Zitat von Skala_Rachoni im Beitrag #597Luci, sehr sehr schade für deine Freundin. Und ich verstehe sie sehr gut. Aber auch ich würde da erstmal nix sagen in Richtung Vorwurf, sondern maximal andeuten, dass ich sehr gerne vor Weihnachten mal mit einem selbstgemachten Essen vorbeikäme.
Das mit dem Essen fände ich schon wieder aufdringlich.
Die Toleranz wird ein solches Niveau erreichen, dass intelligenten Menschen das Denken verboten wird, um Idioten nicht zu beleidigen. (Dostojevski)
Zitat von Genny im Beitrag #619 Was hier teilweise geschildert wird, empfinde ich als toxische Familienbeziehungen..
Dann bist du die einzige mit gesunden Familienbeziehungen?
Nope. Aber ich hab die Nase gestrichen voll von dem Mutter-Bashing in diesem Strang und allgemein. Kenne viele sehr gute Familienbeziehungen. Aber da wird auch mal Tacheles geredet. Ich bin im Kinder-,Enkelleben involviert. Weil sie es wollen. Immer noch. Oder wieder. Kann ich auch mit halbjährlichen Messages oder Bildern? Sehr gerne. Wird aber nicht gewünscht.
Weil wir miteinander reden. Ehrlich reden.
Was für mich auch mal bedeutet, dass ich mal meine Ansprüche äußere. Meine !! Auch Mütter/Oma haben welche, die sie auch äußern dürfen !!!!
Genny- es ist doch alles gut, wenn es für dich in deiner Familie klappt und gut geht!
Aber nicht alle können so miteinander umgehen und das hängt doch auch von vielen Faktoren ab! Ich denke ja nur, dass der Anspruch "ansprechen"- zwar möglich ist, also nachfragen "warum nicht?"- es dann aber auch gut sein muss, wenn es zB lediglich heißt "ich will nur Ruhe". Und natürlich kannst du deine Ansprüche äußern, deine Erwartungen - es muss nur ok sein, wenn das nicht erfüllt wird. Und nur darum geht es doch- um das Anerkennen, was ein anderer möchte.
Zitat von Genny im Beitrag #643Aber das ist nicht in in einer Zeit, in der immer die Mütter an allem schuldig sind. Wartet es nur ab, irgendwann seid ihr das nämlich.
Zitat von Aprikosen im Beitrag #650Mutter, Väter haben gar nichts einzufordern!
Ich schätze, du meinst Omas und Opas, oder? ;-) Nachtrag- ich verstehe es jetzt- du meinst das Einfordern, was man als Mutter oder Vater für das Kind "getan" hat.
Zitat von Nora im Beitrag #644Bei normalen, liebevollen Familienbeziehungen i s t es übles Missbenehmen.
Nein. Du definiertes es so. Es gibt durchaus auch liebevolle Familienbeziehungen, die anders funktionieren als Du es als üblich empfindest.
(Und weil Du meinst, ins Persönliche abdriften zu müssen: das mir liebste Familienmitglied, auf das ich mich immer und in jeder Situation verlassen kann, hat beide Kinder erst nach mehreren Wochen gesehen, obwohl es früher möglich gewesen wäre. Fanden wir beide überhaupt nicht unnormal. Es ist eben nicht so, dass alle per definitionem Deine Erwartungshaltung an das, was muss, teilen.)
Zitat von Nora im Beitrag #644sagt das sehr viel über den Stellenwert der Neu-Großeltern für die Jungeltern.
Vielleicht. Und, schlimm? Nein. Man muss sich nicht immer so wichtig nehmen.
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken
Meine Freundin ist mit 67 noch berufstätig, da ihr Mann nur Schulden hinterlassen hat. Das hat sie mit den Söhnen zusammengeschweisst. Keine Ahnung was da los ist.
Ich persönlich bleibe dabei, eine Einladung zu einer Tasse Kaffee würde ich mir für sie wünschen. Sie ist übrigens gelernte Erzieherin, ist jetzt mit haushaltsnahen DL aktiv und betreut auch meine Mutter. Sie strickt und häkelt auch viel und ich denke, sie würde den Kleinen halt gerne mal kurz sehen.
Zitat von luciernago im Beitrag #656Da gehen die Meinungen ja auseinander!
Meine Freundin ist mit 67 noch berufstätig, da ihr Mann nur Schulden hinterlassen hat. Das hat sie mit den Söhnen zusammengeschweisst. Keine Ahnung was da los ist.
Luci- ist das die Sicht der Freundin oder hast du auch mit den Söhnen geredet? Ich frage deshalb, weil die Erinnerung und Sichtweise von Kindern, sich nicht selten drastisch von denen der Eltern unterscheidet! Was immer die Frau denken oder glauben mag - muss sich nicht mit der Sicht der Kinder decken. Auch ist es so, gerade WENN eine Frau alleinerziehend ist und alles alleine stemmen und regeln musste- ist die Gefahr, eine übergriffige Art zu haben, sehr groß (ohne dass sie das merken wird oder muss).
Zitat von luciernago im Beitrag #656Ich persönlich bleibe dabei, eine Einladung zu einer Tasse Kaffee würde ich mir für sie wünschen. Sie ist übrigens gelernte Erzieherin, ist jetzt mit haushaltsnahen DL aktiv und betreut auch meine Mutter. Sie strickt und häkelt auch viel und ich denke, sie würde den Kleinen halt gerne mal kurz sehen.
So nett sie sein mag- sie ist dort jetzt nicht willkommen.
Im übrigen- passt es auch in das psychologische Bild. Die Söhne hatten eine starke Mutter und haben sich- sehr wahrscheinlich- auch starke Frauen als Partnerin gesucht. Und so wie die Mutter alles- viel bestimmt hat, macht das jetzt eben die Frau. Womit ich meine, vielleicht hätte der Sohn gar nichts dagegen, stellt sich aber hinter seine Frau - was ich übrigens sehr gut finde!
Und da es nur eine Königin gibt ;-) , kann schon gut sein, dass die Königs-Mutter, einfach mal auf ihren Platz gestellt wird- wo sie stehen soll. Wiegesagt- wie war denn das Verhältnis vorher zur Schwiegertochter? Das Verhältnis zum Sohn mag ja sehr gut sein- aber der Sohn stellt eben auch die Beziehung zu seiner Frau drüber. Ehrlich gesagt, hat damit deine Freundin ALLES RICHTIG gemacht, was die Erziehung angeht, selbst wenn es für deine Freundin schmerzhaft ist.
Im übrigen spricht ja nichts dagegen, dass sich die Beziehungen mit der Zeit bessern - alles ist in Bewegung.
Zitat von Skala_Rachoni im Beitrag #597Luci, sehr sehr schade für deine Freundin. Und ich verstehe sie sehr gut. Aber auch ich würde da erstmal nix sagen in Richtung Vorwurf, sondern maximal andeuten, dass ich sehr gerne vor Weihnachten mal mit einem selbstgemachten Essen vorbeikäme.
Das mit dem Essen fände ich schon wieder aufdringlich.
Das finde ich jetzt wirklich interessant. Wieso empfindest du es als aufdringlich, einer jungen Familie, die vermutlich grad echt anderes zu tun hat als zu kochen, eine Mahlzeit mitzubringen? Selbst mein merkwürdiger Schwager hat das immer dankend angenommen.
Zitat von Skala_Rachoni im Beitrag #597Luci, sehr sehr schade für deine Freundin. Und ich verstehe sie sehr gut. Aber auch ich würde da erstmal nix sagen in Richtung Vorwurf, sondern maximal andeuten, dass ich sehr gerne vor Weihnachten mal mit einem selbstgemachten Essen vorbeikäme.
Das mit dem Essen fände ich schon wieder aufdringlich.
Das finde ich jetzt wirklich interessant. Wieso empfindest du es als aufdringlich, einer jungen Familie, die vermutlich grad echt anderes zu tun hat als zu kochen, eine Mahlzeit mitzubringen? Selbst mein merkwürdiger Schwager hat das immer dankend angenommen.
Ich bin gespannt auf deine Antwort.
Weil das impliziert, dass man die j6nge Familie für unfähig hält, sich selbst zu verköstigen.
Die Toleranz wird ein solches Niveau erreichen, dass intelligenten Menschen das Denken verboten wird, um Idioten nicht zu beleidigen. (Dostojevski)
Finde ich nicht. Das impliziert für mich, dass ich der frischgebackenen Familie eine Freude machen möchte und dass die keine zusätzliche Arbeit hat. Ich fände es höchst befremdlich, wenn ich mein Enkelkind erst sechs Wochen nach der Geburt sehen könnte. Ich akzeptiere, dass die junge Familie sich erstmal finden muss, aber ein Besuch der Oma für eine Stunde sollte drin sein. Alles andere empfinde ich als sehr egoistisch. Keiner lebt nur in seiner Blase, es funktioniert nir mit geben und nehmen
Zitat von kenzia im Beitrag #657Womit ich meine, vielleicht hätte der Sohn gar nichts dagegen, stellt sich aber hinter seine Frau - was ich übrigens sehr gut finde!
Und da es nur eine Königin gibt ;-) , kann schon gut sein, dass die Königs-Mutter, einfach mal auf ihren Platz gestellt wird- wo sie stehen soll. Wiegesagt- wie war denn das Verhältnis vorher zur Schwiegertochter? Das Verhältnis zum Sohn mag ja sehr gut sein- aber der Sohn stellt eben auch die Beziehung zu seiner Frau drüber. Ehrlich gesagt, hat damit deine Freundin ALLES RICHTIG gemacht, was die Erziehung angeht, selbst wenn es für deine Freundin schmerzhaft ist.
Wenn die Frau sich der Mutter gegenüber grundlos ablehnend und verletzend verhält, und Sohn schiebt dem keinen Riegel vor, (Baby hin oder her), Dann hat sie n i c h t alles richtig gemacht in der Erziehung.
Das gilt nicht nur für fieses Verhalten gegenüber seiner Mutter, sondern auch für solches Verhalten gegenüber anderen Personen.
Ein „guterzogener“ Mann zeichnet sich nicht dadurch aus, daß er das tut/dem einfach zustimmt, was seine Frau will.
Sondern immer noch selbst denkt und „richtig“ handelt, und sich für das „Richtige“ einsetzt - auch wenn das Kritik seiner Frau bedeutet.
Gilt umgekehrt für Frauen ebenso. Und gleichgeschlechtliche Partnerschaften.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Ich wundere mich sehr, dass es als ausnutzen gesehen wird, wenn die Oma unterstützen möchte, aber „nur“ rumsitzen darf. Was als Unterstützung empfunden wird, dürfen die frischgebackenen Eltern doch gerade noch selbst entscheiden. Sonst wäre es ziemlich egoistisch, wenn die „Unterstützer“ selbst definieren, was sie zu tun haben. Ich kann nur den Kopf schütteln.
Ich verstehe es nicht. Wir reden über 40 Tage oder so.
Dem Kind ist es völlig wumpe, ob es die Oma das erste Mal an Tag 1 oder 40 sieht. Ums Kind geht es also schon mal nicht.
Die Eltern möchten, aus unbekannten Gründen, im Moment keinen Besuch der Oma. Sie benötigen auch die Unterstützung nicht.
Die Oma will aber.
Ich neige eher dazu, den Eltern den Vorrang der Entscheidung zuzugestehen. Es ist ihre Kernfamilie.
Sie werden Gründe dafür haben. Dass die Oma diese nicht versteht, kann zum Beispiel bedeuten, dass die Kinderfamilie schräg drauf ist, oder dass die Oma Probleme nicht wahrhaben möchte. Dennoch sehe ich die Entscheidung bei den Kindeseltern. Das sollte die Oma respektieren und versuchen, den Hintergrund herauszufinden.
Mit Interesse habe ich bis hierher mitgelesen und mit Erstaunen gesehen, was als "normal" in Familien definiert wird. Ich neige auch zu der Meinung, dass die jungen Eltern ohne Rechtfertigungsdruck entscheiden dürfen, wer sie wann besuchen soll.
Ich wollte meine Babys immer sehr schnell stolz der Familie und den Freunden präsentieren.
Mein Enkel wurde vor einem Jahr geboren auf einem anderen Kontinent und ich hatte ihn bis heute nicht im Arm. Ich darf aus gesundheitlichen Gründen keinen Langstreckenflug unternehmen und die Eltern des Babys haben gewichtige Gründe, warum sie mit dem Säugling bisher noch nicht nach Europa fliegen wollten. Ich habe zu meiner Tochter ein sehr inniges Verhältnis und verfolge die Entwicklung meines Enkels durch Fotos, Filme und Videocalls mit großer Freude. Das werden einige nicht "normal" finden, aber ich weiß, dass es dem Kleinen und seinen Eltern gut geht und das ist mir wichtiger, als sie in der Nähe zu haben und häufig sehen zu können. Die Liebe zwischen Eltern und Kindern hat nicht zwingend zu tun mit häufigen Treffen. Lucis Freundin würde ich empfehlen, den Wunsch der jungen Familie zu respektieren und sich auf das Treffen an Weihnachten zu freuen. Man kann Liebe zu seinen Kindern und Enkeln auch zeigen dadurch, dass man sich und seine Oma Bedürfnisse mal zurücknimmt.
@gabiella In Eurer Konstellation ist es völlig verständlich - Einen Säugling schleppen vetnünftige Eltern nicht im Flueger um die Welt - das ist auch für ein Kleinkind noch Stress.
Aber das ist ja grundsätzlich nicht mit der Situation von Lucis Freundin vergleichbar, finde ich. Da gibt es keine „äußeren Umstände“.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von Genny im Beitrag #615 Irgendwann dürfen Mütter auch mal was einfordern.
Was hat das denn damit zu tun, Kinder darauf aufmerksam zu machen, was man alles für sie getan hat? Das hattest Du nämlich zitiert und ich verstehe den Zusammenhang nicht.
Erwachsene Kinder explizit darauf hinzuweisen, was man alles für sie getan hat und/oder welche Opfer man für sie gebracht hat, um etwas im Gegenzug dafür zu bekommen, ist nichts weiter als emotionale Erpressung. Mit destruktiven Folgen auf der Gefühls- und Beziehungsebene.
ZitatSowas wie eine ehrlichen Umgang kennt ihr wohl nicht?
Ganz schön anmaßend, Deine Einschätzung.
Zitat von kenzia im Beitrag #618 Wenn man nicht kommen soll, hat das Gründe. Und man kann natürlich freundlich nachfragen "warum?"- sollte sich dann aber auch auf eine Antwort einstellen, die man nicht versteht ;-) und es muss dann dennoch ok sein.
So sehe ich das auch.
Man erwartet doch auch von seinen erwachsenen Kindern, dass sie unsere Entscheidungen respektieren. Idealerweise gibt es hier kein Gefälle und die Beziehung wird auf Augenhöhe gelebt.
Zitat von Pia im Beitrag #631 Ja, ich würde mich vermutlich auch freuen, das Baby kennenzulernen und das junge Paar unterstützen zu können. Aber wenn die das nicht wollen, bin ich in dem Augenblick nicht so wichtig und fordere das doch nicht ein? Mit welchem Recht? Und welchen Nutzen sollte das haben?
Vor allem den vermeintlichen Nutzen darf man getrost hinterfragen.
Zitat von Pia im Beitrag #642 Ich finde es erstaunlich, dass man jungen Menschen, die man sehr liebt, so in ihr Leben reinreden will. (...) Man bevormundet doch nicht seine erwachsenen Kinder?
Ich wundere mich auch über so manche Ego-Trips von Eltern, Schwiegereltern, Großeltern. Sie praktizieren oft genau das, was sie für sich selbst nicht haben wollten.
Zitat von vultura im Beitrag #649 Kinder schulden uns nichts. Wenn was zurückkommt, dann hoffentlich nicht aus Pflichtgefühl
Und sie schulden uns am aller wenigsten Liebe und Zuneigung. Schön, wenn sie uns das geben können und möchten. Kann man sich erhoffen und wünschen - einfordern kann man es nicht, und das ist auch gut so.
Zitat von luciernago im Beitrag #656 Keine Ahnung was da los ist.
Weil es mich wirklich interessiert, frage ich nochmal:
sie wurde vom Sohn tatsächlich nur abgespeist mit *Du kannst Dein Enkelkind erst an Weihnachten sehen*? Ohne, dass er eine Begründung angegeben hat?
Ich kann's mir echt nicht so recht vorstellen.
Und nochmal ... falls es so gewesen sein sollte mit jeglicher fehlenden Erklärung, was hält sie davon ab, den Sohn zu fragen, wenn das Verhältnis doch so innig und gut ist?
Zitat von Convallaria im Beitrag #665Ich verstehe es nicht. […]
Die Eltern möchten, aus unbekannten Gründen, im Moment keinen Besuch der Oma. Sie benötigen auch die Unterstützung nicht.
Die Oma will aber.
Dass die Oma „will“, ist ja jetzt erst mal kein Fehler an sich! Denn das (Besuch der Großeltern kurze Zeit nach der Geburt) ist die normale Situation - Die lautet hierzulande nicht „die junge Familie lebt das „Wochenbett“ in völliger Abgeschiedenheit“.
Das Problem liegt eher in den „unbekannten Gründen“. So etwas einfach so zu verkünden, ohne Erklärung, ohne „Vorgeschichte“ - findest Du das wirklich verständlich?
Wenn es eine Vorgeschichte der unguten Art gibt (z.B. übergriffige, bevormundende Mutter), i s t es nachvollziehbar.
Wobei es da ja durchaus so sein kann, daß die Mutter ihr Verhalten nicht so sieht, und für sie der Grund daher „unverständlich/unbekannt“ ist.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Nora, mir geht es ähnlich wie schafwolle: Ich kann mir sehr schwer vorstellen, dass kein Grund genannt wurde. Sollte es tatsächlich so sein, finde ich es wiederum unnatürlich, dass die Oma nicht nachgefragt hat. Sie wird vermutlich also sogar wissen, warum diese Zeit gesetzt wurde. Ich finde schon, dass es gute Gründe geben kann. Genauso kann es völlig merkwürdige geben.
Das sehe ich auch so, die Begründung wäre sehr relevant. Für mich klingt es im ersten Moment auch wenig nachvollziehbar, aber es kann schon Gründe geben, die das ändern würden.
Zitat von Nora im Beitrag #663 Wenn die Frau sich der Mutter gegenüber grundlos ablehnend und verletzend verhält, und Sohn schiebt dem keinen Riegel vor, (Baby hin oder her), Dann hat sie n i c h t alles richtig gemacht in der Erziehung.
Nora- es gibt überhaupt NICHTS, was wir grundlos machen. Immer ist es motiviert.
Ob du hier liest, kurz dem Radio zuhörst, oder oder oder........und darin finden sich auch immer mehrere Bedürfnisse- nie nur eines. Allerdings muss man sagen, dass uns die meisten Motivationen überhaupt nicht klar sind und es schon eine gute Achtsamkeit braucht, um den Entscheidungen - alleine unseres Alltages - auf die Spur zu kommen.
So unbewusst wird das jetzt in Bezug auf Kind-Sehen nicht sein. Vielleicht kann Luci noch etwas Licht in das Dunkel bringen.
Zitat von Skala_Rachoni im Beitrag #597Luci, sehr sehr schade für deine Freundin. Und ich verstehe sie sehr gut. Aber auch ich würde da erstmal nix sagen in Richtung Vorwurf, sondern maximal andeuten, dass ich sehr gerne vor Weihnachten mal mit einem selbstgemachten Essen vorbeikäme.
Das mit dem Essen fände ich schon wieder aufdringlich.
Das finde ich jetzt wirklich interessant. Wieso empfindest du es als aufdringlich, einer jungen Familie, die vermutlich grad echt anderes zu tun hat als zu kochen, eine Mahlzeit mitzubringen? Selbst mein merkwürdiger Schwager hat das immer dankend angenommen.
Ich bin gespannt auf deine Antwort.
Weil das impliziert, dass man die j6nge Familie für unfähig hält, sich selbst zu verköstigen.
Entschuldige, aber das ist Unfug. In meiner Bubble hier bringt man zum Neugeborenenbesuch was zu Essen mit, damit die junge Familie nicht auch noch Besuch verköstigen muss. Das hat nichts mit Fähig oder Unfähig zu tun, sondern ist schlichte Rücksichtnahme.
Ich erinnere mich noch an einen Thread im Elternforum damals im "Märzbus", wo es darum ging, was es in der Zeit des Wochenbettes zu Essen gibt. Da wurden schnelle Rezepte ausgetauscht, viele haben vorgekocht und eingefroren, und sehr häufig kam die Aussage "Ich hoffe ja auf Mutter/Schwiegermutter, dass die was mitbringen wenn sie kommen". Später, als unsere Babys dann da waren, schrieb auch ab und an mal eine "Heute bringt der Papa auf dem Heimweg von der Arbeit XY zu essen mit, ich hab es heute einfach nicht geschafft was zu kochen". Ich gehörte auch dazu, und obwohl ich echt gern koche - mit frischem Säugling war ich um jede Mahlzeit froh, für die jemand anderes sorgte.
ich bringe den eigeen Senftopf mit, wenn ich das vorab geklärt habe. Wenn die Jungmutter/Familie das nicht möchte - begründet oder auch nicht - , dann nicht. So absurd etwas/auch das Eingangsposting Anderen erscheinen mag: es gilt nicht nur 'mein Wochenbett, meine Regeln'. Die der Verständnislosen haben ebensoviel Potenzial, Anderen falsch zu erscheinen. Im Kern geht es doch um ein gutes, wohlwollendes (das Wohl der Anderen) und liebevolles Miteinander. Es gibt Zeiten für Mütter und es gibt Zeiten für Großmütter