Ach, meine Apfelernte habe ich ganz vergessen. Die habe ich letzte Woche komplett zu Marmelade verarbeitet. Es waren genau 2 Äpfel, von denen einer wurmstichig war, so dass ich die Hälfte rausschneiden musste. Ich habe zusammen mit den Aroniabeeren Marmelade draus gemacht und musste mit Saft auffüllen, um auf 500 g Frucht zu kommen.
Auch von den Kirschbäumen habe ich nur ein paar Naschexemplare abbekommen. Ehe ich dazu gekommen bin, in größerem Stil zu ernten, waren die Stare da. Und meine Stachelbeersträucher sind so von stacheligen Brombeerranken zugewuchert, dass ich sie komplett zurück geschnitten habe, und die abgeschnittenen Zweige dann leer gepflückt habe, um überhaupt halbwegs durch das Dickicht zu kommen. Die muss ich allerdings in Kürze sowieso komplett ausgraben, weil an der Stelle mein Gewächshaus aufgebaut werden soll. Mal sehen, ob sie das Umpflanzen im August überstehen. Sie sind nämlich grundsätzlich sehr lecker.
Zitat von Immernagellack im Beitrag #446 Nach und in jahrzehntelanger Gartenarbeit habe ich mir angewöhnt, fast nie Hilfsmittel, die so sehr empfohlen werden, zu verwenden.
Genau! Jeder Garten ist anders, Klima, Bodenbeschaffenheit, Umfeld,....ausprobieren und eigene Beobachtungen und Erfahrungen machen! Diese Bücher für den intelligenten Faulen, die da glauben machen wollen, alles wachse und gedeihe von ganz allein, sind das Geld nicht wert, das sie kosten! Ein Garten, egal ob für Gemüse oder Blumen macht einfach Arbeit. Es ist ja nicht nur zu säen, zu pflanzen, zu gießen und zu ernten! Es ist zu verjüngen, zu entunkrauten, zu harken, gegen Schäden anzukämpfen, Vertrocknetes und Verblütes zu schneiden, umzugraben, zu mulchen,...und, und, und. Und trotz bester Pflege kann einem das Wetter alles zu nichte machen, zu nass, zu kalt, zu heiß, zu trocken! Es gehört schon eine große Portion Liebe, Freude und Durchhaltevermögen für Gartenarbeit dazu, will man Erfolg haben!
Zitat von Immernagellack im Beitrag #444Was ich schon immer mal gerne gehabt hätte, ist Schleierkraut. Im alten Garten nix geworden bei mehrere Versuchen, vielleicht probiere ich es im neuen Garten doch mal aus.
Hach! Was der Garten gibt, entscheidet allein die U--äh: der Garten. Im Nutzbereich gehts so einigermaßen, aber auch mit noch so viel untergearbeitetem Sand wollen Karotten bei mir nicht und wenn ichs zu zwingen versucht habe, wurden es so vielfingrige Gewächse. Erbsen mögen mich auch nicht, Bohnen jeglicher Art dagegen muss ich nur auf die Erde schmeißen. Blumensaaten und ich, das wird auch nix, vor allem alles Zarte, Hübsche wie Schleierkraut, Jungfer, Mohn: keine Chance, auch nicht als Setzlinge. Einmal kamen Kornblumen und Ringelblumen und Tagetes sind relativ zuverlässig, auch ganz nett, aber nicht das, was ich mir eigentlich vorstelle
So ist das im Garten! Erdbeschaffenheit und Klima geben vor, was gut gedeiht. Die Jahre, in denen ich meinte, über die Natur triumphieren zu können, sind vorbei. Vieles ist hier eingezogen, was ich gar nicht wollte, aber da es mehrheitlich blüht und gedeiht, bin ich zufrieden und habe sogar neue Lieblinge gefunden! Fetthenne zB. Sie verdrängt bereits im Frühling jegliches Unkraut, die Blüte ist auch grün wunderhübsch, färbt sich Ende August in zartrosa und sieht im Winter auch getrocknet gut aus. Die Vögelchen haben dann auch bei Eis und Schnee ihre Freude! Was brauche ich also Gladiolen, fallen ohnedies nur ständig um! Was brauch ich Dahlien, die ich im Frühjahr einsetzen und im Herbst wieder aus der Erde herausnehmen muss, sofern sie nicht ohnedies rasch den Schnecken zum Opfer gefallen sind.
Stelle fest: hier sind vorrangig Gemüsegärtnerinnen, das lohnt bei mir nicht. Ich habe zwar Obstbäume, aber im Pachtgarten, den wir, so ich halbwegs rüstig bleibe, vielleicht noch so 2-3 Jahre halten werden. Mein Mann ist wegen vielfältiger Krankheiten und Pflegestufe nicht mehr in der Lage, schwerere Arbeit zu machen und ich mag meinen Garten, den kleinen hinterm Haus hier in der Mietwohnung und den großen Pachtgarten, zu dem ich fahren muss. Da gibts auch Beerensträucher, noch vom Vorpächter, aber die Sache mit dem Gemüse ist nicht meins. Wir verbrauchen auch viel zu wenig, das lohnt nicht. Ich bin ein Fan des möglich natürlichen Gartens mit möglichst regionalen Pflanzen, nichts exotisches, also wenig nicht Heimisches. Also lese ich mit und denke, jeder Jeck ist anders und mein Graus wäre, viel Salat, viele Zucchini und viele Stachelbeeren. Mag ich nämlich alles nicht. Hühner, das wärs noch. Aber das wäre mir auch zuviel Arbeit. So versuche ich das Angenehme mit dem möglichst wenig Anstrengenden zu verbinden. Buschbohnen, fällt mir noch gerade ein, wären mein Traum. Zweimal habe ich es hier im Hochbeet versucht. Schnecken haben gefeiert. Und im Morgengrauen aufstehen ist leider auch nicht meins.
Ich pflanze nur mehr das, was ich selber esse! Fisolen nur mehr eine Reihe, kein ganzes Beet! Zucchini nur mehr eine Pflanze, auch wenn sie sehr vielseitig verwendet werden kann. Eine Reihe Lauch, eine Reihe Karfiol, beides liebe ich und wird erst Mitte/ Ende August erntereif. Dazu ein Beet Zwiebel und ein Beet Erdäpfel, kann man immer brauchen. Der Rest gehört dem Kürbis, der wird im Herbst gerne im Familien- und Freundeskreis genommen, der Rest wird zur Terrassendeko. Im Glashaus-weil im Freien gibt es zuviel Morgentau- erfreuen mich Gurken, Paradeiser und Basilikum. Noch schaffe ich das! Wenn nicht, gibt es eben nur mehr Kürbis und das Glashaus.
Ein Garten, egal ob für Gemüse oder Blumen macht einfach Arbeit. Es ist ja nicht nur zu säen, zu pflanzen, zu gießen und zu ernten! Es ist zu verjüngen, zu entunkrauten, zu harken, gegen Schäden anzukämpfen, Vertrocknetes und Verblütes zu schneiden, umzugraben, zu mulchen,...und, und, und. Und trotz bester Pflege kann einem das Wetter alles zu nichte machen, zu nass, zu kalt, zu heiß, zu trocken! Es gehört schon eine große Portion Liebe, Freude und Durchhaltevermögen für Gartenarbeit dazu, will man Erfolg haben!
Ich kann das nicht so stehen lassen 😄Ich empfinde es nicht so schwer einen schönen Garten zu haben und würde auch den Fauleren Mut zusprechen doch einfach zu machen. Ich bin ständig im Garten aber wie oft ich im Jahr Unkraut zupfe lässt sich an einer Hand abzählen. Schädlinge bekämpfe ich nicht, ich fang weder an Läuse mit Spülwasser wegzusprühen noch Schneckenkorn zu werfen oder oder. Alles verlauste und beschneckte hats trotzdem zur Blüte geschafft. Uncool sind Wühlmäuse, aber da draußen ist halt ihr Lebensraum, wat willste machen 🤷 Ganz am Anfang im Kleingarten war ich gehemmt Dinge auszuprobieren und einfach zu machen, weil immer ein Schlaumeier daherkam und meinte das dies und das nur so und so geht und man das so macht jenes so .. Ich glaube Du, Ralice, warst es die Anfang des Jahres auf meinen geplanten wirren Schnittblumenmix schrieb, wie das alles nicht zusammenpasst und werden wird. Ich hab es trotzdem gemacht und es funktioniert, ich gucke von meiner Hängematte aus auf ein Meer aus bunten Blüten! Und ich wette meine Dahlien, die natürlich in der Erde überwintern werden, kommen nächstes Jahr wieder 😄 Und wenn nicht, dann kauf ich eben neue Knollen. Weil mir das so viel mehr Freude macht als den Kram auszubuddeln und darum geht es doch, um den Spaß. Tipps und bewährtes teilen find ich super, aber ne Wissenschaft ist es nicht. Von ganz alleine kommt natürlich nicht, aber ich glaube es gibt viele Gärten in die viel mehr Arbeit und Wissen reingesteckt wird als ich das je tun und haben werde und trotzdem isses da nicht so schön, weil da nicht das Knowhow fehlt sondern einfach Ästhetik. Ein Betonplattenweg oder ein Gewächshaus aus Wellplatten ist praktisch und erfolgreich, aber niemals schön.
Ich glaube, es gibt viele verschiedene Gärtner . Muss halt jeder selber wissen, wie er das angeht. Diese Typenfrage zieht sich m. M. nach durch alle Lebensbereiche.
Gut, dass wir alle unterschiedlich sind.
Ich habe übrigens heute (fragt nicht, bei der Hitze, aber den Vormittag über war es bedeckt, also keine direkte Sonne und noch nicht 35 Grad) stundenlang in unserem Garten gewerkelt. Mir tropfte der Schweiß runter, aber jetzt bin ich froh. Normalerweise mag ich ja keine Gartenarbeit, aber vielleicht kommt das ja gerade 😅.
Ein Amateur hat die Arche gebaut, Profis die Titanic.
Man weiß nie, wo es hingeht im Leben, aber man weiß immer, wo man herkommt.
⚖️ Es ist was abzunehmen. Wieviel wird ca. in KW 24/2026 geklärt.
Ich habe nicht von faulen Gärtnern geschrieben, sondern von den Büchern "Tipps für intelligente Faule". Da wird schon viel herum geschwurbelt. Bei den Blumen mache ich auch nicht viel, wie geschrieben habe ich nur mehr Pflegeleichtes, das gut gedeiht. Beim Gemüse sehe ich das anders, da will ich ja nicht nur ofkanzeb, so dern auch ernten. Und das geht ohne Jöteb, gießen und Abweh
@Kulli Ich habe nicht von faulen Gärtnern geschrieben, jeder macht so, wie er glaubt, sondern von den Büchern "Tipps für intelligente Faule". Da wird schon viel herum geschwurbelt, dass Gartenanfänger meinen könnten, alles ginge wie von selbst! Bei den Blumen mache ich auch nicht viel, wie geschrieben, habe ich nur mehr Pflegeleichtes, das gut gedeiht. Beim Gemüse sehe ich das anders. Da will ich ja auch eine Ernte einfahren. Und das geht ohne Jäten, Gießen und Abwehren von Schädlingen nicht. Wenn es dir nichts ausmacht, dass Salat und andere Pflänzchen schon am zweiten Tag von den Schnecken gefressen werden, oder Tomaten nicht essbar sind, weil die Blätter einen Pilz haben und die Raupen dir das Übrige fressen, dann ist das halt so. Ich pflanze schon, um zu ernten! What else? 😄
nicht alles ist verkehrt: Heiß kompostieren (richtig) spart das Umschichten und geht schneller. Mulchen (richtig) spart Wasser und Gießarbeit und hält den Boden locker. Hab ich angelesen gelernt und praktiziere es seit 40 Jahren mit Erfolg. Mischkultur ist zwar nicht schädlingsfrei, aber doch überwiegend so, dass ich damit gut leben kann und das Aushalten der ersten Blattläuse, vor allem ohne Gift, habe ich auch erst lesen müssen; funktioniert seitdem alle Jahre wieder bestens, das jährliche Umgraben erspar ich mir auch. Als ich es noch gemacht habe, war der Boden noch schlechter Arbeitsfrei ist der Garten natürlich trotzdem nicht und ich verabschiede mich so nach und nach von dem Meisten, das Arbeit macht
Zitat von ralice im Beitrag #460Ich pflanze nur mehr das, was ich selber esse! Fisolen nur mehr eine Reihe, kein ganzes Beet! Zucchini nur mehr eine Pflanze, a s.
nie andes gemacht, aber das Obst erschlägt mich heuer
Ich hatte zwei Zuccinipflanzen, alle Kollegen sind mit der Ernte bedacht worden😊 Ich fand auch immer so schön, wie sie sich über das Beet ausbreitete, einfach so ein wunderbarer Anblick.
@ralice Hab unlängst auch so ein Buch bekommen. "Der pflegeleichte Garten" Ist überhaupt nicht mein Ding, solche Bücher. Ein Garten macht Gartenarbeit. Punkt😊 Ich liebe das Herumwurschteln im Garten, schon als Kind war ich mit auf den Feldern usw. Pflegeleichte gibt's nicht.
doch, gibts schon, pflegefrei gibts nicht und Misserfolge gibts halt auch immer wieder; gegen vier Wochen Regen oder Spätfröste hilft Erfahrung nur bedingt. Ralice hat ja eigentlich schon Beispiele genannt: manche Pflanzen brauchen deutlichmehr Zuwendung als andere und das gilt doppelt und dreifach, wenn sie nicht zum Boden, zum Klima passen. Exoten sind relativ: die meisten unserer Pflanzen außer Kraut und Rüben sind Exoten; Tomaten waren es für meine Eltern noch (im rauen Gebirgsklima, im Alter für meine Mutter eine tägliche Freude), Kartoffeln waren mal neu und sogar unsere Apfelbäume kamen erst mit den Römern. Bei aller Liebe zu Melonen sind sie mir zu aufwändig, aber die Temperaturen gäben es meistens her
Zitat von vultura im Beitrag #465nicht alles ist verkehrt: Heiß kompostieren (richtig) spart das Umschichten und geht schneller. Mulchen (richtig) spart Wasser und Gießarbeit und hält den Boden locker. Hab ich angelesen gelernt und praktiziere es seit 40 Jahren mit Erfolg.
Wie du es ja selber schreibst, das sind alte Weisheiten, die schon in den Gartenbüchern meiner Mutter in den 80er Jahren standen. Und Mulchen zB. mit Gras oder Laub ist auch Arbeit und muss mindestens zwei Mal im Gartenjahr gemacht werden. Und nochmals- letztmalig, versprochen-es geht mir nicht um gute Ratgeber, sondern um dieses Schickimicki-Zeug, das so cool daherkommt, man könne die tollsten Blumen und das beste Gemüse im Garten haben und dabei einfach nur faul in der Liege liegen! @ Immernagellack scheint mich zu verstehen!
Ich habe gestern alle Buchsbäume in der Kübelreihe entfernt. Innerhalb von 2 oder 3 Tagen hat der Zünsler ihnen das Lebenslicht ausgeblasen.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Ach herrje, @Kleinfeld. Wir haben letztes Jahr riesige Büsche direkt beim Einzug entfernt, alles kaputt. Die Vorbesitzer haben es einfach laufen lassen. Paar Büsche standen da vollkommen zerfressen und alles andere war befallen. Die Art des Gartens gefiel uns aber sowieso nicht, von daher haben wir alles entsorgt. Und machen jetzt Neues.