Zitat von SASAPI im Beitrag #24TikTok ist da wirklich schwierig. Durch den Algorithmus werden einem ständig ähnliche Videos angezeigt- und bei Meldungen sind die Betreiber eher lahm, finde ich. Da kann man wirklich, eh man sich versieht, in ein "Rabbit Hole" geraten.
Die Tochter einer Bekannten ist auf die Tour in der Psychiatrie gelandet. Ihr wurden immer mehr Horrorvideos angezeigt, bis sie irgendwann psychisch soweit war, diese Dinge auch in der realen Welt zu sehen/vermuten. Diese Algorithmen sind nicht ohne.
Edit: Überschrift geändert. Wenn das nicht klappt, bitte ich die Mods darum.
Mich erschüttert das natürlich auch sehr und ich hoffe, dass sich aufklärt, was dahinter steckt. Jeder der Gründe wird völlig unbegreiflich sein, aber es muss unbedingt zumindest für die Angehörigen ans Licht kommen und klar sein - sind die an der Welt verzweifelt? Oder war das wirklich durch irgendeinen schreckliche Medien“trend“ getriggert? Ich hab in einem Podcast letztens auch was schreckliches gehört, dass es Menschen gibt, die andere in den Suizid treiben und sich dadurch einen Kick holen - ich möchte nicht spekulieren, aber ich wünsche den Angehörigen, Freunden und der Schulgemeinschaft, dass sie Antworten bekommen.
Dafür dass es noch gar nicht klar ist, wie es zu den Todesfällen kam, ist die Überschrift für den Strang unpassend - vielleicht kann man das noch korrigieren?
Die Medien berichten übrigens in Suizid-Fällen nicht oder kaum, um keine negativen Folgeeffekte zu provozieren.
Ich finde das auch alles ganz traurig und es tut mir sehr leid für die Eltern, weiteren Verwandten, Freunde, Mitschüler...
Gerade deshalb: Lasst uns doch hier bitte nicht spekulieren.
Zitat von Skala_Rachoni im Beitrag #29Ich habe drum gebeten, die Überschrift abzuändern.
Danke, das finde ich gut.
Zitat von Skala_Rachoni im Beitrag #29 Von unserer Schule kam gerade ein Rundschreiben an die Eltern, in dem darauf eingegangen wird, und mit Hilfsangeboten für Schüler und Eltern.
Ich weiß natürlich auch nichts Näheres, nur, dass ich mich sofort daran erinnerte, wie ich mit 15 in der Küche saß und mir die Pulsadern aufschneiden wollte. Ich hatte das Messer schon angesetzt, bekam dann aber eine furchtbare Angst. Das war nach einer der endlosen Streitigkeiten mit meiner Mutter, die meinen Vater überhaupt nicht interessierten - wie das Familienleben sowieso. Ich fühlte mich so furchtbar allein, und damals gab es überhaupt keine Hilfsangebote in solchen Fällen. Im Gegenteil, die "Schuld" an familiären Unverträglichkeiten wurde immer den Kindern angekreidet, weil Eltern per se unantastbar waren. Traurig, aber wahr. Was nun die Gruppendynamik betrifft, so kann das stimmen. Ich weiß, dass nach der Veröffentlichung von "Werthers Leiden" massenhaft junge Männer Suizid begannen, das war ein Hype und wie ein Sog. Gruppendynamik ist nie zu unterschätzen. Da gab es doch auch einen Fall - wo, weiß ich nicht mehr - dass Schülerinnen einer Klasse unbedingt schwanger werden wollten, um dann gemeinsam ihre Kinder idyllisch großzuziehen. Hat natürlich nicht geklappt, die Schwangerschaften leider schon. Oder denkt mal an unsere unselige Vergangenheit. Da scheinen große Teile der Bevölkerung hypnotisiert und berauscht gewesen sein von Hitlers Reden. Vor allem Frauen! Jetzt geschah dasselbe mit Trump. Ich frage mich wirklich, wie es möglich sein kann, dass das eigene Denkvermögen so völlig ausgelöscht werden kann. Das sind so meine Überlegungen, vielleicht etwas durcheinander, zum Thema.
Mit den Jahren erhärtet sich mein Verdacht, dass der Homo Sapiens eine Schnapsidee der Schöpfung war.
Zitat von Lizzy im Beitrag #25Sasapi was ist eir „Rabbit Hole“
Ich antworte mal :) - 'in ein Rabbit Hole fallen' nennt man es, wenn man im Internet immer weiter und immer weiter und tiefer klickt und von einem zum anderen kommt und Schwierigkeiten hat, wieder in der Realität anzukommen. So, als ob man sich in einem unterirdischen Kaninchenbau verirrt.
"We can, in fact we must, continue to fight to make everything about society better, without destroying what's already great." Carrick Ryan, Australian political commentator
"We are all just walking each other home." Ram Dass, writer
Zitat von Lizzy im Beitrag #25Sasapi was ist eir „Rabbit Hole“
Ich antworte mal :) - 'in ein Rabbit Hole fallen' nennt man es, wenn man im Internet immer weiter und immer weiter und tiefer klickt und von einem zum anderen kommt und Schwierigkeiten hat, wieder in der Realität anzukommen. So, als ob man sich in einem unterirdischen Kaninchenbau verirrt.
Ich denke, der Ursprung liegt bei "Alice in Wonderland", wo sie in ein rabbit hole schlüpft und dort ihre absurden Abenteuer erlebt. Auch eine Hypnose !
Mit den Jahren erhärtet sich mein Verdacht, dass der Homo Sapiens eine Schnapsidee der Schöpfung war.
Ah! Kann auch gut sein, das hab ich nicht so auf dem Schirm gehabt.
"We can, in fact we must, continue to fight to make everything about society better, without destroying what's already great." Carrick Ryan, Australian political commentator
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Ich finde es sehr erschreckend, dass diese eh schon blödsinnigen Challenges jetzt im verabredeten gemeinsamen Suizid enden (ich rede nicht von diesem Fall, da es hier ja nicht klar ist, sondern nur vermutet wird!). Ich glaube, den pubertären Gehirnen ist nicht wirklich klar, dass es dann wirklich VORBEI ist, unwiderruflich und für immer! Da gibt es keinen Ruhm und keine Ehre posthum bei TikTok und Co. zu bewundern, denn man ist dann TOT! Oder auch dieses: ich bringe mich um, dann werden ihr schon sehen was ihr davon habt! - Nein. Du schadest damit nur DIR SELBER, das ist keine Bestrafung für andere!
Ich hab meine Pubertine gebeten, wenn sie wieder auf sowas stösst, einen Screenshot mir zu schicken (ich geh damit dann zur Polizei), und den Beitrag bei der Plattform zu melden.
Zitat von Malaita im Beitrag #17 Nicht zu unterschätzen ist tatsächlich nach meiner Meinung eine bestimmte Gruppendynamik. Einer treibt den anderen an. (In diesem Fall hier.)
Gruppendynamik ist sicher ein Faktor. Ein anderer, dass Teenager anders denken als Erwachsene (nachgewiesen wissenschaftlich) und fühlen sich von Erwachsenen, auch wenn die helfen wollen, schlichtweg nicht verstanden. Kommunikation auf 2 verschiedenen Ebenen, die sich nicht treffen. Ganz ganz schwierig.
So. Ich möchte jetzt nicht weiter darauf eingehen woher ich das weiß, aber es war ein geplanter Suizid. Die Eltern bekamen kurz vorher eine Nachricht mit dem ungefähren Wortlaut, wenn ihr das lest sind wir schon alle tot. Und ja, sie wurden online manipuliert.
Furchtbar. Ein Unfall wäre, als Eltern, glaub noch besser zu verkraften als das.
Nicht wundern - da es technisch nicht möglich ist, alle Überschriften auf einmal zu ändern - habe ich den kompletten Strang in einen neuen Strang mit neuem Titel verschoben.
... und erst anschließend gesehen, dass es wohl doch klar zu sein scheint ...
Ich staune, wie viele Informationen da offensichtlich nach außen gedrungen sind. Hier gab es vor ein paar Jahren einen ähnlich gelagerten Fall (3 junge Menschen, es hätte auch ein Unfall sein können, war aber sehr unwahrscheinlich), da hat man nie erfahren (jedenfalls nicht in der Öffentlichkeit, vielleicht an ihren Schulen), ob es nun wirklich Suizid war und was dahintersteckte.
Zitat von Lilith10 im Beitrag #37Um das Thema etwas allgemeiner zu halten. Ich fände gut, wenn Handys an Schulen verboten wären.
Was heißt für Dich "Handys an Schulen verboten"? An vielen Schulen gilt doch eh die Regel, dass während der Schulzeit (incl. Pausen) Handys ausgeschaltet und in der Tasche sein müssen. Was an unserer Schule auch kontrolliert und befolgt wurde. Dass man das Handy gar nicht mitnehmen darf - das würde vielen Eltern nicht gefallen. Das kann man vermutlich nur in Ländern durchsetzen, wo Kinder nicht alleine zur Schule und wieder nach Hause gehen dürfen, wo Elterntaxi oder separater zuverlässiger Schulbus die Norm ist.
Hier werden die Handys entweder eingesammelt und bis Schulschluss verschlossen oder in den Taschen gelassen. Auf den Schulwegen haben die Kids sie natürlich.
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Zitat von frangipani im Beitrag #42Hier werden die Handys entweder eingesammelt und bis Schulschluss verschlossen oder in den Taschen gelassen. Auf den Schulwegen haben die Kids sie natürlich.
eine sehr gute loesung
alone we can do soo little together we can do so much
Vielleicht kommt dadurch TikTok als Plattform auch endlich mal in die Kritik. Ich staune immer, wie Menschen, die sich hier im Forum und auch im realen Leben anscheinend supervorsichtig sind und teilweise nicht mal eine Kreditkarte im Ausland benutzen wollen, kein Problem damit haben, dass ihre Kinder schon im Grundschulalter bei TikTok unterwegs sind. Eine chinesische Plattform, die als Datenkrake bekannt ist, in China nichtmal erlaubt ist, das macht die Eltern nicht stutzig oder sie kommen nicht gegen ihre Kinder an, weil „Mama, aber alle haben das!!!“ ?
Zum TikTok Algorithmus: Der Algorithmus von TikTok, der 2020 von der New York Times als einer der fortschrittlichsten zur Gestaltung von Benutzererfahrungen und sozialen Interaktionen anerkannt wurde, [ 88 ] hebt sich von traditionellen sozialen Medien ab. Während sich typische Plattformen auf aktive Benutzeraktionen wie Likes, Klicks oder Follows konzentrieren, überwacht TikTok beim Ansehen von Videos ein breiteres Spektrum an Verhaltensweisen. Diese umfassende Beobachtung wird dann verwendet, um seine Algorithmen zu verfeinern, wie Wired 2020 feststellte. [ 89 ] Darüber hinaus hob das Wall Street Journal 2021 seine Überlegenheit gegenüber anderen sozialen Medienplattformen beim Verständnis der Vorlieben und Emotionen der Benutzer hervor. Der Algorithmus von TikTok nutzt diese Erkenntnisse, um ähnliche Inhalte zu präsentieren und schafft so eine Umgebung, von der sich Benutzer oft nur schwer lösen können. [ 90 ]
Von der amerikanischen Wikipedia Seite TikTok ist aufgrund von Datenschutzverletzungen, Bedenken hinsichtlich der psychischen Gesundheit, Fehlinformationen, anstößigen Inhalten und seiner Rolle während des Krieges zwischen Israel und Hamas ins Visier geraten. Länder haben TikTok mit Geldstrafen belegt, verboten oder versucht, die Nutzung einzuschränken, um Kinder zu schützen oder aus Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit hinsichtlich einer möglichen Erfassung von Nutzerdaten durch die chinesische Regierung durch ByteDance. Ergänzung von mir: die EU hat TikTok zu einer Geldstrafe von 345 Mio Euro verurteilt. Wegen Verstöße gegen die Datschutzgrundverordnung.
Ich habe neue Laufschuhe. Ich bin schon ganz außer Atem. Jetzt noch den zweiten anziehen!
Zitat von Tigerente im Beitrag #40Ich staune, wie viele Informationen da offensichtlich nach außen gedrungen sind. Hier gab es vor ein paar Jahren einen ähnlich gelagerten Fall (3 junge Menschen, es hätte auch ein Unfall sein können, war aber sehr unwahrscheinlich), da hat man nie erfahren (jedenfalls nicht in der Öffentlichkeit, vielleicht an ihren Schulen), ob es nun wirklich Suizid war und was dahintersteckte.
Ich hab es aus dem familiären Umfeld. Weiter möchte ich nicht drauf eingehen. Öffentlich ist das hier auch nicht bekannt.
Zitat von Skala_Rachoni im Beitrag #35 Ich hab meine Pubertine gebeten, wenn sie wieder auf sowas stösst, einen Screenshot mir zu schicken (ich geh damit dann zur Polizei) ...
Meiner Einschätzung nach liegt es nahe, dass Deine Tochter jetzt TikTok umso mehr nutzen und intensiver abscannen wird, damit ihr nichts in diese Richtung entgeht. Ich denke, mit diesem *Auftrag* tust Du ihr keinen Gefallen.
Mithilfe von Algorithmen setzt sie (edit: die Plattform) darauf, dass die Nutzerinnen und Nutzer möglichst viel Zeit auf Tiktok verbringen. Problematisch ist das bei "dunklen" Inhalten wie etwa Suizid oder Selbstverletzung. Wer nach danach sucht, dem wird nach durchschnittlich 45 Minuten Nutzungsdauer schon jedes dritte Video zu suizidalen Inhalten angezeigt, wie Recherchen des Bayerischen Rundfunks im vergangenen Jahr ergeben haben. So könnten Userinnen und User in eine "Blase" mit solchen Inhalten geraten.
Tratscherei, weil es sicher ist, dass diese jungen Mädchen aufgrund TikTok dazu gebracht wurden?
Ich finde diese Entwicklung sehr bedenklich, zuerst diese unsäglichen Challenges, die ja auch schon Todesopfer forderten, und jetzt das. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass sie ohne Social Media noch leben würden.
Die Frage ist, wie beschützen wir diese beeinflussbaren jungen Menschen vor so etwas? Ist der australische Weg tatsächlich eine Lösung, oder verlagert er das Problem nur auf später?