Es gibt einen Minimalismus Thread, in dem ich vor einiger Zeit arg abgewatscht wurde, weil ich so gar nichts damit anfangen kann. Von geradezu kämpferischen hard core Vertreterinnen diese Stils ! Ich dachte schon, ich sei eine hinter dem Zeitgeist zurückgebliebene alte Kuh, was mir allerdings völlig egal war und was las ich heute?
Der Artikel entspricht so ganz und gar meinem Empfinden. Bei mir gibt es viel zu entdecken in der Wohnung. Jede Ecke ist ein Hingucker, die Wände auch, und der Stilmix von Alt und Neu passt gut zusammen. Auf der Auslegeware liegen noch kleine extra Teppiche, es gibt Bücher noch und noch - kurz und gut, es ist ultra gemütlich und kreativ. Und genau das soll der neue Trend sein! Wenn ja, war ich schon lange der Zeit voraus, vielleicht sogar eine Trendsetterin ?
Mit den Jahren erhärtet sich mein Verdacht, dass der Homo Sapiens eine Schnapsidee der Schöpfung war.
Tja, dann waren meine Eltern vermutlich Vorreiter des Minimalismus-Trends und sie und ich werden die nächste Zeit gegen den Trend leben.
Im Ermst, Geschmäcker waren schon immer unterschiedlich und werden es immer sein und das ist ja gut so. Wenn Du Dich so wohl fühlst, ist es genau richtig und dass ich bitte keinen einzigen Teppich in der Wohnung möchte und schon gar nicht übereinander gestapelt ist - für mich - ebenso richtig.
Beim Wohnen finde ich es noch leichter als bei Kleidung einfach immer genau bei dem zu bleiben, was einem selbst entspricht. Und es gibt ja da nie nur den einen Trend.
@Wendy, ich denke nicht, dass dieser Trend einen anderen ersetzen soll. Es dürfen auch weiterhin alle möglichen Trends neben einander bestehen bleiben, völlig gleichberechtigt ;).
Ich finde es recht normal, dass jeder das verteidigt, womit er sich selbst wohlfühlt. Das muss ja keine gleichzeitige Abwertung von anderen Stilen bedeuten.
So, wie ich in Deinen vier Wänden aufgrund Deiner Beschreibung vermutlich *keine Luft* bekäme, so würdest Du wohl verständnislos mit dem Kopf schütteln angesichts meiner freien Fensterbänke und anderer nicht zugestellter Flächen.
Man darf auch nicht vergessen, dass Trends auch Geld kosten. Man müsste u.U. alle paar Jahre vom Polster bis zur Küche neu ausstatten, die Wände von Raufaser in Beton umswitchen oder umgekehrt. Und was es sonst alles noch gibt in den aufwändigen tollen Einrichtungsmagazinen. Kann und will auch nicht jeder. Ich bin heilfroh über mein eigenes Zimmer in unserer Wohnung, das in "meinem" Trend gestaltet ist, weil ich das nach wie vor toll finde, die Fifties vom Stringregal bis zu entsprechenden schrillen Dekoteilen in denselben. Findet sicherlich kaum jemand gut, aber ich. Und so ist es doch toll, dass wie bei der Mode auch viele verschiedene Trends im Grunde auch nebeneinander bestehen können. Aber dann würden sich "Schöner Wohnen" & Co ja nicht so gut verkaufen, wenn nicht ständig eine neue Einrichtungskuh durchs Dorf getrieben würde.
@Anemone das finde ich cool, mit deinem eigenen Zimmer. Mein Mann und ich hatten das auch, nicht wegen des stylings sondern als Rückzugsort. In manchen Beziehungen ist es schon schwer sich auf einen Einrichtungsstil zu einigen, wenn die Geschmäcker sehr konträr sind. Ab Februar gestalte ich mein Haus neu und um dem Innenarchitekten eine grobe erste Richtung zu geben musste ich viele Bilder bewerten, danach viel es mir noch schwerer eine Entscheidung zu treffen. Es gibt so tolle Varianten und mit guten Schreineren ist fast nix unmöglich.
harder, better, faster, stronger
beating the competition ist easy, beating yourself is a never ending commitment
30.10.24 Wabi Sabi: So gelingt der japanische Interior-Trend 18.11.24 Conversation Pits, der tiefergelegte Wohnzimmer-Trend kommt zurück 21.11.24 Romantik als Wohntrend: Wird jetzt alles verspielt und niedlich? Alles auf dieser Seite zu lesen, tbc.
Ich finde bei Dingen, die eine lange Lebensdauer haben ( sollten) und entsprechend teuer sind,Trends immer etwas schwierig. Ich gucke mir solche Wohntrends an, wenn mir etwas wirklich gut gefällt ( und meinem Ehemann als Mitbewohner ebenfalls), dann werden Einzelheiten "integriert" :)
Wobei mir die riesigen Wohnlandschaften vor ein paar Jahren echt Probleme machten. Wir sind ziemlich lange rumgerannt, bis wir etwas fanden, was ins Budget und ins Wohnzimmer passte. Das ist nämlich kein offener Loft-Bereich, sondern eher so ein 60ger Jahre Schnitt mit großer Blumenfensterbank. Irgendwann sagte ich zu meinem Mann: "Vermutlich haben die Polstermöbel alle so Bettkästen, weil kein Platz mehr für Schränke und Kommoden bleibt. Muss man dann notfalls halt sagen " Edeltraud, steh bitte mal auf, Du sitzt auf den Weingläsern".
Vergessen: Bei den "Conversation Pits " dachte ich zuerst, das wären Umgestaltungsvorschläge für den hauseigenen Pool, der aufgrund von Gas- und Warmwasserkosten zu teuer wurde...
Früher habe ich gern die Illustrierte "Couch" gelesen, irgendwie mochte ich sie lieber als "Schöner wohnen", es war mehr Großstadt als Eigenheim abgebildet. Nach drei Jahren hatte ich gefühlt alles gesehen und zwar dutzendemale die ewiggleichen "Twists" (mein persönliches Unwort übrigens wegen hyperinflationärem Gebrauch). Ich mag nichts mehr ansehen, nicht mal mehr Architekturmagazine.
Zitat von spreefee im Beitrag #10Nach drei Jahren hatte ich gefühlt alles gesehen und zwar dutzendemale die ewiggleichen "Twists" (mein persönliches Unwort übrigens wegen hyperinflationärem Gebrauch). Ich mag nichts mehr ansehen, nicht mal mehr Architekturmagazine.
Ich denke, das ist bei viele Zeitschriften so - ob Brigitte, Gartenzeitung oder Nähmagazin - irgendwann kommt immer wieder die gleiche Leier. Ich aboniere nichts mehr - wenn ich mag, gehe ich in unsere gut sortierte Bibliothek.
Zitat von Wendy im Beitrag #1 Wenn ja, war ich schon lange der Zeit voraus, vielleicht sogar eine Trendsetterin ?
Ja, bestimmt - wie schätzungsweise über 70% der deutschen Haushalte.
Warum die Häme? Es ist doch witzig gemeint! Und natürlich richtet sich jeder nach seinem eigenen Gusto ein, wie denn sonst? Mir fiel bei dem Artikel ad hoc die Minimalismus Diskussion ein, und das hat mich amüsiert! Allens klar ?
Mit den Jahren erhärtet sich mein Verdacht, dass der Homo Sapiens eine Schnapsidee der Schöpfung war.
Zitat von Wendy im Beitrag #14 Warum die Häme? Es ist doch witzig gemeint!
Ach je ... Häme ... Ich meinte es auch witzig.
Zitat von Wendy im Beitrag #14 Und natürlich richtet sich jeder nach seinem eigenen Gusto ein, wie denn sonst?
Ja, das hoffe ich auch. Wäre ja schade, wenn jemand sich in seinen vier Wänden nicht wohl fühlt. (Auch wenn es leider zu viele Leute gibt, die sich aus finanziellen Gründen nicht nach ihrem Geschmack einrichten können - aber das ist wieder ein anderes Thema.)
Beim Wohnen finde ich es noch leichter als bei Kleidung einfach immer genau bei dem zu bleiben, was einem selbst entspricht. Und es gibt ja da nie nur den einen Trend.
Ja. Ich finde auch: beim Wohnen, geht es da um einen Trend? Es kommt doch immer drauf an, womit man sich wohlfühlt. Die Wohnung ist schließlich der ganz eigene Rückzugsort.
Da lasse ich mir so gar keine Trends vorschreiben.
So, wie ich in Deinen vier Wänden aufgrund Deiner Beschreibung vermutlich *keine Luft* bekäme, so würdest Du wohl verständnislos mit dem Kopf schütteln angesichts meiner freien Fensterbänke und anderer nicht zugestellter Flächen.
Ich bin so eingerichtet, dass ich Fenster, wann immer ich will, öffnen kann, ohne dass ich irgendwas beiseite räumen muss. Ich brauche ansonsten auch ziemlich viel Platz, ohne dass mich irgendwas einengt. Oder unnötige Staubfänger, die da rumstehen. (Vielleicht bin ich auch nur viel zu faul, diese abzustauben.)
Zitat von Wendy im Beitrag #1Es gibt einen Minimalismus Thread, in dem ich vor einiger Zeit arg abgewatscht wurde ...
Ich glaube nicht, dass Du *abgewatscht* wurdest. Da sind wohl einfach zwei Extreme mit einander ins Gehege gekommen ;).
Dass AnhängerInnen des Minimalismus eben diesen Stil verteidigen, liegt in der Natur der Sache. Und Wohnstil ist ja auch in der Persönlichkeit begründet.
Zitat von Wendy im Beitrag #1Es gibt einen Minimalismus Thread, in dem ich vor einiger Zeit arg abgewatscht wurde ...
Ich glaube nicht, dass Du *abgewatscht* wurdest. Da sind wohl einfach zwei Extreme mit einander ins Gehege gekommen ;).
Dass AnhängerInnen des Minimalismus eben diesen Stil verteidigen, liegt in der Natur der Sache. Und Wohnstil ist ja auch in der Persönlichkeit begründet.
Bei mir muss niemand seinen Stil verteidigen - chacun à son goût ist meine Devise. Es war eher umgekehrt so, dass ich in die Verteidigung gedrängt wurde, was ich als ungut empfand. Schließlich ist die ganz persönliche Einrichtung keine Glaubensfrage wie eine Religion ! Ausgelöst durch eine japanische Minimalismus Frau... Ist aber schließlich egal - keinesfalls will ich den M. Thread dadurch wieder beleben, geschweige denn ihn kritisieren! Könnt ihr damit leben?
Mit den Jahren erhärtet sich mein Verdacht, dass der Homo Sapiens eine Schnapsidee der Schöpfung war.
Zitat von SASAPI im Beitrag #8Ich finde bei Dingen, die eine lange Lebensdauer haben ( sollten) und entsprechend teuer sind,Trends immer etwas schwierig. Ich gucke mir solche Wohntrends an, wenn mir etwas wirklich gut gefällt ( und meinem Ehemann als Mitbewohner ebenfalls), dann werden Einzelheiten "integriert" :)
Exakt :)
Die großen Brocken wie Schränke, Couch, Esszimmer-Sitzgruppe, Bett etc. müssen einigermaßen zeitlos sein, weil ich weder Lust noch Zeit habe noch das Geld dafür ausgeben möchte, diese ständig auszutauschen. Von der Nachhaltigkeit ganz zu schweigen. Mir reicht es, hin und wieder an der Deko zu drehen (wobei ich da auch Kleinmöbel, Vorhänge und so was dazuzähle), das gibt einem Raum ja schon ein etwas anderes Gesicht.
Abgesehen davon ist es mir auch gar nicht wichtig, irgendwelchen Einrichtungstrends Genüge zu tun. Ich möchte mich wohlfühlen, es muss meinem Mann und mir gefallen und ein harmonisches Gesamtbild haben. Hypertrendy eingerichtete Wohnungen finde ich oft sogar eher langweilig, und ich mag es , wenn man einem Raum ein wenig ansieht, dass da mit der Zeit was gewachsen ist um die Grundelemente herum.
Minimalismus mochte ich nie, ist mir optisch zu kahl und auch als Anspruch an eine Wohnung zu unrealistisch (also zumindest bei uns liegt doch immer mal irgendwo was rum ... schließlich leben da Menschen). Zu vollgerümpelt darf es für mich aber auch nicht sein. Wenn jedes Fleckchen mit Deko, Kissen, Teppichen und Vorhängen belegt ist, nimmt mir das gefühlt die Luft und ich mag auch nicht immer erst was wegräumen müssen, wenn ich mich aufs Sofa setzen oder das Fenster öffnen will. (Nicht ohne Grund sind meine Sofakissen meistens unordentlich auf einen Sessel gehäuft, weil ich sie zwar auf dem Sofa drapiert hübsch finde, sie mich beim Hinsetzen aber immer nerven ). Wie vermutlich die meisten Leute bevorzuge ich also ein Mittelding zwischen Minimalismus und viktorianisch vollgestopften Räumlichkeiten.
This is a broken world and we live with broken hearts and broken lives but still that is no alibi. (Leonard Cohen)
I would love to live like a river flows,carried by the surprise of its own unfolding. (John O'Donoghue)
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Ich finde das ganz normal, dass auf eine Periode mit viel Landhauschic / Toskanastyle, der ja eher romantisch war, dann eine Zeitlang alles eher minimalistisch ist. Das ist meiner Meinung nach aber auch über den Zenit drüber, nachdem es mittlerweile doch einige wirklich hässliche anthrazitfarbene Klötze als Häuser zu bewundern gibt. Bei manchen Neubaugebieten mag das ja noch okay sein, aber sowohl hier in Bayern als auch neulich in Südtirol hab ich da schon Sachen gesehen, die da einfach nicht hinpassen. Optische Grausamkeiten.
Jetzt schwingt es eben wieder etwas zurück. Mit einem guten Mittelweg ist man sicher gut bedient, vor allem, wenn's um die Optik von langlebigen Gütern geht.
Mein Psychologe meinte, ich solle spazierengehen, wenn ich wütend bin. Langer Rede kurzer Sinn: ich bin jetzt in Italien.
Ich weiss gar nicht, ob Frau Kondo eine minimalistin ist. Sie zeigt in ihren Videos ja „nur“ wie man ausmistet, wenn es einem zuviel wird. Ich erinnere mich mit Schaudern an diverse überfüllte Zimmer, Garagen etc in den Videos von ihr. So vollgestopft hätte ich nicht leben wollen. Ich mag helle, luftige Räume, die nicht vollgestellt sind, aber bin keine wirkliche Minimalistin. Zwei Tanten von mir liebten Nippes und Deko. Ich habe mich in deren Häusern nie wohlgefühlt.