Habe ich auch schon miterlebt, dass eine junge Frau eifersüchtig auf den guten Draht ihres Freundes/Mannes zur Mutter war und von ihm eine Entscheidung verlangte. Dabei kann man sich doch mit mehreren Menschen gut verstehen?
Zitat von mytholon im Beitrag #603Habe ich auch schon miterlebt, dass eine junge Frau eifersüchtig auf den guten Draht ihres Freundes/Mannes zur Mutter war und von ihm eine Entscheidung verlangte. Dabei kann man sich doch mit mehreren Menschen gut verstehen?
Ob das in den Fall so ist wissen wir nicht. Muss nicht so sein. Weihnachten ist auch nicht mehr weit 😉
Zitat von ereS im Beitrag #2ja, habe es so aehnlich neulich erst woanders gelesen
wenn du mich fragst, fehlt den heutigen muettern ganz viel gesunder menschenverstand und instinkt 🙈🙈🙈
too much tiktok, influencer-influenz(a)/flatulenzen. wobei natürlich jede Generation ihre Weisheiten hat und pflegt. Meine Mutter war Generation Füttern im 4-h-Rhythmus und Schreien lassen, das kräftigt die Lungen
Zitat von Genny im Beitrag #587Und ihn mal kurz drauf aufmerksam machen, was ich alles für ihn getan haben. Und auch deutlich machen, wenn er eine involvierte Oma ( Betreuung? Liebe? Selbstgestricktes? etc) haben möchte, dann bitte von Anfang an.
Ernsthaft? Forderungen stellen?
Damit hätte sich bei uns jede rausgekegelt.
2., nicht mal denken! Liest sich wie ein Geschäftsmodell
Zitat von vultura im Beitrag #606 Meine Mutter war Generation Füttern im 4-h-Rhythmus und Schreien lassen, das kräftigt die Lungen
Wobei die Frauen oft auf das gehört haben, was ihnen zB Dorfschwestern sagten- erzählte mir so meine Schwiegermutter. Mit "nah an der Natur" hatte das auch nichts zu tun.
Dass man Babys nicht mehr einfach nur schreien lässt- ist glücklicherweise heute nicht mehr "normal".
Naja, das unsägliche Buch "Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind" von Johanna Haarer bzw später "Jedes Kind kann schlafen lernen", quasi der Nachfolger, war damals ja auch noch der Weisheit letzter Schluß.
Ich finde das auch sehr traurig, dass die Großfamilie so ausgeschlossen wird. Kenne das zum Glück nicht so, meine Schwiegertochter hat sich sogar beschwert, warum wir nicht stande pede am selben Tag, als sie nachts das Baby bekam, in der Klinik aufgetaucht seien. Dabei lag sie (das war so geplant) nur eine Nacht in der Klinik und wir dachten, sie hat nachts entbunden, jetzt braucht sie erstmal Ruhe.
Selbst meine Tochter wollte nach einer 2tägigen Geburt mit abschließenden Kaiserschnitt mich am nächsten Tag sehen. Ich habe das vollkommen ihr und ihrem Partner überlassen, hätte jedes Verständnis gehabt, wenn sie einfach ihre Ruhe gebraucht hätte. Die Schwiegermutter durfte dann am nächsten Tag kommen, das finde ich aber auch normal, zu mir hat sie halt doch das intimere Verhältinis.
Jeder Jeck ist anders, aber ich denke nicht, dass es einem Kind bisher geschadet hat, von der Familie willkommen geheißen zu werden. Ich habe das auch noch bei keiner meiner Freundinnen erlebt, da sind wir auch immer nach wenigen Tagen erschienen.
Die jungen Menschen verhalten sich vielfach originell und werfen im Gegenzug der Boomer-Generation wahlweise toxisches oder übergriffiges Verhalten vor, wobei die Begrifflichkeiten m.E. inflationär gebraucht werden. Nicht selten erfolgt aufgrund des vorgeworfenen Verhaltens auch ein Kontaktabbruch. In den sozialen Medien wird dies gelobt und als Befreiungsschlag gefeiert. In meinen Augen eine übertriebene und besorgniserregende Individualisierung.
Zitat von Genny im Beitrag #587 Und auch deutlich machen, wenn er eine involvierte Oma ( Betreuung? Liebe? Selbstgestricktes? etc) haben möchte, dann bitte von Anfang an.
von mir markiert
Liebe als Gegenstand eines Deals. Das kann gar nicht funktionieren.
Das Selbstgestrickte ist zweifelsohne nett, aber damit kann man niemanden quasi ködern (so liest es sich für mich) auf der Beziehungsebene.
Zitat von schafwolle im Beitrag #612Liebe als Gegenstand eines Deals. Das kann gar nicht funktionieren.
Eine Oma, die nur liebt, wenn man spurt, hätte ich dem Kind auf jeden Fall erspart.
Ich kann vieles, was die jungen Leute heute tun auch nicht so recht nachvollziehen, aber was Abgrenzung von den Eltern angeht, hätte mir eine Portion dieses Verhaltens sehr, sehr gut getan und ich kann das Motzen darüber nicht teilen. Ich finde es gut, nicht jeden Mist der Altvorderen mitmachen zu müssen, nur weil die mir subtil unter die Nase reiben, sie hätten ja so viel für mich getan.
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken
Zitat von Genny im Beitrag #587 Und auch deutlich machen, wenn er eine involvierte Oma ( Betreuung? Liebe? Selbstgestricktes? etc) haben möchte, dann bitte von Anfang an.
Liebe als Gegenstand eines Deals.
Natürlich kann man Liebe nicht erkaufen. Aber es geht ja nicht darum, dass die Schwiegermutter erwartet, plötzlich geliebt zu werden, nur weil sie das Baby bestrickt. Es geht um den Kontakt! Und dabei ist ein Deal sehr wohl möglich.
Zitat von Genny im Beitrag #587 Und ihn mal kurz drauf aufmerksam machen, was ich alles für ihn getan haben.
Echt jetzt ...?
Echt jetzt. Irgendwann dürfen Mütter auch mal was einfordern. Meine Kinder wissen ganz genau, wenn ich sage, jetzt gilt es, ich brauche euch bzw. das wäre mir wichtig, dass... dann klingelt was bei ihnen. Und das ist richtig so, in meinen Augen. Ich seh Mütter nicht als die Immer-Nur-Gebenden in der Beziehung - und so manches mal haben Kinder die Bedürfnisse der Mütter halt aus Gründen, dass dies NIE bisher eintrat, auf dem Radar. Klartext ist dann angesagt.
Zumindest in unserer Beziehung.
Aber meine Alarmglocke hat dick Spinnweben. Dafür bin ich dankbar, sehr sogar. Bisher war es eigentlich nur eine Einwegstrasse.
Wobei die Freunde meiner Kinder aber auch eher neidisch sind, dass wir immer einspringen, wenn Not am Mann ist. Schulterzuck. Diese Art Eltern-Kinder Beziehung scheint aber eher Ausnahme als Regel zu sein. Aber ja, ich würd was sagen.
Wobei ich mit Babys eher nicht soviel anfangen kann. Bin eher Spielplatz- und Planschoma. Ich wurde kurz nach Geburt ins immerhin 90 km entfernte KH zitiert... liebevoll zitiert natürlich. Und hatte schwupp di wupp das Baby im Arm. Ähem. Ich ging davon aus, dass sie es behalten. Im Zeichen von Handybildern ist man ja mit dabei, oder?
Edit: Ihr habt eine ganz andere Beziehung zu euren Kindern, scheint mir. Sowas wie eine ehrlichen Umgang kennt ihr wohl nicht? Meine Kinder sagen mir, wenn ich übergriffig werden und umgekehrt geht es genauso. Wobei letzteres noch nie passierte, da ich eigentlich eher schubse, dass sie selber groß sind. So hab ich sie erzogen. Aber nur willkommen zu sein bei meinen Kindern auf explizite Einladung? Und vice versa? Gibt es bei uns nicht...
Tschüss, ich geh dann mal Betten beziehen für die Kinderfamilie, die mal wieder mit halbstündiger Anmeldung für 3 Tage zu Besuch kommt. Freiwillig, ohne Anlaß. " bei euch scheint die Sonne.... und ich möchte mal wieder Spätzle, selbstgemachte..." Soviel zum Thema " eingeforderte Liebe "...
Wir sind füreinander da - in guten wie in schlechten Zeiten. Bei uns funktioniert es. Auch dank ehrlicher Kommunikation. Dürft ihr alle so halten , wie es für euch richtig erscheint.
Zitat von Skala_Rachoni im Beitrag #597Luci, sehr sehr schade für deine Freundin. Und ich verstehe sie sehr gut. Aber auch ich würde da erstmal nix sagen in Richtung Vorwurf, sondern maximal andeuten, dass ich sehr gerne vor Weihnachten mal mit einem selbstgemachten Essen vorbeikäme.
Äh… nein. Ich würde mich sicher nicht schweigend in die Ecke setzen und es so laufen lassen, wie die junge Elternschaft befiehlt. Und dieses aus meiner Sicht üble Missbenehmen auch noch goutieren!
Ich würde mein Kind fragen, ob ich erst neuerdings die Pest habe, oder ob ich schon immer eine Person war, mit der es nicht so gern Kontakt hatte - oder ob und welche interessante Idee hinter dem Besuchsverbot bis Weihnachten steckt.
Sollte die Antwort sein, ich sei eine Person, die im engeren Kontakt unangenehm ist, würde ich den Kontakt von mir aus nicht mehr suchen. Ich wäre sehr traurig. Aber ich kämpfe nicht um Liebe. Denn dieser Kampf ist nicht zu gewinnen.
Kommt eine bekloppte These zum Vorschein, würde ich es erst mal mit sachbezogenen Studienergebnissen als Gegenargument versuchen.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Dann kann man doch sicher sagen, dass DU so eine Situation niemals erleben würdest, oder?
Aber jede Beziehung ist anders und auch ich käme niemals auf die Idee, "Baby-Anschauen" einfordern zu wollen!
Wenn man nicht kommen soll, hat das Gründe. Und man kann natürlich freundlich nachfragen "warum?"- sollte sich dann aber auch auf eine Antwort einstellen, die man nicht versteht ;-) und es muss dann dennoch ok sein.
Ich muss sagen, ich kann dieses Gezerr um ein Baby schwer nachvollziehen.
Als Oma bin ich primär einfach nur blutsverwandt. Hat man ein gutes Verhältnis- wohlgemerkt zu ALLEN, denn es wird ja gerne übersehen, dass ein(e) Fremde(r) auch ein Teil des Babys ist- dann ist Besuch oft doch gar kein Thema. Auch kommt es doch drauf an, wie man sich dann gebärdet? Reißt man das Baby der Mutter aus dem Arm, gibt ungefragt Ratschläge und mischt sich in alles ein - muss man sich doch nicht wundern! Und wie ist man denn bis zu diesem Baby mit den werdenden Eltern - und vorher - umgegangen? Mti der Schwiegertochter- Schwiegersohn? Wird sowas immer ausgeblendet- weil Baby-Manie?
Mal ganz unabhängig von der heutigen Zeit, die durchaus seltsame Auswüchse bringt- gab es diesen Konflikt mit geborenem Baby schon sehr lange (immer) und diese Forderungen der Omas, fand ich schon immer furchtbar. Das alleine ist doch schon Abschreckung genug für die Zukunft!
Übrigens- @Nora Wieso wird es als Befehl empfunden, wenn ein Wunsch geäußert wird? Und muss ich so einen Wunsch nach bis zum Familienkrach durchfechten oder kann sowas auch einfach nur hingenommen werden?
Was hier teilweise geschildert wird, empfinde ich als toxische Familienbeziehungen. Bitte, wo sonst kann man so ehrlich umgehen mit Menschen wie in der Familie? Da kann man offen sagen, was nicht passt. Auch Unangenehmes. My 2 cents. Es gibt nichts Schlimmeres als unausgesprochene Grummelei. Sowas gärt auf ewig.
Zitat von mytholon im Beitrag #611Die jungen Menschen verhalten sich vielfach originell und werfen im Gegenzug der Boomer-Generation wahlweise toxisches oder übergriffiges Verhalten vor, wobei die Begrifflichkeiten m.E. inflationär gebraucht werden. Nicht selten erfolgt aufgrund des vorgeworfenen Verhaltens auch ein Kontaktabbruch. In den sozialen Medien wird dies gelobt und als Befreiungsschlag gefeiert. In meinen Augen eine übertriebene und besorgniserregende Individualisierung.
Der Begriff narzisstisch wird ebenfalls inflationär verwendet. Man muss als Boomer-Elternteil seine Worte heutzutage weise wählen, um nicht so ein Mode-Etikett übergestülpt zu bekommen; entsprechende Posts und Podcasts befeuern diese neue Denke noch.
Passiert zudem eher Eltern mit Schwiegertöchtern; hat man Töchter und Schwiegersöhne, bleibt das Verhältnis oftmals gut.
Zitat von Nora im Beitrag #617Sollte die Antwort sein, ich sei eine Person, die im engeren Kontakt unangenehm ist, würde ich den Kontakt von mir aus nicht mehr suchen. Ich wäre sehr traurig. Aber ich kämpfe nicht um Liebe. Denn dieser Kampf ist nicht zu gewinnen.
Und wenn die Antwort ist Noraoma, wir haben dich sehr lieb, aber brauchen momentan einfach Ruhe und Zeit für uns? Könntest du das dann akzeptieren? Wenn man beispielsweise mit Wochenbettdepressionen zu tun hat oder einfach mal seine Blase genießen will, ganz ohne Pflichten, Termine und Erwartungen, das ist einmalig und geht eh nur beim ersten Kind. Wäre das für dich ein Grund, dich komplett zurückziehen, bis...? Bis was eigentlich, wie lange willst du im Schmollwinkel bleiben? Disclaimer: ich fände es auch toller, das Baby mit ganz viel Herzlichkeit und Schwung in der Familie aufzunehmen, würde aber versuchen, Verständnis aufzubringen.
Hmm...ich hab ja mehrere Kinder, kann mich an so ein Bedürfnis nach Ruhe und Zeit aber nicht erinnern. Im Gegenteil...wie froh war ich, dass ich mein Kleines selbstverständlich bei meinen Familienangehörigen lassen konnte, um nach der Entlassung aus dem Krankenhaus zum Friseur zu gehen oder die Weihnachtsfeier mit meinen Kollegen zu besuchen.
Zitat von Genny im Beitrag #615Irgendwann dürfen Mütter auch mal was einfordern.
Mit welchem Recht? Weil sie Mütter sind?
Natürlich ist das alles Geben und Nehmen. Mit den eigenen Kindern, Eltern wie mit Freunden, Nachbarn. Und jemand der viel und gerne gibt dem wird meist auch umgekehrt gegeben. Aber nur, weil man den Status "Mutter" hat, etwas einfordern können? Nein.
Zitat von Genny im Beitrag #615Sowas wie eine ehrlichen Umgang kennt ihr wohl nicht?
Doch, natürlich. Ich verstehe allerdings den Zusammenhang zu Deiner "Mutter darf fordern"-Aussage nicht.
Zitat von Nora im Beitrag #617Und dieses aus meiner Sicht üble Missbenehmen auch noch goutieren!
Aus Deiner Sicht. Genau. Die ist aber nicht allgemeingültig. Warum sollte es ein Missbenehmen sein, erst einmal seine Ruhe haben zu wollen? Mal ganz davon abgesehen, dass wir gar nicht wissen, ob es nicht irgendeine total harmlose Erklärung für das Warten bis Weihnachten gibt. Warum sollten andere der Kernfamilie vorschreiben, wie sie ins Leben starten?
Ich habe das Gefühl, hier können ganz viele nicht abgeben. Nicht akzeptieren, dass es für ihre Kinder plötzlich Menschen gibt, die wichtiger als Mama sind. Das ist der Start einer neuen Familie. Einer Familienbindung, die für das Kind (und den Enkel) nun enger ist als die zur (Groß)Mutter. Da sollten sie so reinfinden können, wie die das wollen. Wie sind doch nicht bei Königs, wo der Thronfolger der Öffentlichkeit präsentiert werden muss.
Zitat von Nora im Beitrag #617Sollte die Antwort sein, ich sei eine Person, die im engeren Kontakt unangenehm ist, würde ich den Kontakt von mir aus nicht mehr suchen.
Nö, ich auch nicht. Aber auch Menschen, mit denen man gerne Kontakt hat, muss man doch nicht bei jedem Meilenstein um sich haben?
Manche finden es wichtig, einen neuen Erdenbürger schnell zu begrüßen, andere eben nicht. Warum kann man das nicht akzeptieren?
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken