Mit der Dubai-Schokolade wurden auch Pistazien zum echten Hype. Ihr massenhafter Anbau verursacht allerdings Probleme: Wassermangel und versalzte Böden.
Zu viel Konsum? Zu viele Menschen? - Die Erde am Limit
Montag 20.10.2025, ARD-Alpha, 21.00 Uhr
Die Weltbevölkerung wächst weiter. Jedes Jahr kommen rund 80 Millionen Menschen dazu, jedes Jahr also etwa die Einwohnerzahl Deutschlands. Die gute Nachricht: Das Bevölkerungswachstum wird sich verlangsamen, so Prognosen, und bis zum Jahr 2100 zum Stillstand kommen. Die schlechte Nachricht: Teile der Erde könnten bis dahin unbewohnbar geworden sein. Doch ist tatsächlich das Bevölkerungswachstum der Grund dafür? Oder ist es der Konsum, der Energiekonsum? Wir sind zu viele und wir konsumieren zu viel - Demografen sprechen von einer doppelten Überbevölkerung.
Können Bäume den Planeten retten? Das zumindest versprechen Politik und Holzindustrie, NGOs und multinationale Unternehmen. Während die Abholzung der Wälder zunimmt und die CO2-Emissionen Rekordwerte erreichen, wird das Pflanzen von Bäumen als Wunderwaffe im Kampf gegen die Umweltkatastrophe präsentiert. Aber ist es wirklich so einfach?
Die Zahl der weltweiten Baumpflanzaktionen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Mit dem Ziel, die Abholzung, den Verlust von Biodiversität und den Klimawandel zu bekämpfen, greifen Politik, NGOs und multinationale Unternehmen zu diesem einfachen und erschwinglichen Mittel. Aber können so wirklich alle Probleme des Planeten beseitigt werden? Oder kann durch übermäßiges Pflanzen von Bäumen das ökologische Ungleichgewicht, das man zu bekämpfen sucht, sogar verstärkt werden?
Die Dokumentation untersucht die tatsächlichen Auswirkungen weltweiter Pflanzaktionen und befragt Forschende in Frankreich, Brasilien, Portugal, Spanien und im Kongo. Mit seinem Versprechen auf der COP27-UN-Klimakonferenz 2022, eine Milliarde Bäume in Frankreich pflanzen zu wollen, wollte Staatspräsident Emmanuel Macron den Wald an die Folgen des Klimawandels anpassen. Der Plan sieht im Wesentlichen die Anpflanzung von Baum-Monokulturen vor.
In den Medien wurde zudem insbesondere über die Initiative „Trillion Tree Campaign“ berichtet. Sie wurde von der deutschen NGO Plant-for-the-Planet mit der Unterstützung zahlreicher internationaler Institutionen ins Leben gerufen. Doch die Initiative wurde von der wissenschaftlichen Gemeinschaft scharf kritisiert. Ungeachtet dieser Kritik gibt es seit dem Pariser Klimaabkommen von 2015 immer mehr durch Klimakompensationsmechanismen finanzierte Aufforstungsprojekte.
Ihr Einfluss auf das Klima ist aus wissenschaftlicher Sicht jedoch höchst umstritten. Forschende kritisieren die negativen Folgen von Aufforstungsprojekten für die lokale Bevölkerung und weisen darauf hin, dass solche Initiativen von der Dringlichkeit, CO2-Emissionen zu reduzieren, ablenken können.
Grüner Knopf, klimaneutral, regional - gerade in der Textilbranche hat sich eine wahre Siegel-Industrie entwickelt. Aber auch bei Lebensmitteln wird getrickst: Auf Obst und Gemüse prangen immer häufiger regionale Siegel. Jo Hiller deckt auf, was wirklich hinter den Versprechen einiger Siegel und Label steckt. Was wird wirklich überprüft, bevor ein Mode-Unternehmen den "Grünen Knopf" bekommt? Wie erkennt man seriöse Label und worauf sollte man achten, um nicht getäuscht zu werden?
In der Schweiz ringen Genossenschaften mit Finanzinvestoren um den Immobilienmarkt. Sie wollen bezahlbaren Wohnraum sichern. Porträtiert wird ihr politischer Aktivismus und das Bestreben, eine sozial und demokratisch geprägte Wirtschaft zu stärken.
Wer heute eine Wohnung sucht, hat ein Problem. Mietpreise explodieren, bezahlbare Wohnungen sind Mangelware, gleichzeitig steckt der Wohnungsbau in einer Dauerkrise. Wie gehen die Menschen in Nordrhein-Westfalen damit um?
In der neuen Folge "Wie wohnt NRW?" gehen Anna Planken und Daniel Aßmann dahin, wo Wohnen zum Problem wird. Wo ist es besonders schlimm und was macht das mit den Mietern? Welche Auswege und Alternativen finden die Menschen beim Mieten, Bauen und Wohnen?
Prognosen zufolge wird sich der Stromverbrauch bis 2045 mehr als verdoppeln. Ab 2030 sollen etwa 80 Prozent davon aus erneuerbaren Quellen stammen. Eine Jahrhundertaufgabe, die neue Lösungen in Erzeugung und Speicherung verlangt.
NANO Talk Stromhunger vs. Klimakrise - Das Energiedilemma
Donnerstag 06.11.2025, 3SAT, 21.00 Uhr
Wir verbrauchen immer mehr Strom für Wärmepumpen, Elektroautos oder KI. Wir müssen aber auch den Klimawandel eindämmen. Ein Dilemma, das sich lösen lässt, wenn man grundsätzliche Eigenschaften von Energie berücksichtigt. Darüber diskutiert Stephanie Rohde mit ihren Gästen
Kampf ums Klima - Was, wenn jemand die Sonne abdunkelt?
Donnerstag 06.11.2025, HR, 21.00 Uhr
In einigen Ländern der Erde ist der Wettlauf um die beste technische Antwort auf den Klimawandel bereits gestartet. Doch wie viel Konfliktpotenzial birgt Geoengineering, wenn Menschen versuchen, Wetter und Klima zu beeinflussen? Wissenschaftsjournalistin Lena Ganschow begibt sich auf Spurensuche.
Wolkenbruch und Hitzestau - Die Stadt im Klimastress
Mittwoch 12.11.2025, 3SAT, 20.15 Uhr
Glühender Asphalt, Tropennächte, Starkregen - Europas Städte kämpfen mit Extremwetter. Kopenhagen fürchtet vor allem das Wasser, Wien leidet unter der Hitze.
Kopenhagen baut um. Der Wolkenbruchplan verwandelt die Stadt in ein riesiges Wasserreservoir. Parks speichern Regen, ein Kreisverkehr wird zum Stadtdschungel. Die 3sat-Dokumentation "Wolkenbruch und Hitzestau" zeigt, wie Städte ihr Klima verbessern.
Im Hochsommer heizen sich Gehsteige auf bis zu 65 Grad auf. Hunde verbrennen sich die Pfoten, Menschen kollabieren, Bäume verdursten. In der EU sterben doppelt so viele Menschen an Hitze wie im Straßenverkehr. "Wenn wir nichts ändern, werden Städte unerträglich", warnt Tanja Tötzer vom Austrian Institute of Technology. Dort übertragen Forschende Klimadaten in 3D-Modelle und zeigen, wieviel Abkühlung Grünflächen bringen.
Davon hat Wien viel zu bieten. Mehr als die Hälfte der Stadt ist grün. Der Wienerwald umsäumt den Westen und kühlt die Stadt mit Kaltluftbrisen. Trotzdem fehlt in vielen Altstadtvierteln Schatten. Dort kämpfen Initiativen wie "westbahnpark.live" für einen neuen großen Park auf einer Brache. Mit humorvollen Führungen durch die unbebaute Zone werben sie für ihr Anliegen. "Grün darf kein Luxus sein", sagt Lilli Lička, Landschaftsarchitektin und Mitbegründerin der Bewegung.
Die Welt erstickt im Abfall - wie schaffen wir die Wende? Ein Film über drastische Folgen einer verfehlten Abfallwirtschaft und der gar nicht so utopischen Idee einer "Gesellschaft ohne Müll".
In der EU wirft jede Person pro Jahr 130 Kilogramm Lebensmittel und 15 Kilogramm Textilien weg. Dazu kommen weltweit 350 Millionen Tonnen Plastikmüll, meist achtlos entsorgt. Doch es gibt Initiativen und Innovationen, die dem überbordenden Müll den Kampf ansagen. Neue Ideen sollen aus der Negativspirale führen: Müllsammeln kann auch Spaß machen, das zeigen die Kajakfahrer von "GreenKayak". Sie sammeln mittlerweile in fünf Ländern Müll auf dem Wasser und leisten so einen kleinen Beitrag für saubere Meere, denn jede Minute landen dort weltweit 21 Tonnen langlebiges Plastik.
Supermärkte oder Bäckereien werfen tonnenweise Lebensmittel weg, die eigentlich noch genießbar wären. Über die App "Too Good To Go" werden übriggebliebene Lebensmittel und fertiges Essen von Restaurants an Konsumenten*innen vermittelt. Zero-Waste und sogenannten "Unverpackt"-Läden zeigen, dass jeder Mensch umweltbewusst und ohne unnötig Müll zu erzeugen, leben kann.
Verschollen - Die Doku Schmutzige Geschäfte mit dem Klimaschutz
Mittwoch 12.11.2025, ARD, 21.45 Uhr
Es soll ein gigantisches Programm zum Schutz unseres Klimas werden: Mit Milliarden Dollar will die Weltbank die globale Erderwärmung aufhalten. Das Steuergeld geht an Konzerne, die zum Ausgleich für ihre schädlichen Emissionen Wälder aufforsten. Das ambitionierte Programm soll auf der Weltklimakonferenz COP 30 in Brasilien vorgestellt werden, im Herzen der tropischen Urwälder, in Belem am Amazonas. Es klingt nach einem guten Plan: Die grüne Lunge des Planeten heilen! Riesige Investitionen, Entschlossenheit, Tatkraft und internationale Kontrolle durch Zertifizierer, die unabhängig prüfen, ob das viele Geld auch ökologisch eingesetzt wird - zum Schutz der Wälder, im Einklang mit der Natur und den Menschen, die darin leben! Ein Vorzeigeprojekt, in das jetzt auch Deutschland einsteigen will.
Doch es gibt Zweifel: Dienen die gewaltigen, öffentlichen Investitionen wirklich dem Klima oder doch nur den beteiligten Unternehmen? Ist es ein Öko-Projekt oder in Wirklichkeit nur eine Wirtschaftsförderung? Dieser Frage will der investigative Filmemacher Daniel Harrich nachgehen. Für seine Doku VERSCHOLLEN zu seinen gleichnamigen Fernsehfilm, will er herausfinden, wie diese, angeblich so mustergültige Aufforstung und deren Zertifizierung genau abläuft.
Dazu macht er sich gemeinsam mit Prof. Klemens Laschewski aus Heidelberg auf eine Reise in die Regenwälder im Norden Brasiliens. Laschewski erforscht dort seit Jahren Konflikte zwischen Konzernen und der lokalen Bevölkerung. Er hat den Verdacht, dass die Firmen Menschenrechte verletzen könnten, um Baumplantagen anzupflanzen und dafür die begehrten CO²-Zertifikate zu erhalten. Harrich begleitet Laschewski durch den brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais, wo das ursprüngliche Waldgebiet Cerrado angeblich wieder aufgeforstet werden soll. Vor Ort stoßen sie auf Gemeinden, die ihnen verzweifelt von den Maßnahmen berichten und ungeheure Vorwürfe gegen die Firmen erheben. Um die Anschuldigungen zu überprüfen, begeben sich Laschewski und Harrich auf eine gefährliche Spurensuche.
Daniel Harrich geht auch dem zweiten Verdacht nach: Er recherchiert, ob es sich bei dem neuen Programm der Weltbank um ein globales Greenwashing im Milliardenbereich handeln könnte. Dazu begleitet er eine Forschungsexpedition aus Deutschland in den Cerrado. Das Wissenschaftsteam will untersuchen, wie gut die Baumplantagen CO² speichern. Es ist eine beschwerliche Tour mit Macheten und Messgeräten durch ein Dickicht, in dem auch gefährliche Insekten und Schlangen warten. Doch am Ende lohnt sich die Forschung: Zum ersten Mal soll es Daten geben, für einen Vergleich der CO²-Speicherkapazität vor den Maßnahmen und danach. Wie wird die Klimabilanz für die zertifizierten Anpflanzungen ausfallen?
plan b - Wenn das Wasser kommt - Extremwetter-Lösungen
Sonntag 16.11.2025, ZDF, 15.30 Uhr
Meeresspiegel steigen, Flüsse treten über Ufer, fruchtbarer Ackerboden wird bei anhaltendem Regen weggeschwemmt: "plan b" begleitet kluge Köpfe, die dem Wasser dank innovativem Küstenschutz, Flussrenaturierung oder regenerativer Landwirtschaft Einhalt gebieten.
Der Anstieg der Meere stellt auch die Menschen hierzulande vor große Herausforderungen. Küsteningenieur Oliver Lojek von der Technischen Universität Braunschweig arbeitet deshalb an Lösungen, wie Küsten in Zukunft besser geschützt werden können. Er weiß, "das Meer ist nicht immer nur da draußen und schön anzugucken, sondern manchmal auch sehr wild und zerstörerisch."
Bei seiner Forschung an der Küste von St. Peter Ording setzt er vor allem auf die Kraft der Natur, besonders eine kleine unscheinbare Küstenpflanze hat es ihm angetan: Der Strandhafer ist ein wahrer Superheld im Küstenschutz, denn sein Wurzelwerk reicht tief in den Sand und stabilisiert die Dünen. Wie groß der Einfluss von Dünengras auf den Küstenschutz ist, hat Lojek auch im Großen Wellenkanal von Hannover getestet - mit erstaunlichem Ergebnis.
Hochwasserschutz kann auch durch Flussrenaturierung gelingen, indem etwa Überschwemmungsflächen zurückgewonnen werden, das weiß auch Rocco Buchta. Der Ingenieur und Renaturierungsexperte ist an der Havel groß geworden und hat als Kind erlebt, "wie dem Fluss die Seele genommen" wurde. Die Havel wurde für den Schiffsverkehr ausgebaut und begradigt, das Wasser durch angrenzende Felder überdüngt. Damals versprach er seinem Opa: "Ich bringe das alles wieder in Ordnung." Heute leitet er das Naturschutzgroßprojekt "Untere Havelniederung". Unter seiner Führung werden Uferbefestigungen zurückgebaut, Flussarme wieder angebunden und Auenwälder aufgeforstet. Bei Hochwasser können sich die Fluten so wieder auf den umliegenden Auen ausbreiten.
Auch die Landwirtschaft hat mit den Folgen von extremen Wetterereignissen zu kämpfen. Deshalb setzt Forstwissenschaftler Philipp Gerhardt auf nachhaltige Landnutzung. Er berät Landwirte, die ihre Äcker mit den Schlüsseltechnologien Agroforst und Keyline Design fit für die Zukunft machen wollen. Agroforstwirtschaft hält Regenwasser zurück, verhindert Erosion und verbessert das Mikroklima. Keyline Design speichert Wasser effizient im Boden. "Es ist einfach eine Win-win-Situation für die Landwirte und die Dörfer, die Gemeinden, die ganze Gesellschaft", so Gerhardt.
Die Kraft des Wassers bestimmt auch in Bangladesch das Leben der Menschen. Die Flüsse sind Existenzgrundlage und Gefahr zugleich. Architekt Mohammed Rezwan hat lange nach einer Antwort auf die Bedrohungen durch das Wasser gesucht und eine einfache, wie erfolgreiche Lösung gefunden - ganz besondere Boote. "Ich habe gesehen, wie viele meiner Freunde, Verwandten die Schule wegen des Monsuns und der Überschwemmungen abgebrochen haben. Es war sehr schwer für mich, diese Situation zu akzeptieren." Deshalb entwickelte er schwimmende Schulboote. Die mobilen Klassenzimmer können die Kinder auch in den entlegensten Regionen erreichen. Schwimmende Krankenhäuser und Farmen folgten. Seine preisgekrönte Arbeit erleichtert das Leben von Tausenden Menschen.
Quarks Energie der Zukunft - Wie wir Strom neu denken
Donnerstag 20.11.2025, WDR und HR, jeweils 20.15 Uhr
Deutschland steckt mitten in der Energiewende. Strom aus Wind, Sonne und Wasser treibt schon heute unseren Alltag an. Doch der Stromhunger ist enorm.
Laut Prognosen wird sich der Stromhunger in den nächsten 20 Jahren verdoppeln. Damit wächst der Druck, effizienter zu werden und mutige Ideen zu entwickeln – von einem neuen Wasserstoff-Kernnetz über Autos als rollende Powerbanks bis hin zur Vision einer künstlichen Sonne.
Gute Nachrichten vom Planeten Wie wir Transporte besser machen
Donnerstag 20.11.2025, WDR und HR, jeweils 20.15 Uhr
Der Online-Handel boomt, Produkte aus aller Welt sind mit ein paar Mausklicks zu bekommen. Doch die Waren haben oft lange Wege hinter sich: Meist per Frachtschiff und Diesel-LKW verursacht der Gütertransport Treibhausgase und Luftschadstoffe. Ingenieurinnen und Ingenieure aus vielen Ländern wollen Transport nachhaltiger gestalten und damit schädliche Emissionen verringern.
In Magdeburg tüfteln Wissenschaftler an einem autonomen Lastenfahrrad, das per App herbeigerufen werden kann und wieder selbstständig zur Ladestation zurückfährt – eine praktische Alternative zum Auto für die Stadt. Eine französische Supermarktkette hat die Seine für sich entdeckt und lässt ihre Lebensmittel auf dem Fluss in die Mitte von Paris transportieren. Der Wechsel vom LKW zum Binnenschiff soll rund 300 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr einsparen. Die Hansestadt Rostock geht einen Schritt weiter und hat ihre Dieselfähre auf der Warnow gegen ein elektrisch angetriebenes Schiff ausgetauscht. Es transportiert Fahrgäste und Fahrräder ganz ohne Emissionen. Gütertransport per Bahn wäre besonders umweltfreundlich, er scheitert auch an der Verladetechnik. Denn die meisten LKW-Frachten können nicht mit dem Kran umgeladen werden. Ein Unternehmen aus Deutschland hat eine Methode entwickelt, um jede Fracht schnell vom LKW auf den Zug zu bekommen. Engagierte Menschen zeigen, wie wir den Transport unserer Waren umweltfreundlicher machen können.
Schier endlose Strände, Dünenberge und Städte voller Grachten-Romantik, doch die Niederländer haben mehr zu bieten als nur Postkartenmotive. Sie arbeiten an nachhaltigen Zukunfts-Ideen. Die Dokumentation begleitet Menschen, die sich voller Leidenschaft um neu geschaffene Natur-Reservate kümmern, den Verkehr sicherer machen, oder den höchsten Holz-Wolkenkratzer der Welt bauen wollen.
Ein Viertel des niederländischen Lebensraums ist der Nordsee abgetrotzt, große Teile des Landes liegen unterhalb des Meeresspiegels. Die Bedrohungen durch den Klimawandel sind hier allgegenwärtig. Die Dokumentation begleitet Menschen, die einen „Plan B“ für die Zukunft haben. In Utrecht, der „Fahrrad-Hauptstadt“ des Landes, hat man städtische Mobilität längst neu gedacht. Ein riesiges Netz aus Fahrradstraßen, Brücken und Unterführungen durchzieht die Stadt. Fahrradwege-Planer Johan Diepens entwickelt nun sichere Kreisverkehre für Drahtesel.
Wenn überhaupt noch Auto, dann so, wie es Sylvia Frints und ihr Team von der Universität Eindhoven jüngst gebaut haben. Ihr Elektro-Flitzer wurde fast komplett aus wiederverwertetem Kunststoff hergestellt. Der Clou: Der Wagen speichert CO₂ aus der Umwelt, während er fährt. [...]
Harald Lesch, Mirko Drotschmann und Jasmina Neudecker begeben sich auf eine facettenreiche Reise durch Europa und das Jahr 2025. Der große Terra X Jahresrückblick 2025 setzt den Wandel Europas in den Fokus und zeigt, wie sich Wissenschaft und Forschung neuen Aufgaben stellen müssen. Aber auch in diesem Jahr gab es daneben noch viele weitere verblüffende, weltbewegende und unterhaltsame Ereignisse aus der Welt des Wissens. Die drei Terra X Köpfe lassen die bedeutendsten, kuriosesten und bewegendsten Ereignisse von 2025 Revue passieren. Ein wichtiges Jahr – und vielleicht der Beginn einer neuen Ära.
Wie sicher ist Deutschlands Stromnetz? Im April legte ein großflächiger Stromausfall die iberische Halbinsel lahm. Bis zu 24 Stunden dauerte der Blackout in Spanien und Portugal. Hätte diese Katastrophe verhindert werden können? Wie groß ist die Gefahr, dass das auch in Deutschland passiert? Harald Lesch besucht das Umspannwerk Wilster und erfährt, wie der Netzausbau und Großtrassen wie NordLink und SüdLink helfen sollen, künftige Stromausfälle zu verhindern. Um die Stromversorgung zu sichern, werden erneuerbare Energien ausgebaut und die digitale Infrastruktur gestärkt. Welche Rolle spielt dabei die rasanten Entwicklung in der Nutzung von künstlicher Intelligenz – eine Technologie die besonders viel Energie verschlingt.
Europa im Hitzestress Europa hat sich zum Hotspot des Klimawandels entwickelt. Es erwärmt sich viel schneller als der globale Durchschnitt. Besonders Griechenland litt 2025 unter extremen Hitzeperioden, wie im Juli, als die Temperatur in Athen bereits in den Morgenstunden über 30 Grad lag und im Laufe des Tages über 40 Grad anstieg. Jasmina Neudecker macht sich vor Ort ein Bild, welche Maßnahmen Griechenland in Zukunft beim Kampf gegen die Hitze helfen sollen.
Instabile Alpen Die Auswirkungen des Klimawandels werden auch mit Bergstürzen, wie der Katastrophe von Blatten in der Schweiz, in Zusammenhang gebracht. Im Kanton Graubünden ist aktuell das Dorf Brienz bedroht: Nach dem Abgang einer Gerölllawine sind immer noch die Bergflanken extrem instabil. Aber auch rutschende Bodenschichten im Untergrund bedeuten eine Gefahr. Brienz wurde evakuiert und ist seit Monaten ein Geisterort – die Bewohner dürfen, je nach Einstufung der Gefahr, ihre Häuser gar nicht oder nur stundenweise am Tag betreten. Mit Hilfe von Technik will man den Ort nun retten.
Unabhängigkeit Europas Politische Entscheidungen erschweren 2025 zunehmend internationale Kooperationen, nicht nur auf der Erde, sondern auch im Weltraum. Wie kann sich Europa hier unabhängig machen? Mirko Drotschmann prüft bei einer Nato-Übung die Sicherheitslage Europas, die Auswirkungen geopolitischer Spannungen und die Notwendigkeit, eigene Strategien zu entwickeln.
Eine Nachbearbeitung erfolgt fast immer wegen Tiplfehlan. Gravierende Änderungen kennzeichne ich.
Heißkalt - Die extremsten Orte der Welt Mittlerweile besteht kein Zweifel mehr: Es wird heiß auf unserem Planeten. Die Temperatur der Erde hat sich in den vergangenen hundert Jahren um 0,8 Grad Celsius erhöht und ist weiter im Ansteigen begriffen.
Zwischen Dürre und Sinflut Trockenheit, die das letzte Wasser verdunsten lässt und Feuchtigkeit, bei der nichts mehr trocken bleibt - unsere Erde ist eine Welt der Extreme, und auch gemäßigte Regionen sollen im 21. Jahrhundert extrem werden.
Eine Nachbearbeitung erfolgt fast immer wegen Tiplfehlan. Gravierende Änderungen kennzeichne ich.