Zitat von Malaita im Beitrag #157 Und wie fragt man ein Baby um Erlaubnis?
Das könnte ich. Für mich stellt sich eher die Frage, wie das Baby antwortet.
Eben. Liebes Baby ( das ohrenbetäubend schreit, mein Mini-Me konnte das hervorragend), darf ich dich wickeln oder soll ich dich in deiner Schxxx liegen lassen? Also manche Erziehungstheorien treiben schon seltsame Blüten, finde ich. Mein Sohn hatte mal eine Vorhautentzündung - den hätte ich warten lassen sollen mit Linderung, bis abends der Vater heimkommt? Bzw. was macht eine alleinerziehende Mutter/Vater mit andersgeschlechtlichem Nachwuchs? Sohn darf dann nur zum Kinderarzt, Tochter nur Ärztin? Und wenn Sohn oder Tochter trans sind? Was dann? (Und das in Zeiten, wo Kinderärzte nicht mit Gold aufgewogen werden können.) Entschuldigung, aber man kann es auch übertreiben.
Unter den Umständen hätte ich definitiv keine Kinder gehabt.
Wenn du deiner Schwester den Rücken stärken möchtest, dann finde alles, was toll ist an ihr und was sie gut macht. Lass dich nicht in Diskussionen über die Ansichten ihres Mannes hineinziehen.
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Sehr richtig!
Die Toleranz wird ein solches Niveau erreichen, dass intelligenten Menschen das Denken verboten wird, um Idioten nicht zu beleidigen. (Dostojevski)
Ganz ehrlich, hätte ich von meinem Sohn schriftliche Anweisungen bekommen, wann und wie ich meinen Enkel sehen darf, hätte ich ihnen viel Glück gewünscht und mein Leben inklusive nächsten Urlaub weitergelebt. Ohne Enkelbesuch. Man redet doch miteinander, auch im Zeitalter von Messenger & Co. Gerne auch per Telefon. Aber schriftlich? No Go für mich. Ich könnte auch ohne Oma Pflichten leben.
Zitat von Amelanchier im Beitrag #169 Wenn du deiner Schwester den Rücken stärken möchtest, dann finde alles, was toll ist an ihr und was sie gut macht. Lass dich nicht in Diskussionen über die Ansichten ihres Mannes hineinziehen.
Für mich liest sich das so, als sei die Schwester Opfer ihres Mannes, was Verhalten betrifft.
Die TE hatte ja viel weiter vorne sinngemäß geschrieben, dass sich da Zwei gesucht und gefunden haben. Übersetze ich mal mit *die sind sich einig*.
Der Grad der eigenen Aufregung über die Eltern/Kinder/Jugend von heute korreliert direkt mit der Differenz des eigenen geistigen minus biologischen Alters.
Zitat von Amelanchier im Beitrag #169Ich erkenne hier zwei Motive, von denen man in anderen Strängen lesen kann, dass sie das Potential zu grosser Eskalation haben.
Das eine ist: Der neue Ehepartner unseres Familienmitglieds entfremdet uns das Familienmitglied. [...] Das andere ist: „Meine Freunde/Verwandten erziehen ihre Kinder nicht so, wie ich das für richtig halte“
Amelanchier, du hast die beiden Themen in Skalas Beiträgen sehr gut auf den Punkt gebracht.
Zum ersteren stimme ich dir zu: Skala, das Sich-Aufregen über die Eigenarten des Mannes bringt weder dir noch deiner Schwester etwas, behalte den Fokus auf deiner Schwester und versuche, die Beziehung zu ihr zu stärken.
Zum zweiten Punkt, so banal sich das anhören mag: Andere Menschen setzen andere Prioritäten beim Umgang mit ihren Kindern, meistens ist einem das egal, aber es zwickt, wenn das Menschen tun, die einem freundschaftlich oder verwandtschaftlich nahe stehen. Und vor allem dann, wenn man der festen Überzeugung ist, man selber wisse es besser. (Und diverse Userinnen einen darin bestärken, dass man Recht hat 😎)
Ich könnte dir da ein paar Geschichten aus meiner Oma-Perspektive erzählen. Hilft alles nichts, nicht ich erziehe meine Enkel, sondern meine Tochter und mein Schwiegersohn tun das. Du wirst noch öfter erleben, dass deine Schwester nicht das tut, was du für richtig hältst, und wenn deine Tochter ihr erstes Kind hat, wird es dir genauso gehen.
Virginia, Gisèle, Collien, danke für euren Mut! 🌹
************************************ Moderatorin in der Pandemie und Politik, bei der Nachhaltigkeit, beim Sozialen Engagement und den Festen, bei Klatsch & Tratsch, im Persönlichkeits-, Erziehungs-, Baby-, Familien- und Trauerforum, im Glücklicher leben, bei den Angehörigen, in der allg. Gesundheit, der Kindergesundheit und bei den Krebserkrankungen, in den Krisenbeziehungen, bei den Hobbies, der Photographie und bei den besonderen Ernährungsformen.
Ich weiß nicht woher der Glaube kommt, ich würde mich einmischen oder etwas in der Richtung. Im Gegenteil habe ich meine Schwester die Schwangerschaft durch immer darin bestärkt, dass sie die Mutter ist und es schon richtig machen wird. Und auch jetzt, als ich von der Geburt erfuhr, gratulierte ich von Herzen und sagte, gib mir einfach Bescheid wenn wir kommen dürfen. Telefonieren möchte sie nicht, das läuft alles über einen Messenger. Weil das Telefon die Kleine stören könnte. Von unserer Mutter weiß ich auch, dass man im Schlafzimmer nur leise, fast schon im Flüsterton, reden muss.
Dass wir erst nach den 3 Wochen kommen dürfen weiß ich auch nur durch unsere Mutter; der gab meine Schwester zu verstehen, dass in diesen 3 Wochen niemand kommen darf, und auch die Omas nur gucken dürfen. Auch das hab ich ihr gegenüber nie thematisiert. Übrigens gibt es da nur uns drei, und noch einen Onkel väterlicherseits, und 2 Omas - sonst gar keine Familie.
Sie erziehen ihre Tochter wie sie es für richtig halten, das geht mich nichts an und ich halte mich da komplett raus. Meinen Teil denken darf ich allerdings, und hier auch schreiben. Weil sie es hier nicht mitbekommen.
Zitat von Skala_Rachoni im Beitrag #184 Dass wir erst nach den 3 Wochen kommen dürfen weiß ich auch nur durch unsere Mutter; der gab meine Schwester zu verstehen, dass in diesen 3 Wochen niemand kommen darf, und auch die Omas nur gucken dürfen. Auch das hab ich ihr gegenüber nie thematisiert.
Ich kann mir nicht helfen - aber ich lese aus diesen Zeilen, dass das Verhältnis zu Deiner Schwester vielleicht weniger innig ist, als Du Dir das wünschst ...? Sonst wäre Eure Kommunikation (auch per Messenger) eine andere, denke ich.
Das ist lediglich mein Eindruck - der nicht zutreffen muss.
Vermutlich orientieren sie sich an altem Brauchtum, das in vielen Kulturen ein "Wochenbett" von einem Monat kennt und Mutter und Neugeborenem da Ruhe und Abgeschiedenheit zugesteht.
So falsch ist es ja nun auch nicht sich als Eltern und die eigene Familie in der ersten Bindungsphase in den absoluten Mittelpunkt zu stellen und das Baby erstmal abzuschirmen und nicht mit allen zu teilen ... Neugeborene und deren besonderer Schutz stand schon immer und in vielen Kulturen unter besonderem Respekt und da gibt es doch wirklich viele Traditionen, die eben auch heute noch gelebt werden, weil sie sich eben auch bewährt haben.
Besuch bedeutet immer auch Stress.. für Mutter und Kind... Immunsystem ist noch nicht entwickelt... es gab und gibt Argumente, die dafür sprechen, das nicht zu wollen ... und in jener Lebensphase eben anders leben zu wollen, als Familienangehörige es sich wünschen würden.
Und mit "Erziehung" hat das erstmal wenig zu tun... ein "Erziehungsthema" ist es für mich gar nicht und auch kein "Heute ist das wohl so" ... den dazu findet man wirklich in allen Kulturen entsprechendes Brauchtum und Regelungen die Mutter und Kind Ruhe und Schutz im andauerndem Wochenbett garantieren sollen ...
So ein paar Tage für sich tun der jungen Familie und dem Neuankömmling bestimmt gut und für alles andere ist doch immer noch Zeit!
Wir haben nicht das Baby gefragt, ob es zum Opa auf den Schoß möchte, sondern den Opa, ob er das Baby mal halten möchte. er sagte Nein
Ich kann mir vorstellen Skala, dass deine Schwester das langersehnte Babyglück ausgiebigst zelebrieren möchte, da es vermutlich auch das einzige Mal bleiben wird. Die wird seit dem positiven Schwangerschaftstest in sämtlichen Internetforen dazu unterwegs sein und sich die extremsten Auswüchse durchlesen. Es wird nicht das einzige Mal bleiben, dass du fassungslos dastehst! Meine Schwägerin ist auch so drauf. Das erste Kind kam mit 41 völlig unkompliziert 6 Tage nach ET spontan zur Welt. Wir bekamen 4 Wochen nach der Geburt eine Audienz zugesprochen. Kamen zum verabredeten Zeitpunkt und brachten artig Kuchen mit...sie schlief mit dem Baby...ausgiebig...und wir saßen da. Dann wurde der Kleine einmal kurz gezeigt, wir durften mit Abstand gucken und durften wieder gehen. Lange vor Corona
Oh, unser Verhältnis ist sehr gut im Vergleich zu früher. Früher konnten wir einander nicht riechen. Lag vielleicht auch an dem großen Altersunterschied, fast 8 Jahre.
Seit sie erwachsen ist, mit den Füßen fest im Beruf und verpartnert, später verheiratet, wurde es besser. Mit der Geburt ihrer Nichte (meiner Tochter) wurde das Verhältnis sogar sehr gut. Wir haben uns mal zusammengesetzt und uns ausgesprochen, einen Strich unter die Vergangenheit gezogen und neu angefangen. Als sie schwanger wurde fragte sie mich auch oft, wie ich dies oder das gehandhabt hatte, fragte auch um Rat.
Beste Freundinnen werden wir nie, dazu sind wir zu unterschiedlich, aber das Verhältnis ist jetzt ein Gutes. Kein superenges, aber ein Gutes.
Zitat von Borghild im Beitrag #161Vielleicht lest ihr Naomis Posting einfach nochmal.
Habe ich
ZitatBezüglich des Wickelns kenne ich mehrere Leute, die es so handhaben, dass nur die Eltern das Kind wickeln, ab einem bestimmten Alter sogar nur das gleichgeschlechtliche Elternteil, weil ihnen wichtig ist, den Intimbereich als persönlichen Bereich, den nicht jeder sehen darf, zu vermitteln. Teilweise bis an den Punkt, dass sie das Kind um Erlaubnis gebeten haben und nur mit Erlaubnis gewickelt haben.
Und das ist einfach nur absurd. Dann einfach drauf schauen, dass das Kind statt immer noch in Windeln rumzulaufen auf's Klo geht. "Den Intimbereich darf nicht jeder sehen " - und das sind dann auch bestimmt die Frauen, die darauf bestehen , dass sie immer und überall sichtbar stillen dürfen. Ohne Tuch und Scham, weil sonst das Baby erstickt beim Trinken. Das passt in meinen Augen nicht zusammen, sorry.
Kann ich dir nachfühlen, hatte/habe ein ähnliches Verhältnis mit meiner Schwester. Ich liebe sie, aber manchmal mag ich sie nicht - trifft es am besten. Aber würde für sie durchs Feuer gehen, wenn es notwendig wäre. Macht einen sehr verwundbar.
Skala, deine Erscheinungsbild im Forum zeichnet mir eine vernünftige und bodenständige Frau. Ich glaube an dich, du wirst das schon richtig und gut machen. Dein eigenes Kind hast du ja auch erfolgreich um so einige Klippen auf den Gipfel begleitet. Laß dich nicht kirre machen.
Gerne Kontakt per PN - ich bin hier raus, wird mir zu esoterisch und kämpferisch hier. Alles Gute der kleinen Neu-Familie.
Zitat von Genny im Beitrag #192 "Den Intimbereich darf nicht jeder sehen " - und das sind dann auch bestimmt die Frauen, die darauf bestehen , dass sie immer und überall sichtbar stillen dürfen. Ohne Tuch und Scham, weil sonst das Baby erstickt beim Trinken. Das passt in meinen Augen nicht zusammen, sorry.
Das passt aus meiner Sicht komplett zusammen (auch wenn ich das mit dem wickeln nicht so gehandhabt habe ). Es geht ja um Selbstbestimmung nicht um Scham.
Zudem sind Brüste sekundäre Geschlechtsmerkmale, so wie zB auch Adamsapfel und Bartwuchs.
"Heute ist das wohl so" stimmt nicht. Ich kenne niemanden, der das so wörtlich nicht. Selbst nicht im Urbia-Forum.
Ich kenne es so, dass man es im Wochenbett langsam angehen lässt und auf sich hört, anstatt sich dem Druck der Familie zu beugen oder direkt weiterzumachen wie bisher. Ich bin ja auch viel bei Urbia unterwegs, wo das Wochenbett immer wieder Thema ist. Da wird dazu ermutigt, sich die Zeit zu nehmen, und es ruhig angehen zu lassen. Und sich durchzusetzen, wenn die Familie unbedingt vorbeikommen möchte, man selbst aber noch Ruhe braucht. Aber ich habe noch nie irgendwo gehört, dass man tatsächlich nur aufsteht, um aufs Klo zu gehen.
Übrigens: Bei den Kikuyu ist es traditionell so, dass die Mutter nach der Geburt eine Weile komplett abgeschieden lebt und nur bestimmte Menschen sie besuchen dürfen. Gleichzeitig herrscht praktisch im ganzen Dorf Ausnahmezustand und bestimmte Regeln müssen eingehalten werden.
Zitat von Rübezahl im Beitrag #189Wir haben nicht das Baby gefragt, ob es zum Opa auf den Schoß möchte, sondern den Opa, ob er das Baby mal halten möchte. er sagte Nein
Wir haben auch nicht das Baby gefragt, allerdings sein Nein im den meisten Fällen akzeptiert. 😊
Zitat von Genny im Beitrag #195Kann ich dir nachfühlen, hatte/habe ein ähnliches Verhältnis mit meiner Schwester. Ich liebe sie, aber manchmal mag ich sie nicht - trifft es am besten. Aber würde für sie durchs Feuer gehen, wenn es notwendig wäre. Macht einen sehr verwundbar.
Skala, deine Erscheinungsbild im Forum zeichnet mir eine vernünftige und bodenständige Frau. Ich glaube an dich, du wirst das schon richtig und gut machen. Dein eigenes Kind hast du ja auch erfolgreich um so einige Klippen auf den Gipfel begleitet. Laß dich nicht kirre machen.
Gerne Kontakt per PN - ich bin hier raus, wird mir zu esoterisch und kämpferisch hier. Alles Gute der kleinen Neu-Familie.
Ich danke dir sehr, auch für deine lieben Worte über mich.
Könnte die Darf ich deine Windeln wechseln Diskussion bitte in einem eigenen Thread stattfinden? Danke.
Zitat von Skala_Rachoni im Beitrag #190 Beste Freundinnen werden wir nie, dazu sind wir zu unterschiedlich, aber das Verhältnis ist jetzt ein Gutes. Kein superenges, aber ein Gutes.
Danke für Deine Offenheit.
Nachdem Du eh schon länger weißt, dass Deine Schwester einfach anders tickt als Du (was sich ja auch darin zeigt, wie sie ihre Partnerschaft lebt), würde ich diese drei Wochen-Frist nicht wirklich persönlich nehmen. Ich denke auch, dass sie das nicht so meint, auch wenn sich das leicht sagt als Außenstehender. Sie möchte einfach *ihr Ding* durchziehen und hat lediglich ihren Mikro-Familienkosmos im Fokus.
Vielleicht ist sie auch beeinflusst von diversen Ansichten, die man ihr im Krankenhaus mit auf den Weg gegeben hat? Die Filderklinik ist ja anthroposophisch ausgerichtet.
Worauf sich Deine Angst um Deine Schwester bezieht, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Hast Du die schon länger?