Anemone, im Burnout reißt man/frau sich auch zusammen, das geht bis zum körperlichen Zusammenbruch. Nicht selten werden vorher bei körperlichen Beschwerden Tabletten eingeworfen oder es muss zum Runterkommen abends das Glas Wein bis hin zur Flasche Wein konsumiert werden. Am Wochenende dann ggf. mehr von allem, denn man muss nicht funktionieren und hat unter Umständen Angst vor der Leere, der Einsamkeit und der "Nacktheit", ohne das alltägliche Korsett der Funktionierens. Das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, mancher stürzt sich auch am Wochenende zusätzlich in Aktivitäten, um Leere zu füllen, um die leere Wohnung nicht ertragen zu müssen. Man/frau rennt vor sich weg, um nicht mit sich alleine zu sein, weil man/frau es nicht mit sich selbst aushält.
Zitat von nichtblond im Beitrag #411Meine Erwartung an den Psychologen ist, dass er mich respektiert, meine Probleme ernst nimmt und mir aufzeigt was ICH machen kann, um diese anzugehen.
Vielleicht hast du es vergessen, du machst ja keine Verhaltenstherapie, sondern eine tiefenpsychologisch fundierte Therapie.
Das ist Arbeit an der Beziehung, und der gehst du nach meinem Eindruck die ganze Zeit aus dem Weg. Eine Diskussion von Therapieinhalten im Forum finde ich immer noch kontraproduktiv, allerdings hältst du den Strang gut am Laufen. Entweder du kannst mit dem Therapeuten, dann lass dich auf den Prozess ein, oder du kannst nicht, dann hör auf. Zu erwarten, dass der Therapeut dir Anweisungen gibt, ist Kinderdenken. Du bist erwachsen, und du schaffst das, wenn du willst.
Icv wollte immer fragen, was für eine Therapie nb überhaupt macht. Und irgendwie bin ich immer drüber weg. Ist aber super wichtig. Da ja ganz andere Therapieansätze für unterschiedliche Probleme.
Zitat von Anemone im Beitrag #428Verhaltenstherapie wäre sicherlich besser, aber das ist ja nur ganz von außen vermutet.
Verhaltenstherapie bei DER Krankheit und DEN Problemen, die nichtblond hier schildert? Würdest du einem Alkoholiker auch eine Verhaltenstherapie empfehlen?
Die erste Generation verdient Geld, die zweite verwaltet das Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte und die vierte verkommt vollends. (Ulf Poschardt, Shitbürgertum)
Zitat von nichtblond im Beitrag #411Warum denkt ihr, wie leider auch mein Therapeut, ich würde eine Ersatzmutter suchen.
Weil du weiter oben gesagt hast, das Verhalten des Therapeuten würde dich u.a. an deine Mutter erinnern.
Zitat
Meine Erwartung an den Psychologen ist, dass er mich respektiert, meine Probleme ernst nimmt und mir aufzeigt was ICH machen kann, um diese anzugehen.
Was du m.E. machen kannst: seine "unempathischen" Sätze mal nicht abwehren, nicht als Angriff sehen, sondern an dich ranlassen. Das zusammenbringen mit deiner eigenen Erkenntnis, dass du etwas wie Selbstbestrafung, Selbstsabotage betreibst.
Gut möglich, dass er den Finger in die Wunde gelegt hat. Ich kann für mein Teil sagen: es war gut, dass ich damals dieses brutale "Du hast es, wie du es haben willst" nicht abgewehrt habe.
Zitat von Lizzy im Beitrag #431VT für einen Alkoholiker immer. Es gibt nur einen Weg trocken zu bleiben: heute nicht trinken. Alternativ zur VT die Selbsthilfegemeonschaft AA
Ja, aber die Einsicht, sich auf diesen Weg zu begeben, ist mit hohen Hürden verbunden, die erst überwunden werden müssen.
Die erste Generation verdient Geld, die zweite verwaltet das Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte und die vierte verkommt vollends. (Ulf Poschardt, Shitbürgertum)
Du hast weiter oben gesagt Du wünscht Dir eine einfühlsame weibliche Therapeutin, die Dich bestärkt und unterstützt (sinngemäß). Das ist für mich "nach dem Mund reden " und "Köpfchenstreicheln" und eben keine tiefenpsychologisch basierte Therapie. Aber mal eine andere Frage. Ich lese hier nur von frechen Kolleginnen, fordernden Chefs, einem unsympathischen Therapeuten und toxischen Expartnern. Hast Du so gar keine netten Menschen in Deinem Umfeld?
Zitat von Caramac im Beitrag #434Du hast weiter oben gesagt Du wünscht Dir eine einfühlsame weibliche Therapeutin, die Dich bestärkt und unterstützt (sinngemäß). Das ist für mich "nach dem Mund reden " und "Köpfchenstreicheln" und eben keine tiefenpsychologisch basierte Therapie. Aber mal eine andere Frage. Ich lese hier nur von frechen Kolleginnen, fordernden Chefs, einem unsympathischen Therapeuten und toxischen Expartnern. Hast Du so gar keine netten Menschen in Deinem Umfeld?
Doch habe ich, Gott sei Dank! Meine Bürokollegin ist eine tolle Frau, mit der ich mich gut verstehe. Habe gute Freundinnen, die ich zu schätzen weiß, andere Kollegen die ich mag, einige jahrelange Bekannte, die ich auch als wertvolle Bereicherung sehe....nette Menschen in meinem Hobbykreis, wo ich gerne hin gehe und es mir gut tut.....und noch viel mehr spannende Menschen im Alltag und Umfeld. ABER die machen mir ja keine Probleme, Angst oder sonstwie das Leben schwer, die bringen mir angenehme Stunden, was zur Abwechslung ja gut tut.
Du wirst ja wohl mit der einen oder anderen von diesen zugewandten, tollen Personen deine Situation besprechen, oder? Was schlagen denn die vor, was du in der jetzigen Situation ganz konkret tun könntest bzw. solltest?
Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas wichtiger ist als die eigene Angst.
Zitat von Sariana im Beitrag #425Analuisa, ich lese mehr Erwartungen als Vertrauen in eine Therapie und an den Therapeuten. Der Therapeut soll die TE "heil machen" und bitte nicht darauf ansprechen, dass sie selbst dafür sorgen soll/muss. [...]
Der Therapeut versucht, nach meiner unmaßgeblichen Meinung, die blinden Flecken anzusprechen und geht dahin, wo es wehtut.
Sariana, es kann sehr gut sein, dass du da Recht hast, ich vermute das durchaus auch. Allerdings bewegen wir uns hier nur auf der Ebene von Vermutungen und werden nie genauer wissen, was der Therapeut wirklich sagt und meint. Denn nichtblond schildert und paraphrasiert die Interventionen des Therapeuten natürlich gefiltert, also so, wie diese bei ihr ankommen (anders geht es ja gar nicht).
Aber unabhängig davon, ob das Vorgehen des Therapeuten nun sinnvoll ist und lege artis erfolgt oder nicht (was wir nicht beurteilen können) - Grundvoraussetzung für den Erfolg der Therapie ist das Vertrauen, das die Klientin dem Therapeuten entgegenbringt. Und das ist offenbar einfach nicht vorhanden.
ZitatMan kann mit der Krankenkasse, die die Therapie bewilligt hat, darüber sprechen, die Therapie abzubrechen und die bewilligten Stunden mitzunehmen.
Danke für die Info. @nichtblond, hast du das gelesen?
Zitat von Internistin im Beitrag #430Verhaltenstherapie bei DER Krankheit und DEN Problemen, die nichtblond hier schildert?
Mir ist überhaupt unklar, ob die Therapie mit der Diagnose Burnout beantragt und bewilligt wurde (wie ich mir auch nicht sicher bin, ob diese Diagnose jemals ordentlich von einem Arzt gestellt wurde, oder ob es sich um nichtblonds Eigendiagnose handelt, aber mglw. habe ich auch etwas überlesen/ erinnere mich nicht korrekt). Jedenfalls wird das Ziel der Therapie hier, im Eröffnungspost von nichtblonds 1. längeren Strang, noch ganz anders dargestellt:
Zitatdaraus wurde eine längere sehr toxische Beziehung, die ich gerade versuche in einer Therapie aufzuarbeiten.
Nichtblond, nochmal die Frage: Ist das immer noch dieselbe Therapie?
Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken.
************************************ Moderatorin in der Pandemie, bei der Nachhaltigkeit und den Festen, im Persönlichkeits-, Erziehungs-, Baby-, Familien- und Trauerforum, im Glücklicher leben, bei den Angehörigen, in der allg. Gesundheit, der Kindergesundheit und bei den Krebserkrankungen, in den Krisenbeziehungen, bei den Hobbies, der Photographie und bei den besonderen Ernährungsformen.
Zitat von Analuisa im Beitrag #419Nichtblond, wie viele Stunden stehen dir denn im laufenden Behandlungsvertrag noch zu? Oder ist das eine Therapie, die du selbst bezahlst?
Weiß jemand, ob es rechtlich möglich ist, während der Zeitdauer einer laufenden Therapie den Therapeuten zu wechseln oder muss dann alles neu beantragt werden?
Du unterstellst dem Therapeuten permanent persönliche Motive (er wolle dich treffen, er ziehe daraus Befriedigung, es sei ihm egal, wie es dir geht usw.) - mein Eindruck ist mittlerweile, deine Beziehung zum Therapeuten ist derart gestört, das Vertrauen zu ihm, das vorhanden sein müsste, damit überhaupt eine gelingende Zusammenarbeit zustande kommen kann, ist schon so kaputt, dass ich persönlich mir nicht vorstellen kann, dass daraus noch mal etwas Konstruktives erwächst. Schon in deinem früheren Strang erwähnst du bereits zu Beginn, dass du mit dem Therapeuten nicht zufrieden bist, das ist jetzt über ein Jahr her. Es ist immer noch derselbe Therapeut, nehme ich an? Seither arbeitest du dich an ihm ab, und mein Eindruck ist zunehmend, in dieses Abarbeiten fließt eine Energie, die du dringend für dich selbst und das Angehen deiner eigenen Baustellen benötigen würdest.
@Analuisa, genauso ist es, besser hätte ich es nicht zusammenfassen können. Das ist ja mein Problem, ich habe die Problematik schon lange erkannt, und aber nicht danach gehandelt. Soviel Gedanken, soviel Energie und Kraft die ich reingesteckt habe in die Beziehung zum Therapeuten....ist nicht gut für mich ausgegangen. ICH habe es nicht geschafft abzuspringen, was soll ich jetzt tun?
Deine Aufzählung, wer alles positiv dein Sozialleben bereichert, hat mich gerade erstaunt, denn so viele tolle Menschen hatte ich nach deinen bisherigen posts nicht erwartet . Mein Bild war ein anderes: eine einsame Frau, die nur in funktionalen Beziehungen gefangen ist: Arbeit und Pflege. Schön, dass es anders ist.
Zitat von nichtblond im Beitrag #438Soviel Gedanken, soviel Energie und Kraft die ich reingesteckt habe in die Beziehung zum Therapeuten....ist nicht gut für mich ausgegangen.
Ich verstehe es nicht: warum solltest du Kraft in die Beziehung zum Therapeuten stecken? Du sollst Kraft in dich, deine Erkenntnisse, deine Weiterentwicklung stecken - aber doch nicht in die Beziehung zum Therapeuten? Diese ist höchstens das Vehikel für die Arbeit an dir und deinen Verhaltens- und Denkweisen, aber doch nicht das Ziel der Therapie?
Zitat von Analuisa im Beitrag #437Mir ist überhaupt unklar, ob die Therapie mit der Diagnose Burnout beantragt und bewilligt wurde (wie ich mir auch nicht sicher bin, ob diese Diagnose jemals ordentlich von einem Arzt gestellt wurde, oder ob es sich um nichtblonds Eigendiagnose handelt, aber mglw. habe ich auch etwas überlesen/ erinnere mich nicht korrekt).
Hier schreibt sie:
Zitat von nichtblond im Beitrag #229Ich habe sowohl von ärztlicher Seite, als auch von psychologischer Fachseite die Diagnose Depressionen erhalten. Glaubst du meine Krankenkasse würde dafür zahlen, wenn Sie nicht einen Antrag von einem Arzt und zertifizierten Psychotherapeuten vorliegen haben? Mein Therapeut ist doch fachlich ausgebildet, sonst hätte er mir ja sagen müssen, er sieht keinen Therapiebedarf. Also echt, jetzt wird es langsam echt schräg hier...
Von Burnout ist hier jedenfalls keine Rede.
Die erste Generation verdient Geld, die zweite verwaltet das Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte und die vierte verkommt vollends. (Ulf Poschardt, Shitbürgertum)
Zitat von Horus im Beitrag #436Du wirst ja wohl mit der einen oder anderen von diesen zugewandten, tollen Personen deine Situation besprechen, oder? Was schlagen denn die vor, was du in der jetzigen Situation ganz konkret tun könntest bzw. solltest?
Mir einen neuen Job suchen. Übrigens nicht der Therapeut hat mir beim Bewerbungsschreiben geholfen, sondern eine Freundin von mir. Die hat mir auch Mut zugesprochen, mir vor dem Gespräch noch eine liebe Karte gesendet, ja gut, hat mich auch nicht davon abgehalten, in Panik zu verfallen. Schade, mir geht es einfach nur bescheiden bis besch.....ich kann dort nicht mehr hin, wenn ich nur an den Therapeuten und seine überhebliche, arrogante Art mir gegenüber denke, der weiß doch genau, dass ich ihm unterlegen bin....der kommt mir keinen Millimeter entgegen.
Zitat von nichtblond im Beitrag #438ICH habe es nicht geschafft abzuspringen, was soll ich jetzt tun
Was WILLST Du denn tun?
Zur Übung es ihm direkt ins Gesicht sagen und seine Reaktion live miterleben und ihm dann endlich mal Kontra geben und mich nicht wieder weg ducken, wenn er direkt wird....sondern zu mir stehen und mich danach mal stark fühlen. Schaffen werde ich dies aber nicht, daher ist evtl. eine Mail schreiben und ihn nie wieder sehen zu müssen, die für mich naheliegendste Entscheidung.
Was du m.E. machen kannst: seine "unempathischen" Sätze mal nicht abwehren, nicht als Angriff sehen, sondern an dich ranlassen. Das zusammenbringen mit deiner eigenen Erkenntnis, dass du etwas wie Selbstbestrafung, Selbstsabotage betreibst.
Gut möglich, dass er den Finger in die Wunde gelegt hat. Ich kann für mein Teil sagen: es war gut, dass ich damals dieses brutale "Du hast es, wie du es haben willst" nicht abgewehrt habe.
Guter Einwand, habe ich so gar mal probiert, früher oder später habe ich ihn dann wieder abgewehrt. Ich schaffe es nicht, mit dem Therapeuten, vielleicht mit einem anderen? Aber erstmal einen anderen Platz bekommen, die sind ja alles ausgebucht.... WIE kann ich es formulieren, dass mich seine Aussage in der letzten Stunden gekränkt hat? Wobei ich seine Antwort jetzt schon erahne, ja traurig aber wahr, es passt hinten und vorne nicht mehr...
Zitat von nichtblond im Beitrag #443Übrigens nicht der Therapeut hat mir beim Bewerbungsschreiben geholfen ...
Das ist doch nicht dein Ernst? Ein Psychotherapeut ist doch weder eine Nanny noch ein Job-/Eheberater.
Die erste Generation verdient Geld, die zweite verwaltet das Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte und die vierte verkommt vollends. (Ulf Poschardt, Shitbürgertum)
Zitat von nichtblond im Beitrag #445WIE kann ich es formulieren, dass mich seine Aussage in der letzten Stunden gekränkt hat?
So, wie du das hier formulierst.
Zitat von nichtblond im Beitrag #445 Wobei ich seine Antwort jetzt schon erahne ...
Was glaubst du, würde er antworten?
Die erste Generation verdient Geld, die zweite verwaltet das Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte und die vierte verkommt vollends. (Ulf Poschardt, Shitbürgertum)
Zitat von nichtblond im Beitrag #443Übrigens nicht der Therapeut hat mir beim Bewerbungsschreiben geholfen ...
Das ist doch nicht dein Ernst? Ein Psychotherapeut ist doch weder eine Nanny noch ein Job-/Eheberater.
Sag mal, willst du mich absichtlich falsch verstehen? Das hatte ich nur erwähnt, weil hier jemand geschrieben hatte, der hätte mich zum Bewerben animiert..hat er nicht, habe ich alleine. Wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass ich eben erwachsen bin und auch ohne den Thera weiß, wie es geht....weil ihr hier ihn immer so in Schutz nimmt und mir unterstellt, ich würde zuviel von ihm erwartn. Ist doch logisch, dass er nicht mein Berater ist, was denkst du?.
Wenn ich dein Therapeut wäre, würde ich vermutlich sagen " herzlichen Glückwunsch " wenn du mir deine Meinung sagen würdest und das es mit uns nicht passt.
DAS, so meine laienhafte Meinung, wäre der erste Schritt in die richtige Richtung.