Meine Glashausbeete lassen an Fruchtbarkeit nach. Ich habe über 15 Jahre nur mit zweijährigem Fruchtwechsel Tomaten, Gurken und Chilis darin angebaut, abgesehen von der Frühtracht aus Salaten/Kohlrabi und Co und Sellerie. Jetzt ist ein bisschen die Luft raus- die Tomaten werden nicht mehr so groß, auch wenn die Salate und Kohlraben immer noch sehr gut gedeihen. Ich kann die Tomaten aber nicht im Freiland anbauen, weil mir die Früchte in den letzten Jahren von den Wespen aufgefressen werden (trockene Sommer). Also bleibt nur das Glashaus.
Ich frage mich, ob ich die Erde austauschen oder mit neuer Erde anreichern soll. Mein eigener Kompost ist weitgehend vegan - mit Mist habe ich mir bisher immer nur ungebetene Gäste hereingeholt (Sauerampfer, Kellerasseln etc.). Klar, dass der dann nicht so kraftvoll ist.
Im Internet habe ich Angebote gefunden von torffreier Bio-Erde auf Terra Preta Basis - das erscheint mir einleuchtend. Oder? Was würdet ihr nehmen? Und wie viel Liter auf den Quadratmeter?
Also ich bin kein Freund vom Austausch von Erde. Im Garten und auf dem Feld macht man das ja auch nicht, sondern fügt zu, was ausgelaugt wurde bzw. fehlt.
Düngst du? Wahrscheinlich ja. Dann würde ich eher dieses Thema durchleuchten mit Steinmehl, Brennesselsud, Kalk, usw.
In den letzten beiden Jahren war zumindest hier für einige Gemüsegartenpflanzen eher ein no-Go-Wetter. Vielleicht hat sich das auch bei dir im Gewächshaus gezeigt mit der absteigenden Kurve? Wäre zumindest logisch.
Mit ein Fitzelchen Neid von wegen Gewächshaus wünsche ich dir egal wie gutes Gelingen!
Ein Amateur hat die Arche gebaut, Profis die Titanic.
„Einmal trafen sie eine Krähe. "Vögel sind nicht dumm", sagte der kleine Bär und er fragte die Krähe nach dem Weg."Welchen Weg?", fragte die Krähe. "Es gibt hundert und tausend Wege." (Zitat aus"Oh, wie schön ist Panama“ von Janosch)
Ich dünge mit Brennnesseljauche und gelegentlich mit Melasse-basiertem Tomatendünger. Steinmehl, Bentonit, habe ich alles durch - PH Wert ist in Ordnung, schwach sauer.
Der Vergleich mit Gartenbeet und Feld hinkt insofern etwas, als der Boden im Freien von Tieren bewohnt wird, die ihre Hinterlassenschaften dort lassen, dann weht der Wind drüber, pflanzliche Stoffe lassen sich nieder wie Blätter, Pollen etc. Also ein bisschen anders ist es schon im Glashaus, hermetischer, das soll ja auch so sein.
Meine Schwester hat sich beim Kauf eines neuen Glashauses dazu entschlossen, den Boden auszukoffern und alles mit neuer Bioerde aufzufüllen, und hat ab sofort bombastische Erträge gehabt. Vorher auch ausschleichende Fruchtbarkeit. Ich bin mir halt unsicher. Die ganz große Keule will ich nicht rausholen, das ist bei 10qm Anbaufläche ja auch teuer...
Vielleicht gibt es noch jemand weiteren mit Erfahrung darin.
Du hast natürlich Recht, was die etwas unterschiedlichen Voraussetzungen von Glashaus und Naturbeeten angeht.
Hm, ich habe letztes Jahr gute Erfahrungen mit Steinmehl gemacht, aber draußen, also im Gemüsebeet und das schlechte Wetter hat es natürlich nicht gehindert…
Schau vielleicht mal nach Schaffelldünger, der liest sich super, z. B. in den Rezensionen bei A… ist von Compo, evt. gibt es auch andere Anbieter.
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„Einmal trafen sie eine Krähe. "Vögel sind nicht dumm", sagte der kleine Bär und er fragte die Krähe nach dem Weg."Welchen Weg?", fragte die Krähe. "Es gibt hundert und tausend Wege." (Zitat aus"Oh, wie schön ist Panama“ von Janosch)
neue Erde ist ja oft schon vor-gedüngt, das wirkt.
Ich verwende nur „veganen“ Kompost. Pferdemist wäre sicher gut, aber wenn ich nicht weiß, ob das Pferd gerade Antibiotika bekommen hatte? Kompost arbeite ich unter.
Terra Preta finde ich vom Konzept her toll, würde ich kaufen, wenn Kompost nicht mehr ausreicht.
Brennesseljauche mache ich selbst und kaufe zusätzlich Vinasse, wenn nötig.
Hast du denn keinen Komposthaufen? Wenn du diesen zweiteilig hältst, also ein Haufen wird verwendet, der andere ruht ein Jahr, hast du jedes Jahr frische Erde! Diese gebe ich dann im Herbst auf das abgeerntete Glashausbeet. Alle drei, vier Jahre steche ich auch im Glashaus um, damit die Erde nicht verdichtet und wieder Sauerstoff dazu kommt.
Ich würde dir Schachtelhalm Extrakt und Schaffwolle empfehlen. Also frisch geschorene die nicht sauber ist. Entweder du nimmst die Wolle wie sie ist und Schneidest sie. So mach ich das. Die kleinen Wollteilchen arbeite ich unter.
Oder du bestellst dir die Bio Pellets. Funktioniert prächtig.
Mein Garten wurde dieses Jahr komplett neu gestaltet vom Gartenbauer, dieser hat großzügig im gesamten Garten die Erde ausgetauscht. Bei 10 qm würde ich die Kosten für nicht so hoch halten, ggf würde ich jedoch das Glashaus etwas umarbeiten mit Zirkulationsöffnungen usw. Ansonsten kleinen Bagger mieten und selber zumindest die ersten 50 cm abtragen und neu auffüllen.
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Danke für eure Meldungen, und ja, das habe ich alles auch schon gemacht. Die Erde bekommt jedes Jahr ordentlich selbstgezogenen Kompost, pro qm eine halbe Schubkarre - wie gesagt, ist der Kompost vegan. Steinmehl, Bentonit, auch terra preta hab ich immer mal wieder eingearbeitet. Trotzdem zeigt sich Bodenmüdigkeit in Bezug auf Tomaten.
50cm abtragen und komplett austauschen, oder einfach frische Erde drauf und unterarbeiten, das genau wäre meine Frage gewesen. Letti, hast du schon Erfahrungen, wie die neue Erde funzt?
Zitat von Fairyqueen im Beitrag #9... Letti, hast du schon Erfahrungen, wie die neue Erde funzt?
Ich bin zwar nicht Letti, kann dir aber gerne meine Erfahrung schildern, auch wenn die Situation nicht genau die gleiche ist! Ich habe- um sehr viel Geld- einen Gärtner beauftragt, 30 cm Erde abzuheben und neue aufzutun, weil meine schöne Naturwiese plötzlich von einem wilden getreideartigen Gras überwuchert worden ist. Dieses Gras- der Namen ist mir entfallen- war stets als erster nach dem Winter wieder da, wuchs dichter und rascher als alles andere meiner ortsüblichen Blumenwiese. Dazu samte es auch noch extrem früh, jedes Jahr hatte es daher etliche Quadratmeter für sich allein erobert. Nicht einmal so umkomplizierte Wiesenblumen wie Margeriten oder Salbei konnten sich dagegen behaupten. Wahrscheinlich kamen die Samen dazu aus einem Vogelfutter. Bevor jetzt meine Wiese komplett hinüber war- und ich meine wirklich eine Naturwiese, die bis zum Juni nicht gemäht wird- ließ ich also die Erde austauschen und kontrollierte heikel, womit frisch angesät wurde. Im nächsten Jahr war Ruhe, im Jahr drauf das Getreidegras wieder hier. MMn bringt also ein Austausch von Erde nicht viel mehr als hohe Kosten.
Fairy da kann ich dir zur Fruchtbarkeit nichts sagen, da der Boden nicht nur deswegen ausgetauscht wurde und es war erst Anfang 2024. Ich habe keine Gemüsebeete sondern nur Grün- und Blühpflanzen.
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