Nein, das ist nicht "heute wohl so" das ist sicher bei einigen so und das sollte man respektieren.
Ich würde mich allerdings da auch keine Stunde neben das Bett setzen
Meine erste Enkeltocher habe ich nach geplantem Kaiserschnitt nach etwa 14 Tagen gesehen, meine Tochter wollte sich da erst erholen (allerdings nicht im Bett) und mein Schwiegersohn hatte Urlaub genommen, sie ist jetzt zwei.
Die zweite Enkelin durfte gleich am Wochenende nach erneutem (Not) - Kaiserschnitt besichtigt und geherzt werden, das ist mittlerweile 4 Monate her.
Dass man sich, bevor man so einen Winzling anfasst, erstmal die Hände wäscht halte ich nicht für übertrieben vorsichtig, auch eine Maske würde ich tragen, wenn die Eltern das wünschen.
In a world full of Kardashians be a Morticia
Ich benutze das generische Femininum, Männer sind selbstverständlich immer mitgemeint
Zitat von Liane im Beitrag #18Liegt sie denn daheim rum oder im Krankenhaus?
Ich finde es höchst merkwürdig, dass sie nicht aufstehen soll. Ich wurde nach meinen Kaiserschnitten am nächsten Tag aufgefordert aufzustehen, würde die Wundheilung fördern. Ist das bei normalen Geburten nicht so?
Das frischgebackene Eltern ihr Kind im ersten Monat nicht raus an die frische Luft nehmen, habe ich aber schon damals gehört. Fand ich zwar schräg, aber gut, war nicht mein Baby. Jeder wie er mag.
Sie liegt daheim rum. Und nein, selbst die Hebamme sagt ihr, sie soll doch mal aufstehen, rumlaufen, ihr Baby selber mal wickeln (unsere Mutter war da gerade da), aber sie meint es heißt WochenBETT und daran hält sie sich. Warum auch immer. Kreislauf hat sie ja auch. Deswegen schont sie sich. Dass der Kreislauf da nicht in Schwung kommen kann.. Ach egal.
Ja, ich bin schon bissl angesäuert, das gebe ich zu. Das lasse ich aber nur hier raus, nicht ihr gegenüber. Schlussendlich sind sie die Eltern und müssen wissen, was sie tun. Nicht gut finden darf ich das dann aber trotzdem, so für mich.
Und was das "Heutzutage" angeht, es scheint tatsächlich so zu sein, ich lese das auch öfter (ich lese auch mal fremd, bei Urbia zb.... aber beteilige mich nirgends ausser hier und noch in einem Katzenforum). Keine Ahnung, ob das noch so Corona-Nachwehen (haha) sind, oder was das ist. Dass man nicht stundenlang einfällt und Bewirtung erwartet ist eh klar, ich hatte eigentlich auch eher vor eine Auflaufform Lasagne (beide lieben meine Lasagne) mitzubringen, damit sie einmal nicht kochen müssen.
Dass sie sich im Wochenbett schont, finde ich jetzt nicht unbedingt vetwerflich - jede, wie sie mag. Als ich zur Welt kam, gab es Twangsschonung für die Mutter mit zweiwöchigem Krankenhausaufenthalt. (Und Babs im eigenen Säuglingszimmer, müssen wir nicht diskutieren, dass das gruselig ist.)
Würde sie schon wieder rumhüpfen und das Baby schon mit unter Leute nehmen, gäbe es wahrscheinlich auch jemanden, der das hinterfragen würde.
Und ja, ich denke auch, sie wollen alles richtig machen und sind einfach unsicher und dann lieber ein bisschen vorsichtiger.
Seit Jahrzehnten beobachten alle, wie die Gesellschaft immer mehr Risse bekommt, und keiner kittet sie. Da darf man sich nicht wundern, wenn sie schließlich zerbricht. (Views, Marc-Uwe Kling)
Zitat von Skala_Rachoni im Beitrag #1 Mein Schwager wickelt das Baby bevor er geht und nachdem er wieder da ist, das darf die Oma nämlich auch nicht. Und die frische Mama muss ja liegenbleiben.
Und das Kleine gärt im eigenen Saft, bis der Vater wieder zuhause ist?
DAS ist definitiv nicht "normal". Wochenbett hin oder her, aber das kann man auch dort erledigen (mit Unterlage natürlich).
Skala, ich verstehe schon deine Enttäuschung, du hast dich ja auch sehr gefreut auf die Kleine 🌷
Ich würd mal sagen, abwarten. Es ist erst eine Woche her! Die müssen sich erstmal eingrooven, die Hormone drehen eh durch kurz nach der Entbindung. Lass sie machen und erstmal ankommen, ich glaube nicht, dass das was Persönliches ist. Es ist doch gut, dass sie für ihre Bedürfnisse einstehen.
Wie lange man sich schont, sollte der neuen Mutter überlassen bleiben. Ich selbst meinte übrigens, sofort wieder aufstehen und alles mögliche machen zu müssen (nach ungeplantem KS) und lag dann 2 Wochen später wieder mit Wundinfektion im KH. Auch nicht schön. Heute würde ich mich definitiv länger einfach hinlegen. Aber gut, ist auch bloß anekdotisch.
Ich war beim Jüngsten vor mehr als 40 Jahren 8 Tage stationär, das war in dieser Frauenklinik auch bei normalen Entbindungen üblich. Und ich muss sagen, das war die beste Zeit nach einer Entbindung, die ich beim Ältesten nicht hatte. Dazu kam, dass es seinerzeit Pampers und sonstige, heute normalen Erleichterungen nicht gab.
Skala, ich finde eine Woche nach der Entbindung völlig okay, wenn sich die junge Mutter schont und die frischgebackenen Eltern nicht gleich Besuch empfangen möchten.
Und ich bin auch der Meinung, dass das jedes Paar für sich entscheiden sollte, ohne mit dem Argument "früher haben die Frauen die Kinder am Ackerrain bekommen ..." als Außenstehender zu kommen.
Eine Geburt ist anstrengend und jede empfindet das anders bzw. braucht ihre Zeit, um sich davon zu erholen.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Skala, steh drüber, lohnt sich doch nicht, das Angesäuertsein. Lass sie sich man erst sortieren. Dass die Oma sich da etwas aussen vor fühlt, ist schade, aber da wird sie wohl auch durchmüssen. Ich kenne es noch von früher, dass es hiess, in den ersten Wochen möglichst kein Besuch, obwohl da wohl eher nicht die Großeltern mit gemeint waren.
Das Einzige, was ich in letzter Zeit hier erlebt habe, was in die Richtung ging, war die Aufforderung der frischgebackenen Eltern, dass der Besuch (in diesem Fall Onkel und Tante mit enger Bindung, Freunde von mir) gegen Keuchhusten geimpft sein mussten. Hier war zwar dieses Jahr eine starke Keuchhustensaison, meine Freunde haben sich auch impfen lassen, aber das hatte ich vorher noch nie erlebt.
"We can, in fact we must, continue to fight to make everything about society better, without destroying what's already great." Carrick Ryan, Australian political commentator
"We are all just walking each other home." Ram Dass, writer
Oh, ich sehe grade, erst mehr als 1 Woche alt. Da finde ich es erst recht verständlich, wenn sie sich noch schont. Hat meine Schwester nach ihrer ambulanten Geburt auch so gemacht, und halte ich durchaus auch für vernünftig.
Konnte dein Schwager nicht Urlaub oder Elternzeit nehmen und sich um Frau und Kind kümmern? Kann deine Mutter echt nichts tun? Deine Schwester bekochen oder so?
Seit Jahrzehnten beobachten alle, wie die Gesellschaft immer mehr Risse bekommt, und keiner kittet sie. Da darf man sich nicht wundern, wenn sie schließlich zerbricht. (Views, Marc-Uwe Kling)
Kann ich schon verstehen, frangipani - Keuchhusten ist für Neugeborene lebensgefährlich.
Zitat von Skala_Rachoni im Beitrag #6Danke. Ja, die beiden Jungeltern hatten, um es freundlich zu formulieren, noch nie wirklich alle Bettlaken in der Kommode.
Zitat von Skala_Rachoni im Beitrag #6Das Kind wird keine Chance haben unbeaufsichtigt irgendwas zu erleben, weil die helikoptern werden.
Du bist ganz schön harsch in deinem Urteil, die Kleine ist ja gerade mal eine Woche auf der Welt. Sie kam zu früh - du schreibst nicht dazu, mit welchem Geburtsgewicht -, vielleicht hat man deiner Schwester im Krankenhaus mit gutgemeinten Ratschlägen Angst gemacht?
Zitat von schafwolle im Beitrag #10Ich würde aus dem aktuellen Verhalten, so kurz nach der Geburt, keine Prognosen für die Zukunft ableiten.
Sehe ich auch so.
Meine älteste Tochter kam zwei Wochen zu früh mit 5 Pfund Geburtsgewicht auf die Welt, ich war auch vorsichtig.
Virginia, Gisèle, Collien, danke für euren Mut! 🌹
************************************ Moderatorin in der Pandemie und Politik, bei der Nachhaltigkeit, beim Sozialen Engagement und den Festen, bei Klatsch & Tratsch, im Persönlichkeits-, Erziehungs-, Baby-, Familien- und Trauerforum, im Glücklicher leben, bei den Angehörigen, in der allg. Gesundheit, der Kindergesundheit und bei den Krebserkrankungen, in den Krisenbeziehungen, bei den Hobbies, der Photographie und bei den besonderen Ernährungsformen.
Was ich nicht versehe, was macht die Oma dort, wenn sie das Kind nicht mal wickeln darf? Ich nehme an, sie darf es auch nicht füttern. Wer macht das dann tagsüber, wenn der Vater nicht da ist und die Mutter im Bett bleibt?
Ansonsten, nun ja, leben und leben lassen. Verständnis dürfte die Mutter VON MIR nicht für ihr Verhalten erwarten.
--- Hunde sind Gottes Entschädigung für all die verlogenen Menschen.
Zitat von Analuisa im Beitrag #34Kann ich schon verstehen, frangipani - Keuchhusten ist für Neugeborene lebensgefährlich.
Ja, ich weiss. Ich glaube, ich hätte dann auf einen Besuch in der Anfangszeit verzichtet, dem Baby und mir zuliebe.
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Zitat von Skala_Rachoni im Beitrag #1 Mein Schwager wickelt das Baby bevor er geht und nachdem er wieder da ist, das darf die Oma nämlich auch nicht. Und die frische Mama muss ja liegenbleiben.
Und das Kleine gärt im eigenen Saft, bis der Vater wieder zuhause ist?
DAS ist definitiv nicht "normal". Wochenbett hin oder her, aber das kann man auch dort erledigen (mit Unterlage natürlich).
Skala schrieb, dass der Vater ca. 45 Minuten nicht zuhause ist (wg. Einkäufen zB). Wenn er das Baby vorher dann wickelt, wird es innerhalb dieser Zeit schon nicht im eigenen Saft gären, bis er wieder zuhause ist. Und ich bin überzeugt, dass die Mutter es im Falle eines Falles schon hinbekommen wird, es dann selbst zu wickeln, wenn es sich wirklich dermaßen vollmachen sollte. Ich hätte das früher geschafft - und ich war beim 1. Baby ein ziemlich nervöses Hemd.
Die Kleine kam mit 3130 g zur Welt. Nix mit zu klein, zu leicht, laut Hebamme absolut geburtsreif. Da meine Schwester nimmer damit gerechnet hat,konnte sie gar nicht sagen wann die letzte Periode war, das Alter des Embryos wurde halt geschätzt. Und vermutlich verschätzt, in dem Fall.
Der Papa ist ja zuhause und kümmert sich 24/7 um seine Tochter, die Mutter darf nur stillen. Mehr als 1h ist er nie ausser Haus, nur mal kurz einkaufen oder so. Und ja, die Oma sitzt halt nur daneben. Weil die Mama mit dem Baby nicht alleine bleiben soll. Weiß der Geier was er glaubt, was dann passieren könnte.
Klar, schonen ist das eine. Das hab ich auch gemacht. Wie jede junge Mutter. Aber sich so komplett abschotten, dass die Omas das Baby nichtmal anfassen dürfen, nur gucken, das ist schon heftig.
Ich würde das nicht pauschal so verurteilen. Wenn es der Wunsch der Eltern ist, so zu handeln, dann sollen sie so handeln. Man muss das als "Außenstehender" nicht gut finden, aber akzeptieren sollte man das.
Du schreibst, dass deine Schwester nicht mehr damit gerechnet hat. Was heißt das genau?
Zitat von Skala_Rachoni im Beitrag #38 ... die Mutter darf nur stillen. Und ja, die Oma sitzt halt nur daneben. Weil die Mama mit dem Baby nicht alleine bleiben soll.
Von mir hervorgehoben
Wer sagt denn, was sie darf und soll?
Wie sieht das denn Deine Mutter? Ich nehme doch an, die Tochter spricht mit ihr über ihre Beweggründe, warum sie es so handhabt?
Zitat von fini. im Beitrag #39Ich würde das nicht pauschal so verurteilen. Wenn es der Wunsch der Eltern ist, so zu handeln, dann sollen sie so handeln. Man muss das als "Außenstehender" nicht gut finden, aber akzeptieren sollte man das.
Du schreibst, dass deine Schwester nicht mehr damit gerechnet hat. Was heißt das genau?
Zwischen akzeptieren und ausnutzen lassen gibt es aber Spielraum.
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Zitat von just me im Beitrag #40 Anstelle der Oma würde ich das aber nicht mit mir machen lassen.
Naja, das Baby ist ja erst eine Woche alt, ich würde als Großmutter anfangs auch hingehen, um zu unterstützen. Das ist eine Zeit, die für frisch gebackene Eltern halt auch mit Ängsten und Unsicherheiten verbunden ist. Ich würde es unter den aktuellen Umständen dann aber nicht ewig machen. Einfach nur rumsitzen kann ich auch Zuhause. Allerdings gehe ich davon aus, dass die Eltern schon entspannter und lockerer werden. Und wer weiß, wie es der Mutter körperlich und seelisch gerade geht. Geduld. Das wächst sich raus.
Ich finde, eine Woche ist nicht sehr lange her. Als anthroposophische Klinik wird dort sehr viel Wert auf Bindung und Bedürfnisserfüllung der Kleinen wert gelegt. Vielleicht hat sie sich Empfehlungen von dort auch (zu) sehr zu Herzen genommen und genießt den Alltag in ihrer kleinen Blase Und Schonung ist ja auch für den Beckenboden wichtig.
Schließt aber alles nicht Unterstützung bei der Versorgung von groß und klein aus!
Menschen können nicht irgendein Leben führen, sondern nur ihr eigenes. Remo Largo
Rein Medizinisch - das hat Skala definitiv richtig erfaßt - Die Jungmutter ist da sträflich doof, was ihre „Erholung“ angeht. Klar „Erholen“ - aber mit „Mobilisierung“.
Allerdings sollte ihr da eher die Hebamme energisch den Marsch blasen - wenn die das nicht tut, nützt alles nichts.
Daß Jungmutter samt Baby eher Ruhe haben möchte - und das heute auch umsetzt, ist ja zunächst wirklich gut - Gibt doch nichts schöneres, als 3 Tage nach der Geburt die halbe bucklige Verwandtschaft anrücken zu haben, und dann angezickt zu werden, weil es keine Kaffeetafel mit Selbstgebackenem gibt….
Ich war da total schmerzfrei („Ihr wißt ja, wie eine Kaffeemaschine bedient wird, Tassen sind im Schrank daneben, Zucker auch!“) Ist aber nicht jede.
Und Baby rumreichen muß jetzt wirklich nicht sein - Das braucht keine Rhinoviren-Schnuddelküsse, und schon garkein Herpes. Denn das hinterläßt bei Neuinfektion eines Neugeborenen schwerste geistige Behinderungen! Wir hatten bei Kind Nr. 2 da sogar für den Papa Kontaktverbot!
Aber total auf „bloß nicht“ schalten wird ihnen vermutlich böse auf die Füsse fallen - denn ohne Hilfe ist es verdammt hart. Aber wenn den potentiellen Hilfe-gebenden erst mal kräftig auf die Zehen gestiegen wurde, wird es schwer, deren Unterstützung zu rekrutieren.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Also ich finde ja auch die Mutter sehr seltsam. Die sitzt den ganzen Tag in der Wohnung der Tochter und darf nichts machen außer gut aussehen? Sorry, da würde ich nach Hause gehen. Helfen wäre für mich kein Thema, würde ich gerne tun, aber dumm rumsitzen nicht. Warum macht man das? Ist besagte junge Mutter so sensibel, dass da alle auf Eierschalen gehen, nur um nicht fragen zu müssen, das man denn außer rumsitzen nichts machen darf?
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Nee, die sitzt da 45 Minuten. Vielleicht guckt sie sich auch ganz gern schlafende Tochter und Enkelin an, oder Tochter und Mutter unterhalten sich mal.
Wir reden über einen eine Woche alten Säugling. Da kann man doch mal etwas abwarten.
Edit, die Mutter/Oma kommt ja freiwillig. Hoffe ich 😁