetzt mal bei Bild 1: Stableimplatte im Baumarkt auf Länge geschnitten. Aus dem Rest macht man dann mit der Kreissäge die Halter. Holzzapfen, Bohrmaschine ;-) Wobei ich bei der Bohrmaschine immer auf den Ständer hinweise. Löcher für Holzzapfen müssen vor allem gerade sein. Und dann eine gute Oberflächenbehandlung. Ich liebe es, Holz zu schleifen, eine glatte Oberfläche zu erzeugen.
Ja bei Werkzeug kommt es tatsächlich auf die Qualität an und mit billigem Werkzeug macht es zum einen keinen Spaß und speziell bei Sägen wird es dann auch schief.
Ich könnte mir vorstellen, dass man einiges Werkzeug gut gebraucht kaufen könnte bzw. sich im (älternen) Bekanntenkreis umhören, weil viele Keller damit voll sind es aus unterschiedlichen Gründen aber nicht mehr genutzt wird. Und die Kurse bei Möbelphantasie klingen wirklich toll.
"Meine" Ausstattung ist ähnlich wie die von Bitti, nur weniger Platz. ;-)
Deine Projekte klingen absolut machbar, für eine ambitionierte Anfängerin. Hast du jemanden im Umfeld, die dir assistieren würde?
Und ich empfehle (ähnlich wie beim Nähen) mit Probestücken zu arbeiten. Also nicht direkt mit der Oberfräse an die teure Eichenplatte, sondern erst mal ein Paar Reststücke damit malträtieren, bis du ein Gefühl dafür hast.
Und dein erstes Projekt könnte dann eine Werkbank sein.
Ich finde die Videos von helden der werkstatt bei Youtube auch ganz gut.
Zitat von Pia im Beitrag #9[quote="Marieken"|p1387765]
und ärgere mich jedes Mal, wenn der Zuschnitt mit der grünen Bosch Handkreissäge wieder schief wird.
Das kenne ich zu Genüge. Bei vielen Situationen kann man eine Führungsschiene benutzen, die man mittels Schraubzwingen befestigt und an der man mit der Kreissäge lang fahren kann. Für kürzere Schnitte verwende ich die Kapsäge, bei der ich zur Anschaffung vor allem auf maximale Schnitttiefe geachtet habe. Wenn man ernsthaft zum Holzwurm mutieren möchte, ist so eine Kappsäge schon sehr sinnvoll. Und nein, die von F muss es nicht sein. Die sind für den Hobbybereich sehr teuer und etwas overpowered.
Zitat von promethea71 im Beitrag #11Also nicht direkt mit der Oberfräse an die teure Eichenplatte, sondern erst mal ein Paar Reststücke damit malträtieren, bis du ein Gefühl dafür hast.
Das ist extrem wichtig. Bei teurem Material probiere ich auch grundsätzlich heute noch aus, wie sich das Material verhält. Wenn man üben möchte, sollte man keine Tanne/Fichte verwenden, wenn das Endprodukt nachher aus Eiche sein soll, weil sich die Hölzer in ihrer Härte, Verhalten etc. doch sehr unterscheiden.
Ich habe ganz simpel angefangen. Zuerst einfach mit Holzresten um im Wald gefundenen Zweigen etwas rumexperimentiert - als Säge damals noch die von meinem Taschenmesser verwendet🙈 Dann ging es ans Upcycling, also aus alten Kisten, oder Möbel von IKEA umgebaut. So hab ich mich Schritt für Schritt hochgearbeitet und mir die Werkzeuge zusammengewünscht (oder meinem Vater geklaut🤫). Mir hat ein Mann aus unserer Gemeinde damals einiges gezeigt, ansonsten habe ich konkrete Projekte gegoogelt, deshalb kann ich dir keinen Kurs o. ä. empfehlen.
Zitat von Marieken im Beitrag #8Aktuell bräuchte ich zwei passende Boxen oder Schubladen für unseren Couchtisch aus Eiche. Seit 15 Jahren einen Einbauschrank für eine Vertiefung von ca. H x B x T 200 x 700 x 50 cm im Wohnzimmer
Willst du Blickdichte Schubladen oder eher "Körbe"? Schubladen oder Boxen? Wieder Eiche oder eine Akzentsetzung? Wofür braucht ihr den Schrank? Kleidung oder Staubsauger etc.? Einbauschränke kann man super einfach aus IKEA zusammenbasteln. Google einfach mal IKEA DIY Einbauschrank. Generell gibt es unendlich viele IKEA DIYs. Für den Einstieg super!
Zitat von Bitti im Beitrag #12Kappsäge schon sehr sinnvoll.
Das stimmt. Allerdings habe ich schon eine ohne Zugfunktion (habe mal 80m² Eiche Fischgrat verlegt, da war die sinnvoll) und sträube mich gegen noch so ein Teil, die brauchen ja viel Platz.
Zitat von rahsil im Beitrag #15Generell gibt es unendlich viele IKEA DIYs. Für den Einstieg super!
Aua der Ecke komme ich. Ich baue alles Mögliche aus Ikea Küchenschränken (die sind qualitativ deutlich besser als vieles andere von Ikea) oder Teilen derselben. Auch Auszüge, Scharniere usw bekommt man recht günstig in brauchbarer Qualität (Blum). Leider lag in unserer Küche schon Eiche, sonst hätte ich mir Eiche Dreischichtfronten gegönnt.
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken
@Pia , danke für den Tipp mit woodworker, Lesezeichen ist gesetzt 🙂.
@Bitti , die sind ja sehr hübsch, die Wandregale. Von dir? Hast du vielleicht Lust, mal mehr von deinen Stücken zu zeigen? Ich zumindest bin jetzt total neugierig 😉.
Also, was ich mir jetzt gesetzt habe: eine Tischbohrmaschine bzw. da habe ich die Frage, ob es nicht ein Halter tut und ich unsere Bohrmaschine darin befestigen kann?!? Hat jemand eine konkrete Empfehlung?
Und dann eine Säge. Auch hier wäre ich dankbar für einen Tipp, welche Art Säge als erste Ausstattung sinnvoll ist und natürlich für einen Modellvorschlag.
Vor ein paar Wochen hatte ich mir übrigens schon eine Werkbank ausgesucht, also als das mit dem Räumen im Keller losging. Nu bin ich aber etwas überfordert wegen Säge, Schienen usw.
Für den Anfang habe ich mir von Heiko Rech das Buch „Grundkurs Möbelbau“ bestellt.
Und nächste Woche Mittwoch gibt es noch freie Plätze in einem Basiskurs „Handmaschinen“ bei der möbelphantasie. Das wäre es genau gewesen.
@promethea71 , danke für den Hinweis auf die Helden der Werkstatt. Da werde ich gerne mal reinschauen. Werkbank selber machen…die braucht ja idealerweise auch Strom, oder? Muss ich mal grübeln.
@rahsil , von dir wusste ich ja schon, dass du einiges selber machst. Stimmt, gerade bei Einbauschränken kann man viel auf Ikea aufbauen, aber WENN wir hier wohnen bleiben, hätte ich gerne das Innenleben nicht aus Presspan sondern massiv. Als wir das Haus gekauft haben, war in dem Loch ein Einbauschrank aus Mahagoni. Der hatte seine Glanzzeiten aber hinter sich und ich hab ihn dann rausgeworfen, weil ich ihn anders haben wollte (es gab z. B. ein Fach für den Fernseher, aber die waren vor 50 Jahren viel kleiner usw.). Bislang waren wir aber nicht bereit, das Geld auszugeben für eine Auftragsarbeit.
Ihr habt mich jetzt ganz schön beschäftigt , danke!
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Zitat von Marieken im Beitrag #18@Bitti , die sind ja sehr hübsch, die Wandregale. Von dir?
Nein die sind nicht von mir. Mir ging es hier um eine Idee für dich, für ein einfaches Anfangsprojekt und wollte dir mit dem 2. Bild zeigen, was man daraus machen kann. Für mich wäre das jetzt kein Problem, das umzusetzen. Ich werde mal nach Bildern von einigen meiner Projekte suchen und die dann posten. Ich fotografiere leider sehr ungerne.
Zitat von Marieken im Beitrag #18Also, was ich mir jetzt gesetzt habe: eine Tischbohrmaschine bzw. da habe ich die Frage, ob es nicht ein Halter tut und ich unsere Bohrmaschine darin befestigen kann?!? Hat jemand eine konkrete Empfehlung?
Das ist alles abhängig von deinem Vorhaben. Selbstverständlich kann man am Anfang durchaus einen einfachen Ständeraufsatz für die Handbohrmaschine verwenden, z.B. Wolfcraft Bohrständer Tec-Mobil. Damit kannst du einzelne Löcher sauber und gerade bohren. Es gibt auch Ständervorrichtungen, in die man die Bohrmaschine einspannt und so daraus eine Ständerbohrmaschine macht. Man sollte darauf achten, dass sie für alle Maschinen mit Euronorm Spannhals Ø 43 mm geeignet sind und man braucht dafür sinnvollerweise einen Arbeitsplatz, denn immer auf- und abbauen ist lästig. Ich persönlich nutze meistens die Tischständerbohrmaschine Bosch PBD 40. Habe somit einen festen "Bohrplatz". Die Ständerbohrmaschine erlaubt mir mit etwas Zubehör auch Einspannen von Teilen.
Säge: Hängt von deinen ersten Projekten ab. Du brauchst nicht gleich eine Tischkreissäge. Ich würde mit einer Kapp- und Zugsäge anfangen mit möglichst großer Schnitttiefe, ist aber auch eine Platzfrage. Wie schon geschrieben kann man große Schnitte im Baumarkt machen lassen. Eine Handkreissäge scheinst du zu haben. Dann kauft man sich dazu eine Führungsschiene. Welche hängt von der Kreissäge ab. Die muss darauf zu befestigen sein. Ich verwende die Wolfcraft fks 145 mit Verlängerung, sodass ich auf die doppelte Länge des Ausgangsmodells zur Verfügung habe. Damit bekomme ich jeden Schnitt vernünftig gerade hin. Trotz Tischkreissäge und Kappsäge brauche ich zeitweise auch noch die Handkreissäge ;-)
Mal abgesehen davon gibt es zahlreiches Kleinwerkzeug, was immens wichtig ist. Z.B. Schraubzwingen, Schleifklotz, Schraubendreher, Aufbewahrungsmöglichkeit für die ganzen Kleinmaterialien wie Schrauben, Muttern etc., guter Akkuschrauber. Mit gut meine ich einen, der etwas Durchzugskraft hat.
Zitat von Marieken im Beitrag #18Werkbank selber machen…die braucht ja idealerweise auch Strom, oder?
Eine Werkbank an sich braucht keinen Strom, weil das normalerweise einfach nur ein Werkstatttisch ohne Geräte ist. Es sei denn, du hast dir etwas gekauft mit Geräten integriert. Aber deine Elektrogeräte brauchen Strom. Da reicht eine Steckdose ganz sicher nicht aus.
Ich poste dir mal einen Link zu einem Video meiner damaligen Kellerwerkstatt, welches auf meinem Webspace liegt. Nicht am Wasserzeichen stören. Ich habe das Video online komprimiert. https://tt165.de/befriends/Werkstatt-Schmiedegasse.mp4
Wie du auf dem Video sehen kannst, ist eine oldschool Werkbank mit integriert worden, aus den Beständen meines Mannes. Sämtliche hölzerne Einrichtung ist ansonsten selbst gebaut. Wobei es mir hier nicht um Schönheit ging. Du wirst Schrauben sehen, unsaubere Kanten etc. Es ging ums Praktische, teilweise noch ohne ausreichendes Werkzeug erstellt und vor allem um Resteverwertung schon vorhandener Hölzer. Außerdem ging es vor allem ums Lernen. Manchen Fehler wird jemand, der sich auskennt, finden. Bei Objekten für den Wohnbereich wirst du bei mir keine sichtbaren Verbindungen oder unsaubere Kanten und schlecht bearbeitete Oberflächen vorfinden ;-)
Das ist nicht meine aktuelle Werkstatt. Habe gerade mit Erschrecken festgestellt, dass ich keinerlei Videos davon habe. Muss ich mal dringend anfertigen. Es geht mir mal darum, dass du einen kleinen Einblick bekommst, was man alles so an Werkzeug brauchen kann.
Inspiration bekomme ich sehr viel aus dem Internet. Die werkstatthelden, die promethea schon genannt hat, sind eine gute Quelle. Dann gibts noch lets-bastel in seinen früheren Zeiten. Mittlerweile ist er mir viel zu kommerziell geworden und die ganze Werberei nehme ich nicht ernst, weil, wenn man einen Sponsor hat, kann man schlecht etwas negatives zum Produkt sagen. Eine ehrliche Werkzeugbewertung vermisse bei den meisten Kanälen, ist alles nur als Werbung zu sehen, nicht als neutraler Testbericht. lets-Bastel hat in seinen früheren Zeiten viele kleinere Hilfsmittel entwickelt, die wirklich hilfreich sind. Habe etliche davon hergestellt und nutze sie regelmäßig und teilweise auch auf meine speziellen Bedürfnisse angepasst.
@ bitti - tolle Werkstatt - und so aufgeräumt ;-))
Die Werkbank, die mein Vater sich gebaut hat, steht wie ein Kücheninsel in der Mitte der Werkstatt, was (wenn man den Platz hat) auch sehr praktisch ist. Das Stromproblem hat er gelöst, in dem er den Strom über die Decke führt und von oben Steckdosen von der Decke hängen lässt an die man dann verschiedene Geräte anschließen kann und die Kabel dadurch weniger im Weg sind.
Seine Standbohrmaschine ist tatsächlich eine, die einfach nur in einem Halter ist und auch noch normal benutzt werden könnte .... Halter und Bohrmaschine dürften etwas 50 Jahre alt sein und ja damit bohrt es sich perfekt.
Deswegen ja auch mein grundsätzliche Idee, ob es in deinem Bekanntenkreis Leute gibt, die altes aber gutes Werkzeug haben, dass sie nicht mehr verwenden. Ich denke in den nächsten Jahren dürften viele Hobbywerkstätten aufgelöst werden, in denen sich wahre Schätze befinden.
Ich hatte auch ein Weile die Zeitschrift Fine Woodworking aus den USA abonniert, da gab es tolle Anregungen und auch sehr detaillierte Beschreibungen (und die englischen Spezialausdrücke sind schnell gelernt), was aktuell in Deutschland von den diversen Bau- und Bastelzeitschriften zu halten ist, da habe ich keinen Überblick. Aber wenn du Mitglied einer größeren Stadtbibliothek bist, kannst du dich da ja mal umschauen. Wenn deine Stadtbibliothek ein digitales Angebot hat, dann hast du darüber vielleicht auch Zugriff auf den Pressreader, ich kann da mehrere Hobbyhandwerkerzeitschriften lesen, wie zB "Selbst ist der Mann" und "Mach es selbst" und verschiedene amerikanische Titel.
Mein Mann ist vom Elektrofach. Deshalb ist Strom für mich kein Problem. Ich bekomme das, was ich mir wünsche. Selbst der 400 V Anschluss für Dicken- und Abrichthobel wäre machbar, wenn ich das irgendwann mal brauchen sollte. Ich habe an jedem Arbeitsplatz mehrere Steckdosen. Außerdem einen Galgen mit STrom- und Absauganschluss, den ich an beliebiger Stelle im Raum über mir positionieren kann, wenn ich mir eine Maschine z.B. in die Raummitte gezogen habe, um mehr Platz zu haben.
Die Zeitschrift Fine Woodworking kenne ich auch, schmökere ich gerne mal drin herum. Problem für mich ist einfach die Sprache. Habe nie Englisch gebraucht und das rächt sich dann. Allerdings reicht mir auch mittlerweile meistens das Bildchen schauen, mir gehts vor allem um die Idee. Die meisten Zeitschriften sind mir zu großzügig in ihrem Repertoire. Ich will NUR mit Holz arbeiten und brauche deshalb keine Tipps für eine Gartenmauer etc. ;-) Die Vielfältigkeit ist leider das Problem bei "Selbst ist der Mann", "Selber machen" und "Mach es selbst". In meiner Kleinstadt, in die ich mittlerweile gezogen bin, gibt es keine brauchbare Bücherei. Das ist eins der wenigen Veränderungen, die ich als negativ wahrnehme.
Von Holzwerken gibt es gute Magazine. Das eine oder andere bekommt man günstig bei ebay geschossen.
Beim Gebrauchtkauf besteht das Problem, dass man gutes Werkzeug nicht verkauft, Ausnahme Werkstattaufgabe. Verkauft wird häufig das, was sich als nicht besonders tauglich erwiesen hat, weil man billig gekauft hat. Das ist mir am Anfang, als ich noch unerfahren war, durchaus passiert. Außerdem sind manche Preise für Gebrauchtware unverschämt, man bekommt vieles neu zum nahezu selben Preis.
Es ist also entsprechend wenig auf dem Markt und ich kaufe auch nicht ungesehen. Da kann man böse Überraschungen erleben. Das muss also in einem akzeptablen Radius, der bei mir durchaus jenseits von 100 km liegt, zu besichtigen sein.
Das ist natürlich eine ideale Kombi mit deinem Mann.
Nun ich meine nicht Leute, die stückchenweise das eigene Werkzeug verkaufen, sondern eher Werkstattaufgabe auf privater Ebene, wenn man weiß der alte Nachbar hat viel heimgewerkt und ist nun gestorben und es gibt keine Erben mit Interessen am Heimwerken. Die Erben wissen meist nicht wohin damit und da kann sehr gutes Werkzeug dabei sein .... aber ist vermutlich eher ein Glückstreffer.
Ich habe ja das Glück, dass ich auf vollständiges Material zurückgreifen kann .... mein Problem wird irgendwann sein, wenn meine Eltern nicht mehr da wohnen, muss ich auch den Keller ausräumen (es sei denn ich könnte mit dem Nachmieter einen Deal schließen) .... und ich hätte zwar einen Raum in meinem Büro, den ich dann nutzen könnte, aber da bekomme ich Probleme mit dem Lärm bzw. mit den Nachbarn wegen des Lärms.
Aber mit dem Problem beschäftige ich mich, wenn es soweit ist.
Wow, @Bitti ,tolle und schön aufgeräumte Werkstatt. Und deine Metallregale mit den Folien davor, von denen du weiter oben erzählt hast, sind in dem Video auch zu finden.
Ich danke dir für deine vielen Tipps 🤩! Wenn du ungern fotografierst, fühl dich bitte nicht gezwungen, Bilder zu machen und hier einzustellen, nur weil ich so neugierig bin.
Werkzeugtechnisch bin ich für so gut wie alles im Alltag Übliche gut aufgestellt, aber für die Holzbearbeitung habe ich nur ein bisschen Schleifpapier, einen Schleifblock, eine mechanische Säge und so ein „Dings“, in das man z. B. Latten reinlegen und im 45- oder 90-Grad-Winkel zusägen kann.
Das Standardwerkzeug wird sicherlich weiterhin im Werkzeugkasten bleiben, damit man es konzentriert für diverse Einsätze rund ums und im Haus vertragen kann.
So sieht meine Handwerkerecke zur Zeit aus. Befindet sich in der Waschküche und soll wenn der andere Kellerraum fertig ist, dorthin umziehen und dann wird da auch ausgemistet. Ich hatte letztes Jahr einiges an Werkzeug neu gekauft, nun sind ein paar Sachen doppelt, die kann ich an die Kumpels vom Sohn verschenken für später mal…
😬 Da ist also Handlungsbedarf…nicht so unbedingt vorzeigbar, aber es ist durchaus geordnet. Bohrmaschine, Akkuschrauber, Schraubendreher und Zangen habe ich in guter Qualität, manches, was ich selten brauche, ist mehr so „naja“, der Bandschleifer z. B. (Ups…noch was zur Hozbearbeitung 😅). Das mit der vorhandenen Säge war glaube ich Jorinde, ich habe leider noch keine elektrische außer einer (schlechten) Stichsäge.
IMG_3135.jpeg - Bild entfernt (keine Rechte)
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Und hier so eine Mini-Elektroecke:
IMG_3137.jpeg - Bild entfernt (keine Rechte)
Ein Amateur hat die Arche gebaut, Profis die Titanic.
Man weiß nie, wo es hingeht im Leben, aber man weiß immer, wo man herkommt.
⚖️ Es ist was abzunehmen. Wieviel wird ca. in KW 24/2026 geklärt.
@promethea71 , habe mittlerweile ein bisschen bei den Kleinanzeigen rumgestöbert und ja, es stimmt schon, was da oft verkauft wird, ist so halbgares Werkzeug und dann tatsächlich teilweise zu Preisen, die so hoch wie die online-Preise sind. Ich glaube, da braucht man schon Glück.
Wenn ich das angehe, dann werde ich mit den Boxen/Schubladen für unseren Couchtisch anfangen. Das nervt aktuell am meisten.
Ein Amateur hat die Arche gebaut, Profis die Titanic.
Man weiß nie, wo es hingeht im Leben, aber man weiß immer, wo man herkommt.
⚖️ Es ist was abzunehmen. Wieviel wird ca. in KW 24/2026 geklärt.
Zitat von Marieken im Beitrag #24dann werde ich mit den Boxen/Schubladen für unseren Couchtisch anfangen
Achte auf qualitativ hochwertige Auszüge. Mit den Auszügen von So-Tech bin ich bisher gut gefahren. Hettich wäre Premium, aber deutlich teurer. Bitte das Gewicht einer solchen Schublade mit Füllung nicht unterschätzen. Hier mal ein Bild von einem älteren Projekt. Gebaut aus 2 vorhandenen Kommoden, links eine und unter dem Tisch hinten ist die 2. sichtbar. Ich wollte einen größeren Tisch fürs Nähen haben. Damals war alles etwas beengter, weil kleinere Wohnung. Ich musste also Multifunktiionsbereiche haben. Dummerweise waren die Schubladen der hinteren Kommode nicht mehr erreichbar. Selbst wenn man sie geöffnet hat, kam man nicht wirklich an den Inhalt dran, wegen der Tischplatte darüber. Deshalb habe ich einfach unter die vorderen Bereich der Tischplatte ein Konstrukt für Schubladen ein zuhängen gebaut und die Schubladen von hinten nach vorne gesetzt. Bei der Kommode hinten vor der Öffnung einfach ein dünnes Brett gesetzt, damit nichts verstaubt. So konnte ich sowohl die Kommode weiter nutzen als auch die Schubladen.
Als Holz habe ich Buche genommen und diese dann auf dunklere Eiche gebeizt.