Zitat von Monkele im Beitrag #926Ich war heute auf einer Veranstaltung vom VdK. Ich habe gefragt, ob ihnen das Sonnenblumensymbol bekannt ist, leider nicht.
Unglaublich. Weisst du, wer das Sonnenblumensymbol ins Leben gerufen hat? Mein EDEKA hat diese Hilfesymbol übrigens nicht, ich habe heute extra danach geschaut.
Danke für den Link. Interessant, mal zu schauen, was sich in puncto Sonnenblume in meiner Nähe tut . . Ich müsste von mir aus 20 km nach Stuttgart fahren, dort kennt eine Galerie die Sonnenblumenkarte.
Nach reiflicher Überlegung: mir wäre ein abstraktes Symbol wie das für Sehbehinderte lieber. Die Sonnenblume ist mir zu verwechselbar, etwa bei Nichtbetroffenen mit ihr als Lieblingsblume und Motiv auf dem T-Shirt. Oder denen, die sich nicht outen wollen, s. o.
Das Kärtchen sieht aus wie Wahlwerbung für die Grünen. In D etwas ungünstig.
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken
Ja, der Gedanke an die Verwechslung im Zusammenhang mit den Grünen kam mir auch schon. Trotzdem habe ich den VdK jetzt mal angeschrieben.
Wir suchen nach einem diskreten Zeichen, das aus der Ferne gut sichtbar ist und gleichzeitig unverwechselbar, fröhlich und dynamisch ist. Wir haben uns für eine Sonnenblume entschieden, da sie Glück, Positivität, Stärke sowie Wachstum und Selbstvertrauen symbolisiert und darüber hinaus allgemein bekannt ist
Es kam schon eine Reaktion. Anscheinend gab es 2023 eine Bericht dazu in der VdK Zeitung. Zum damaligen Zeitpunkt war es aber nur der Berliner Flughafen, der daran beteiligt war.
Für mich sind nicht nur die VdK Mitglieder die Zielpersonen für eine entsprechende Kampagne, sondern sie sollte meiner Meinung nach viel weitreichender sein. Ich habe dann nochmal geantwortet und genauer erklärt, was ich mir vom VdK bei dem Thema erhoffe und noch ein paar konkrete Beispiele angebracht.
Sie werden nun in der Redaktion meine Hinweise zum Anlass nehmen, um noch einmal über das Thema zu sprechen.
Unabhängig davon habe ich heute meine schwer herzkranke Freundin, die einen Herzschrittmacher mit Defibrillator implantiert hat gefragt, ob sie gegebenenfalls so eine Sonnenblume tragen würde. Sie hat es verneint.
Freundschaft ist das Seil, das hält, wenn alle Stricke reißen
Also wenn es in der Gesellschaft bekannter wäre könnte ich mir durchaus vorstellen das Symbol bei verschiedenen Gelegenheiten zu tragen. Jetzt macht es für mich keinen Sinn. Ich finde es übrigens toll, dass du den VDK angeschrieben hast! 🌷
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich völlig ungeniert.
Zu den häufigsten Aha-Momenten gehört der Einblick in unsere Lebensrealität als Kulturakteur*innen mit Behinderung. Vielen Menschen ohne Behinderung ist nicht bewusst, wie viel Recherche- und Organisationsaufwand bereits im Vorfeld eines Veranstaltungsbesuchs nötig ist „nur“ weil grundlegende Informationen zur Barrierefreiheit fehlen.
Ein weiterer Aha-Moment entsteht häufig, wenn wir über die Ganzheitlichkeit von Barrierefreiheit sprechen. Denn diese bedeutet mehr als einen barrierefreien Zugang für das Publikum, sie muss alle Bereiche einschließen: vor, auf und hinter der Bühne. Denn erst wenn Menschen mit Behinderung im Publikum vor der Bühne, als Künstler*innen auf der Bühne und als Fachkräfte hinter der Bühne in eine Veranstaltung involviert sind, können wir tatsächlich von einer inklusiven Veranstaltung sprechen und dazu gehört, dass all diese Bereiche barrierefrei zugänglich sind.
Freundschaft ist das Seil, das hält, wenn alle Stricke reißen
Im aktuellen Bericht von von Correctiv wird aufgezeigt, dass hunderte Millionen an Fördergeld für barrierefreie Bahnhöfe ungenutzt bleiben.
"Eigentlich sollte ein 600-Millionen-Euro-Programm gemeinsam mit der Deutschen Bahn dafür sorgen, dass kleinere und mittlere Bahnhöfe von 2019 bis 2026 barrierefrei und moderner werden. In einem Bericht kritisiert der Bundesrechnungshof das Vorgehen des Verkehrsministerium. Denn von der Fördersumme seien bisher nur 84 Millionen Euro abgerufen worden", heißt es u.a. im Correctiv-Bericht vom 30. Juli 2025.
Weder die Deutsche Bahn noch das Verkehrsministerium könnten genau sagen, wie und bis wann die restlichen Fördermittel, rund 515 Millionen Euro, verwendet werden. „
Es macht einen sprachlos und als betroffener Mensch einfach nur sauer! Allein wenn ich hier in meiner App schaue, an wieviel Bahnhöfen der S-Bahn es keine Barrierefreiheit gibt, ganz abgesehen von der großen Anzahl längerfristig nicht nutzbarer Aufzüge. Über die Abstände und Höhenunterschiede zwischen Bahnsteig und Zug reden wir da noch gar nicht.
Freundschaft ist das Seil, das hält, wenn alle Stricke reißen
Wir waren gestern auf der Insel Mainau. Ich finde den Service für Menschen mit Einschränkungen / Behinderung dort sehr gut und lobenswert!
In der Toilette gibt es einen großen Tisch mit Lifter. Das hat leider Seltenheitswert. Die Wickeltische für Kinder sind separat, was gut ist, denn es kommt leider häufiger vor, dass diese zusätzlich in der Schwerbehindertentoilette sind.
Am Eingang gibt es kostenlos Rollstühle zu leihen, Elektromobile gegen eine vergleichsweise geringe Gebühr. Auf dem Lageplan sind die Wege mit Treppen farblich gekennzeichnet. Bei Steigungen und Gefällen ist die Prozentzahl ausgewiesen.
Einziges kleines Manko, ich blieb mit meinem Rollator an der kleinen, silbernen Türschwelle von der Toilette hängen.
Freundschaft ist das Seil, das hält, wenn alle Stricke reißen
Nachdem Hendrick Streeck erzählen konnte, wie missverstanden er doch wurde, als er Kostenkürzungen bei den Krankenversicherung forderte, hören wir vermutlich bald das gleiche von Kristina Schröder. Das hatte sie doch alles gar nicht so gemeint, als sie in einem Meinungsartikel in der Welt von sich gab, dass das „selbstbestimmte Leben“ von Menschen mit Behinderungen zu teuer geworden ist. https://www.welt.de/debatte/plus6929b497...en-koennen.html
Und wie bei Streeck fragt man sich, wofür wohl das C in CDU steht. Für Christlich vermutlich weniger.
@Hydra In gewisser Weise schon. Ich habe eine nicht sichtbare Behinderung (Ileostoma) und in meiner aktiven Zeit als Lehrerin musste ich selbstverständlich Vertretungen und Pausenaufsichten machen. Ein Kollege, dem an einer Hand zwei Finger fehlen, musste das nicht, er war ja sichtbar behindert.
Damals musste jede Lehrkraft zwei Jahre lang „mobile Reserve“ ableisten, d. h. Vertretungen im ganzen Landkreis machen. Ich musste das wegen meines GdB von 80 % nicht. Das monierte ein Kollege vom Lehrersport, an dem ich regelmäßig teilnahm: „Wer zum Sport gehen kann , kann auch mobil werden.“ Er wusste aber von der Art meiner Behinderung.