Früher habe ich oft über die Mitfahrzentrale an der Uni (da gab es noch schwarze Bretter) Mitfahrer gesucht und mitgenommen. Selbst mitgefahren bin ich eher selten.
Aktuell überlege ich, ob ich meinen Sommerurlaub mit der Bahn und Leihwagen (abgelegene Gegend) machen will oder nach vielen Jahren mal wieder mit dem Auto und der maximalen Planungsfreiheit fahre. Und da ich die anfängliche Strecke alleine fahre, wollte ich mal schauen: gibt es eigentlich noch die Mitfahrzentrale ... ja gibt es und zwar offenbar etliche davon.
Nutzt ihr Mitfahrzentralen als Fahrerin oder Beifahrerin und wenn ja, welche? Was für Kosten entstehen da so und wie hoch sind die Mitnahmetarife?
Vorab..ich habe mit so was keinerlei Erfahrung. Aber da steigt man doch zu jemandem ins Auto, dem man überhaupt nicht kennt?
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Ich habe eine zeitlang MFZ sowohl als Fahrerin wie auch als Mitfahrerin genutzt und habe bis auf einmal - da war aber lediglich der Fahrer eine maulfaule Nervensäge - gute bis sehr gute Erfahrungen gemacht.
Dodadadiamoisongdesisahoidamoiaso
Ein kluges Wort, und schon bist du Kommunist (Autoaufkleber aus den 80ern)
Zitat von Kleinfeld im Beitrag #2Vorab..ich habe mit so was keinerlei Erfahrung. Aber da steigt man doch zu jemandem ins Auto, dem man überhaupt nicht kennt?
Ja, und? Das tust du beim Taxi auch.
Dodadadiamoisongdesisahoidamoiaso
Ein kluges Wort, und schon bist du Kommunist (Autoaufkleber aus den 80ern)
Zitat von Kleinfeld im Beitrag #2Vorab..ich habe mit so was keinerlei Erfahrung. Aber da steigt man doch zu jemandem ins Auto, dem man überhaupt nicht kennt?
Ja, und? Das tust du beim Taxi auch.
Der Taxifahrer ist ein Profi.
Ich habe Angst vor schnellen Autobahnfahrten, ich würde mich nicht einem fremden Menschen anvertrauen . .
Zitat von Kleinfeld im Beitrag #2Vorab..ich habe mit so was keinerlei Erfahrung. Aber da steigt man doch zu jemandem ins Auto, dem man überhaupt nicht kennt?
Ja, und? Das tust du beim Taxi auch.
Der Taxifahrer ist ein Profi.
Ich habe Angst vor schnellen Autobahnfahrten, ich würde mich nicht einem fremden Menschen anvertrauen . .
Der Taxifahrer ist kein Fahrprofi. WIE er/sie Auto fährt, wird nicht geprüft. Ich bin selbst fast 6 Jahre lang Taxi gefahren und könnte tatsächlich eine Menge erzählen...
Dodadadiamoisongdesisahoidamoiaso
Ein kluges Wort, und schon bist du Kommunist (Autoaufkleber aus den 80ern)
Zitat von luciernago im Beitrag #5Der Taxifahrer ist ein Profi.Ich habe Angst vor schnellen Autobahnfahrten, ich würde mich nicht einem fremden Menschen anvertrauen . .
Genau das meinte ich. Ich würde eben nicht bei einem fremden Menschen mitfahren, wo ich nicht weiß, was für einen Fahrstil er hat.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Zitat von luciernago im Beitrag #5 Der Taxifahrer ist ein Profi.
Den Satz küre ich schon mal zum Witz des Tages.
Yepp.
Ich weiß nicht, wie es heute ist, aber die Pflichtanforderungen in den 80ern waren:
Mindestalter 21 Jahre Mindestens seit 2 Jahren Führerschein Nachweis ungefähr gefahrener Kilometer durch eine dritte Person. Wenn das nur 5000 oder so in 2 bis drei Jahren waren, wurdest du nicht mal zur Gesundheitsprüfung zugelassen.
Ach so, und eben wirklich sehr ausführliche Gesundheitsprüfung im Gesundheitsamt, die es alle 2 Jahre zu wiederholen gal.
Dodadadiamoisongdesisahoidamoiaso
Ein kluges Wort, und schon bist du Kommunist (Autoaufkleber aus den 80ern)
Luci, es hat ja niemand gesagt, alle Taxifahrer fahren wie die gesengten Säue. Nur findet eben keine gesonderte Fahrprüfung statt, die einen zum "Profi" machen würde.
Dodadadiamoisongdesisahoidamoiaso
Ein kluges Wort, und schon bist du Kommunist (Autoaufkleber aus den 80ern)
Ich möchte kein Taxiunternehmen eröffnen, sondern gelegentlich mal jemanden mitnehmen - weitere Ausführungen zu Taxiunternehmen und ähnlichem und deren Ausbildungsstand sind hier OT, können aber gerne in einem anderen Strang diskutiert werden.
Zitat von luciernago im Beitrag #5Der Taxifahrer ist ein Profi.Ich habe Angst vor schnellen Autobahnfahrten, ich würde mich nicht einem fremden Menschen anvertrauen . .
Genau das meinte ich. Ich würde eben nicht bei einem fremden Menschen mitfahren, wo ich nicht weiß, was für einen Fahrstil er hat.
Und auch nicht, was er für ein Mensch ist.
Bei uns im Nachbarort steht am Ortsausgang eine Ruhebank mit der Aufschrift "I möcht mit". Da sitzen oft ältere Leute, die zum Einkaufen oder zum Arzt müssen. Das ist, finde ich, was anderes, weil da sowieso nur Einheimische anhalten, die man auch kennt.
Blablacar ist eine gute Sache. Man stellt von sich ein Profil ein und der andere kann sich ein wenig ein Bild machen.
Bisschen aufpassen muss man bei den teilweise ganz schönen Anforderungen der Mitfahrer.
Wenn ich schreibe, ich fahr von Großstadt x am ZOB ab, dann meine ich das auch so. Und bin nicht bereit, nochmal eine Stunde durch die Großstadt zu gurken um den Mitfahrer einzusammeln, denn das wird nicht bezahlt.
Genauso beim Zielort. Normalerweise werden die Mitfahrer an einer Autobahnausfahrt abgesetzt und müssen von da selber schauen wie sie weiter kommen.
Allerdings können solche Mitfahrer mit Sonderwünschen abgelehnt werden. Oder bei einem schlechten Bauchgefühl.
Ich habe gerade mal reingeschaut und stelle fest, dass die Fahrer teilweise ganz schön hohe Preise haben. Für das, was manche Fahrer fordern, könnte man locker mit der Bahn fahren.
Und wenn man ein Autobahnen abgesetzt wird, hat man eigentlich verloren. Wie soll man von da aus dann wegkommen?
Nun an einer Autobahnausfahrt würde ich tatsächlich niemanden absetzen.
Zu meiner Zeit war üblich an einem Bahnhof (oder auch je nach Ortsgröße Bushaltestelle), wenn nicht der tatsächliche Zielort auf meiner Route lag. Das würde damals halt abgesprochen.
Und nein ich würde auch nicht, wenn ich in Berlin-Spandau wohne jemanden aus Köpenik abholen auf dem Weg nach Düsseldorf. Aber durchaus an der mir nächst gelegenen S-Bahn, das mag je nach Stadt auch unterschiedlich sein.
Und ja, manche Preise haben mich auch überrascht, jedenfalls das wo drei Mitfahrer "gesucht" werden und der Preis pro Person war. Wobei es vermutlich auch dabei darauf ankommt, wie kurzfristig gefahren wird.
Ein zuggebundenes Ticket bekomme ich ja schon für unter 20 Euro, wenn ich die Strecke regulär fahre sind es hingegen 150,- .... da relativieren sich auch hohe Preise bei der Mitfahrgelegenheit.
Weitere Hinweis von Leuten, die das aktuell regelmäßig oder gelegentlich machen, sind hoch willkommen.
Meine eigenen Erfahrungen sind ja rd. 25 Jahre her.
Ich meinte Autobahnausfahrten, wo man gut wegkommt. Wir haben z.B. an der A 9 eine, da fährt man runter und ist sofort an einem großen Parkplatz. Dieser wird viel von Pendlern genutzt, die sich da treffen und dann zu mehreren in die Großstadt zur Arbeit fahren.
Von da aus geht es dann in die ganzen Käffer, die zum Teil 30 km weiter weg sind und von Öffis nicht oder nur selten angefahren werden. Dieser Parkplatz ist bei den Blablafahrern bekannt. Und für die Mitfahrer ist es normalerweise kein Problem sich von da aus noch das letzte Stück Heimfahrt zu organisieren.
Ich meinte natürlich nicht, die Leute in der Pampa auszusetzen.
Ich hatte mir das schon gedacht, aber danke für die Klarstellung, denn es las sich schon merkwürdig und man hat ja irgendwie immer die typischen Autobahnausfahrten der eigenen Umgebung im Kopf. Aber wenn es so wie von dir geschildert oder auch eine Autobahnabfahrt in einer Stadt ist, dann ist es klarerweise ein Ort, wo der Mitfahrer gut wegkommt.
Promethea, ich habe lange niemanden mit Blablacar mitgenommen, doch habe ich mit den Mitfahrern gute Erfahrungen gemacht. Je nachdem in welche Richtung ich gefahren bin, Treff an der von mir nächstgelegenen U-Bahnstation oder an einer Tankstelle auf dem Weg zur Autobahn. Eine Mitfahrerin hat sich gefreut, dass ich sie direkt vor der Camphill-Einrichtung in Alt-Schönow abgesetzt habe. Kein riesiger Umweg nach Zehlendorf. Am Bodensee war bisher der Treffpunkt das große gelbe M vor der Autobahn. Nette Gespräche, auch schon mal die Einladung auf einen Kaffee, als ich Hin- und Rückfahrt mit der gleichen Person ausgemacht habe.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)