Zitat von Mediterranee im Beitrag #724Aurelia, bei mir hat es auch einfach aufgehört (die Periode meine ich), das war völlig unspektakulär. Aber die eigentlichen Wechseljahre fangen ja dann erst an. Ich will überhaupt keine Panik verbreiten, es gibt so viele Frauen, die überhaupt keine Beschwerden haben. Ich will nur sagen, dass es nicht umsonst WechselJAHRE heißt, und unter Umständen noch sehr lange nach der letzten Blutung turbulent weitergehen kann.
Wechseljahre ist ein sehr unspezifischer und unwissenschaftlicher Begriff, den meiner Beobachtung nach jeder irgendwie unterschiedlich verwendet. Die Perimenopause beginnt bis zu zehn Jahre vor der Menopause (letzte Blutung) und endet ein Jahr nach der Menopause. Danach beginnt die Postmenopause. Alle Abschnitte dieser Zeit können mit Beschwerden einhergehen, müssen es aber nicht. Wie gesagt, ich hatte weder während der Perimenopause nennenswerte Beschwerden noch jetzt in der Postmenopause.
Die Postmenopause wiederum endet nach zehn Jahren oder mit dem 65. Lebensjahr - da scheint es unterschiedliche Definitionen zu geben. Und ja, Du hast völlig recht, sowohl die Zeit vor als auch die nach der Menopause können turbulent sien, aber sie müssen es nicht. Deine "Warnung" hatte so was Absolutes, und ich finde es nicht gerechtfertigt, Frauen schon im Vorhinein Angst zu machen. Ich weiß, dass diese Ansicht umstritten ist, aber ich bin überzeugt, dass zumindest bei einem Teil der Betroffenen eine "self fulfilling prophecy" eintritt. Ich möchte anderen Frauen Mut machen, ihre Wechseljahre angstfrei anzunehmen als das, was sie sind: ein ganz normaler Teil des Lebens. Und wenn dann Beschwerden eintreten, die nicht tolerabel sind, soll jede Frau jede medizinische Unterstützung bekommen, die es gibt!
~ Jesus hat gesagt: Leute, wenn Ihr was braucht, sagt es. Haut es raus.~ (Nina Hagen)
Ehrlich gesagt sehe ich das mit der selbsterfüllenden Prophezeihung etwas kritisch. Ich habe mit Ende 30/Anfang 40 keinen Gedanken an die Wechseljahre verschwendet. Kurz zuvor hatte ich noch mein zweites Kind bekommen. Doch so ab Anfang 40 ging es los mit PMS aus der Hölle. Ich war in der zweite Zyklushälfte motzig, unzufrieden, bin grundlos (wirklich!) auf jeden losgegangen usw. Erst nachdem ich "Woman on fire" gelesen hatte, bin ich auf die Idee gekommen, dass das die Perimenopause sein könnte. Daher hab ich es dann meiner Frauenärztin erzählt und habe Progesteron bekommen. Damit wurde es besser.
Jetzt haben mich allerdings Schlafstörungen und gelegentliche Hitzewallungen erwischt, und ich werde mal versuchen, einen Termin außer der Reihe bei der Frauenärztin zu bekommen. Ist nicht gerade förderlich für die Laune, wenn man jeden Tag ab 3h30 wach liegt.
Ansonsten meinte meine Kollegin neulich, sie habe zu viel (oder zu wenig?) Testosteron und müsse damit zur Endokronologin. Ist das nicht auch eher ein Thema für die Frauenheilkunde? Hat die Schilddrüse irgendwas mit den Sexualhormonen zu tun? Ich hab wirklich null Ahnung.
Seit Jahrzehnten beobachten alle, wie die Gesellschaft immer mehr Risse bekommt, und keiner kittet sie. Da darf man sich nicht wundern, wenn sie schließlich zerbricht. (Views, Marc-Uwe Kling)
Zitat von ViolaFaber im Beitrag #725Neuerdings wache ich in der zweiten Zyklushälfte zwischen 4 und 5 Uhr morgens auf und schlafe nicht mehr ein. Das schlaucht ganz schön.
Ja… Ich habe aber weniger das Problem, nicht mehr einschlafen zu können, sondern putzmunter zu sein!
Und dann verfalle ich energiegeladen in Aktionismus - statt mich rumzudrehen, und weiterzuschlafen Letztens habe ich das Bad geputzt!
Hört sich witzig an. Führt aber zum Schlafdefizit - der Wecker klingelt eigentlich erst um kurz vor 7!
„Disziplin zum Weiterschlafen“ hört sich nach einem „Luxusproblem“ an - ist aber ein echtes Thema für mich. Krnnt das noch eine?
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von ViolaFaber im Beitrag #727Ehrlich gesagt sehe ich das mit der selbsterfüllenden Prophezeihung etwas kritisch.
Sehe ich auch so! Zu wissen, was kommen könnte, hilft eigentlich eher - besser wissen und nicht brauchen, als totsl fassungslis dazustehen.
Total überrascht werden führt doch eher zu Problemen - egal ob bei Geburt, Scheidung, oder eben Klimakterium!
ZitatAnsonsten meinte meine Kollegin neulich, sie habe zu viel (oder zu wenig?) Testosteron und müsse damit zur Endokronologin. Ist das nicht auch eher ein Thema für die Frauenheilkunde? Hat die Schilddrüse irgendwas mit den Sexualhormonen zu tun? Ich hab wirklich null Ahnung.
EndokrinologInnen sind nicht nur für die Schilddrüse da, sondern sind ganz übergreifend SpezialistInnen für Hormon- und Stoffwechselprobleme.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Endokrinologie ist die Lehre der Drüsen (die ihr Sekret nach innen abgeben, also nicht z.B. die Speicheldrüsen). Sie ist damit also bei der Endokrinologin richtig.
~ Jesus hat gesagt: Leute, wenn Ihr was braucht, sagt es. Haut es raus.~ (Nina Hagen)
Zitat von ViolaFaber im Beitrag #725Neuerdings wache ich in der zweiten Zyklushälfte zwischen 4 und 5 Uhr morgens auf und schlafe nicht mehr ein. Das schlaucht ganz schön.
Ja… Ich habe aber weniger das Problem, nicht mehr einschlafen zu können, sondern putzmunter zu sein!
Und dann verfalle ich energiegeladen in Aktionismus - statt mich rumzudrehen, und weiterzuschlafen Letztens habe ich das Bad geputzt!
Hört sich witzig an. Führt aber zum Schlafdefizit - der Wecker klingelt eigentlich erst um kurz vor 7!
„Disziplin zum Weiterschlafen“ hört sich nach einem „Luxusproblem“ an - ist aber ein echtes Thema für mich. Krnnt das noch eine?
@Nora ich kenne das nicht, mich wundert es bei dir aber nicht aus meiner sicht kommst du viel zu wenig zur ruhe, hast viel zu viel um die ohren einen anstrengenden job im alltag, die kinder, deine erkrankungen, jetzt noch deine ganzen renovierungen gefuehlt stehst du unter dauerstrom so kommt es mir jedenfalls vor, wenn ich dich lese
alone we can do soo little together we can do so much
Ihr Lieben, ich bin wohl inzwischen in der Postmenopause, eigentlich soweit ohne Probleme, bis auf die Osteoporose und leider sehr trockene Haut. Leider überall. Die üblichen Cremes, Gels usw sind für mich nur so semi befriedigend. Mir fehlt auch tatsächlich die Lust. DH mir wär’s nicht so wichtig, aber meinem Partner. Jetzt habe ich vor kurzem gehört oder gelesen, weiß nicht mehr wo, dass es wohl einfühlsame Gynäkologen geben würde, die in einem solchen Fall auch Testosteron verschreiben würden. Oder Östrogen lokal angwendet. Ich wurde bisher immer abgetan, „Nein, für Sie nicht“, hatte schon mal eine Thrombose, außerdem wäre meine letzte Periode auch zu lange her. 10 Jahre ungefähr.
Kommt denn jemand aus der Nähe von Düsseldorf/Solingen, der mir einen Gynäkologen empfehlen könnte? Am liebsten eine einfühlsame, weibliche Gyn. Gleichgültige Männer hatte ich jetzt genug.
Den Mist mit dem frühen Aufwachen habe ich neuerdings auch, muss mal beobachten, ob das bei mir auch zyklusabhängig ist. Es nervt, jede Nacht ab 4 Uhr die Vögel brüllen zu hören. Die Nacht ist eh immer viel zu kurz :(
Nach dem XXL-Zyklus neulich bin ich jetzt wieder bei ein paar Tagen zu wenig, nervt auch ungemein.
This is a broken world and we live with broken hearts and broken lives but still that is no alibi. (Leonard Cohen)
I would love to live like a river flows,carried by the surprise of its own unfolding. (John O'Donoghue)
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