Im Büro sind wir inzwischen schon zu viert (war eigentlich mal für zwei ausgelegt, so habt ihr vielleicht einen Eindruck von der Größe) und ich merke zunehmend, wie mich der Lärmpegel nervt und am vernünftigen Arbeiten hindert (bin Kopfarbeiter). Eine bewegliche Trennwand, die auch Schall reduzieren soll, gibt es schon - bringt nur minimal etwas.
Es laufen Telefonate, Videokonferenzen mit hohen Redeanteilen meiner Bürokollegen, Kollegen kommen rein und wollen von irgendwem irgendwas. Es ist also weitestgehend reguläres Arbeiten.
Ich habe mir überlegt, ob es nicht gute Noise Cancelling Utensilien* (nur Lärmschutz, keine Musik etc.) gibt, mit denen ich mir den Lärm vom Hals halten kann. Mein eigenes Telefon würde ich bemerken, da Telefonie üner den PC läuft, da ploppt also bei Anrufen neben dem Klingelton auch ein kleines Fenster auf.
Lärmschutz in Form von Schaumstoffpads im Ohr habe ich schon probiert - das nützt wenig.
Was sind Eure Tipps? Kennt ihr empfehlenswerte (und bezahlbare) Noise Cancelling Kopfhörer?
(Homeoffice nehme ich schon wahr wie maximal erlaubt.)
*) EDIT: hier stand erst "Kopfhörer", was zu Missverständnissen führte. Es geht um reinen Lärmschutz, nicht Musikhören o.ä.
Google mal nach "Loops Gehörschutz", das sind kleine nahezu unsichtbare Earplugs, die die Umgebungsgeräusche abdämpfen, ich brauche die leider wegen Long Covid und finde sie ziemlich gut. Da ich schon ewig krankgeschrieben bin, habe ich sie noch nicht im Büro ausprobiert, aber hier im Haus mit einem dauertelefonierenden Herrn Spatz helfen sie schon ziemlich gut.
Ansonsten habe ich einen "richtigen" Noise Cancelling-Kopfhörer" von Dockin, auf den ich nie wieder verzichten möchte. Der dämmt super, Du kannst damit Musik hören und das Telefon lässt sich ebenfalls draufschalten, wenn ich mich nicht täusche ...
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Kopfhörer, was anderes hab ich auch nicht als Lösung. Ich wechsle ab zwischen nur Noise Cancelling, also nur White Noise ohne Musik über Apple Air Pods einfach für Ruhe, oder Musik mit den ganz normalen Telefonkopfhörern hören.
Und grundsätzlich: mal mit allen zusammensitzen und sich auf allgemeine Regeln einigen, die den Geräuschpegel senken. Als da wären: - Für geplante Videokonferenzen und geplante längere Telefonate werden Sitzungszimmer gebucht oder Home Office in Anspruch genommen. - Bei ungeplanten Anrufen am Handy geht man aus dem Raum, sofern man den Laptop nicht braucht. - Auch bei ungeplanten Anrufen per Skype geht man wenn immer möglich mit dem Laptop raus (doch, das geht, wird von uns so weit wie möglich praktiziert - Wenn irgendwer was will, latscht der nicht persönlich mit der Frage ins Büro, sondern dafür wird die Chat-Funktion bemüht, also schriftliche Kommunikation (aus teamatmosphärischen Gründen find' ich das doof, ich rede lieber direkt mit den Leuten, aus geräuschetechnischen Gründen begrüsse ich dies jedoch)
Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas wichtiger ist als die eigene Angst.
@Horus, das stimmt schon, mit den Verhaltensregeln, das wäre das Wichtigste und werde ich nochmals versuchen, im Team aufzufrischen.
Homeoffice nutzen alle schon soweit es ihnen möglich ist, dennoch ergeben sich Vollbesetzungstage. Besprechungsräume sind zu knapp bemessen und für Einzelpersonen quasi nicht buchbar. Zwei Leute sprechen gewohnheitsmäßig laut und schaffen es meist nicht längere Zeit, mal mit gedämpfter Stimme zu reden.
Zitat von mühe1 im Beitrag #7Kopfhörer ohne Musik sind Micky Mäuse. Die schaffen wirklich am konsequentesten Ruhe, ich würde aber davon abraten, sie ständig zu tragen.
Zitat von Horus im Beitrag #5Und grundsätzlich: mal mit allen zusammensitzen und sich auf allgemeine Regeln einigen, die den Geräuschpegel senken. Als da wären: - Für geplante Videokonferenzen und geplante längere Telefonate werden Sitzungszimmer gebucht oder Home Office in Anspruch genommen. - Bei ungeplanten Anrufen am Handy geht man aus dem Raum, sofern man den Laptop nicht braucht. - Auch bei ungeplanten Anrufen per Skype geht man wenn immer möglich mit dem Laptop raus (doch, das geht, wird von uns so weit wie möglich praktiziert - Wenn er was will, latscht der nicht persönlich mit der Frage ins Büro, sondern dafür wird die Chat-Funktion bemüht, also schriftliche Kommunikation (aus teamatmosphärischen Gründen find' ich das doof, ich rede lieber direkt mit den Leuten, aus geräuschetechnischen Gründen begrüsse ich dies jedoch)
Bei Punkt 1 gehe ich mit, den Rest halte ich persönlich für übertrieben. Wo sollen auch die ganzen Leute zum Telefonieren dann hin, ins Treppenhaus?
Generell zur Frage: Ich habe einen Noise-Cancelling-Kopfhörer von Sony, der ist schon ganz gut, bei mir mittlerweile aber etwas ausgeleiert und daher nicht mehr ganz dicht abschließend. Als ich noch in der lauten Büroecke gesessen habe, habe ich immer Meeresrauschen gehört, das ist noch das beste, was gegen menschliche Stimmen hilft.
Grundsätzlich muss man sich aber von der Vorstellung lösen, dass man dann nichts mehr hört, es dämmt nur das Grundrauschen in der Umgebung etwas runter. Meiner Meinung nach hört man die besonders nervigen Geräuschanteile, also zum Beispiel den einen Kollegen, der besonders laut spricht, erst recht raus, aber das mag auch mein persönliches Empfinden sein.
Zitat von mühe1 im Beitrag #7Kopfhörer ohne Musik sind Micky Mäuse. Die schaffen wirklich am konsequentesten Ruhe, ich würde aber davon abraten, sie ständig zu tragen.
Weil man "heiße Ohren" bekommt, oder?
Ja, es kommt keine Luft dran, es drückt am Kopf und man verstärkt die Empfindlichkeit sogar unter Umständen noch.
Ich habe Micky Mäuse (für 14 Euro) - die reichen aber nicht, um in der Bahn wirklich Ruhe zu schaffen. Also trage ich, wenn ich keine Musik hören will, Happy Ear-Ohrstöpsel drunter oder wenn ich etwas hören will, günstige Ear Plugs von JBL, die die Gehörgänge gut zumachen. Am Sonntag in der Bahn habe ich damit, als die Zugbegleiterin von hinten auftauchte, echt kein Wort verstanden (war etwas peinlich...). Die Zweischichtmethode kann ich nur empfehlen.
Wenn die Anrufe über den PC laufen (wie im Fall der TE) und der idealerweise Bluetooth hat, kann man eigentlich ganz gut "dichtmachen", oder nicht? Früher habe ich unter die MickyMäuse auch kabelgebundene InEar-Kopfhörer gepfiemelt.
Nun ja, technisch gesehen geht es schon, man macht sich aber damit nicht beliebt. Die Führungskraft zum Beispiel findet es bestimmt toll, wenn sie wild mit den Armen fuchteln muss, wenn sie was will.
Ich glaube, es ist auch gar nicht erlaubt, weil man möglicherweise Warnsignale überhören könnte.
Also ich persönlich finde sie angenehm zu tragen und das heißt schon was, ich mag nämlich sonst nicht so gern was im Ohr haben und kann z. B. auch nicht mit Ohrstöpseln schlafen.
Sie dämmen nicht alles weg, man kann sie während Konferenzen tragen und sich noch tadellos unterhalten, hat aber halt nicht die volle Lautstärke der versammelten Teilnehmer und kann sich auf den Gesprächspartner besser konzentrieren, sagt meine Kollegin, von der ich den Tipp habe. Ich kann das bestätigen.
Es ist sicher wie so oft, man muß es ausprobieren, ob es gefällt und gut genug anpassbar an die Öhrchen ist :-).
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Zitat von mühe1 im Beitrag #16Nun ja, technisch gesehen geht es schon, man macht sich aber damit nicht beliebt. Die Führungskraft zum Beispiel findet es bestimmt toll, wenn sie wild mit den Armen fuchteln muss, wenn sie was will.
Ja, das ist schon ein wichtiger Punkt - zumal ich nicht mit Blick zur Tür sitze.
Zitat von mühe1 im Beitrag #16 Ich glaube, es ist auch gar nicht erlaubt, weil man möglicherweise Warnsignale überhören könnte.
Unsere (bisher zum Glück nur Probe-)Alarme sind sooo laut - ich denke, dass man die locker auch mit einem guten Gehörschutz noch hört. Ich könnte mich aber mal noch schlau machen, wie viel Dezibel man wegfiltern darf.
Zitat von Puls im Beitrag #19 Unsere (bisher zum Glück nur Probe-)Alarme sind sooo laut - ich denke, dass man die locker auch mit einem guten Gehörschutz noch hört. Ich könnte mich aber mal noch schlau machen, wie viel Dezibel man wegfiltern darf.
Man ist ja auch nicht alleine im Büro - sonst bräuchte man den Lärmschutz nicht ;-) - irgendjemand wird einen schon mitnehmen. Wollte es nur erwähnt haben, uns hatte man immer gesagt, dass die Micky Mäuse nicht erlaubt seien, wenn man nicht auf dem Bau oder so arbeitet.
Zitat von mühe1 im Beitrag #21 Man ist ja auch nicht alleine im Büro - sonst bräuchte man den Lärmschutz nicht ;-) - irgendjemand wird einen schon mitnehmen. Wollte es nur erwähnt haben, uns hatte man immer gesagt, dass die Micky Mäuse nicht erlaubt seien, wenn man nicht auf dem Bau oder so arbeitet.
Auch die Führungskraft kann die Chat-Funktion an ihrem PC benutzen, wenn sie von Frau Puls was will. Braucht also nicht zu fuchteln.
Ich weiss, einige mögen das mit dem Chat-Kommunikation übertrieben finden. Und wie gesagt, atmosphärisch fände ich es auch besser, wenn die Leute persönlich miteinander reden. Für längere Diskussionen eignet sich das persönliche Gespräch wirklich besser. Aber für kurze Sachen ("Ich bräuchte bitte so schnell wie möglich X und Y, für meine nächste Besprechung") kann man wirklich die Chat-Funktion nutzen, statt in ein Mehrpersonenbüro zu latschen und alle anderen zu stören. Es nimmt einen erheblichen Teil des Geräuschpegels und der Störungen raus. Wir sind alle ziemlich Fan davon.
Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas wichtiger ist als die eigene Angst.
In ein anderes Büro latsche ich auch nicht extra, aber ich pflege gelegentlich doch noch mit meinen Teamkollegen zu reden. Das möchte ich mir nicht nehmen lassen und auch niemandem verbieten.
Zitat von Horus im Beitrag #23Auch die Führungskraft kann die Chat-Funktion an ihrem PC benutzen, wenn sie von Frau Puls was will. Braucht also nicht zu fuchteln.
FK kommt sogar gern ein paar Mal am Tag vorbei, ohne ein Anliegen zu haben. Möglicherweise weil es im Einzelbüro so still ist.