Vorher habe ich mir noch einmal die Fotos von den Hurtigrouten angeschaut. Ich scroll so vor mich hin und wundere mich, wie ähnlich der Baustil dem hiesigen ist... Tja, da war ich halt schon bei Dinkelsbühl/Ellwangen
Es wäre schon viel geholfen, wenn jeder einfach "nur" seine Arbeit machen würde, aber die wirklich großartigen Dinge auf dieser Welt geschehen nur, weil jemand mehr tut, als er muss.
Hola! Der Sonntag begann mit einer Überraschung: es war kein Wasser da. Ich kontaktierte die Nachbarn von gegenüber und erfuhr, dass es anscheinend in der ganzen Straße kein Wasser gab. Das war schon mal gut, dass es nicht nur unsere Wohnung betraf. Frühstücken konnten wir, da wir 15 l Trinkwasser hatten. Nach etwa einer Stunde (die Polizei fuhr mehrmals in höchster Geschwindigkeit die Straße rauf und runter) hieß es „Wasser marsch“. Als erstes haben wir uns den Putzeimer mit Wasser gefüllt. So sitzen wir nicht mehr auf dem Trockenen. Da die Kathedrale in Las Palmas am Sonntag geschlossen hat und die Geschäfte sowieso, nahmen wir uns das Aquarium in der Hauptstadt vor. Wir waren relativ früh dort, so gab es keine Wartezeiten an den Kassen und es war auch nicht so voll. Die Beschreibungen klangen allerdings vollmundiger als die Tatsache es war. Es ist allerdings wirklich ein sehr schönes Aquarium mit einem beeindruckenden Tiefseeteil. Dort saßen wir lange und beobachteten die gemächlich vorbeiziehenden Haie und die beeindruckenden riesigen Mantarochen. Nach drei Stunden machten wir uns auf den Heimweg. Unterwegs kauften wir für den Kaffee noch Mandelplätzchen. Auf der Terrasse planten wir dann den nächsten Tag.
Der Montag sollte unter dem Motto Rum und Bananen stehen. Deshalb fuhren wir nach Arucas im Nordosten der Insel. Arucas hat eine imposante Kathedrale, die wie eine gotische in Frankreich aussieht. Jedoch wurde sie im 20 Jh. gebaut und der gotische Stil, allerdings perfekt, kopiert, inklusive beeindruckender Rosettenfenster. In der Fußgängerzone gab es einige schöne Häuser, mit den für den spanischen Kolonialstil typischen Balkonen zu sehen. Die Rumfabrik war nur mit Führung zu besichtigen und als wir im Laden die Preise sahen, verzichteten wir. Das Wetter wurde immer drückender und heißer (28 Grad), denn es herrschte die Wetterlage „Calima“ über Gran Canaria, das heißt: hohe Temperaturen, Trockenheit, starker Wind und hohe Luftverschmutzung durch Sand aus der Sahara. So ließen wir auch die Bananenplantagen und machten uns auf den Heimweg, kauften unterwegs noch ein und genossen unsere kühle Wohnung.
Für den Dienstag verordneten wir uns einen Ruhetag. Es begann mit langem Schlafen (bis 8 Uhr) und einem schönen Spaziergang am Meer. Gegen 11 Uhr wurde es jedoch zu heiß und wir zogen nach dem Frühstück unsere kühle Terrasse vor. Um die Mittagszeit kam die Reinigungsfrau, bezog die Betten neu und legte frische Handtücher ins Bad. Die Reinigung wird per WhatsApp angekündigt und wir müssen damit einverstanden sein.
Am Mittwoch ging es wiederum auf Tour. Zwei Städtchen standen auf dem Programm: Guia und Cáldar. Auf dem Weg dorthin besuchten wir noch die Höhlenwohnungen Cenobio de Valerón. 298 Kammern und Höhlen haben die Altkanaren aus dem weichen Tuffstein gekratzt. Sie dienten als Unterkünfte und als Getreidespeicher. Guia ist eine kleine Stadt mit einige schönen Häusern, Gáldar ist malerisch an den Berg gleichen Namens gebaut und hat eine schöne Fußgängerzone. Im Innenhof der Touristinformation steht und wächst der immer noch älteste und mächtigste Drachenbaum Gran Canarias. Würde der Innenraum ihn nicht begrenzen, wäre er sicherlich noch ausladender. Es fing an zu regnen, so statteten wir noch den Markthallen mit ihrem reichhaltigen Angebot vor allem an Gemüse und Früchten einen Besuch ab und machten uns nach einem Einkaufsstopp wieder auf die Heimfahrt.
Der Donnerstag war wieder ein Ruhetag, denn für den Freitag haben wir uns Las Palmas, die Hauptstadt vorgenommen.
Am Freitag änderten wir zunächst unser Programm, denn das Auto zeiget ständig den Hinweis, eine Werkstatt aufzusuchen mit der Zusatzinformation: Fehler in der Bremsanlage. So fuhren wir zunächst sehr vorsichtig zum Flughafen zum Autovermieter und bekamen selbstverständlich einen neuen PKW. Es ist wieder ein Citroën, allerdings ein C3. Das war uns sehr recht, denn die Straßen sind von der Autobahn abgesehen, schon sehr eng. Mit einer Stunde Verspätung fuhren wir dann nach Las Palmas. Mit dem Navi gab es dieses Mal kein Problem, denn es funktionierte wie unseres im eigenen Auto ohne Smartphone. In Las Palmas fanden wir zentrumnah einen Parkplatz und machten uns auf den Weg in die historische Altstadt, die uns sehr gut gefallen hat. Nach einem belegten Brötchen und einem Kaffee als Mittagsessen erkundeten wir die Kathedrale Santa Ana. Mit dem Aufzug ging es den Turm hinauf zur Aussichtsplattform. Von dort oben hatten wir einen sehr schönen Ausblick und Überblick über Stadt und Hafen. Dann ging es mit dem Hop on – Hop off Bus 1 ¼ h durch die Stadt und wir bekamen einen guten Überblick über die Stadt Danach machten wir uns mit viel Stau auf den Rückweg in unser Haus. Da ich keine Lust mehr hatte zu kochen, gingen wir ins Panoramalokal im Einkaufszentrum. Wir saßen im Freien mit wunderschönem Ausblick auf den Atlantik und ließen uns Kaninchen und gegrillte Calamares schmecken. In der Heladeria holten wir uns ein Eis für den Heimweg. So, das war es dann für heute. Ein schönes Wochenende wünschen die Hillies
"Eines Tages wirst du aufwachen und keine Zeit mehr haben für die Dinge, die du immer wolltest. Tu sie jetzt."
Ich lese interessiert mit. Ihr kommt ja ganz schön herum, wenn ihr im Süden der Insel wohnt und bis in den Norden Ausflüge macht. Das ist ja eine komplette Inselumfahrung? Apropos Norden. Ist es dort wirklich merklich kühler als im Süden?
Ich plane 1 Woche Gran Canaria im März und hätte es natürlich nach dem deutschen Winter im Zweifelsfall lieber warm. Also sollte ich im Süden bleiben? Was meinst du dazu?
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Wir haben bis jetzt festgestellt, dass es im Süden wirklich wärmer ist. So groß sind die Entfernungen nun wirklich nicht: Las Palmas-Maspalomas: 57 km Autobahn.
"Eines Tages wirst du aufwachen und keine Zeit mehr haben für die Dinge, die du immer wolltest. Tu sie jetzt."
Zitat von Nocturna im Beitrag #284Vielen Dank für die Infos. Es bleibt also beim Süden im März. Sollte ich jemals im Sommer hinfliegen, dann in den Norden.
Hast du schon eine Unterkunft?
"Eines Tages wirst du aufwachen und keine Zeit mehr haben für die Dinge, die du immer wolltest. Tu sie jetzt."
Hola! Da wir uns heute (29.11.) vor 53 Jahren kennengelernt haben, sind wir zum Mittagessen nach Maspalomas gefahren und haben Tapas gegessen. Das waren:
kalter Salat und Gambas mit Seranoschinken gefüllte Paprika junge Glasaale und Crevetten Datteln mit Speck umwickelt Champignons in Knoblauchöl gebratene kleine grüne Paprika Brot und Wasser
Den Nachmittag haben wir bei 27 Grad und lauem Wind auf der Terrasse verbracht.
Für den Sonntag stand eine Tour ins Landesinnere auf dem Programm. Wir wussten, dass wir uns auf eine kurvige Strecke einlassen würden. Die Straße war geteert, aber teilweise eng mit Ausweichstellen. Da es Sonntag war, waren viele „Easyrider“ und „Anwärter für die Tour de France“ unterwegs. Unsere Tour führte uns durch eine wunderschöne Landschaft, geprägt von weiten, tiefen Talkesseln, in denen leuchtend weiße Ortschaften mit roten Dachziegeln lagen. Die Berge rundherum ragten hoch hinauf und trugen die Spuren des Vulkanismus. Der erste Ort, durch den wir kamen, war Fataga, ein Ort, wie man ihn sich nicht schöner vorstellen kann. Blauer Himmel, weiße, bemalte Häuser, kleine Gässchen und eine Blumenpracht sondergleichen. Musik spielte, um die Kirche fand ein kleiner Markt statt, der nicht den sonst üblichen Ramsch anbot, sondern Kunstgegenstände aus der Region. Bei einem Milchkaffee auf der Terrasse einer kleinen Bar genossen wir das sonntägliche Treiben. Weiter ging es dann nach San Bartholomé de Tirajana, Treffpunkt der Motorradfahrer und Radler. Hier trafen wir sie wieder, die uns überholt, bzw., die wir überholt hatten. Wir genehmigten uns je ein Brötchen mit Schinken und Käse belegt, je einen Kaffee und zu zweit ein Stück Kuchen. Auf der Weiterfahrt nach Tejeda, dem Zentrum der Mandelkekse, ließen wir den Roque de Nublo, das Wahrzeichen Gran Canaria rechts liegen. Wir sahen ihn nur von Weitem und in Wolken, denn der Weg dorthin ist steinig und steil und erfordert Trittsicherheit. In Tejeda fanden wir sofort in einer Tiefgarage einen Parkplatz. Das ist nämlich in den Ortschaften ein Problem, da alle – Bewohner und Besucher – entlang der Straße parken. Allerdings gestaltete sich die Ausfahrt etwas problematisch, da Ein- und Ausfahrt über die gleiche Rampe führten, die Kasse sich außerhalb der Garage befand und jeder meinte, der erste gewesen zu sein und nicht zurückfahren zu müssen. Nun mit viel Gekurbele, Vor- und Rückwärtsfahren, begleitet von einer lauten Geräuschkulisse durcheinanderrufender Canaren und Gehupe, waren auch wir – ohne Schramme – wieder auf der Straße. Da mussten wir uns zum Trost erst einmal ein Eis kaufen und natürlich die wirklich leckeren Mandelplätzchen. Heimwärts wählten wir dann die schnellere Route über die Autobahn.
Da der Sonntag doch für den Fahrer etwas anstrengend und auch die Beifahrerin ständig gefordert war, erklärten wir den Montag zum Ruhetag. Bis um die Mittagszeit war der Himmel bedeckt, dann setzte starker Wind ein, vertrieb zwar die Wolken, aber reduzierte die Temperatur.
Am Dienstag fuhren wir noch einmal nach Puerto Mogan und wir fanden den Ort dieses Mal sehr schön, so ganz ohne Ramsch- und Kitschmarkt. Die Kanäle mit den Brücken darüber erinnerten schon ein bisschen an Venedig. Zum Mittagessen sind wir dann nach Arguineguin gefahren und haben im „Cofradio de Pescadores“, dem Restaurant der Fischereigilde zu Mittag gegessen. Wir waren zum Glück eine Viertelstunde vor der Öffnungszeit dort und bekamen gleich einen Platz. Beim Verlassen standen die Leute Schlange. In diesem Lokal gibt es nur Fisch, allerdings den frischesten, den man sich nur denken kann. Zu Beginn gab es Brot mit roter Mojosoße und Aioli, dann entschieden wir uns für eine Portion gegrillte Muscheln (zu zweit) und dann gab es für jeden Papageifisch mit Salat, Papas Arrugadas und rote Mojosoße. Die Fische (für jeden zwei) waren knusprig gebraten und schmeckten hervorragend. Den Nachmittag verbrachten wir auf der Terrasse und am Mittwoch starteten wir mit einem Spaziergang am Meer, das nur wenige 100 Meter von unserer Unterkunft entfernt ist. Es gibt zwar einen kleinen Sandstrand, aber parallel dazu führt ein geteerter Weg, der angenehm zu laufen ist. Auf dem Rückweg nahmen wir uns frisches Brot für das Frühstück mit. Nun haben wir noch eine Woche und so Einiges wollen wir uns doch noch ansehen. Davon dann demnächst mehr.
Viele Grüße von den Hillies
"Eines Tages wirst du aufwachen und keine Zeit mehr haben für die Dinge, die du immer wolltest. Tu sie jetzt."