Ist Veganismus wirklich die moralisch und ökologisch beste Ernährungsweise – oder nur ein moderner Lifestyle-Trend, der mehr schadet, als er nutzt? Eure Meinungen bitte.
fettundlila ...irgendwann ist irgenwie ein andres Wort für nie... energy flows, where attention goes. .ʇɐq pǝʞooɔɹǝpun uɐ ǝʇɐ ɹǝʌǝu ʽpๅɹoʍ ǝɥʇ ǝᵷuɐɥɔ ʇ,uɐɔ uosɹǝd ǝuo pᴉɐs ɹǝʌǝoɥM
Eine vegane Ernährung kann potenziell zu Mängeln an Vitamin B12, Eisen, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D und Zink führen, da diese oft in tierischen Produkten enthalten sind. Ohne sorgfältige Planung oder Nahrungsergänzungsmittel kann dies zu Gesundheitsproblemen führen.
2. Hoher Planungsaufwand
Eine ausgewogene vegane Ernährung erfordert detaillierte Planung, um alle Nährstoffe abzudecken, was für viele Menschen zeitaufwendig und kompliziert sein kann.
3. Kulturelle und soziale Aspekte
In manchen Kulturen oder sozialen Kreisen kann es schwierig sein, vegan zu leben, da traditionelle Gerichte oft tierische Produkte enthalten. Dies kann zu sozialer Isolation führen.
Zitat von Monereana Beerbaum im Beitrag #1Ist Veganismus wirklich die moralisch und ökologisch beste Ernährungsweise – oder nur ein moderner Lifestyle-Trend, der mehr schadet, als er nutzt? Eure Meinungen bitte.
🍽️
Ich finde, man kann die Frage so schon gar nicht stellen. Kenne auch keinen Veganer, der die im ersten Halbsatz gemachte Behauptung so aufstellen würde.
Alufolie hält Menschen davon ab, deine Gedanken zu lesen. Beweis: niemand weiß, was Folienkartoffeln denken.
Wissenschaft sagt: „Dafür gibt es keine Belege.“ Alufolie sagt: „Doch.“
Zitat von Lizzie64 im Beitrag #2Das ist mir zu oberflächlich schwarzweiß.
+1 Zudem "rettet" m.E. überhaupt keine Einzelmaßnahme "die Welt". Die Welt ist nämlich nicht in Gefahr, lediglich das Überleben vieler Lebensformen inkusive des Menschen.
Zitat von Monereana Beerbaum im Beitrag #5... 1. Nährstoffmangel-Risiken ... 2. Hoher Planungsaufwand ...
Alles eine Frage der Gewöhnung.
Zitat ... 3. Kulturelle und soziale Aspekte ...
Ich kann Dir versichern, dass VeganerInnen und Omnivoren in sehr guten, intensiven sozialen Beziehungen miteinander leben können - sogar am Esstisch. Setzt lediglich voraus, dass die Menschen sich nicht vorrangig oder gar ausschließlich über ihre Ernährung definieren und auch der Versuchung widerstehen können, einander zu belehren oder zu missionieren.
Zitat von Monereana Beerbaum im Beitrag #7Nun, wenn Pflanzen genauso lebendig sind wie Tiere, ist es dann wirklich moralisch besser, sie zu essen?
Sagt wer?
Frage ich, gnä Frau, mit Verlaub
Wer sagt, dass Pflanzen genauso lebendig sind wie Tiere?
Meiner Meinung nach sind Pflanzen genauso lebendig wie Tiere, jedoch in einer anderen Weise. Beide teilen grundlegende Merkmale des Lebens: Sie wachsen, reagieren auf ihre Umwelt, ernähren sich und haben eine gewisse Art von Fortpflanzung. Doch die Art und Weise, wie Pflanzen leben, unterscheidet sich stark von Tieren.
Pflanzen haben keine Nervensysteme oder Sinne im klassischen Sinne, wie Tiere sie besitzen, aber sie sind in der Lage, auf äußere Reize wie Licht, Temperatur und Schwerkraft zu reagieren. Sie nutzen dafür ein komplexes Netzwerk chemischer und elektrischer Signale. Sie nehmen Wasser, Nährstoffe und Licht auf, um durch Photosynthese Energie zu produzieren.
Tiere hingegen haben Nervensysteme und sind in der Lage, schnell auf ihre Umwelt zu reagieren, sich zu bewegen und komplexe Verhaltensweisen zu zeigen. Sie sind oft aktiver und haben eine größere Mobilität, was sie von Pflanzen unterscheidet.
Beide Lebensformen sind also lebendig, aber die Art und Weise, wie sie Leben erfahren und interagieren, ist sehr verschieden. Pflanzen leben in einer eher statischen, aber nicht weniger faszinierenden Weise.
Dann lass es halt. Was willst du mit dem Thread bezwecken?
fettundlila ...irgendwann ist irgenwie ein andres Wort für nie... energy flows, where attention goes. .ʇɐq pǝʞooɔɹǝpun uɐ ǝʇɐ ɹǝʌǝu ʽpๅɹoʍ ǝɥʇ ǝᵷuɐɥɔ ʇ,uɐɔ uosɹǝd ǝuo pᴉɐs ɹǝʌǝoɥM
Dann lass es halt. Was willst du mit dem Thread bezwecken?
Kurz gesagt, eine kontroverse Diskussion über vegane und nicht-vegane Ernährung trägt dazu bei, Bewusstsein zu schaffen, Denkanstöße zu liefern und Lösungen für dringende gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen zu finden. Sie fördert das kritische Denken und den respektvollen Dialog so hoffe ich.
Zitat von Monereana Beerbaum im Beitrag #16 Beide Lebensformen sind also lebendig, aber die Art und Weise, wie sie Leben erfahren und interagieren, ist sehr verschieden. Pflanzen leben in einer eher statischen, aber nicht weniger faszinierenden Weise.
Das heißt, Du möchtest auch Pflanzen vor dem Töten bewahren? Was wäre Deine Idee für eine absolut einwandfreie Ernährung?
Zitat von Monereana Beerbaum im Beitrag #16 Beide Lebensformen sind also lebendig, aber die Art und Weise, wie sie Leben erfahren und interagieren, ist sehr verschieden. Pflanzen leben in einer eher statischen, aber nicht weniger faszinierenden Weise.
Das heißt, Du möchtest auch Pflanzen vor dem Töten bewahren? Was wäre Deine Idee für eine absolut einwandfreie Ernährung?
Schwierig
Einige futuristische oder spekulative Konzepte, wie synthetische Nahrungsmittel oder In-vitro-Produktion von Nahrungsmitteln (z. B. synthetische Proteine oder Mikronährstoffe aus mineralischen Quellen), könnten theoretisch eine "nicht-pflanzliche und nicht-tierische" Ernährung ermöglichen. Dies würde jedoch die Entwicklung fortschrittlicher Technologie und Biotechnologie erfordern. Derzeit existieren solche Lösungen jedoch nur in der Theorie oder als sehr spezialisierte Anwendungen..
Die Veganer in meinem Bekanntenkreis schauen halt immer ein wenig kränklich aus. Sie missionieren nicht , aber die Parolen sind nicht mein Stil. Bei den ohnehin Merkbereiten richtet man damit ohnehin nichts aus. Ich probiere viel Richtung pflanzenbasierte Kost. An den Tagen, an denen kein Fleisch auf meinem Teller landet, habe ich dann halt kein Tierleid auf dem Teller. Ich kann die Existenz der Fleischindustrie, wie sie heute ist, nur unter Duldung kognitiver Dissonanz ertragen, denn so wie das abläuft, kann man das meiner Meinung nach nur kategorisch ablehnen. Leider wäre eine Welt ohne Fleischkonsum noch immer nicht ohne Leid. Ich kann mein Mitleiden dem Grunde nach also nicht durch einen veganen Lebensstil beenden. Es bekommt meiner Gesundheit allerdings vorzüglich, wenn mein Teller reichlich vielfältig mit ständig anderen Gemüsen und abwechselnden Zubereitungen gefüllt ist. Mental beruhigt es mich kaum. Die bisherigen Maßnahmen zur Verbesserung der Bedingingingen sind auch eher Marketingargumente. Ich fasse zusammen: ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden.
Ich kann all deine Argumente nachvollziehen Spreefee auch ich bin mit der Gesamtsituation nicht glücklich. Ich strebe danach, meine Ernährung weitgehend fleischfrei zu gestalten.
Zitat von Monereana Beerbaum im Beitrag #23Ich kann all deine Argumente nachvollziehen Spreefee auch ich bin mit der Gesamtsituation nicht glücklich. Ich strebe danach, meine Ernährung weitgehend fleischfrei zu gestalten.
Ich lebe auch nahezu fleischfrei. Das heißt, Eier und Käse und Milch verzehre ich und mal eine Bratwurst auf dem Weihnachtsmarkt. Ansonsten sehr viel Gemüse, da gibts ja so einige Varianten, wie man sich das zubereiten kann. Aber so richtige Fleischbraten oder Wurst als Brotbelag, nein. Da habe ich auch so gar keinen Appetit drauf.
ABER: Wenn angefangen wird, irgendwelche Sachen zusammenzumischen, nur dass es irgendwie nach richtigem Fleisch oder Wurst schmeckt - da bin ich dann raus. So was Künstliches mag ich überhaupt nicht essen.
Zitat von Monereana Beerbaum im Beitrag #21... Einige futuristische oder spekulative Konzepte, wie synthetische Nahrungsmittel oder In-vitro-Produktion von Nahrungsmitteln (z. B. synthetische Proteine oder Mikronährstoffe aus mineralischen Quellen), könnten theoretisch eine "nicht-pflanzliche und nicht-tierische" Ernährung ermöglichen. Dies würde jedoch die Entwicklung fortschrittlicher Technologie und Biotechnologie erfordern. Derzeit existieren solche Lösungen jedoch nur in der Theorie oder als sehr spezialisierte Anwendungen..
Klingt arg nach Zukunftsmusik. Unter dem "Weltrettungsaspekt" müsste dann auch der Energiebedarf einer solchen Ernährung bzw. die Energieerzeugung berücksichtigt werden. Das gilt auch für manche vegane HiTech-Ersatzprodukte (, die natürlich nicht zwingender Bestandteil einer veganen Ernährung sein müssen).
Ich kann "moralisch damit leben", dass ich andere Lebensformen verspeise. Bei Tieren bevorzuge ich stark solche, die ein besseres, halbwegs artgerechtes, vielleicht sogar (meiner Vorstellung nach) schönes Leben hatten, nicht unter massiven Qualen geschlachtet und nicht mit Unmengen Pharmazeutika aufgezogen wurden. Die schmecken mir auch besser. Aber ich bin diesbezüglich nicht 100%ig konsequent und denke, es ist schon viel gewonnen, wenn ich schlicht deutlich weniger Fleisch esse als die statistischen 1,68 kg/Woche. Bei Fisch liege ich dafür vermutlich im oder leicht über dem Schnitt.
Was die Unzufriedenheit mit der Gesamtsituation angeht, so empfinde ich die nicht allein oder primär bezüglich meiner oder gar aller Menschen Ernährung. Bei Ernährung geht es mir auch nicht allein um lebens- und gesundheitserhaltenden Stoffwechsel, sondern empfinde Genuss und Appetit als sehr bedeutsame Elemente. Was mir vegan einfach gar nicht oder nicht ansatzweise so gut schmeckt wie konventionell, mag ich dann auch nicht vegan essen. Vegetarisch finde ich diesbezüglich wesentlich einfacher - nützt aber auch nix, wenn ich Appetit auf Fleisch oder Fisch habe.
Nicht-moralische Vorteile veganer Ernährung aus meiner Sicht: + Weniger Flächen- und Trinkwasserverbrauch + Weniger Boden- und Grund/Meerwasserbelastung + Weniger Antibiotikaresistenzen durch weniger Veterinärbehandlungen + Weniger Energieeinsatz (z.b. für Kühlung) + Preiswerter (insbesondere bei hoher Lebensmittelqualität und Verzicht "auf HiTech-"Fleisch/Fischersatzprodukte)
Und diese Vorteile haben m.E. global betrachtet durchaus "Weltverbesserungspotential".