Zitat von Neustart im Beitrag #250Wie wäre es mit einer Formulierung , die klarer ist, sodass dein post gar nicht erst missinterpretiert werden kann?
Sie ist schon klar. Das hilft aber nichts, wenn jemand einfach dem etwas überstülpt.
Zitat von Neustart im Beitrag #250 Wo siehst du konkret die Überforderung der Tochter durch Spatz? Könnte ja als Hinweis hilfreich sein, damit Spatz mehr Energie für sich übrig hätte....
Ich versetze mich in die Lage des Kindes. Ich meine, das Kind ist ja nicht aus Stein gebaut. Es hat Gefühle. Wenn es merkt, dass die wichtigste Bezugsperson genervt ist, wenn es spürt, dass da ein Erwartungsdruck aufgebaut wird, dann ist es nicht gut für die Situation.
Ja mei, Wendy, sowas bin ich gewöhnt. Wie ich es bereits beschrieben habe, wenn dein Kind nicht "normal" tickt, ist es entweder unterfordert überfordert, Trennungsopfer, psychischen Misshandlungen ausgesetzt, man hat es nicht genug lieb oder helikoptert es... Dass es Kinder gibt, die von Geburt an einfach dümmer sind oder vom Wesen her wilder oder was sonst noch Gottes großer Garten zu bieten hat, ausgeschlossen. Es sind immer die Eltern schuld. 🤗
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Merci Ruba. Ja, ich bin auch noch da. Und Eltern sind keine Heiligen. Ich nehme mir das Recht heraus, ab und zu genervt zu sein und das sogar zu zeigen. Und ich behaupte, dass das meiner Tochter gut! tut. Weil sie soziale Rückmeldung braucht. Von einer Person, von der sie weiß, dass sie sie grundsätzlich lieb hat.
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Zitat von Ruba im Beitrag #254Kastanie- du hast leicht reden,- Eltern sind auch nur Menschen,- keine Engel mit Engelsgeduld..... was ist mit der Überforderung der Mutter?...
Ich sehe nur, dass die Diskussion hier in eine Richtung geht, die langsam absurde Züge nimmt.
Ich habe etwas in den Raum gestellt. Anstatt dass man sich direkt darauf bezieht, kommen Reaktionen, die bei mir den Eindruck entstehen lassen, dass sie nur aus dem Wunsch und dem Gefühl heraus entstehen, der Mutter mit dem was sie sagt, Bestätigung zu geben und mich in eine Ecke stellen, in der ich gar nicht bin.
Als wäre die Mutter unantastbar und man ja nicht etwas sagen solle, dass sie "schlecht" aussehen lassen könnte.
Es geht aber nicht darum "pro Kind" oder "pro Mutter" zu sein. So sehe ich es jedenfalls.
Ich sehe vor allem eine überforderte Mutter, die Zuspruch und keine Kritik braucht. Es geht ja nicht darum, dass hier jemand ein z.B. mittelbegabtes Kind unbedingt aufs Gymnasium pauken will und es dadurch überfordert und unglücklich macht. Spatz möchte das Beste für ihr Kind mit den sich bietenden Möglichkeiten, die offenbar ungenügend sind.
Sie möchte aber auch für sich etwas, und das kann gerade ich sehr gut nachvollziehen. Ich habe meinen Mann als Pflegefall zu Hause, ich liebe ihn und kümmere mich um ihn, aber ich vergesse dabei meine eigenen Bedürfnisse nicht. Ich pflege meine Interessen und meine Auszeiten. Damit ich eben nicht überfordert bin.
Mit den Jahren verdichtet sich mein Verdacht, dass der Homo Sapiens eine Schnapsidee der Schöpfung war.
Ab davon hab ich bei meiner Tochter sowieso keine Chance, eine Missstimmung zu verbergen. Sie durchschaut jedes falsche Lächeln, jede aufgesetzte Geduld. Und reagiert entsprechend genau so, wie sie mein Gefühl hinter einem Gesichtsausdruck oder einem Wort wahrnimmt. Klar. Sie ist von kleinauf gewöhnt, da ihr Bedeutungen von Worten verborgen waren, allem anderen viel mehr Bedeutung beizumessen. Freilich kann ich versuchen, Genervtsein zu verstecken, wird aber nix nützen. Und für meine Gefühle kann ich nichts.
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Mütter sind nicht unantastbar, und ja: mir ist noch keine begegnet, die nicht auch mal genervt ist - ebenso wie Kinder manchmal genervt sind, ohne dass die Mutter die Ursache ist ( es aber voll abbekommt vom genervten Kind)
Was könnte man also einem manchmal (auch mal voneinander) genervten Team aus Mutter und Tochter raten, dem altersentsprechende Kontakte erschwert werden durch die aktuellen Lebensumstände ?
Die Fäden sind in der Hand von Spatz, die ausgelaugt scheint , das ist klar .....
Spatz, kannst du dir vorstellen, einige Wochen in einer Mutter- Kind- Kur abzutauchen, raus aus dem Alltag?
Vielleicht kannst du dabei so viel auftanken, dass der Alltag danach wieder erträglicher ist, oder du findest andere Wege, wie der Alltag neu gestaltet werden kann - bis hin zum kompletten Umbruch
Nä. Drei blinde Katzen daheim. Die brauchen Auslauf in ihrem eingezäunten Garten. Davon testet aber eine regelmäßig alle Löcher im Zaun ab. Ich trau niemand zu, das zu managen. Zehn Tage verkraften die eingesperrt im Haus, aber 3 Wochen sind leider Mindestzeit für eine Kur. Hatte ich auch schon früher alles überlegt.
Ich würde die Diskussion aber nun gerne beenden, weil es außer mir noch andere einsame Menschen gibt. Man kann mir aber gern ne PN schreiben.
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Zitat von Spatz33 im Beitrag #259. Und für meine Gefühle kann ich nichts.
Doch irgendwie schon, denn falsche und negative Gedanken gegenüber deiner Tochter, lassen doch erst negative bzw schlechte Gefühle entstehen und es entsteht ein Kreislauf. Man kann seine Gefühle doch beeinflussen durch sein Denken. Ich stelle mir das auch alles sehr schwer vor und wäre da auch sehr überfordert. Ich würde mir jedenfalls psychologische Hilfe holen und Unterstützung, wenn alles andere bisher nicht gefruchtet hat. Das was du derzeit denkst strahlst du auch aus und Kinder haben feine Antennen. Viel Kraft und alles Gute.
Das Kind könnte vielleicht auch mal eine Zeit lang in eine Privatschule oder sogar in ein Internat, wo man eben auch Kinder mit besonderen Bedürfnisse aufnimmt und solche Konzepte hat ... und Du könntest den Umzug in eine Metropole überlegen und Dich von dem Ort an dem Du lebst und wo Du so widrige Bedingungen vorfindest trennen. es scheint mir nicht die richtige Region zu sein... weder für Dich noch für Deine Tochter... zu wenige Möglichkeiten, zu schwer im Alltag.
Großstadt... und es muss auch nicht die nächstgelegene sein... könnte eine Lösung sein... denn ganz ehrlich, Job und Wohnung findest Du andernorts vielleicht schneller als bei Dir und dort gibt es dann auch neues Chancen für die Tochter.
Kind zumindest mal eine auslagern und Leben neu strukturieren ist vielleicht der Gedanke, der Dir noch am meisten Trost spenden könnte.
Man kann nur das ändern, was man ändern kann... und Deine Tochter bzw. das aktuelle Umfeld... da stößt Du offensichtlich an enge Grenzen.
und, Spatz .. ganz ehrlich ... 3 blinde Katzen... muss dass denn sein... bist du wirklich diejenige, die die haben und halten muss.... in Deiner Situation musst Du schon auch auf Dich achten und Dir nicht jedes Elend aufbürden und diejenige sein die sich für alles zuständig sieht und die selbst aber keiner aufbaut ...
Versteh mich nicht falsch... aber evtl. ist die Zeit ja reif für so ein paar künftige Entscheidungen, wo Du und Dein pers. Wohl mehr im Mittelpunkt stehen und auch mal Priorität haben ...
3 blinde Katzen sind in der Natur kein lebensfähiges Konstrukt... das ist etwas, was nur unter besonderen, künstlich geschaffen Rahmenbedingungen gedeihen kann. Ja.. Tierlieb. Und eben besonders engagiert und löblich... aber irgendwie... extrem... brauchts Du das für Dich denn zusätzlich wirklich?
Jedenfalls, es gibt auch weniger problematische Lösungen....
und z.B eben auch Schulen, wo nicht nur Kinder sind, die aus so eher bildungsfernen und nichtdeutschsprechenden Elternhäusern kommen ....Steiner, Montessori ... dort, wo man jeden so annimmt, wie er eben ist... solche Konzepte gibt es. Sie kosten aber...
Zitat von Spatz33 im Beitrag #221War definitiv eine nächtliche Schnapsidee. Ich bin eigentlich froh, wenn ich nach spätestens 2 Tagen wieder von meinen Eltern nach Hause fahre.
Du musst ja nicht _bei_ deinen Eltern wohnen :-) Aber wenn in der Nähe, dann hättest du schon mal zusätzliche Betreuungspersonen?
Wie ist denn die Gegend dort? Land, Ortschaft, Städtchen, Stadt ... Infrastruktur, Vibe usw. Mit der Mischpoke von früher musst du ja auch nicht zwangsläufig abhängen - sondern könntest dir einen neuen Freundes- bzw. sonstwie sozialen Kreis aufbauen. (In dieser Situation bist du jetzt schon, also g'hupft wie g'sprungen)
Gibt es einen Ort, an dem du gerne wärst, oder ist eh alles tabula rasa? Hängt eventuell noch von anderen Faktoren ab: Wo könntest du arbeiten, wo gibt es geeignete(re) Schulen und mehr sonstigen Support für Kind und auch dich (Gruppen, Serviceangebote)?
Wenn's ums Wohnen geht: Auf die Warteliste für Gemeindewohnungen (Soziales Wohnen, wie immer das bei euch heißt) setzen lassen. Selber suchen, auf allen möglichen Platformen, von Gumtree bis Facebook (Marketplace oder in Gruppen - so manches kommt garnicht erst zum Makler)
Möchte an meinen letzten Beitrag von gestern Abend erinnern.
Zitat von Spatz33 im Beitrag #261 Ich würde die Diskussion aber nun gerne beenden, weil es außer mir noch andere einsame Menschen gibt. Man kann mir aber gern ne PN schreiben.
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Mir hingegen fällt auf daß ich nachdem ich zweieinhalb Jahre lang die pandemiebedingten "Einschränkungen" überwiegend positiv und bereichernd empfunden habe ganz plötzlich gar nicht mehr damit zurechtkomme. Jetzt fühle ich mich tatsächlich einsam und habe wenig Lust auf meine vielen Hobbies. Und das blöde ist ich fühle mich einsam, ertrage aber keine Menschen. Also einzelne wären schön, jegliche Art von Gruppen oder gar Massenveranstaltungen ertrage ich nach dieser Zeit überhaupt nicht mehr, ich will da nicht mehr raus, wünschte mir aber daß jemand da wäre.
Ich bin auch kein Gruppenmensch, sondern bevorzuge auch eher die kleinen Kreise. Ich beziehe mich jetzt auf dich, ewiger Bub, und dein Posting. Aber ich befürchte, um diese ein oder maximal zwei Personen zu finden, mit denen man Zeit verbringt, muss man sich erst in eine Gruppe bewegen, um dort die Auswahl zu treffen. Es sei denn, aber das funktioniert/e ja nicht, wie ich oft gelesen habe, man sucht mit Anzeige/Annonce (ich wähle jetzt bewusst den eher altmodischen Begriff) nach einer Person. Ich gucke bzw. empfehle auch auf die Pinnwände in Supermärkten zu gucken. Hier in meinem stehen auch mal Sachen wie "ich suche jemanden, der mit mir in die Oper geht". Ich finde das wesentlich persönlicher als Datelines.
Ich möchte hier die Plattform nebenan.de empfehlen.
Zumindest hier, wo ich wohne, findet man dort nicht nur Anzeigen à la "Suche preisgünstiges Regal/ Verkaufe Omas Kaffeeservice" oder "Nachhilfeunterricht in Englisch für meine Tochter, 5. Klasse gesucht" sondern auch Leute, die Verstärkung für ihre Laufgruppe suchen, jemanden, der Lust hat, mit ins Händel-Konzert zu gehen oder eine Person für gemeinsame Hunderunden. Der große Vorteil ist, dass man dadurch mit Menschen aus der Nachbarschaft in Kontakt kommt und nicht sonstwohin muss.
Selbst annoncieren kann man da natürlich auch.
Virginia, Gisèle, Collien, danke für euren Mut! 🌹
************************************ Moderatorin in der Pandemie und Politik, bei der Nachhaltigkeit, beim Sozialen Engagement und den Festen, bei Klatsch & Tratsch, im Persönlichkeits-, Erziehungs-, Baby-, Familien- und Trauerforum, im Glücklicher leben, bei den Angehörigen, in der allg. Gesundheit, der Kindergesundheit und bei den Krebserkrankungen, in den Krisenbeziehungen, bei den Hobbies, der Photographie und bei den besonderen Ernährungsformen.