Ich ja auch. Im Nachhinein ist sein Verhalten in der Schwangerschaft schon so gewesen, ich schrieb ja oben, dass er da schon ständig am Bauch klebte - entweder Hand drauf, oder den Bauch umarmend Kopf drauf.
OT ich lach mich grad über die Seniorinkatze weg, die sich die Fleischbrocken mit der Pfote rausangelt und sich nicht entscheiden kann, welches der drei letzten sie zuerst nimmt 😂
darf ich Euch bitten, beim Strangthema zu bleiben und persönliche Auseinandersetzungen und das, was anscheinend Thema von PNs ist, zu denen daran zu erinnern ist, dass das P für „privat“ steht, aussen vor zu lassen?
Vielen Dank!
fritzi, Moderation
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Zitat von Monkele im Beitrag #420@kenzia, danke für deine Postings, die ich als differenziert und wohltuend empfinde, zwischen all dem Gehacke, was hier im Forum mittlerweile öfters stattfindet, sobald jemand mal etwas Persönliches von sich erzählt und wo ich den Eindruck habe, dass das deswegen immer weniger geschieht.
Dem schließe ich mich an. Kenzia, ich lese sehr gern Beiträge von Dir, vieles von dem, was Du schreibst, regt mich zum Nachdenken an. Danke Dir.
Ich danke Kenzia auch sehr, und schließe mich obigem an.
Meine Mutter ließ heute morgen zum ersten Mal raus, dass sie da eigentlich gar nimmer hinfahren will. Und wie sehr sie dieser "Eiertanz" ankotzt. Sie beschränkt sich jetzt auf Besuche, wenn er nicht da ist.
Zitat von Skala_Rachoni im Beitrag #429 Meine Mutter ließ heute morgen zum ersten Mal raus, dass sie da eigentlich gar nimmer hinfahren will. Und wie sehr sie dieser "Eiertanz" ankotzt. Sie beschränkt sich jetzt auf Besuche, wenn er nicht da ist.
Ich denke, dieses "Auskotzen" tut dann auch euch beiden gut- insofern ist das auch gut ,plus - ganz offenbar wünscht sich deine Mutter auch einiges anders.
Und- man kann auch "ohne Worte" was sagen, wenn sich die Besuche immer weiter reduzieren. Das könnte vielleicht sogar deinem Schwager gefallen- deine Schwester wird dann aber vielleicht doch zum Nachdenken kommen und dann evtl neue Wege andenken.
Danke Kenzia, ich hoffe sehr. Es ist einfach schade, dass wir als nächste Verwandte so gar keine Bindung zu ihr aufbauen dürfen.
In den Kindergarten kommt sie erst mit drei. Begründung ist, dass es in der KiTa U3 einfach zu laut ist.... Die Frage nach einer Krabbelgruppe erübrigt sich dann wohl auch. Den Rückbildungskurs mit Kind soll sie nicht machen, sondern den ohne Kind - er richtet es sich ein, dass er dann da ist.
So langsam wird mir echt ganz anders. Will er seine Tochter komplett von der Welt abschotten?
Zitat von Skala_Rachoni im Beitrag #431 In den Kindergarten kommt sie erst mit drei. Begründung ist, dass es in der KiTa U3 einfach zu laut ist
Soo widersinnig, denn gerade Neugeborene sind ja oft wie ausgeschaltet, wenn sie mal schlafen und sie DANN in dieser Zeit an übliche Zimmerlautstärke zu gewöhnen, ist das Einfachste überhaupt. Und dann kann ein Kind auch bei ganz normalen Gesprächen und Geräuschen tief und fest schlafen.
Aber klar- so zieht man sich wirklich ein Kind heran, welches möglicherweise übersensibel wird und dann logischerweise empfindlich. Was Herrn Papa wieder bestätigen wird, wie zart udn beschützenswert doch sein Kind ist
Hier ist immerhin klar ob Huhn oder Ei- es ist ER
Das mit dem Rückbildungskurs finde ich ehrlich gesagt, gar nicht so falsch. So kann sich deine Schwester wirklich auf den Kurs konzentrieren und muss nicht ständig nach dem Kind sehen (wenn man das Stillen mal beiseite lässt). Dass die Kinder dabei sind, ist ja eher dem Umstand geschuldet, dass die Männer arbeiten gehen und keiner beim Kind sein kann.
Also für deine Schwester ist das gut- allerdings seine Motivationen ja andere.
Blöd ist, dass man Gefühle dem Kind 1:1 übergibt und die ständige Sorge und Angst, wird damit ununterbrochen auf das Kind übertragen. Sie muss schon ein gutes Naturell mitbringen, wenn sie das wegstecken sollte und nicht am Ende ein neurotisches Wesen hat, was die Welt nur bedrohlich empfindet. Das vermittelt ja der Vater - alles ist gefährlich und nur ER ist heilbringend.
Was ist denn mit seinen Eltern? Hat der keine Geschwister?
Der Vater ist tot und war ein ähnliches Naturell, die Mutter wurde da ebenfalls untergebuttert. Nach dem Tod ihres Mannes konnte sie nichtmal die Waschmaschine bedienen. Allerdings hat dieser Vater seine Jungs nicht abgeschottet. Er hat noch einen älteren Bruder, der ist, vorsichtig ausgedrückt, alleine nicht lebensfähig. Ein wirklich lieber, freundlicher Mann, der sich im Gespräch aber als sehr weltfremd und alltagsuntauglich entpuppt. Mütterlicherseits gibt es gesamt noch 3 Cousins bzw Cousinen (alle mit Kleinkindern), die auch alle nur mit dem Kopf schütteln. Mit ihm reden kann niemand, wie oben beschrieben - er weiß alles, was es zu wissen gibt, und sonst hat niemand eine Ahnung. Ich fühl mich halt hilflos, das was du beschreibst, sehe ich auch so kommen.
Den Rückbildungskurs würde ich auch lieber allein machen; das Problem ist halt, dass er bestimmt, was sie machen soll.
Alles andere: Sehr, sehr merkwürdig.
Mir hat mal jemand berichtet, dass es Kinder evtl. sogar ängstigt, wenn es um sie herum total still ist, weil sie sich dann verlassen fühlen. Und ich kenne persönlich drei, die am besten schliefen, wenn gestaubsaugt wurde.
Schon im eigenen Interesse würde ich versuchen, dass normale Alltagsgeräusche kein Problem darstellen.
Es kommt auf das Kind an, manche haben anfangs so einen leichten Schlaf, dass sie wirklich ständig wieder hochschrecken. Aber das Problem ist hier ja eher, dass die Eltern das gar nicht mal ausprobieren, sondern gleich davon ausgehen, dass das Baby Stille braucht.
Seit Jahrzehnten beobachten alle, wie die Gesellschaft immer mehr Risse bekommt, und keiner kittet sie. Da darf man sich nicht wundern, wenn sie schließlich zerbricht. (Views, Marc-Uwe Kling)
Kannst du deine Schwester in Alltagssituationen alleine treffen?
Nein, leider nie. Wir wohnen ca 45 Minuten voneinander entfernt, je nach Tageszeit und Berufsverkehr in der Stadt dazwischen auch mal 1,5h. Ein zufälliges Zusammentreffen gibt es nie. Ich fürchte auch, wenn ich versuche mit ihr zu reden macht sie die Schotten dicht und dann ist rum.... Wer lässt sich als Jungmutter schon gern sagen, dass man was falsch macht?
Zitat von Skala_Rachoni im Beitrag #437 Ich fürchte auch, wenn ich versuche mit ihr zu reden macht sie die Schotten dicht und dann ist rum.... Wer lässt sich als Jungmutter schon gern sagen, dass man was falsch macht?
Macht sie das denn, was falsch ? Doch wohl nur deiner Meinung nach. Ich habe immer gedacht, das Eltern ihr Kind/Baby so gross ziehen dürfen , wie sie das für richtig halten. Es hat sich da eigentlich auch niemand sonst einzumischen.
Zitat von Skala_Rachoni im Beitrag #437 Ich fürchte auch, wenn ich versuche mit ihr zu reden macht sie die Schotten dicht und dann ist rum.... Wer lässt sich als Jungmutter schon gern sagen, dass man was falsch macht?
Macht sie das denn, was falsch ? Doch wohl nur deiner Meinung nach. Ich habe immer gedacht, das Eltern ihr Kind/Baby so gross ziehen dürfen , wie sie das für richtig halten. Es hat sich da eigentlich auch niemand sonst einzumischen.
Vielleicht ist hier "falsch" ein unglücklicher Ausdruck - wobei es auch egal ist, es ist schon so, dass es "gefährlich" ist, einer jungen Mutter was zu sagen........dünnes Eis sozusagen. Aber Skala- sagtest du nicht, dass deine Schwester dich immer wieder was fragt? Wie sehen denn deren Fragen dann aus?
Auch hier könnte man doch subtil in eine Richtung arbeiten- ohne auch nur ein Wort laut zu sagen.
Nein, falsch ist hier tatsächlich unglücklich gewählt. Ich/wir haben Bedenken, dass das Kind einfach zu sehr abgeschottet wird, vor allem, und dadurch u.a. auch keine natürliche Resilienz zu entwickeln lernt.
Sie ruft mich an und fragt, ja, aber das sind konkrete Fragen zum Stillen (sie weiß ja, dass ich ü3 Jahre gestillt habe und mich damit intensiv beschäftigt hatte), zum Wickeln, Methoden zum Beruhigen wenn es schreit und all sowas. Natürlich versuche ich da auch subtil in die Richtung zu weisen, aber sie kann dies genauso subtil auch ignorieren.
Edit wegen Ergänzung: Ich gab ihr zb den Tipp mit dem Gymnastikball zum drauf schaukeln/sanft hüpfen. Daraufhin wünschte sie sich zu Weihnachten von uns für die Kleine einen Hüpfball, den sie dann jetzt eben zum Beruhigen nehmen kann und die Kleine später zum Hüpfen. Mein Einwand, dass der für sie evtl zu niedrig ist war egal.... sie freute sich über den Ball.
Aber das Baby ist gerade mal 8 oder 9 Wochen alt! Ich sehe ja schon das etwas extreme Verhalten des Schwagers. Aber ganz aktuell, in diesem Alter wird das Kind sicher keinen Schaden durch Abschottung erleiden. Und irgendwann wird Deine Schwester ja auch wieder rausgehen wollen und Dein Schwager wieder arbeiten. Dann, wenn das Kind Reize von außen wirklich braucht, wird Sommer sein - da werden sie ja nun nicht nur in der Wohnung sitzen.
Zitat von Skala_Rachoni im Beitrag #440 Natürlich versuche ich da auch subtil in die Richtung zu weisen, aber sie kann dies genauso subtil auch ignorieren.
wahre Worte
Wichtig finde ich, dass ihr in Kontakt SEID und wenn deine Mutter sich nun auch zurückziehen sollte, wird dich deine Schwester dazu vielleicht ansprechen.
Hast du mal den Schwager gefragt, wie seine Pläne aussehen zum Thema, langsames Heranführen an Reize. Wäre interessant zu hören ob er sich dazu was überlegt hat.
Zitat von Stina im Beitrag #441Aber das Baby ist gerade mal 8 oder 9 Wochen alt! Ich sehe ja schon das etwas extreme Verhalten des Schwagers. Aber ganz aktuell, in diesem Alter wird das Kind sicher keinen Schaden durch Abschottung erleiden. Und irgendwann wird Deine Schwester ja auch wieder rausgehen wollen und Dein Schwager wieder arbeiten. Dann, wenn das Kind Reize von außen wirklich braucht, wird Sommer sein - da werden sie ja nun nicht nur in der Wohnung sitzen.
Ich hoffe da auf meine Schwester. Er erzählte ja schon, wie toll der Sommer im Garten wird, und der Vermieter hat ja eine parkähnliche Anlage (Unternehmervilla mit Riesengrund) und ihnen angeboten, da auch Sandkasten und so..... seufz Bissl Input von aussen wäre doch schön.
Zitat von Cerulean im Beitrag #443Hast du mal den Schwager gefragt, wie seine Pläne aussehen zum Thema, langsames Heranführen an Reize. Wäre interessant zu hören ob er sich dazu was überlegt hat.
Sehr guter Gedanke! Mensch, das hätte ich da tatsächlich thematisieren können.... wäre interessant gewesen. Nun wird es vermutlich Ostern, bis wir uns wieder sehen. Also in der Konstellation.
Hier fällt mir jetzt eine Frage ein, die hier im Forum auch schon für Diskussionen sorgte:
Ob ER das Kind dann auch immer fragen wird, ob es ihm RECHT ist, dass der Vater es wickelt? (lassen wir die 8 Wochen mal außen vor- die von ganz alleine immer mehr werden)
Liebe Skala, deine Sorge um die Situation ist greifbar. Ich finde es auch schön, dass du dir viele Gedanken um deine Schwester und ihre Familie machst.
Ein paar Richtungen zum explorieren:
Du schreibst, du bist deutlich älter und warst als Kind viel für deine Schwester zuständig. Ich lese diese Zuständigkeit immer noch heraus. Die Kehrseite davon könnte sein, dass du deiner Schwester nicht zutraust, selbst ihren Weg zu gehen. Auch wenn der womöglich langsam ist und Umwege macht. Als hätte es zwischen deiner Schwester und dir keine (ausreichende) pubertäre Abnabelung gegeben. Was kein Wunder ist, denn du bist ja eben kein Elternteil, sondern „nur“ die grosse Schwester. Liest dich aber ein klein wenig wie ein Grosselternteil ;-) Vielleicht kannst du einen Weg versuchen, bei dem du den Fokus nicht darauf legst, wie deine Schwester auf den richtigen Pfad findet. Sondern nur darauf, wie du sie und ihren Selbstwert stärken kannst. Dazu gehört dann halt auch, ihr zu vertrauen.
Jetzt kommt eine etwas weiter hergeholte Möglichkeit: Kann es sein, dass dein Gehirn die Sorge um deine Schwester und in Erweiterung um das Baby als die sozial akzeptable Interpretation deiner ambivalenten Gefühle herausfiltert ? Ist es möglich, dass darunter auch noch ein bisschen Wut ist?
Ich hänge immer noch an deiner Schilderung eurer eigenen Fahrt mit Baby zur Familienfeier. Und ich lese da ein bisschen „das hab ich der Welt alles gegeben und jetzt kommt nicht das zurück, was ich mir damit verdient habe“. Für mich ist es immer ein Signal, wenn man so etwas noch im inneren „Accounting“ hat, dass man für sich selbst noch mal hinschauen darf.
Zitat von Skala_Rachoni im Beitrag #445 Nun wird es vermutlich Ostern, bis wir uns wieder sehen. Also in der Konstellation.
Du könntest Deine Schwester samt Baby und Mann an einem Wochenende zu Euch einladen. Ganz ohne spezielle Erwartungen.
Wenn darauf eine Absage erfolgt - aus welchen Gründen auch immer - hast Du zumindest versucht, Deinen Teil zu dem, was ich normalen Umgang nenne, beizutragen.
Dein Weg gerade: ich sehe das Baby meiner Schwester eigentlich gern, aber ich kann den Frust und die Enttäuschung nicht ertragen, die mit den Besuchen verbunden sind.
Mit der Alternative:
Ich würde das Baby meiner Schwester mehr sehen, wenn es nicht immer so enttäuschend und frustrierend wäre.
Dann gab es hier eine hitzige Diskussion, ob man enttäuscht und frustriert sein darf/soll/muss.
Es gäbe aber auch noch diese Option:
Wenn ich meine Schwester und das Baby besuche, bin ich enttäuscht und frustriert. UND ich sehe die beiden gern. Widersprüchliche Gefühle sind gleichzeitig möglich und dieser Weg eröffnet oft mehr Freiheiten. Du musst nicht von dir erwarten, dass du die beiden triffst und dann nicht frustriert sein darfst. Aber vielleicht findest du einen Weg, den Frust zu erleben ohne ihn so unerträglich zu finden, dass du ihm ausweichen musst. (Zum Beispiel mit deinem Mann zusammen und ggf. mit Humor)