Zitat von Kleinfeld im Beitrag #49Also ich finde ja auch die Mutter sehr seltsam. Die sitzt den ganzen Tag in der Wohnung der Tochter und darf nichts machen außer gut aussehen? Sorry, da würde ich nach Hause gehen. Helfen wäre für mich kein Thema, würde ich gerne tun, aber dumm rumsitzen nicht. Warum macht man das? Ist besagte junge Mutter so sensibel, dass da alle auf Eierschalen gehen, nur um nicht fragen zu müssen, das man denn außer rumsitzen nichts machen darf?
Guckst du:
Zitat von Skala_Rachoni im Beitrag #38 Der Papa ist ja zuhause und kümmert sich 24/7 um seine Tochter, die Mutter darf nur stillen. Mehr als 1h ist er nie ausser Haus, nur mal kurz einkaufen oder so. Und ja, die Oma sitzt halt nur daneben. Weil die Mama mit dem Baby nicht alleine bleiben soll. Weiß der Geier was er glaubt, was dann passieren könnte.
Es ist eine überschaubare Zeit, die die Mutter dort ist, nicht den ganzen Tag.
Ich würde auch sagen, es ist ein Extrem und sicherlich hat das nichts mit "heutzutage machen das alle so" zu tun. Aber auch vor 13 Jahren gab es durchaus schon die (berechtigte) Empfehlung, dass man offen kommunizieren soll, wenn man anfangs keinen Besuch wünscht. Bei mir war das nicht so, ich war nach beiden Geburten topfit und konnte es kaum erwarten, die Neuankömmlinge der Familie vorzustellen. Meine Tochter hab ich jedem direkt in den Arm gelegt, meinen Sohn nicht ganz so, weil er nicht so entpannt war - das hat meine Familie aber gut verstanden
Und ich bin mir dessen bewusst, dass ich viel Glück hatte in der Hinsicht. Sowohl im Freundeskreis als auch im Kontakt mit meinen Teilnehmern erlebe und höre ich immer wieder auch ganz andere Geschichten von der ersten Zeit mit Baby, das können schlimme Geburten sein, das kann auch was anderes sein. Wenn es mir hundeelend gegangen wäre, egal in welcher Hinsicht, wäre ich auch Typ "einigeln". Und das Wochenbett heißt zurecht so, auch wenn man fit ist, darf man sich mit dem Baby viel und ausgiebig dahin zurückziehen. Vielleicht fließen viele Tränen, vielleicht ist Stillen grad noch ein Fulltime-Job, vielleicht fehlt einfach die Energie für alles. Das alles wäre nicht ungewöhnlich und das darf so sein. Das Baby ist ja noch nicht mal zwei Wochen alt.
Ich verstehe die Enttäuschung, zumindest der Großeltern schon - wieso die Oma neben dem Bett sitzt, kapiere ich auch nicht, aber damit hätte man mich im Wochenbett ganz sicher auf 180 gehabt. Meine Neffen und Nichten habe ich mit einer Ausnahme alle frühestens nach einer Woche kennengelernt und fand das ok. Auch wenn es extrem und überzogen klingt, ich würde in meiner Familie davon ausgehen, dass dann grad noch viel unrund läuft und eher praktische Hilfe anbieten, einen Kuchen vorbeibringen (und nicht den Wunsch, doch mal schnell zu linsen damit verbinden) o.ä. und geduldig warten.
Zitat von Zuza im Beitrag #51Es ist eine überschaubare Zeit, die die Mutter dort ist, nicht den ganzen Tag.
Das macht für mich keinen Unterschied. Mir erschließt sich der Sinn des Daseins der Oma nicht. Ich bestelle mir doch auch keinen Poolreiniger der nur 2 Stunden rumsitzt, wenn ich keinen Pool habe....
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Na, so hat Skala es im EP geschildert. Meine Mama, mit der ich ein sehr gutes Verhältnis habe, hat glücklicherweise gar keine Forderungen gestellt und wollte auch nicht in unserem Haushalt mitmischen. Ich weiß, dass das gut gemeint ist, aber das würde mich hochgradig stressen und schließlich ist der Papa doch daheim und fit?
Kleinfeld, wenn ich mich eher mies/angestrengt fühle, mag ich tatsächlich die ruhige Anwesenheit nahestehenden Menschen. Mein Dad hat nach meiner damals schweren OP im Sessel gepennt, ich fand das extrem schön und beruhigend. Ist aber vermutlich Typsache.
Die Hebamme meiner Tochter hat liegenbleiben empfohlen. Meine Mutter war selbst eine und hat immer gesagt:Nicht so viel Besuch im Krankenhaus und auch zuhause erst einmal für sich schauen. Der Besuch kann ja noch ein ganzes Leben kommen. Und das Wochenbett als Regeneration verstehen, nicht gleich den Haushalt umkrempeln usw. Skal, das Baby ist ja erst eine Woche alt!
Dass man nur liegen soll und nichts machen, nach einer normalen Geburt - hab ich noch nie gehört, erlebt oder erzählt bekommen. Ich würde es auch unter "Zeit-Trend" ablegen.
Und ich sehe es wie Nora- die Mutter dürfte jeden Tag müder und schlapper werden, wenn sie nur noch liegt. Mobilisieren wäre wirklich gesünder- hoffen wir mal, sie meint das Wort nicht wirklcih wortwörtlich "Wochen- Bett"- weil dann hat sie ja noch einige Zeit so liegend vor sich!
Dass die eigene Mutter das Baby noch nicht mal anfassen darf- oder auf den Arm nehmen- finde ich jetzt schon etwas seltsam. Oma kann Mundschutz anlegen, Hände desinfizieren- würde man das nicht automatisch machen?? Ich kann die Enttäuschung jedenfalls verstehen und gut ist doch, dass nur hier darüber geredet wird- die jungen Eltenr werden sich dabei was denken und wie ich schon schrieb- bei Kind 2- so eines kommt- dürfte der Ablauf dann anders aussehen ;-)
Haben sie denn keine weiteren Erklärungen abgegeben?
Zitat von Zuza im Beitrag #51Es ist eine überschaubare Zeit, die die Mutter dort ist, nicht den ganzen Tag.
Das macht für mich keinen Unterschied. Mir erschließt sich der Sinn des Daseins der Oma nicht. Ich bestelle mir doch auch keinen Poolreiniger der nur 2 Stunden rumsitzt, wenn ich keinen Pool habe....
Vielleicht gibt es ihr und ihm einfach ein bisschen Sicherheit, wenn jemand da ist. Man weiß nicht, mit welchen Gedanken und Ängsten sich manche Menschen tragen. Eine Geburt kann ein heftiger Einschnitt sein, man denkt vorher, alles ist easy und dann wird mit einem Körper konfrontiert, der vielleicht noch schmerzt, mit einer wackeligen Psyche wg. der Hormonumstellung und/oder mit einem kleinen Lebewesen, das dann wirklich und wahrhaftig da ist und ganz real geworden ist und bei dem Angst hat, dass Ärmchen oder Beinchen abbrechen könnten (bitte nicht wörtlich nehmen), wenn man es mal falsch anpackt oder oder oder. Die Zeit nach der Entbindung kann gerade beim ersten Kind schon sehr speziell und fordernd sein. Es sind halt nicht alle schnell im Thema und machen instinktiv das richtige.
Dann war es bei uns auch schon so in den 80igern,als ich entbunden hab. Und als meine Mutter mich entband. Ist für mich nichts Neues. Ganz und gar gelegen habe ich nicht, aber fast. Ich war - damals üblich-nach der Entbindung fast eine Woche im Krankenhaus. Getan hab ich da nichts.
Zitat von Zuza im Beitrag #59Vielleicht gibt es ihr und ihm einfach ein bisschen Sicherheit, wenn jemand da ist. Man weiß nicht, mit welchen Gedanken und Ängsten sich manche Menschen tragen.
Gar kein Thema, das gibt es ja. Aber Baby nicht anfassen oder wickeln dürfen finde ich einfach schräg.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Zitat von Zuza im Beitrag #59Vielleicht gibt es ihr und ihm einfach ein bisschen Sicherheit, wenn jemand da ist. Man weiß nicht, mit welchen Gedanken und Ängsten sich manche Menschen tragen.
Gar kein Thema, das gibt es ja. Aber Baby nicht anfassen oder wickeln dürfen finde ich einfach schräg.
Ja, schon. Vielleicht hat sie Angst, dass das Baby sich infizieren könnte. Oder sie will nicht das Gefühl haben, dass man ihr IHREN Job abnimmt, weil sie halt verantwortlich für ihr Baby ist. Man weiß nicht, was sie da umtreibt. Fragen und reden könnten da helfen. Ist ja meistens so.
Zitat von Immernagellack im Beitrag #60Dann war es bei uns auch schon so in den 80igern,als ich entbunden hab. Und als meine Mutter mich entband. Ist für mich nichts Neues. Ganz und gar gelegen habe ich nicht, aber fast. Ich war - damals üblich-nach der Entbindung fast eine Woche im Krankenhaus. Getan hab ich da nichts.
Es geht nicht ums „tun“ - sondern ums „nicht immobil rumliegen“. Das tut jetzt nicht wirklich was für den Organismus. Sie soll auch keinen Marathon laufen - Aber eben ganz normal aufstehen, sich zum Essen an den Tisch setzen etc.
In „meinem“ Krankenhaus verfiel das Team übrigens schon in Panik, weil meine PDA extrem lange wirkte, und ich 12 Stunden nach der Geburt immer noch nicht aufstehen konnte! Ok, Kaiserschnitt, nochmal andere Regeln - aber auch normal-Gebärende sollten sich bewegen - mit dem Baby zu den U‘s gehen, ins Stillzimmer wandern, zum Frühstücksbuffet watscheln…
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
@Skala_Rachoni Darf ich nochmal fragen, ob es denn seitens Deiner Schwester eine Erklärung (der Mutter gegenüber) gibt? Also, dass sie das Baby nicht anfassen und wickeln darf?
Ich denke auch nicht, dass Deine Mutter dorthin *zitiert* wird, einfach so. Da wird es schon ein Einvernehmen geben.
Deine Schwester wird wahrscheinlich auch nicht jedes Mal die ganzen 45 Minuten lang geschlafen haben, oder? Vermutlich haben sich Mutter und Tochter einfach unterhalten?
Man durfte ein wenig herumlaufen auf der Entbindungsstation, aber da wurde aufgepasst vom Personal. Also ab ins Bett. Und wir wissen ja nicht, ob sie sich an den Tisch setzt zum Essen. Die Mutter ist dreimal für eine knappe Stunde da gewesen.
Ich muss glaub etwas ausholen. Die beiden (und ich auch) waren auf einer Waldorfschule, und zumindest der Vater hat das schon gut verinnerlicht. Er kommt auch aus einem Haushalt mit einer quasi funktionsunfähigen Mutter, der Vater kümmerte sich immer um die Kinder. Als er mit 60 plötzlich verstarb, war sie nichtmal in der Lage, die Waschmaschine zu bedienen. Heisst, der junge Vater kennt es nicht anders, als dass der Mann sich um alles (!) kümmert. Und meine Schwester ist eher der bequeme Typ. Zwar durchaus fähig, aber sehr bequem. Er reißt also alles an sich, und sie lässt ihn machen.
Jetzt halt auch mit dem Baby. Er hat entschieden dass sie stillt, sie hätte auch gefläschelt. Er hat entschieden dass mit Stoff gewickelt wird (hab ich auch gemacht, aber weil unsere keine Wegwerfwindeln vertragen hat), und dass sie das WochenBETT einhält. Er bringt ihr das Essen ans Bett, sie steht tatsächlich nur zur Toilette auf. Geduscht hat sie auch noch nicht, das findet er noch zu gefährlich wegen dem Kreislauf. Und ihr dabei helfen geht nicht, weil er muss ja aufs Baby gucken.
Kurzum: meine Schwester lässt sich total unterbuttern von ihm. Ich mag ihn, er ist eigentlich ein wirklich lieber Kerl. Aber uneigentlich ist er schon etwas neurotisch, hat diverse Tics, und die eine oder andere Anthro-Einstellung, bei der ich nur insgeheim denke OMG.
Zitat von Skala_Rachoni im Beitrag #69Kurzum: meine Schwester lässt sich total unterbuttern von ihm..
Nein. Sie ist froh, es nicht selbst entscheiden zu müssen. Gut, solche Menschen gibt es.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Zitat von kenzia im Beitrag #70Naja, DANN ist das Kind ja nur der Gipfel vom Eisberg
Jupp. Das sollte dann keine Überraschung für den Rest der Familie gewesen sein.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Zitat von schafwolle im Beitrag #67@Skala_Rachoni Darf ich nochmal fragen, ob es denn seitens Deiner Schwester eine Erklärung (der Mutter gegenüber) gibt? Also, dass sie das Baby nicht anfassen und wickeln darf?
Ich denke auch nicht, dass Deine Mutter dorthin *zitiert* wird, einfach so. Da wird es schon ein Einvernehmen geben.
Deine Schwester wird wahrscheinlich auch nicht jedes Mal die ganzen 45 Minuten lang geschlafen haben, oder? Vermutlich haben sich Mutter und Tochter einfach unterhalten?
Klar kommt Muttern gern dahin, sie freut sich ja, dass sie die Kleine wenigstens sehen darf. Tatsächlich schläft meine Schwester sehr viel, Gespräche gibt es kaum. Als Erklärung warum sie nur bei den Eltern sein soll: sie wollen diese 3 Wochen komplett nachholen, ist so ein Anthro-Ding.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.