Zitat von frangipani im Beitrag #791Hier in Sydney habe ich die Lanyards mit Sonnenblumen drauf und Karte dran schon häufig im Alltag gesehen. Meist in den Öffis. Dazu gab es auch schon Kampagnen in den Bahnen, zB. Ich habe eine Freundin, die hat ME/CFS, POTS und MCS. Man sieht es ihr nicht an.
Sie trägt den Lanyard vor allem wenn sie weiss, dass sie eine Zeit auf den Beinen sein muss. Und sie ist froh drüber, dass sie sich nicht immer erklären muss.
Im Grunde richtet sich diese Kampagne ja auch mit an die Umwelt, um über unsichtbare Krankheiten aufzuklären. Es wird ja niemand gezwungen, sich eine Blume anzuheften.
Frankfurt Flughafen stellt jetzt nun auch seit dem 1.1.26 Sonnenblumen Lanyards zur Verfügung.
"We can, in fact we must, continue to fight to make everything about society better, without destroying what's already great." Carrick Ryan, Australian political commentator
"We are all just walking each other home." Ram Dass, writer
Ich bin entsetzt! Zuerst kündigt unser Oberbürgermeister ein Ende des Schlaraffenlandes an und nun kündigt die Stadt von heute auf morgen dem ASB, dem hiesigen Träger von Schulbegleitungen fristlos. So können 146 Schüler nicht in die Schule, trotz Schulpflicht und Teilhabegesetz.
Viele dieser Schüler:innen haben eine Autismus-Spektrum Störung und sind deshalb besonders auf geregelte Abläufe und vertraute Personen angewiesen. Wie soll das nun weiter gehen? Ich bin wirklich fassungslos und mag mir nicht vorstellen, wie das in den beiden mir bekannten Familien wäre, wo die Kinder eine Schulbegleitung benötigen und haben.
Freundschaft ist das Seil, das hält, wenn alle Stricke reißen
Das ist ja wohl nicht wahr.... Das muss bekannter werden... @Monkele , magst du dazu auch was in andere Stränge bringen? Ich meine jetzt nicht Spam, aber das ein weiterer Kreis das erfährt?
CDU, echt jetzt. Das ist ein Skandal. In Rlp wirbt die CDU damit, sich nicht mehr ums Klima kümmern zu wollen.
Wie niederträchtig von Nopper, vom "Ende des Schlaraffenlands" zu sprechen. Ein schlechter Charakter.
KEINE ANGST, KEINE ANGST, KEINE ANGST, KEINE ANGST!
Wirklich ein schlechter Charakter. Im Moment scheint es einen Überbietungswettbewerb zu geben, wer wie schnell und effektiv viel einsparen kann. Das fängt ja schon damit an, dass man den niedergelassenen Psychotherapeuten 10 % kürzen will. Bei uns Physiotherapeuten sind sie letztes Jahr auch auf die wirklich originelle Idee gekommen, nicht nur eine Nullrunde sondern eine Minusrunde für dieses Jahr bei den Bezahlungen zur machen.
Kam natürlich enorm gut an, wurde dann zum Glück nicht durchgesetzt. Es ist ja jetzt schon schwierig, Termine bei uns zu bekommen, Hausbesuche und 45-Minuten-Lymphdrainagen nehmen wir schon gar nicht mehr an, so leid es uns tut. Wir machen das natürlich, müssen wir ja auch, haben aber im Moment keine Kapazitäten, weitere anzunehmen. Von anderen Praxen hören wir dasselbe.
Es gibt einfach nicht mehr genug Nachwuchs in unserem Beruf, ungünstige Arbeitszeiten, überdurchschnittliche erforderliche Einsatzfreude und nicht gerade königliche Bezahlung halten wohl viele junge Menschen ab, unseren Beruf zu erlernen.
Das geht natürlich auf Kosten der Kranken, Verletzten und nicht zuletzt der behinderten Patienten. Gerade gestern waren wir mit einer größeren Freundesgruppe unterwegs, alle so zwischen Mitte 50 und Ende 60. Und jeder fragt sich gerade, wer uns mal pflegen oder therapieren wird. Viele machen sich da Sorgen.
Fels, aus den Gründen schult eine enge Verwandte von mir in D jetzt um. Nach 15 Jahren als Physiotherapeutin. Schlechte Arbeitsbedingungen, schlechte Bezahlung und einen Haufen Schulden von der Ausbildung und Weiterbildung.
Allerdings kenne ich auch den umgekehrten Fall - eine junge Frau (29), die nach einem ganz anderen Studium noch das der Physiotherapie gemacht hat, jetzt in einem interessanten Klinikbereich arbeitet und sehr drin aufgeht. Aber das sind halt nicht die alltaeglichen Patienten. Ich weiss nicht, wie meine Mutter ihre letzten Jahre ohne Hausbesuche überstanden hätte.
"We can, in fact we must, continue to fight to make everything about society better, without destroying what's already great." Carrick Ryan, Australian political commentator
"We are all just walking each other home." Ram Dass, writer
Zitat von Monkele im Beitrag #955Ich bin entsetzt! Zuerst kündigt unser Oberbürgermeister ein Ende des Schlaraffenlandes an und nun kündigt die Stadt von heute auf morgen dem ASB, dem hiesigen Träger von Schulbegleitungen fristlos. So können 146 Schüler nicht in die Schule, trotz Schulpflicht und Teilhabegesetz.
Viele dieser Schüler:innen haben eine Autismus-Spektrum Störung und sind deshalb besonders auf geregelte Abläufe und vertraute Personen angewiesen. Wie soll das nun weiter gehen? Ich bin wirklich fassungslos und mag mir nicht vorstellen, wie das in den beiden mir bekannten Familien wäre, wo die Kinder eine Schulbegleitung benötigen und haben.
offenbar hat der asb da auch einiges nicht ganz richtig gemacht, das es zu dieser kuendigung kam das war wohl nur ein letzter schritt wenn ich nichts mehr hoere, kannn ich mich als asb nicht einfach darauf verlassen, das alles in ordnung ist…
monkele woher kennst du die diagnosen der kinder ?
alone we can do soo little together we can do so much
Zitat von Fels im Beitrag #957Gerade gestern waren wir mit einer größeren Freundesgruppe unterwegs, alle so zwischen Mitte 50 und Ende 60. Und jeder fragt sich gerade, wer uns mal pflegen oder therapieren wird. Viele machen sich da Sorgen.
fettundlila ...irgendwann ist irgenwie ein andres Wort für nie... energy flows, where attention goes. .ʇɐq pǝʞooɔɹǝpun uɐ ǝʇɐ ɹǝʌǝu ʽpๅɹoʍ ǝɥʇ ǝᵷuɐɥɔ ʇ,uɐɔ uosɹǝd ǝuo pᴉɐs ɹǝʌǝoɥM
@ereS, ich habe den Artikel gelesen. In diesem kam unter anderem ein Schulleiter zu Wort, an dessen Schule mehrere der betroffenen Kinder gehen. Von den Millionen Ausständen hast du auch gelesen? Miteinander reden ist aber grundsätzlich immer eine gute Idee.
Zu all dem kommt, dass man zwar 470 000€ für einen Marketingschriftzug ausgeben kann, zeitgleich aber vielen sozialen Projekten die Mittel kurzfristig streicht bzw. kürzt, wie z. B. die finanzielle Unterstützung beim Schulessen.
Freundschaft ist das Seil, das hält, wenn alle Stricke reißen
Monkele, über den Schriftzug für fast eine halbe Million bin ich auch entsetzt. Das ist gegenüber jedem Normalbürger, der schaffen geht und Steuern zahlt, ein absoluter Schlag ins Gesicht.
Borghild, keine Ahnung, wirklich. Ich glaube nicht, dass es einfache Lösungen gibt. Bei uns gibt es ja in der Praxis Akutpatienten, d. h. diese haben z. B. Rückenschmerzen, Hüft-TEPs, Kreuzbandriss usw. Dann gibt es die "Dauerpatienten", das sind Leute, die z. B. Parkinson haben, einen Schlaganfall mit andauerndem Therapiebedarf, chronisches Lymphödem oder eben zu aktivierende Hausbesuchspatienten. Und gerade diese trifft der Mangel an Therapeuten.
Einen Patienten, der mit einem 6er Rezept kommt, vielleicht dann noch mal eines bringt, den bringen wir immer mal unter. Die Dauerpatienten sind ein anderes Thema, da können wir schon seit einiger Zeit keine neuen mehr annehmen, was natürlich auf Kosten der behinderten und alten Patienten geht. Und das wird ja nicht besser, demnächst gehen wir Babyboomer in Rente, bei uns dieses Jahr alleine 3 Kolleginen. Nachwuchs kommt einfach nicht mehr nach. Und wenn muss es ja auch passen, es müssen Kurse gemacht werden (Lymphdrainage, Bobath usw.), erst dann könnten junge Kollegen sinnvoll eingesetzt werden.
Ein Ansatz wäre vielleicht, die Ausbildung zu reformieren. Einige Fortbildungen, die später teuer und zeitintensiv gemacht werden müssen, könnten in die Ausbildung integriert werden.
Deine Freund*innen sind doch noch gar keine Patient*innen. Ich meinte eher, was du ihnen präventiv rätst?
fettundlila ...irgendwann ist irgenwie ein andres Wort für nie... energy flows, where attention goes. .ʇɐq pǝʞooɔɹǝpun uɐ ǝʇɐ ɹǝʌǝu ʽpๅɹoʍ ǝɥʇ ǝᵷuɐɥɔ ʇ,uɐɔ uosɹǝd ǝuo pᴉɐs ɹǝʌǝoɥM
Eine Parasportlerin soll geehrt werden. Um für die Ehrung auf die Bühne zu kommen bräuchte es eine Rampe. Kostenpunkt 1200 Euro und einige wegfallende Sitzplätze. Er sieht seinen Ansatz pragmatisch. Für mich wäre es pragmatisch, wenn man diese wieder verwendbare Rampe als Gewinn für die Allgemeinheit sehen würde, sowohl was die Gleichbehandlung von Menschen mit Behinderung anbetrifft, als auch für die weitere Nutzung bei anderen Anlässen. Hier ein treffender Kommentar dazu.
Freundschaft ist das Seil, das hält, wenn alle Stricke reißen
Zitat von Monkele im Beitrag #965Boris Palmer macht mal wieder von sich reden. 🤬🤢
Eine Parasportlerin soll geehrt werden. Um für die Ehrung auf die Bühne zu kommen bräuchte es eine Rampe. Kostenpunkt 1200 Euro und einige wegfallende Sitzplätze. Er sieht seinen Ansatz pragmatisch. Für mich wäre es pragmatisch, wenn man diese wieder verwendbare Rampe als Gewinn für die Allgemeinheit sehen würde, sowohl was die Gleichbehandlung von Menschenmit Behinderung anbetrifft, als auch für die weitere Nutzung bei anderen Anlässen. Hier ein treffender Kommentar dazu.
Ich will nun wirklich nicht Palmer verteidigen, aber der Kommentar ist sachlich falsch. Dort steht u.a.
Die Rollstuhlfahrerin soll also sichtbar „unten“ geehrt werden, während alle anderen oben stehen? Und das soll Gleichbehandlung sein?
Das stimmt nicht.
Palmers Vorschlag war, dass die Ehrung aller vor der Bühne stattfinden sollte.
Viel einfacher und kostengünstiger wäre ein Lift gewesen. Daran hat anscheinend aber niemand gedacht oder nach einer guten Lösung weiter gesucht.
Ich bin manchmal mit meinem Rollator in Tübingen unterwegs. Da wurde der Busbahnhof über Jahre umgebaut. Was mir allerdings dabei fehlt sind an diversen Stellen Absenkungen der Bürger- und Bussteige. Auch der Weg in die Uniklinik am Berg ist für einen Rollstuhlfahrer, der keinen elektrischen Antrieb hat, vermutlich nicht machbar. Viel zu steil.
Freundschaft ist das Seil, das hält, wenn alle Stricke reißen
Die Städten und Kommunen werden von den Ländern und vom Bund schon seit Jahrzehnten bewusst im Stich gelassen, was zu einer hohen Verschuldung der Städten und Kommunen geführt hat. Aber wie es aussieht, haben die Oberbürgermeister in Baden-Württemberg eine Gruppe gefunden, wo sich anscheinend eine Menge Geld einsparen lässt: Menschen mit Behinderungen. So wie es aussieht, sind wir seitens der Politik wieder beim Denken von 1920 (Binding und Hoche) angelangt. Menschen mit Behinderungen haben gefälligst produktiv zu sein und sind eine Verschwendung von Ressourcen. Und überhaupt ist Inklusion nichts weiter als ein Fetisch. Na bravo.
Eine Reaktion von Palmer folgte prompt - ebenfalls bei Facebook: 1.200 Euro für den Auf-und Abbau einer Rampe komme für ihn nicht infrage. Deutschland und seinen Kommunen gehe das Geld aus, deshalb sei Pragmatismus gefragt. Er könne die Sportlerin aber unten vor der Bühne ehren. Auch eine Spende in Höhe von 600 Euro sei denkbar; an einen Verein ihrer Wahl, der sich für Rollstuhlfahrer einsetzt. Das Zudem würde die 15 Meter lange Rampe dafür sorgen, dass in der Halle dann 40 Sitzplätze wegfallen. "Häufig werden solche Diskussionen nicht geführt, weil man Angst hat, als behinderten-feindlich gebrandmarkt zu werden", sagt Palmer. Er verstehe "diesen Fetischismus nicht, dass alles exakt gleich gemacht werden muss, sonst ist man diskriminiert und ausgegrenzt."
Ich weiß nicht wieviel Geld die Städte ausgeben, um zb unisex Toiletten zu bauen um sich bloß nicht dem Vorwurf der Diskriminierung auszusetzen, aber bei Behinderten sind 1200 Euro zuviel.
Statt zu festzustellen, dass eine Rampe einmalig auf- und abzubauen mit 1 200 Euro zu teuer ist für einen städtischen Haushalt mit Ausgaben von 382 814 060 Euro und 40 Leuten weniger, die applaudieren können, ist es m. E. Aufgabe eines Bürgermeisters, nach einer kostengünstigen und nachhaltigen Lösung zu suchen, um Integration in seiner Stadt zu fördern und gerecht zu gestalten. Das bringt meistens allerdings weniger Schlagzeilen, als mal wieder rum zu paddeln mit dem Ziel, sich als tapferer Gegen-den-Strom-Schwimmer zu präsentieren.
Neueste Studien in Deutschland haben ergeben, dass 20 bis 40 Prozent der Bevölkerung gar keine Laktose brauchen um intolerant zu sein.